Couscous mit Fisch
La Graine et le mulet (2007), FR Laufzeit 155 Minuten, FSK 6, Drama, Kinostart 28.08.2008
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13 Kommentare
Keine
von Abdellatif Kechiche, mit Habib Boufares und Hafsia Herzi
Slimane Beiji ist ein Hafenarbeiter in den Sechzigern im südfranzösischen Sète. Seine Arbeit wird von Tag zu Tag anstrengender, der Verdienst immer geringer. Wenn auch von seiner Frau geschieden, bleibt Slimane in der Nähe seiner Familie, trotz aller Probleme und Streitigkeiten, die immer wieder erneut ausbrechen. Verschärft wird seine Situation durch finanzielle Sorgen und das zunehmende Gefühl der Nutzlosigkeit. All dem stellt Slimane seinen Traum entgegen: die Eröffnung eines eigenen auf Couscous und Fisch spezialisierten Restaurants. Dieses Projekt vereint trotz der finanziellen Schwierigkeiten und Probleme nach und nach die gesamte Familie und wird zum Symbol für ein besseres Leben. Dank des optimistischen Pragmatismus und des Einsatzes aller nimmt der Traum allmählich Gestalt an … wenn auch etwas anders als erhofft.
Handlung
Der sechzigjährige Slimane (Habib Boufares) wird auf Kurzarbeit gesetzt. Ein harter Schlag für den verschlossenen Mann, der sich für zwei Familien verantwortlich fühlt, für seine Ex-Frau Souad (Bouraouia Marzouk) und deren erwachsene Kinder und seine Freundin Latifah (Hatika Karaoui), in deren Hotel er ein kleines Zimmer bewohnt.
Sonntags kommen alle Kinder und Enkel zum Couscous essen bei Souad zusammen. Julia (Alice Houri), eine Russin, die in die arabische Immigrantenfamilie eingeheiratet hat, wird ständig von ihrem Mann Hamid (Abdelhamid Aktouche) betrogen und ist nur noch widerwillig bereit, am Familientisch den Schein zu wahren.
Als Slimane eine Abfindung angeboten bekommt, kauft er davon ein heruntergekommenes Frachtschiff. Er will sich seinen Traum erfüllen und ein Couscous-Restaurant eröffnen. Alle unterstützen ihn, die Söhne bauen das Schiff um, Rym (Hafsia Herzi), Latifahs halbwüchsige Tochter, begleitet ihn auf den zahlreichen Behördengängen. Dass Slimane einen Standplatz am Hafen, gegenüber von Latifahs Hotel, beantragt, sowie die Tatsache, dass seine Ex-Frau im Restaurant kochen soll, empfindet Latifah als Affront. Sie hatte gehofft, mit Slimanes Geld ihr Hotel zu sanieren. Auch Sohn Hamid versteht Slimanes Plan nicht. Er rät ihm, doch in die alte Heimat zurückzukehren, was wiederum Rym erbost.
Die Behörde erteilt Slimane den Standplatz nur vorübergehend. Um sie zu überzeugen lädt Slimane alle wichtigen Leute des Ortes zum Eröffnungsabend ein. Latifah schmollt und bleibt zuhause. Souad hat zusammen mit ihren Töchtern und Schwiegertöchtern das Essen vorbereitet. Die riesigen Töpfe werden in Hamids Auto zum Schiff gefahren, wo Slimane die Gäste empfängt. Als Hamid seine Geliebte entdeckt, setzt er sich ins Auto und verschwindet. Aber im Kofferraum befindet sich der Topf mit Couscous.
Während die Familie die Gäste hinhält, sucht Slimane nach Hamid. In dessen Haus wirft ihm Julia die Wahrheit über seinen Sohn an den Kopf, Jugendliche stehlen Slimanes Moped und er bricht bei der Verfolgung zusammen.
Währenddessen hat Rym ihre Mutter überredet, doch zur Eröffnung zu gehen. Dort bekommen sie das Desaster mit und Rym lenkt die Gäste mit einem erotischen Bauchtanz-Marathon ab, während Latifah ins Hotel eilt und neuen Couscous kocht.
Auszeichnungen
Der Film erhielt den César unter anderem für den besten französischen Film, die beste Regie und das beste Original-Drehbuch.
Weiterführende InformationenWeitere Informationen im Internet
Filmbesprechung in den Cahiers du Cinema (frz.)
Pressespiegel zum Film auf film-zeit.de (deutsch)
Daten zu den französischen Einwanderern
Videointerview (engl.) zum Film mit Regisseur Kechiche
Videointerview (frz.) mit Hafsia Herzi über ihre Rolle
Quellen
Presseheft
Mehr Bilder (10) und Videos (2) zu Couscous mit Fisch
Cast & Crew
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Abdellatif Kechiche
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Habib Boufares
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Hafsia Herzi
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Farida Benkhetache
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Abdelhamid Aktouche
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Bouraouïa Marzouk
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Alice Houri
Regie
Schauspieler
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Leila D'Issernio
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Abelkader Djeloulli
-
Olivier Loustau
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Bruno Lochet
-
Sabrina Ouazani
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Mohamed Benabdeslem
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Cyril Favre
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Sami Zitouni
-
Mohamed Karaoui
-
Henri Rodriguez
-
Nadia Taoul
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Abdellatif Kechiche
- Genre
- Sozialdrama
- Handlung
- Bauchtanz, Einwanderer, Ex-Frau, Familienclan, Familienkonflikte, Hafenarbeiter, Kochen, Restaurant, Seitensprung, Solidarität, Untreue
- Stimmung
- Spannend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Couscous mit Fisch
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Trailer zum Film Couscous mit Fisch
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Links zum Film Couscous mit Fisch
- Couscous mit Fisch: critic.de
- Couscous mit Fisch: cineclic.de













Kritiken (5) — Film: Couscous mit Fisch
Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...
Kommentar löschen„Couscous mit Fisch“ ist eine einfühlsame Studie um die Familie als Fixpunkt und Halt in schwierigen Zeiten. Ein Film, der einem die arabische Mentalität näher bringt und Lebensmut macht, auch wenn es kein Happy End gibt.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
Aufgabe 2011/01/18 22:56:32
Antwort löschenlebensmut?! wo denn?! daddy stirbt am schluss!
einfühlsam?! wo denn?! die belügen sich die ganze zeit!
familie als fixpunkt, die halt gibt?! wo denn?! keiner aus der sippe hilft super-daddy!
Der Redaktör: kino-zeit.de Der Redaktör: kino-zeit.de
Kommentar löschenUnendlich viel Zeit lässt sich Abdellatif Kechiche für seine Geschichte. Und doch wird dem Zuschauer keine Minute davon je langweilig, folgt alles einer inneren Zwangsläufigkeit und entwirft ein wahres Gemälde aus Bildern und Stimmen, selbst mannigfaltige Gerüche scheint "Couscous mit Fisch" seinem Publikum in die Nase zu zaubern. Und das liegt nicht allein am Titel des Films, sondern gerade an der Beiläufigkeit und Langsamkeit des Erzählflusses und an der Aufmerksamkeit, die Kechiche seinen Protagonisten widmet.
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Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,... Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,...
Kommentar löschen"Couscous mit Fisch" ist eine Elegie auf die Freuden des Mundes, auf die kulinarischen Genüsse ebenso wie auf die hinreißende Schwatzhaftigkeit des Schauspieler-Ensembles, das Kechiche aus Laien und einigen wenigen Profis verschmolzen hat. Abdellatif Kechiche inszeniert keine versöhnlich-pittoreske Mittelmeer-Idylle im Stil von Maurice Pagnol, sondern eine trotzige Glückssuche in der Nachfolge Maurice Pialats; mit offenem Blick für die Subtilität des alltäglichen Rassismus' und durchdrungen von einer zärtlichen Vertrautheit mit der Lebenswelt seiner Charaktere.
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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenKechiches zu gleichen Teilen intellektuelles und unterhaltsames, ehrgeiziges wie populäres Kino ist stilistisch anspruchsvoll, weil man Zeit braucht und ein Beziehungsnetz erzählt bekommt, nicht Personen oder Psychologie. Jede Figur wird durch die Perspektive einer anderen gezeigt. Das ist kein Naturalismus, eher schon ein subjektiver Realismus.
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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs
Kommentar löschen„Couscous mit Fisch“ ist ein Genuss, weil einem der Regisseur Abdel Kechiche („Voltaire ist schuld“, „L’Esquive“) mit einer Darstellerriege aus Laien das Gefühl gibt, mit dabei zu sein. Inmitten der Familie beim sonntäglichen Couscous-Essen, bei den Arbeiten am Hafen, bei den heftigen Streitereien und Gefühlsausbrüchen. In einem großen Spektrum von Personen sind die persönlichen Verhältnisse sehr nuanciert gezeichnet. Es ist herzzerreißend, wie Slimane, der stille, sympathische alte Mann, so gar nicht der Macho-Patriarch, sich bemüht, wie er versucht zu helfen. Doch eigentlich haben die Frauen alles in der Hand, sie kochen nicht nur, sie organisieren, reden und retten.
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Kommentare (8) — Film: Couscous mit Fisch
Kommentar schreibengangiliki 2011/02/20 11:23:24
Kommentar löschenDiesen Film wollte ich mir schon seit Ewigkeiten ansehen und dann kam er vor ein paar Tagen endlich im Fernsehen. Leider hat er meine Erwartungen ganz und gar nicht erfüllt... Er war sehr langatmig, anstrengend und teilweise sogar schmerzhaft anzusehen. Die detailreiche Handlung des Films schafft es zwar die Atmosphäre zu vermitteln, aber leider führt sie ebenfalls dazu, dass man stellenweise gelangweilt oder sogar wütend ist, wenn einzelne Darsteller etwa 3 Minuten lang vor Wut toben und immer wieder dasselbe sagen. Diese Szenen vermitteln etwas zu eindringlich, wie sich die Person fühlt... Der Hauptdarsteller dagegen zeichnet sich eher durch zu wenig Emotionen aus, ich glaube den ganzen Film durch hat er denselben schmerzlich berührten Gesichtsausdruck.
Es ist eine gewisse Spannung in der Handlung, jedoch hat gerade das Ende jegliche positive Hoffnungen zunichte gemacht und kann so die Schwächen des Films nicht wieder gut machen. Stellenweise war der Film interessant, weil vermutlich sehr realistisch dargestellt wird, wie Tunesier in Frankreich leben. Andererseits wird die tunesische Familie im Mittelpunkt des Films sehr negativ dargestellt.
Der Film tischt viele Probleme auf, kann aber keins davon lösen und hat mich deshalb enttäuscht.
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Aufgabe 2011/01/18 22:50:39
Kommentar löschenwas will mir dieser film sagen?!
dass die marokkanische familie als system hinterhältig und verlogen ist?!
dass man sich auf freunde eher verlassen kann als auf die eigene familie?!
dass marokkaner endlos immer wieder das gleiche brabbeln können, ohne auch nur ein vernünftiges argument zu finden, bzw. kein vernünftigen gespräch führen können?!
entweder wird hier sowas wie eine marrokanische gesellschaftskritik aufgemacht (die meines erachtens moralisch sehr daneben ist) oder ich versteh mal wieder gar nix!
nachtrag: gibts da noch ne andere version?! ich versteh die kritikermeinungen mal überhaupt nicht!
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stalker 2010/07/26 21:18:20
Kommentar löschenHerr Gott nochmal hören die denn endlich mal mit dem Gelaber auf! Unerträglich ist das, zumal ich es mir angewöhnt, im wirklichen Leben solche Tratschgesellschaften zu meiden, nein danke, freu mich mich doch lieber über diesen Doppelregenbogen vor meinem Fenster, uuuuuuuchuuuuuu ooooouuuuuh aaaaaahhh
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jollyroger 2010/07/26 22:46:16
Antwort löschenNa da bist du ja mit 1.5 Punkten noch ungewohnt gnädig...:D
Schlegel 2010/07/26 23:42:32
Antwort löschenHier gibts ja mal ne ehrliche Kluft zwischen Kritikern und Fußvolk. Film spar ich mir, glaub ich.
BlueSquirrel 2010/07/27 05:59:18
Antwort löschenFußvolk. :) wie nice. Warum sparen? Weil Stalker dich selten enttäuscht hat oder weil die Kritiker hier sch.... sind? Ist so Sozi irgendwie. Mag ich.
Alle 5 Antworten zeigen
Schlegel 2010/07/27 10:26:27
Antwort löschenstalker in Kombination mit lucie (ganz unten) ergibt ein überzeugendes Double Team.
BlueSquirrel 2010/07/27 14:49:33
Antwort löschenVerstehe. :)
jollyroger 2009/05/16 14:42:07
Kommentar löschenWas für ein grauenvoller, stinklangweiliger, völlig überschätzter, banaler Pseudo-"Ich bin ja so nah am Leben dran" Mist.
Dieses "Machwerk" verkörpert wirklich alles was in der ach so tollen Independent-Szene falsch läuft. Der Film hat zig Preise gewonnen - für was?
Die Handlung lässt sich folgendermaßen zusammenfassen:
Man stelle eine Kamera in den Vorraum der städtischen Kreissparkasse in Hintertupfingen und filmt 2 Stunden die Gespräche von Oma Huber mit ihrem Berater, Markus Müller. Man stelle sich nun dieses Set-Up einfach in einer französischen Hafenstadt im Umfeld einer Immigranten-Familie vor und BÄM -> hat man diesen, äh, Film.
0 Punkte für das Totalversagen aller Beteiligten.
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stalker 2010/07/25 17:21:01
Antwort löschenUnd den wollte ich mir jetzt grad angucken, verdammt.
JimiHendrix 2008/09/24 22:45:10
Kommentar löschenSehr langer, aber trotzdem interessanter Film, der mit viel marokkanischem Charm gespickt ist.
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dieBanane 2008/09/19 12:20:00
Kommentar löschenÜberbewerteter langatmiger Film ohne Inhalt. Einfach nur schlecht. War eine echte Zeitverschwendung!
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AliPali 2008/09/04 23:59:36
Kommentar löschenWARNUNG!!!
Einer der anstrengensten, uninteressantesten, langatmigsten und überfülligsten Filme, die ich je gesehen habe.
Unendliche Längen, viele total überflüssige Szenen... am Ende bleibt nur eins hängen: Es nervt!
Selbst hervorragende Schauspieler konnten die inhaltliche Leere nicht gut machen.
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lucie 2008/09/02 19:04:29
Kommentar löschenDieser Film hat für mich zu viel angesprochen aber nie konsequent weitergeführt. Viele elend lange Längen von der heulenden, betrogenen Ehefrau über oberflächliche, unehrliche Unterhaltungen bis zu langgezogene Unwichtigkeiten in Monologen.
Die Kammeraführung war zu unruhig und nervte mich gelegentlich.
Nur wenige Punkte logisch weiterverfolgt, wäre hier viel mehr gewesen. Die Laiendarsteller hatten viel Ausstrahlung, die gut ausgesucht waren und dem Film etwas schönes ohne klebrigem Zuckerguss gaben.
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