Dancer in the Dark

Dancer in the Dark (2000), FR/SE/DK
Laufzeit 139 Minuten, FSK 12, Drama, Musikfilm, Kinostart 28.09.2000

7.2 Kritiker
39 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.4 Community
1832 Bewertungen
51 Kommentare
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von Lars von Trier, mit David Morse und Peter Stormare

Eine junge Fabrikarbeiterin, die aufgrund einer Erbkrankheit ihr Augenlicht verliert, spart ihr Geld, um ihrem Sohn durch eine Augenoperation dasselbe Schicksal zu ersparen. Als bei einem Streit ein Freund sein Leben verliert, wird sie unter Mordanklage gestellt und zum Tode verurteilt, weil sie sich weigert, ein Schweigegelübde zu brechen und ihre Ersparnisse für den Anwalt eines Berufungsverfahrens auszugeben. Eine lückenlos durchbuchstabierte Kombination aus Musical und Melodram, die sich beiden Genres als Hommage und Kritik zugleich verpflichtet fühlt. Dramaturgisch ausgefeilt, in der Hauptrolle herausragend gespielt, erzählt der Film sowohl von bedingungsloser Mutterliebe als auch von den sozialen und politischen Gegebenheiten in den USA zu Beginn der 60er-Jahre. Dabei bedient er sich virtuos unterschiedlicher kameratechnischer Mittel, um die Handlungsebenen voneinander abzugrenzen.

HandlungSelmas TräumeDie tschechische Immigrantin Selma Jezkova (Björk) lebt in den 60er Jahren gemeinsam mit ihrem zwölfjährigen Sohn Gene (Vladica Kostic) in einer amerikanischen Kleinstadt.
Sie lebt ein ärmliches Leben und arbeitet zusammen mit ihren Freunden Jeff (Peter Stormare) und Kathy (Catherine Deneuve) in einer Fabrik zur Metallverarbeitung.

Es ist ein Leben voller Entbehrungen, und immer wieder flüchtet sich die naive und warmherzige Selma aus dem grauen Alltag in ihre Tagträume aus bunten Musicals. Dann wird das Maschinen-Rattern plötzlich zu einem mitreißenden Bass und die Fabrikarbeiter zu einer bunten Tanzgruppe. Selma liebt das amerikanische Musical, weil dort nie etwas Schreckliches geschieht.

Die KrankheitUm mehr Geld zu verdienen, macht Selma oft zusätzliche Nachtschichten in der Fabrik. Die Arbeit an den Maschinen fällt ihr jedoch zunehmend schwerer. Denn was niemand weiß ist, dass sie an einer erblichen Augenkrankheit leidet, die nach und nach zum Erblinden führt. Aus Scham und Stolz verschweigt sie sogar vor ihren Freunden…


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Kritiken (3) — Film: Dancer in the Dark

Flibbo: wieistderfilm.de

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7.5Sehenswert

[...] Von Trier ist, speziell im Vergleich mit „Breaking the Waves“, ein Stück direkter, extremer geworden. Er hält die Religiosität ganz im Subtext, lässt etwas weniger Raum für Symbolik und eigene Schlüsse und büßt damit auch etwas Glaubwürdigkeit ein. Die etwas straffere Laufzeit von ‚nur noch‘ 139 Minuten, gespickt mit den träumerischen Gesangseinlagen als Hommage an die guten alten Musicalfilme à la „Singin’ in the Rain“, erlaubt dafür noch weniger Längen. Das alles sind Nuancen und es läuft wie erwähnt auf eine Geschmackssache hinaus. Doch am Ende ist der famos gespielte, faszinierend klingende „Dancer in the Dark“ wie ein harter Faustschlag in die Magengrube und zeigt, dass von Trier sich in puncto Intensität nochmal selbst übertroffen hat.

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

SiameseMax: SiameseMovies

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8.0Ausgezeichnet

„Dancer in the Dark“ ist ein Film, der als Gesamtprodukt ebenso polarisiert wie seine einzelnen Bestandteile. Der dänische Regisseur Lars von Trier war sich ja bekanntlich noch nie für eine Kontroverse oder das ein oder andere Skandälchen in eigener Sache zu Schade, erst dieses Jahr sorgte er mit seinen vermeintlich provokativen, letztlich aber einfach nur blödsinnigen, PR-wirksamen Nazi-Bekenntnissen im Rahmen seines Cannes-Beitrages „Melancholia“ für (inszenierte) Furore. Mit seiner Hauptdarstellerin, dem isländischen Wunderkind Björk, trifft er auf eine nicht minder exzentrische Gegenspielerin, und wie gespannt das Verhältnis zwischen den beiden eigenwilligen Egozentrikern war, ist mittlerweile Filmgeschichte: So verschwand Björk einfach mal drei Tage vom Set, bezeichnete von Trier im Nachhinein als Sexisten und spuckte ihm jeden Tag vor Drehbeginn mit den Worten „Ich verachte Sie“ vor die Füße. Nun gut, wenn es der Kunst zuträglich ist, bitteschön. Tatsächlich…

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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4.0Uninteressant

Kann man denn eine solche Geschichte überhaupt ernst meinen: Vom Opfergang der jungen Selma, einer Heiligen möglicherweise, so selbstlos und ohne Harm, so engelsgleich wie sie ist. Und so nett, so putzig, so offen zu allen. So herzergreifend. Und dann noch gespielt von Björk, diesem isländischen Wunder mit ihrer hellen, bezaubernden Stimme, so licht und klar. Wenn Björk singt, scheint die Welt stillzustehen. "I ve seen it all" lässt sie wissen, dass es nicht mehr zu sehen gibt, dass es Todsünde wäre, noch mehr zu wollen. [...] Nein, Lars von Trier kann das alles nicht ernst meinen.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

veseria

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Man kann es ernst nehmen oder auch nicht. Ich glaube Trier nimmt seinen Charakter und seinen Film sehr ernst. Doch was er hier kritisiert, die sich nicht weiterentwicklende amerikansiche Gesellschaft und der sinnlose, falsche Gotteswahn. Ich glaube das ist das, was lars von trier nicht ernst nehmen kann. Das was er ins lächerliche zieht.


ihre-herrlichkeit

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Wenn ich Gesellschafts- und Religionskritik haben will, guck ich lieber South Park. Die verpacken es charmant, intelligent und witzig und nicht verkrampft, nervtötend und zum Mitschämen.



Kommentare (48) — Film: Dancer in the Dark

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fkfilmkritik

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Bewertung9.0Herausragend

Inzwischen mein vierter Film von Lars "Also nun doch kein Nazi" Von Trier und ich muss sagen: So sehr ich "Dogville" verehre, so sehr mich "Antichrist" gen Ende vom Hocker riss, so sehr er mir in wunderschöner Manier mit "Melancholia" den Weltuntergang zeigte, "Dancer in the Dark" ist sein mich emotional am meisten bewegender und zermürbender Film. Ich mag sie ja generell. Diese Werke, die einem in eine pessimistische, hässliche Welt führen und dann immer wieder Träumen lassen von etwas besseren und man, wie es auf der DVD gesagt wird, in dem riesigen, unendlich erscheinenden Schatten, Licht findet und darin stehen bleibt, aber dann auch wieder mit einem Paukenschlag raus in den Schatten, in die Realität geschupst wird. So eine Erfahrung hatte ich auch schon "same, same but different" mit "Pans Labyrinth". Aber dieser Film ist zusätzlich auch noch ein Musical und ich muss sagen: Langsam scheine ich mich für dieses Genre echt faszinieren zu können. So sehr, dass ich sogar bei "High School Musical 3" ein wenig schwach wurde *rot werd*. Beeindruckend ist natürlich Björks Stimme. Wahnsinn, wie diese Frau singen, aber auch spielen kann. Gelungen ist die Musik, die ja immer - was ich ebenfalls sehr bemerkenswert finde - diegetisch durch gewisse Geräte, Werkzeuge erzeugt wird. Die Songs sind allesamt fantastisch und geben immer eine besondere Stimmung. Obendrein wird hier nicht - wie schon in "Dogville", nur noch weniger - mit Seitenhiebe nach Amerika gegeizt, womit der Tänzer im Dunkeln den Lars ganz schnell noch einmal weiter ins Licht drängt. Doch diese wirkte für mich zum Glück niemals selbstzweckhaft und ist auch nicht zu viel mit Finger-Zeigerei.

"Dancer in the Dark" spaltet sicherlich sein Publikum, doch letztlich bedarf es dann auch nur den Vorsätzen, dass man sich auf ein Musical, eine Wackelkamera, Björk und ordentlich emotionalen Stoff einlässt. Denn dann könnte man das selbe wie ich erleben. Sich ins Gehirn brennende, berührende Szenen. Einen naiven, hilflosen, aber zu jeder Zeit einem mitnehmenden Charakter. Ein schonungsloses, radikales, deprimierendes und deftiges Meisterwerk, was ordentlich nachträglich zu spüren ist und man erstmal unberührt im Regal lassen will. Ich glaube, ich hab mich seit "Requiem for Dream" nicht mehr so beschissen gefühlt, wie nach diesem Streifen. Unfassbar großartig!

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Jenny von T

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Lass' mich doch dran teilhaben (an dem Gedanken)... ;-)


fkfilmkritik

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Weil ich ja die Filme, die du wahrscheinlich von ihm auch so gerne magst hier lobe. ;)


Hendrik

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Bewertung7.5Sehenswert

Lars von Trier hat mit DANCER IN THE DARK etwas geschafft, das ich vor kurzem noch für unmöglich gehalten hätte: Ein Musical, das mir nicht nur gefällt, sondern bei dem ich nicht mal während der Sing- und Tanzszenen das Bedürfnis hatte auf Fast Forward zu drücken. Nicht ganz unschuldig daran ist Björk, mit deren Musik ich zumindest bis zu etwa ihrem fünften Album etwas anfangen konnte - und ja, es ist ein genialer Kunstgriff, das die Musik immer aus Hintergrundgeräuschen entsteht. Ihre Selma war mir allerdings etwas zu naiv konstruiert und die USA-Kritik kam zu plump rüber (böswillig könnte man das auch als Anti-Amerikanismus bezeichnen). Aber das sind Schönheitsfehler, denn ein Film zum Mitweinen und Mitwippen - das kann nicht jeder...

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Synovia

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Bewertung9.0Herausragend

Ich habe noch nie eine so herzerwärmende, liebevolle und verständnisvolle Person wie Selma "kennenlernen" dürfen, die viele Leute in ihren Bann zieht (wie auch die Wärterin). Die eine Kündigung versteht und ihrem Vorarbeiter sogar noch dankt. Die alles für ihren Sohn opfert und bloß keine Almosen entgegen nehmen möchte... Die "keinen Mucks verrät", auch wenn es um Leben und Tod geht.
Eine sehr echte und ehrliche Story, die von der Kameraführung noch verstärkt wird.
Die Musicaleinlagen passen wie die Faust aufs Auge, unterstreichen die leidende Ironie des Geschehens. (Auch wenn diese mir persönlich zum Teil etwas zu lang ausgefallen sind.)
Björk passt ganz sonderbar in diese Rolle. Ihre Stimme ist zum dahin schweben und die Geschichten, die die Lieder erzählen, taucht man unvermittelt ein.
Es ist eine deprimierende, bewegende Geschichte, die mich jedoch mehr schockte als traurig machte. Mehrmals blieb mir wortwörtlich die Luft im Halse stecken (Stichwort Tresorkassette und Ende)
Trier hält uns malwieder ein Spiegel vor die kranken und/oder zerbrechlichen Seelen.
Dies war mein 3. Film von ihm (nach Antichrist und Melancholia) und ich werde ihn nie mehr aus den Augen verlieren.

Wie auch schon 'alanger' schrieb, weiß ich nicht, ob ich mir diesen Film noch einmal anschauen "möchte". Er wird auf jeden Fall lange in mein Hirn eingebrannt sein.
Die Naivität. Das Böse. Das Unverständnis. Und diese bedingungslose Liebe...

Zum Schluss kommend, noch ein Memo an mich:
Mehr musikalische Einlagen in meinem Leben! Vielleicht mal steppend auf die U-Bahn warten.

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Synovia

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Hmm, vielleicht bessert sich deine Laune dadurch ein wenig, mein lieber Fladek. Bei Selma geht einem ganz schön das Herz auf. Diese Lebenseinstellung... Das kann einem auch der Inhalt des Films nicht nehmen :)


Synovia

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So, Meisterwerk "Dogville" nun auch intus.


Trimalchio

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Bewertung7.0Sehenswert

Hmm, von der Story hab ich mehr ehrlich gesagt mehr erhofft. Relativ unspektakulär und mit einigen Längen. Trier gleicht diese Schwäche jedoch durch meisterhafte Kameraführung, schön anzusehende Musicalszenen, die wie immer gut gewählten und teilweise altbekannten Schauspieler (Skarsgard, Trier) und die melancholische Grundstimmung aus.
Im Gedächtnis bleibt auch die Symbolik der Brücke, die er in Antichrist und Melancholia erneut aufgreifen wird sowie die geldsparende Unterbringung seines Kameramanns.

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kinokumpel

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Bewertung7.5Sehenswert

"Dancer in the Dark" ist ein intensiver und zeitweise auch anstrengender Film. Größter Kritikpunkt ist für mich die dogma-typische Hand-/Festkamera, die zwar einige emotionale Momente sehr roh und gut festhält, mich aber spätestens in den Musical-Szenen, die sie einfach nicht gescheit einzufangen weiß, ziemlich nervt. Manchmal wird der Film auch etwa zäh und lang, man merkt schon sehr wie fasziniert von Trier von seiner Darstellerin war. Das hat aber auch seinen Grund: Wenn Björks Figur mir auch ein bisschen zu engelsgleich angelegt ist, die Isländerin fühlt sich absolut fantastisch in ihre Rolle ein. Und das Ende: Erschreckend gelungen. Ich bin richtig zusammengezuckt.

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herrbenson

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Bewertung6.0Ganz gut

Recht gute Story und sehr krasses Ende.
Leider kann ich nur
a) Björk nicht sonderlich leiden (und v.a. ihre Stimme) und
b) mit Lars von Trier nach wie vor ganz wenig anfangen.

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mainaeinz

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Tragisch, tragischer, Dancer in the Dark. Mein lieber Scholli, hab ich bei diesem Ende gelitten...

Ein schwer zugänglicher, wunderschöner, trauriger Film der wohl entweder gemocht oder gehasst wird.

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Hooded Justice

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Man muss Lars von Triers depressiven Scheiß lieben. Ich tu es.
Sie träumt sich in Musicals, um aus ihrer bescheidenen Welt aus Geldnot und Blindheitsdrohen zu fliehen. Selma ist eine liebenswerte Person, die wohl nie etwas Böses wollte. Man beginnt, sie zu lieben, und genau deswegen wird es eigentlich nahezu unerträglich, sie im weiteren Filmverlauf zu erleben. Denn der Zeitpunkt, an dem die Ungerechtigkeit siegt und schließlich alles ins depressive Entsetzen überwechselt, lässt nicht lange auf sich warten. (Achtung Spoiler) Letztendlich opfert sie sich selbst, gibt das Geld nicht für einen Anwalt aus, sondern hinterlässt es ihrem Sohn für die Operation. Ob sie ihrem Sohn damit aber einen Gefallen oder gerade Unwohl tut, indem sie sich schließlich zum Tode verurteilen lässt und ihren Sohn somit allein zurück lässt, bleibt im Raum stehen. Sie ist einerseits zwar gutmütig und selbstlos, lebt dabei aber so sehr in ihrer heilen Musicalwelt, dass sie vergisst, was ihre eigene Existenz bedeutet: nämlich die Mutterrolle für ihren Sohn, die sie ihm vielleicht viel mehr schuldig ist. (Spoiler Ende)
Sängerin Björk spielt dabei so wahnsinnig einfühlsam und überzeugend die Rolle des Opfers, was die Betroffenheit und das Leid zusätzlich wirken lässt. Kleinen Abzug gibt es für manche uninteressante Längen, ohne die locker 9.0 drin gewesen wären.
Man fühlt eigentlich nichts mehr. Außer dieses schuldlose Leid. Lars von Trier geht psychisch eigentlich schon fast über die Grenze des Ertragbaren - auch wenn er sich nur einige Jahre später mit seinem Teufelswerk ANTICHRIST gar selbst übertrumpft.
Total ungenießbar. Und wahnsinnig faszinierend.

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Roka586

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Bewertung5.5Geht so

Gleich zu Beginn bemerkt man, dass es sich bei Dancer in the Dark um einen besonderen Film handelt. Die Atmosphäre, die Lars v. Trier in der ersten Stunde schafft ist extrem fesselnd und schlichtweg grandios. Die Darsteller wurden sehr gut gecastet und spielen ihre Rollen hervorragend.
Das Niveau kann der Film aus meiner Sicht allerdings nicht halten. Zum einen bin ich mit den Musical-Szenen nicht wirklich warm geworden. Einige waren durchaus gelungen. Bei anderen hatte ich wiederum den Eindruck, dass sie dem Film keinen tieferen Sinn verleihen und vielleicht sogar überflüssig sind. Zudem konnte mich das Schicksal der Hauptdarstellerin nicht so tief berühren, da mir ihre Beweggründe teilweise seltsam erscheinen. Das Konzept des guten Menschen, der die Fehler und Schwächen der anderen erduldet und die Folgen auf sich nimmt, wirkt mir zu zwanghaft und konstruiert, in seiner Konsequenz nicht wirklich schlüssig. Mag man es zwar für zweifelhaft, aber aufgrund ihrer Ansichten für verständlich halten, dass sie Bills Geheimnis nicht preisgeben will, so kann ich dies für die Beziehung mit ihrem Sohn nicht aufrecht erhalten. Ich sehe nicht, warum sie krampfhaft seine Krankheit vor ihm verschweigt, wenn seine Heilung ohnehin bevorsteht. Ihr Schicksal hat daher etwas von einer selbstbestimmten Odyssee, das sich meinem Mitgefühl so teilweise verschließt. Diesen Eindruck kann auch das äußerst drastische und intensive Ende nicht vollends beheben.
Trotz eines vielversprechenden Beginns für mich deshalb nur Durchschnitt.

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ihre-herrlichkeit

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Bewertung0.0Hassfilm

Down-Syndrom Gesicht und Nervstimme Björk und "Hilfe, meine Mama hat mit zu vielen Männern gevögelt" LvT in Symbiose. Das noch unterlegt mit nerviger Musik und pseudotiefsinniger Geschichte. Da verbringe ich die 2 Std. doch lieber damit, mich am Arsch zu kratzen, da hab ich mehr von.

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ihre-herrlichkeit

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Wenn du es genau wissen willst (weil ich keine Lust habe, mich ewig zu wiederholen): http://www.moviepilot.de/news/lars-von-trier-tritt-in-peinlichen-hitler-fettnapf-110744
Die Diskussion unter Klap Traps Kommentar.


alanger

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schade.


Schloøpselcki

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Bewertung9.5Herausragend

"Dancer in the Dark" ist einer der schonunglosesten Filme die ich je gesehen habe. Ich kann ihn unmöglich meinen Lieblingsfilm nennen, denn ihn mehr als zwei Mal sehen habe ich bisher nicht vermocht. Umso mehr muss ich Lars von Triers Werk doch all meinen Respekt zusprechen, denn noch nie hat mich ein Film dermaßen mitfühlen lassen.
Björk ist meisterhaft. Und das hat mich am meisten überrascht, da ich kein großer Fan ihrer Musik bin, wenn ich sie doch als Künstlerin schätze. Auch das ein Film mit Musicaleinlagen mich mitreißen könnte hätte ich nicht gedacht. Ich dachte immer in diesem Genre kann allein Tim Burtons "Sweeney Todd" eine Ausnahme darstellen. "Dancer in the Dark" hat mich eindeutig eines Besseren belehrt. Auch wenn mich die ersten Musicaleinlagen ein wenig gelangweilt haben, so werden sie doch im Laufe des Films immer abgedrehter, extravaganter und vor allem wichtiger. Ich habe das Gefühl den Sinn dieser Einlagen erst gegen Ende richtig zu verstehen, und schon erscheinen sie mir als unverzichtbar. Björk, dieses komische Wesen von, wie es scheint, einem anderen Stern, offenbart das Innerste dieser schicksalsgebeutelten Frau wie niemand anders es vermag.
Sogar die Kameraarbeit und der Schnitt begeistern mich. Wichtig außerdem: Peter Stormare. Ich musste mich ganz schön zusammenreißen nicht zu lachen als er das erste Mal auftauchte, denn ich kenne ihn nur als skrupellosen, durchgeknallten Teufel a la Big Lebowsky. Umso erstaunlicher seine Leistung in diesem Film. Er hat es doch tatsächlich geschafft mich bei seinem Anblick nicht an die Badewannenszene in The Big Lebowsky denken zu lassen, alle Achtung!
Außerdem: Ein Film der mich zum weinen gebracht hat. War ganz verstört, weil das bis dahin noch kein Film vermocht hat - und das Blöde daran - wenn man erstmal anfängt zu flennen kommt man bei "Dancer in the Dark" nicht mehr raus.
Muss man unbedingt gesehen haben.

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Schloøpselcki

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Vielen Dank!


ihre-herrlichkeit

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Haha, ja. Schonungslos ist er allerdings.


lopalopa

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Man leidet, dank Björks einzigartiger und atemeraubender Darstellung, den ganzen Film unbeschreibliche Qualen mit, verzweifelt immer mehr, bis es einem am Ende die Luft endgültig zuschnürt.
Doch gleichzeitig schenkt Björks natürliche Leichtigkeit, wie auch ihre Musik dem Film etwas unsagbar Schönes.

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lopalopa

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Schade...
aber schön, dass du es auch wirklich alle hier wissen lässt mit deinen prächtigen Formulierungen ;)


ihre-herrlichkeit

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Gern geschehen. :D


anninas

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Bewertung9.5Herausragend

Kein Film hat sich derartig in mein Gedächtnis eingebrannt wie dieser. Obwohl es bestimmt schon 5 Jahre her ist seitdem ich ihn gesehen habe, kann ich mich noch an fast alles erinnern.

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momopipi

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Bewertung9.0Herausragend

Und ich dachte, ich hätte schon so gut wie alles gesehen.
Lars von Trier inszeniert mit "Dancer in the Dark" ein Schicksalsdrama der besonderen Art. Noch nie habe ich mit dem Protagonisten so mitgefühlt wie hier. Vielleicht hat Lars von Trier etwas übertrieben, aber dafür sind Filme ja da! Die groteskwirkenden Musikeinlagen, welche auch vom Stil her total veraltet wirken, sind Geschmackssache und leider nicht mein Geschmack gewesen. Aber das Gesamtpaket stimmt absolut, wenn man mich fragt.

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veseria

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Bewertung10.0Herausragend

Ich kann ihn einfach nicht einen Lieblingsfilm nennen. Dafür tut er mir zu weh, dafür macht er mich zu aggressiv...
Eine wunderbare Amerika und Kirchenkritik. Die Schauspielerische Darbietung Björks ist wohl mit die Beste, die es je gegeben hat.

Ich habe für dieses gefühlvolle, kritsiche Drama keine Worte....

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martin-van-hueuet

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Bewertung9.5Herausragend

Manche Filme würde man nicht mal seinen schlimmsten Feinden empfehlen, wartet eigentlich nur darauf, dass man sie endlich hinter sich gebracht hat und merkt dann am Ende, dass man, wie erwartet, etwas bedeutendes gesehen hat.

Neben diesen schönen, schwergewichtigen, bleibenden Schäden sind mir Björks Leistung und meine "Abspann-Starre" aber auch wirklich eine hohe Wertung wert.

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DocSnyder08/15

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Vielen Dank für den Begriff der "Abspann-Starre" :-)


martin-van-hueuet

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Hehe, bitte gern. Abspann-Starren sind das Beste. Hab ich bei Magnolia auch nach dem dritten Sehen noch. :-)


SpiceWeasel

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Bewertung9.0Herausragend

Also hab mich nie an den Film getraut weil ich Björk absolut nicht ausstehen konnte und Musical Filme sind auch nicht so meins, aber Lars van Trier hat hier wieder ein so beklemmendes und bitteres Stück Film geschaffen WOW!
Björk spielt wirklich überraschend gut und die Musik passt auch zu der melancholischen Grundstimmung. Anklagender Film gegenüber der Todesstrafe! Das ende lässt bestimmt keinen kalt.

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golden-cocos

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

schwierig den Film zu bewerten, da mit die Musicaleinlagen nicht allzu zugesagt haben. Wären die nicht allzu lang gezogen, würde der Film vlt sogar 9,5 oder gar 10 Pkt bekommen. Die Geschichte hat schockiert. Und das Herz zerrissen. Passendes Ende. Hat mich auch zum Nachdenken gebracht.

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eXonic

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Bewertung9.0Herausragend

Lars von Trier schickt uns abermals in die Hölle. Mit uns auch seine Figuren, für die er anscheinend mal wieder keinerlei Mitleid hat und deren, wie auch die Gefühle des Zuschauers, gnadenlos abschlachtet. Eigentlich weiß man schon, was einen erwartet, wenn man sich Dancer in the Dark ansieht, denn es steht ja von Trier darauf. Aber warum tut man sich dann freiwillig Schläge in die Magengrube an, wenn man stattdessen doch gleich zum Boxen gehen könnte, wo man sich auch wehren und zurückhauen kann? Das geht hier nämlich leider nicht. Für mich ist es ganz klar: Der Däne weiß es einfach Dramatik und Gefühle bis ans äußerste zu treiben, ohne sinnlose Effekthascherei, eigentlich komplett ohne technische Mittel, bis auf seine Handkamera, und das in Perfektion. Das will ich sehen! Gipfeln tut das natürlich wieder am Ende wie schon bei Breaking the Waves. Was da wieder abgeht ist an Intensivität einfach nicht zu übertreffen. Im Hintergrund das Pochen eines normal schlagenden Herzens, das eigene hat schon längst die zwei- bis dreifache Frequenz, das ewig lange Warten auf den Telefonanruf und dann noch ein letztes Lied. Wow. Und wieder frage ich: wie kann er nur? Da baut man eine so hervorragende Bindung zu diesen Personen auf und am Ende ist schon wieder alles für die Katz.

Was die Musicalszenen angeht, stutzt man erstmal, wenn man dies in Verbindung mit von Trier hört. Mag eigentlich gar nicht so recht zusammenpassen mit seiner so tristen und traurigen Welt, jedoch sind es genau die Szenen, in denen man wieder Hoffnung schöpfen kann und in denen Gefühle herauszusprudeln beginnen, was einen wunderschönen Kontrast zum restlichen Film bietet.

So tat Dancer in the Dark mal wieder im Herz und in der Seele weh, aber auch wenn der Lars noch 1000 anderer solcher Filme gemacht hätte, ich würde mir jeden antun. Zu schön sind sie gleichzeitig, um darüber hinwegzusehen.

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BigDi

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Das kann ich so unterschreiben. Viel Spaß dann noch mit den "Idioten", auch wenn er bei weitem nicht so in die Magengrube schlägt - faszinieren tut er dennoch. ;)


eXonic

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Den hab ich vorgstern gesehen. Hat mich aber leider nicht ganz so mitgerissen wie der hier oder Breaking the Waves. Dennoch ziemlich gut und Dogma ist eh genial. :)


alialialina

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

ein richtig schöner film. total traurig und so stimmig... personen sind so übertrieben und trotzdem so echt. natürlich ist es totaler kitsch, geht einem aber wirklich nahe. die musicalsequenzen sind total genial. habe seit gut einem jahr einem jahr einen ohrwurm von "i've seen it all"

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