Darjeeling Limited - Kritik

US 2007 Laufzeit 105 Minuten, FSK 6, Abenteuerfilm, Drama, Komödie, Kinostart 03.01.2008

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Kritiken (16) — Film: Darjeeling Limited

Arakune: Das Manifest, CinemaForever...

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6.5Ganz gut

"I wonder if the three of us would’ve been friends in real life. Not as brothers, but as people."

Wes Andersons Indien ist ein überfülltes Indien. Voll von visualisierten Gerüchen, Eindrücken und interessanten Menschen. Bereits sehr mitgenommen sieht es bereits aus und doch ist es voll prächtiger Farben und Kulissen. Im Kontext dieser fabelhaften Szenerie entwirft der 1969 geborene Amerikaner eine transzendente Irr-Reise von drei sich entfremdeten Brüdern, die nicht wissen, was noch vor ihnen liegen mag. Mit vielen erinnerungswürdigen Details und Einfällen ausgestattet, gelingt es Anderson auf stimmige Art und Weise, den Familienzwist und die vorausgehende Vergangenheitsbewältigung darzustellen und auf ulkige Weise ad absordum zu führen. Es ist eine Gemeinschaft, die anfänglich nur vom ältesten Bruder (ausgezeichnet: Owen Wilson) mit aller Gewalt zusammengehalten wird, der hofft, mit dieser hoffentlich hochspirituellen Reise das Vertrauen unter ihnen wiederherzustellen, das die Mutter einst so eigennützig zerstörte, als sie eines Tages plötzlich aus ihren Leben verschwand. Unsere drei Helden sind ebenso kaputt und geschunden, wie es das Land ist, das sie mit dem surreal daherkommenden Darjeeling Limited-Zug durchreisen wollen. Auf ihrem Weg erfahren sie einige bedeutungsvolle Begegnungen und lernen auf tragisch-komische Weise, was Familienzusammenhalt bedeutet. Ein hoch-melancholisches und doch zeitweise durchaus lustiges Road-Movie, das zwar offen andersartig daherkommt, dies jedoch wie bei manch anderem Genre-Vertreter nie zu aufgesetzt wirkt. Denn trotz aller Überspitztheit weiß Anderson doch stets mit seinem ungleichen Trio zu berühren und mithilfe von wunderschön poetischen Bildern und Symbolen nachhaltig zu beschäftigen. Schlussendlich bleibt DARJEELING LIMITED zum Glück dann doch noch eine Komödie; befreit von der erdrückenden Vergangenheit und der schmerzenden Gegenwart geht es weiter. Unsere Charaktere besinnen sich auf das Wichtige: Die Familie.

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SoulReaver: CinemaForever;DieDreiMusche...

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7.0Sehenswert

[...] 'Darjeeling Limited' nimmt uns mit auf eine Zugfahrt durch das Land der bunten Farben und Gewürze. Dabei wir diese Reise nicht nur eine Fahrt durch das Land selbst, sondern auch eine Reise durch unsere Charaktere. Scheiterte die Gemeinsamkeit noch an ihrem spirituellen Zwang, findet sie sich schließlich doch im Einklang der Verbundenheit und des verloren geglaubten Vertrauens wieder. Die skurrilen Figuren, die Absurditäten und die schrägen Augenblicke sind wieder typisch Anderson und machen den Film einfach zu einem schönen Erlebnis. Allerdings mischte Anderson dieses Mal deutlicher die ernsten und melancholischen Grundtöne in seine Geschichte, ohne sie aber in Tragik zu baden. Er verstand es, das Gleichgewicht zwischen dem Humor und den dramatischen wie tiefgängigen Augenblicken zu halten und erschuf einen Film, der sich um die Familie, Freundschaft, Verlust und Vergangenheitsbewältigung dreht. Wahrheiten werden aufgedeckt, Menschen wieder zusammengeführt und Indien von seinen sonnigsten Seiten gezeigt. Das Leben ist viel zu schnell vorbei, deswegen muss man die gemeinsame Zeit nutzen, denn wenn du zu langsam bist und den Zug nicht erreichst, dann fährt er ohne dich ab. So wie 'Darjeeling Limited' beginnt, so endet er auch, doch die Protagonisten haben sich verändert und sind nicht nur reifer geworden, sondern durften Erfahrungen sammeln und endlich verstehen, worauf es wirklich ankommt. Balsam für die Seele. [...]

Kritik im Original 16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 7 Antworten

Beeblebrox

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Schön, der steht bei mir auch demnächst an!


SoulReaver

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Den Film kann man nur mögen. :)


beetFreeQ: http://blog.freeqnet.de/

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8.0Ausgezeichnet

[...]Wer Wes Anderson kennt, weiß im Endeffekt bereits, was ihn hier erwartet. Der Regisseur bleibt seinem Stil treu und bringt hier abermals verschiedene Charaktere mit teils seltsamen Marotten zusammen und lässt sie ein leicht surreales Abenteuer erleben, das sich inhaltlich allerdings nicht grad neu erfindet. Die wohl größte Schnittmenge findet sich in “Die Royal Tenenbaums”, der ebenfalls die Reunion einer zerrütteten Familie zum Thema hat. Da hat man den Regisseur schon mutiger gesehen.[...]

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stuforcedyou: Die Drei Muscheln, Moviebre...

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8.5Ausgezeichnet

Regisseur Wes Anderson gilt als Meister der melancholischen Komödie und mit "The Darjeeling Limited" beweist der Amerikaner dass er diesen ruf zu Recht genießt. Seine eigenartig wie einzigartige Dramödie ist voller Absurdität, Exotik, Weisheit und suggestiv komponierter Bilder, die den unaufgeregten Ton des Films unterstreichen und fördern. Vielleicht ist der Film sogar etwas zu unaufgeregt, zumindest gibt es einige Stellen die sich in die Länge ziehen, was allerdings auch wiederum zur Inszenierung passt, die gerne mit den Erwartungen des Zuschauers spielt ohne jedoch all zu wild mit den Bausteinen des Genre zu jonglieren, so wie es etwa die Coen Brüder immer wieder gerne tun. Dass braucht er auch gar nicht, denn mit seinem federleichten Soundtrack, den exquisiten Darstellern und der stillen unterschwelligen Komik, die den dramatischen Aspekt des Films niemals untergräbt, bietet „The Darjeeling Limited“ wundervolle, künstlerisch hochwertige Unterhaltung die trotz aller Stille lange nachwirkt.

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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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10.0Lieblingsfilm

«The Darjeeling Limited» ist ein neuerliches Meisterwerk von Wes Anderson, der gekonnt auf der Klaviatur der grossen und kleinen Gefühle spielt.

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Flibbo: Wie ist der Film?

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7.5Sehenswert

Drei amerikanische Brüder begeben sich auf eine spirituelle Reise ins fremde Indien. Die Darstellung des Brudertrios unterhält blendend. Es ist immer amüsant herauszufinden, wodurch die drei sich in die Haare kriegen, und in welchen Ansichten sie dagegen völlig gleich sind. Owen Wilson (hier in seiner bisher eindrücklichsten Rolle), Adrien Brody und Jason Schwartzman spielen amüsante und auch berührende Bezugspersonen in einer eher ungewöhnlichen Umgebung. Das ferne Indien wird in wunderbar farbenfrohen und schönen Bildern eingefangen. Durch die eigenwillige Kameraarbeit und eine interessante Musikauswahl verleiht Wes Anderson seinem Werk eine ganz eigene Note. [...]

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Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten

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5.0Geht so

Es beginnt mit einem der kürzesten Auftritte der Filmgeschichte: Bill Murray sitzt in einem hurtigen indischen Taxi, gewohnt ausdruckslos und doch sichtlich nervös. Sekunden zu spät erreicht er den Bahnhof, verpasst den Zug und den Rest des Films.

Solche Absurditäten sind eine Spezialität von Wes Anderson (38), Regie-Wunderkind im Wartestand aufs erste Meisterwerk. Die Familien-Tragikomödie "The Royal Tenenbaums" (2001) war ein Anfang, "The Sea Aquatic" (2004) sinnfreier Ulk. Hinter "Darjeeling Limited" steckt wieder ein ernstes Drama, das Anderson betont unernst erzählt wissen möchte - er praktiziert das permanente Augenzwinkern des abgeklärten Zitierers, der sich etwa auf Jean Renoirs indisches Film-Poem "The River" (1951) bezieht.

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keddschabb

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Schon wieder erwischt! Nach "Be Cool" macht das Nr. 2! Nicht allein, dass "The Sea Aquatic" nicht nur sinnfreier Ulk, sondern komplett sinnfrei war, während "The Life Aquatic with Steve Zissou" der Titel eines wirklichen Films mit allerhand Sinn & Ulk ist - nein, da ist auch noch "Rushmore", das Meisterwerk von Wes Anderson, auf das man in Stuttgart schon ein Jahrzehnt zu lange wartet, weil der örtliche Kritiker es unterschlagen hat.


cannibal83

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@ keddschabb
Klasse!


Enk: Mental Savage Enk: Mental Savage

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4.0Uninteressant

Ein Laminiergerät, das durch die Indische Wüste geschleppt wird, eine deutsche Autowerkstatt namens “Luftwaffe Automotive”, ein von Louis Vuitton designtes extravagantes Kofferset, das jede zweite Szene bestimmt, ein Vorfilm im Pariser Hotel mit einer halbnackten Natalie Portman, sowie Gastauftritte von Bill Murray und Anjelica Huston, und fertig ist einer dieser Filme wie z.B. The Big Lebowsky, die man vermutlich nur bekifft anschauen sollte (oder nachdem Genuss von rezeptfreiem indischen Hustensaft), um sie richtig wertzuschätzen und auf sich wirken zu lassen.

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ThomasNeuhauser: arte ThomasNeuhauser: arte

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9.0Herausragend

Das wunderbar unkonventionelle Railroad-Movie „The Darjeeling Limited“ zeigt erneut, das es sich hier um einen der originellsten jüngeren Hollywood-Regisseure handelt, mit Kultfilmerqualitäten. Vorausgesetzt man lässt sich auf diese Filmreise ebenso unvoreingenommen und schicksalsergeben ein, wie die drei psychisch und physisch vom amerikanisch-westlichen Lebensstil beschädigten Brüder in ihrem engen Zugabteil quer durch die indische Wüstenprovinz Rajasthan.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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6.0Ganz gut

Eine quietschbunte Mischung, die bisweilen anmutet wie ein Beatles-Remake eines Three Stooges Films. In skurrilen Momenten unterhaltsam, bleiben die Figuren doch immer auf Distanz. Sie kreisen ein wenig zu sehr um sich selbst, um einen wirklich zu packen und lassen es es trotz allem Bemühen an Tiefe vermissen. Andersons artifizieller Stil steht der Emotionalität im Wege. Die unfokussierte Stream of conscience-Dramaturgie schafft es dabei nicht immer die fehlende Spannung durch skurrile Einfälle wettzumachen. Die Bildmetaphorik der Koffer, die buchstäblich die Last der Vergangenheit darstellen, die die drei Brüder mit sich herumschleppen, hat sich leider auch schon lange vor dem Ende abgenutzt. Nach wie vor bleibt Rushmore Andersons gelungenster Film. Darjeeling (in Combo mit dem Kurzfilm Hotel Chevalier) bietet schöne Kameraarbeit, eine ulkige Farbdramturgie und einige witzige Wortwechsel der Schauspieler mit den bizarren Nasen, wesentlich mehr bleibt nach dem Abspann allerdings nicht, auch wenn er einen mit dem in diesem Zusammenhang extrem kuriosen "Les Champs-Elysées" gutgelaunt aber auch realtiv unberührt entlässt.

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alviesinger: bummelkino

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9.0Herausragend

Anderson enttäuscht nicht: Stilisierte Melancholie im exotischen Indien mit drei großartigen Hauptdarstellern, Dialogen für die Ewigkeit (das geht auch ohne Baumbach!) und einem gewitztem Schlag ins Gesicht der pseudo-spirituellen Studienreisenden. Anderson zählt jetzt schon zu den ganz großen Storytellers der Gegenwart. Die Kritik des ewig Skurillen-Gebärens prallt an ihm ab, denn diesmal hat er - im Gegensatz zum fragemtierten "Steve Zissou" - eine runde Geschichte mit starken Charakteren parat, die die Schwächen, Ängste und Eitelkeiten der Menschen nachvollziehbar ausleuchtet. Verdrängte Vergangenheitsbewältigung und Loslassen wurden selten so lakonisch erzählt. Nebenbei gibt es genug Cameos und Anderson-Trademarks für Fanboys wie mich.

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Mr.Vengeance: Lost In Imagination

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8.0Ausgezeichnet

Endlich! Wes Anderson hat gelernt Geschichten zu erzählen und hört (zum Großteil) mit diesem peinlich-flapsigen Getue auf. Auch wenn das Temperament an einigen Stellen mit den Akteuren durchgeht, ein erstaunlich gutes Ensemble. Die Geschichte hat Herz, die hat Hand und Fuß, sie ist komisch. Was wollen wir mehr? Das schönste an THE DARJEELING LIMITED ist jedoch der ganz eigene Mood, der auch in pikanten Szenen nie verlassen wird. Sehenswert. Aber so was von.

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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...

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6.0Ganz gut

Auch in seinem fünften Spielfilm wirft Wes Anderson (der das Drehbuch diesmal in Zusammenarbeit mit Roman Coppola und Jason Schwartzman schrieb) wieder einen gewohnt skurrilen und ebenso komischen wie wehmütigen Blick auf Familie und das unbedingte Bedürfnis, eine gemeinsame Verbindung zu erzielen...

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Rochus Wolff: freier Journalist

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8.5Ausgezeichnet

Gerne setzt und stellt Anderson seine drei Hauptfiguren in Bildkompositionen, bei denen jede Farbe, jedes Detail genau bedacht und aufeinander abgestimmt ist... Den ruhigen, fast beengenden Aufnahmen im Inneren des Zugs setzt Anderson außerhalb des Zuges, in den Städten, Tempeln und auf dem Land, gerne schweifende, weite Kamerablicke gegenüber, als ließen sich in dieser Fremde tatsächlich so etwas wie Offenheit und neue Wege finden. Hier wird jedoch keineswegs dem Exotismus gefrönt, obwohl wirklich reichlich Gelegenheit dazu bestünde.

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patrickh: unclesallys*s, Style & the ... patrickh: unclesallys*s, Style & ...

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9.0Herausragend

Für die wundersame Welt des Herrn Anderson erweist sich Indien, zumal wenn man es per Zug bereist, als perfekte Kulisse. Jedes Bild steckt voller hinreissend arrangierter Details, eine Absurdität jagt die nächste, doch der Regisseur verliert nie den Überblick und ist längst nicht nur verschroben um der Verschrobenheit Willen.

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Mr Vincent Vega: Kino-Zeit, Perlentaucher, D...

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6.0Ganz gut

Der neue Anderson ist der alte Anderson. Zerrüttelte Familienverhältnisse stehen abermals im Mittelpunkt, garniert mit skurrilen Figuren, lakonischen Dialogen und vielen hübschen Einfällen. Gewohnt sinnfrei und wenig durchdacht, gefällt der Film mit vielen gelungenen Kabinettstückchen und einem überaus spielfreudigen Ensemble. Den obligaten Kniefall muss man davor dennoch nicht machen - das ganze ist genauso postmodern und kurzlebig wie die Arbeiten von Jim Jarmusch, Kevin Smith oder Richard Linklater. "Studentenulk auf hohem Niveau.", hat es mal jemand genannt - gekonnt, witzig, sehenswert. Mehr aber auch nicht.

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Kommentare (113) — Film: Darjeeling Limited


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sachsenkrieger

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Bewertung9.0Herausragend

Achtung, Spoiler inside!

AGENT SMITH: "Warum, Mr. Anderson? Warum weiterkämpfen? Ist es Freiheit, vielleicht Wahrheit, vielleicht Frieden? Könnte es für die Liebe sein? Illusionen, Mr. Anderson, Launen der Wahrnehmung! Nur menschlicher Verstand kann so etwas Geschmackloses erfinden wie die Liebe. Es müßte Ihnen möglich sein, es zu sehen. Sie müssten es inzwischen wissen! Sie können nicht gewinnen, es ist zwecklos weiterzukämpfen! Warum, Mr Anderson? Warum, warum bestehen sie darauf?"
WES: "WEIL ICH MICH SO ENTSCHIEDEN HABE!"

Ich habe glücklicherweise mal eine recht fundierte, nahezu vernichtende Kritik über "Darjeeling Limited" gefunden. Es ist schön, mal eine andere Sichtweise auf die "Wesworld" zu bekommen. Denn ganz unrecht hat der betreffende Kritiker nicht, wenn er schreibt: "Es geht um die Luxusprobleme amerikanischer Rich Kids". Das ist eine Überlegung, die mich schon beschäftigt, seit ich Filme gucke. Warum lasse ich mich von einem Film begeistern, der in der Oberschicht der Gesellschaft spielt, wenn ich selbst jegliche Form von Hierarchien verabscheue?

Hmh ... wohl eines der vielen Mysterien menschlichen Denkens, aber nichtsdestotrotz hat "Darjeeling Limited" für mich sehr gut "funktioniert". Denn es ist auch dem Können des Filmemachers Wes Anderson zu verdanken, wenn sein Film die üblichen Schranken und Mauern in den Köpfen der Zuschauer beseitigt, unser Denken in vorgegebenen Grenzen. Das ist für mich eine der Stärken Andersons, eine andere ist die gewaltige Kraft seiner Dialoge, die in diesem Streifen am ausgeprägtesten ist.

FRANCIS: Er hat diese Krankheit, bei der einem der Kopf geschoren wird. Nur das er ihn nicht scheren muss, weil ihm überhaupt keine Haare mehr wachsen. Erwähn das nicht in seiner Gegenwart, das verletzt ihn womöglich.
PETER: Was verletzt ihn womöglich? Das er diese Krankheit hat, bei der einem der Kopf geschoren wird oder das ihm sowieso keine Haare mehr wachsen?
FRANCIS: ...................Beides!

Der zweite Teil des Dialoges ist blasphemischerweise von mir, dieser erste Satz von Francis steht stellvertretend für die banal wirkenden, humorvollen und immer mit einer unterschwelligen Botschaft versehenen Dialoge, die Anderson in diesem Film am laufenden Band abfeuert. Dazu zählen selbstverständlich auch die obligatorischen Running Gags, wie die "Können wir uns darauf einigen"-Tiraden von Francis.

Der Film um drei Brüder, die sich ein Jahr nach dem Tod des Vaters, gemeinsam auf die Suche nach der Mutter machen, handelt in erster Linie wieder vom "großen" Thema Familie, im speziellen um jegliche Art von Verlust. Wobei im Film deutlich wird, das Verlust nicht nur negatives bedeuten muss, denn nach einem russischen Sprichwort öffnet Gott dort ein Fenster, wo er eine Tür zuschlägt. So sehe ich diese Reise der drei Brüder auch als eine Art Initiationsritus, als ein Abnabeln von der vergangenheit, die keine Zukunft hat.

Dabei erweisen sich die drei nebenbei auch noch als echte Kulturbanausen, wenn sie anfangen, sich in einem Tempel zu streiten oder Peter beim Anblick armer, Cricket spielender Kinder belustigt feststellt: "Guckt mal, die spielen Cricket mit Tennisbällen". Eine schöne Anspielung an die vielen Besucher westlicher "Zivilisationen", die glauben, die Erleuchtung in einem Reiseprospekt buchen zu können. Und der Film steckt voller solcher Anspielungen und Verweise, die man wohl erst beim zweiten oder dritten Sichten einigermaßen erfassen kann.

Dazu gehören auch die von Peter getragene Brille des Vaters, das Kofferset der Eltern, das die drei erst am Ende wegwerfen und vieles vieles mehr. Als Schauspieler hat mich diesmal am ehesten Owen Wilson überzeugen können, in seiner vielleicht bisher besten Rolle. Wieder einmal bleibt mir nur eins zu sagen: Begebt euch auf eine nostalgisch melancholische Erleuchtungsreise in die "Wesworld", und wenn ihr kein Gepäck mitnehmt, werdet ihr vielleicht reich beschenkt zurückkehren.

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The Freewheelin Fonda

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Schön dass auch der hier dir so gut gefallen aht, wo es bei mir der einzige Wes Anderon Streifen war, der mich "Relativ" kalt gelassen hat aber natürlich immer noch schön anzusehen und gute Schauspieler -7 Punkte


sachsenkrieger

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Ja, der hat viele nicht so begeistert, aber etliche bezeichnen ihn auch als den besten seiner Filme. Ich will mich da nicht entscheiden müssen. Der Film wird für mich durch das Zusammenspiel der drei Brüder getragen. Wirklich phantastisch, was der Anderson aus den dreien rausgeholt hat.


Amadis

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Bewertung9.0Herausragend

Wes Anderson, gehört zu den wenigen Regisseuren, bei denen man nie weiss, welche Wendung die Geschichte nehmen wird. Kaum hat man sich auf etwas eingestellt wird man erbarmungslos aus der Wohlfühlzone gerissen. Das geschieht zum Teil durch eine sehr skurrile Handlung an sich andererseits aber auch durch den nicht minder skurrilen Humor, der zugegebener Massen wohl nicht Massenkompatibel ist. Mir persönlich gefällt er sehr und ich lasse mich immer wieder gerne von den verrückten Ideen des Herrn Anderson überraschen.
In diesem Werk von 2007 ist wieder Mal alles vertreten was seine Werke auszeichnet dazu kommt noch die unglaublich schöne Landschaft und Farbenpracht Indiens. Schauspielerisch überzeugend und handlungstechnisch mitreissend wird die Geschichte dreier Brüder erzählt, die auf dem Weg zu ihrer Mutter den Schatten ihres Vaters abschütteln und am Ende zu sich selbst finden. Eine Tragikkomödie mit Charme, Humor und einer gehörigen Portion Verrücktheit, die eine an sich einfach gestickte Geschichte zu einem echten Erlebnis macht. Und dann ist da ja auch noch der geniale Soundtrack...

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quastenflosser

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Sehe ich genauso. Viele sagen ja das Darjeeling Limited der bisher schlechteste Anderson sei, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Ich finde ihn einfach nur unglaublich gut und stimmig. :)


jacker

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Bewertung4.0Uninteressant

Zweiter Versuch mit DARJEELING LTD und leider wieder nichts.
Scheinbar werde ich mit diesem Film einfach nicht warm.

Das verwirrt mich auf der einen Seite, auf der anderen bekräftigt es mich aber auch in einigen meiner generellen Ansichten zur Filmrezeption, etc.

Als ich vor ca. 3 Jahren Wes Andersons 2007er Film zum ersten Mal gesehen habe, blieb mir vollkommen der Zugang verwehrt. Die Reise der drei Brüder fühlte sich für mich lediglich wie eine zähe Zugfahrt ins Nirgendwo an, die enthaltenen Themen waren mir (nachdem ich mich die Neunzig Minuten über sehr gelangweilt habe) ziemlich egal und ich habe das trotz heller Begeisterung für LIFE AQUATIC und die ROYAL TENENBAUMS (die beiden Anderson-Filme, die ich bis zu dem Zeitpunkt kannte) schnell zu den Akten gelegt.

Seitdem ist viel passiert.
Anderson ist bei mir im Ansehen durch RUSHMORE, MR. FOX und vor allem MOONRISE KINGDOM zu einem absoluten Favoriten aufgestiegen, ich habe die Inhalte und Form seiner Werke verinnerlicht (dadurch noch mehr schätzen gelernt) und zudem in Reviews, Diskussionen und Kritiken oftmals Gutes über DARJEELING LTD gelesen. Es wurde also Zeit für die unumgängliche zweite Chance und ich war mir so sicher, damals einfach den Kern nicht erkannt zu haben - oder noch banaler: einfach in der völlig falschen Stimmung für DARJEELING gewesen zu sein. Dass ich also beim zweiten Durchgang weit mehr gefallen daran finden würde.

Nun habe ich den Film ein zweites Mal angesehen und bin sehr verwundert über das Ergebnis! Denn formell entspricht der Film allem, was ich an Andersons Filmchen lieben gelernt habe: Bunte Farben und Vintage Ausstattung, ein Hang zur Symmetrie, der aber äußerst spielerisch verpackt ist, niedlicher, leiser Humor der einher geht mit schrulligen, verkorksten Figuren, die trotz ihrer Schrägheit absolut liebenswert sind und denen man so sehr wünscht, dass sie ihren inneren (oft familiären) Konflikt überwinden können und ihr Glück finden. Mit Owen Wilson, Jason Schwartzman und Adrien Brody ist auch ein toller, sympathischer Hauptcast vorhanden - die Drei spielen zudem sehr verschiedene Figuren, die toll gezeichnet sind - durch wenige Momente und Handlungen wird präzise der Charakter des jeweiligen Bruders geformt und schnell kennt man Eigenschaften und Macken der Drei.
Alles da.
Erkenne ich.
Erkenne ich auch an.

Und trotzdem hat der Film mir wieder nicht gefallen.
So sehr, dass ich mich wieder geradezu hindurchquälen musste.

Ich weiß nicht, ob mir spirituelle Sinn- und Selbstfindung in Indien einfach zu fremd ist, um da emotional involviert zu sein (bzw. sein zu können), ob ich vielleicht als Einzelkind und kompromissbereiter Mensch den Bruderzwist der drei Sturköpfe nicht wirklich nachvollziehen kann - das Gefühl zwischen Brüdern kenne ich schließlich nicht - oder ob mir nur das Erzähltempo, bzw. die Stationen und Ereignisse der Reise nicht wirklich zusagen? Fakt ist, es fühlt sich an, als sei eine unüberwindbare Wand zwischen meinem Herzen und diesem Film. Was ich schade finde, denn nach der Zweitsichtung sind mir die Themen, welche Anderson hier behandelt - die Entfremdung von Welt und Familie, Spaltung und den Prozess des wieder zueinander findens (und verzeihens) und das loslassen von den Fesseln der Vergangenheit - sehr wohl bewusst. Aber während DARJEELING läuft, begeistert und bewegt er mich einfach nicht.

Doch auf gewisse Weise bekräftigt mich das auch. Es zeigt mir nur einmal mehr, wie unberechenbar filmischer Geschmack und wie unvorhersehbar ein Filmerlebnis ist! Man kann zwar grob eingrenzen was man mag und warum man es mag - aber es kommt doch immer wieder ein Film um die Ecke, der es genau so macht und trotzdem keinen Zugang gewährt, oder eben alles anders und einen trotzdem vom Hocker haut. Es gibt keine Sicherheit, weil Film mehr als die Summe seiner Bausteine ist. Da kann man Inhalte, Stile, Drehbücher und technische Aspekte zu Tode analysieren und versuchen Geschmack in ein Raster zu pressen - objektive Kriterien kommen nicht dabei raus. Denn das was man nicht, oder nur schwer in Worte fassen kann, muss genauso da sein. Manche nennen es Bauchgefühl, manche nennen es Zauber, manche nennen es den richtigen Tone - viele Worte für etwas mit Worten nicht beschreibbares. Und eben genau das fehlt MIR hier scheinbar. Die Welle die mit mir in Resonanz schwingt. Dass anderen das anders geht, freut mich aber umso mehr, denn diese Gedanken machen mir irgendwie eins klar:

DARJEELING LTD ist wahrscheinlich ein toller Film - den ich aber trotzdem einfach nicht mag.
So einfach kann es sein.

[http://weltamdraht.blogsport.de/2014/05/07/darjeeling-ltd-2007]

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Deekin

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@Jacker: Hehe, ich habe das Gefühl, dass dieser Kommentar zum Teil auch als Antwort an mich auf deine Frage verstanden werden kann. Und ich kann sie vor allem in einem Punkt sehr gut nachvollziehen: Bauchgefühl ist in der Tat wichtig, das bestreite ich nicht. Ich kenne das selbst zu gut, dass mir manche Filme sehr gefallen, gleichwohl die Gründe, die ich dafür ins Feld führe, bei anderen Filmen mit ähnlichen Qualitäten überhaupt nicht greifen. Filmerlebnisse sind im Endeffekt subjektiv; was ich dabei versuche ist, u.a. durch das "zu Tode analysieren und Geschmack in Raster zu pressen" meine eigene Subjektivität zu ergründen. Und das hat nicht nur mit Rationalität zu tun, sondern auch mit bestimmten Befindlichkeiten. "The Darjeeling Limited" spricht mich beispielsweise deswegen mehr an, weil die darin geschilderte Familiengeschichte meiner eigenen nicht ganz unähnlich ist. Dass ich die erste Stunde des Films über vergleichsweise wenig fühlte, ist für mich auch dadurch zu erklären, dass die drei Brüder so etwas wie einen emotionalen Schutzschild hochhalten und sich gegenseitig nicht so ganz über den Weg trauen; wenn sie dann in den letzten 30 Minuten des Films allmählich auftauen und wieder zueinander finden, dann fühlt sich das für mich sehr lohnenswert an. Aber ja, es ist letztendlich das Bauchgefühl, dass hier entscheidend ist; überraschenderweise hatte ich nämlich bei "Die Tiefseetaucher" genau den gegenteiligen Effekt, dass ich das Alles sehr skuril und für meinen Geschmack irgendwann sogar zu abgedreht fand, aber kaum etwas dabei gefühlt habe.
Abgesehen davon bleibt nur noch, zu sagen, dass du hier einen sehr schönen Kommentar verfasst hast.


jacker

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In gewisser Weise ist es (auch) eine Antwort auf deine Ausführungen. Dir wollte ich aber heute nochmal speziell antworten. Diese generellen Gedanken hier kamen sowieso durch den Film auf den Schirm und ich wollte es einfach mal niederschreiben wie ich dazu stehe. Auf deine Einschätzung gehe ich aber nochmal separat ein, denn zu ergründen, warum ich mag was ich mag, ist bei mir auch etwas was ständig passiert. Anders könnte ich ja keine Kommentare schreiben, die über "Boah, hat mich das geflasht" hinaus gehen ;)


Deekin

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

[Achtung: Enthält Spoiler]
Als ich "The Darjeeling Limited" damals im Kino gesehen habe, hatte ich nicht die geringste Ahnung, wer Wes Anderson eigentlich ist. Mehr oder weniger unfreiwillig wurde ich zum Kinobesuch dieses Roadmovies gedrängt und wusste überhaupt nicht, was ich erwarten sollte. Als der Film vorbei war, musste ich jener guten Freundin, die mich in die Vorführung hineingezogen hat, zähneknirschend recht geben, dass "The Darjeeling Limited" tatsächlich ganz gut war. Diese Geschichte über eine Reise dreier Brüder durch Indien hatte meine Sympathie gewonnen. Ich schaute ihn Monate später noch einmal mit einem Kumpel vor dem heimischen Fernseher und über die Jahre blieb der Streifen positiv in meiner Erinnerung. Nun jedoch, nach einer erneuten Sichtung 6 Jahre später, konnte mich dieser Film restlos von seinen Qualitäten überzeugen. Ich habe zwar noch immer keine wirkliche Kenntnis von Wes Anderson und seinem Werk (abgesehen von "Die Tiefseetaucher" und "Der fantastische Mr.Fox"), aber vielleicht ist das auch ganz gut so, da somit Erwartungen an ein skurriles und abgedrehtes Kunstwerk gar nicht erst aufkamen; "The Darjeeling Limited" scheint für diesen Regisseur ja ein recht bodenständiger Film zu sein.
Und in der Tat sind es gerade die einfache Handlung und seine Charaktere, welche mich auf einer sehr persönlichen Ebene ansprechen. Im Verlaufe ihrer Indienreise bekommen Francis (Owen Wilson), Peter (Adrien Brody) und Jack (Jason Schwartzmann) die Gelegenheit, ihre Trauer über den Tod ihres Vater symbolisch noch einmal zu wiederholen, zu verarbeiten und zumindest als Brüder wieder zueinander zu finden. Jeder der drei Brüder hat sich vom Rest der Familie abgelöst und trägt den Verlust und die Trauer immer noch mit sich herum, sei es in Form von Kleidungsstücken des verstorbenen Vaters (Peter) oder in Form einer geschriebenen Kurzgeschichte über den Tag der Bestattung (Jack). Es brauchte zudem erst einen schweren Unfall, quasi eine Konfrontation mit dem eigenen Tod (Francis), damit überhaupt einer von ihnen den Versuch unternimmt, die zerbrochene Familiensituation wieder ins Reine zu bringen. "The Darjeeling Limited" ist ein Film über den Verlust und die Möglichkeit, diesen zu überwinden und seinen Frieden zu finden.
Das Interessante dabei ist, dass dieser Film seine Handlung auf eine überaus lockere und skurille Art und Weise präsentiert. Gleichwohl er im Kern mit ernsten und schweren Themen hantiert, so sind sie zumeist doch überdeckt von der vergnügten, lockeren und humorvollen Art, welche "The Darjeeling Limited" an den Tag legt. Melancholie blitzt selten und meistens überraschend auf, während die problematische Familiensituation vor allem in den gewitzten Dialogen zwischen den Brüdern versteckt liegt.
Interessant ist hierbei auch die Indienkulisse. Zunächst sieht alles nach einem klassischen Touristenausflug in eine fremde Kultur aus, einschließlich allem Kitsch und pseudo-spirituellem Erleben, das dazu gehört. Doch die Spannungen zwischen den Brüdern machen gerade diese ach so erhabenen Erfahrungen stets zunichte. Wenn alle Drei einen Tempel besuchen und vor einem Altar niederknien, um ein religiöses Gefühl zu verspüren, dauert es nicht lange, bis Francis bemerkt, dass Peter den Gürtel ihres Vaters trägt und damit gar nicht einverstanden ist. Die gespaltene Familiensituation schiebt sich immer in den Vordergrund und profanisiert auf köstliche Art und Weise den Esoterik-Kitsch der Indienreise. Gleichzeitig aber durchwandern Peter, Francis und Jack ihre eigene spirituelle Reise, die in ihrem Finden zueinander und ihrem Abschied nehmen von den Eltern besteht, auf dass sie in Zukunft eine Möglichkeit haben, ohne den Ballast, den sie seit Jahren mit sich herumtragen, weiterzumachen. Auch wenn das Setting dieses Films sehr prominent und farbenfroh gestaltet wurde (und glücklicherweise ohne den anstrengenden Schnitt-Stakkato von "Slumdog Millionaire" auskommt), so geht es in diesem Film nicht um Indien; es sind vor allem Familienwerte, welche den spirituellen Bestandteil dieses Films ausmachen.
Und schließlich wäre da noch der Aspekt der Brüderlichkeit: Die Chemie zwischen Brody, Schwartzmann und Wilson ist schlicht phänomenal. Die Zeichnung der drei Geschwister ist stellenweise bodenständig, nuanciert und manchmal überzeichnet, doch wirkt sie gerade auch wegen der Darsteller sehr lebendig. Da ich selber zwei Geschwister habe, kenne ich zu gut das Gefühl, dass man sie zwar liebt, aber manchmal nicht auf einen Nenner mit ihnen kommt, sich nichts zu sagen hat, sich mit ihnen wegen Nichtigkeiten streitet oder immer wieder die familiäre Vergangenheit heraufbeschwört, weil man sich von dieser nicht loslösen kann. "The Darjeeling Limited" hat für mich eine der schönsten Darstellungen von Brüdern, die ich je in einem Film gesehen habe. Und schon alleine das trägt für mich einen Großteil des Films.
Technisch ist der Film hervorragend eingefangen. Die Kamerarbeit ist wunderbar und leicht eigenwillig, die Musik ist stimmungsvoll und die Bildsprache teilweise einfach, aber stets bereichernd für die Handlung: Das klare Bild zum Schluss, in denen Peter, Francis und Jack dem Zug hinterhereilen und dabei von sämtlichem Gepäck ablassen - symbolisch für das Abwerfen ihres emotionalen Balasts - ist so wunderbar passend und befriedigend mitanzuschauen. Zwar hat der Film seine Längen und folgt einer in letzter Zeit typischen Tendenz, sein Ende unnötig hinauszuzögern, doch sind dies nur kleine Punkte angesichts der wunderbaren Aufbereitung seiner Handlung mit ihrem Spiel zwischen lustvoller Ausgelassenheit und einer darunter verborgenen Ebene einer unverarbeiteten Trauer.
"The Darjeeling Limited" ist genau die Art, wie ich mir einen kleineren Film über zwischenmenschliche Angelegenheiten wünsche. Anderson vermag hier mit den Gefühlen des Zuschauers perfekt zu spielen: Er liefert skurriles und komisches, aber geht dabei nie soweit, dass die Bodenhaftung verloren geht, und er thematisiert von Zeit zu Zeit die schweren Themen seiner Handlung, ohne jedoch den grundlegend lockeren und vergnügten Ton zu verlieren. Der Film kann als einfache Unterhaltung genossen werden, liefert zugleich aber auch Stoff zum Nachdenken. Für mich persönlich ist hier einfach ein ganz großartiger Film gelungen, den ich in meiner Sammlung schlichtweg nicht missen möchte.

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Deekin

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Du Armer! In deiner Haut möchte ich ja nicht stecken ;)


jacker

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Ansonsten geht's mir aber ganz gut :D


mariega

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Bewertung4.0Uninteressant

IT'S NOT MY CUP OF TEA: DARJEELING VERY LIMITED
Leider habe ich wie Bill Murray (Der verlorene Vater?) am Anfang den Zug verpasst. Ich bin auf dem Gleis stehengeblieben. Meine Reise durch Indien hätte ich lieber in der Art von Coline Serreaus "Saint-Jacques… La Mecque" verbracht. Meine ganzen vier Punkte gehen an die explodierenden flashigen Farben des Filmes, die mir Lust auf ein buntes Osterei-Profilbild gemacht haben ;)!

bedenklich? 21 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 8 Antworten

bornsleepy

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würd mich dennoch interessieren, ob dir dieser Anderson nicht vlt doch etwas besser gefällt (;
(Bruce Willis kann auch anders und pfadfinder gibts auch in frankreich (; )


mariega

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Anderson = Hab isch satt
Bruce = Will isch nischt ;)
Pfadfinder = Mag isch nischt


churchdogem

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Bewertung7.0Sehenswert

Ganz leise, aber bunt, erzählt Wes Anderson die Geschichte dreier Brüder, die auf der Reise zu sich selbst und zueinander sind. In wunderbaren Dialogen erfährt der Zuschauer nach und nach von den Marotten jedes einzelnen und warum die jeweils anderen davon genervt sind. Dies verstärkt der Cast durch seine tolle schauspielerische Leistung. Die Charaktere sind schön ausgestaltet und lassen zu, dass der Zuschauer sich in sie hineinversetzen kann.

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Ronjabonjamonja

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wes Anderson hat ein Händchen für wunderbare Szenen.
Mein absoluter Favorit ist der Blick auf die Karte, recht zu Beginn des Filmes.
Es macht einfach ungeheuren Spaß sich einen Anderson anzusehen.
DIE CHARAKTERE SIND SO PHÄNOMENAL(capslock ahoi!)
DIE BILDER SIND SO AUSSERORDENTLICH IMPOSANT (capslock immer noch legitim)
DIE BESETZUNG IST ERSTE SAHNE
-und ich hör jetzt auf zu schreien.

Ich denke es ist nicht schwer, zu einem Anderson eine ellenlange Kritik, Analyse und/oder Interpretation zu schreiben, aber ich mach das nicht. Ich kann das nicht.
Nicht jetzt.
Dazu bin ich gerade zu verliebt in sein Werk und da ist alles nicht bloß rosarot sondern KNALLBUNT.

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Mary Pickford

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Bewertung7.0Sehenswert

Ohrwurm im: 3, 2, 1... http://youtu.be/uA4KihbsISU

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Codebreaker

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Achja, der Wes Anderson, ich habe zwar noch nicht so viel von ihm gesehen und dennoch, gehört er schon zu meinen Lieblingen unter den Regisseuren.
Nach "Die Royal Tenenbaums", den ich zugegebenermaßen noch mal sehen muss und vor allem: "Moonrise Kingdom", der mich so unglaublich beeindruckt hat, der einfach magisch war, konnte ich nun einen weiteren Film von ihm sehen: "Darjeeling Limited".

___

Nachdem ich doch einige Kommentare gelesen habe, in denen der Film nur eher "mittelprächtig" beschrieben wurde, habe ich mich auch darauf eingestellt, dass der wahrscheinlich nicht so der große Wurf wird, wie es für mich eben Moonrise Kingdom war.
Okay, so gut war er dann leider wirklich nicht, aber trotzdem, hat der mir durchaus besser gefallen, als ich es erwartet habe, NACHDEM ich eben die verschiedenen Meinungen hier gelesen habe. (Nicht das er schlecht beschrieben wurde, nur senkten die Kommentare eben meine großen Erwartungen, was vielleicht auch gar nicht so schlecht war).

Man merkt es dem Film an, dass der von Wes Anderson ist.
So bunt (wenn auch gerade hier nicht ganz so bunt und abgefahren wie bspw. MK, aber das soll ja nicht unbedingt ein Kritikpunkt sein), so skurril, so witzig und dennoch ernst.
So eigenartig.
So einzigartig.
In "Darjeeling Limited" geht es um drei Brüder. Drei Brüder deren Vater vor einem Jahr gestorben ist und deren Mutter in dem Zusammenhang "verschwunden" ist. Daraufhin haben sich die Brüder auseinandergelebt und eben in diesem Jahr keinen Kontakt gehabt.
Nun sind sie wieder beieinander und wollen eine spirituelle Selbstfindungsreise durch Indien machen und erleben dabei so einige Sachen und lernen sich dabei eben auch wieder selbst kennen.
Die Story mag recht einfach sein, aber diese Verpackung ist einfach so wunderschön!
Der Film handelt von einer Familie, die wieder zueinander findet. Aber auch vom Abschiednehmen.
Drei Brüder, die sich aus den Augen verloren haben, die einander nicht vertrauen, die sich scheinbar nicht mal wirklich mögen.
Sie sind unterschiedlich, alle haben sie mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen, sei es ein Autounfall, sei es eine Ex - Freundin oder sei es das Vater - Werden.
Und nun sind sie wieder beieinander und erleben eine Reise durch Indien, die so ereignisreich ist, wie sie wahrscheinlich nicht gedacht, aber gewünscht war.

Dabei haben wir eben eine unglaublich tolle Optik, bunt, verspielt und auch was die Kameraperspektiven und Einstellungen angeht, ist das einfach so eigen, so anders, eben einfach Anderson!
Auch der Soundtrack ist verdammt schön und passend!

Und wie gesagt, die Figuren!
Die drei Brüder sind unterschiedlich, aber gehören zusammen.
Das merkt man die ganze Zeit über an, das fühlt sich schön an. Sie wirken nicht zu übertrieben, zu unsympathisch, nein sie sind passend, so wie sie sein sollen!
Dabei sind die Schauspieler dahinter ebenfalls klasse! Owen Wilson mag ich eigentlich recht gerne, besonders in solchen, etwas anspruchsvolleren, Rollen. Adrien Brody ist ebenfalls gut und Jason Schwartzman sehe ich sei "Bored to Death" sowieso gerne.
Ihr Wandlung ist dabei nachvollziehbar, schön aufgebaut, nicht zu übertrieben und nich zu sehr "an den Haaren herbei gezogen", eben einfach schön und stimmig!

"Darjeeling Limited" ist also alles in allem wunderbar! Schön, sympathisch, bunt, kurzweilig, unterhaltsam und einfach ein Wes Anderson Film!
Allerdings wirkt es manchmal schon irgendwie recht ungenau, in welche Richtung der Film gehen will.
Will er nun eher lustig sein oder doch wieder traurig/ernst. Wobei das Spiel mit diesem schmalen Grat andererseits wiederum sehr gekonnt, authentisch und passend ist.

___

Zusammenfassend gilt also: "Darjeeling Limited" ist nicht unbedingt so skurril, so abgedreht, so bunt wie eben der bereits angesprochene "Moonrise Kingdom", hält sich also etwas zurück, ist dafür aber trotzdem echt, unterhaltsam, eigen und auch schön.
Die Geschichte der drei Brüder, die REISE der drei Brüder hat mir gefallen und wird sicherlich auch nochmal gesehen oder auch öfters.
Ich bleibe also dabei: Anderson ist einfach grandios! Einer der seinen ganz eigenen Stil hat, der sicherlich nicht jedem gefällt.
Mir allerdings, gefällt er!

Nicht zu vergessen: Schade, dass der gute Bill den Zug nicht bekommen hat, wäre auch schön gewesen ihn auf dieser kunterbunten Reise durch Indien dabei zu haben!

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loveissuicide

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Bewertung5.0Geht so

Der hat mich leider überhaupt nicht berührt. Ich hab aber auch irgendwie prinzipiell schon eine leichte Abneigung gegenüber indischem Ambiente, ein dahingehender atmosphärischer Funke springt da bei mir sowieso nicht über.

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The Freewheelin Fonda

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Bewertung7.0Sehenswert

Vor meinem Besuch im "Grand Budapest Hotel" wollte ich noch einmal ein paar ältere Wes Anderson Werke sichten, womit ich nun zu seinem 5ten Spielfilm komme, "The Darjeeling Limited" der für mich bisher leider die schwächste Filmarbeit von diesem Ausnahmeregisseur darstellt.
"The Darjeeling Limited" bleibt für mich ein guter Streifen mit 7 Punkten aber im Vergleich zu anderen Regiearbeiten Andersons fehlt dem hier etwas,
es fehlt die Magie eines "Moonrise Kingdom", der skurrile Humor eines "Rushmore", die Kreativität eines "Mr. Fox" und leider auch der Murraybonusfaktor eines "Tiefseetauchers"...
(Den größten Fehler macht Anderson hier also schon zu Beginn, hätte Murray am Anfang den Zug erwischt und hätte hier eine größere Rolle eingenommen, hätte der Streifen mir sicherlich besser gefallen)
Das Drehbuch hat hier leider kaum denkwürdige Szenen zu bieten, dass sich "Darjeeling Limited" trotz knapper 90 Minuten Spielzeit doch schon ein paar Mal in die Länge zieht.

Ich weiß ja nicht wies früher um Wes Andersons Familienverhältnisse stand aber mir gefallen seine melancholisch, lustigen Geschichten die sich ständig um Familienprobleme drehen, sehr gut und auch die Grundidee von dieser Geschichte ist nicht schlecht, wenn drei Brüder die sich im Laufe ihres Lebens immer mehr voneinander entfernt haben, auf einer spirituellen Reise durch Indien wieder zueinander finden wollen.
So hat der Film neben der Story auch noch typische Andersonpluspunkte, wie einen wunderbaren Soundtrack und eine einzigartige verspielte Optik.

"I wonder if the three of us would’ve been friends in real life. Not as brothers, but as people."

Das ist es was die Stimmung seiner Filme ausmacht, neben einer Geschichte, die sich um Menschen dreht, die alle ihre ganz eigenen Probleme mit sich herum tragen, die sich lieben wollen aber keine Ahnung haben wie sie es ausdrücken sollen und dann in skurrilen Kommunikationsproblemen verharren.
Durch die drei unglaublich stark aufspielenden Hauptdarsteller unterhält der Film durchgehend, durch sie kommt doch noch eine gewisse Dynamik in den Streifen aber sonst zieht sich dieser Roadtrip eher in die Länge und außer ein paar gelungenen Ideen bleibt von der Geschichte nicht viel im Gedächtnis.

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Murray

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"Royal Tenebaums" ist NATÜRLICH sein Meisterwerk. Mr. Fox macht aber auch Spaß.


The Freewheelin Fonda

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Royal Tennebaums zieht sich für mich zum Schluss etwas in die Länge, behält die 8,5 aber vorerst ;)


MrDepad

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Bewertung7.5Sehenswert

Verschrobene, aber menschliche und dadurch sympathische Charaktere. Absurde, schräge Situationen. Trockener Humor. Ein Schuss Melancholie und Tragik. Der Wert von Freundschaft und Familie. Fantastisch durchkomponierte, farbenprächtige und detailreiche Bilder. Tolle Musik.
Wes Anderson beweist erneut, dass er sich kein Stück verbiegen lässt und zu den wenigen Regisseuren gehört, die keinen Meter von ihrem eigenen Stil abweichen. Zusammen mit dem tollen Hauptdarsteller-Trio Owen Wilson, Jason Schwartzman und Adrien Brody ist der Trip drei ungleicher Brüder durch Indien ein typischer Film, der alle Markenzeichen von Anderson vereint und dem hier und da lediglich ein wenig der überspringende Funke fehlt.

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quastenflosser

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Bewertung7.5Sehenswert

Roadtrip à la Wes Anderson.
The Darjeeling Limited ist ganz klar ein typischer Film des in Texas geborenen Filmemachers. Dies hat viele Gründe. Einerseits wäre hier der Cast um Jason Schwartzman, Owen Wilson und Adrien Brody. Was wäre ein Wes Anderson Film ohne Jason Schwartzman...? Meiner Meinung nach hätte man keine bessere Besetzung für die Rolle der reisenden 3 Brüder finden können. Hier stimmt einfach alles, vom Schauspielerischen können, bishin zur großen Nase die sich die 3 Teilen.
Dann wäre da noch die unglaubliche Kameraarbeit von Robert D. Yeoman, welcher bei jedem von Andersons Projekten beteiligt war. Die langen Szenen in denen die Kamera immer wieder zwischen den einzelnen Charakteren hin und her schwenkt sind einfach genial. Nicht zu vergessen Anderson typischen Puppenhausartigen Szenen.
Zu guter letzt wären da noch die Dialoge und die skurrilen Situationen.
Ganz Klar ist Darjeeling Limited kein Film für jedermann. Für Fans von Wes Anderson und Liebhaber der Indischen Eisenbahn ist er aber auf jeden Fall ein Muss.
Leider hätte man mehr aus der Story holen können und manche Handlungen bleiben offen. Daher 7,5 von 10 möglichen Punkten.

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SevenOfMine

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Bewertung9.5Herausragend

Dieser Film hat mich ziemlich ra(s)tlos hinterlassen, ohne daß ich den Film nach einigen Stunden hinter mir gelassen habe, was zudem enorm erschwert wird durch diesen doofen Ohrwurm... Aux Champs-Élysées, aux Champs-Élysées... Von daher keine Bewertung à la 0-10 für den Moment, sondern auf Wiedervorlage.

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danklorix

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein ganz, ganz, ganz besonderer Film...ein Film der davon lebt, was erzählt wird...nicht wie es erzählt wird...eigentlich wirkt alles etwas banal und wie hier schon erwähnt, auch vorhersehbar...Macht bei diesem Film aber gar nichts...
Man muß die Atmosphäre, dieses Roadtrips atmen, die kleinen Details erkennen, die keineswegs unabsichtlich in den Film einfliessen, man muß sich auf die Charakterzeichnungen einlassen, die das Schauspiel der drei Protagonisten und ihrer Mutter erst einmalig machen und man muß auch schonmal die langatmigen Phasen des Films akzeptieren lernen...denn eine Reise quer durch Indien, is nunmal nicht immer spannend und Schießereien sind naturgemäß eher rah gesät, schließlich Kosten Kugeln ordentlich Rupien, ein Gespräch mit der Familie hingegen nicht.
Was ich sagen will? Weiß ich auch nicht!...außer "Slow down" and Relax, das Leben dreht sich nicht nur um die Matrix ;-)

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"Was sagt der Reiseplan?"..."Scheiß auf den Reiseplan!"
Darjeeling Limited

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ArdorTichy

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Bewertung7.5Sehenswert

Drei Brüder treten einen verrückten Roadtrip durch Indien an, der mit vielen Überraschungen aufwarten kann und sie letztendlich doch noch ans Ziel führt. So oder so ähnlich lässt sich Darjeeling Limited von Wes Anderson zusammenfassen. Die Story wird getragen von den drei Geschwistern, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Da wäre zum einen Francis, der älteste der drei, der ein ziemlicher Kontrollfreak ist und die Reise mit seinem Assistenten Brendan minutiös geplant hat. Der mittlere Bruder, Peter, steht in einer kaputten Ehe mit einer schwangeren Frau und ist der Ansicht, des toten Vaters Liebling gewesen zu sein, während der jüngste Jack nach wie vor vernarrt in seine Ex-Freundin ist. Zusammen ergeben sie ein Trio, welches eine durch Irr- und Frohsinn ebenso wie durch Skurrilitäten geprägte Reise durch Indien erlebt und dabei nicht selten gegeneinanderschießt. Im Laufe der Zeit entwickeln sie wieder gegenseitiges Vertrauen und lassen letztendlich sämtlichen Altballast hinter sich.
Ein Film, der neben der Story vorallem mit diesem gewissen Gefühl punkten kann, alles hinter sich zu lassen. Nicht nur Wes Anderson-Fans sollten ihre Freude daran haben.

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WZRDOnTheMoon

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Bewertung5.5Geht so

"Darjeeling Limited" ist ein Film über drei Brüder, die ihre Gefühle verleugnen, weil sie sie nicht verstehen, geschweige denn kontrollieren können - Francis, Peter und Jack, überzeugend von Owen Wilson, Adrian Brody und Jason Schwartzman dargestellt, laufen vor irgendetwas davon und tragen ihren Ballast symbolisch in einem Berg Koffern hinter sich her - die Reise, geographisch wie metaphorisch, gerät dabei auf den ersten Blick erstaunlich emotionslos und verfängt sich des öfteren in kurze, aber vorhandene Längen, denn Wes Anderson verliert sich zeitweise in seiner eigenen Detailverliebtheit und bettet den Film dadurch in zum Teil subtile und zum Teil bemerkenswert platte Metaphern. Aber: all die kleinen akkuraten Feinheiten, die man an Wes Andersons bisherigen Arbeiten zu schätzen gelernt hat - sei es die gewohnt einwandfreie Kameraarbeit, das wundervolle Produktionsdesign bis hin zum Soundtrack - sind trotz alledem vorhanden, so dass die Hoffnung weiterhin besteht, dass "Darjeeling Limited", wie die meisten seiner Filme, mit wiederholtem Ansehen an Tiefe und Charakter gewinnt und den Zuschauer somit letzten Endes besser oder gar gänzlich überzeugen kann.

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Onzema

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Bewertung6.0Ganz gut

Gestern gesehen und gemischte Gefühle gehabt.
Die Kameraführung war sehr interessant und hat mir sehr gefallen, nur die Story war nach ein paar Minuten schon ein wenig vorhersehbar , also man konnte sich vorstellen wo die Geschichte hinwill.
Also einmal kann man sich den Film anschauen, aber ein 2tes Mal ist der Film es nicht wert.

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Sufu

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Bewertung5.5Geht so

In dieser 'Geschwisterkomödie' über release und srokes of fate kann mensch Owen Willson wohl in seiner einzig intereszanten Rolle beobachten.
Nicht besonders aufregend, so eine lange Zugfahrt, aber auch nicht unangenehm.

"Ich liebe euch auch, aber ich musz euch jetzt pfeffersprayen!"

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Shinuslaw

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Bewertung7.0Sehenswert

Darjeeling Limited brauche bei mir etwas Zeit, bis ich reingekommen bin. Wir haben hier 3 Brüder, die aus irgendeinem Grund eine Reise zusammen unternehmen und viele skurile Situationen erleben. Trotzdem ist Darjeeling LImited einw irklich guter Film. Wes Anderson versteht es einfach Humor in einer anderen Art und Weise zu präsentieren als viele andere amerikanische Regisseure. Die Kamerafahrten und Bildgewalt muss ich bei Wes Anderson wohl nicht mehr loben =|

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