Darjeeling Limited - Kritik

US 2007 Laufzeit 105 Minuten, FSK 6, Abenteuerfilm, Drama, Komödie, Kinostart 03.01.2008

  • 5

    Das Problem mit "Darjeeling Limited" ist das gleiche wie mit den restlichen drei Filmen, die ich von Wes Anderson bisher gesehen habe. Seine Filme sind leider nicht nur optisch sehr artifiziell, sondern leider auch die darin vorkommenden Charaktere.
    Die kargen Emotionen und Empfindungen der Protagonisten wirken sehr stilisiert, wodurch ein Verstehen oder Nachvollziehen der Figuren nahezu unmöglich gemacht wird. Anderson wirkt wie der Puppenspieler des Arthouse - Films, der seine Figuren durch quietschbunte Dekors manövriert, aber deren Innenleben dabei so sträflichst vernachlässigt, bis der Film schlussendlich in der Belanglosigkeit versumpft.

    • 6

      Ich schaute damals „Moonrise Kingdom“, ohne mich dafür zu interessieren, wer dahinter steckt. Nun lief „Darjeeling Limited“ über den Flimmerkasten und man fühlte sich umgehend an „Moonrise Kingdom“ erinnert. Die Handschrift Andersons ist absolut unverkannbar, aber natürlich auch immer ein Punkt, an dem sich die Geister scheiden. Die Story ist schnell erzählt und nimmt sich nicht all zu ernst, fast verkommt sie zu Beiwerk. Im Mittelpunkt steht deutlich das Verhältnis der drei Brüder untereinander. Die Besetzung tut dabei ihr Übriges, damit das Zusammenspiel wunderbar funktioniert. Typisch für Anderson liefert der Film schöne Bilder und herrlich absurde Szenen, aber auch wenn mir der Film sympathisch ist, will der Funke nicht so recht überspringen, aber wer einen leicht melancholischen feel-good-Film für den Sonntag Nachmittag braucht - zugegriffen!

      • 8 .5

        Kann mich meinem "Vorschreiber" anschliessen. Auch ich werde langsam aber sicher ein Fan von Wes Anderson. Grand Budapest Hotel war mein Erster und bisher Einziger von ihm. Obwohl auf den ersten Blick nicht viel dran ist, an dem kleinen Abenteuertrip quer durch Indien, hat mich Darjeeling Limited absolut geflasht.
        Die skurrile Story lässt Raum zur Interpretation und vermittelt trotz aller Tragik eine herzliche Leichtigkeit.
        Darjeeling Limited ist ein Film über den man stundenlang fachsimpeln kann, ohne jemals auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen.

        1
        • 8 .5

          Nach 'Moonrise Kingdom' und 'Grand Budapest Hotel' nun mein dritter Anderson Film und ich werde mehr und mehr zum Fan von diesem Mann, auch wenn 'Darjeeling Limited' für mich ein ganzes Stück hinter den beiden oben genannten Titeln bleibt.

          Als ich 'Moonrise Kingdom' und 'Grand Budapest Hotel' sah, kam es mir jeweils so vor, als wäre ich in einer völlig anderen Welt. Im positivsten Sinne, wohlgemerkt. Das hat 'Darjeeling Limited' in dem Ausmaße leider nicht geschafft. Das liegt wohl daran, dass er einfach nicht so viel Tiefe hat wie die beiden anderen Titel, dennoch ein toller Film der mit seinen skurrilen Charakteren toll unterhält. Sogar Owen Wilson, den ich sonst absolut nicht ab kann, gefiel mir hier wirklich super!

          Bin gespannt was mich in den anderen Wes Anderson Filmen noch so erwartet :)

          3
          • 6 .5

            "Darjeeling Limited" ist mein dritter Anderson nach "Moonrise Kingdom" und "Der fantastische Mr. Fox". Die fand ich beide großartig und dementsprechend hoch waren auch meine Erwartungen an den Film mit den drei Brüdern auf dem Selbstfindungstrip per Zug.

            So richtig erfüllen konnte er diese Erwartungen nicht.
            Anfangs bekommt man das, was man von Anderson gewohnt ist. Drei skurrile, toll ausgearbeitete Brüder, alle mit ihren eigenen Ticks, Macken und, wie könnte es bei Anderson anders sein, familiären Problemen. Auch die typische Anderson-Atmosphäre setzt sofort ein. Die knalligen Farben, die Symmetrie, der irgendwie "gebrauchte" Look der Kulissen und Requisiten, der tolle Soundtrack. Der Film ist optisch und akustisch gewohnt großartig.

            Was mich allerdings weniger begeistern konnte, ist die Geschichte. Vielleicht liegt es an der generellen Thematik, aber so richtig packen konnte mich der Selbstfindungstrip nie. Dazu war die Geschichte einfach zu plätschernd, zu wenig dramatisch.
            Dass sich die Handlung dann auch noch vom Zug entfernt und der Film damit die typische Farbenpracht und Symmetrie, eben diesen typische Anderson-Look verliert, macht das ganze nicht besser.

            Insgesamt der bisher schwächste Anderson, den ich gesehen habe. Teilweise sehr schleppend erzählt, sehr undramatisch und im Vergleich mit den anderen Andersons auch überraschend unwitzig. Die tolle Optik, die super Besetzung und das Schauspiel der drei Hauptdarsteller machen den Film dennoch sehenswert.

            2
            • 9

              Achtung, Spoiler inside!

              AGENT SMITH: "Warum, Mr. Anderson? Warum weiterkämpfen? Ist es Freiheit, vielleicht Wahrheit, vielleicht Frieden? Könnte es für die Liebe sein? Illusionen, Mr. Anderson, Launen der Wahrnehmung! Nur menschlicher Verstand kann so etwas Geschmackloses erfinden wie die Liebe. Es müßte Ihnen möglich sein, es zu sehen. Sie müssten es inzwischen wissen! Sie können nicht gewinnen, es ist zwecklos weiterzukämpfen! Warum, Mr Anderson? Warum, warum bestehen sie darauf?"
              WES: "WEIL ICH MICH SO ENTSCHIEDEN HABE!"

              Ich habe glücklicherweise mal eine recht fundierte, nahezu vernichtende Kritik über "Darjeeling Limited" gefunden. Es ist schön, mal eine andere Sichtweise auf die "Wesworld" zu bekommen. Denn ganz unrecht hat der betreffende Kritiker nicht, wenn er schreibt: "Es geht um die Luxusprobleme amerikanischer Rich Kids". Das ist eine Überlegung, die mich schon beschäftigt, seit ich Filme gucke. Warum lasse ich mich von einem Film begeistern, der in der Oberschicht der Gesellschaft spielt, wenn ich selbst jegliche Form von Hierarchien verabscheue?

              Hmh ... wohl eines der vielen Mysterien menschlichen Denkens, aber nichtsdestotrotz hat "Darjeeling Limited" für mich sehr gut "funktioniert". Denn es ist auch dem Können des Filmemachers Wes Anderson zu verdanken, wenn sein Film die üblichen Schranken und Mauern in den Köpfen der Zuschauer beseitigt, unser Denken in vorgegebenen Grenzen. Das ist für mich eine der Stärken Andersons, eine andere ist die gewaltige Kraft seiner Dialoge, die in diesem Streifen am ausgeprägtesten ist.

              FRANCIS: Er hat diese Krankheit, bei der einem der Kopf geschoren wird. Nur das er ihn nicht scheren muss, weil ihm überhaupt keine Haare mehr wachsen. Erwähn das nicht in seiner Gegenwart, das verletzt ihn womöglich.
              PETER: Was verletzt ihn womöglich? Das er diese Krankheit hat, bei der einem der Kopf geschoren wird oder das ihm sowieso keine Haare mehr wachsen?
              FRANCIS: ...................Beides!

              Der zweite Teil des Dialoges ist blasphemischerweise von mir, dieser erste Satz von Francis steht stellvertretend für die banal wirkenden, humorvollen und immer mit einer unterschwelligen Botschaft versehenen Dialoge, die Anderson in diesem Film am laufenden Band abfeuert. Dazu zählen selbstverständlich auch die obligatorischen Running Gags, wie die "Können wir uns darauf einigen"-Tiraden von Francis.

              Der Film um drei Brüder, die sich ein Jahr nach dem Tod des Vaters, gemeinsam auf die Suche nach der Mutter machen, handelt in erster Linie wieder vom "großen" Thema Familie, im speziellen um jegliche Art von Verlust. Wobei im Film deutlich wird, das Verlust nicht nur negatives bedeuten muss, denn nach einem russischen Sprichwort öffnet Gott dort ein Fenster, wo er eine Tür zuschlägt. So sehe ich diese Reise der drei Brüder auch als eine Art Initiationsritus, als ein Abnabeln von der vergangenheit, die keine Zukunft hat.

              Dabei erweisen sich die drei nebenbei auch noch als echte Kulturbanausen, wenn sie anfangen, sich in einem Tempel zu streiten oder Peter beim Anblick armer, Cricket spielender Kinder belustigt feststellt: "Guckt mal, die spielen Cricket mit Tennisbällen". Eine schöne Anspielung an die vielen Besucher westlicher "Zivilisationen", die glauben, die Erleuchtung in einem Reiseprospekt buchen zu können. Und der Film steckt voller solcher Anspielungen und Verweise, die man wohl erst beim zweiten oder dritten Sichten einigermaßen erfassen kann.

              Dazu gehören auch die von Peter getragene Brille des Vaters, das Kofferset der Eltern, das die drei erst am Ende wegwerfen und vieles vieles mehr. Als Schauspieler hat mich diesmal am ehesten Owen Wilson überzeugen können, in seiner vielleicht bisher besten Rolle. Wieder einmal bleibt mir nur eins zu sagen: Begebt euch auf eine nostalgisch melancholische Erleuchtungsreise in die "Wesworld", und wenn ihr kein Gepäck mitnehmt, werdet ihr vielleicht reich beschenkt zurückkehren.

              8
              • 9

                Wes Anderson, gehört zu den wenigen Regisseuren, bei denen man nie weiss, welche Wendung die Geschichte nehmen wird. Kaum hat man sich auf etwas eingestellt wird man erbarmungslos aus der Wohlfühlzone gerissen. Das geschieht zum Teil durch eine sehr skurrile Handlung an sich andererseits aber auch durch den nicht minder skurrilen Humor, der zugegebener Massen wohl nicht Massenkompatibel ist. Mir persönlich gefällt er sehr und ich lasse mich immer wieder gerne von den verrückten Ideen des Herrn Anderson überraschen.
                In diesem Werk von 2007 ist wieder Mal alles vertreten was seine Werke auszeichnet dazu kommt noch die unglaublich schöne Landschaft und Farbenpracht Indiens. Schauspielerisch überzeugend und handlungstechnisch mitreissend wird die Geschichte dreier Brüder erzählt, die auf dem Weg zu ihrer Mutter den Schatten ihres Vaters abschütteln und am Ende zu sich selbst finden. Eine Tragikkomödie mit Charme, Humor und einer gehörigen Portion Verrücktheit, die eine an sich einfach gestickte Geschichte zu einem echten Erlebnis macht. Und dann ist da ja auch noch der geniale Soundtrack...

                1
                • 4

                  Zweiter Versuch mit DARJEELING LTD und leider wieder nichts.
                  Scheinbar werde ich mit diesem Film einfach nicht warm.

                  Das verwirrt mich auf der einen Seite, auf der anderen bekräftigt es mich aber auch in einigen meiner generellen Ansichten zur Filmrezeption, etc.

                  Als ich vor ca. 3 Jahren Wes Andersons 2007er Film zum ersten Mal gesehen habe, blieb mir vollkommen der Zugang verwehrt. Die Reise der drei Brüder fühlte sich für mich lediglich wie eine zähe Zugfahrt ins Nirgendwo an, die enthaltenen Themen waren mir (nachdem ich mich die Neunzig Minuten über sehr gelangweilt habe) ziemlich egal und ich habe das trotz heller Begeisterung für LIFE AQUATIC und die ROYAL TENENBAUMS (die beiden Anderson-Filme, die ich bis zu dem Zeitpunkt kannte) schnell zu den Akten gelegt.

                  Seitdem ist viel passiert.
                  Anderson ist bei mir im Ansehen durch RUSHMORE, MR. FOX und vor allem MOONRISE KINGDOM zu einem absoluten Favoriten aufgestiegen, ich habe die Inhalte und Form seiner Werke verinnerlicht (dadurch noch mehr schätzen gelernt) und zudem in Reviews, Diskussionen und Kritiken oftmals Gutes über DARJEELING LTD gelesen. Es wurde also Zeit für die unumgängliche zweite Chance und ich war mir so sicher, damals einfach den Kern nicht erkannt zu haben - oder noch banaler: einfach in der völlig falschen Stimmung für DARJEELING gewesen zu sein. Dass ich also beim zweiten Durchgang weit mehr gefallen daran finden würde.

                  Nun habe ich den Film ein zweites Mal angesehen und bin sehr verwundert über das Ergebnis! Denn formell entspricht der Film allem, was ich an Andersons Filmchen lieben gelernt habe: Bunte Farben und Vintage Ausstattung, ein Hang zur Symmetrie, der aber äußerst spielerisch verpackt ist, niedlicher, leiser Humor der einher geht mit schrulligen, verkorksten Figuren, die trotz ihrer Schrägheit absolut liebenswert sind und denen man so sehr wünscht, dass sie ihren inneren (oft familiären) Konflikt überwinden können und ihr Glück finden. Mit Owen Wilson, Jason Schwartzman und Adrien Brody ist auch ein toller, sympathischer Hauptcast vorhanden - die Drei spielen zudem sehr verschiedene Figuren, die toll gezeichnet sind - durch wenige Momente und Handlungen wird präzise der Charakter des jeweiligen Bruders geformt und schnell kennt man Eigenschaften und Macken der Drei.
                  Alles da.
                  Erkenne ich.
                  Erkenne ich auch an.

                  Und trotzdem hat der Film mir wieder nicht gefallen.
                  So sehr, dass ich mich wieder geradezu hindurchquälen musste.

                  Ich weiß nicht, ob mir spirituelle Sinn- und Selbstfindung in Indien einfach zu fremd ist, um da emotional involviert zu sein (bzw. sein zu können), ob ich vielleicht als Einzelkind und kompromissbereiter Mensch den Bruderzwist der drei Sturköpfe nicht wirklich nachvollziehen kann - das Gefühl zwischen Brüdern kenne ich schließlich nicht - oder ob mir nur das Erzähltempo, bzw. die Stationen und Ereignisse der Reise nicht wirklich zusagen? Fakt ist, es fühlt sich an, als sei eine unüberwindbare Wand zwischen meinem Herzen und diesem Film. Was ich schade finde, denn nach der Zweitsichtung sind mir die Themen, welche Anderson hier behandelt - die Entfremdung von Welt und Familie, Spaltung und den Prozess des wieder zueinander findens (und verzeihens) und das loslassen von den Fesseln der Vergangenheit - sehr wohl bewusst. Aber während DARJEELING läuft, begeistert und bewegt er mich einfach nicht.

                  Doch auf gewisse Weise bekräftigt mich das auch. Es zeigt mir nur einmal mehr, wie unberechenbar filmischer Geschmack und wie unvorhersehbar ein Filmerlebnis ist! Man kann zwar grob eingrenzen was man mag und warum man es mag - aber es kommt doch immer wieder ein Film um die Ecke, der es genau so macht und trotzdem keinen Zugang gewährt, oder eben alles anders und einen trotzdem vom Hocker haut. Es gibt keine Sicherheit, weil Film mehr als die Summe seiner Bausteine ist. Da kann man Inhalte, Stile, Drehbücher und technische Aspekte zu Tode analysieren und versuchen Geschmack in ein Raster zu pressen - objektive Kriterien kommen nicht dabei raus. Denn das was man nicht, oder nur schwer in Worte fassen kann, muss genauso da sein. Manche nennen es Bauchgefühl, manche nennen es Zauber, manche nennen es den richtigen Tone - viele Worte für etwas mit Worten nicht beschreibbares. Und eben genau das fehlt MIR hier scheinbar. Die Welle die mit mir in Resonanz schwingt. Dass anderen das anders geht, freut mich aber umso mehr, denn diese Gedanken machen mir irgendwie eins klar:

                  DARJEELING LTD ist wahrscheinlich ein toller Film - den ich aber trotzdem einfach nicht mag.
                  So einfach kann es sein.

                  [http://weltamdraht.blogsport.de/2014/05/07/darjeeling-ltd-2007]

                  21
                  • 10

                    [Achtung: Enthält Spoiler]
                    Als ich "The Darjeeling Limited" damals im Kino gesehen habe, hatte ich nicht die geringste Ahnung, wer Wes Anderson eigentlich ist. Mehr oder weniger unfreiwillig wurde ich zum Kinobesuch dieses Roadmovies gedrängt und wusste überhaupt nicht, was ich erwarten sollte. Als der Film vorbei war, musste ich jener guten Freundin, die mich in die Vorführung hineingezogen hat, zähneknirschend recht geben, dass "The Darjeeling Limited" tatsächlich ganz gut war. Diese Geschichte über eine Reise dreier Brüder durch Indien hatte meine Sympathie gewonnen. Ich schaute ihn Monate später noch einmal mit einem Kumpel vor dem heimischen Fernseher und über die Jahre blieb der Streifen positiv in meiner Erinnerung. Nun jedoch, nach einer erneuten Sichtung 6 Jahre später, konnte mich dieser Film restlos von seinen Qualitäten überzeugen. Ich habe zwar noch immer keine wirkliche Kenntnis von Wes Anderson und seinem Werk (abgesehen von "Die Tiefseetaucher" und "Der fantastische Mr.Fox"), aber vielleicht ist das auch ganz gut so, da somit Erwartungen an ein skurriles und abgedrehtes Kunstwerk gar nicht erst aufkamen; "The Darjeeling Limited" scheint für diesen Regisseur ja ein recht bodenständiger Film zu sein.
                    Und in der Tat sind es gerade die einfache Handlung und seine Charaktere, welche mich auf einer sehr persönlichen Ebene ansprechen. Im Verlaufe ihrer Indienreise bekommen Francis (Owen Wilson), Peter (Adrien Brody) und Jack (Jason Schwartzmann) die Gelegenheit, ihre Trauer über den Tod ihres Vater symbolisch noch einmal zu wiederholen, zu verarbeiten und zumindest als Brüder wieder zueinander zu finden. Jeder der drei Brüder hat sich vom Rest der Familie abgelöst und trägt den Verlust und die Trauer immer noch mit sich herum, sei es in Form von Kleidungsstücken des verstorbenen Vaters (Peter) oder in Form einer geschriebenen Kurzgeschichte über den Tag der Bestattung (Jack). Es brauchte zudem erst einen schweren Unfall, quasi eine Konfrontation mit dem eigenen Tod (Francis), damit überhaupt einer von ihnen den Versuch unternimmt, die zerbrochene Familiensituation wieder ins Reine zu bringen. "The Darjeeling Limited" ist ein Film über den Verlust und die Möglichkeit, diesen zu überwinden und seinen Frieden zu finden.
                    Das Interessante dabei ist, dass dieser Film seine Handlung auf eine überaus lockere und skurille Art und Weise präsentiert. Gleichwohl er im Kern mit ernsten und schweren Themen hantiert, so sind sie zumeist doch überdeckt von der vergnügten, lockeren und humorvollen Art, welche "The Darjeeling Limited" an den Tag legt. Melancholie blitzt selten und meistens überraschend auf, während die problematische Familiensituation vor allem in den gewitzten Dialogen zwischen den Brüdern versteckt liegt.
                    Interessant ist hierbei auch die Indienkulisse. Zunächst sieht alles nach einem klassischen Touristenausflug in eine fremde Kultur aus, einschließlich allem Kitsch und pseudo-spirituellem Erleben, das dazu gehört. Doch die Spannungen zwischen den Brüdern machen gerade diese ach so erhabenen Erfahrungen stets zunichte. Wenn alle Drei einen Tempel besuchen und vor einem Altar niederknien, um ein religiöses Gefühl zu verspüren, dauert es nicht lange, bis Francis bemerkt, dass Peter den Gürtel ihres Vaters trägt und damit gar nicht einverstanden ist. Die gespaltene Familiensituation schiebt sich immer in den Vordergrund und profanisiert auf köstliche Art und Weise den Esoterik-Kitsch der Indienreise. Gleichzeitig aber durchwandern Peter, Francis und Jack ihre eigene spirituelle Reise, die in ihrem Finden zueinander und ihrem Abschied nehmen von den Eltern besteht, auf dass sie in Zukunft eine Möglichkeit haben, ohne den Ballast, den sie seit Jahren mit sich herumtragen, weiterzumachen. Auch wenn das Setting dieses Films sehr prominent und farbenfroh gestaltet wurde (und glücklicherweise ohne den anstrengenden Schnitt-Stakkato von "Slumdog Millionaire" auskommt), so geht es in diesem Film nicht um Indien; es sind vor allem Familienwerte, welche den spirituellen Bestandteil dieses Films ausmachen.
                    Und schließlich wäre da noch der Aspekt der Brüderlichkeit: Die Chemie zwischen Brody, Schwartzmann und Wilson ist schlicht phänomenal. Die Zeichnung der drei Geschwister ist stellenweise bodenständig, nuanciert und manchmal überzeichnet, doch wirkt sie gerade auch wegen der Darsteller sehr lebendig. Da ich selber zwei Geschwister habe, kenne ich zu gut das Gefühl, dass man sie zwar liebt, aber manchmal nicht auf einen Nenner mit ihnen kommt, sich nichts zu sagen hat, sich mit ihnen wegen Nichtigkeiten streitet oder immer wieder die familiäre Vergangenheit heraufbeschwört, weil man sich von dieser nicht loslösen kann. "The Darjeeling Limited" hat für mich eine der schönsten Darstellungen von Brüdern, die ich je in einem Film gesehen habe. Und schon alleine das trägt für mich einen Großteil des Films.
                    Technisch ist der Film hervorragend eingefangen. Die Kamerarbeit ist wunderbar und leicht eigenwillig, die Musik ist stimmungsvoll und die Bildsprache teilweise einfach, aber stets bereichernd für die Handlung: Das klare Bild zum Schluss, in denen Peter, Francis und Jack dem Zug hinterhereilen und dabei von sämtlichem Gepäck ablassen - symbolisch für das Abwerfen ihres emotionalen Balasts - ist so wunderbar passend und befriedigend mitanzuschauen. Zwar hat der Film seine Längen und folgt einer in letzter Zeit typischen Tendenz, sein Ende unnötig hinauszuzögern, doch sind dies nur kleine Punkte angesichts der wunderbaren Aufbereitung seiner Handlung mit ihrem Spiel zwischen lustvoller Ausgelassenheit und einer darunter verborgenen Ebene einer unverarbeiteten Trauer.
                    "The Darjeeling Limited" ist genau die Art, wie ich mir einen kleineren Film über zwischenmenschliche Angelegenheiten wünsche. Anderson vermag hier mit den Gefühlen des Zuschauers perfekt zu spielen: Er liefert skurriles und komisches, aber geht dabei nie soweit, dass die Bodenhaftung verloren geht, und er thematisiert von Zeit zu Zeit die schweren Themen seiner Handlung, ohne jedoch den grundlegend lockeren und vergnügten Ton zu verlieren. Der Film kann als einfache Unterhaltung genossen werden, liefert zugleich aber auch Stoff zum Nachdenken. Für mich persönlich ist hier einfach ein ganz großartiger Film gelungen, den ich in meiner Sammlung schlichtweg nicht missen möchte.

                    2
                    • 4

                      IT'S NOT MY CUP OF TEA: DARJEELING VERY LIMITED
                      Leider habe ich wie Bill Murray (Der verlorene Vater?) am Anfang den Zug verpasst. Ich bin auf dem Gleis stehengeblieben. Meine Reise durch Indien hätte ich lieber in der Art von Coline Serreaus "Saint-Jacques… La Mecque" verbracht. Meine ganzen vier Punkte gehen an die explodierenden flashigen Farben des Filmes, die mir Lust auf ein buntes Osterei-Profilbild gemacht haben ;)!

                      21
                      • 7

                        Ganz leise, aber bunt, erzählt Wes Anderson die Geschichte dreier Brüder, die auf der Reise zu sich selbst und zueinander sind. In wunderbaren Dialogen erfährt der Zuschauer nach und nach von den Marotten jedes einzelnen und warum die jeweils anderen davon genervt sind. Dies verstärkt der Cast durch seine tolle schauspielerische Leistung. Die Charaktere sind schön ausgestaltet und lassen zu, dass der Zuschauer sich in sie hineinversetzen kann.

                        • 10

                          Wes Anderson hat ein Händchen für wunderbare Szenen.
                          Mein absoluter Favorit ist der Blick auf die Karte, recht zu Beginn des Filmes.
                          Es macht einfach ungeheuren Spaß sich einen Anderson anzusehen.
                          DIE CHARAKTERE SIND SO PHÄNOMENAL(capslock ahoi!)
                          DIE BILDER SIND SO AUSSERORDENTLICH IMPOSANT (capslock immer noch legitim)
                          DIE BESETZUNG IST ERSTE SAHNE
                          -und ich hör jetzt auf zu schreien.

                          Ich denke es ist nicht schwer, zu einem Anderson eine ellenlange Kritik, Analyse und/oder Interpretation zu schreiben, aber ich mach das nicht. Ich kann das nicht.
                          Nicht jetzt.
                          Dazu bin ich gerade zu verliebt in sein Werk und da ist alles nicht bloß rosarot sondern KNALLBUNT.

                          1
                          • 7

                            Ohrwurm im: 3, 2, 1... http://youtu.be/uA4KihbsISU

                            2
                            • 8

                              Achja, der Wes Anderson, ich habe zwar noch nicht so viel von ihm gesehen und dennoch, gehört er schon zu meinen Lieblingen unter den Regisseuren.
                              Nach "Die Royal Tenenbaums", den ich zugegebenermaßen noch mal sehen muss und vor allem: "Moonrise Kingdom", der mich so unglaublich beeindruckt hat, der einfach magisch war, konnte ich nun einen weiteren Film von ihm sehen: "Darjeeling Limited".

                              ___

                              Nachdem ich doch einige Kommentare gelesen habe, in denen der Film nur eher "mittelprächtig" beschrieben wurde, habe ich mich auch darauf eingestellt, dass der wahrscheinlich nicht so der große Wurf wird, wie es für mich eben Moonrise Kingdom war.
                              Okay, so gut war er dann leider wirklich nicht, aber trotzdem, hat der mir durchaus besser gefallen, als ich es erwartet habe, NACHDEM ich eben die verschiedenen Meinungen hier gelesen habe. (Nicht das er schlecht beschrieben wurde, nur senkten die Kommentare eben meine großen Erwartungen, was vielleicht auch gar nicht so schlecht war).

                              Man merkt es dem Film an, dass der von Wes Anderson ist.
                              So bunt (wenn auch gerade hier nicht ganz so bunt und abgefahren wie bspw. MK, aber das soll ja nicht unbedingt ein Kritikpunkt sein), so skurril, so witzig und dennoch ernst.
                              So eigenartig.
                              So einzigartig.
                              In "Darjeeling Limited" geht es um drei Brüder. Drei Brüder deren Vater vor einem Jahr gestorben ist und deren Mutter in dem Zusammenhang "verschwunden" ist. Daraufhin haben sich die Brüder auseinandergelebt und eben in diesem Jahr keinen Kontakt gehabt.
                              Nun sind sie wieder beieinander und wollen eine spirituelle Selbstfindungsreise durch Indien machen und erleben dabei so einige Sachen und lernen sich dabei eben auch wieder selbst kennen.
                              Die Story mag recht einfach sein, aber diese Verpackung ist einfach so wunderschön!
                              Der Film handelt von einer Familie, die wieder zueinander findet. Aber auch vom Abschiednehmen.
                              Drei Brüder, die sich aus den Augen verloren haben, die einander nicht vertrauen, die sich scheinbar nicht mal wirklich mögen.
                              Sie sind unterschiedlich, alle haben sie mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen, sei es ein Autounfall, sei es eine Ex - Freundin oder sei es das Vater - Werden.
                              Und nun sind sie wieder beieinander und erleben eine Reise durch Indien, die so ereignisreich ist, wie sie wahrscheinlich nicht gedacht, aber gewünscht war.

                              Dabei haben wir eben eine unglaublich tolle Optik, bunt, verspielt und auch was die Kameraperspektiven und Einstellungen angeht, ist das einfach so eigen, so anders, eben einfach Anderson!
                              Auch der Soundtrack ist verdammt schön und passend!

                              Und wie gesagt, die Figuren!
                              Die drei Brüder sind unterschiedlich, aber gehören zusammen.
                              Das merkt man die ganze Zeit über an, das fühlt sich schön an. Sie wirken nicht zu übertrieben, zu unsympathisch, nein sie sind passend, so wie sie sein sollen!
                              Dabei sind die Schauspieler dahinter ebenfalls klasse! Owen Wilson mag ich eigentlich recht gerne, besonders in solchen, etwas anspruchsvolleren, Rollen. Adrien Brody ist ebenfalls gut und Jason Schwartzman sehe ich sei "Bored to Death" sowieso gerne.
                              Ihr Wandlung ist dabei nachvollziehbar, schön aufgebaut, nicht zu übertrieben und nich zu sehr "an den Haaren herbei gezogen", eben einfach schön und stimmig!

                              "Darjeeling Limited" ist also alles in allem wunderbar! Schön, sympathisch, bunt, kurzweilig, unterhaltsam und einfach ein Wes Anderson Film!
                              Allerdings wirkt es manchmal schon irgendwie recht ungenau, in welche Richtung der Film gehen will.
                              Will er nun eher lustig sein oder doch wieder traurig/ernst. Wobei das Spiel mit diesem schmalen Grat andererseits wiederum sehr gekonnt, authentisch und passend ist.

                              ___

                              Zusammenfassend gilt also: "Darjeeling Limited" ist nicht unbedingt so skurril, so abgedreht, so bunt wie eben der bereits angesprochene "Moonrise Kingdom", hält sich also etwas zurück, ist dafür aber trotzdem echt, unterhaltsam, eigen und auch schön.
                              Die Geschichte der drei Brüder, die REISE der drei Brüder hat mir gefallen und wird sicherlich auch nochmal gesehen oder auch öfters.
                              Ich bleibe also dabei: Anderson ist einfach grandios! Einer der seinen ganz eigenen Stil hat, der sicherlich nicht jedem gefällt.
                              Mir allerdings, gefällt er!

                              Nicht zu vergessen: Schade, dass der gute Bill den Zug nicht bekommen hat, wäre auch schön gewesen ihn auf dieser kunterbunten Reise durch Indien dabei zu haben!

                              3
                              • 5

                                Der hat mich leider überhaupt nicht berührt. Ich hab aber auch irgendwie prinzipiell schon eine leichte Abneigung gegenüber indischem Ambiente, ein dahingehender atmosphärischer Funke springt da bei mir sowieso nicht über.

                                • 7

                                  Vor meinem Besuch im "Grand Budapest Hotel" wollte ich noch einmal ein paar ältere Wes Anderson Werke sichten, womit ich nun zu seinem 5ten Spielfilm komme, "The Darjeeling Limited" der für mich bisher leider die schwächste Filmarbeit von diesem Ausnahmeregisseur darstellt.
                                  "The Darjeeling Limited" bleibt für mich ein guter Streifen mit 7 Punkten aber im Vergleich zu anderen Regiearbeiten Andersons fehlt dem hier etwas,
                                  es fehlt die Magie eines "Moonrise Kingdom", der skurrile Humor eines "Rushmore", die Kreativität eines "Mr. Fox" und leider auch der Murraybonusfaktor eines "Tiefseetauchers"...
                                  (Den größten Fehler macht Anderson hier also schon zu Beginn, hätte Murray am Anfang den Zug erwischt und hätte hier eine größere Rolle eingenommen, hätte der Streifen mir sicherlich besser gefallen)
                                  Das Drehbuch hat hier leider kaum denkwürdige Szenen zu bieten, dass sich "Darjeeling Limited" trotz knapper 90 Minuten Spielzeit doch schon ein paar Mal in die Länge zieht.

                                  Ich weiß ja nicht wies früher um Wes Andersons Familienverhältnisse stand aber mir gefallen seine melancholisch, lustigen Geschichten die sich ständig um Familienprobleme drehen, sehr gut und auch die Grundidee von dieser Geschichte ist nicht schlecht, wenn drei Brüder die sich im Laufe ihres Lebens immer mehr voneinander entfernt haben, auf einer spirituellen Reise durch Indien wieder zueinander finden wollen.
                                  So hat der Film neben der Story auch noch typische Andersonpluspunkte, wie einen wunderbaren Soundtrack und eine einzigartige verspielte Optik.

                                  "I wonder if the three of us would’ve been friends in real life. Not as brothers, but as people."

                                  Das ist es was die Stimmung seiner Filme ausmacht, neben einer Geschichte, die sich um Menschen dreht, die alle ihre ganz eigenen Probleme mit sich herum tragen, die sich lieben wollen aber keine Ahnung haben wie sie es ausdrücken sollen und dann in skurrilen Kommunikationsproblemen verharren.
                                  Durch die drei unglaublich stark aufspielenden Hauptdarsteller unterhält der Film durchgehend, durch sie kommt doch noch eine gewisse Dynamik in den Streifen aber sonst zieht sich dieser Roadtrip eher in die Länge und außer ein paar gelungenen Ideen bleibt von der Geschichte nicht viel im Gedächtnis.

                                  20
                                  • 7 .5

                                    Verschrobene, aber menschliche und dadurch sympathische Charaktere. Absurde, schräge Situationen. Trockener Humor. Ein Schuss Melancholie und Tragik. Der Wert von Freundschaft und Familie. Fantastisch durchkomponierte, farbenprächtige und detailreiche Bilder. Tolle Musik.
                                    Wes Anderson beweist erneut, dass er sich kein Stück verbiegen lässt und zu den wenigen Regisseuren gehört, die keinen Meter von ihrem eigenen Stil abweichen. Zusammen mit dem tollen Hauptdarsteller-Trio Owen Wilson, Jason Schwartzman und Adrien Brody ist der Trip drei ungleicher Brüder durch Indien ein typischer Film, der alle Markenzeichen von Anderson vereint und dem hier und da lediglich ein wenig der überspringende Funke fehlt.

                                    11
                                    • 7 .5

                                      Roadtrip à la Wes Anderson.
                                      The Darjeeling Limited ist ganz klar ein typischer Film des in Texas geborenen Filmemachers. Dies hat viele Gründe. Einerseits wäre hier der Cast um Jason Schwartzman, Owen Wilson und Adrien Brody. Was wäre ein Wes Anderson Film ohne Jason Schwartzman...? Meiner Meinung nach hätte man keine bessere Besetzung für die Rolle der reisenden 3 Brüder finden können. Hier stimmt einfach alles, vom Schauspielerischen können, bishin zur großen Nase die sich die 3 Teilen.
                                      Dann wäre da noch die unglaubliche Kameraarbeit von Robert D. Yeoman, welcher bei jedem von Andersons Projekten beteiligt war. Die langen Szenen in denen die Kamera immer wieder zwischen den einzelnen Charakteren hin und her schwenkt sind einfach genial. Nicht zu vergessen Anderson typischen Puppenhausartigen Szenen.
                                      Zu guter letzt wären da noch die Dialoge und die skurrilen Situationen.
                                      Ganz Klar ist Darjeeling Limited kein Film für jedermann. Für Fans von Wes Anderson und Liebhaber der Indischen Eisenbahn ist er aber auf jeden Fall ein Muss.
                                      Leider hätte man mehr aus der Story holen können und manche Handlungen bleiben offen. Daher 7,5 von 10 möglichen Punkten.

                                      • 9 .5

                                        Dieser Film hat mich ziemlich ra(s)tlos hinterlassen, ohne daß ich den Film nach einigen Stunden hinter mir gelassen habe, was zudem enorm erschwert wird durch diesen doofen Ohrwurm... Aux Champs-Élysées, aux Champs-Élysées... Von daher keine Bewertung à la 0-10 für den Moment, sondern auf Wiedervorlage.

                                        • 8

                                          Ein ganz, ganz, ganz besonderer Film...ein Film der davon lebt, was erzählt wird...nicht wie es erzählt wird...eigentlich wirkt alles etwas banal und wie hier schon erwähnt, auch vorhersehbar...Macht bei diesem Film aber gar nichts...
                                          Man muß die Atmosphäre, dieses Roadtrips atmen, die kleinen Details erkennen, die keineswegs unabsichtlich in den Film einfliessen, man muß sich auf die Charakterzeichnungen einlassen, die das Schauspiel der drei Protagonisten und ihrer Mutter erst einmalig machen und man muß auch schonmal die langatmigen Phasen des Films akzeptieren lernen...denn eine Reise quer durch Indien, is nunmal nicht immer spannend und Schießereien sind naturgemäß eher rah gesät, schließlich Kosten Kugeln ordentlich Rupien, ein Gespräch mit der Familie hingegen nicht.
                                          Was ich sagen will? Weiß ich auch nicht!...außer "Slow down" and Relax, das Leben dreht sich nicht nur um die Matrix ;-)

                                          PRÄDIKAT: Wie ein orientalisches Landschaftsbild von Bob Ross

                                          "Was sagt der Reiseplan?"..."Scheiß auf den Reiseplan!"
                                          Darjeeling Limited

                                          4
                                          • 7 .5

                                            Drei Brüder treten einen verrückten Roadtrip durch Indien an, der mit vielen Überraschungen aufwarten kann und sie letztendlich doch noch ans Ziel führt. So oder so ähnlich lässt sich Darjeeling Limited von Wes Anderson zusammenfassen. Die Story wird getragen von den drei Geschwistern, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Da wäre zum einen Francis, der älteste der drei, der ein ziemlicher Kontrollfreak ist und die Reise mit seinem Assistenten Brendan minutiös geplant hat. Der mittlere Bruder, Peter, steht in einer kaputten Ehe mit einer schwangeren Frau und ist der Ansicht, des toten Vaters Liebling gewesen zu sein, während der jüngste Jack nach wie vor vernarrt in seine Ex-Freundin ist. Zusammen ergeben sie ein Trio, welches eine durch Irr- und Frohsinn ebenso wie durch Skurrilitäten geprägte Reise durch Indien erlebt und dabei nicht selten gegeneinanderschießt. Im Laufe der Zeit entwickeln sie wieder gegenseitiges Vertrauen und lassen letztendlich sämtlichen Altballast hinter sich.
                                            Ein Film, der neben der Story vorallem mit diesem gewissen Gefühl punkten kann, alles hinter sich zu lassen. Nicht nur Wes Anderson-Fans sollten ihre Freude daran haben.

                                            1
                                            • 5 .5

                                              "Darjeeling Limited" ist ein Film über drei Brüder, die ihre Gefühle verleugnen, weil sie sie nicht verstehen, geschweige denn kontrollieren können - Francis, Peter und Jack, überzeugend von Owen Wilson, Adrian Brody und Jason Schwartzman dargestellt, laufen vor irgendetwas davon und tragen ihren Ballast symbolisch in einem Berg Koffern hinter sich her - die Reise, geographisch wie metaphorisch, gerät dabei auf den ersten Blick erstaunlich emotionslos und verfängt sich des öfteren in kurze, aber vorhandene Längen, denn Wes Anderson verliert sich zeitweise in seiner eigenen Detailverliebtheit und bettet den Film dadurch in zum Teil subtile und zum Teil bemerkenswert platte Metaphern. Aber: all die kleinen akkuraten Feinheiten, die man an Wes Andersons bisherigen Arbeiten zu schätzen gelernt hat - sei es die gewohnt einwandfreie Kameraarbeit, das wundervolle Produktionsdesign bis hin zum Soundtrack - sind trotz alledem vorhanden, so dass die Hoffnung weiterhin besteht, dass "Darjeeling Limited", wie die meisten seiner Filme, mit wiederholtem Ansehen an Tiefe und Charakter gewinnt und den Zuschauer somit letzten Endes besser oder gar gänzlich überzeugen kann.

                                              13
                                              • 6

                                                Gestern gesehen und gemischte Gefühle gehabt.
                                                Die Kameraführung war sehr interessant und hat mir sehr gefallen, nur die Story war nach ein paar Minuten schon ein wenig vorhersehbar , also man konnte sich vorstellen wo die Geschichte hinwill.
                                                Also einmal kann man sich den Film anschauen, aber ein 2tes Mal ist der Film es nicht wert.

                                                • 5 .5

                                                  In dieser 'Geschwisterkomödie' über release und srokes of fate kann mensch Owen Willson wohl in seiner einzig intereszanten Rolle beobachten.
                                                  Nicht besonders aufregend, so eine lange Zugfahrt, aber auch nicht unangenehm.

                                                  "Ich liebe euch auch, aber ich musz euch jetzt pfeffersprayen!"

                                                  • 7

                                                    Darjeeling Limited brauche bei mir etwas Zeit, bis ich reingekommen bin. Wir haben hier 3 Brüder, die aus irgendeinem Grund eine Reise zusammen unternehmen und viele skurile Situationen erleben. Trotzdem ist Darjeeling LImited einw irklich guter Film. Wes Anderson versteht es einfach Humor in einer anderen Art und Weise zu präsentieren als viele andere amerikanische Regisseure. Die Kamerafahrten und Bildgewalt muss ich bei Wes Anderson wohl nicht mehr loben =|