Dark Blood - Kritik

Dark Blood

NL/GB/US · 2012 · Laufzeit 86 Minuten · FSK 12 · Thriller, Western, Drama · Kinostart
Du
  • 6

    "Ein verlorener Film wird rekonstruiert. Mit einem interessanten Experiment lässt George Sluizer den verstorbenen River Phoenix wieder auferstehen." [Michael Kienzl]

    • 8

      Dark Blood ist ein spannender und zugleich sehr beklemmender Film, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint. Die ungedrehten Szenen, die im Standbild vom Regisseur vorgelesen werden, machen den Film sogar noch endgültiger und umgeben ihn mit einem geradzu geisterhaften Flair. [Markus Malik]

      • 7

        Aus der Not macht Sluizer aber eine Tugend, da er mit seiner Herangehensweise dafür sorgt, dass Dark Blood nun vor allem eine selbstreflexive Note verpasst bekommt. Ein höchst anregender, spannender Ansatz, durch den der Zuschauer den Film auf eine ganz spezielle, sinnliche Art und Weise erlebt. [Björn Schneider]

        • 6 .5

          Horror und Neo-Western werden zu einem düsteren Blick auf die USA verflochten. [Thomas Klein]

          • 9
            Christian Wolf: outnow.ch 21.02.2013, 10:32 Geändert 13.07.2017, 15:11

            Dark Blood ist ein magischer, mit Herzblut konstruierter Film, der nach 20 Jahren Hin und Her endlich das Licht der Welt erblickt. River Phoenix in seiner letzten Rolle zu sehen, ist eine Genugtuung für alle Fans und Cineasten.

            • 6 .5

              [...] Der unglaublich stark gespielte Spätwestern blickt tief in das dunkle Herz der amerikanischen Geschichte, vom Genozid der Ureinwohner bis zum Ende des Kalten Krieges und es ist gerade diese Unvollkommenheit, die „Dark Blood“ sehenswert macht, ja sogar dem Ton des Films angemessen erscheint, ein wunderschönes Fragment.

              3
              • 6 .5

                Wenn im laufenden Film plötzlich ein Stück fehlt, liest Sluizer im Off die unvollendete oder nie gedrehte Szene so suggestiv aus dem Script, dass der Film im Film wie selbstverständlich im Kopf des Zuschauers entsteht. Es ist, als habe jemand Brechts Methode des Epischen Theaters einfach aufs Kino übertragen. Das funktioniert erstaunlich.

                • 6 .5

                  Ein fragmentarischer, aber funktionsfähiger Film [...]. Dass Dark Blood trotz seiner Ausfälle spannend ist, spricht für seine erzählerische Substanz. In manchem wirkt Dark Blood heute altmodisch, in seinen langen Einstellungen, seiner Weiträumigkeit, seiner darstellerischen Dezenz [...]. Aber das postapokalyptische Szenario des Films, der Zusammenstoß der weißen und indigenen Kultur, die Hilflosigkeit westlicher Arroganz wirken heute bedeutungsvoller, brisanter und aktueller als damals, als die Welt noch 20 Jahre jünger war.