Zombie Driller Killer

Mørke sjeler (2010), FR/NO Laufzeit 99 Minuten, FSK 18, Thriller, Horrorfilm

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von César Ducasse und Mathieu Peteul, mit Morten Rudå und Kyrre Haugen Sydness

Kurz nachdem eine Joggerin von einem Killer ermordet wurde, der seinen Opfern mit einem Bohrer Löcher in die Stirn macht, erhält Morten Ravn von der Polizei einen Anruf. Man informiert ihn, dass man den Leichnam seiner Tochter Johanna gefunden hat. Für Morten ist dies Überraschung und Schock zugleich, denn seine Tochter ist gerade heimgekommen und sitzt im Wohnzimmer. Als Johanna eine seltsame, ölige Flüssigkeit erbricht, nimmt Morten selbst die Ermittlungen auf und findet heraus, dass überall in der Stadt Menschen von Driller-Killern in orangefarbenen Anzügen attackiert wurden – und dass die Opfer verrotten, aber weiterleben…

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Kritiken (1) — Film: Zombie Driller Killer

alexklotz: Freier Journalist (Hard Sen...

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8.0Ausgezeichnet

Oha! Als ich die Plotbeschreibung (die moviepilot scheinbar direkt aus meiner Kritik übernommen hat, hihi) las, dachte ich: Das klingt ja durchaus originell und interessant und glücklicherweise bleibt der Film das auch über seine gesamte Laufzeit. Er erzählt gleich zwei Geschichten: Einen Horrorthriller über die Suche nach dem bizarren Serientäter, aber auch ein Drama über die bedingungslose Liebe Mortens zu seiner Tochter trotz ihres bedauernswerten Zustands. Die zum Ende hin etwas zunehmenden humoristischen Elemente wollen nicht so ganz zu dem tragischen Handlungsfaden passen, auch einige konventionelle Szenen, die an Zombiefilme (welche mir gerade mal wieder zu den Ohren herauskommen) erinnern, stören ein wenig, aber einem anderen eindeutigen Vorbild, dem japanischen Geisterfilm, wird sogar mit einem direkten Zitat aus Kobayashis wundervollem Klassiker Kwaidan Tribut gezollt, und darüber kann man sich freuen. Wie grundsätzlich über den Umstand, daß auch heute noch Horrorfilme entstehen können, die nicht nur durch unheimliche und unbehagliche Szenen punkten können, sondern auch durch eine ideenreiche Story, die zwar bekannte Elemente aufgreift (u.a. auch noch aus dem britischen Paranoia-Klassiker QUATERMASS 2) diese aber geschickt neu verbinden. Empfehlung!

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Mimuschka

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hehe, als ich den film anlegte, war deine kritik der einzige ansprechende text den ich zu dem film auf deutsch gefunden habe, daher "musste" ich etwas daraus kopieren weil ich ihn selbst noch nicht gesehen hatte. hoffe das war ok... ;-)


alexklotz

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Ach, du warst das. :D Ja, ist OK, ausnahmsweise mal. ;) Scheinbar hatten wir ja quasi zeitgleich den Gedanken, hier etwas über den Film zu posten, hoffentlich kommt der bald auch hierzulande raus, verdient hätte er es, verglichen mit so manch anderem Quark.



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lieber_tee

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Bewertung5.5Geht so

"ZOMBIE DRILLER KILLER - Invasion der menschenfressenden lebenden Toten"
Ah, bei diesem reißerischen Titel reibt sich der nimmer-satte Gorefreak die Hände und freut sich auf ein Gemetzel aus blutrünstigen Zombies, denen mit Bohrmaschinen der Garaus gemacht wird.
Stimmt aber nicht und lockt nur mit völlig falschen Erwartungen.
"Mørke Sjeler" aka "Dark Souls" ist eine wenig kostenintensive Produktion aus Norwegen, die versucht unzählige Horror-Film-Motive mal etwas "anders" zu erzählen. Die deutlich genreaffinen Regisseure César Ducasse + Mathieu Peteul bohren sich durch eine dicke Schicht aus Slasher, Polizeikrimi, Drama, Zombiefilm, Krankenhausterror, Japan-Horror, Billig-Splatter und apokalyptischen Endzeitszenario, auf der Suche nach einer innovativen Horror-Film-Quelle. Dabei scheitern sie auf sympathische Art und Weise an ihren eigenen Ansprüchen, zu zäh und unbeholfen ist die ölig-träge Film-Schmiere.
Klar, solche preiswerten Filmchen, mit ihren budget-bedingten Mängel haben grundsätzlich Wohlwollen verdient, gut sind sie deshalb aber noch lange nicht.
Das Regie-Duo verwechselt oft Langsamkeit mit Stimmungsaufbau, so recht zündet die Montage und enthirnte Geschichte nie, aus Behäbigkeit entsteht nun mal keine bedrückend-bedrohliche Atmosphäre. Hinzu kommt ein zunächst tragisch-ernsthafter Grundton, der aber zunehmend ins Groteske bzw. unfreiwillig Komische abgleitet und keine Einheit findet. Uncharismatisch-laienhafte Schauspieler geben sich Dialoge zum abwinken in die Hand und die Spannungssequenzen pendeln zwischen dilettantisch und ausreichend wirkungsvoll inszeniert.
Mag die Idee eine böse Horror-Farce über norwegischen Ölreichtum als düsteres Schicksal eines Landes zu drehen noch so pfiffig sein, die Zeit im Fernsehsessel wird unangenehm lang.
Das am Ende nur ein "Stelldichein" von bekannter Horrorzitaten geschaffen wurde, trotz sichtbarer Mühe etwas "neues" zu generieren, ist dann doch eine Enttäuschung, da eigentlich ziemlich viel Potential in diesem Debüt schlummert.

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Mac_C_Tiro

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Hm.. eine Seltenheit, ein Horror- Lowie mit Zombieattitüde und Ednzeitnuancen den ich noch nicht kenne. Sehr gelungener Kommentar, Rspekt! Wandert mal direkt auf die Merkliste.


lieber_tee

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Danke Mac, im richtigen Rahmen betrachtet ist der ein Blick wert.


Mimuschka

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Bewertung6.5Ganz gut

recht innovativ gestrickter low-budget horror aus norwegen, der es versteht verschiedene "themes" geschickt zu einem tasty potpourri zusammenzurühren. crazy serialkiller trifft zombies trifft japan-ghost-grusel meets revenge-story meets mystery-plot. das interesse wird bis zum schluß wachgehalten, weil man unbedingt wissen möchte was denn nun hinter den ganzen mysteriösen vorgängen steckt, wobei mich am ende dann besonders gefreut hat, dass man die meiste zeit, auch über den film hinaus, im dunkeln gelassen wird, bzw. nur ansätze einer lösung bekommt die man sich dann selbst zusammenreimen muss.
natürlich hat man es hier nicht mit einem "großen wurf" zu tun, bemängeln könnte man z.b. die in manchen szenen etwas billig wirkenden bilder und effekte, die das geringe budget verraten oder auch die eher lahmarschig inszenierten action-szenen. für mich war das allerdings nur zweitrangig, bzw. mir sogar lieber als ein weiterer hochglanz-film der zum xten-mal das immergleiche zeigt. horror-alles-guckern die keine großen schauwerte brauchen kann ich also eine empfehlung aussprechen, oder um es mit den worten des international berüchtigten filmkritikers sikkmeidack zu sagen: genuß ohne reue.

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