Ein wahrhaft teutonisches Experiment: Wer diesen weltfremden, homophoben, nur auf Eskalation hin angelegten, mit Darstellern frisch aus der Schauspielschule besetzten und schematisch inszenierten, kurzsichtigen und in seiner schlussendlichen Trivialität bemitleidenswerten Dooffilm ohne mittelschwere Brechanfälle übersteht – der darf gern auch den nächsten Oliver Hirschbiegel-Film goutieren. Prost.
Munson, einen Text (in diesem Fall nicht nur ein Kommentar, sondern gar eine Rezension) zu verfassen, ist für manch einen eben doch noch immer etwas anderes, als auf der Straße miteinander zu plaudern. Jemandem, der Deine Meinung nicht teilt, seinen guten Stil vorzuwerfen, halte ich für ziemlich kurzsichtig.
Also dein Kommentar oder Kritik klingt für mich eher ein bisschen möchtegern klug. Weltfremd ist dieser Film ganz bestimmt nicht, die Schauspieler spielen sehr überzeugend und ich weiss nicht wie du auf die idee kommst, dass der Film homohob ist.
Wenn man nämlich den Sinn des Filmes versteht, würde man nicht so eine Kritik schreiben... so genug Zeit verschwendet mit diesem Kommentar . Eine gute Nacht wünsch ich und übrigens der Film hat Weltklasse......
Ein "teutonisches Experiment"? Nur eine mir unbekannte Bedeutung von "teutonisch" koennte hier Sinn ergeben (Vorlage von Buch und Roman sind nicht-deutschen Ursprungs).
Weltfremd? Der Film geht ueber das historische Experiment hinaus, aber auf Grund der realen Grundlage ist Weltfremd doch wirklich zu weit gegriffen.
Homophob? Da habe ich doch tatsaechlich noch einmal ein Lexikon zur Hand genommen und siehe da, ich irrte nicht. Homophobie ist die Angst vor Homosexuellen oder Homosexualitaet. Ich hoffe der Rezensent war sich, wie ich vermute, nicht im Klaren ueber die Bedeutung des Wortes. Anderfalls bitte erlaeutern!
Kurzsichtig? Ja. Und? Es geht konkret um diese eine Gruppe in diesem Zeitraum.
Trivial? Ein Experiment, dessen "Ergebnisse" sich auf die Gesellschaft uebertragen lassen. Eine Gruppe relativ durchschnittlicher Maenner, die durch die bloße Verteilung von Rollen total eskaliert und sich die Schaedel einschlaegt. Hier hat der Rezensent natuerlich Recht: Erkenntnisse ueber das menschliche Verhalten sind fuer die heutige Gesellschaft absolut bedeutungslos.
Das Prost zeigt wohl den Grund fuer die Art dieser Rezension und die Intention diese zu schreiben. Der Film ist eben nicht fuer einen tollen Filmabend mit den Kumpels geeignet. Trotzdem sollte eine Rezension doch eine gewisse Ernsthaftigkeit bzw. Nuechternheit an den Tag legen. Guten Abend.
stimme Gevadda volkommen zu. Dieser Film ist wirklich nicht der richtige für einen Filmabend mit Kumpels wo wahrscheinlich noch 2, 3 Bier getrunken werden, doch ist er immer noch einer der wahrscheinlich besten Filme dieses Genres und obendrein einer der besten Filme aus deutschen Landen.
Doch.
Der Film ist in seiner ganzen reißerischen und oberflächlichen Machart für einen Filmabend mit Kumpels(und viel Bier)gedacht.
Ob er auf diese Weise funktioniert, wage ich zu bezweifeln.
Ist aber alles Geschmackssache.
Echten Tiefgang kann ich jedenfalls nicht erkennen.
Diese lächerlichen Filmchen sind der Grund, warum ich das deutsche Kino nicht mag.
Die Wissenschaft ist etwas ganz besonderes: Man darf den größten Scheiß machen, welche die Menschenrechte verletzt, und dennoch sagt niemand etwas dagegen, sofern ein Professor dahinter steht.
In diesem Fall erinnert das Experiment stark an das Vorgehen einer gewöhnliche Justizvollzugsanstalt, also ein Knast mit Wärtern und Insassen, nur mit etwas härteren Regeln. Und wie soll es anders sein, artet der Versuch später im Film vollständig aus, als die Wärter ihre Macht schamlos ausnutzen.
Die Story also ist nicht besonders eindrucksvoll, die dem Film aber auch nicht schadet. Denn diese 0815-Storyline wird erst Sehenswert, durch die gut gelungene Schauspielleistung des kompletten Cast. Moritz Bleibtreu und Christian Berkel leisten eine wirklich sehr gute Arbeit,
welche den Film einige Preise bescherte, bis hin zu einem US-Remake.
Das Experiment ist ein Beweis, dass doch noch gute deutsche Filme existieren.
Guter Thriller über ein schlechtes Experiment.
Mir persönlich gefällt die Amerikanische Variante " The Experiment " besser, aber das sei jedem selbst überlassen.
Ein interessantes Thema, nach einer wahren Begebenheit. Ich finde es gut, dass man über diesen Versuch ein Film gedreht hat, da auf diesem Wege ein großes Pubikum angesprochen wird. Somit hat sicher der ein oder andere Interesse für dieses Experiment gefunden - mich eingeschlossen (hatte davor nichts davon gehört).
Jedoch möchte ich auf den Kommentar von alex023 verweißen, denn nicht alles an diesem Film hat mir gefallen.
Einer der wenigen deutschen Filme, die mir wirklich gut gefallen. Nicht nur, dass alle beteiligten Schauspieler einen wirklich guten Job abliefern, ohne übertrieben geschauspielert und dramatisiert zu wirken, die Story ist obendrauf spannend erzählt und überaus gut umgesetzt.
Der Film hat mich an ein Experiment aus Holland erinnert, von der ich mal gelesen habe: In dem Experiment werden einer Person Fragen gestellt. Für jede falsch beantwortete Frage soll der Person von dem eigentlichen Testkandidaten Stromstöße über einen Knopf verpasst werden. Der Sinn dahinter ist folgender: Die Testpersonen waren mit dem Gedanken, die Schuld an der Folter an den Leiter des Experimentes abgeben zu können, zufrieden und hatten kein Schuldbewusstsein, diese Personen mit Stromstößen zu foltern. So oder so ähnlich funktioniert die Story in dem Film: Dadurch, dass der Professor und Leiter des Experimentes nicht einschreitet, fühlen sich die Wärter im Recht alles mit den Gefangenen machen zu können, was sie möchten, inkl. Folter, Gewalt etc.
Falls ich etwas von dem Experiment in Holland falsch wiedergegeben habe: Sorry, war grad spontan aus dem Kopf erzählt.
Durchaus mal sehenswert. Gute Schauspieler, interessante/s Story & Setting. Für einen deutschen Film besser als ich vorher annahm, nur zwei Dinge stören mich:
-Unlogisch bis zum geht-nicht-mehr (Beispiele: Raum ohne Kamera, Versuchswärter kommen in den Überwachungsraum der "Forscher", der Professor ist den halben Film lang nicht anwesend, generell überwachen 3 Leute ca. 25 Leute das ist von der Logik her gar nicht möglich, eine scheinbar unzerstörbare Brille^^...) wenn dieses Experiment wirklich stattfand und diese Dinge alle so wie im Film passiert sind darf man an der Seriosität der Forschungseinrichtung zweifeln...
-Die Frau des Hauptprotagonisten ist unnötig und die Zwischenszenen mit ihr absolut langweilig was natürlich meine subjektive Meinung ist.
Sonst hält sich der Spannungsbogen sehr konstant, nicht zu schnell nicht zu langsam. Der Film erzeugt bei mir Wut auf die Antagonisten (Heißt es so?^^), also die "Polizisten" und einen wirklich emotional zu packen schafft nicht jeder Film.
Bis jetzt einer der ansprechendsten deutschen Filme.
http://de.wikipedia.org/wiki/Stanford-Prison-Experiment
Das ist die Basis des Films. Ursprünglich wollte man "Beruht auf einer wahren Begebenheit" unter den Titel setzen, wurde allerdings angefochten, weil der Film doch deutlich über das reale Experiment hinausgeht.
Ein sehr eindringlicher Film. Nach und nach macht sich eine richtige Beklemmung bemerkbar. Leider driftet der Film ab dem Moment ab [Spoiler], in dem die Wärter ihre Autorität jenseits des Versuchsraums ausweiten; in recht steigendem Tempo. Das der "Praktikant" und die Frau Doktor ebenfalls gefangen genommen werden und letzte vergewaltigt wird war mir dann doch ein wenig dick aufgetragen. [/Spoiler]
Nichts desto trotz einer der besten deutschen Filme, den ich bisher sah. Sehr anschaulich, wie so gut wie jeder Mensch - der eine mehr, der andere weniger - in gewissen Kontexten und im Glauben an eine Autorität manipulierbar wird.
Echt richtig guter und vor allem krasser Film, sehr glaubwürdig inszeniert. Diese Spannung zwischen Wärtern und Insassen wird so gut rübergebracht, dass man solch eine Wut auf die Wärter entwickelt wie es nur wenige Filme schaffen. Ausnahmsweise ein wirklich guter deutscher Film.
Wusste gar nicht, dass deutscher Film sowas kann. Krass. Kannte dieses Experiment bis dato gar nicht, welches als sehr bedeutend gilt. Der Film stellt es allerdings nicht genau nach, sondern auf extremere, kritischere Art und Weise; zum Teil etwas zu extrem.
ja, ich gebe diesem Film eine 9 obwohl der Durchschnitt weitaus tiefer liegt. Trotzdem fand ich diesen Film super: Durchgehend überzeugende Schauspieler, Authenzität und vor allem ist es unklar wie es weitergeht. Im Gegensatz zu dem Großteil der aktuellen (Hollywood?)Filme weiß ich nicht, wie es ausgehen wird, wie sich welcher Charakter verhalten wird und das Mitfiebern mit den Häftlingen, diese enorme Abneigung gegenüber den Wärtern, einfach grandios. Klar, es gibt ein paar Logiklücken und mit dem Vorzeigen der Gaspistole vom Elvis-Darsteller war ein Toter schon vorprogrammiert (ein zu oft benutztes Stilmittel in deutschen Filmen?) aber das Ende empfand ich nicht wirklich als unangenehm überspitzt oder extrem. Diese deutschen Filme im Stil von "Die Welle", "Lola rennt" und "Das Experiment" treffen meinen Geschmack nahezu perfekt.
Menschliche Psyche in Grenzsituationen authentisch darstellen, da versagen viele Filme die sonst eigentlich Potenzial haben, nicht wegen schlechten Schauspielern, Story oder Regie sondern dank der schwierigen Natur des Themas. Schön zu sehen, dass gerade ein deutscher Film das mal schafft! Moritz Bleibtreu in Hochform, düstere und intelligente Unterhaltung.
Damals gut, heute gut! Moritz Bleibtreu in Bestform, dieser Film hat einfach internationale Klasse. Das Experiment ist einer der wenigen deutschen Filmperlen.
Wem die Inhaltsangabe schon zu sleazy klingt, der braucht sich nicht zu wundern. Oliver Hirschbiegels, ach so aufrüttelnder Film ist anstrengendes Aufmerksamkeitskino aller deutschster Güte. Hier sind sie wieder kräftig am rotieren, die wahren Begebenheiten. Das große Experiment, was den Menschen als Wolf entlarvt (ach was?) wurde natürlich etwas filmisch verfremdet (verfälscht), denn in Wirklichkeit ist das zugrunde liegende Ereignis weitaus unbrutaler, unmelodramatischer und unklischeehafter verlaufen, aber was wäre schon so ein provokanter Film ohne (letzendlich) sinnlose Urin-Folterspiele, Vergewaltigungen und Misshandlungen. Der Zuschauer ist schließlich dumm und die "tiefe" Botschaft versteht er doch nur, wenn es ihm wie ein Vorschlaghammer auf die Fresse geballert wird. Umso peinlicher ist dieses filmische Folter-Experiment in seiner Absicht authentisch zu sein und gleichzeitig umso vorhersehbarer. Natürlich hält man sich hier strikt ans Drehbuch-Ein-mal-Eins. Man ist doch Profi. So gibt es den Helden, die sympatischen Nebenfiguren, den fiesen Villian, den tumben Helfer des Villian, die Geliebte, den Showdown, das Happy-End. Ein ätzend konventioneller und unnötig lauter Film ist Hirschbiegel hier "gelungen", der neben mancher berührenden Schauspielleistung wirklich nichts zu bieten hat. Ein böser Film! Die deutsche "Passion Christi". Nur gut, dass Lars von Trier zwei Jahre den besseren Film zum Thema drehte, nochmal gut gegangen.
Das Experiment ist ein starker deutscher Thriller, der vor allem durch sehr gute Schauspieler zu überzeugen weiß. Natürlich ist das Experiment in Wirklichkeit nicht so abgelaufen wie hier, aber in einem Spielfilm muss man das ganze halt etwas spannender und härter präsentieren. Einer der besten deutschen Genre-Filme.
Die erste Stunde gehört wahrscheinlich zu dem Besten was der deutsche Film gesehen hat. Beklemmend, ruhig, spannend, mitreißend, gut inszeniert und gespielt. Leider haben die Macher im weiteren Verlauf es zu sehr darauf angelegt hier ein großes Finale hinzuhauen. Auch wenn ich ein großer Fan von typischer filmischer Dramaturgie bin, muss ich sagen dass es bei dieser Geschichte besser gewesen wäre, für den Film ansich wie auch für die Authentizität desselbigen, das Experiment "normal" weiterlaufen zu lassen und dieses dann irgendwann abgebrochen wäre (So wie es bei dem echten Stanford-Prison-Experiment ja auch war) und man den Film in einzelne Kapitel geteilt hätte, die sich mehr mit der Psyche und dem Gefühlsleben der Wärter beschäftigt hätten und die Eskalation dann doch noch interveniert werden konnte. Das hätte wohl ein beklemmenderes und zum Nachdenken anregendes Endprodukt geschaffen. So muss man sagen hat die Zwanghafte Einfuhr einer Zuspitzung zum Showdown dem Film ganz klar Authentizität und auch Klasse genommen.
Ich bin mir nicht sicher, ob dieses Ende nicht vielleicht doch authentisch ist, auch wenn das echte Experiment so nicht stattgefunden hat.
Aber er zeigt, wozu der Mensch unter besonderen Umständen fähig ist.
Irgendwie passiert sowas, im übertragenenen Sinne, doch beinahe tagtäglich.
Das Experiment - Kritik
DE 2001 Laufzeit 120 Minuten, FSK 16, Drama, Thriller, Kinostart 08.03.2001
Kritiken (2) — Film: Das Experiment
Evie: www.inderzange.de
Kommentar löschenEiner der besten deutschen Filme, die ja nicht allzu vielzählig sind...
8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten
Avantgarde83 2010/12/10 17:00:45
Antwort löschenWORD!
Quhefner 2011/01/06 02:16:01
Antwort löschenWORD
phillipp-wurst 2011/02/02 17:52:09
Antwort löschenWORD!
Alle 5 Antworten zeigen
fanboy87 2011/03/23 20:03:43
Antwort löschenWORD!
fanboy87 2011/03/23 20:03:51
Antwort löschenWORD!
Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...
Kommentar löschenEin wahrhaft teutonisches Experiment: Wer diesen weltfremden, homophoben, nur auf Eskalation hin angelegten, mit Darstellern frisch aus der Schauspielschule besetzten und schematisch inszenierten, kurzsichtigen und in seiner schlussendlichen Trivialität bemitleidenswerten Dooffilm ohne mittelschwere Brechanfälle übersteht – der darf gern auch den nächsten Oliver Hirschbiegel-Film goutieren. Prost.
9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 10 Antworten
Kubrick_obscura 2009/06/24 20:01:18
Antwort löschenDanke, danke, danke!!! Ich bin nicht allein mit meiner Abscheu für diesen Film.
Desechen 2009/09/26 17:29:12
Antwort löschenIch weiß nicht ich bin der meinung wie Kom4 ich denke auch das dies ein guter Film ist da es auf echten Basis handelt
theRealOpe 2010/08/31 21:36:37
Antwort löschenMunson, einen Text (in diesem Fall nicht nur ein Kommentar, sondern gar eine Rezension) zu verfassen, ist für manch einen eben doch noch immer etwas anderes, als auf der Straße miteinander zu plaudern. Jemandem, der Deine Meinung nicht teilt, seinen guten Stil vorzuwerfen, halte ich für ziemlich kurzsichtig.
Janus Winter 2010/11/29 02:12:14
Antwort löschen"Weltfremd" ist im Zusammenhang mit diesem Film wirklich weltfremd, denn das Experiment gab es wirklich.
AwNuts 2010/12/20 01:39:38
Antwort löschenAlso dein Kommentar oder Kritik klingt für mich eher ein bisschen möchtegern klug. Weltfremd ist dieser Film ganz bestimmt nicht, die Schauspieler spielen sehr überzeugend und ich weiss nicht wie du auf die idee kommst, dass der Film homohob ist.
Wenn man nämlich den Sinn des Filmes versteht, würde man nicht so eine Kritik schreiben... so genug Zeit verschwendet mit diesem Kommentar . Eine gute Nacht wünsch ich und übrigens der Film hat Weltklasse......
Gevadda 2010/12/27 23:24:44
Antwort löschenEin "teutonisches Experiment"? Nur eine mir unbekannte Bedeutung von "teutonisch" koennte hier Sinn ergeben (Vorlage von Buch und Roman sind nicht-deutschen Ursprungs).
Weltfremd? Der Film geht ueber das historische Experiment hinaus, aber auf Grund der realen Grundlage ist Weltfremd doch wirklich zu weit gegriffen.
Homophob? Da habe ich doch tatsaechlich noch einmal ein Lexikon zur Hand genommen und siehe da, ich irrte nicht. Homophobie ist die Angst vor Homosexuellen oder Homosexualitaet. Ich hoffe der Rezensent war sich, wie ich vermute, nicht im Klaren ueber die Bedeutung des Wortes. Anderfalls bitte erlaeutern!
Kurzsichtig? Ja. Und? Es geht konkret um diese eine Gruppe in diesem Zeitraum.
Trivial? Ein Experiment, dessen "Ergebnisse" sich auf die Gesellschaft uebertragen lassen. Eine Gruppe relativ durchschnittlicher Maenner, die durch die bloße Verteilung von Rollen total eskaliert und sich die Schaedel einschlaegt. Hier hat der Rezensent natuerlich Recht: Erkenntnisse ueber das menschliche Verhalten sind fuer die heutige Gesellschaft absolut bedeutungslos.
Das Prost zeigt wohl den Grund fuer die Art dieser Rezension und die Intention diese zu schreiben. Der Film ist eben nicht fuer einen tollen Filmabend mit den Kumpels geeignet. Trotzdem sollte eine Rezension doch eine gewisse Ernsthaftigkeit bzw. Nuechternheit an den Tag legen. Guten Abend.
Sammchen 2011/07/26 01:11:42
Antwort löschendanke Gevadda für den Kommentar !
Janus Winter 2011/07/26 19:39:14
Antwort löschendie rezension kann man getrost in der schublade SINNLOS verstauen.
Alle 10 Antworten zeigen
Slayer101 2012/01/08 13:45:07
Antwort löschenstimme Gevadda volkommen zu. Dieser Film ist wirklich nicht der richtige für einen Filmabend mit Kumpels wo wahrscheinlich noch 2, 3 Bier getrunken werden, doch ist er immer noch einer der wahrscheinlich besten Filme dieses Genres und obendrein einer der besten Filme aus deutschen Landen.
morlock 2012/01/08 15:32:36
Antwort löschenDoch.
Der Film ist in seiner ganzen reißerischen und oberflächlichen Machart für einen Filmabend mit Kumpels(und viel Bier)gedacht.
Ob er auf diese Weise funktioniert, wage ich zu bezweifeln.
Ist aber alles Geschmackssache.
Echten Tiefgang kann ich jedenfalls nicht erkennen.
Diese lächerlichen Filmchen sind der Grund, warum ich das deutsche Kino nicht mag.
Kommentare (97) — Film: Das Experiment
Kommentar schreibenDrPhil 2012/01/08 21:39:17
Kommentar löschenDie Wissenschaft ist etwas ganz besonderes: Man darf den größten Scheiß machen, welche die Menschenrechte verletzt, und dennoch sagt niemand etwas dagegen, sofern ein Professor dahinter steht.
In diesem Fall erinnert das Experiment stark an das Vorgehen einer gewöhnliche Justizvollzugsanstalt, also ein Knast mit Wärtern und Insassen, nur mit etwas härteren Regeln. Und wie soll es anders sein, artet der Versuch später im Film vollständig aus, als die Wärter ihre Macht schamlos ausnutzen.
Die Story also ist nicht besonders eindrucksvoll, die dem Film aber auch nicht schadet. Denn diese 0815-Storyline wird erst Sehenswert, durch die gut gelungene Schauspielleistung des kompletten Cast. Moritz Bleibtreu und Christian Berkel leisten eine wirklich sehr gute Arbeit,
welche den Film einige Preise bescherte, bis hin zu einem US-Remake.
Das Experiment ist ein Beweis, dass doch noch gute deutsche Filme existieren.
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froechrissi 2012/01/05 23:29:37
Kommentar löschenDie Idee find ich gut, aber leider wurde viel zu dick aufgetragen!
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Nexus 2011/12/10 17:10:58
Kommentar löschenGuter Thriller über ein schlechtes Experiment.
Mir persönlich gefällt die Amerikanische Variante " The Experiment " besser, aber das sei jedem selbst überlassen.
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geschmacksache 2011/11/28 15:52:34
Kommentar löschenEin interessantes Thema, nach einer wahren Begebenheit. Ich finde es gut, dass man über diesen Versuch ein Film gedreht hat, da auf diesem Wege ein großes Pubikum angesprochen wird. Somit hat sicher der ein oder andere Interesse für dieses Experiment gefunden - mich eingeschlossen (hatte davor nichts davon gehört).
Jedoch möchte ich auf den Kommentar von alex023 verweißen, denn nicht alles an diesem Film hat mir gefallen.
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Xellus 2011/11/27 13:36:32
Kommentar löschenEiner der wenigen deutschen Filme, die mir wirklich gut gefallen. Nicht nur, dass alle beteiligten Schauspieler einen wirklich guten Job abliefern, ohne übertrieben geschauspielert und dramatisiert zu wirken, die Story ist obendrauf spannend erzählt und überaus gut umgesetzt.
Der Film hat mich an ein Experiment aus Holland erinnert, von der ich mal gelesen habe: In dem Experiment werden einer Person Fragen gestellt. Für jede falsch beantwortete Frage soll der Person von dem eigentlichen Testkandidaten Stromstöße über einen Knopf verpasst werden. Der Sinn dahinter ist folgender: Die Testpersonen waren mit dem Gedanken, die Schuld an der Folter an den Leiter des Experimentes abgeben zu können, zufrieden und hatten kein Schuldbewusstsein, diese Personen mit Stromstößen zu foltern. So oder so ähnlich funktioniert die Story in dem Film: Dadurch, dass der Professor und Leiter des Experimentes nicht einschreitet, fühlen sich die Wärter im Recht alles mit den Gefangenen machen zu können, was sie möchten, inkl. Folter, Gewalt etc.
Falls ich etwas von dem Experiment in Holland falsch wiedergegeben habe: Sorry, war grad spontan aus dem Kopf erzählt.
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Andre Kriese 2011/11/27 09:43:55
Kommentar löschenDurchaus mal sehenswert. Gute Schauspieler, interessante/s Story & Setting. Für einen deutschen Film besser als ich vorher annahm, nur zwei Dinge stören mich:
-Unlogisch bis zum geht-nicht-mehr (Beispiele: Raum ohne Kamera, Versuchswärter kommen in den Überwachungsraum der "Forscher", der Professor ist den halben Film lang nicht anwesend, generell überwachen 3 Leute ca. 25 Leute das ist von der Logik her gar nicht möglich, eine scheinbar unzerstörbare Brille^^...) wenn dieses Experiment wirklich stattfand und diese Dinge alle so wie im Film passiert sind darf man an der Seriosität der Forschungseinrichtung zweifeln...
-Die Frau des Hauptprotagonisten ist unnötig und die Zwischenszenen mit ihr absolut langweilig was natürlich meine subjektive Meinung ist.
Sonst hält sich der Spannungsbogen sehr konstant, nicht zu schnell nicht zu langsam. Der Film erzeugt bei mir Wut auf die Antagonisten (Heißt es so?^^), also die "Polizisten" und einen wirklich emotional zu packen schafft nicht jeder Film.
Bis jetzt einer der ansprechendsten deutschen Filme.
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Patrick Zecca 2011/11/27 13:59:22
Antwort löschenhttp://de.wikipedia.org/wiki/Stanford-Prison-Experiment
Das ist die Basis des Films. Ursprünglich wollte man "Beruht auf einer wahren Begebenheit" unter den Titel setzen, wurde allerdings angefochten, weil der Film doch deutlich über das reale Experiment hinausgeht.
emp6 2011/11/27 03:20:28
Kommentar löschenEin sehr eindringlicher Film. Nach und nach macht sich eine richtige Beklemmung bemerkbar. Leider driftet der Film ab dem Moment ab [Spoiler], in dem die Wärter ihre Autorität jenseits des Versuchsraums ausweiten; in recht steigendem Tempo. Das der "Praktikant" und die Frau Doktor ebenfalls gefangen genommen werden und letzte vergewaltigt wird war mir dann doch ein wenig dick aufgetragen. [/Spoiler]
Nichts desto trotz einer der besten deutschen Filme, den ich bisher sah. Sehr anschaulich, wie so gut wie jeder Mensch - der eine mehr, der andere weniger - in gewissen Kontexten und im Glauben an eine Autorität manipulierbar wird.
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MissingNo 2011/11/27 00:59:39
Kommentar löschenEcht richtig guter und vor allem krasser Film, sehr glaubwürdig inszeniert. Diese Spannung zwischen Wärtern und Insassen wird so gut rübergebracht, dass man solch eine Wut auf die Wärter entwickelt wie es nur wenige Filme schaffen. Ausnahmsweise ein wirklich guter deutscher Film.
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xlkmx 2011/11/27 00:42:53
Kommentar löschenWusste gar nicht, dass deutscher Film sowas kann. Krass. Kannte dieses Experiment bis dato gar nicht, welches als sehr bedeutend gilt. Der Film stellt es allerdings nicht genau nach, sondern auf extremere, kritischere Art und Weise; zum Teil etwas zu extrem.
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Stammfunktion 2011/11/21 00:46:53
Kommentar löschenja, ich gebe diesem Film eine 9 obwohl der Durchschnitt weitaus tiefer liegt. Trotzdem fand ich diesen Film super: Durchgehend überzeugende Schauspieler, Authenzität und vor allem ist es unklar wie es weitergeht. Im Gegensatz zu dem Großteil der aktuellen (Hollywood?)Filme weiß ich nicht, wie es ausgehen wird, wie sich welcher Charakter verhalten wird und das Mitfiebern mit den Häftlingen, diese enorme Abneigung gegenüber den Wärtern, einfach grandios. Klar, es gibt ein paar Logiklücken und mit dem Vorzeigen der Gaspistole vom Elvis-Darsteller war ein Toter schon vorprogrammiert (ein zu oft benutztes Stilmittel in deutschen Filmen?) aber das Ende empfand ich nicht wirklich als unangenehm überspitzt oder extrem. Diese deutschen Filme im Stil von "Die Welle", "Lola rennt" und "Das Experiment" treffen meinen Geschmack nahezu perfekt.
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Digit 2011/10/20 14:16:18
Kommentar löschenEiner der besten Deutschen Filme, die ich kenne :)
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Nuk3m 2011/08/29 20:52:29
Kommentar löschenMenschliche Psyche in Grenzsituationen authentisch darstellen, da versagen viele Filme die sonst eigentlich Potenzial haben, nicht wegen schlechten Schauspielern, Story oder Regie sondern dank der schwierigen Natur des Themas. Schön zu sehen, dass gerade ein deutscher Film das mal schafft! Moritz Bleibtreu in Hochform, düstere und intelligente Unterhaltung.
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WarrenAnname 2011/08/14 21:54:38
Kommentar löschenPurer ideologischer Dreck.
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Digit 2011/10/20 14:17:02
Antwort löschenSchlecht geschissen, vielleicht?^^
WarrenAnname 2011/10/30 16:21:34
Antwort löschenDas Gehirn durch eine Fleischwurst ersetzt, vielleicht?
Glücksritter 2011/08/02 17:08:31
Kommentar löschenDamals gut, heute gut! Moritz Bleibtreu in Bestform, dieser Film hat einfach internationale Klasse. Das Experiment ist einer der wenigen deutschen Filmperlen.
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Mr.65 2011/07/22 18:17:27
Kommentar löschenEin sehr guter Film mit intensiven Schauspielleistungen von Bleibtreu,Berkel,Möhring,Stokowski usw.
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JCapone 2011/07/10 18:30:05
Kommentar löschenEine Sternstunde des deutschen Films! Wenns doch nur mehr deutsche Filme wie diesen gäbe...
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Kikie 2011/05/21 15:02:03
Kommentar löschenGenial, die Charaktere. Genial, die Idee.
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Kubrick_obscura 2011/04/20 23:43:59
Kommentar löschenWem die Inhaltsangabe schon zu sleazy klingt, der braucht sich nicht zu wundern. Oliver Hirschbiegels, ach so aufrüttelnder Film ist anstrengendes Aufmerksamkeitskino aller deutschster Güte. Hier sind sie wieder kräftig am rotieren, die wahren Begebenheiten. Das große Experiment, was den Menschen als Wolf entlarvt (ach was?) wurde natürlich etwas filmisch verfremdet (verfälscht), denn in Wirklichkeit ist das zugrunde liegende Ereignis weitaus unbrutaler, unmelodramatischer und unklischeehafter verlaufen, aber was wäre schon so ein provokanter Film ohne (letzendlich) sinnlose Urin-Folterspiele, Vergewaltigungen und Misshandlungen. Der Zuschauer ist schließlich dumm und die "tiefe" Botschaft versteht er doch nur, wenn es ihm wie ein Vorschlaghammer auf die Fresse geballert wird. Umso peinlicher ist dieses filmische Folter-Experiment in seiner Absicht authentisch zu sein und gleichzeitig umso vorhersehbarer. Natürlich hält man sich hier strikt ans Drehbuch-Ein-mal-Eins. Man ist doch Profi. So gibt es den Helden, die sympatischen Nebenfiguren, den fiesen Villian, den tumben Helfer des Villian, die Geliebte, den Showdown, das Happy-End. Ein ätzend konventioneller und unnötig lauter Film ist Hirschbiegel hier "gelungen", der neben mancher berührenden Schauspielleistung wirklich nichts zu bieten hat. Ein böser Film! Die deutsche "Passion Christi". Nur gut, dass Lars von Trier zwei Jahre den besseren Film zum Thema drehte, nochmal gut gegangen.
16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
countcount 2012/02/01 19:49:44
Antwort löschenseh ich auch so ähnlich.
AmabaX 2011/03/10 23:29:03
Kommentar löschenDas Experiment ist ein starker deutscher Thriller, der vor allem durch sehr gute Schauspieler zu überzeugen weiß. Natürlich ist das Experiment in Wirklichkeit nicht so abgelaufen wie hier, aber in einem Spielfilm muss man das ganze halt etwas spannender und härter präsentieren. Einer der besten deutschen Genre-Filme.
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BobbyIII 2011/03/02 22:40:07
Kommentar löschenDie erste Stunde gehört wahrscheinlich zu dem Besten was der deutsche Film gesehen hat. Beklemmend, ruhig, spannend, mitreißend, gut inszeniert und gespielt. Leider haben die Macher im weiteren Verlauf es zu sehr darauf angelegt hier ein großes Finale hinzuhauen. Auch wenn ich ein großer Fan von typischer filmischer Dramaturgie bin, muss ich sagen dass es bei dieser Geschichte besser gewesen wäre, für den Film ansich wie auch für die Authentizität desselbigen, das Experiment "normal" weiterlaufen zu lassen und dieses dann irgendwann abgebrochen wäre (So wie es bei dem echten Stanford-Prison-Experiment ja auch war) und man den Film in einzelne Kapitel geteilt hätte, die sich mehr mit der Psyche und dem Gefühlsleben der Wärter beschäftigt hätten und die Eskalation dann doch noch interveniert werden konnte. Das hätte wohl ein beklemmenderes und zum Nachdenken anregendes Endprodukt geschaffen. So muss man sagen hat die Zwanghafte Einfuhr einer Zuspitzung zum Showdown dem Film ganz klar Authentizität und auch Klasse genommen.
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public_hh 2011/03/23 23:56:59
Antwort löschenIch bin mir nicht sicher, ob dieses Ende nicht vielleicht doch authentisch ist, auch wenn das echte Experiment so nicht stattgefunden hat.
Aber er zeigt, wozu der Mensch unter besonderen Umständen fähig ist.
Irgendwie passiert sowas, im übertragenenen Sinne, doch beinahe tagtäglich.
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