[...] Bereits 1948 ließ sich Alfred Hitchcock ("Der unsichtbare Dritte"; "Psycho") auf ein filmisches Experiment ein. Mit seinem nur 77 Minuten andauernden Kammerspiel "Cocktail für eine Leiche", der nur geschnitten wird, wenn es aufgrund der damaligen begrenzten Filmrollen der Kameras unbedingt erforderlich war. Jedoch an für den Zuschauer kaum wahrnehmbaren Stellen, sodass sich der Anschein herauskristalisiert, dass der Film nur aus einer einzigen Kamerafahrt besteht. So wurde "Cocktail für eine Leiche" letztlich zwar kein enormer Kassenschlager, seine visuelle Stärke in Verbindung mit einem ebenso starken narrativen Konzept kann man ihm dennoch nicht absprechen, was zudem impliziert, dass dem Altmeister, der einen handwerklich nahezu neuen Weg beschritten hat, diesen auch bravourös gemeistert hat. 7 Jahre später geht Hitchcocks besonderes Rezept, seine Handlung nur in einem verhältnismäßig kleinen Raum ausbreiten zu können und die Konstellation der Figuren aufs Minimalste zu beschränken, in die nächste Runde. "Das Fenster zum Hof" heißt er, dieser optisch einmal mehr ganz und gar auffallende Kandidat, bei dem sich der "Master of Suspense" auf eine äußerst geistreiche Story stützt und zugleich die konventionellen Sehgewohnheiten des Zuschauers ad absurdum führt. [...]
„Das Fenster zum Hof“, inspiriert von einer Kurzgeschichte, zieht den Zuschauer auf eine spezielle Art in seinen Bann. Man setzt sich praktisch neben die Hauptfigur, man wird fast zur Hauptfigur und damit zum Voyeur, und nimmt die gleiche Schuld wie der Protagonist auf sich. Das ist der Reiz des Films. Dafür ließ Hitchcock mit einer sensationellen Detailverliebtheit im Studio eine schnuckelige Innenhof-Kulisse bauen, die dank beigefügter Straßengeräusche echt wirkt und einen tatsächlich vergessen lässt, dass die Kamera bis zum Finale nur von einem einzigen Zimmer aus die Geschichte bebildert.
Neben dem grandiosen Bühnenbild und der lebhaften Musik sind es die sympathischen Schauspieler, die bei der simplen Grundidee eine aufkommende Eintönigkeit im Keim ersticken. James Steward hat als Hauptfigur im moralischen Zwiespalt so einige Ecken und Kanten, bleibt aber immer nachvollziehbar. Grace Kelly wurde hier mit einer überzeugenderen und tiefergehenden Rolle ausgestattet als im vorangegangenen „Bei Anruf Mord“, worin sie gekonnt verschiedene Eigenschaften entfaltet. Ein weiterer Höhepunkt ist Thelma Ritter, die als Pflegerin mit trockenem Sarkasmus die Geschehnisse kommentiert. Die Dialoge, voll von subtilem Witz, wissen in diesem Hitchcock besonders zu gefallen.
Zwar liegen Spannung und Beklemmung lange nicht so deutlich in der Luft wie in einigen anderen Hitchcock-Thrillern, doch zählt hier eben die Grundidee und deren reichhaltige Hintergründe. Die Auflösung des Krimis gibt weniger her als man es erwarten darf, dafür aber bildet die letzte Einstellung einen eleganten und erneut humorvollen Schluss des Kreises. „Das Fenster zum Hof“ ist eine gewitzte psychologische Studie, reich an Interpretationsmöglichkeiten und gleichzeitig auch einfach nur ein netter Thriller mit Humor. Brillant bebildert, einfach originell und ohne Durchhänger unterhaltsam.
[Hitchock] zeigt, was der Blick auslöst, seziert die Reaktionen des Betrachters - und führt uns damit unsere eigenen Reaktionen vor. Ein Film der den Betrachter ins sich hinein zieht, und mitunter an einem hochkomplexen Wechselverhältnis von Subjekt und Objekt der Beobachtung strickt - in diesem Sinn auch das autobiographischte Werk Hitchcocks, der Film, der das Verhältnis von Autor und Werk in den Mittelpunkt stellt, sozusagen Hitchcocks "Las Meninas".
Sah ich doch in den letzten Tagen eher schwächere Hitchcock-Filme, fällt mir nach "Rear Window" das Atmen schwer. Dieser Film hat mich aufs hinterhältigste gefangen genommen. Für ca. 2 h war ich Teil dieser wirklich liebenswerten und einladenden Nachbarschaft, die man getrotst als den eigentlichen Hauptakteur dieses Meisterwerks bezeichnen kann. Sex, Kunst, Musik, Einsamkeit, Treue, Liebe, geballt in einer Aneinanderreihung von Leinwänden, die nur zufällig wie Fenster aussehen. :)
Darunter ein Mord, der den Faden vorgibt. Allerdings, nur zum Teil, denn die andere Seite, mit ebenso großem Interesse von Hichtcock inszeniert, ist die Liebesbeziehung zu Lisa Freemont, gespielt von Grace Kelly.
Sie ist eine Heldin, eine größere sogar als ihr leicht-arroganter, aber empfindsamer Partner. Und eben diese Heldin ist zum Verlieben da. In einer Nahaufnahme, die zu reproduzieren ich für unmögliche halte, wird diese Lisa eingeführt als wäre sie ein Engel von einem anderen Stern und man fragt sich als Zuschauer die ganze Zeit: "Was hat dieser Jimmy Stewart nur für alberne Zweifel an dieser Frau?" Der Zuschauer soll sich in sie verlieben, weil sie so wagemutig, aufrichtig und auch ein bisschen wunderschön ist.
Hinzu kommen großartige Nebendarsteller, wie Thelma Ritter, die coolste Krankenschwester der Filmgeschichte, oder all die kleinen Nachbarsleut', wie die einsame Frau in der Parterre oder der gesellige, aber letztendlich doch einsame, Komponist, der ganz nebenbei die Musik des Films liefert. Es gibt in "Rear Window" kein Stück Off-Musik!
Zurecht ist dieser Film ein Klassiker und er sollte Pflichtprogramm und Bibel sein für jeden, der sich nur annähernd mit dem Filmhandwerk beschäftigt. BASTA!!!
Ja, eine wirklich tolle, unterhaltsame Nachbarschaft wurde hier kreiert, die gleicht den Soundtrack als Mitgift perfekt in den Film schleust.
Aber einen etwaigen Mord derartig omnipräsent und doch nicht sichtbar über den ganzen Film mehr als nur lebendig zu halten ist bemerkenswert.
"Wenn Sie beim Betrachten von -Das Fenster zum Hof- nicht entzücktes Entsetzen verspüren,kneifen Sie sich... wahrscheinlich sind Sie bereits tot."
Alfred Hitchcock
Großkotzig-recht hat er aber!
Dieser Film weiß auch nach bereits 55 Jahren zu überzeugen. Die Geschichte schafft es trotz fehlender visueller Gewalt den Zuschauer zu fesseln, die Dialoge sind toll geschrieben und glänzen oft mit tollem Witz und das Beobachten der Nachbarschaft ist einfach faszinierend, wirklich genial, wie Hitchcock hier ohne jegliche Worte die Anwohner darzustellen und zu charakterisieren weiß. Zudem verzichtet der Regisseur hier auf billige Spannungserzeuger wie den aufdringlichen Einsatz von "unheimlicher" Musik oder Kamerahineinzooms, die mich sonst bei älteren Thrillern stören, sondern inszeniert das Ganze aus einer streng subjektiven Perspektive, die den Zuschauer zum Mitbeobachter macht und ihn somit perfekt in das Geschehen intergirert. Ein gleichzeitig spannender und amüsanter Film, der mich beim zweiten Schauen sehr fasziniert hat.
Unglaublich, mit welchen einfachen Mitteln Alfred Hitchcock Spannung aufbaut.
Dabei fängt "Das Fenster zum Hof" recht langatmig an. Doch die Geschichte nimmt langsam Fahrt auf und weiß den Zuschauer gekonnt vor den Bildschirm zu fesseln.
Hitchcock zeichnet seinen Spannungsverlauf nicht in einer klassischen Kurve, sondern lässt ihn exponentiell ansteigen, bis man am Ende regelrechtes Herzrasen bekommt. Erstaunlich wie effektiv dieser Film heute noch ist, bedenkt man sein nicht ganz geringes Alter.
Das Konzept, einen Film ausschließlich in einem einzigen Raum zu drehen, mag zunächst abschrecken, doch es funktioniert hervorragend und fällt nur in der etwas gemächlicheren ersten Hälfte auf. Die regelmäßigen Kameraschwenks aus dem Fenster hinaus gleichen den neugierigen Blicken eines Spanners, der möglichst jeden in der Nachbarschaft beobachten will. Diese Einstellungen sugerieren dem Publikum, live dabei zu sein und selbst aus eben diesem Fenster zu blicken. Man fühlt mit den beiden Hauptpersonen (übrigens wunderbar gespielt von James Stewart und Grace Kelly) und versetzt sich automatisch in ihre Lage.
"Das Fenster zum Hof" ist dabei wenig aufdringlich. Keine treibenden Streichorchester, keine Schockelemente - Die Spannung resultiert ganz allein aus der großartigen Story und den schweifenden Blicken auf den Hof. Selbst in den spannendsten Momenten ist das einzige, was man hört, die Geräuschkulisse. Die Filmmusik kommt von Musikern in der Nachbarschaft. Genial!!!
Alles in allem eine wirklich großartige Produktion die das Wort "zeitlos" perfekt definiert. Funktioniert heute ebenso wunderbar, wie damals.
"Nichts hätte mich davon abgehalten könen, diesen Film zu drehen, denn meine Liebe zum Kino ist stärker als jede Moral"
(Hitchcock auf eine Moralisierende Attake gegen Rear Window.)
Ein unglaubliches Essay über Voyerismus und Voyeure welche wir als Liebhaber des Medium Films ja alle sind. In einem einzigen Riesengroßen Dekor spielt die Handlung, von einem Blickwinkel lässt uns Hitch das Geschehen verfolgen und schweift nur ab um uns, den Zuschauern, noch mehr in den "Nägel Abbeiß Modus" zu führen. Ein Film dessen Analyse den rahmen sprenngen würde. Ein Film über das Kino wie es Truffaut so schön sagte. Wie immer Spannend bis zum Genialen Finale, Grandios Inszeniert, Perfekt Gespielt von Jimmy Stewart. Hitchcocks vielleicht Vollkommenster Film neben Psycho.
Und Grace Kelly ist natürlich auch ein wahrer Augenschmaus.Das muss noch gesagt werden
Spannender Hitchcock-Thriller, mit sehr viel Atmosphäre. Das Thema Voyeurismus wird hier besonders begutachtet, ist es moralisch verwerflich seinen verdächtigen Nachbarn nachzuspionieren oder nicht?
Der Film spielt nahezu in einem kleinen Zimmer ab,von dem aus James Stewart all seine Blicke 'zum Hof' einwerfen kann!
Meisterlich inszeniert von Meister höchstpersönlich!
es beeindruckt mich immer wieder, wie spannend und abwechslungsreich dieses Kammerspiel ist! Und als Bonus bekommt der Zuschauer eine wunderschöne Grace Kelly!
Filmgeschichte und ihre besten Vertreter. Dies ist einer davon. Die Handlung ist recht einfach, trotzdem oder gerade deswegen ist Das Fenster zum Hof so bemerkenswert gut. Eine merkwürdige aber auch denkwürdige Kameraoptik. Eine spannende Geschichte, gute Schauspieler und einmalige Musik, dies alles ist Hitchcock wieder einmal geglückt. Vielleicht ist das Ende nicht ganz auf der Höhe. Insgesamt gesehen ist der Film aber zu übermächtig um ihn deswegen schwächen nachzuweisen. Ein wahrer Klassiker der uns alle überleben wird.
Sicherlich mit die beste Leistung die Hitch auf die Leinwand gezaubert hat. Beklemmend, da die Handlung sich zu 99% in einem einzigen Raum abspielt, aber gerade das macht den Film so unverwechselbar! Spannung bis zum Schluss, Jimmy Stewart in seiner altbekannten Rolle, Grace Kelly als einfach nur schöne und unnahbare Frau - was braucht ein Film mehr?
Klassiker der Filmgeschichte!
Ein Muss für alle Hitchcock- und Stewart-Fans, aber auch ein interessantes Spiel um die Frage, wo Interesse für seine Umwelt in blanken Voyeurismus umschlägt oder ob man hin- oder wegschauen soll... Filmästhetisch auf alle Fälle stilbildend für viele Filme, die danach kamen.
Kritiker — Ausgezeichnet 8.6
Der Film Das Fenster zum Hof wurde von 38 Kritikern bewertet.
Timo K.: Blockbuster Entertainment/D...
[...] Bereits 1948 ließ sich Alfred Hitchcock ("Der unsichtbare Dritte"; "Psycho") auf ein filmisches Experiment ein. Mit seinem nur 77 Minuten andauernden Kammerspiel "Cocktail für eine Leiche", der nur geschnitten wird, wenn es aufgrund der damaligen begrenzten Filmrollen der Kameras unbedingt erforderlich war. Jedoch an für den Zuschauer kaum wahrnehmbaren Stellen, sodass sich der Anschein herauskristalisiert, dass der Film nur aus einer einzigen Kamerafahrt besteht. So wurde "Cocktail für eine Leiche" letztlich zwar kein enormer Kassenschlager, seine visuelle Stärke in Verbindung mit einem ebenso starken narrativen Konzept kann man ihm dennoch nicht absprechen, was zudem impliziert, dass dem Altmeister, der einen handwerklich nahezu neuen Weg beschritten hat, diesen auch bravourös gemeistert hat. 7 Jahre später geht Hitchcocks besonderes Rezept, seine Handlung nur in einem verhältnismäßig kleinen Raum ausbreiten zu können und die Konstellation der Figuren aufs Minimalste zu beschränken, in die nächste Runde. "Das Fenster zum Hof" heißt er, dieser optisch einmal mehr ganz und gar auffallende Kandidat, bei dem sich der "Master of Suspense" auf eine äußerst geistreiche Story stützt und zugleich die konventionellen Sehgewohnheiten des Zuschauers ad absurdum führt. [...]
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Flibbo: [neue Website coming soon]
„Das Fenster zum Hof“, inspiriert von einer Kurzgeschichte, zieht den Zuschauer auf eine spezielle Art in seinen Bann. Man setzt sich praktisch neben die Hauptfigur, man wird fast zur Hauptfigur und damit zum Voyeur, und nimmt die gleiche Schuld wie der Protagonist auf sich. Das ist der Reiz des Films. Dafür ließ Hitchcock mit einer sensationellen Detailverliebtheit im Studio eine schnuckelige Innenhof-Kulisse bauen, die dank beigefügter Straßengeräusche echt wirkt und einen tatsächlich vergessen lässt, dass die Kamera bis zum Finale nur von einem einzigen Zimmer aus die Geschichte bebildert.
Neben dem grandiosen Bühnenbild und der lebhaften Musik sind es die sympathischen Schauspieler, die bei der simplen Grundidee eine aufkommende Eintönigkeit im Keim ersticken. James Steward hat als Hauptfigur im moralischen Zwiespalt so einige Ecken und Kanten, bleibt aber immer nachvollziehbar. Grace Kelly wurde hier mit einer überzeugenderen und tiefergehenden Rolle ausgestattet als im vorangegangenen „Bei Anruf Mord“, worin sie gekonnt verschiedene Eigenschaften entfaltet. Ein weiterer Höhepunkt ist Thelma Ritter, die als Pflegerin mit trockenem Sarkasmus die Geschehnisse kommentiert. Die Dialoge, voll von subtilem Witz, wissen in diesem Hitchcock besonders zu gefallen.
Zwar liegen Spannung und Beklemmung lange nicht so deutlich in der Luft wie in einigen anderen Hitchcock-Thrillern, doch zählt hier eben die Grundidee und deren reichhaltige Hintergründe. Die Auflösung des Krimis gibt weniger her als man es erwarten darf, dafür aber bildet die letzte Einstellung einen eleganten und erneut humorvollen Schluss des Kreises. „Das Fenster zum Hof“ ist eine gewitzte psychologische Studie, reich an Interpretationsmöglichkeiten und gleichzeitig auch einfach nur ein netter Thriller mit Humor. Brillant bebildert, einfach originell und ohne Durchhänger unterhaltsam.
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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
[Hitchock] zeigt, was der Blick auslöst, seziert die Reaktionen des Betrachters - und führt uns damit unsere eigenen Reaktionen vor. Ein Film der den Betrachter ins sich hinein zieht, und mitunter an einem hochkomplexen Wechselverhältnis von Subjekt und Objekt der Beobachtung strickt - in diesem Sinn auch das autobiographischte Werk Hitchcocks, der Film, der das Verhältnis von Autor und Werk in den Mittelpunkt stellt, sozusagen Hitchcocks "Las Meninas".
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Kommentare — Sehenswert 7.9
Der Film Das Fenster zum Hof wurde von 2860 Mitgliedern bewertet.
LeGrip 2010/02/22 11:20:51
Hitchcock versteht es einfach unnachamlich den Zuschauer in die Geschichte einzubeziehen.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten
Kubrick_obscura 2010/01/10 18:58:02
Sah ich doch in den letzten Tagen eher schwächere Hitchcock-Filme, fällt mir nach "Rear Window" das Atmen schwer. Dieser Film hat mich aufs hinterhältigste gefangen genommen. Für ca. 2 h war ich Teil dieser wirklich liebenswerten und einladenden Nachbarschaft, die man getrotst als den eigentlichen Hauptakteur dieses Meisterwerks bezeichnen kann. Sex, Kunst, Musik, Einsamkeit, Treue, Liebe, geballt in einer Aneinanderreihung von Leinwänden, die nur zufällig wie Fenster aussehen. :)
Darunter ein Mord, der den Faden vorgibt. Allerdings, nur zum Teil, denn die andere Seite, mit ebenso großem Interesse von Hichtcock inszeniert, ist die Liebesbeziehung zu Lisa Freemont, gespielt von Grace Kelly.
Sie ist eine Heldin, eine größere sogar als ihr leicht-arroganter, aber empfindsamer Partner. Und eben diese Heldin ist zum Verlieben da. In einer Nahaufnahme, die zu reproduzieren ich für unmögliche halte, wird diese Lisa eingeführt als wäre sie ein Engel von einem anderen Stern und man fragt sich als Zuschauer die ganze Zeit: "Was hat dieser Jimmy Stewart nur für alberne Zweifel an dieser Frau?" Der Zuschauer soll sich in sie verlieben, weil sie so wagemutig, aufrichtig und auch ein bisschen wunderschön ist.
Hinzu kommen großartige Nebendarsteller, wie Thelma Ritter, die coolste Krankenschwester der Filmgeschichte, oder all die kleinen Nachbarsleut', wie die einsame Frau in der Parterre oder der gesellige, aber letztendlich doch einsame, Komponist, der ganz nebenbei die Musik des Films liefert. Es gibt in "Rear Window" kein Stück Off-Musik!
Zurecht ist dieser Film ein Klassiker und er sollte Pflichtprogramm und Bibel sein für jeden, der sich nur annähernd mit dem Filmhandwerk beschäftigt. BASTA!!!
9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 7 Antworten
Ortega Lorre 2010/01/10 19:10:47
Na komm! Dann ring dich zur 10.0 durch!
Kubrick_obscura 2010/01/10 19:26:56
Ich habe ja schon "Vertigo" die 10 gegeben, den ich noch einen Tick besser finde als "Rear Window"
Ortega Lorre 2010/01/10 19:30:25
http://www.youtube.com/watch?v=xhynlS1-o_c
Ortega Lorre 2010/01/10 19:32:08
Bei mir hat Vertigo noch das Herz ;)
Kubrick_obscura 2010/01/10 19:36:17
Bei mir doch auch!
Alle 7 Antworten zeigen
Ortega Lorre 2010/01/10 19:39:27
Und Fenster die 10.0.
Das Herz soll noch etwas absetzen ;)
Kubrick_obscura 2010/01/10 19:48:00
Du Freak! ;)
ellen_ripley 2009/12/11 11:33:33
Gab es je eine schönere Frau auf der Leinwand?
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten
Ortega Lorre 2009/12/12 01:26:46
http://img.vvo.pl/g/grace-kelly/grace-kelly-19762.jpg
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Ortega Lorre 2009/12/12 01:26:52
!!!
ellen_ripley 2009/12/16 18:47:10
:-)
SgoTscH 2009/12/03 14:03:08
Ja, eine wirklich tolle, unterhaltsame Nachbarschaft wurde hier kreiert, die gleicht den Soundtrack als Mitgift perfekt in den Film schleust.
Aber einen etwaigen Mord derartig omnipräsent und doch nicht sichtbar über den ganzen Film mehr als nur lebendig zu halten ist bemerkenswert.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
willy50 2009/10/26 09:07:16
Sonderpunkt für Thelma Ritter, die wie immer in den Szenen in denen sie auftritt, alles schauspielerisch an sich reisst !
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Abronsius 2009/09/06 21:32:52
"Wenn Sie beim Betrachten von -Das Fenster zum Hof- nicht entzücktes Entsetzen verspüren,kneifen Sie sich... wahrscheinlich sind Sie bereits tot."
Alfred Hitchcock
Großkotzig-recht hat er aber!
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BigDi 2009/08/22 19:13:08
Dieser Film weiß auch nach bereits 55 Jahren zu überzeugen. Die Geschichte schafft es trotz fehlender visueller Gewalt den Zuschauer zu fesseln, die Dialoge sind toll geschrieben und glänzen oft mit tollem Witz und das Beobachten der Nachbarschaft ist einfach faszinierend, wirklich genial, wie Hitchcock hier ohne jegliche Worte die Anwohner darzustellen und zu charakterisieren weiß. Zudem verzichtet der Regisseur hier auf billige Spannungserzeuger wie den aufdringlichen Einsatz von "unheimlicher" Musik oder Kamerahineinzooms, die mich sonst bei älteren Thrillern stören, sondern inszeniert das Ganze aus einer streng subjektiven Perspektive, die den Zuschauer zum Mitbeobachter macht und ihn somit perfekt in das Geschehen intergirert. Ein gleichzeitig spannender und amüsanter Film, der mich beim zweiten Schauen sehr fasziniert hat.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
moep0r 2009/07/24 23:29:36
Wirklich toller Film der auch mit alltaeglichen Gegebenheiten Spannung aufbauen kann und bis zum Ende fesselt.
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MasterTNQ 2009/07/13 21:29:51
Unglaublich, mit welchen einfachen Mitteln Alfred Hitchcock Spannung aufbaut.
Dabei fängt "Das Fenster zum Hof" recht langatmig an. Doch die Geschichte nimmt langsam Fahrt auf und weiß den Zuschauer gekonnt vor den Bildschirm zu fesseln.
Hitchcock zeichnet seinen Spannungsverlauf nicht in einer klassischen Kurve, sondern lässt ihn exponentiell ansteigen, bis man am Ende regelrechtes Herzrasen bekommt. Erstaunlich wie effektiv dieser Film heute noch ist, bedenkt man sein nicht ganz geringes Alter.
Das Konzept, einen Film ausschließlich in einem einzigen Raum zu drehen, mag zunächst abschrecken, doch es funktioniert hervorragend und fällt nur in der etwas gemächlicheren ersten Hälfte auf. Die regelmäßigen Kameraschwenks aus dem Fenster hinaus gleichen den neugierigen Blicken eines Spanners, der möglichst jeden in der Nachbarschaft beobachten will. Diese Einstellungen sugerieren dem Publikum, live dabei zu sein und selbst aus eben diesem Fenster zu blicken. Man fühlt mit den beiden Hauptpersonen (übrigens wunderbar gespielt von James Stewart und Grace Kelly) und versetzt sich automatisch in ihre Lage.
"Das Fenster zum Hof" ist dabei wenig aufdringlich. Keine treibenden Streichorchester, keine Schockelemente - Die Spannung resultiert ganz allein aus der großartigen Story und den schweifenden Blicken auf den Hof. Selbst in den spannendsten Momenten ist das einzige, was man hört, die Geräuschkulisse. Die Filmmusik kommt von Musikern in der Nachbarschaft. Genial!!!
Alles in allem eine wirklich großartige Produktion die das Wort "zeitlos" perfekt definiert. Funktioniert heute ebenso wunderbar, wie damals.
Fazit: Spannung pur! Muss man gesehen haben....
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
maddio14 2009/07/09 18:50:41
Neben "Die Vögel" mein persönlicher Lieblings-Hitchcock-Film.
Großartig!!!
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guggenheim 2009/05/04 11:41:09
Zeitlos versteht es dieser Film, zu überzeugen. Diese Machart von Filmen fehlt heute irgendwie- leider.
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Tyler__Durden 2009/01/08 23:19:02
"Nichts hätte mich davon abgehalten könen, diesen Film zu drehen, denn meine Liebe zum Kino ist stärker als jede Moral"
(Hitchcock auf eine Moralisierende Attake gegen Rear Window.)
Ein unglaubliches Essay über Voyerismus und Voyeure welche wir als Liebhaber des Medium Films ja alle sind. In einem einzigen Riesengroßen Dekor spielt die Handlung, von einem Blickwinkel lässt uns Hitch das Geschehen verfolgen und schweift nur ab um uns, den Zuschauern, noch mehr in den "Nägel Abbeiß Modus" zu führen. Ein Film dessen Analyse den rahmen sprenngen würde. Ein Film über das Kino wie es Truffaut so schön sagte. Wie immer Spannend bis zum Genialen Finale, Grandios Inszeniert, Perfekt Gespielt von Jimmy Stewart. Hitchcocks vielleicht Vollkommenster Film neben Psycho.
Und Grace Kelly ist natürlich auch ein wahrer Augenschmaus.Das muss noch gesagt werden
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten
Strikerth 2009/10/17 21:23:41
ich bin glaube ich zu jung um den Film ganz in mein Herz zu schließen aber gut war er aufjeden Fall :)
Tyler__Durden 2009/10/17 23:43:45
Zu Jung? Du bist imemrhin 1 Jahr älter als ich^^
Und du musst ihn ja nicht ganz in dein Herz schließen, ich lass ja jedem seine MEinung.
kom4 2009/01/01 05:40:49
Ein Klassiker, der wirklich sehr gut für damalige Verhältnisse war. Doch so genial wie sonst viele finde ich ihn nicht.
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cannibal83 2008/12/07 23:04:49
Spannender Hitchcock-Thriller, mit sehr viel Atmosphäre. Das Thema Voyeurismus wird hier besonders begutachtet, ist es moralisch verwerflich seinen verdächtigen Nachbarn nachzuspionieren oder nicht?
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Shyamalan 2008/11/05 16:19:27
Der Film spielt nahezu in einem kleinen Zimmer ab,von dem aus James Stewart all seine Blicke 'zum Hof' einwerfen kann!
Meisterlich inszeniert von Meister höchstpersönlich!
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annaberlin 2008/05/18 18:41:39
Ein Meisterwerk des Unterhaltungsfilms, grandios besetzt mit James Stewart und Grace Kelly.
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Xpander 2008/04/17 16:24:22
es beeindruckt mich immer wieder, wie spannend und abwechslungsreich dieses Kammerspiel ist! Und als Bonus bekommt der Zuschauer eine wunderschöne Grace Kelly!
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Liam Quinn 2008/03/08 14:39:43
Filmgeschichte und ihre besten Vertreter. Dies ist einer davon. Die Handlung ist recht einfach, trotzdem oder gerade deswegen ist Das Fenster zum Hof so bemerkenswert gut. Eine merkwürdige aber auch denkwürdige Kameraoptik. Eine spannende Geschichte, gute Schauspieler und einmalige Musik, dies alles ist Hitchcock wieder einmal geglückt. Vielleicht ist das Ende nicht ganz auf der Höhe. Insgesamt gesehen ist der Film aber zu übermächtig um ihn deswegen schwächen nachzuweisen. Ein wahrer Klassiker der uns alle überleben wird.
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doctorgonzo 2008/02/20 13:49:19
Ein Thriller Meilenstein, sogar ohne Klassiker-Bonus ganz große Klasse.
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Zuri 2008/01/19 20:11:03
Neben "Die Vögel" der bekannteste Hitchcock!
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Pinky 2008/01/09 11:43:44
Sicherlich mit die beste Leistung die Hitch auf die Leinwand gezaubert hat. Beklemmend, da die Handlung sich zu 99% in einem einzigen Raum abspielt, aber gerade das macht den Film so unverwechselbar! Spannung bis zum Schluss, Jimmy Stewart in seiner altbekannten Rolle, Grace Kelly als einfach nur schöne und unnahbare Frau - was braucht ein Film mehr?
Klassiker der Filmgeschichte!
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Matty 2007/12/23 14:53:39
Klassiker der große Spannung erzeugt,und das mit ganz einfachen Mitteln.
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tobsteufel 2007/12/16 16:29:29
Ein Muss für alle Hitchcock- und Stewart-Fans, aber auch ein interessantes Spiel um die Frage, wo Interesse für seine Umwelt in blanken Voyeurismus umschlägt oder ob man hin- oder wegschauen soll... Filmästhetisch auf alle Fälle stilbildend für viele Filme, die danach kamen.
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dAShEIKO 2007/08/02 18:44:58
Weil ich James Stewart ja nun mal sehr mag, ein muß.
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holgerd 2007/07/19 16:41:21
"Spannend"er Klassiker, den man gesehen haben muss.
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