Es hat etwas Traumhaftes, Magisches. Hitchcock, der brillante Techniker spielt mit Kameraeinstellungen, Objektiven und Beleuchtungen. Im Hintergrund, während Kelly und Stewart am Fenster sitzen, ist der Himmel Manhattans in ein kräftiges Rot getaucht, das der Szenerie beinahe eine surreale Aura verleiht. Der Kriminalfall rückt dabei in den Hintergrund. Es geht um menschliche Beziehungen, Isolation, Schuld und Voyeurismus, ein von der Natur gegebenes menschliches Bedürfnis. Man möchte wissen, was hinter den Wänden der Nachbarn vor sich geht. Der Fotograph Jeff gibt seinen Bedürfnissen nach, er hat die Zeit dazu. Und es ist ein faszinierender Blick, der sich ihm da offenbart, es ist das menschliche Leben in all seiner Vielfalt.
[...] Bereits 1948 ließ sich Alfred Hitchcock ("Der unsichtbare Dritte"; "Psycho") auf ein filmisches Experiment ein. Mit seinem nur 77 Minuten andauernden Kammerspiel "Cocktail für eine Leiche", der nur geschnitten wird, wenn es aufgrund der damaligen begrenzten Filmrollen der Kameras unbedingt erforderlich war. Jedoch an für den Zuschauer kaum wahrnehmbaren Stellen, sodass sich der Anschein herauskristalisiert, dass der Film nur aus einer einzigen Kamerafahrt besteht. So wurde "Cocktail für eine Leiche" letztlich zwar kein enormer Kassenschlager, seine visuelle Stärke in Verbindung mit einem ebenso starken narrativen Konzept kann man ihm dennoch nicht absprechen, was zudem impliziert, dass dem Altmeister, der einen handwerklich nahezu neuen Weg beschritten hat, diesen auch bravourös gemeistert hat. 7 Jahre später geht Hitchcocks besonderes Rezept, seine Handlung nur in einem verhältnismäßig kleinen Raum ausbreiten zu können und die Konstellation der Figuren aufs Minimalste zu beschränken, in die nächste Runde. "Das Fenster zum Hof" heißt er, dieser optisch einmal mehr ganz und gar auffallende Kandidat, bei dem sich der "Master of Suspense" auf eine äußerst geistreiche Story stützt und zugleich die konventionellen Sehgewohnheiten des Zuschauers ad absurdum führt. [...]
„Das Fenster zum Hof“, inspiriert von einer Kurzgeschichte, zieht den Zuschauer auf eine spezielle Art in seinen Bann. Man setzt sich praktisch neben die Hauptfigur, man wird fast zur Hauptfigur und damit zum Voyeur, und nimmt die gleiche Schuld wie der Protagonist auf sich. Das ist der Reiz des Films. Dafür ließ Hitchcock mit einer sensationellen Detailverliebtheit im Studio eine schnuckelige Innenhof-Kulisse bauen, die dank beigefügter Straßengeräusche echt wirkt und einen tatsächlich vergessen lässt, dass die Kamera bis zum Finale nur von einem einzigen Zimmer aus die Geschichte bebildert. [...]
[Hitchock] zeigt, was der Blick auslöst, seziert die Reaktionen des Betrachters - und führt uns damit unsere eigenen Reaktionen vor. Ein Film der den Betrachter ins sich hinein zieht, und mitunter an einem hochkomplexen Wechselverhältnis von Subjekt und Objekt der Beobachtung strickt - in diesem Sinn auch das autobiographischte Werk Hitchcocks, der Film, der das Verhältnis von Autor und Werk in den Mittelpunkt stellt, sozusagen Hitchcocks "Las Meninas".
In heutigen Thrillern oder Horrorfilmen kommt es ja öfter vor das in brutalen oder spannenden Szenen unpassende (beispielsweise fröhliche) Musik kommt. Das mag sich zwar deplatziert anhören steigert aber die unbehagliche Stimmung. Hitchcock hat dies mit "Das Fenster zum Hof" nicht nur 50 Jahre früher gemacht, sondern liefert dazu noch die passende Erklärung. Meisterlich.
Dazu noch die bezaubernde Grace Kelly und der charmante James Stewart und man hat einen der besten Thriller der Filmgeschichte. Einzig das Finale hätte noch fulminanter ausfallen können.
absoluter hammer!!! herrlich dieses studioapartment von dem musiker, das der friends-wohnung zum verwechseln ähnlich sieht.
man pisst sich zum schluss in die pants!
Ein Fenster als Tor zur Welt, zur Welt des Hinterhofs in dem sich facettenreiche Geschichten im Kreise der Nachbarn abspielen und James Stewart, zum sitzen verdammt, als Voyeur teilnimmt am Leben der Anderen. In seinem eigenen Leben versucht er die Klippen der Beziehung zu umschiffen und so startet der Film vor allem mit viel Humor. James Stewart spielt hier groß auf, gibt seiner Mimik ganz neue Seiten und füllt die Rolle als einsamer Abenteurer aus. Dagegen Grace Kelly als überhaupt nicht kühle Blonde, sondern gefühlvolle und bezaubernde Frau. Das Zusammenspiel der beiden ist so amüsant und wird mit solcher Leichtigkeit vorgetragen, dazu die Dialoge mit seiner Pflegerin, dass ich der Heilungsphase deutlich länger zuschauen könnte. Doch da gibt es ja noch den spannenden Part. War er's oder war er's nicht? Hitchcock lässt den Zuschauer diesmal lange Zeit im Dunkeln tappen und spielt mit den Vorstellungen. Geht man hier den Hirngespinsten von Jeff oder einem selbst auf den Leim? Kann es wirklich logische Erklärungen für das Verhalten im Haus gegenüber geben?
!Spoiler!
Das bleibt offen bis Lisa sagt: "Let's start from the beginning again, Jeff. Tell me everything you saw and what you think it means." Ab da lautet die Frage: Kann der Täter gestellt werden?
Wissen sie was ihre Nachbarn, genau in diesem Moment tun?
Wissen sie wirklich wie sie so sind, wie sie sich hinter verschlossenen Türen benehmen, wie schnell sie sich um deren Privatsphäre beraubt fühlen? Sind sie Fremde?
Schreckliche Tatsachen in der eng-bewohnten Nachbarschaft. Geheimnisse die lieber nicht das Licht der Welt erblicken sollten, Gräueltaten die man sich nur vorstellen kann. Rasendes Herz, ungehemmte Angst, jeden Tag der Gewissheit ins Auge blicken und man weiß, ist sich sicher: Er ist es! Ein Mörder! Der Meister James Stewart, nicht ganz unbeschadet, durchschaut die Menschen in seiner Nachbarschaft, Tag und Nacht. Ist sich im Klaren welch riskantes Vorhaben er absolvieren muss um denjenigen zu überführen der Grauenvolles, Unvorstellbares getan hat und welchen Preis er dafür zahlen muss. Sind ihre Geliebten in Sicherheit? Wirklich? Sehen sie besser nochmals nach. Man weiß nie wo und wann sich gerade diejenigen aufhalten die zu allem bereit wären. Grace Kelly, ganz mutig, beweist es allen. Thelma Ritter verstört und bringt den Zuschauer zum Lachen zugleich. Ein genialer, gewiefter, unerschrockener Dreier, der alles wagen würde der Gerechtigkeit wegen, gegen den unscheinbaren, skrupellosen Nachbarn der gewaltig Dreck am Stecken hat. Was liegt im Garten vergraben? Wer hat den geliebten Hund ermordet? Haben sie sich schon Angst? Kommt auf keine Dummheit wenn ihr nichts zu tun habt, denn will man wirklich wissen was die Leute nebenan so alles tun? Sei still, nur für einen Moment und lausche den aufrichtigen Gesprächen, der bedrohlichen Stille und der dicht gestrickten Spannung die in der Luft liegt. Denn diese Geschichte fesselt, erschreckt und unterhält famos zugleich. Magical!
Wissen sie was ihre Nachbarn, genau in diesem Moment tun?
Wissen sie wirklich wie sie so sind? Ist ihre Tür verschlossen?
Sind sie sicher?
Der beste Kuß der Filmgeschichte. Grace Kelly küsst die ganze Welt! Und ich habe ihn im Kino gesehen. Nichts gegen Silberscheibchen, aber das ist der Ort, wo Magie entsteht.
Ja leider, das Filmangebot im Kino scheint sich auf zwei Hauptrichtungen zu beschränken, Krachbumm die Achterbahn oder den Frauenaffinen Beziehungs Trala.
Aber das Kino ist wie die Supermarktkasse der demokratischste Ort der Welt und die Produzenten liefern, wonach das Publikum verlangt oder zmindest das, was sie dafür halten.
Im 18 Jahrhundert gab es ein Experiment, um die Dummheit der Masse zu beweisen. Auf einem Viehmarkt in England wurden die Anwesenden aufgefordert das Gewicht eines Bullen zu schätzen. Wer das richtige Gewicht errät, sollte den Bullen als Preis erhalten. Niemand erriet das genaue Gewicht.
Bei der Nachprüfung stellte man erstaunt fest, daß die Quersumme der Schätzungen das exakte Gewicht des Bullen ergaben.
Es gibt also immer noch Hoffnung.
Neben "The Man from Earth" und "Die 12 Geschworenen" sicher eines der besten Kammerspiele überhaupt. Unglaublich spannend, zugleich anrührend und komisch.
Ach ja, in feinstem Technicolor gedreht. Traumhaft!
Eigentlich ist die Story simpel und braucht lange um in die Gänge zu kommen. Danach jedoch wird er richtig spannend... Die Schauspieler waren die Elite damals und Hitchcock kennt sowieso jeder. Die stimmige Musik ist witzig gewählt und sorg auch 2011 noch dafür, dass man sich in die damalige Zeit versetzen kann, wo es noch keine Natels, kein TV in jedem Haushalt gab, die eine solche Geschichte unmöglich gemacht hätten.
Das Fenster zum Hof also - ist aus meiner Perspektive betrachtet kein Film wie jeder andere. Im Grunde könnte man die Handlung runterbrechen, dass sie auf einen halben Bierdeckel passt - das Händchen von Hitchcock sorgt aber dafür, dass man selbst zum willigen, neugierigen Voyeur wird. Der Zuschauer bekommt aber mehr als nur einen Platz in der ersten Reihe, als besonderes Bonbon darf er auch noch einen exklusiven Blick in das nicht unkomplizierte Liebesleben des an den Rollstuhl gefesselten Fotografen Jeff werfen. Wie bereits angedeutet ist die Handlung des Films die eine Sache - sicherlich nicht unspannend, ganz im Gegenteil - auch die Kulissen im Hintergrund wirken schon ein wenig antiquiert und unfreiwillig komisch. Aber gerade die ungezwungen, locker-leichten, teils auch spaßigen und sarkastischen Dialoge sind es, die einen von Anfang in die Szenerie einführen - und mitunter auch schnell alles Unwichtige vergessen lassen. Für mich einfach ein großartiges Stück Filmgeschichte.
Hitchcock war absolut dreist! Anstatt die Spannung wie heute üblich aus der Perspektive der direkt betroffenen Person aufzubauen (zu versuchen!), setzt er den Zuschauer dank eine Beinbruchs in einen Rollstuhl und lässt ihn die Nachteile dieser Beeinträchtigung jederzeit spüren.
Stewart bekommt dabei die wohl beste undankbarste Rolle aller Zeiten. Schließlich muss er den Platzhalter für den Zuschauer mimen, der eigentlich die Hauptrolle des Films spielt, da er es immer ist, der dort im Rollstuhl gefangen ist und sich nicht tiefer in die Geschehnisse vertiefen kann und somit die gesamte Spielzeit hilflos daneben sitzt und alles seinen Lauf nehmen lassen muss, ohne eingreifen zu können.
Zugegebenermaßen, für damalige Verhältnisse wurde das toll inszeniert, doch das heisst nich das es mich auch heute noch fasziniert. Fakt ist das ich "Das Fenster zum Hof" stellenweise recht langatmig empfand, der Altmeister Hitchcock erzeugt in meinen Augen erst recht spät Spannung, grade mal das Finale hat mich dazu veranlasst meine Fingernägel ins Kopfkissen zu krallen. Viel zu spät. Zu den Dialogen kann man auch nicht viel schlechtes sagen, eigentlich nur das ich ein paar Dialoge recht überflüssig fand und die mich dann auch schnell genervt haben. Das Wort "Schwachsinnig" passt nicht zu dem Film, aber es passt auf jeden Fall zu einer Szene: (SPOILER) Kurz vor Ende, als dann der Mörder in dem Haus von Jeff ist und ihn sucht, und schließlich auch findet, kommt er einfach so in sein Appartment. Bitte, wer zum Teufel schließt bei so einer Situation nicht seine Tür ab?. (Spoiler Ende)
Doch eines fande ich an dem Film ganz groß. Die Darsteller. Von der ersten Minute haben sie mich mitgerissen und es hat Spaß gemacht mit ihnen zu spannen. Grace Kelly ist ja sowieso eine bombastische Frau. Mein Gott, was würde ich geben damit ich auch so eine aufregende Nachbarschaft hätte. Dafür habe ich grenzdebile Oma's in meiner Umgebung. Aber das ist eine andere Geschichte.
Also, für damals echt ein Klasse Film und ich verstehe auch warum den so viele außerordentlich gut finden, doch bei mir hats nur so halber gefunkt.
Das denken sich leider zu viele :P Find das nur nervig, ich meine, den Angeklagten kriegt man sowieso nicht überredet das der Film besser ist als er ihn bewertet hat.
Gut, langatmig fand ich ihn jetzt nicht gleich, aber umgehauen hat er mich auch nicht. Einen Punkt mehr hat er dennoch von mir gekriegt, aber Psycho fand ich ein ganzes Stück besser, weshalb du dir den trotzdem mal reinziehen solltest. ;)
die Tür war die ganze Zeit offen, damit die Haushaltshilfe, seine Freundin sowie der Polizist in die Wohnung können. Das Problem war, dass vor der Tür seiner Wohnung noch 2 Stufen sind. Er hatte ja zum Ende noch versucht die Tür abzuschließen, doch kurz nachdem er sein gegipstes Bein aus dem Rollstuhl raus hob, schien es als ob er merkte, dass die Zeit dafür nichtmehr ausreichen würde(Licht ging im Flur aus).
Das Wort des Films ist "Hinterhoffenstermoral" - ahaaaaa...klingelt was? Nein? Naja, das hat wahrscheinlich damit zu tun, dass niemand dieses Wörtchen so wirklich beherzigt, denn wie gerne beobachten wir unsere Umgebung und interpretieren alles mögliche, was irgendwie interpretierbar ist?! Aus diesem banalen Gedanken einen Film zu machen, konnte nur dem Altmeister des Suspense Alfred Hitchcock einfallen und obwohl mich die Spannung nun nicht vom Hocker fegte, war es doch an jeder Stelle zunehmend interessant, was man sich aus ein paar Anhaltspunkten aus der Nachbarschaft so zusammenreimen kann - ganz nach dem Motto: 2 Augen, 2 Ohren und viel Fantasie. Natürlich wäre es nicht Hitchcock, wenn nicht doch irgendwas dran wäre am geheimnisvollen Gewusel in der Nachbarschaft. Das interessante am Film: der Zuschauer sieht nur das, was auch der im Rollstuhl sitzende Reporter und Beobachter des Szenerie sieht. Ein Vorläufer von "The Blair Witch Project"? Im Prinzip funktioniert das so - auch wenn die Kamera ein externer Beobachter ist.
Ein nicht übermäßig spannender Film, aber ein Film, der die Wahrheit ausspricht: was sind wir nur für Kreaturen, die beobachten und dann doch enttäuscht sind, wenn etwas Schlimmes NICHT passiert?!
Sind wir denn nicht alle Voyeure auf dieser Seite und schauen anderen bei ihrem ( gespielten ) Leben zu, ergötzen uns an den Hochs und Tiefs der Figuren und jubeln oder kritisieren sie ???
Garce Kelly und James Stewart, das perfekte Leinwandpaar. Die Geschichte ist eigentlich total einfach. Sie spielt ca. 2 Stunden in einem Raum und immer mit den selben Personen. Egal, wie langweilig die Geschichte auch ist, Hitchcock kann alles zu einem Meisterwerk umsetzen. Darum sind all seine Filme einfach nur genial und atemberaubend.
Sehr unterhaltsamer Krimi zum miträtseln. Das Thempo ist für heutige Verhältnisse etwas lahm, dafür sind die Dialoge gewitzter und die Charaktere symphatischer. Das mit Hitchcock ein Regie-Ass hinter der Kamera sitzt schadet natürlich auch nicht. Und wer würde nicht gerne von Grace Kelly geweckt werden?
Ähnelt 'disturbia' sehr oder besser 'disturbia' ähnelt 'das fenster zum Hof' sehr.
der war echt gut.
an alle die nicht so eine hohe erwartung von alten filmen haben : Umbedingt anschauen, eure meinung wird dich ändern!
Mit sehr wenig Mitteln wird eine Menge erreicht. Man überlegt mit, versucht das Rätsel zu lösen. Allerdings ist das Ende dann doch ein wenig schnell und enttäuschend. Außerdem scheinen viele den Film aus Prinzip hoch zu bewerten, nach dem Motto: Man wirkt doch sehr belesen, wenn man einen alten Hitchcock-Film gut findet.
Inszenatorisch ist "Das Fenster zum Hof" nah an der Perfektion. Genau wie wir Zuschauer ist die Hauptfigur zum Zuschauen verurteilt und nicht in der Lage aktiv in das Geschehen einzugreifen. So wird sie zur Identifikationsfigur und das Ganze bekommt eine ganz besondere Note. Die Kamera filmt ebenfalls die meiste Zeit aus seiner Wohnung heraus, so wird eine unbehagliche, kammerspielartige Atmosphäre erzeugt. Das Setting ist interessant, die Kameraarbeit tadelloss und der gesamte Cast weiß ausnahmslos zu gefallen. Der Film mag auf den ersten Blick nicht so spannend sein wie "Psycho", inhaltlich nicht so komplex wie "Marnie" und es mag nicht so viel passieren wie in "Die Vögel" - aber wenn man genauer hinschaut gibt es so viel zu entdecken. Das ist es, was die ganz großen wie Hitchcok auszeichnet. Und ganz nebenbei entlarvt er uns Zuschauer ebenfalls als Voyeure. Ganz großes Kino!
Die Tatort-Version davon ist auch ganz groß.;)
Dank dir sei er mal endlich vorgemerkt, mir fehlen noch eine Menge Hitchcocks. Kam bisher nur in das Vergnügen, PSYCHO zu schauen. Das sollte sich scheinbar schleunigst ändern.;)
Es gibt eine Tatort-Version davon? :D Interessant, kannst ja mal ein paar Informationen absondern ;-)
Ich kenne bislang auch nur die, die ich in meinem Text erwähne. Vor allem "Die Vögel" kann ich noch empfehlen. Aber Highlights wie "Vertigo" und "Der unsichtbare Dritte" fehlen mir leider auch noch.
Es ist interessant zu beobachten, wie es Hitchcock gelingt, aus einer Geschichte, in der eigentlich nichts Spannendes passiert, trotzdem das Maximum an Spannung heraufzubeschwören.
Hierzu tragen vor allem die Bilder und Geräusche sowie die kammerspielartige, beklemmende, aber doch offene Kulisse bei. „Rear Window“ ist dabei ein stimmungsvoller und vor allem dialogstarker Film, der den Kleinigkeiten eine Bedeutung gibt und plötzlich Blickwinkel offenbart, mit denen man diese Alltäglichkeiten und die doch vorhandenen kleinen Abweichungen, sonst nie zu betrachten weiß. Natürlich darf auch Hitchcocks klassische Frauenrolle der schönen und intelligenten Blondine, die aber letztendlich doch nur für ihren Mann lebt, nicht fehlen. Teilweise auffällig sexistische Kommentare, die aber vielleicht einfach nur ein Abbild der damaligen Zeit sind.
„Rear Window“ kann nie das Maß an Spannung aufbauen, dass andere Hitchcock-Werte zu erzeugen im Stande sind. Dennoch ist Hitchcock auch hier in der Lage, den Zuschauer lange im Unklaren zu halten und zum Miträtseln bei der Auflösung des potentiellen Verbrechens zu bewegen. Darüber hinaus gelingt ihm einmal mehr ein starker Abschluss, der zum Schmunzeln anregen kann.
Das Fenster zum Hof - Kritik
US 1954 Laufzeit 112 Minuten, FSK 16, Thriller, Kinostart 08.04.1955
Kritiken (4) — Film: Das Fenster zum Hof
Stephan Eicke: www.film-rezensionen.de
Kommentar löschenEs hat etwas Traumhaftes, Magisches. Hitchcock, der brillante Techniker spielt mit Kameraeinstellungen, Objektiven und Beleuchtungen. Im Hintergrund, während Kelly und Stewart am Fenster sitzen, ist der Himmel Manhattans in ein kräftiges Rot getaucht, das der Szenerie beinahe eine surreale Aura verleiht. Der Kriminalfall rückt dabei in den Hintergrund. Es geht um menschliche Beziehungen, Isolation, Schuld und Voyeurismus, ein von der Natur gegebenes menschliches Bedürfnis. Man möchte wissen, was hinter den Wänden der Nachbarn vor sich geht. Der Fotograph Jeff gibt seinen Bedürfnissen nach, er hat die Zeit dazu. Und es ist ein faszinierender Blick, der sich ihm da offenbart, es ist das menschliche Leben in all seiner Vielfalt.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Timo K.: Blockbuster Entertainment
Kommentar löschen[...] Bereits 1948 ließ sich Alfred Hitchcock ("Der unsichtbare Dritte"; "Psycho") auf ein filmisches Experiment ein. Mit seinem nur 77 Minuten andauernden Kammerspiel "Cocktail für eine Leiche", der nur geschnitten wird, wenn es aufgrund der damaligen begrenzten Filmrollen der Kameras unbedingt erforderlich war. Jedoch an für den Zuschauer kaum wahrnehmbaren Stellen, sodass sich der Anschein herauskristalisiert, dass der Film nur aus einer einzigen Kamerafahrt besteht. So wurde "Cocktail für eine Leiche" letztlich zwar kein enormer Kassenschlager, seine visuelle Stärke in Verbindung mit einem ebenso starken narrativen Konzept kann man ihm dennoch nicht absprechen, was zudem impliziert, dass dem Altmeister, der einen handwerklich nahezu neuen Weg beschritten hat, diesen auch bravourös gemeistert hat. 7 Jahre später geht Hitchcocks besonderes Rezept, seine Handlung nur in einem verhältnismäßig kleinen Raum ausbreiten zu können und die Konstellation der Figuren aufs Minimalste zu beschränken, in die nächste Runde. "Das Fenster zum Hof" heißt er, dieser optisch einmal mehr ganz und gar auffallende Kandidat, bei dem sich der "Master of Suspense" auf eine äußerst geistreiche Story stützt und zugleich die konventionellen Sehgewohnheiten des Zuschauers ad absurdum führt. [...]
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Flibbo: wieistderfilm.de
Kommentar löschen„Das Fenster zum Hof“, inspiriert von einer Kurzgeschichte, zieht den Zuschauer auf eine spezielle Art in seinen Bann. Man setzt sich praktisch neben die Hauptfigur, man wird fast zur Hauptfigur und damit zum Voyeur, und nimmt die gleiche Schuld wie der Protagonist auf sich. Das ist der Reiz des Films. Dafür ließ Hitchcock mit einer sensationellen Detailverliebtheit im Studio eine schnuckelige Innenhof-Kulisse bauen, die dank beigefügter Straßengeräusche echt wirkt und einen tatsächlich vergessen lässt, dass die Kamera bis zum Finale nur von einem einzigen Zimmer aus die Geschichte bebildert. [...]
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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschen[Hitchock] zeigt, was der Blick auslöst, seziert die Reaktionen des Betrachters - und führt uns damit unsere eigenen Reaktionen vor. Ein Film der den Betrachter ins sich hinein zieht, und mitunter an einem hochkomplexen Wechselverhältnis von Subjekt und Objekt der Beobachtung strickt - in diesem Sinn auch das autobiographischte Werk Hitchcocks, der Film, der das Verhältnis von Autor und Werk in den Mittelpunkt stellt, sozusagen Hitchcocks "Las Meninas".
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (53) — Film: Das Fenster zum Hof
Kommentar schreibenMurray 2012/01/26 10:55:20
Kommentar löschenIn heutigen Thrillern oder Horrorfilmen kommt es ja öfter vor das in brutalen oder spannenden Szenen unpassende (beispielsweise fröhliche) Musik kommt. Das mag sich zwar deplatziert anhören steigert aber die unbehagliche Stimmung. Hitchcock hat dies mit "Das Fenster zum Hof" nicht nur 50 Jahre früher gemacht, sondern liefert dazu noch die passende Erklärung. Meisterlich.
Dazu noch die bezaubernde Grace Kelly und der charmante James Stewart und man hat einen der besten Thriller der Filmgeschichte. Einzig das Finale hätte noch fulminanter ausfallen können.
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timwenig 2012/01/23 15:09:05
Kommentar löschenabsoluter hammer!!! herrlich dieses studioapartment von dem musiker, das der friends-wohnung zum verwechseln ähnlich sieht.
man pisst sich zum schluss in die pants!
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Cellmorbasg 2012/01/20 12:13:47
Kommentar löschenEin Fenster als Tor zur Welt, zur Welt des Hinterhofs in dem sich facettenreiche Geschichten im Kreise der Nachbarn abspielen und James Stewart, zum sitzen verdammt, als Voyeur teilnimmt am Leben der Anderen. In seinem eigenen Leben versucht er die Klippen der Beziehung zu umschiffen und so startet der Film vor allem mit viel Humor. James Stewart spielt hier groß auf, gibt seiner Mimik ganz neue Seiten und füllt die Rolle als einsamer Abenteurer aus. Dagegen Grace Kelly als überhaupt nicht kühle Blonde, sondern gefühlvolle und bezaubernde Frau. Das Zusammenspiel der beiden ist so amüsant und wird mit solcher Leichtigkeit vorgetragen, dazu die Dialoge mit seiner Pflegerin, dass ich der Heilungsphase deutlich länger zuschauen könnte. Doch da gibt es ja noch den spannenden Part. War er's oder war er's nicht? Hitchcock lässt den Zuschauer diesmal lange Zeit im Dunkeln tappen und spielt mit den Vorstellungen. Geht man hier den Hirngespinsten von Jeff oder einem selbst auf den Leim? Kann es wirklich logische Erklärungen für das Verhalten im Haus gegenüber geben?
!Spoiler!
Das bleibt offen bis Lisa sagt: "Let's start from the beginning again, Jeff. Tell me everything you saw and what you think it means." Ab da lautet die Frage: Kann der Täter gestellt werden?
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JohnnyKee 2011/12/18 17:46:09
Kommentar löschenWissen sie was ihre Nachbarn, genau in diesem Moment tun?
Wissen sie wirklich wie sie so sind, wie sie sich hinter verschlossenen Türen benehmen, wie schnell sie sich um deren Privatsphäre beraubt fühlen? Sind sie Fremde?
Schreckliche Tatsachen in der eng-bewohnten Nachbarschaft. Geheimnisse die lieber nicht das Licht der Welt erblicken sollten, Gräueltaten die man sich nur vorstellen kann. Rasendes Herz, ungehemmte Angst, jeden Tag der Gewissheit ins Auge blicken und man weiß, ist sich sicher: Er ist es! Ein Mörder! Der Meister James Stewart, nicht ganz unbeschadet, durchschaut die Menschen in seiner Nachbarschaft, Tag und Nacht. Ist sich im Klaren welch riskantes Vorhaben er absolvieren muss um denjenigen zu überführen der Grauenvolles, Unvorstellbares getan hat und welchen Preis er dafür zahlen muss. Sind ihre Geliebten in Sicherheit? Wirklich? Sehen sie besser nochmals nach. Man weiß nie wo und wann sich gerade diejenigen aufhalten die zu allem bereit wären. Grace Kelly, ganz mutig, beweist es allen. Thelma Ritter verstört und bringt den Zuschauer zum Lachen zugleich. Ein genialer, gewiefter, unerschrockener Dreier, der alles wagen würde der Gerechtigkeit wegen, gegen den unscheinbaren, skrupellosen Nachbarn der gewaltig Dreck am Stecken hat. Was liegt im Garten vergraben? Wer hat den geliebten Hund ermordet? Haben sie sich schon Angst? Kommt auf keine Dummheit wenn ihr nichts zu tun habt, denn will man wirklich wissen was die Leute nebenan so alles tun? Sei still, nur für einen Moment und lausche den aufrichtigen Gesprächen, der bedrohlichen Stille und der dicht gestrickten Spannung die in der Luft liegt. Denn diese Geschichte fesselt, erschreckt und unterhält famos zugleich. Magical!
Wissen sie was ihre Nachbarn, genau in diesem Moment tun?
Wissen sie wirklich wie sie so sind? Ist ihre Tür verschlossen?
Sind sie sicher?
26 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 10 Antworten
Benjamin Barker 2011/12/18 18:11:20
Antwort löschenStarker Film und ebenso starker Kommentar!
SoulReaver 2011/12/18 18:13:57
Antwort löschen<3
JohnnyKee 2011/12/18 18:21:29
Antwort löschen@Benjamin: Thx ya!^^
@Soulih: Ooooooch! xo xo xo!^^
BigDi 2011/12/18 18:36:07
Antwort löschenNiice.
JohnnyKee 2011/12/18 18:47:31
Antwort löschenThx^^
seven 2011/12/18 18:50:55
Antwort löschenSehr schön geschrieben. Würd ich auch mal gern sehen. :)
JohnnyKee 2011/12/18 18:53:28
Antwort löschenDankeschön! :D Etwa auch so gern wie Hanna?^^
seven 2011/12/18 18:59:00
Antwort löschenSo gern dann auch wieder nicht. :D
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Mr.Film 2011/12/22 17:24:44
Antwort löschenFand ihn nicht ganz so toll, dafür aber deinen Kommentar ;)
JohnnyKee 2011/12/22 17:33:19
Antwort löschenHey Thx :D
Framesurfer 2011/11/21 00:04:47
Kommentar löschenDer beste Kuß der Filmgeschichte. Grace Kelly küsst die ganze Welt! Und ich habe ihn im Kino gesehen. Nichts gegen Silberscheibchen, aber das ist der Ort, wo Magie entsteht.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten
doctorgonzo 2011/11/21 10:31:09
Antwort löschenSofern ein Film im Kino läuft, der Potential für Magie hat.
Framesurfer 2011/11/22 22:45:53
Antwort löschenJa leider, das Filmangebot im Kino scheint sich auf zwei Hauptrichtungen zu beschränken, Krachbumm die Achterbahn oder den Frauenaffinen Beziehungs Trala.
Aber das Kino ist wie die Supermarktkasse der demokratischste Ort der Welt und die Produzenten liefern, wonach das Publikum verlangt oder zmindest das, was sie dafür halten.
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doctorgonzo 2011/11/23 09:11:55
Antwort löschenWomit recht gut bewiesen wäre, dass Demokratie nicht funktioniert, wenn das Volk doof ist. :-)
Framesurfer 2011/11/24 22:51:23
Antwort löschenIm 18 Jahrhundert gab es ein Experiment, um die Dummheit der Masse zu beweisen. Auf einem Viehmarkt in England wurden die Anwesenden aufgefordert das Gewicht eines Bullen zu schätzen. Wer das richtige Gewicht errät, sollte den Bullen als Preis erhalten. Niemand erriet das genaue Gewicht.
Bei der Nachprüfung stellte man erstaunt fest, daß die Quersumme der Schätzungen das exakte Gewicht des Bullen ergaben.
Es gibt also immer noch Hoffnung.
kamerakind 2011/11/02 21:27:02
Kommentar löschenNeben "The Man from Earth" und "Die 12 Geschworenen" sicher eines der besten Kammerspiele überhaupt. Unglaublich spannend, zugleich anrührend und komisch.
Ach ja, in feinstem Technicolor gedreht. Traumhaft!
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based_god 2011/10/29 15:30:54
Kommentar löschenEin Klassiker halt.
Eigentlich ist die Story simpel und braucht lange um in die Gänge zu kommen. Danach jedoch wird er richtig spannend... Die Schauspieler waren die Elite damals und Hitchcock kennt sowieso jeder. Die stimmige Musik ist witzig gewählt und sorg auch 2011 noch dafür, dass man sich in die damalige Zeit versetzen kann, wo es noch keine Natels, kein TV in jedem Haushalt gab, die eine solche Geschichte unmöglich gemacht hätten.
Empfehlenswert...
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ewigkeit 2011/10/04 10:15:54
Kommentar löschenDas Fenster zum Hof also - ist aus meiner Perspektive betrachtet kein Film wie jeder andere. Im Grunde könnte man die Handlung runterbrechen, dass sie auf einen halben Bierdeckel passt - das Händchen von Hitchcock sorgt aber dafür, dass man selbst zum willigen, neugierigen Voyeur wird. Der Zuschauer bekommt aber mehr als nur einen Platz in der ersten Reihe, als besonderes Bonbon darf er auch noch einen exklusiven Blick in das nicht unkomplizierte Liebesleben des an den Rollstuhl gefesselten Fotografen Jeff werfen. Wie bereits angedeutet ist die Handlung des Films die eine Sache - sicherlich nicht unspannend, ganz im Gegenteil - auch die Kulissen im Hintergrund wirken schon ein wenig antiquiert und unfreiwillig komisch. Aber gerade die ungezwungen, locker-leichten, teils auch spaßigen und sarkastischen Dialoge sind es, die einen von Anfang in die Szenerie einführen - und mitunter auch schnell alles Unwichtige vergessen lassen. Für mich einfach ein großartiges Stück Filmgeschichte.
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Brennegan 2011/10/03 02:28:27
Kommentar löschenHitchcock war absolut dreist! Anstatt die Spannung wie heute üblich aus der Perspektive der direkt betroffenen Person aufzubauen (zu versuchen!), setzt er den Zuschauer dank eine Beinbruchs in einen Rollstuhl und lässt ihn die Nachteile dieser Beeinträchtigung jederzeit spüren.
Stewart bekommt dabei die wohl beste undankbarste Rolle aller Zeiten. Schließlich muss er den Platzhalter für den Zuschauer mimen, der eigentlich die Hauptrolle des Films spielt, da er es immer ist, der dort im Rollstuhl gefangen ist und sich nicht tiefer in die Geschehnisse vertiefen kann und somit die gesamte Spielzeit hilflos daneben sitzt und alles seinen Lauf nehmen lassen muss, ohne eingreifen zu können.
Hitchcock war dreist ... und das fehlt heute!
13 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Mr.Film 2011/08/30 10:53:29
Kommentar löschenZugegebenermaßen, für damalige Verhältnisse wurde das toll inszeniert, doch das heisst nich das es mich auch heute noch fasziniert. Fakt ist das ich "Das Fenster zum Hof" stellenweise recht langatmig empfand, der Altmeister Hitchcock erzeugt in meinen Augen erst recht spät Spannung, grade mal das Finale hat mich dazu veranlasst meine Fingernägel ins Kopfkissen zu krallen. Viel zu spät. Zu den Dialogen kann man auch nicht viel schlechtes sagen, eigentlich nur das ich ein paar Dialoge recht überflüssig fand und die mich dann auch schnell genervt haben. Das Wort "Schwachsinnig" passt nicht zu dem Film, aber es passt auf jeden Fall zu einer Szene: (SPOILER) Kurz vor Ende, als dann der Mörder in dem Haus von Jeff ist und ihn sucht, und schließlich auch findet, kommt er einfach so in sein Appartment. Bitte, wer zum Teufel schließt bei so einer Situation nicht seine Tür ab?. (Spoiler Ende)
Doch eines fande ich an dem Film ganz groß. Die Darsteller. Von der ersten Minute haben sie mich mitgerissen und es hat Spaß gemacht mit ihnen zu spannen. Grace Kelly ist ja sowieso eine bombastische Frau. Mein Gott, was würde ich geben damit ich auch so eine aufregende Nachbarschaft hätte. Dafür habe ich grenzdebile Oma's in meiner Umgebung. Aber das ist eine andere Geschichte.
Also, für damals echt ein Klasse Film und ich verstehe auch warum den so viele außerordentlich gut finden, doch bei mir hats nur so halber gefunkt.
5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 18 Antworten
Le Samourai 2011/08/30 11:01:05
Antwort löschenBitte? Also 6 Punkte sind definitiv Majestätsbeleidigung. Wenn das kein 10-Punkte-Film ist, welcher dann??! :)
Mr.Film 2011/08/30 11:02:36
Antwort löschenAuch wenn der Spruch auf den Keks geht, "Geschmäcker sind verschieden!" :)
alex023 2011/08/30 11:19:32
Antwort löschenErnsthaft, warum muss immer dieser Kommentar mit von wegen "Der Filme muss aber so und so viele Punkte haben" kommen. -.-
Le Samourai 2011/08/30 11:24:32
Antwort löschenDer muss nicht immer kommen, der kommt nur wenn er angebracht ist :)
Mr.Film 2011/08/30 11:35:22
Antwort löschenDer ist aber eigentlich nirgends angebracht, ich heul auch nicht rum wenn jemand meinen Liebling schlecht macht.
Le Samourai 2011/08/30 11:39:25
Antwort löschenIs ja gut, man wird ja wohl mal meckern dürfen :)
Mr.Film 2011/08/30 11:44:18
Antwort löschenDas denken sich leider zu viele :P Find das nur nervig, ich meine, den Angeklagten kriegt man sowieso nicht überredet das der Film besser ist als er ihn bewertet hat.
Mr.Film 2011/08/30 14:12:55
Antwort löschenTriftt auf die meisten zu. Leider. Aber mein Arzt verschreibt mir immer nette Sachen, so das ich auch wieder schnell gesund bin ;)
alex023 2011/08/30 15:27:00
Antwort löschen@tdk
Nice :)
fkfilmkritik 2011/08/30 15:58:43
Antwort löschenDu hast Glück, dass hoffman im Urlaub ist. ;P
Mr.Film 2011/08/30 16:13:04
Antwort löschenAch, meine Bewertungen dürften ihn nicht mehr groß wundern :D
Punsha 2011/08/30 16:15:00
Antwort löschenGut, langatmig fand ich ihn jetzt nicht gleich, aber umgehauen hat er mich auch nicht. Einen Punkt mehr hat er dennoch von mir gekriegt, aber Psycho fand ich ein ganzes Stück besser, weshalb du dir den trotzdem mal reinziehen solltest. ;)
Mr.Film 2011/08/30 16:37:52
Antwort löschenHitchcock ist ja kein schlechter, deswegen steht "Psycho" schon lange auf meiner Merkliste :)
Helter Skelter 2011/08/30 19:16:19
Antwort löschenDas Fenster zum Hof mit 6 Punkten abspeissen
.........und dann auch noch Psycho nich gesehen......
was kommt als Nächstes???
xDDDDD
;)
Mr.Film 2011/08/30 20:20:14
Antwort löschenOh, verzeih, ich habe noch nicht jeden Film gesehen.
Helter Skelter 2011/08/30 20:27:10
Antwort löschenIch lass es dir diesmal ausnahmsweise durchgehen..............diesmal
;)
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Mr.Film 2011/08/30 23:46:45
Antwort löschen:)
Williwunda 2011/10/17 01:50:54
Antwort löschenNebenbei,
die Tür war die ganze Zeit offen, damit die Haushaltshilfe, seine Freundin sowie der Polizist in die Wohnung können. Das Problem war, dass vor der Tür seiner Wohnung noch 2 Stufen sind. Er hatte ja zum Ende noch versucht die Tür abzuschließen, doch kurz nachdem er sein gegipstes Bein aus dem Rollstuhl raus hob, schien es als ob er merkte, dass die Zeit dafür nichtmehr ausreichen würde(Licht ging im Flur aus).
Somit kam es zu Plan B.
slangbanger! 2011/08/29 12:45:18
Kommentar löschenImmer noch eine der besten Kulissen aller Zeiten.
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AgentGuhl86 2011/07/25 13:32:24
Kommentar löschenDas Wort des Films ist "Hinterhoffenstermoral" - ahaaaaa...klingelt was? Nein? Naja, das hat wahrscheinlich damit zu tun, dass niemand dieses Wörtchen so wirklich beherzigt, denn wie gerne beobachten wir unsere Umgebung und interpretieren alles mögliche, was irgendwie interpretierbar ist?! Aus diesem banalen Gedanken einen Film zu machen, konnte nur dem Altmeister des Suspense Alfred Hitchcock einfallen und obwohl mich die Spannung nun nicht vom Hocker fegte, war es doch an jeder Stelle zunehmend interessant, was man sich aus ein paar Anhaltspunkten aus der Nachbarschaft so zusammenreimen kann - ganz nach dem Motto: 2 Augen, 2 Ohren und viel Fantasie. Natürlich wäre es nicht Hitchcock, wenn nicht doch irgendwas dran wäre am geheimnisvollen Gewusel in der Nachbarschaft. Das interessante am Film: der Zuschauer sieht nur das, was auch der im Rollstuhl sitzende Reporter und Beobachter des Szenerie sieht. Ein Vorläufer von "The Blair Witch Project"? Im Prinzip funktioniert das so - auch wenn die Kamera ein externer Beobachter ist.
Ein nicht übermäßig spannender Film, aber ein Film, der die Wahrheit ausspricht: was sind wir nur für Kreaturen, die beobachten und dann doch enttäuscht sind, wenn etwas Schlimmes NICHT passiert?!
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schwarzeserie 2011/05/17 00:07:25
Kommentar löschenSind wir denn nicht alle Voyeure auf dieser Seite und schauen anderen bei ihrem ( gespielten ) Leben zu, ergötzen uns an den Hochs und Tiefs der Figuren und jubeln oder kritisieren sie ???
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Chihiro Ogino 2011/05/08 12:22:33
Kommentar löschenGarce Kelly und James Stewart, das perfekte Leinwandpaar. Die Geschichte ist eigentlich total einfach. Sie spielt ca. 2 Stunden in einem Raum und immer mit den selben Personen. Egal, wie langweilig die Geschichte auch ist, Hitchcock kann alles zu einem Meisterwerk umsetzen. Darum sind all seine Filme einfach nur genial und atemberaubend.
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hoffman587 2011/05/08 13:01:14
Antwort löschenSo lanweilig ist die Story nicht, wenn man bedenkt, dass es hier Voyerismus geht.
Chihiro Ogino 2011/05/08 13:16:17
Antwort löschenIch wollte einfach nur deutlich machen, dass Hitchcock jede Story, egal, wie langweilig sie auch ist, in einen guten Film umsetzeen kann:)
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hoffman587 2011/05/08 14:34:30
Antwort löschenDa hast du natürlich recht, obwohl das eher zu Hitchcocks "der zerissene Vorhang" passt:)
-Johnny 2011/08/21 12:50:28
Antwort löschenalso ich fand den Film langatmig
convera 2011/05/04 20:57:32
Kommentar löschenIch habe noch nie einen Film mit so schönen Schauspielern gesehen...
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Marti DiBergi 2011/05/04 14:21:11
Kommentar löschenSehr unterhaltsamer Krimi zum miträtseln. Das Thempo ist für heutige Verhältnisse etwas lahm, dafür sind die Dialoge gewitzter und die Charaktere symphatischer. Das mit Hitchcock ein Regie-Ass hinter der Kamera sitzt schadet natürlich auch nicht. Und wer würde nicht gerne von Grace Kelly geweckt werden?
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Mervit 2011/04/18 21:04:51
Kommentar löschenÄhnelt 'disturbia' sehr oder besser 'disturbia' ähnelt 'das fenster zum Hof' sehr.
der war echt gut.
an alle die nicht so eine hohe erwartung von alten filmen haben : Umbedingt anschauen, eure meinung wird dich ändern!
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manitu17 2011/04/18 23:01:44
Antwort löschenHitchcocks original^^ schön das es dir zusagt:)
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Mervit 2011/04/28 19:12:15
Antwort löschendas ist guuuut :)
manitu17 2011/04/29 00:00:18
Antwort löschen:)
Seife 2011/03/08 14:52:36
Kommentar löschenMit sehr wenig Mitteln wird eine Menge erreicht. Man überlegt mit, versucht das Rätsel zu lösen. Allerdings ist das Ende dann doch ein wenig schnell und enttäuschend. Außerdem scheinen viele den Film aus Prinzip hoch zu bewerten, nach dem Motto: Man wirkt doch sehr belesen, wenn man einen alten Hitchcock-Film gut findet.
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Helter Skelter 2011/03/25 16:20:44
Antwort löschenBelesen ... ???
Völliger Quatsch...
Der Film ist göttlich und basta!
;)
Benjamin Barker 2011/03/06 18:08:08
Kommentar löschenAlfred Hitchcock - Master of Suspense!
Inszenatorisch ist "Das Fenster zum Hof" nah an der Perfektion. Genau wie wir Zuschauer ist die Hauptfigur zum Zuschauen verurteilt und nicht in der Lage aktiv in das Geschehen einzugreifen. So wird sie zur Identifikationsfigur und das Ganze bekommt eine ganz besondere Note. Die Kamera filmt ebenfalls die meiste Zeit aus seiner Wohnung heraus, so wird eine unbehagliche, kammerspielartige Atmosphäre erzeugt. Das Setting ist interessant, die Kameraarbeit tadelloss und der gesamte Cast weiß ausnahmslos zu gefallen. Der Film mag auf den ersten Blick nicht so spannend sein wie "Psycho", inhaltlich nicht so komplex wie "Marnie" und es mag nicht so viel passieren wie in "Die Vögel" - aber wenn man genauer hinschaut gibt es so viel zu entdecken. Das ist es, was die ganz großen wie Hitchcok auszeichnet. Und ganz nebenbei entlarvt er uns Zuschauer ebenfalls als Voyeure. Ganz großes Kino!
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fabel 2011/03/06 19:57:33
Antwort löschenDie Tatort-Version davon ist auch ganz groß.;)
Dank dir sei er mal endlich vorgemerkt, mir fehlen noch eine Menge Hitchcocks. Kam bisher nur in das Vergnügen, PSYCHO zu schauen. Das sollte sich scheinbar schleunigst ändern.;)
Benjamin Barker 2011/03/06 22:22:30
Antwort löschenEs gibt eine Tatort-Version davon? :D Interessant, kannst ja mal ein paar Informationen absondern ;-)
Ich kenne bislang auch nur die, die ich in meinem Text erwähne. Vor allem "Die Vögel" kann ich noch empfehlen. Aber Highlights wie "Vertigo" und "Der unsichtbare Dritte" fehlen mir leider auch noch.
kronenhummer 2011/03/06 17:13:50
Kommentar löschenEs ist interessant zu beobachten, wie es Hitchcock gelingt, aus einer Geschichte, in der eigentlich nichts Spannendes passiert, trotzdem das Maximum an Spannung heraufzubeschwören.
Hierzu tragen vor allem die Bilder und Geräusche sowie die kammerspielartige, beklemmende, aber doch offene Kulisse bei. „Rear Window“ ist dabei ein stimmungsvoller und vor allem dialogstarker Film, der den Kleinigkeiten eine Bedeutung gibt und plötzlich Blickwinkel offenbart, mit denen man diese Alltäglichkeiten und die doch vorhandenen kleinen Abweichungen, sonst nie zu betrachten weiß. Natürlich darf auch Hitchcocks klassische Frauenrolle der schönen und intelligenten Blondine, die aber letztendlich doch nur für ihren Mann lebt, nicht fehlen. Teilweise auffällig sexistische Kommentare, die aber vielleicht einfach nur ein Abbild der damaligen Zeit sind.
„Rear Window“ kann nie das Maß an Spannung aufbauen, dass andere Hitchcock-Werte zu erzeugen im Stande sind. Dennoch ist Hitchcock auch hier in der Lage, den Zuschauer lange im Unklaren zu halten und zum Miträtseln bei der Auflösung des potentiellen Verbrechens zu bewegen. Darüber hinaus gelingt ihm einmal mehr ein starker Abschluss, der zum Schmunzeln anregen kann.
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