Das Fremde in mir

Das Fremde in mir (2008), DE
Laufzeit 98 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 16.10.2008

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von Emily Atef, mit Hans Diehl und Judith Engel

Rebecca (32) und Julian (34) erwarten voller Freude ihr erstes Kind. Als Rebecca einen gesunden Jungen auf die Welt bringt, scheint ihr Glück perfekt. Doch statt der bedingungslosen Liebe, die sie erwartet hatte und von der die ganze Welt spricht, empfindet sie nur Hilflosigkeit und Verzweiflung. Ihr eigenes Baby ist ihr fremd. Mit jedem neuen Tag wird deutlicher, dass Rebecca den Anforderungen des Mutterseins nicht gewachsen ist. Doch außer ihr scheint das niemand zu bemerken. Sie kann sich niemandem anvertrauen, nicht einmal Julian. Denn: Wie spricht man über das Unaussprechliche? Über Gefühle, die man nicht einordnen kann? Von denen man noch nie zuvor gehört hat? Rebeccas Zustand verschlechtert sich zunehmend bis sie schließlich fürchten muss, zu einer Gefahr für ihr eigenes Kind zu werden. Nach einem Zusammenbruch erkennt alleine Rebeccas Mutter, was ihre Tochter braucht: Professionelle Hilfe und Unterstützung bei dem Aufbau einer Mutter-Kind-Beziehung. Rebecca wird in eine Klinik eingewiesen. Ganz allmählich beginnt sie auf dem Weg der Heilung, sich nach ihrem Sohn zu sehnen. Vielleicht ein Erwachen der Mutter in ihr.


Cast & Crew


Kritiken (5) — Film: Das Fremde in mir

Jürgen Kiontke: Jungle World, ai-Journal, K...

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7.0Sehenswert

All dies ist schön und lehrreich gefilmt, erklärt aber noch nicht die Idee des Films. Die liegt meines Erachtens in der fundamentalen Gesellschaftskritik. Die Decke der Zivilisation ist dünn, und schon der Umstand, dass der Mensch ein Naturwesen ist, durchstößt sie. Rebecca kriecht nicht umsonst auf dem Waldboden herum, um sich zu erden. Die ganze Konzeption des neuen Kleinbürgertums mit seinen nicht abbezahlten Eigentumswohnungen, seinen Marken-Kinderspielsachen und verrückten Vornamen ist zum Scheitern verurteilt. Im kollektiven Unglück ist kein privates Glück möglich, so das Fazit von "Das Fremde in mir".

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tristessedeluxe: Filmtagebuch tristessedeluxe: Filmtagebuch

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6.0Ganz gut

Film über postnatale Depression. Tabuthema sehr berührend und sensibel umgesetzt. Trotzdem irgendwie fahler Beigeschmack.

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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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6.5Ganz gut

"Das Fremde in mir" ist gesellschaftspolitisch gesehen ein sehr mutiger Film in Zeiten, in denen die Familie hoch im Kurs steht, alle Welt davon redet, wie glücklich Kinder machen, das neue Elterngeld die unlängst noch niedrige Geburtenrate ordentlich ankurbelt. Dagegen gerät in die kinderfeindliche Ecke, wer zu bedenken gibt, dass keineswegs alle Frauen Schwanger- und Mutterschaft als etwas Schönes erleben, Kinder schnell auch zur Belastung werden können und auch schlichtweg nicht zu jedem Lebensentwurf passen.
Die Franko-Iranerin Emily Atef, in Berlin geboren, aufgewachsen in Frankreich und London, hat sich gleichwohl nicht gescheut, über die so genannte postpartale Depression, an der jährlich immerhin 80.000 Mütter erkranken, einen Film zu machen. Herausgekommen ist ein feinfühliges Plädoyer für einen offeneren Umgang mit dem totgeschwiegenen Problem der Entfremdung vom eigenen Kind, das nur leider im Fortlauf der Handlung an Brisanz verliert.

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Julia Teichmann: film-dienst Julia Teichmann: film-dienst

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8.5Ausgezeichnet

Obwohl "Das Fremde in mir" in dieser Hinsicht paradigmatisch ist, werden keinesfalls die Stationen einer Erkrankung und der langsamen Genesung abgehakt. Vielmehr gelingt Emily Atef ein sensibles, packendes Frauenporträt. Die unmittelbare Nähe zur Hauptfigur und die ungekannte Entwicklung machen es so spannend wie einen Thriller.

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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...

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8.0Ausgezeichnet

Eindringliches Drama über eine junge Frau, die nach der Geburt ihres Wunschkindes an einem postnatalen Trauma leidet. Regisseurin und Koautorin Emily Atef, die schon mit ihrem preisgekrönten Erstlingswerk "Molly's Way" eine sensible weibliche...

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Kommentare (2) — Film: Das Fremde in mir

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Bewertung9.0Herausragend

Endlich mal ein Film, der die ganze Tragweite einer so beschissenen Krankheit aufzeigt. Hier werden alle Faktoren berücksichtigt... Perfekt in Dramaturgie, Kamera und vor allem Schauspiel! Von Anfang bis Ende hab ich völlig verkrampft dagesessen und wollte nur noch, dass alles gut geht. Tut es das?

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nalmargi

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Bewertung2.0Ärgerlich

Sehr gutes Thema - Scheißlangweiliger Film.

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