Das geheime Leben der Worte

La Vida Secreta de las Palabras (2005), ES/US
Laufzeit 115 Minuten, FSK 6, Drama, Kinostart 27.04.2006

7.1 Kritiker
11 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.5 Community
314 Bewertungen
16 Kommentare
Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
noch nicht bewertet

von Isabel Coixet, mit Sarah Polley und Tim Robbins

Ein einsamer rauer Fleck, irgendwo im Graublau des Atlantiks. Eine Ölbohrinsel, auf der ein schwerer Unfall passiert ist. Eine mysteriöse Frau, Hanna (Sarah Polley), kommt hierher, wo sonst nur Männer arbeiten. Hanna ist auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit. Sie hat als Krankenschwester angeheuert, soll einen Verletzten versorgen. Josef (Tim Robbins) hat bei der Explosion schwerste Verbrennungen erlitten. Er ist vorübergehend erblindet. Während er das Gespräch sucht, bringt sie kaum ein Wort über die Lippen. Und doch entwickelt sich eine einzigartige Intimität zwischen den beiden, eine Verbindung voller Geheimnisse, Sehnsüchte, Trauer, Schmerz und Freude: Das Geheime Leben der Worte. Eine Begegnung, die beider Leben verändern wird.

  • 37795279001_1035694702001_das-geheime-leben-der-worte-poster-thumb-square
  • 37795279001_1035694700001_das-geheime-leben-der-worte-poster-thumb-square
  • Das geheime Leben der Worte - Bild 41246
  • Das geheime Leben der Worte - Bild 41247
  • Das geheime Leben der Worte - Bild 41248

Mehr Bilder (16) und Videos (3) zu Das geheime Leben der Worte


Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Das geheime Leben der Worte

Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

Der einzige Sinn, dem sich Coixet verwehrt, ist der dem Kino ureigene, der visuelle. Sie verweigert sich dem klassischen, auch: dem billigen Gefühlskino. Den großen, elegischen Bildern mit den wohlkomponierten Trauer-Tableaux. Ihre Bilder sind spröde, grau, alltäglich. Und wollen es sein. Eigentlich ist "Das geheime Leben der Worte", so intensiv es auch von Sarah Polley und Tim Robbins und den vier, fünf anderen Darstellern gespielt wird, ein Hörspiel, bei dem einem erst am Ende - durchs Hörensagen - die Augen auf- und übergehen.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (15) — Film: Das geheime Leben der Worte

Kommentar schreiben
Sortierung

Vorwort

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Immer wenn ein Film - wie der Ozean - vor sich hinwogt und mir ganz die wortlose und ruhige Stimmung vermittelt hat, frage ich mich, ob das jetzt nicht reicht. Immer vor (!) diesem Moment hat "Das geheime Leben der Worte" umgeschwenkt zu einem Augenzwinkern, zu einem anderen Charakter oder sogar zu einem ganz gefühlsstarken Thema! Das war wirklich beeindruckend.

Was die Geschichte hinter den Charaktern angeht, wird man genauso im Dunkeln gelassen, wie ihre jeweiligen Gegenüber. Die Stille macht neugierig und schließlich findet man einiges heraus und mit einem Male verstehe ich die Stille. Und warum sie so hartnäckig war.

Die Schauspieler, die unstete Kamera und die Art die Geschichte erst mit Überwindung zu erzählen, hat den Abend sehr lohnenswert gemacht!

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Murray

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Hat mich leider nicht so sehr berührt wie ich es mir erhofft hatte. Aber die grandiose Leistung aller Darsteller sowie der fantastische Indie-Soundtrack machen den Film definitv sehenswert. Und ich muss zugeben:
Der Dialog am Ende zwischen Hanna und Josef ist einfach mal so herzerwärmend dass ich mir doch eine Träne verdrücken musste. Poetisch hoch drei.

Vielleicht ändert sich die Wertung noch nach einer weiteren Sichtung. Abwarten.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

sachsenkrieger

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

Das kann einem passieren, wenn der Film, den man eigentlich sehen wollte, nicht laufen will und man von einem Ort namens Stechpalmenwald in der Nähe von Los Angeles ungewollt auf eine Bohrinsel an der englischen Nordseeküste katapultiert wird. Nach wenigen Minuten Ausharrens wird man gefangen von einer Geschichte, die süßer und bitterer nicht sein kann. Ein herausragender Film über die Menschlichkeit und die Unmenschlichkeit in JEDEM von uns!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Elman Smithee

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Das Unfassbare in Worte zu fassen; das Unteilbare mitteilbar zu machen - nicht weniger ist Isabel Coixet mit Das geheime Leben der Worte gelungen, dank eines intelligenten Drehbuchs und der einfühlsamen Darstellung von Sarah Polley als vom Bosnienkrieg traumatisierte Hanna und Tim Robbins als willigem Zuhörer. Ein konzentrierter Film in einer abgestumpften Welt. Memento mori. Gerade den Opfern der Kriege.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Andy Dufresne

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

"Ist das sterbende Wesen, das vor seinen Augen zugrunde geht, ein Mensch wie er selbst und noch dazu ein geliebter Mensch, dann empfindet er außer dem Entsetzen über die Vernichtung eines Lebens einen Riß und eine Wunde in der Seele."
-Leo N. Tolstoi-

Der leiseste Antikriegsfilm, die zurückhaltendste Romanze, das ruhigste Drama.
Und doch voll von emotionaler und seelischer Sprengkraft.

Eine (vermeintliche) Krankenschwester kommt auf eine Bohrinsel auf der nach einem tragischen Unfall alles und alle stillstehen.
Sie soll einen Mann pflegen der sein Augenlicht verlor und so stark verwundet ist das er nicht von der Insel runtergeholt werden kann.
Das ist alles.
Daraus schält der Film Schicht für Schicht den Panzer der beiden zutiefst verletzten,leidenden und traumatisierten Menschen ab.
Er legt verdrängtes frei, er schaut in die seelischen Abgründe der beiden, er wagt einen Blick auf bitterste Wahrheiten und Verletzungen.

Absolut grandios verkörpert von Sahra Polley als Krankenschwester und Tim Robbins als verunglücktem Arbeiter.

Das Geheime Leben der Worte entfaltet sich ganz langsam, fast statisch, stillstehend wie die Bohrinsel bewegt der Film sich zu Wahrheiten hin die schwer bis garnicht zu ertragen sind.

Ein absolut großartiger,ruhiger Film der ganz leise schlimmste Traumata aufbricht und sensibel höchstwichtige Themen (Das Trauma Krieg, das Trauma Schuld) anspricht und in seiner Aussagekraft und Relevanz meilenweit über ganz vielen, weitaus bekannteren Antikriegsfilmen steht.

Schauspielerkino der Oberklasse mit ganz starkem Inhalt.

bedenklich? 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

Nordlicht79

Antwort löschen

Ja kann nur zustimmen, grandioser Film! Den sollte man gesehen haben! Hat mich damals auch zutiefst bewegt!


Andy Dufresne

Antwort löschen

Absolut!
Hab geschaut, er kommt am 18.04 um 20:15 auf Arte (also auch ohne Webung!) und am 19:04 als Wiederholung um kurz nach 1:00 Uhr!


Birdcage

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Als ich den Film zu ersten Mal angeschaut habe, wollte ich ihn gleich noch einmal sehen. Leider ist er aber nur im Fernsehen gelaufen, deshalb habe ich ihn dann auch gleich gekauft. Es gibt so viele Szenen und Passagen, über die man eine längere Zeit nachdenken muss. Gerade weil der Film so eine ruhige Erzählweise hat, ist es wichtig wirklich nichts zu verpassen. Es werden zwei Menschen dargestellt, die beide schlimme Schicksalsschläge erlitten haben(natürlich ist Hannas Vergangenheit weitaus schlimmer). Doch sie finden gerade wegen ihren tristen Lebensumständen zueinander. Da es kein Actionkracher ist und sich außerdem mit ernsten Themen wie dem Bosnienkrieg beschäftigt, ist die schauspielerische Leistung besonders wichtig, da der Film hauptsächlich auch davon lebt. Diese haben Tim Robbins und Sarah Polley eindrucksvoll gemeistert und den Zuschauer regelrecht in ihren Bann gezogen. Ein kleines Juwel, dass man sich unbedingt anschauen sollte.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

freedika

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

I fell into the ocean
When you became my wife
I risked it all aganist the sea
To have a better life

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

BobbyIII

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich habe 3 lange Jahre darauf warten müssen mir diesen Film anschauen zu können. Und ich werde dies mit Sicherheit auf absehbare Zeit vorerst nicht wieder tun. Nicht weil er nicht gut ist. Ganz im Gegenteil, er gehört zu den, meiner Meinung nach, besten Filmen die ich je sehen durfte. Es liegt einfach daran das der Film so ungemein deprimierend ist. Ein Film über äußere und innere Wunden und Narben. Über die Einöde und Ruhe im Menschen selber und auf einer Bohrinsel. Sarah Polley ist in ihrer Rolle wundervoll, welche verquer, verschlossen und deprimierend ist. Trotzdem schafft sie es dieser Rolle eine solche Niedlichkeit zu schenken wodurch man sie sofort ins Herz schließt. Ich wäre nicht überrascht das wenn ich mir den Film irgendwann dann doch noch einmal ansehen werde er diese 0.5 Punkte die hier zur Bestwertung fehlen von mir bekommen wird.
---------------------------------------------------------------------------------------
Wie bereits vor 4 Monaten im letzten Satz beschrieben, habe ich dem Film nun bei neuerlicher Sichtung die 0,5 Punkte hochgeschraubt.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

spanky

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wenn dieses dämlich konstruierte Semi-Happy-End nicht wäre, dann hätte ich die beeindruckendste Auseinandersetzung mit dem Jugoslawien-Konflikt bisher gesehen. Zumindest ist dies aber die unkonventionellste. Unglaublich wie intensiv Robbins sein kann, in dem er nur liegend aus dem Bett mit aufgerissenen Augen ins Leere starrt und sein Gesicht die Ankunft von Tränen durch Zittern ankündigt. Grandios der Mann.

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kill_Diether

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Gehört bis dato zu den besten Film-Dramen.
Großartig, umwerfend, unfassbares Staunen.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Thekla

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Zwei Menschen die sich über ihre inneren und äußeren Wunden entdecken und lieben lernen und sich am Ende gegenseitig zu befreien. Sarah Polley ist mal wieder großartig! Ein kleiner Minuspunkt: der Film hat mindestens drei Enden.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

dbeutner

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Schwieriger Film, schwieriger Kommentar, schwierige Bewertung. Den Kommentar schreibe ich gerade, kommen wir zur Bewertung: Irgendwo zwischen 6,5 und 9. Ich teile es dann mal in zeitlichen Anteilen auf und komme auf 7,5. Was dem Film auf eine Art nicht gerecht wird, und andererseits ist es schon fast wieder überbewertet. Aber sei's drum. Also - zum Film:

Zunächst mal gibt es über 45 Minuten Ödness. Durch die Auflösung wird das etwas relativiert; aber man muss sich durchkämpfen. Sarah Polley spielt durchgehend sehr gut, aber das macht diesen Teil dennoch nicht einfacher. Tim Robbins ist zunächst ans Bett gefesselt, und auch wenn die KritikerInnen ihm geschlossen attestieren, wie bravourös er diese Herausforderung meistert, muss man doch den (heftigen) Unterschied erkennen, mit welch wuchtiger Präsenz Robbins später erscheint (schon dafür lohnt sich der Film). Wohl eine der stärksten Rollen Robbins überhaupt - aber wie gesagt, das beziehe ich auf die letzte halbe Stunde.

[Spoilerwarnung...] Dann ein Ärgernis, was den Kern der Geschichte betrifft. Wenn von einem Kriegserlebnis berichtet wird, wird dieses in fast grotesker Weise zugespitzt. Nicht, dass sich so etwas nicht abgespielt haben kann. Aber was ich ärgerlich, schlimm und sehr unsympathisch finde, ist, die ZuschauerInnen mit dieser Geschichte geradezu zu erschlagen. Wenn jemand - wie es Isabel Coixet offensichtlich tut - "gegen Krieg" meint, zu solchen erzählerischen Mitteln greifen zu müssen, sehe ich darin eine Verkennung und potentiell fast eine Verhöhnung des massenweisen unendlichen Leids der "einfachen Opfer" (ich bitte, die Anführungsstriche zu beachten...).

Das Ende lässt die KritikerInnen gespalten - zu einfach, zu optimistisch, wird teilweise vorgeworfen. Vielleicht wäre ein offenes Ende stimmiger gewesen. Aber ich empfand das Ende zumindest akzeptabel und von der erzählerischen Freiheit gedeckt.

Abschließend noch eine Kritik an Knut Elstermann: Für "realistisch" halte ich den Film, auch und gerade was die Psychologie und Verhaltensweisen angeht, an vielen Stellen nicht. Da der Film aber letztlich eine Parabel ist, halte ich auch das für verkraftbar.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ansehen, durchbeißen, und eine eigene "summarische Meinung" versuchen zu bilden. Was mit schwer fiel / fällt...

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Miss Sophie

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Ein sehr überraschender Film. Erst fängt alles sehr langsam an, dann entwickelt sich die Geschichte, um dann plötzlich eine schockierende Wendung zu nehmen. Das Ende spendet dann aber doch Hoffnung. Schwer einzuordnen, aber auf jeden Fall sehenswert.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

denise

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Welches Adjektiv gebe ich diesem Film nur? Für schön ist er zu tragisch, für romantisch zu ernst, für dramatisch zu erschütternd. Eines weiß ich sicher, es geht definitiv unter die Haut!

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

lucie

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Ein großartiger Film. Er trifft mitten ins Herz und ins Gehirn!

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kommentar schreiben

Fans dieses Films mögen auch