Das Hausmädchen

Hanyo - The Housemaid (2010), KR
Laufzeit 107 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 21.04.2011

6.4 Kritiker
10 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.0 Community
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von Sang-soo Im, mit Do-yeon Jeon und Jung-Jae Lee

Alles beginnt wie im Traum und endet doch in einem Meer aus Tränen: Die junge, unvermögende Eun-Yi (Jeon Do-yeon) erhält die Möglichkeit, beim wohlhabenden Ehepaar Hoon (Lee Jung-jae) und Hae Ra (Seo Woo) als das Hausmädchen (OT: The Housemaid) anzufangen. Sie soll auf die kleine Tochter Nami aufpassen, da Hae Ra hochschwanger mit Zwillingen ist. Eun-Yi lebt sich schnell ein, auch wenn Nami sie immer wieder zurückweist. Doch dann macht Hoon Eun-Yi zunehmend Avancen, und letztlich gibt sich das Hausmädchen dem Hausherrn hin. Die Affäre wird bekannt und Eun-Yi sieht sich immer schlimmeren Repressalien ausgesetzt. Schließlich setzt sie ein eindringliches Zeichen.

Einer breiteren Öffentlichkeit wurde The Housemaid erstmalig bei den Filmfestspielen in Cannes 2010 vorgestellt, von wo aus The Housemaid unter Kritikern weite Kreise zog. Das Thema des Hausmädchens scheint in Südkorea ein sehr beliebtes zu sein: Innerhalb der letzten fünfzig Jahre gab es drei Filme mit dem Titel The Housemaid. (EM)

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Kritiken (10) — Film: Das Hausmädchen

Fricki76: Asianfilmweb.de

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7.0Sehenswert

Bei "Das Hausmädchen" handelt es sich um ein frei interpretiertes Remake des gleichnamigen Films von 1960, der als einer der besten südkoreanischen Filme überhaupt gilt. Die damalige Hauptdarstellerin spielt in der Neuinterpretation die ältere Hausdame Byeong-Sik, die Hauptrolle von Eun-Yi übernimmt die für ihre Rolle in "Secret Sunshine" 2007 mit der goldenen Palme von Cannes als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnete Jeon Do-Yeon. Die Darsteller, die gesamte Riege auch der Nebendarsteller spielen hervorragend minimalistisch-kühl und sehr passend zu der kalten Luxusvilla, in der die interessante Mischung aus zurückhaltendem Thriller und Sozialdrama überwiegend spielt.

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Filmering: Filmering.at

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5.0Geht so

Das Hausmädchen ist ein schön gefilmtes Drama mit einer gelungen Bildsprache und einem schönen Art-Design, dem es aber nie gelingt Emotion und Spannung in das etwas hohle Konstrukt des Films zu bringen. Die vorgetragene Gesellschaftskritik ist recht oberflächlich und ohne Fingerspitzengefühl und es gelingt leider nie wirkliche Emotionen zu wecken. Auch der Versuch Spannung aufzubauen ist eher gut gemeint, als wirklich gut ausgeführt, sodass Das Hausmädchen in Summe leider ein recht verzichtbarer Film geworden ist.

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Flibbo: wieistderfilm.de

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4.5Uninteressant

[...] Sang-soos „Das Hausmädchen“ hat scheinbar den Anspruch, eine von Suspense durchzogene Sozialstudie zwischen Claude Chabrol und Alfred Hitchcock zu sein, ist dafür aber mit seiner Handlung und Figurenzeichnung viel zu plakativ und versucht deshalb zusätzlich – mäßig erfolgreich – wenigstens noch als Erotikthriller durchzugehen. Das Remake deutet die Rollenverteilung des Originals, wo das Hausmädchen als diabolische Femme fatale auftritt, um und wird damit zu einem ermüdenden Männlichkeitsmachtspielchen, wo die Frau entweder hörige Dienerin oder rachsüchtige Zicke ist. Weder verleiht dieser Kniff der Geschichte mehr Aktualität, noch wirkt es der Abgedroschenheit der Figurenkonstellation entgegen, im Gegenteil. [...]

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Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter

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6.0Ganz gut

Das Bild der Herrschaftsverhältnisse ist recht grob geschnitzt und als Kritik am Selbstverständnis einer abgehobenen Reichenkaste überdeutlich lesbar. Was nicht heißt, dass man daran keinen Spaß haben darf. Das Kammerspiel in luxuriösem Ambiente ist makellos elegant und vor allem spannend inszeniert.

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Diemuth Schmidt: Radio Köln Diemuth Schmidt: Radio Köln

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6.0Ganz gut

Atmosphärisch an Hitchcock angelehnt, thematisch wie Chabrol den Blick hinter die glänzenden Fassaden werfend, zeigt "Das Hausmädchen" die moralische Verwahrlosung der Reichen mit vielen Genre-Elementen aus Erotik und Horror. Ein verwirrender kleiner Film, mit Figuren, die keiner eindeutigen Einordnung folgen und manchmal eher unfreiwillig komisch als dramatisch wirken.

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Detlef Kuhlbrodt: Die Zeit Detlef Kuhlbrodt: Die Zeit

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8.5Ausgezeichnet

Wie könnte man diesen virtuos komponierten, mit dem Sog eines Horrorfilms erzählten Film beschreiben? Als eine Mischung aus Sozialdrama und Psychothriller? [...]
Mit fast satirischer Gnadenlosigkeit zeigt der Regisseur die Macht eines Geldadels, der über dem Gesetz zu stehen scheint, zeichnet die junge Haushälterin jedoch keineswegs als hilflos naives Opfer der Oberschicht. Seine Heldin hat sich ihre Geschichte selbst gesucht; aus Neugier darauf, wie es ist, mit einem reichen Mann zu schlafen, und in der seltsam verträumten Vorstellung, durch diese Affäre zur Familie zu gehören.

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Michael Sennhauser: Sennhausers Filmblog Michael Sennhauser: Sennhausers Filmblog

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7.0Sehenswert

Das Remake hält sich kaum mit Subtilitäten auf. Da steht ganz klar die korrumpierte, verdorbene Machtwelt der Reichen gegen die Unschuld des Mädchens. Dass Das Hausmädchen dennoch seine Spannung halten kann, liegt vor allem daran, dass einerseit auch die unschuldige Seite recht klarsichtig in die Geschichte rutscht, das Mädchen weiss genau, was sie tut, wenn auch ohne Arglist und Berechnung.

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Harald Steinwender : BR Harald Steinwender : BR

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7.0Sehenswert

Je weiter der Plot voranschreitet, desto irrealer wird er. Das Hausmädchen kulminiert schließlich in zwei Sequenzen, die gänzlich einer surrealen Tagtraumatmosphäre verpflichtet sind und an ein schwarzes Märchen oder die abgründigen Phantasien David Cronenbergs und David Lynchs erinnern. [...]
Mit seiner eleganten Kameraarbeit, der assoziativen Montage, den sorgfältig kadrierten CinemaScope-Bildern und den exzellenten Schauspielern ist Das Hausmädchen vor allem ein visuelles Erlebnis.

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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7.5Sehenswert

Regisseur Im Sang-soo gelingt das Wagnis [eines Remakes] in seinem sechsten Spielfilm Das Hausmädchen passabel. Auf jeden Fall setzt er deutlich andere Akzente, von denen einige zwar das Original eher abschwächen, andere eine interessante neue Lesart darstellen. [...] Ims Remake gelingt ein Porträt zeitgenössischer Dekadenz, mit der die geschmackvollen Hochglanzbilder des Films korrespondieren.

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P. Wellinski: Filmszene.de P. Wellinski: Filmszene.de

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6.0Ganz gut

Es ist wie in fast allen Vorgängerfilmen von Regisseur Im Sang-soo: Er schafft es zwar, Kinostimmungen zu schaffen, seine Drehbücher kranken aber an der nötigen Komplexität, um die von ihm beabsichtigten Argumente und Visionen wirklich zu verhandeln. Bisher versanden seine Ideen und wirken, wie im Falle von "Das Hausmädchen" deutlich wird, eher unentschlossen und zögerlich, was gerade diesem Stoff gar nicht gut tut.

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Kommentare (5) — Film: Das Hausmädchen

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Der Franzose

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Wenn es einen asiatischen Hitchcock gibt, dann wohl Sang-soo Im.
Ein einfaches Hausmädchen trifft auf eine elitäre Familie. Spannend und mit einer scharfen Brise Sex.

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dustyOn3

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein sinnliches und durchtriebenes Spiel mit den Gefühlen. Die emotionslose Herangehensweise, welche in den internationalen Kritiken als einer der wenigen Kritikpunkte angesprochen wurde, ist mir auch aufgefallen. Dass gerade Eun-yi und der Hausherr teilweise eine derartige Kälte und lapidare Aura ausstrahlen, war echt schade.

Zusammenfassend verbirgt sich hinter "Das Hausmädchen" ein spannender und in aphrodisierende Bilder verpackter Thriller mit einer guten Hauptdarstellerin.

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alex88

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Finger weg, ziemlich kommerzielle Scheisse. Der Film will nur Hausfrauen ins Kino locken. Da wird wohl in manchen Haushalten der Haussegen schief hängen. Hoffentlich müssen nicht die Männer Frauenarbeit erledigen, wenn sich die Frauen über diese platte Komödie amusören.

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Rob Zombie

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wat komödie? falschen film kommentiert oder wie...


Bada

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Bewertung5.0Geht so

Ich kenne das Original nicht, aber ein wirklich sehr interessanter Film, der mich während des Schauens positiv überrascht hat.

Achtung: *SPOILER* Aber wo zur Hölle kommt das Feuer her??
Habe selten so ein schlechtes Ende gesehen!!

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alinchen94

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Die Frage ist zwar schon etwas älter, aber ich habe den Film eben erst gesehen und mich das auch gefragt :D Aber ich glaube sie hat sich vorher mit Benzin übergossen (schließlich hatte sie erst trockene Haare und später war sie ganz nass) und vielleicht hat sie sich dann irgendwie angezündet oder etwas von den Kerzen hat für den nötigen Funken gesorgt? Gut, das ist recht unwahrscheinlich. Ich denke das ganze sollte ohnehin nur eine symbolische Wirkung haben.


dustyOn3

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Die waren doch in dem Wohnzimmer, wo dieser langgezogene Kamin stand.


Kloina1893

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Bewertung3.0Schwach

Gesneaked.
Weiß der Geier, ob ich mich nicht auf den Film eingelassen habe/einlassen konnte (und etwa 90% der restlichen Anwesenden), aber nö - das war nix.
Vollkommen uninspiriert und ermüdend. Gut gefilmt war's, mehr positives konnte ich dem Ganzen aber leider Gottes nicht abgewinnen.

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

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