Das Labyrinth der Wörter
La tête en friche (2010), FR Laufzeit 83 Minuten, FSK 6, Komödie, Drama, Kinostart 06.01.2011
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von Jean Becker, mit Gérard Depardieu und Gisèle Casadesus
Sie (Gisèle Casadesus) heißt Margueritte – mit zwei „t“ – , ist 94 Jahre alt und lebt im vollen Wissen um die Wörter, die sie sich im Laufe ihres Lebens in selbiges gelesen hat. Er (Gérard Depardieu) heißt Germain, ist Analphabet und verliefe sich regelmäßig und gründlich im Labyrinth der Wörter, verfügte er nicht über ein imposantes auditives Gedächtnis. Dennoch hat ihn sein pädagogisches Defizit nicht davor bewahrt, dass Germain Zeit seines Lebens für einen Trottel gehalten wurde und sich somit in die Einsamkeit des Illiteraten zurückzog. Doch als Margueritte in sein Leben tritt, eröffnet sich für Germain auf einmal die Welt der Literatur, was ihn zwar nicht vor Widerständen aus seiner Umgebung bewahrt, ihm andererseits aber zu einem bisher nie gekannten Selbstbewusstsein führt: Germain emanzipiert sich.
Seine Grobschlächtigkeit macht ihn so authentisch: Wie auch in Mammuth, dem ebenfalls 2010 erschienenen Film der Regisseure Gustave de Kervern und Benoît Delépine, spielt Depardieu in Das Labyrinth der Wörter einen Menschen aus der Unterschicht. Dass Gerard Depardieu allerdings auch den Feingeist spielen kann, zeigte er nicht zuletzt in Cyrano von Bergerac, ein Meister der Sprachgewandtheit, der noch aus jedem Labyrinth der Wörter herausfand. (EM)
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Cast & Crew
- Genre
- Komödie, Melodram
- Ort
- Frankreich
- Handlung
- Alte Frau, Analphabetismus, Ausbildung, Blindheit, Buch, Flüchtige Begegnung, Freundschaft, Geistige Zurückgebliebenheit, Lesen, Literatur, Mutter-Sohn-Beziehung, Roman, Stadtpark, Taube, Unwissenheit, Unzurechnungsfähigkeit, Vorlesen, Zärtlichkeit
- Stimmung
- Berührend
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- Das Labyrinth der Wörter: film-zeit.de
- Das Labyrinth der Wörter: critic.de











Kritiken (10) — Film: Das Labyrinth der Wörter
SoulReaver: CinemaForever
Kommentar löschen[...] 'Das Labyrinth der Wörter' hält den Spagat zwischen tragischen und humorvollen Szenen durchgehend. Da sind es dann die traurigen Szenen die Germain's Vergangenheit und seine Schwächen offen zur Show stellen und die schönen und lustigen Szenen mit Margueritte, oder wenn Germain sein eben erfahrenes Wissen in völlig unpassenden Situationen rausposaunt. Jean Becker inszeniert eine rührende Geschichte voller kindlicher Naivität, Schmerz und herzerwärmender Nähe und schafft damit eines der schönsten Filmerlebnisse überhaupt. [...]
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Daniela Sannwald: der Tagesspiegel Daniela Sannwald: der Tagesspiegel
Kommentar löschenDer Analphabet und die Greisin: „Das Labyrinth der Wörter“ zeigt eine ganz und gar ungewöhnliche Romanze.
Es ist ein wenig schade, dass „Das Labyrinth der Wörter“ nicht viel mehr vorzuführen und auszuloten hat als die physischen Eigenarten des riesigen, nicht mehr jungen Mannes und der winzigen Greisin. [...] Depardieu spielt das Klischee des weichen Kerls in rauer Schale, täppisch und ein wenig läppisch.
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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...
Kommentar löschenEin wenig erinnert diese Freundschaft zwischen einem Mann und einer wesentlich älteren Frau an Hal Ashbys Klassiker „Harold & Maude“, auch wenn es in Jean Beckers Film in erster Linie um die Kraft und Poesie der Sprache geht, um Bildungsdünkel und das, worauf es im Leben wirklich ankommt.
Becker („Ein mörderischer Sommer“, „Dialog mit meinem Gärtner“) ist ein Meister des Kammerspiels. Sein Kino ist unprätentiös, minimalistisch, bestimmt von klugen Dialogen, kleinen, präzisen Gesten, aufmerksamen Blicken und subtilem Humor.
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Over the Rainbow Thu, 03 Feb 2011 21:44:03 -0000
Antwort löschenSo sehe ich das auch.
Rupert Koppold: Stuttgarter Zeitung Rupert Koppold: Stuttgarter Zeitung
Kommentar löschenJean Becker ist sicher kein Meisterwerk gelungen, aber eine sympathische kleine Geschichte, die an französische Kinotraditionen anknüpft.
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Krischan Koch: NDR Krischan Koch: NDR
Kommentar löschenRegisseur Jean Becker, Altmeister des französischen Kinos entwickelt seine Geschichte gänzlich unaufgeregt, scheinbar beiläufig, fast schwerelos. Auch wenn nicht viel passiert, wird es nie langweilig. Durch kleine Gesten, Blicke und präzise Dialoge gelingen Becker sehr eindringliche und komische Szenen.
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Andreas Fischer: Radio Köln Andreas Fischer: Radio Köln
Kommentar löschenJean Beckers altersmilde Inszenierung besteht aus einer Aneinanderreihung von Anekdoten, die oftmals hanebüchen sind, sich im Kern sehr ähneln und eine frohe, warmherzige Botschaft in die kalten Wintertage tragen: Der Mensch ist weniger, was er denkt, sondern vielmehr, was er fühlt. Das ist eine sehr schöne Feststellung in sommerlich-warmen Bildern, die vom stets präsenten Depardieu laut in die Welt krakeelt wird.
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Thilo Wydra : br-online Thilo Wydra : br-online
Kommentar löschenWie so oft ist Beckers Kino auch hier minimalistisch und unprätentiös, ist Kino der aufmerksamen Blicke und kleinen Gesten. Es geht um das Sein, um die menschliche Endlichkeit und die Fähigkeit, im Hier und Jetzt leben zu können. In "Das Labyrinth der Wörter" holt Regisseur Becker das ganz langsam hervor. Dabei wird sein Film von der für Becker typischen leisen Inszenierung, den präzisen Dialogen und nicht zuletzt der Interpretation dieser beiden berührenden Figuren durch Gérard Depardieu und Gisèle Casadesus getragen. Es gibt keine falschen Gesten, kein falsches Pathos.
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Hannelore Heider: Deutschland Radio Hannelore Heider: Deutschland Radio
Kommentar löschenOhne jegliche Überraschungen hat Jean Becker den Bestseller "Das Labyrinth der Wörter" von Marie-Sabine Roger verfilmt. Immerhin ist in der Hauptrolle Gérard Dépardieu zu bewundern, der auf die Figur des etwas merkwürdigen Außenseiters abonniert zu sein scheint. [...] Dass aus dem Leser Germain bald ein lebenskluger Mann mit philosophischen Geistesblitzen wird, ist so vorhersehbar, dass die Überraschung der Umwelt einfach nur noch naiv daher kommt und am Ende nichts als ein Rührstück bleibt, in dem immerhin - Gérard Dépardieu mitspielt!
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José Garcia: Textezumfilm
Kommentar löschenDieses Kleinstadt-Märchen vom inzwischen 77-jährigen Jean Becker ist ein Kleinod der kleinen Gesten ohne falsches Pathos. Die konventionell-klassische Inszenierung stellt, wie so oft im französischen Kino, die Schauspielkunst der zwei Protagonisten eindeutig in den Mittelpunkt: Dem 120 Kilo schweren Gérard Depardieu scheint die Rolle des „großen Kindes“ buchstäblich auf den Leib geschneidert zu sein. Mit der zierlich-eleganten, 96-jährigen Gisèle Casadesus bildet er ein ungleiches Paar, das von der Kraft der Freundschaft über alle Unterschiede hinweg zeugt. „Das Labyrinth der Wörter“ ist nicht nur eine leise vorgetragene, aber kraftvolle Lobeshymne auf die Literatur, sondern insbesondere auch auf die Menschlichkeit.
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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de
Kommentar löschenDie Verfilmung des Romans „Das Labyrinth der Wörter“ („La tête en friche“) von Marie-Sabine Roger ist vor allem wieder ein [Jean] Becker-Film, der sich in den schönen, guten Seiten des Menschseins suhlt. [...] Aber darin liegt auch die Magie Beckers verborgen, der einem eigentlich simplen Film - die Musik komponierte beispielsweise Schlager-Spezialist Laurent Voulzy - ein ganz großes Herz gibt und ihn zu einer Perle des Gefühlskinos macht. [...] Was auch immer man zu „Das Labyrinth der Wörter“ sagen kann, am Ende überwältigt die Rührung dieses liebe-vollen und schön altmodischen Meisterwerks.
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Kommentare (22) — Film: Das Labyrinth der Wörter
uncut123 Sun, 05 May 2013 19:08:43 -0000
Kommentar löschenDepardieu in einer seiner besten rolle!
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FordFairlane Sun, 14 Apr 2013 05:19:20 -0000
Kommentar löschenGèrard Depardieu liefert mit "Das Labyrinth der Wörter" ein sehr bewegendes und menschlisches Drama ab, das in meinen Augen locker als Feel Good Movie durchgehen kann. Die Geschicht ist zwar einfach erzählt, doch die Dialoge sind toll und die beiden Hauptdarsteller harmonieren einfach prächtig miteinander. Das einzige was man den Film vorwerfen kann, ist die kurze Lauftzeit. Doch selbst diese kann man bei so einem Spitzenfilm locker verzeihen.
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Moe Mon, 31 Dec 2012 14:15:16 -0000
Kommentar löschenEine sehr nette und kleine Geschichte um einen Mann, der aus keinem guten Elternhaus kommt aber dennoch ein sehr großes Herz hat.
Der Film tanzt auf dem Grat zwischen Harmonie und Trauer ohne dabei wie ein Faustschlag ins Gesicht zu wirken.
Ich bin einfach positiv gestimmt, wenn ich an den Film zurück denke.
So, wie wenn man das Licht einschalten würde.
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mariega Thu, 14 Jun 2012 14:19:09 -0000
Kommentar löschenUne perle! Malheureusement, la traduction allemande lui fait perdre quelque peu de son éclat! La subtilité, déjà dans le titre, n'est aucunement rendue. Donc, à voir de préférence en v.o.!
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ElMagico Wed, 06 Jun 2012 18:03:30 -0000
Kommentar löschenAls hätte man 2 Filme gleichzeitig gesehen. Den einen findet man eigentlich ganz lieblich, bissl schwülstig zwar, aber doch einfach irgendwie schön. Aber ständig funkt der andere Film dazwischen, verdrängt den anderen, aber dabei langweilt er einen nur, ist völlig nichtssagend und austauschbar.
So ging es mir in etwa mit "La Tête en friche" und selbst hier schwingt noch viel Wohlwollen mit. Denn auch in seinen guten Phasen, eben jenen wenn der dümmliche Germain mit der wirklich tollen Margueritte agiert, wenn sie sich unterhalten, sie ihm vorliest oder einfach nur Tauben zählen....selbst dann hatte ich das Gefühl: Hier wäre mehr möglich gewesen, dem Ganzen fehlt es an Intensivität. Vorallem kommen die Bücher und die Geschichten, welche ja die heimlichen Stars des Films sein sollten, viel viel zu kurz, gerade weil diese dem Film die besten Momente bescheren.
Und so scheint es einem dann, dass man etwas verpasst oder gar seine Zeit verschwendet, wenn man all die nichtigen Nebenschauplätze betrachten muss. Seien es nun Germains seltsamen Freunde in der Kneipe, die mit allzu vielen Klischees dargestellte Beziehung zu seiner Mutter oder die völlig unsinnge Lovestory der Wirtin. Natürlich sollen all diese Elemente dazu dienen das Wesen von Germain zu umreissen, was aber meistens gründlich in die Hose geht. Denn das Bild das hier von ihm gezeichnet wird, ist offensichtlich den Zielen des Films untergeordnet. Mal dumm, fast schon mit der Tendenz zur Behinderung...dann aber wieder doch recht intelligent und mit einer Beziehung die man dem Kerl manchmal gar nicht so recht abnehmen will. Teilweise scheint es einem als hätte man sich gar nicht weiter mit Menschen auseindergesetzt, die mit dem Manko leben nicht wirklich Lesen zu können. Zu oft schimmert hier sowas wie Hausfrauen-Psychologie durch und im Falle der Mutter-Kind Beziehung greift sie vollends zu.
Das war mir dann doch alles zu halbgar. Man merkte "La Tête en friche" halt doch ständig an, dass er mit aller Gewalt auf ein rührseliges Happy-End hinarbeitet. Auf dem Weg dahin ging leider so einiges zu Bruch, darunter auch wirklich schöne Momente.
Schade.
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Amadis Sun, 13 May 2012 09:18:45 -0000
Kommentar löschenObwohl dieser Film sehr unscheinbar und (vermeintlich) einfach gestrickt daherkommt, wird doch eine wunderbare und tief gehende Geschichte erzählt, die einen kaum unberührt lässt. Die Mischung aus Tragik und Komik ist gekonnt ausbalanciert. Depardieu spielt gewohnt souverän und holt das Optimum aus seiner Rolle heraus.
Alles in Allem grosses Kino, das alles bietet, was einen sehenswerten Film ausmacht.
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Bane Tue, 17 Apr 2012 06:18:57 -0000
Kommentar löschenDem Film gelingt es dank zweier großartiger Hauptdarsteller, das Herz des Zuschauers für sich zu gewinnen. Ich fand Gerard Depardieu als Germain einfach umwerfend, ebenso wie seine weibliche Partnerin. Ohne Action, viel Spannung oder Wortwitz schaffen sie es die Aufmerksamkeit und das Herz des Zuschauers für sich zu gewinnen, einfach weil sie jeder sympatisch findet und es einfach heutzutage immer unwarscheinlicher wird, dass Menschen so miteinander umgehen.
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lightstalker89 Wed, 02 Nov 2011 21:09:43 -0000
Kommentar löschenFür Fans von Depardieu sicherlich ein Muss - für so manch anderen einfach nur Unterhaltung für zwischendurch.
Ein Film ganz ohne Musik - und hier sieht man, dass nicht immer Musik notwendig ist um Stimmungen zu erzeugen und Emotionen besser zu vermitteln. Zwischendurch vielleicht ein wenig langwierig, aber fad wird der Film trotzdem nicht - beiläufiges, sehr unaufgeregtes erzählen und berührende Szenen tragen den Rest dazu bei.
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beeX Mon, 08 Aug 2011 13:55:07 -0000
Kommentar löschenDie Geschichte an sich ist nicht schlecht und der Film enthält einige schöne Gedanken, zwischendrin wurde es doch etwas langweilig, was mich aber nicht daran gehindert hat bei manchen Äußerungen zu schmunzeln. Hätte aber um einiges besser sein können.
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jjdd Sat, 30 Jul 2011 03:42:00 -0000
Kommentar löschenKleiner leichter Film für zwischendurch der kurzweilig und unaufdringlich erzählt ist.Man hätte sicherlich noch einiges mehr aus dieser Geschichte rausholen können, muss aber nicht sein und kann nur sagen:sehenswert
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Discostu Mon, 11 Jul 2011 16:08:33 -0000
Kommentar löschenEine nette Tragikomödie über eine ungewöhnliche Freundschaft. Nichts besonderes aber durchaus gelungen.
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Mr.Film Tue, 21 Jun 2011 20:48:14 -0000
Kommentar löschen["Es ist eine Begegnung besonderer Art, zwischen Liebe und Zärtlichkeit, anderst kann man sie nicht bezeichnen. Sie hatte einen Blumennamen. Sie lebte inmitten von Worten, umgeben von Adjektiven, von Verben, die wachsen wie Gräser, manche wachsen mit aller Gewalt. Sie sind sanft gewandert, von meiner Rinde bis in mein Herz."]
Kennt ihr dieses Gefühl wenn man mit absolut keinen Erwartungen an einen Film geht und dann einfach vom Hocker gehauen wird? Kennt ihr dieses Gefühl wenn man eine kleine, seltene Filmperle entdeckt? Kennt ihr dieses Gefühl wenn man dann sauer wird weil solchen Filmen nicht genug Aufmerksamkeit gezollt wird? Diese Gefühle hatte ich bei diesem kleinen Schatz aus Frankreich. Wer diesen Film entdeckt, der von den ganzen Pseudoblockbustern versteckt worden ist, wird mir etwas wunderschönem belohnt, mit Lebensfreude, Wärme und vorallem Liebe.
Gérard Depardieu('Germain') ist gewaltig. Damit meine ich nicht nur seinen Bauchumfang.
Gisèle Casadesus('Margueritte' – mit zwei „t“) als über 90jährige Dame kriegt meinen Respekt, in dem Alter noch so frisch und lebendig zu spielen hat mich wirklich begeistert.
Ja Gérard und Gisèle sind einfach ein Dreamteam, sie harmonieren perfekt zusammen.
Als Germain und Margueritte treffen sie sich jeden Tag auf einer Bank in einem Park, um sich entweder gegenseitig etwas aus Büchern vorzulesen oder über Schimpfwörtern wie 'Schnepfe' zu diskutieren und deren Hintergründe zu erläutern, das ist wirklich sehr amüsant, wie oft hört man solche Wörter schon aus dem Mund einer Dame die über 90 ist?
Um die zwei dreht sich die Geschichte, doch "Das Labyrinth der Wörter" wurde mit vielen kleinen, schönen und traurigen Geschichten gefüllt.
Germain ist ein Mann der eigentlich keine richtigen Freunde hat, oft wird er dafür verspottet das er keine richtige Schulbildung hat, in Rückblenden wird gezeigt wie Germain von seinem Lehrer auf ekelhafteste Weise gedemütigt wird, selbst seine Mutter verschmäht ihn. Doch nicht Margueritte, sie ist einer der wenigen Person die ihn liebt.
Germain's Leben ist auf den ersten Blick kein schönes, doch hinter all den Regenwolken scheint auch irgendwo die Sonne...
Die Geschichte scheint nichts besonderes zu sein, doch sie ist etwas besonderes. Etwas sehr besonderes. "Das Labyrinth der Wörter" zeigt das auch kleine Gesten und Geschenke große Wirkungen haben, der Film zeigt das Liebe nicht immer die klischeehaften Hollywood-Typischen Formen annehmen muss, der Film zeigt einfach die pure Wahrheit.
Das ist so ein ganz besonderer Film, wo einem zu Ende einfach die Pipi in die Augen steigt.
["In Liebesgeschichten gibt es nicht immer nur Liebe, manchmal gibt es nichtmal ein 'Ich liebe dich', und doch liebt man sich."]
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hoffman587 Tue, 21 Jun 2011 20:53:54 -0000
Antwort löschenOh Gott, ich habe eine 4.0 Vorhersage, wie geht denn das?:O
Mr.Film Tue, 21 Jun 2011 20:56:50 -0000
Antwort löschenIch hatte eine 7. Weiß auch nicht was du für Jury-Mitglieder hast :P
Alle 4 Antworten zeigen
Murphante Wed, 22 Jun 2011 05:42:29 -0000
Antwort löschenIch habe eine 7,5 Vorhersage und ich will diesen Film auch noch unbedingt schauen ... der Trailer hat mir schon sehr gut gefallen ... auf sowas tolles romantisches steh ich auch mal ... zwischen meinen ganzen Monster - und Abschlachterfilmen ^^
Mr.Film Wed, 22 Jun 2011 12:45:55 -0000
Antwort löschenSo seh ich das auch Murphante, und das ist wirklich ne sehr schöne Abwechslung :)
ahoi.ilu Thu, 16 Jun 2011 17:53:17 -0000
Kommentar löschenSehr sehenswert
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Der Franzose Wed, 15 Jun 2011 21:00:39 -0000
Kommentar löschenDer kugelrunde Depardieu ist seiner blauen Arbeitshose, ein herrliches Bild .
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Der Franzose Wed, 15 Jun 2011 21:37:43 -0000
Antwort löschen...keine Liebe und Zuneigung erfahren aber dennoch so ein liebeswerter Germain geworden, wunderschöner Film !
huggybaer Sun, 29 May 2011 18:20:24 -0000
Kommentar löschenFast schon peinlich genau versucht der Regisseur des Films das Buch Schritt für Schritt nachzuerzählen.
Seine Ehrfurcht vor der Buchvorlage wird in jeder Szene deutlich. So etwas kann mal besser, mal schlechter funktionieren, im Falle von "Das Labyrinth der Wörter" funktioniert diese Art von Regie und Drehbuch in einem akzeptablen Mittelmaß wodurch man sich daran kaum stört und die Chance bekommt auf die vielen anderen Facetten des Films zu achten.
Und was man da zu sehen bekommt, kann einen sehr zufrieden stellen. Man merkt das jeder, der an diesem Film beteiligt war, das Herz des Buches verstanden hat und versucht mit aller Kraft das beste aus seinem Job zu machen. Gerard Departieu liefert logischerweise ohne Frage die beste Performance ohne jemals auch nur annähernd an die Grenzen seines Schauspielerischen Könnens zu stoßen. Aber auch alle anderen Darsteller machen ihr Sache großartig, das es einfach nur Spaß macht, ihnen beim Schauspielern zuzusehen. Die Ausstattungen, Requisiten, Besetzung, besser hätte es nicht gewählt werden können – der Film erweckt einfach das Buch zum Leben. Wirkt der Regisseur mit der Darstellung einzelner Szenen etwas überfordert (Germain zählt die Tauben mit dem Finger, damit auch jeder Zuschauer es begreift, das wirkt z.B. etwas sehr gestellt), so wagt er es doch am Ende zu Gunsten der Spannung des Films etwas von der Vorlage abzuweichen und die Geschichte behutsam zu landen.
Für die Geschichte habe ich irgendwie von Anfang an Sympathie entwickelt, daher habe ich auch das Buch gelesen. Und ich muss sagen das die Verfilmung bis auf den einen oder anderen Patzer sehr gut gelungen ist.
Auch wenn das Zielpublikum von „Das Labyrinth der Wörter“ eher ein kleines sein dürfte, ist es eine kleine Filmperle, die man sich in einer ruhigen Minute gerne mal ansehen kann, solange man mit dem Thema überhaupt etwas anfangen kann.
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Sperlingsprinz Thu, 26 May 2011 22:48:44 -0000
Kommentar löschenEin sehr süßer Film, mit einer sehr süßen, alten Dame, die begeistert Bücher liest und dies bald nicht mehr machen kann... Sie lehrt einen durch seine Vergangenheit gestraften 50er die Freude am Lesen... Die Nebenstory mit der Freundin kam mir jedoch etwas zu kurz, muss ich sagen...
Ansonsten ein rundum sehr gelungener, französicher Film... Es geht auch ohne Audrey Tautou, oder spielt die da auch mit und mir ist sie nicht aufgefallen?! *g*
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Sperlingsprinz Thu, 26 May 2011 22:49:56 -0000
Antwort löschenNehmt alte Menschen ernst...
Ripley1 Fri, 27 May 2011 06:53:43 -0000
Antwort löschen"Ein sehr süßer Film" - vernichtender kann eine Kritik nicht sein.
LeGrip Thu, 26 May 2011 19:26:57 -0000
Kommentar löschenEin putziger und liebenswerter Film der allein durch das übersüßte Ende, einem ein wenig die Laune verdirbt.
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f-rex Mon, 25 Apr 2011 20:39:28 -0000
Kommentar löschenSchöner Film
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8martin Mon, 31 Jan 2011 17:09:49 -0000
Kommentar löschenDer deutsche Titel ist genauer und auch etwas lyrischer als der des Originals „Brachland (Wüste) im Kopf“. Schon der Roman hatte jede Menge Charme und Atmosphäre und Jean Becker hat dies in hellen, fröhlichen Farben gut sichtbar gemacht. Bereits von der ersten Szene an erliegt man dem Zauber des Films und neben den anderen authentischen Darstellern glänzt vor allem Gèrard Depardieu. Er ist kein Depp, auch nicht etwas zurückgeblieben. Seine Mutter hat ihn mit seinem schlichten Gemüt einfach vernachlässigt, der Lehrer geneckt. So kam es, dass er eine Leseschwäche hatte. Rührend zu sehen, wie ihn die alte Dame (Gisèle Casadesus) dazu bringt, dies zu überwinden und einen Weg ins Labyrinth der Wörter zu finden. Witzige Dialoge mit einfühlsamen Großaufnahmen eingefangen und ausgefeilter Mimik überzeugen auf der ganzen Linie. Dies alles wird noch verstärkt durch die körperlichen Gegensätze der beiden Protagonisten. Depardieu fast zum Obelix ohne nachfüttern gereift und die zierliche, kleine Greisin. Er hat ein großes Herz. Darin ist Platz für die alte Dame (Liebe mit Ehrfurcht und Respekt) aber auch zu seiner sehr viel jüngeren Freundin Annette (Liebe mit sexuellem Verlangen) Sophie Guillemin. Ein Feel-Good-Movie der besonderen Art.
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Motsche Mon, 24 Jan 2011 17:42:09 -0000
Kommentar löschenAls Leseratte und Liebhaberin von alten Menschen auf der Lanwand, kann ich diesen Film nur Lieben, des weitern spielt nicht zuletzt einer meiner Filmgiganten mit .... DEPARDIEU!
Ein Blick und man sieht Welten... also den kauf ich mir auf Dvd ;)
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