Das Labyrinth der Wörter

La tête en friche (2010), FR Laufzeit 83 Minuten, FSK 6, Komödie, Drama, Kinostart 06.01.2011


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6.8
Kritiker
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7.2
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41 Kommentare
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von Jean Becker, mit Gérard Depardieu und Gisèle Casadesus

Sie (Gisèle Casadesus) heißt Margueritte – mit zwei „t“ – , ist 94 Jahre alt und lebt im vollen Wissen um die Wörter, die sie sich im Laufe ihres Lebens in selbiges gelesen hat. Er (Gérard Depardieu) heißt Germain, ist Analphabet und verliefe sich regelmäßig und gründlich im Labyrinth der Wörter, verfügte er nicht über ein imposantes auditives Gedächtnis. Dennoch hat ihn sein pädagogisches Defizit nicht davor bewahrt, dass Germain Zeit seines Lebens für einen Trottel gehalten wurde und sich somit in die Einsamkeit des Illiteraten zurückzog. Doch als Margueritte in sein Leben tritt, eröffnet sich für Germain auf einmal die Welt der Literatur, was ihn zwar nicht vor Widerständen aus seiner Umgebung bewahrt, ihm andererseits aber zu einem bisher nie gekannten Selbstbewusstsein führt: Germain emanzipiert sich.

Seine Grobschlächtigkeit macht ihn so authentisch: Wie auch in Mammuth, dem ebenfalls 2010 erschienenen Film der Regisseure Gustave de Kervern und Benoît Delépine, spielt Depardieu in Das Labyrinth der Wörter einen Menschen aus der Unterschicht. Dass Gerard Depardieu allerdings auch den Feingeist spielen kann, zeigte er nicht zuletzt in Cyrano von Bergerac, ein Meister der Sprachgewandtheit, der noch aus jedem Labyrinth der Wörter herausfand. (EM)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Das Labyrinth der Wörter
Genre
Komödie, Melodram
Ort
Frankreich
Handlung
Alte Frau, Analphabetismus, Ausbildung, Blindheit, Buch, Flüchtige Begegnung, Freundschaft, Geistige Zurückgebliebenheit, Lesen, Literatur, Mutter-Sohn-Beziehung, Roman, Stadtpark, Taube, Unwissenheit, Unzurechnungsfähigkeit, Vorlesen, Zärtlichkeit
Stimmung
Berührend
Tag
Literaturverfilmung
Verleiher
Concorde Filmverleih GmbH
Produktionsfirma
Canal+, Centre national de la Cinématographie, CinéCinéma, DD Productions, France 3 Cinéma, France Télévision, ICE3, K.J.B. Production, Soficinéma 5, Studio Canal

Kommentare (30) — Film: Das Labyrinth der Wörter


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MetalFan92

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein schöner Film mit sehr viel Herz.

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cule0809

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Bewertung9.5Herausragend

Hätte nie gedacht, dass ich mal wieder einen aktuellen Film von Gérard Depardieu wieder gut finden würde, doch ich lass mich halt auch gern überraschen. Einfach nur schnell den Film gucken bevor Fußball los geht und plötzlich sehe ich einen sehr rührenden Film über einen übergewichtigen und leicht ungebildeten Mann. Die Szenen, wo man ihn als Kind sieht, sind so traurig und um so glücklicher ist man, wenn man ihn mit Margueritte sieht. Margueritte ist eine ältere Dame, die sich nicht um den Bildungsstand von Germain kümmert, sondern ihn so nimmt, wie er ist. Endlich nicht dumm belächelt oder auf sein Wesen reduziert, freundet sich Germain mit dieser älteren Dame an und findet in ihr die Mutter, die er nie hatte. Diese war scheinbar nie für ihren Sohn da, im Gegenteil. Sie hat ihren Sohn nie wirklich akzeptiert und gar abgelehnt. Doch die Beziehung der Beiden, spätestens am Ende wird dies klar, ist viel komplexer als angenommen. Die Charakterzeichnung ist einfach großartig und auf den Punkt genau geschrieben. Am Ende ist Germain ein großartiger Mensch. Ein Held, der den Anschluss zur Gesellschaft leider verpasste.

Das Ganze ist so märchenhaft und romantisch erzählt, dass der Film pure Glücksgefühle auslöst. Man leidet mit Germain, man freut sich mit Germain. Weil Germain nämlich ein guter Kerl ist und das Herz ist am richtigen Fleck. Der Film macht uns zu Beobachtern, doch der größte ist Germain selbst. Er weis ganz genau, dass seine Mitmenschen sich oft über ihn lustig machen und nur Margueritte und seine Freundin wirklich zu ihm stehen. Er lässt es sich nicht anmerken, aber die bösen Gehässigkeiten seiner "Freunde" nimmt er durchaus wahr. Er ist nur klüger als man denkt und lässt sich auf keine Provokation ein.

Schauspielerisch ebenfalls ganz großes Kino. Germain bekommt durch Depardieu sämtliche Sympathien des Publikums und Margueritte ist dabei der perfekte Partner, gespielt von Gisèle Casadesus.

Kurzum, ein toller Film!

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BountyHunter2602

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Da kann ich mich dir nur anschließen! :)
Ich hab zufällig bei Sky reingeschaltet, da hat er gerade angefangen und weil es draußen geregnet hat, habe ich ihn mir angesehen.
Absolut schöner Film!


cule0809

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Hab sogar irgendwie Lust, nun mehr Spätwerke von Gérard Depardieu zu sehen.


BountyHunter2602

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Bewertung9.0Herausragend

Das Labyrinth der Wörter ist eine wunderbar tragisch, aber auch humorvoll erzählte Geschichte von Germain und seine faszinierende und gleichzeitig berührende Beziehung zur 95 jährigen Margueritte. Ich finde es wirklich erstaunlich wie ich mehr und mehr französische Perlen von Filmen finde und dieser hier gehört auf jeden Fall dazu. Auch die vergleichsweise kurze Laufzeit passt perfekt zu diesem Streifen. Man entwickelt unheimlich schnell Sympathie mit den (meisten) Charkteren und Depardieu selbst ist wie für diese Rolle gemacht, auch wenn man sich vielleicht erstmal daran gewöhnen muss.
Insgesamt ist der Film meiner Meinung nach sehr sehenswert und liefert eine gelungene Abwechslung.

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102milo

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Bewertung2.0Ärgerlich

Sentimentaler Quatsch.

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cycloo77

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Bewertung10.0Herausragend

Ein Cineastisches Meisterwerk,hier stimmt einfach alles von der ersten bis zur allerletzten Sekunde.
Dieser wundervolle Film läßt mich wieder an das Kino glauben ,was ich Liebe!

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Anne_Moeller

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Bewertung5.5Geht so

Nach dem ich das Buch gelesen habe, hatte ich bereits Zweifel gegenüber der Verfilmung. Ich könnte mir nicht vorstellen, dass diese Geschichte interessant in einem Film verpackt werden könnte und genau so war es auch. Für mich persönlich war der Film nicht sonderlich spannend. Als Buch hat die Geschichte mir mehr gefallen.
Die schauspielerischen Leistungen waren sehr gut.

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synthecid

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Bewertung5.5Geht so

"Das Labyrinth der Wörter" ist ein sympathischer kleiner Streifen mit einer gelungenen Kreuzung aus schlichtem Drama und Humor, von dem ich mir dramaturgisch doch mehr erhofft hätte.

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MartinNolan

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Bewertung5.5Geht so

Wenn Gérad Depardieu, der den dümmlichen, liebenswerten Germaine spielt, mit Margueritte (Gisèle Cassadeus), der Bücher vernarrten, einfühlsamen Großmutter, über das Leben und Bücher redet, dann sind nicht nur die Dialoge wunderbar, sondern lassen die Nebenhandlungen, die mal mehr, mal weniger unsinnig und schemenhaft sind, vergessen. Ein einfacher Film, in fast jeder Hinsicht, der einem das Herz erwärmen mag, auch wenn manches nicht ganz stimmig ist. Wer einen relativ seichten, anspruchslosen Feel-Good-Movie braucht, macht mit „Das Labyrinth der Wörter“ sicher nichts falsch.

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DKennyK

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Bewertung7.0Sehenswert

Eine wundervoll unaufdringliche und leise Geschichte mit großem Einfühlungsvermögen.

Herausragend in ihren Leistungen genießt man jede Sekunde, die man mit den beiden Hauptfiguren verbringen darf. Der Film lässt sich trotz seiner relativ kurzen Spielzeit viel Zeit für seine Charaktere und der leicht kitschigen Atmosphäre. Zu keinem Zeitpunkt langweilig oder belanglos, sondern immer am Herz des Zuschauers, der diesen Film garantiert mit einem breiten Grinsen wieder verlassen wird.

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uncut123

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Bewertung9.5Herausragend

Depardieu in einer seiner besten rolle!

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FordFairlane

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Gèrard Depardieu liefert mit "Das Labyrinth der Wörter" ein sehr bewegendes und menschlisches Drama ab, das in meinen Augen locker als Feel Good Movie durchgehen kann. Die Geschicht ist zwar einfach erzählt, doch die Dialoge sind toll und die beiden Hauptdarsteller harmonieren einfach prächtig miteinander. Das einzige was man den Film vorwerfen kann, ist die kurze Lauftzeit. Doch selbst diese kann man bei so einem Spitzenfilm locker verzeihen.

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Moe

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Bewertung7.0Sehenswert

Eine sehr nette und kleine Geschichte um einen Mann, der aus keinem guten Elternhaus kommt aber dennoch ein sehr großes Herz hat.
Der Film tanzt auf dem Grat zwischen Harmonie und Trauer ohne dabei wie ein Faustschlag ins Gesicht zu wirken.
Ich bin einfach positiv gestimmt, wenn ich an den Film zurück denke.
So, wie wenn man das Licht einschalten würde.

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mariega

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Une perle! Malheureusement, la traduction allemande lui fait perdre quelque peu de son éclat! La subtilité, déjà dans le titre, n'est aucunement rendue. Donc, à voir de préférence en v.o.!

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ElMagico

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Bewertung5.0Geht so

Als hätte man 2 Filme gleichzeitig gesehen. Den einen findet man eigentlich ganz lieblich, bissl schwülstig zwar, aber doch einfach irgendwie schön. Aber ständig funkt der andere Film dazwischen, verdrängt den anderen, aber dabei langweilt er einen nur, ist völlig nichtssagend und austauschbar.
So ging es mir in etwa mit "La Tête en friche" und selbst hier schwingt noch viel Wohlwollen mit. Denn auch in seinen guten Phasen, eben jenen wenn der dümmliche Germain mit der wirklich tollen Margueritte agiert, wenn sie sich unterhalten, sie ihm vorliest oder einfach nur Tauben zählen....selbst dann hatte ich das Gefühl: Hier wäre mehr möglich gewesen, dem Ganzen fehlt es an Intensivität. Vorallem kommen die Bücher und die Geschichten, welche ja die heimlichen Stars des Films sein sollten, viel viel zu kurz, gerade weil diese dem Film die besten Momente bescheren.
Und so scheint es einem dann, dass man etwas verpasst oder gar seine Zeit verschwendet, wenn man all die nichtigen Nebenschauplätze betrachten muss. Seien es nun Germains seltsamen Freunde in der Kneipe, die mit allzu vielen Klischees dargestellte Beziehung zu seiner Mutter oder die völlig unsinnge Lovestory der Wirtin. Natürlich sollen all diese Elemente dazu dienen das Wesen von Germain zu umreissen, was aber meistens gründlich in die Hose geht. Denn das Bild das hier von ihm gezeichnet wird, ist offensichtlich den Zielen des Films untergeordnet. Mal dumm, fast schon mit der Tendenz zur Behinderung...dann aber wieder doch recht intelligent und mit einer Beziehung die man dem Kerl manchmal gar nicht so recht abnehmen will. Teilweise scheint es einem als hätte man sich gar nicht weiter mit Menschen auseindergesetzt, die mit dem Manko leben nicht wirklich Lesen zu können. Zu oft schimmert hier sowas wie Hausfrauen-Psychologie durch und im Falle der Mutter-Kind Beziehung greift sie vollends zu.
Das war mir dann doch alles zu halbgar. Man merkte "La Tête en friche" halt doch ständig an, dass er mit aller Gewalt auf ein rührseliges Happy-End hinarbeitet. Auf dem Weg dahin ging leider so einiges zu Bruch, darunter auch wirklich schöne Momente.
Schade.

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Amadis

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Obwohl dieser Film sehr unscheinbar und (vermeintlich) einfach gestrickt daherkommt, wird doch eine wunderbare und tief gehende Geschichte erzählt, die einen kaum unberührt lässt. Die Mischung aus Tragik und Komik ist gekonnt ausbalanciert. Depardieu spielt gewohnt souverän und holt das Optimum aus seiner Rolle heraus.
Alles in Allem grosses Kino, das alles bietet, was einen sehenswerten Film ausmacht.

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Bane

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Bewertung7.0Sehenswert

Dem Film gelingt es dank zweier großartiger Hauptdarsteller, das Herz des Zuschauers für sich zu gewinnen. Ich fand Gerard Depardieu als Germain einfach umwerfend, ebenso wie seine weibliche Partnerin. Ohne Action, viel Spannung oder Wortwitz schaffen sie es die Aufmerksamkeit und das Herz des Zuschauers für sich zu gewinnen, einfach weil sie jeder sympatisch findet und es einfach heutzutage immer unwarscheinlicher wird, dass Menschen so miteinander umgehen.

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lightstalker89

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Für Fans von Depardieu sicherlich ein Muss - für so manch anderen einfach nur Unterhaltung für zwischendurch.

Ein Film ganz ohne Musik - und hier sieht man, dass nicht immer Musik notwendig ist um Stimmungen zu erzeugen und Emotionen besser zu vermitteln. Zwischendurch vielleicht ein wenig langwierig, aber fad wird der Film trotzdem nicht - beiläufiges, sehr unaufgeregtes erzählen und berührende Szenen tragen den Rest dazu bei.

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beeX

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Bewertung6.5Ganz gut

Die Geschichte an sich ist nicht schlecht und der Film enthält einige schöne Gedanken, zwischendrin wurde es doch etwas langweilig, was mich aber nicht daran gehindert hat bei manchen Äußerungen zu schmunzeln. Hätte aber um einiges besser sein können.

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jjdd

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Bewertung7.5Sehenswert

Kleiner leichter Film für zwischendurch der kurzweilig und unaufdringlich erzählt ist.Man hätte sicherlich noch einiges mehr aus dieser Geschichte rausholen können, muss aber nicht sein und kann nur sagen:sehenswert

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Discostu

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Bewertung7.0Sehenswert

Eine nette Tragikomödie über eine ungewöhnliche Freundschaft. Nichts besonderes aber durchaus gelungen.

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