Das Leben gehört uns - Kritik

FR 2011 Laufzeit 100 Minuten, FSK 6, Drama, Kinostart 26.04.2012

Kommentare zu Das Leben gehört uns

  • 8
    Arthur A.: www.filmfutter.com 12.04.2013, 22:23

    Ein Krebsfilm wie noch nie zuvor gesehen. Valérie Donzellis zutiefst persönlicher Film behandelt das tragische Thema mit Realismus, Lebensmut und einer Prise Leichtigkeit.

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    • 8
      Gurkey 29.03.2013, 15:09

      Mir hat der Film ziemlich gut gefallen. Der Stil war mal etwas anders, als man es sonst so kennt; ich kann aber auch verstehen, dass er vielleicht nicht jedermanns Sache ist.
      Die Schauspielleistung war meiner Meinung nach gut und eigentlich nicht "overacted", wie manch anderer hier meinte.
      Nun... die Kritiken gehen ja ziemlich weit auseinander. Jeder hat eben einen anderen Geschmack.
      Deswegen würde ich denjenigen raten, die das hier lesen, sich den Film anzuschauen und sich selbst eine Meinung zu bilden. ;)

      • 7 .5
        eisbaerdios 02.01.2013, 20:29

        Stellenweise anstrengend und sogar unglaubwürdig in einigen Momenten, da immer wieder überspielt wird und die Gesten dann eindeutig zu "französisch" ausfallen.
        Dennoch im Gesamten ein sehr berührendes Stück Film.

        • 2 .5
          Enclase 17.10.2012, 07:00

          Also...Nachdem wir spätestens seit 'Ziemlich Beste Freunde' wissen, dass die Franzosen gute Filme machen können und die Kritiken hier so weit auseinandergehen, habe ich mir den Film nun auch angeschaut. Allerdings habe ich es nicht geschafft, den Film bis zum Ende anzuschauen...Mag sein, dass der Stil - wenn man das einen Stil nennen möchte - bei einigen Leuten ankommt...Ich fand ihn aber total daneben.

          *Spoiler möglich*

          1. Warum werden mitten im Film auf einmal kurzzeitig einzelne Passagen von einer Art Sprecher begleitet? Sowas deplatziertes habe ich selten gesehen - da kommt auf einmal eine Stimme und erzählt, was als nächstes passiert - das es passiert, sieht man dann aber auch noch schauspielerisch.

          'xy ruft yx an' -> dann sieht man, wie xy besagten yx anruft...

          Keine Ahnung, kein sonderlich großes Problem, aber ich fand es furchtbar unpassend.

          2. Bei Gott, ich habe noch bei keinem Film zuvor so ein Overacting erlebt. War das geplant? Da wird das Kind zu einer 'einfachen' CT gebracht, der Mutter wird noch versichert, dass es der Vorsorge gilt...und daraufhin rennt sie wie bescheuert durch das Krankenhaus und bricht dann zusammen...Noch schlimmer dann aber die Reaktionen der Familie, als herauskam, dass es ein Gehirntumor ist. Der Vater geht auf offener Straße auf die Knie, schreit komplett Paris zusammen, wirft eine Flasche an die Wand und rennt dann wie bekloppt durch die Gegend - das alles wohlgemerkt noch bevor gesagt wurde, wie schlimm es denn eigentlich um das Kind steht...Auch schön die Reaktion der Großmutter - sie bricht einfach zusammen...

          Also wirklich...Für diesen Film wurde das Overacting erfunden, solche selten dämliche Reaktionen wären selbst für den Tod eines Kindes noch sehr 'unnormal' - aber hier geht es um eine Untersuchung bzw. später um eine Diagnose, die noch gar nichts ausgesagt hat. Ich musste lachen...und irgendwie ist das für einen Film mit so traurigem Hintergrund doch eher ein Armutszeugnis, wenn die Darsteller den Zuschauer zum Lachen bringen...

          ...und nein, ich bin kein gefühlskalter Filmegucker - im Gegenteil. Mich erreicht man emotional relativ einfach, aber das...irgendwie nicht :)

          3. Die Musik...Unpassend an jeder Stelle aus meiner Sicht, die selten dämliche Gesangseinlage hat zumindest mir dann den Rest gegeben und mich zum Abschalten gebracht. Kein Witz - mitten in diesem Drama singen sie auf einmal, keiner weiß warum.

          Der Film hat mir schon genug Zeit geraubt, mehr Kritikpunkte liste ich mal nicht auf - die 2.5 gibt es dafür, dass der Film zumindest zwischenzeitlich eine interessante Handlung aufgezeigt hat. Mehr positives kann ich nicht finden - da wollte ein Filmemacher innovativ sein, aber das ist leider nicht immer von Vorteil.

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          • 8
            CINEMAN.ch 10.05.2012, 16:29

            Ein autobiographischer Film über zwei Liebende (Jérémie Elkaïm, Valérie Donzelli) und ihr Kind, das an einem bösartigen Gehirntumor leidet. Was ein typischer Tränendrücker hätte werden können, erweist sich in den fähigen Händen von Valerie Donzelli als lebensbejahender, sehr positiver Film, der abseits üblicher Erzählkonventionen ein Höchstmaß an Kreativität zur Schau stellt. Ein tief berührender, sehr intimer Film, den man so schnell nicht vergisst.

            • 2
              Sonja Hamann 03.05.2012, 13:32

              unabhängig davon, dass mich musicaleinlagen im kino sowieso anätzen, finde ich, dass es bei diesem thema nun auch so ganz und gar nicht passt. und der allzu hoffnungslose schluss wirkt mir auch reiflich aufgesetzt. krebs und feel-good-movie? bescheuerter mix

              ps: sobald ein kindchen im spiel ist, sind wohl kritiker hin und weg? als wäre das ein qualitätskriterium. man wundert sich ja schon...

              • 10
                einfachLucia 26.04.2012, 21:05

                Endlich mal wieder ein abwechslungsreicher und untypischer Film!
                Abgesehen davon, dass sich die story nicht um die Person, die Krebs hat, selber, sondern darum, wie ihre Familie damit umgeht dreht, hat mir auch ganz besonders gefallen, dass, obwohl die Geschichte traurig ist, im Film gezeigt wird, dass das Leben weitergeht und dass man trotzdem noch schöne Momente erleben, oder es zumindest versuchen kann.
                Auch den Erzähler, und die Zeitsprünge haben dazu beigetragen, dass ich den Film als sehr abwechslungsreich und teilweise auch humorvoll empfunden habe.
                Die 0.5 Punkte Abzug gibt es für den Teil, in dem die beiden singen, und für die, meiner Meinung nach, ein bisschen zu übertriebenen ersten Reaktionen der Familie auf die Nachricht, dass Adam einen Tumor hat.

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                • 7 .5
                  Magali-Ann Thomas: BR 26.04.2012, 17:01

                  Zwischen Kitsch und Nouvelle Vague schafft es der Film von Regisseurin und Hauptdarstellerin Valerie Donzelli Pathos zu vermeiden. Wobei das Kind dramaturgisch etwas auf das Abstellgleis gerät.

                  • 9
                    Katja Nicodemus: NDR 26.04.2012, 16:01

                    Dem Film Das Leben gehört uns gelingt die Quadratur des Kreises. Er hat ein schweres Thema, ist aber kein schwerer Film. Er rührt an, sperrt den Betrachter aber mit keiner einzigen Szene ins Betroffenheitsgefängnis. Er ruft unser Mitgefühl hervor, aber kein Mitleid.

                    1
                    • 8
                      Hannelore Heider: Deutschland Radio 26.04.2012, 15:58

                      Das Leben gehört uns ist ein wilder, in seinen Gefühlsschwankungen auch exzentrischer Aufschrei gegen den Tod und für das Leben!

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                      • 8 .5
                        Birgit Roschy: echo online, epd Film 26.04.2012, 15:43

                        Statt auf Pathos und Larmoyanz setzt ihre unprätentiöse Inszenierung auf Musik, um Kummer, Glück und trotzige Selbstbehauptung zu versinnbildlichen. [...] Beim Verlassen des Kinos hat man das Gefühl, Berge versetzen zu können.

                        • 8

                          Kühn und einfallsreich ringt Das Leben gehört uns um den richtigen Erzählton und verfehlt ihn nur selten.

                          • 8
                            Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de 26.04.2012, 15:15

                            Diese außergewöhnlich und doch ganz normale Geschichte berührt und beeindruckt enorm mit dem Überleben an sich.

                            • 8
                              Marguerite Seidel 26.04.2012, 15:01

                              Valérie Donzelli stemmt eine eigenwillige Liebesgeschichte und zeigt, dass sich nach den Grundideen der Nouvelle Vague durchaus zeitgenössische Filme machen lassen. Sie holt das Beste heraus aus dem, was sie hat.

                              • 8 .5
                                Gaby Sikorski: Programmkino 26.04.2012, 12:57

                                Valérie Donzellis Film tröstet und ermutigt, aber er vermittelt mit viel Humor auch eine zutiefst menschliche Botschaft: „Gemeinsam können wir alles bewältigen.“

                                • 7 .5
                                  Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de 26.04.2012, 12:09

                                  Den beiden absolut authentisch agierenden Hauptdarstellern gelingt es, auch [einige Schwächen] weitestgehend in den Hintergrund treten zu lassen.

                                  • 8 .5
                                    Carsten Happe: Schnitt 26.04.2012, 11:55

                                    Das Leben gehört uns schlingert oftmals am Rande des Peinlichen, des Kitschigen oder Unangebrachten. Er ist weitgehend unstimmig und findet nie zu einer einheitlichen Linie. Und genau dafür kann man ihn liebgewinnen.

                                    • 9
                                      Johan Dehoust: Spiegel 26.04.2012, 11:29

                                      Immer wieder die haargenau richtige Kombination aus Musik, Bildern und Sprache, dass Zuschauer lebenstrunken aus Kinosälen torkeln, ohne sich für ihren Dusel zu schämen.

                                      • 3 .5
                                        Esther Buss: Film-dienst 24.04.2012, 10:28

                                        Das Leben gehört uns beschwört ein pseudo-authentisches Lebensgefühl, das noch den allergrößten Schicksalsschlägen und Ernüchterungen Intensitäten abzutrotzen versucht – und das um jeden Preis. Intensitäten mit der Konsistenz von Zuckerwatte.

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                                        • 8
                                          José Garcia: Textezumfilm 23.04.2012, 15:51

                                          Dass Valérie Donzelli ihren Film nicht als (film-)therapeutische Aufarbeitung versteht, macht sie mit ihrer Inszenierung deutlich. Da ist zunächst einmal die Off-Stimme oder genauer die drei verschiedenen Off-Stimmen, die in je eigener Tonart mit unterschiedlicher Distanz ihre Kommentare abgeben. Lässt sich der Zuschauer auf diese ausgiebige und eigentümliche Verwendung dieses Stilmittels ein, so spürt er, dass dadurch die gewohnte Dramaturgie konterkariert wird. Ähnliches gilt für die Kameraarbeit: Sie schafft eine große Nähe, ja Authentizität, weil der Film weitestgehend mit einer Fotokamera bei natürlichem Licht gedreht wurde. Diesen Bildern stellt aber die Regisseurin die traditionell mit einer 35 Millimeter-Kamera in Zeitlupe aufgenommenen Schlusseinstellungen gegenüber.
                                          Der Schwere des Sujets begegnet Valérie Donzelli darüber hinaus mit einer beschwingten Dramaturgie, bei der sich an mehreren Stellen eine gewisse Komik Bahn bricht. So etwa, als die Familien von Roméo und Juliette vorgestellt werden. Dass die Regisseurin „ein sehr gegenwärtiges Paar zeigen“ wollte, äußert sich nicht nur darin, dass er den Haushalt macht und das Kind versorgt, während sie arbeitet. Außerdem wird dem Zeitgeist dadurch gefrönt, dass Roméos Mutter Claudia (Brigitte Sy) eine Lebensgefährtin hat, Alex (Elina Löwensohn). Die Überzeichnung wirkt insbesondere im Kontrast mit Juliettes Eltern (Michele Moretti, Philippe Laudenbach), die als besonders konservativ dargestellt werden. Zur überbetonten Modernität der Filmanmutung gehört es etwa denn auch, dass sich Juliette und Roméo als nicht gläubig bezeichnen – was sie aber nicht daran hindert, im Augenblick der Not ein Gebet zu sprechen. Wobei insbesondere Juliette kein Hehl daraus macht, dass sie es auch ehrlich meint. Zur außergewöhnlichen Inszenierung von Donzellis Film gehört außerdem eine sehr eigenwillige Musik-Mischung aus klassischen Stücken, Ennio Morricone, Chansons und Techno-Musik, mit der die Regisseurin die unterschiedlichen Gefühlszustände ihrer Figuren unterstützt.

                                          • 8
                                            Annekatrin Liebisch: Radio Köln 19.04.2012, 16:22

                                            Das Leben gehört uns zeigt die Art Realität, die auf der Leinwand normalerweise außen vor gelassen wird.

                                            • 8 .5
                                              Marisa Meier: Outnow.ch 19.04.2012, 16:11

                                              Durch den realen Hintergrund wird der Zuschauer an Das Leben gehört uns gefesselt, wird Zeuge, wie ein spannendes, modernes Paar kämpft, wie Krankenhausflure immer vertrauter, aber niemals ein Zuhause werden.

                                              • 2
                                                sweetForgiveness 28.03.2012, 16:34

                                                Gesneaked!

                                                Geschichten mit Romeo und Juliet finden selten ein gutes Ende! In "Das Leben gehört uns" geht es allerdings nicht um das Liebespaar aus Shakespeares Drama, sondern um eine junges Liebespaar aus Paris, dessen Kind an einem Gehirntumor leidet. Mag die Story auch noch so niedlich und ehrlich sein, fehlt es hier an allen Ecken und Enden an Professionalität. Die Hauptdarsteller, die sich sehr gut mit ihren Charakteren identifizieren müssten, da die Handlung autobiographische Züge der beiden trägt, können in verliebten und zerissenen Phasen gut mit einander agieren, ansonsten handelt es sich allerdings eher um over- bzw. auch under-acting. Genauso wie die Schauspieler, scheint auch die Regisseurin eine Vorliebe für die Extremen zu haben. Das die Charaktere hier urplötzlich zu singen anfangen, was an ein "High School Musical"-artiges Szenaro erinerrt oder ob Juliet verzweifelt durch die Flure rennt...alles wirkt etwas extrawagant und übertrieben. Valérie Donzelli fehlt es, jedoch vor allem an Konsequenz, denn sie führt zu Beginn einen Erzähler in die Handlung ein, der auch noch dämlich unnötige Sachen kommentiert, den sie im späteren Verlauf der Geschichte weg lässt und welcher erst im letzten Viertel wieder auftaucht. Trotz der vielen guten Kritiken nicht meine Film, denn mag die Geschichte auch ehrlich sein, wird hier zu viel Lärm um Nichts gemacht, denn diese Story, hätte deutlich mehr verdient. Leider eine bittere Enttäuschung, die kein gutes Ende fand, zumindest nicht im Kinosessel...

                                                11
                                                • 6 .5
                                                  Rex Reed: The New York Observer 27.01.2012, 14:22

                                                  Das Leben gehört uns ist in jeder Hinsicht, in der man den Film anschneidet, eine tapfere Leistung.

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                                                    Stephen Holden: New York Times 27.01.2012, 14:17

                                                    Für all seine sonderbaren Züge und Berührungslinien fühlt sich Das Leben gehört uns vollkommen lebendig an. Die Geschichte zweier Menschen, die Furcht in Handeln umwandeln, ist ungemein inspirierend.