Das letzte Schweigen

Das letzte Schweigen (2010), DE Laufzeit 118 Minuten, FSK 16, Thriller, Drama, Kinostart 19.08.2010

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7.1
Kritiker
15 Bewertungen
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6.9
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44 Kommentare
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von Baran bo Odar, mit Ulrich Thomsen und Wotan Wilke Möhring

Es ist ein unerträglich schwüler Tag im Sommer, als die 13-jährige Sinikka plötzlich spurlos verschwindet. Der Film Das letzte Schweigen porträtiert die verzweifelte Suche nach dem kleinen Mädchen. Als Sinikkas Fahrrad schließlich an der selben Stelle gefunden wird, an der vor genau 23 Jahren ein junges Mädchen ermordet wurde, bricht die Welt der Protagonisten von Das letzte Schweigen zusammen. Denn es finden sich auch frische Blutspuren am Fundort, so dass das Schlimmste befürchtet werden muss. Doch nicht nur für die verzweifelten Eltern beginnt nun die schwierigste Zeit ihres Lebens. Durch die Nähe der Umstände zu dem damaligen Verbrechen müssen alle Beteiligten von damals erneut die Vergangenheit konfrontieren. So durchleidet die Mutter der ermordeten Pia ein zweites Mal ihre Ängste von vor 23 Jahren. Und wie zerbrechlich und unberechenbar das Leben wirklich ist, zeigt der Regisseur von Das letzte Schweigen, Baran bo Odar, schließlich auch am Beispiel der Ermittler sowie der beiden damaligen Täter.™

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Cast & Crew


Kritiken (10) — Film: Das letzte Schweigen

SiameseMax: SiameseMovies

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8.0Ausgezeichnet

Die deutsche Produktion „Das letzte Schweigen“ hat mich einmal mehr erkennen lassen, wie wertvoll es sein kann, Filme, blind aus dem Regal der Videothek gegriffen, völlig unvorbelastet zu schauen. Wie ich im Nachhinein feststellte, wird der Film mit sehr gemischten, sogar überwiegend negativen Kritiken bedacht. Von fehlender psychologischer Tiefe ist da die Rede, der Film überzeuge zwar visuell, aber berühre nicht, Regisseur Baran bo Odar wolle mehr, als er letztlich erreichen könne. Zugegeben, die inszenatorischen und dramaturgischen Mittel, die Debütant bo Odar hier einsetzt, um einerseits zu unterhalten und andererseits zu erschüttern, sind nicht gerade subtil. Untermalt mit nahezu kontinuierlich dröhnenden, dissonanten Bassklängen verkörpert das hochkarätige Ensemble die allesamt mehr oder minder traumatisierten Charaktere in stylish-ästhetisierten Bildern flirrender Sommerhitze in trügerischer Idylle, eingebettet in eine verschachtelte, oftmals unchronologische Erzählweise, wirre…

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stuforcedyou

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einfach nur ein richtig toller kommentar


JimSommer

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... der aber nicht darüber hinwegtäuschen kann, dass die zitierten Kritikpunkte durchgreifende Einwände sind und somit eine 8er Wertung objektiv überzogen ist.

Der Film hat mich nicht gefesselt, berührt und konnte auch auf psychologischer Seite nicht Punkten. Einzig die Schlusseinstellung hat die Magie eines großen Filmes, die alles verschlingende Einsamkeit und soziale Installation wird überzeugend greifbar und ist künstlerisch perfekt auf den Punkt gebracht. Der Rest ist trotz guter Kamera nicht mehr als besseres TV-Format.

Grade WEIL das Thema emotional schwergewichtig ist, sollte ein Filmmacher ein Konzept haben um die hohen Erwartungen zu erfüllen, dass kann ich leider nicht erkennen. Ich sehe weder einen neuen noch einen interessanten Gedankenanstoß um es zu rechtfertigen das Prädikat "wertvoll" aufstempeln zu wollen. :/


Jörg Brandes: Hamburger Morgenpost Jörg Brandes: Hamburger Morgenpost

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5.5Geht so

Was den Regisseur neben der Tätersuche vor allem interessiert, ist das Innenleben seiner Figuren. Denen bürdet er allerdings gleich so viele seelische Lasten auf, dass es für mindestens zwei Filme gereicht hätte. [...]
Fast scheint es, als sei dem Regisseur mehr an einer Ästhetisierung seiner Bilder als an Logik gelegen. Und ärgerlich ist auch, dass jede spannende Handlungsentwicklung von schrillen Tönen akustisch vorweggenommen wird.

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Jessica Düster: Kölner Stadtanzeiger Jessica Düster: Kölner Stadtanzeiger

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7.5Sehenswert

Die multiperspektivische Erzählweise und die psychologisch-soziologische Unterfütterung atmen skandinavische Tradition und stammen ursprünglich aus der Feder des hessischen Wahlfinnen Jan Costin Wagner. Autor und Regisseur Baran bo Odar adaptiert dessen Roman in seinem Debüt nicht ohne Längen und Schnitzer, aber durchweg spannend und mit exzellentem Gespür für Atmosphäre.

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Rupert Koppold: Stuttgarter Zeitung Rupert Koppold: Stuttgarter Zeitung

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7.5Sehenswert

Tatsächlich schafft Odar es hier, Personen zu charakterisieren, Spannung aufzubauen, Atmosphäre zu schaffen. Doch so exzellent die einzelnen Teile inszeniert sind, im Großen und Ganzen will dieser Film zu viel. Fast jede Einstellung giert nach Bedeutung, fast jeder Ton hört sich nach schwerem Schicksal an, fast jeder Protagonist - von den Eltern der Opfer über den Kommissar bis hin zum Täter - erweist sich als Sammelstelle für beschädigtes Leben. Nein, ein Meisterstück ist "Das letzte Schweigen" nicht geworden. Aber mit all seinen Macken interessanter als manches, was so rund und routiniert dahinläuft.

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Harald Peters: WamS, Die Welt, taz, Berlin... Harald Peters: WamS, Die Welt, taz, Berlin...

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8.0Ausgezeichnet

Der Regisseur hält sich weniger damit auf, die Zuschauer in eine Tätersuche zu verwickeln, sondern bleibt bei gemächlichem Tempo lieber an den Figuren und sieht zu, wie sie versuchen, mit Schuld und Verlust weiterzuleben. Weil es sich bei dem Film aber um einen Krimi handelt, muss ein Täter präsentiert werden. Und bo Odar löst dieses Problem so geschickt, dass man nicht "Ach, der war's!" denkt, sondern: "Na klar, war es der!". Und hinterher fragt man sich, ob das wirklich so stimmt.

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Jan Schulz-Ojala: der Tagesspiegel Jan Schulz-Ojala: der Tagesspiegel

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7.0Sehenswert

Es ist von vielem zu viel in diesem Film. Die Musik, die dauerdräut und dröhnt und noch im Klavier-Abspann so insistierend auf der Tonika herummacht, als wolle sie überhaupt kein Ende finden. Die Trauernden aller Professionen und Generationen, die ihre Lieben an Lustmörder oder auch an den Krebs verlieren. Die Luftbilder, die die Handlung zeitlich strukturieren sollen – und immer, wenn der nächste Wochentag über Baumkronen oder Kornfeldern eingeblendet wird, ertönt ein dumpfes Bumm-Bumm. Und so weiter.
Andererseits: Wie oft ist von allem zu wenig im deutschen Kino. Da tut es gut, wenn einer aufs Ganze geht. Vor allem, wenn er jung ist wie der 32-jährige Münchner Filmhochschulabsolvent Baran bo Odar. Nur wer seine Grenzen überspringt, lernt sie kennen. [...]
Und trotzdem: Sogar die Schwächen dieses Films sind stark, weil sie das Gefühl durchdringender Verstörung auf ihre Weise unterstreichen. Wie schön, wenn ein Regisseur das Genre nicht bloß bedient, sondern als Herausforderung begreift, Größeres anzupeilen. Auch wenn er am Ende wohl nicht mehr ganz genau wusste, was es war.

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Peter Uehling: Berliner Zeitung Peter Uehling: Berliner Zeitung

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5.5Geht so

In Baran bo Odars Thriller "Das letzte Schweigen " wird die Spannungsschraube der Psychologie durch die zuweilen rohe Gewalt der Kameraeinstellung ersetzt. Das ergibt immerhin am Anfang eine bemerkenswerte erzählerische Ruhe; die Figuren bewegen sich fast wie in Trance durch eine nicht näher bezeichnete deutsche Kleinstadt im Sommer samt Vorort-Siedlungen und Natur. Doch ab irgendeinem Punkt läuft diese Optik leer, findet sie nicht zur Sache, begnügt sie sich mit der Politur von Oberflächen, statt sie genau zu beobachten.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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7.5Sehenswert

Großartige Kamerarbeit, die kinotaugliche Stimmungsbilder schafft, die von der exzellenten Besetzung in einem ruhigen, beklemmenden Thriller umgesetzt werden, der bis zum Ende gefangen nimmt. Das der Regisseur die düsteren Psychogramme immer wieder mit lebensnahem , zum Teil sehr schwarzen Humor konterkariert, lässt das lakonische Finale um so dramatischer wirken. Sehenswert.

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HerrLehmann

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Den hatte ich bisher so gar nicht auf dem Schirm...werd ich mir mal vormerken, klingt vielversprechend.


O.Baumgarten: Schnitt O.Baumgarten: Schnitt

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8.0Ausgezeichnet

Das letzte Schweigen verbreitet mit seinen gelähmten, hilflosen Figuren eine dumpfe, fast bedrohliche Atmosphäre, die besonders durch die Verwendung der herausragenden Musik pointiert unterstrichen wird. In wunderlichen »Air«-Sound gekleidet schwellen ätherische Melodien an und vereinen auf bizarre Weise die Schönheit der Bilder, die Traurigkeit der Figuren sowie die Widerwärtigkeit des Geschehens zu einem düster-hypnotischen Ganzen.

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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...

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9.0Herausragend

Wenn der Titel nicht schon besetzt gewesen wäre, hätte man den Film auch „Gespenster“ nennen können. Denn jede der fein gezeichneten Hauptfiguren wird von seinen Gespenstern gequält und gejagt. Mit dieser Verfilmung des mehrfach ausgezeichneten Bestsellers "Das Schweigen" von Jan Costin Wagner gibt Regisseur Baran bo Odar sein verstörend intensives Kinodebüt. Dieser Film schafft eine beklemmende Atmosphäre der konstanten Spannung, wie man sie nur aus...

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Kommentare (34) — Film: Das letzte Schweigen


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anami

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Bewertung7.5Sehenswert

Äußerst sehenswerter Film trotz einiger "Anfänger"-Schwächen.

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gorendodi.srednicki

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Bewertung9.5Herausragend

ein weiterer großer film mit Wotan Wilke Möhring. der mann ist goldwert.

hier zitiere ich gerne jemanden aus einem film-forum:

Zitat:Wie in den ersten fünf Minuten derart anteilnahms- und emotionslos ein kleines Mädchen vergewaltigt, ermordet und entsorgt wird: Das ist einfach nur großartig inszeniertes Kino. Hier stimmt jede Kameraeinstellung, die beängstigend einsetzende Musik und die kaltblütig wirkende Darstellung der Schauspieler hinterlassen von der ersten Minute an Gänsehaut

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Honeyledger

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Bewertung5.0Geht so

Der Film erstickt mitunter an seinem eigenen Formwillen. Man spürt, dass hier bewußt visuell auf die Tube gedrückt wurde. Die Schauspieler machen ihre Sache ordentlich, einzig Sebastian Blomberg hinterläßt mit wirklich gnadenlosem overacting einen peinlichen Nachgeschmack. Schade auch, dass der Plot im Grunde ein Fernsehplot ist und über den deutschen Krimi nicht hinausreicht.

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N. Hornblower

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Das letzte Schweigen" ist ein vielschichtiges Krimi-Drama, das die von einem (möglicherweise zwei) Gewaltverbrechen betroffenen Personen (Täter, Komplize, Opfer-Angehörige, Polizisten) aus der Vogelperspektive (sowohl optisch als auch erzählerisch) zeigt und dabei allen Charakteren nahezu gleiches Gewicht beimisst. Sensibel wird hierbei mit der Trauer bzw. quälenden Ungewissheit der Angehörigen, dem Frust der Polizisten und dem heiklen Thema Pädophilie umgegangen, ohne unnötiges Moralisieren. Das Ganze ist sehr eindringlich, teilweise etwas bedrückend, hat mich aber nicht runtergezogen. Als Schmankerl gibt es eine kleine "Fargo"-Referenz.
Mein Fazit: Kein spektakulärer aber ein sehr guter deutscher Film, auf jeden Fall empfehlenswert, besonders für "Tatort"-Freunde.

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smokingfliege

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Spoiler! Könnte leichte Spuren von Informationen enthalten, die bei zu früher visueller Einnahme vorwegnehmend wirken könnten:

Ich fange mal mit dem Schlechten an, da das Gute definitiv überwiegt: Das Ende. Davon hatte ich mir etwas mehr versprochen. Gehe ich noch mal drauf ein. Nun das Gute: Die Schauspieler haben ihre Rollen zumindest überwiegend wirklich gut gespielt, die Story hat mich gefesselt und die Unterteilung in die verschiedenen Wochentage hat mir gut gefallen.
Mich hat der Film sehr schockiert und zum Nachdenken angeregt, besonders im Nachhinein, aber auch mittendrin, da er ja schon ein sehr ernstes und schlimmes Thema behandelt.

Mir hat allerdings in der Justiz jemand gefehlt, der ´n bisschen auf Zack ist. Der traumatisierte Stotterstanley und sein engstirniger Chef, der keinerlei Anzeichen von Menschlichkeit zeigt, haben mir da nicht gereicht. Umso mehr habe ich mich gefreut als David Jahn (Sebastian Blomberg) seinem Vorgesetzten mal richtig die Meinung gegeigt hat, aber Tacheles, mein lieber Mann!

Und nun noch mal zum Ende: Der Film hatte 20 Minuten vor Schluss schon so eine Feierabend-Stimmung, wo ich dachte: Oh man, wenn jetzt der Abspann kommt, ist das Ende aber mal völlig daneben. Er kam dann etwas später als befürchtet, aber dennoch hätte ich gerne noch gesehen, wie der Hausmeister Sommer überführt wird.
Eins habe ich allerdings nicht ganz verstanden: Wie ist er auf die Liste mit den roten Fahrzeugen geraten, wenn er sich das Auto von der Frau geliehen hat? Oder habe ich die Auflösung falsch interpretiert?

Fazit: Ein guter Film und der Beweis dafür, dass es zumindest einen guten deutschen Thriller gibt und hin und wieder doch mal ein vernünftiger deutscher Film rauskommt, der sich an den großen Fischen messen kann.
Ein bisschen Feinschliff hier und da, ein gewitzteres Ende und es hätte mich vom Hocker gehauen! Zufrieden bin ich allerdings auch so.
Kann den Film nur weiterempfehlen!

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derblonde

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Bewertung7.0Sehenswert

Recht ungewöhnliches Krimidrama, das aus der Sicht fast aller Protagonisten erzählt. Und alle zeigen ihr Leid. Dazu gesellen sich seltsame Sheriffs: ein inkompetenter Chef, ein nervender, traumatisierter Ermittler und eine hochschwangere Kollegin, die schon längst im Mutterschutz sein müßte. Die vielen Kamerafahrten über das Kornfeld hätte man sich hingegen sparen können, das unbefriedigende Ende ebenfalls.

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Scipio

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Bewertung3.0Schwach

Unsympathische Figuren und eine falsch platzierte, immer die Dialoge störende Filmmusik machen diesen Film kaputt.

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adamma

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Naja, ich glaub mal nicht, dass die Personen besonders sympathisch erscheinen sollten.


countcount

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Bewertung9.0Herausragend

Einer der besten deutschen Filme , die ich seit langem gesehen habe. Spannend, Tiefgehend, Hervorragende Bildeinstellungen unterstützt durch eine eindringliche, effektreiche Soundkulisse, Schauspielerisch fast Ausnahmslos überzeugend.. Da kann sich so manch Amerikanischer Film eine Scheibe von abschneiden......

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Rugantino

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Bewertung5.0Geht so

Ein jeder quält sich mit etwas. Die Dämonen der Vergangenheit, die am Krebs verstorbene Frau oder der nie gelöste Fall. Zugegebener Maßen fällt es wirklich schwer den Figuren dieses Films in irgendeiner Weise Sympathie entgegenzubringen. Vorallem Sebastian Blombergs Rolle nervt den Zuschauer irgendwann nur noch. Gewohnt stark hingegen Ulrich Thomsen, als Kindsmörder, der sein Spiel stark zurücknimmt und die innere Zerrissenheit des Peer Sommer so beängstigent nachfühlsam ausdrückt. Er macht den Film dann doch trotz aller Anstrengung noch sehenswert.

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JackoXL

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Bewertung7.5Sehenswert

Die Umsetzung von Regiesseur Baran Bo Odar ist wirklich allererste Sahne, weit über dem, was man so von deutschen Produktionen gewohnt ist. Durch seine hervorragenden Bilder und eine eindringliche Soundkulisse erschafft er eine bedrohlich, schwüle Atmosphäre. Durch die dadurch resultierene Stimmung benötigt sein Film kaum Tempo, um Spannung zu erzeugen. Schnell ist man mitten drin in der deutschen Provinz, über deren Kleinstadtidylle der Mord an einem Mädchen wie ein dunkeler Schatten liegt. Respekt für diese handwerkliche Finesse. Wenn man sich für diesen Weg entscheidet, muss natürlich auch der Cast mitziehen, wenn da nur einer halbherzig spielt, kann das vieles kaputt machen. Ein weiterer dicker Pluspunkt, durch die Bank liefern die Darsteller tolle Leistungen ab. Die Charaktere wirken alle echt, ihre Emotionen jede Sekunde glaubhaft.
"Das letzte Schweigen" hätte ein richtig großer Wurf werden können, wenn die Geschichte nur ein wenig besser wäre. Der Plot ist leider nicht auf dem hohen Niveau von Regie und Darstellern. In etwa vergleichbar mit einem guten TV-Krimi. Sicherlich ambitionierter, mit besser ausgearbeiteten Figuren, schlußendlich aber nicht viel mehr.
Ein wenig schade, dennoch ein sehr sehenswerter Film, der mich neugierig auf die nächsten Arbeiten von Baran Bo Odar macht. Sein Fach versteht der, keine Frage.

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veseria

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Seltsam und konventionell zu gleich,
sehr spannend und teilweise gruselig,
gut und schlecht gespielt,
deutsch und nicht deutsch.

Wirklich guter Thriller der irgendwie von vielem beide Seiten zeigt...Außerdem lässt der Film einen mit 2 Möglichkeiten zurück. Ich fand ihn echt sau spannend. Aber weiß im Grunde genommen nicht ganz was ich davon halten soll.

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Thomas479

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Bewertung9.0Herausragend

Ein ungewöhnlich düsterer Film aus deutschen Landen. Auch wenn manche Figuren etwas klischeehaft rüberkommen und der Mittelteil etwas gestrafft hätte werden können, so ist dieser Thriller absolut sehenswert. Der Film ist nicht leicht zu ertragen und er bleibt noch lange im Gedächtnis. Das Ende ist wie ein Schlag in die Magengrube. So etwas hätte man einer deutschen Produktion nicht zugetraut.

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stuforcedyou

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Bewertung7.5Sehenswert

Der eigentliche Hauptdarsteller ist hier der Sommer, die Hitze, die sich über die gesamte trostlose und bittere Szenerie legt. Daneben glänzen die Darsteller, die die Eindringlichkeit der Handlung fördern, ganz im Gegenteil zu den teils wirklich arg aufgesetzten und gekünselten Metaphern, die selbst vor altem Symbolik-Antiquitäten wie Rotkäppchen und dem bösen Wolf nicht halt machen. Dennoch ist "Das letzte Schweigen" ein wirklich beeindruckender Film, weil es ihm zum einen gelingt die Wichtigkeit der Opfer über die Täter zu stellen, ohne die Täter jedoch mit populistischer Simplizität und zu gesichtslosen Monstern zu banalisieren. Ein geglückter Balanceakt.

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MillionDollarBaby89

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Na das hört sich doch recht gut an! Habe den Film schon ewig vorgemerkt, aber leider noch nicht gesehen. Wird mal Zeit :)


stuforcedyou

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Keine Angst, der Film ist sehr langsam, den bekommst du schon ;D


Dr.Hasenbein

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Das letzte Schweigen ist ein schwerer und ungemütlicher Film.
Ist schon das Thema nicht gerade ein leichtes, so hat hier ein jeder seine Bürde zu tragen.
Die Schauspieler allen voran Wotan Wilke Möhring spielen so gut und erschreckend dass man ihnen ihre gebrochenheit in jeder Sekunde abnimmt.
Aber einen aus diesen kaputten Seelen hervorzuheben wäre den anderen nicht gerecht.
Ulrich Thomsen, Katrin Saß, Burghart Klaußner, Sebastian Blomberg sie alle sind hervorragend besetzt,
und das ein oder andere mal hat man das Gefühl sie oder ihre Geschichte würden hier etwas zu kurz kommen.
Natürlich machen die zermürbten Figuren den Film nicht gerade leichter, aber doch intensiver!
Wer einen normalen und spannenden Krimi erwartet könnte von diesem ruhigen Drama enttäuscht werden.
Das letzte Schweigen schlägt eher in die Kerbe von "Der letzte Wille" und erwartet vom Zuschauer volle Aufmerksamkeit und Interesse.
Aber wie Gesagt, bei so vielen Figuren und Schicksalen bleibt der ein oder andere Charakter leider auf der Strecke, was wirklich etwas Schade ist.
Das Ende ist zwar etwas unbefriedigend aber passend zum Grundton des Films und ist natürlich auch realistisch!

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maslobojew

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Intensives, tonnenschweres Krimi-Drama bei dem wirklich alle Figuren (bis auf den Täter!) bis zur Oberkante psychisch angekratzt sind. Wer keinen - nur unterhaltsamen - Krimi erwartet, wird möglicherweise nicht enttäuscht werden. So gesehen finde ich Das letzte Schweigen sehr gelungen. Wer etwas genremäßiges erwartet, sollte vielleicht besser bei seinen deutschen Krimi-TV-Filmchen bleiben.

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zenows

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Verstörend. Der Regisseur hat großes Talent, bin gespannt auf seine kommenden Filme!

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hulk 75

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Bewertung7.5Sehenswert

Scharfsinniger,authentischer und unbarmherziger Film der mich zum Schweigen gebracht hat. Puh...

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donoctavio

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Bewertung9.5Herausragend

Atmosphärisch atemberaubend, zutiefst verstörend und bitterböse! Ein krasser Film. Ich würde gerne sagen: mehr davon aus deutschen Landen aber das darf man nur auf die Erzählstruktur und vor allem die wahnsinnig tollen Bilder beziehen, denn thematisch ist das schwer zu ertragen.

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VSCL

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein zu jeder Zeit glaubwürdiger und deshalb beklemmender Film, der trotz einem großen Teil Dramatik eine Menge Spannung aufkommen lässt.
Sowas ist selten. Wenn aus Deutschland so ein guter Film kommt, wird er leider oft nicht wahr genommen. Wäre bei diesem Film wirklich schade.

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seelenfreund

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Echt ein klasse Film.
Durchwegs gelungene Leistungen.
Toll skizzierte Menschen!
Nicht so ein platter Film, man bekommt ein wenig Einblick in die Seelen der Menschen.
MEHR DAVON!!!


his_poisongirl

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich fand das Buch total klasse ... nun muss ich noch gucken ob der Film da mithalten kann ;)

Oh ja, das kann er ... eine Gänsehaut hat die andere gejagt ... obwohl ich durch das Buch ja bereits wusste wie es ausgeht ging die Spannung den ganzen Film über nicht verloren!

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