Das letzte Ufer

On the Beach (1959), US Laufzeit 133 Minuten, FSK 16, Drama, Science Fiction-Film, Kinostart 17.12.1959


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7.0
Kritiker
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6.4
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70 Bewertungen
7 Kommentare
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von Stanley Kramer, mit Gregory Peck und Ava Gardner

Der Krieg ist aus, niemand hat gesiegt. Nur die Einwohner Australiens und die Besatzung des amerikanischen U-Boots “Sawfish” sind der atomaren Zerstörung und der Verstrahlung der Erde bisher entronnen. Doch die radioaktive Wolke rückt näher, und Captain Dwight Towers (Gregory Peck) bricht mit der “Sawfish” auf, um sie zu erkunden. Doch seine Nachrichten sind niederschmetternd: Die Strahlenwolke ist absolut tödlich. Und während die Zeit verrinnt, versucht jeder auf seine Weise mit dem nahen Ende fertig zu werden. Der eine will noch rasch seinen Lebenstraum als Rennfahrer verwirklichen, die andere versucht, der Liebe noch einmal eine Chance zu geben. Das letzte Kapitel der Menschheitsgeschichte ist angebrochen.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Das letzte Ufer
Genre
Drama, Science Fiction-Film, Endzeitfilm, Utopie & Dystopie
Handlung
Dystopie
Verleiher
United Artists
Produktionsfirma
Stanley Kramer Productions

Kommentare (6) — Film: Das letzte Ufer


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Einar

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Bewertung6.0Ganz gut

So ein starker Stoff:
Die Welt ist atomar verseucht und die Menschheit hat sich selbst ausgerottet. Nur auf dem kontinentalen Australien haben die Menschen überlebt - noch. Denn die tödliche Atomstrahlung nimmt Kurs auf die letzte Bastion. Ein Erkundungstrupp soll dennoch für Klarheit sorgen. Vielleicht gibt es einen Ausweg.

Wenn man das heute verfilmt, dann bestimmt mit all dem verfügbaren Brimborium. Dementsprechend optimistisch war ich bei "Das letzte Ufer" aus dem Jahre 1959 von einem Künstler wie Stanley Kramer. Aber leider wurde ich relativ enttäuscht: Aus meiner Sicht wird die interessante Geschichte zu belanglos und melodramatisch erzählt, sie versandet quasi in ihrer drögen Erzählweise.
Einzig die melancholisch-trostlose letzte Viertelstunde, wenn das absolute Ende unser aller Leben ansteht, wurde ansprechend gestaltet: Packend, berührend, dramatisch und deutlich in ihren Bildern, die einen Kontrast zu früheren Szenen an bestimmten Orten herstellen. Es ist eine Untergangsstimmung wie auf der sinkenden Titanic, nur ohne Hektik und Geschrei.
Das war meisterhaft. Hätte der ganze Film so ausgesehen, ich wäre begeistert. Aber eine Viertelstunde reißt keinen Film heraus, der zudem leider auch noch ein wenig zu lang ist. Wenn man 130 Minuten auf Zelluloid packt, dann sollte jede Minute auch Berechtigung finden. Etwas straffer hätte "Das letzte Ufer" sein dürfen.

Was man aber noch anmerken muss: Der Film wurde im Jahre 1959 gedreht, die Handlung spielt 1964 - nach dem "atomaren Krieg". Das gesamte Werk ist ein Kind seiner Zeit, ein Produkt der Fantasien während des Kalten Krieges, ohne einer Seite den Schwarzen Peter zuschieben zu wollen. Man kann ihn also als Mahnung und Warnung verstehen.
1962 sollte die Welt tatsächlich an einem Abgrund stehen, als die Kubakrise West und Ost in Atem hielt. Fast wäre "Das letzte Ufer" ein prophetisches Werk geworden. Aber nur fast...

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emotionfreak

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Bewertung9.0Herausragend

Comminity 6.2, Kritiker:7,0, ich schnall es nicht, für mich ist dieser Film ein Meisterwerk. Diese Atmosphäre, bedrückend, beklemmend, geheimnisvoll. Sehr bewegende Momente, interessante Dialoge, tolle Optik und ein fantastisch aufspielender Anthony Perkins.Allein schon dieser Gedanke, dass die Menschen im Film wissen, dass in Kürze die gesamte Menschheit ausgerottet sein wird. Wie die Menschen noch versuchen, glücklich zu sein und versuchen die grauenhafte Wahrheit zu verdrängen. Einige Male schon unglaubwürdig, dass es das so gut gelingt, aber ich glaube, das war beabsichtigt, und ich denke so etwas liegt auch einfach in der Psyche des Menschen. Einige Szenen waren besonders eindrucksvoll gemacht, wie die Szene mit den Periskopen, die Schlußszene, die Abschiedsszene zwischen Peck und seiner Geliebten und noch einige mehr. Und auch diese Bilder vom ausgestorbenen San Fancisko, da kann sich meiner Meinung nach "Der Omegamann, ebenso wie das Remake"I am legend hinter verstecken. Auch finde ich, dass dieser Folm eine gelungene Mischung aus bedrückendem Endzeitfilm und hollywoodtypischem Starkino mit Romantik bis hin zu leichtem, für meinen Geschmack noch positivem Kitsch. Also ich find den Film hammerhart und unglaublich.

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Brentano

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Bewertung7.5Sehenswert

Grandioser Klassiker mit Gregory Peck, Ava Gardener und Fred Astaire in einer "Nebenrolle" sowie Anthony Perkins. Fesselndes und apokalyptische Drama von einem möglichen Ende dieser "Welt" und den Flüchtlingen daraus, ... packend und bemerkenswert.

Heutzutage in der inflationären Endzeitwucherung bei der andauernd die Welt untergeht und gerettet werden "muss", damit es ebenso schaurig weitergeht , (letztens im Trailer für Ironman III) - (was sie hier im Film aber nicht wurde) daher ruft diese Themantik nun gerade bei "Jüngeren" nur noch ein müdes Lächeln auf die Lippen (siehe auch hier) aber einige der Jungen von heute werden irgendwann hoffentlich älter und sehen dies dann wohlmöglich etwas anders, nun ja ...

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george.taylor

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Bewertung9.0Herausragend

Einer der bedrückendsten Filme, den ich je gesehen habe.
Die Bilder, wie die Menschen am Strand liegen und die letzten Wochen und Monate geniessen, bevor die nahende Atomkatastrophe auch sie erreicht hat ist von tiefer Traurigkeit. Selten lagen Tragik und Banalitäten des Alltags so nah beieinander!
Überhaupt Australien als letzter Zufluchtsort – was für ein Setting!
Der Film ist ein Musterbeispiel für Überlebenswillen, Hoffnung inmitten von Hoffnungslosigkeit…
Anthony Perkins in seiner, wie ich finde, besten Rolle.
Bedrückend, wie Perkins seiner Filmfrau Tabletten gibt, falls die atomare Wolke verfrüht Australien erreichen sollte, während er weg ist. Für sie und das Baby.
"Und das heilt es?" - "Nein, das endet es!" Dialoge die einen schlucken lassen.

Trauriger Film, zeitlos aktuell und wunderbar gespielt!


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Filmkenner77

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Bewertung5.5Geht so

Trotz Peck schafft es der Film nicht, emotional wirklich zu fesseln. Spannend ist das ganze Szenario leider auch nicht.

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Filmkenner77

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Beides sind Drama, die "atomare Verstrahlung bzw. atomare Bedrohung" thematisieren. Was wäre denn an dem Film komödiantisch? Oder verwechselst du da zwei Filme miteinander?


Brentano

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Aber Hallo du scheinst mir eher irgendwas zu verwechseln!!??

„The Day after" ist ein völlig vordergründig inszeniertes Drama, das nur auf Showeffekte setzt und im Stil des damaligen „Zeitgeistes“ versucht hat, die Atom-Panik in der Bevölkerung auszubeuten und zu verstärken:

"Das letzte Ufer" ist dagegen eine „dramatische Komödie", die quasi theatral (auch die Rolle von Fred Astaire zeigt das sehr gut, die des melancholischen Autorennfahrers) also dies geht auch in Richtung Melodram, das die Befindlichkeiten der Menschen vor irgendwelche spektakulären Effekte setzt und darin ausführlich die Situation einer atomaren Katastrophe aufzeigt.

Tut mir Leid wenn eventuell deine Auffassungsgabe dich trügt und verhindert, diese Differenz zu erkennen und diese beiden, zwar nahe aneinander liegenden Genres, klarer voneinander zu trennen, etwa?


JimiHendrix

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Bewertung5.5Geht so

Mhh dieser Film zeigt viel wahres über den Menschen und über den Ausgang des Krieges zugunsten des Todes der kompletten Weltbevölkerung, durch die radioaktive Strahlung der Superatombomben.

Nur manche Gesichter der Akteure, die dem unausweichlichen Tode nahe ware, schienen mir etwas zu fröhlich und unbekümmert zu sein.
Natürlich versetzt die Liebe Berge und man kann verstehen das sich jeder eine "schöne" und "glückliche" letzte Zeit machen will, bevor er vor die Hunde geht, aber mir war das hier ein Dorn im Leinwandauge.

Gregory Peck spielte solide und auch alle anderen spielen nich überragend aber die Hauptnegativität des Films war seine Atmosphäre.
Man spührte einfach nicht richtig, dass es mit der Welt den Bach runter geht, es kam nie richtige Endzeitstimmung auf und grade von dieser Stimmung leben solche Filme, siehe "Die Klapperschlange", "12 Monkeys" usw...

Die Filmmusik fand ich auch relativ unpassend, weil sie einfach zu kitschig-romatisch war und dem Hintergrund die Glaubwürdigkeit raubten.

Außerdem waren viele Einstellungen viel zu lang und der Film zog sich dardurch wie Kaugummie.

Das Ende des Films fand ich gut gezeigt, weil man sah wie alles immer mehr den bach runter ging und sie manche Leute schon vorher einen besseren Tod bereiteten, als elend an Krebs zu krepieren.

Für das Jahr 1959 war der Streifen allerdings schon sher früh dabei, dieses Thema aufzufassen und das will ich ihm gutschreiben. Ein überzeugenderer Film zu dieser Thematik des Menscheihtsuntergangs ist für mich "Der Tag danach" mit Jason Robards.

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