Das Mädchen, das die Seiten umblättert
La Tourneuse de Pages (2006), FR Laufzeit 85 Minuten, FSK 12, Thriller, Drama, Kinostart 03.05.2007
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20 Kommentare
Keine
von Denis Dercourt, mit Catherine Frot und Déborah François
Taktlosigkeit zerstört Melanies Lebenstraum: Ihr Vorspiel bei der Aufnahmeprüfung fürs Musik-Konservatorium findet ein jähes Ende, als die Juryvorsitzende, eine bekannte Pianistin, sie mit ihrem unsensiblen Verhalten völlig aus dem Konzept bringt. Bitterlich enttäuscht gibt Melanie das Klavierspielen auf. Zehn Jahre später bietet sich der jungen Frau jedoch die Möglichkeit zur Revange: über Umwege gerät sie in den Haushalt der Pianistin. Zunächst als Babysitter engagiert, steigt sie rasch zu ihrer persönlichen Notenumblätterin auf. Sie gewinnt das Vertrauen der unsicheren Frau und macht sich immer unentbehrlicher. Genau die Position, die sie braucht um ihre ganz persönliche Rache voranzutreiben…
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Cast & Crew
-
Denis Dercourt
-
Catherine Frot
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Ariane Fouchécourt
-
Déborah François
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mélanie Prouvost
-
Pascal Greggory
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jean Fouchécourt
-
Xavier De Guillebon
-
Christine Citti
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Madame Prouvost
-
Clotilde Mollet
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Virginie
Regie
Schauspieler
-
Jacques Bonnaffé
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Monsieur Prouvost
-
Antoine Martynciow
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Tristan Fouchécourt
-
André Marcon
-
Denis Dercourt
-
Jacques Sotty
- Genre
- Thriller, Drama
- Handlung
- Aufnahmeprüfung, Babysitter, Musikhochschule, Pianist, Rache
- Mitmachen
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Drehbuch
Filmdetails Das Mädchen, das die Seiten umblättert
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Kritiken (3) — Film: Das Mädchen, das die Seiten umblättert
Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...
Kommentar löschen„Das Mädchen, das die Seiten umblättert“ ist ein Film, der gnadenlos zeigt, dass - wer nur um sich selbst kreist - keine Zukunft hat. Es ist zugleich einer der wenigen Filme, die musikalisch gesehen authentisch wirken und guten Geschmack bezeugen.
(BR 4 Klassik, 3.5.2007)
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Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter
Kommentar löschenInteressant ist "Das Mädchen, das die Seiten umblättert" als kleiner, aber merklicher Bruch mit Genrekonventionen. Das Kino ist vorsichtig geworden mit Rachegeschichten. Noch in den 1970er-Jahren waren so genannte Selbstjustizthriller gang und gäbe. An brutalen Rachephantasien wie "Ein Mann sieht rot" (1974) entzündeten sich leidenschaftliche und absolut berechtigte Diskussionen.
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S Hentschel: Brigitte S Hentschel: Brigitte
Kommentar löschenRaffinierter Thriller aus Frankreich mit bedrohlicher Atmosphäre, ganz sotto voce und pianissimo.
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Kommentare (17) — Film: Das Mädchen, das die Seiten umblättert
Kommentar schreibenkronenhummer 2011/11/14 21:48:44
Kommentar löschen„Das Mädchen, das die Seiten umblättert“
Schon der Filmtitel macht eigentlich klar, um was es sich hier handelt. Einen Film, der typisch französischer kaum sein könnte. Denis Dercourt hat hier einen klassischen französischen Psychothriller in typischer Chabrol-Tradition geschaffen: ruhig erzählt, subtil und doch spannend. Atmosphärisch leicht düster prägen hier starke Frauen die Geschichte.
Ein Film, wie das Klavierspiel: schön, edel und erhaben im Äußeren, aber doch böse und verrucht im Inneren, bedarf es häufig keiner großen Taten sondern nur kleiner Entscheidungen, die nicht nur das Klavierspiel, sondern auch das Leben zerstören und verändern können.
Wer französische Filme mag, könnte hier begeistert, wer nicht, hingegen vor allem gelangweilt sein.
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VisitorQ 2011/10/18 21:20:43
Kommentar löschenRache mal ganz subtil.
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Lismechir 2011/08/14 20:45:30
Kommentar löschenDer einzige französische Film, den ich tatsächlich mag. Stellenweise hat er sich etwas hingezogen aber das Ende hat mir gefallen. So latent böse.
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pellekraut007 2011/03/09 12:44:14
Kommentar löschenNunja, wer dem Film nichts abgewinnen kann, dem seis gegönnt. Mich hat der Film gefesselt. Wie tief Verletzungen gehen können, ist rational wohl nicht meßbar und jedem Menschen überlassen. Und es mag sein, dass ein kleiner energischer Charakter derart gedemütigt wird, dass er sich auf einen subtilen Rachefeldzug begibt. Ob das noch wahr sein kann? Das Mädchen scheint seine Absichten eher während der Geschichte zu entwickeln. Das Ausmaß, die Dramatik ergibt sich dann aus den Zufällen, der Zuneigung, dem Verhalten der Charaktere. Falsche Eitelkeit und Hochmut werden durch simple Ereignisse zu Fall gebracht. Mit genügend Sensibilität wird das stille Mädchen zu einem Racheengel, ganz ohne jedes bis zu Unerträglichkeit überreiztes cineatisches Gewaltklischee. Das macht den Film... sehenswert. So, grunz, wo sind meine Bach-Platten... ich muß doch mal blättern!
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kagos 2010/09/26 19:48:35
Kommentar löschenDer bitterböse Rache-Plot ist atmosphärisch dicht und stimmig gestaltet. Im Stil von "Die Hand an der Wiege" aber subtiler- auch ohne viel Blutvergießen fesselnd trotz des etwas spröde anmutenden deutschen Filmtitels. Ariane und Mèlanie (schauspielerisch grandios Catherine Front und Deborah Francois) überzeugen sowohl in der Ausgestaltung ihrer Charaktere, die eben nicht nur schwarz-weiß sind, und in ihrem Verhältnis zueinander. Viele oft bemühte und bekannte Motive und Stereotypen wie Arm vs Reich, Einbruch durch das Fremde ins Idyll, Femme Fatale etc. werden von Denis Dercourt meisterlich und logisch in Szene gesetzt.
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ellen_ripley 2009/07/19 15:40:52
Kommentar löschenEin ruhiger Film, dessen ruhige Stellen langweilig sind. Das Drehbuch in gähnend klassischer Drei-Akte-Struktur. Unnützer Weise wird die Spannung gebrochen, in dem uns die Akteure in den Dialogen erklären, warum der Film spannend sein soll... Dabei ist die Grundidee sehr hübsch: Rache einer enttäuschten Kinderseele, erotische Annäherung an den Feind, hinterhältige verborgene Zerstörrung einer Familie. Hätte man sich gewagt, weniger zu erklären und in der Umsetzung gegen den Strom zu schwimmen, es wäre ein krasser Psychothriller geworden.
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Darbon 2009/06/02 11:36:05
Kommentar löschenDer Bourgeoisie-Sezierer Chabrol ist Denis Dercourts glasklares Vorbild, seine Werke hat er obsessiv studiert wie Notenblätter von Bach. Seine bürgerlichen Antihelden sind zwar ähnlich starren Ritualen verhaftet, doch sie sind netter geraten als beim Altmeister. Bei dieser Versöhnlichkeit erscheint die Rache der Metzgerstochter Mélanie, gemessen an der Ursache des verpatzten Vorspiels, sehr brutal. Die systematische und kaltblütige Zerstörung einer heilen Familienfassade kommt auf sanften, schattenhaften Raubtier-Pfoten im bon chic bon genre und unter Verwendung eines Metronoms daher und - anders als bei Chabrol - muss man bangen um die bürgerliche Ariane, die endlich trügerische Zuwendung erfährt. Mit welch gnadenloser Präzision Mélanie ihre Rache ausführt, ist unentwegt bedrohlich und nervenzerrend spannend; doch gemessen an Dercourts weiteren deutlichen Vorbildern wie "All about Eve" und "Teorema" bei aller Eleganz auch nahezu eintönig kühl und glatt erzählt.
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patcharisma 2009/05/21 23:39:42
Kommentar löschenFilm getreu dem Motto "Partituren statt Plattitüden", deren unterkühlt stilisierte Mittel mehr faszinieren, wie die eigentliche Geschichte selbst, deren psychologische Nachvollziehung zwar paar grobe Aussetzer verzeichnet, aber dennoch trägt.
Auf jeden Fall von allen Beteiligten toll gespielt und grandios fotografiert: Praktisch jede Einstellung ist eine Kunstkarte für sich. Auch als Millieustudie interessant, atmosphärisch umgesetzt natürlich mit der Musik: Praktisch zu jedem (oft in weiss gehaltenem) Bild, sei dieses auch mal bedrohlich, spielt irgendwo eine liebliche Klavierpartitur, deren Effekt dann eben ein schön kontrastreicher ist.
Trotzdem: Für einen richtigen Psychothriller mit drei Spannungspunkten (nach TV-Spielfilm) sind mir beide Darstellerinnen zu sanft, zu lieblich und auch zu sympathisch. Und das ist irgendwie schön.
PS: Hollywood hat anscheinend schon die Remake-Rechte gepachtet.
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Miss Sophie 2009/05/20 23:16:42
Kommentar löschenKlein, fein und spannend. Wirklich keine Einstellung zu viel und sehr subtil arrangiert. Obwohl die Geschichte keine Überraschungen bietet, ist man dennoch von ihr fasziniert, gerade von der Kaltblütigkeit und Zielstrebigkeit der Hauptperson, die übrigens hervorragend besetzt ist. Sehr zu empfehlen!
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8martin 2009/05/20 09:49:04
Kommentar löschenEin leiser Film, bei dem es um Musik geht. Doch die ist nur das Medium, das die eigentliche Geschichte transportiert. Der Regisseur Denis Dercourt ist ein Kenner und Könner klassischer Musik, die er eindrucksvoll einsetzt. Ein für Außenstehende fast unbedeutender Vorfall, der zu Beginn die Karriere des kleinen klavierspielenden Mädchens zerstört und am Ende in einem subtilen Racheplan endet, bildet den ganzen Spannungsbogen des Films. Und nach so viel Bach und Mozart ist es nur zeitgemäß passend, dass die eine Partnerin (Cathérine Frot) der unerfüllbaren Liebe in Ohnmacht fällt.
Nicht nur für Freunde klassischer Musik ist der Film sehenswert, sondern wegen der über weite Strecken hinweg stummen Passagen, in denen nur vielsagende Blicke gewechselt werden(beeindruckend Neuentdeckung Déborah Francois) bis hin zur wortlos angebotenen Lösung, die dann doch manchem etwas zu konstruiert und seicht vorkommen mag.
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Beganda 2008/09/19 23:14:38
Kommentar löschenEin kühler kleiner großer Film, der in seiner scheinbaren Schlichtheit nahezu perfekt ist. Schauspieler, Bilder und Musik formen eine Einheit, die fesselt und berührt.
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Kayakdreemar 2008/09/05 21:54:39
Kommentar löschenIch habe selten einen Film gesehen, dessen Figuren so eindimensional daherkommen. Den Anlass für den "Rachefeldzug" des Mädchens empfand ich als unglaubwürdig. Die Erklärung für das Lampenfieber der Konzertpianistin - eine laienpsychologische Lachnummer. Schon früh entwickelt man eine Vermutung, wie sich die Dinge entwickeln werden und - voilá - es kam GENAU wie erwartet. Ich hatte eine gefühlvolle Charakterstudie oder zumindest ein unerhaltsames Melodram erwartet. Stattdessen fand ich leider nur auf Bedeutungsschwere gebürstete Künstlichkeit. Zutiefst unbefriedigend!
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lucie 2008/01/13 19:05:13
Kommentar löschenEin wirklich gut dargestellter subtieler Film, der ganz viel zwischen den Zeilen bzw. Noten transportiert. Die Musik aus dem Film ist wunderschön. Will sagen, der Film ist sehenswert
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anami 2008/01/05 22:40:12
Kommentar löschenDie Essenz der französischen Film-Kunst ist wieder da. Erotik, Gefühlsverwirrung und Dramatik mit einem Spritzer Thrill. Das alles eingehüllt in einem durchdachten und sinnlich, aber subtil ausgeführten Racheplan. Vorsicht vor der Zerstörung der Ziele ehrgeiziger Kinder! Man weiß nie, welche Richtung deren Ehrgeiz dann einnehmen wird.
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alter.native 2007/12/19 16:52:51
Kommentar löschenBisschen gespalten bin ich bei diesem Film. Mir kam nicht besonders glaubhaft rüber, dass die Störung beim Vorspielen das ganze weitere Leben der angehenden Pianistin so beeinflusst haben soll, dass sie Jahre später zielstrebig ihr Opfer auflauert. Die lesbische Komponente war mir dann auch noch allzu angepappt.
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Lost77 2007/12/18 18:52:05
Kommentar löschenKein besonders aufregender Film. Die Klaviermusik und die schauspielerischen Leistungen regen eher zum einschlafen an. Zumindest hat der Film eine gewisse Grundspannung, was Melanie eigentlich vorhat, um sich zu rächen. Nur ist das im Endeffekt zu subtil um wirklich am Ende ein Kracher zu sein.
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Mr.Floppy 2007/11/03 19:24:39
Kommentar löschenDas Mädchen, mit dem viel zu langen Titel, das die Seiten umgähnte. Sicherlich der Film ist kein Totalausfall, nur außer gut aussehen, zeigt Déborah Francois eine müde Vorstellung. Der ganze Film ist ein 90 minütiges smorzando.
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