Das Milliarden Dollar Gehirn

Billion Dollar Brain (1967), GB
Laufzeit 108 Minuten, FSK 16, Actionfilm, Kinostart 31.10.1968

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Das Milliarden Dollar Gehirn - Bild 20961
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von Ken Russell, mit Michael Caine und Karl Malden

Harry Palmer, ehemaliger Secret Service-Agent, hat auf Privatdetektiv umgesattelt. Aber die Geschäfte laufen nicht wie erwünscht. Umso erfreuter ist er über den Inhalt eines Umschlages, der ihm zugestellt wird. 200 Pfund und ein Schließfachschlüssel. Schon steckt Harry Palmer mitten in einem neuen Fall. Mysteriöse Vorgänge verschaffen ihm ein Wiedersehen mit Leo Newbegin und Secret Service-Chef Ross. Ross setzt ihn auf den steinreichen Texaner Midwinter an, der mittels eines gigantischen Computergehirns die Welt bedroht. Die Zeichen stehen auf Sturm, die Bombe tickt, als Harry Palmer ausholt zum Schlag gegen das Milliarden-Dollar-Gehirn.


Cast & Crew


Kommentare (2) — Film: Das Milliarden Dollar Gehirn

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Joe Gillis

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

»Billion Dollar Brain« setzt den absurden Schlußpunkt unter die Harry-Palmer-Trilogie und funktioniert dabei in gewisser Weise als Kommentar auf die ins Kraut schießenden Bond-Phantasien (wozu auch der schicke Maurice-Binder-Titel paßt): Palmer (einmal mehr einmalig: Michael Caine) wird (von unbekannter Seite) mit dem Transport einiger mysteriöser Hühnereier von London nach Helsinki betraut und so in die Pläne des fanatisch-antikommunistisch-texanischen Ölmilliardärs General Midwinter (durchgeknallt: Ed Begley) verwickelt, der fest von der Verseuchung der amerikanischen Ostküste durch die Roten überzeugt ist und im Rahmen seines ganz persönlichen »Kreuzzugs für die Freiheit« mit Privattruppen in die Sowjetunion einzumarschieren gedenkt… Mit von der Partie: Karl Malden (als zwielichtig-eigennütziger Büttel des Bösen) Oskar Homolka (als gutmütig-gefährlicher russischer Bär) und die absolut wundervolle Françoise Dorléac (als lasziv-letale Doppelagentin). Ken »third-rate cliché« Russell dreht inszenatorisch irgendwann völlig ab (besser gesagt: auf), um sich in poppigen Riefenstahl- und Eisenstein-Parodien zu ergehen – die überspannte Spionage-Groteske verwandelt die genrepersiflierenden Elemente in pure Subversion, brilliert als entlarvender Zerrspiegel zeithistorischer Realitäten, als opulentes Politmärchen aus dem Winter unseres (Miß-)Vergnügens.

http://kinotagebuch.blogspot.com/

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Framboise

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Bewertung9.0Herausragend

"Dies ist der Winter unseres Missvergnügens" lautet der Code, mit dem Françoise Dorléac im Schnee Michael Caine kontaktiert und dann mit ihm zu Karl Malden in die Sauna hüpft. Knalligpoppig und kein Missvergnügen ist die abgedrehte Agentenfarce um einen erzbösen amerikanischen Kommunistenhasser auf finnischem Eis.

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