Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders - Kritik

Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders

DE/ES/US · 2006 · Laufzeit 147 Minuten · FSK 12 · Kriminalfilm, Drama, Thriller · Kinostart
Du
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    hrsn

    • 10

      Gestern zum x-ten mal gesehen. Für mich eine klare 10/10. Ich liebe die Stimme vom Erzähler, die Optik des Films, die irgendwie ekelhafte Atmosphäre, die Besetzung und Schauspielleistung, die Handlung, einfach alles.
      Habe das Buch jedoch noch nicht gelesen und wenn ich es irgendwo hier im Regal noch finde, werde ich mich mal dran wagen.

      • 7

        Das Buch habe ich damals in der Schule lesen müssen, fand es aber später eigentlich richtig gut. Der Film als Adaption dieses Bestsellers funktioniert trotz großer Namen vor und hinter der Kamera nur bedingt
        Die Story bzw. das Drehbuch gibt manches absolut werksgetreu wieder und anderes wirft man einfach gnadenlos über den Haufen. So bleibt alles immer nur oberflächlich und blass. Spannung und Atmosphäre, die zwar oft vorhanden sind, hätte man sicherlich noch besser und konsequenter ausarbeiten können.
        Für eine deutsche Produktion ist der Film natürlich klasse gemacht und kann sich international messen, doch bei so einer Vorlage wäre noch mehr drin gewesen.
        Technisch einwandfrei, erzählerisch sehr holprig und unausgegoren.

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        • 3 .5
          BlueFox 04.05.2017, 00:25 Geändert 04.05.2017, 06:11

          Ich hatte einige Vorurteile zu Gunsten von DAS PARFUM kultiviert, weil
          Leute nicht selten behaupteten, dass der Roman dämlich ist (unter z.B. Tolstoi, Goethe oder Orwell geht wohl nichts mehr). Einer der wenigen Vorteile der Moderne ist das Aussterben dieser prätentiösen Pseudo-Intellektuellen, die genug (an)getan haben. "Das Parfum" ist ein toller kleiner Thriller. Der Film ist allerdings echt beschissen. Kann man das Buch verfilmen? Natürlich! Aber ohne Wagnis wird das nicht passieren. Es müssten da z.B. wohl eher in schwarz-weiß hässliche Menschen rumlaufen. Tykwer hat das Buch anscheinend nicht gelesen, oder wurde dermaßen unter Druck gesetzt, dass da nichts mehr zu machen war.

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          • 8

            Unglaublicher Thriller mit einer genialen Inszenierung, einigen erschreckenden Bildern und einer tollen Darstellerriege!

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            • 7
              MissRockRolla 27.03.2017, 22:31 Geändert 27.03.2017, 22:32

              Sehr gelungene Umsetzung des Buches, die Geschichte bietet die beste Voraussetzung für einen guten Film. Tom Tykwer setzt die literarische Vorlage fesselnd um, die Schauspieler leisten tolle Arbeit, die Atmosphäre stimmt.

              • 7 .5

                Sein Parfum sollte "Amor und Psyche" heißen - es spiegelt die Schlussminuten einfach wieder. Das Buch ist für eine Fantasie der Düfte und Farben und konnte sehr gut im Film umgesetzt werden. Schauspielerisch und Musiktechnisch einfach sehr gut. Ein Karriere-Höhepunkt mancher deutscher Akteure...

                • 6 .5
                  Nebular65 16.12.2016, 19:14 Geändert 16.12.2016, 19:19

                  Dem Streifen hätte ein bisschen Kubrick gut getan.
                  Und eine Priese PT Anderson hätte auch noch reingekonnt...
                  Aber so, mit diesem pseudo-coolen Soundtrack und dem schrecklich-überflüssigen Voice-Over (Ähnelt Terra X?) bleibt der Film eher mäßig.
                  Problempunkt NR 1:
                  Man hätte öfter mal die Bilder (ja ich weiß, geht um Gerüche) sprechen lassen können. Stattdessen musste hier wirklich alles dem Publikum vorgekaut werden.
                  Ich kam deswegen einfach viel zu oft aus dem Flow.
                  Zu loben sind die Schauspieler und der Look.... und die Tatsache, dass ich diesen Film während der Schulzeit gucken durfte. :D :D :D

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                  • 0

                    so ein schrott film. da gibt es kein Frieden nur Gewallt und dunkelheit.Wie kann man sich sowas anschauen.

                    • 10

                      >>> Achtung! Enthält Spoiler!! <<<
                      Grandiose Umsetzung eines außergewöhnlichen Buches. Hatte mich dieses schon von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann gezogen sowie mit der herrlichen Sprache und der herausragenden Handlung fasziniert, so steht der Film dem Werk eigentlich um nichts nach.
                      Literaturverfilmungen sind ja immer so eine Sache, zumeist ist man von der Verfilmung guter Bücher enttäuscht, ich denke da nur an zig Stephen-King-Verfilmungen, die an die Romanvorlage nicht mal im Ansatz herankamen. Hier ist das anders, der Film hat meine hohen Erwartungen durchaus erfüllt. Liebevoll und detailreich inszeniert, besticht der Streifen (wie auch das Buch) durch seine Klarheit in der Erzählstruktur und seine präzise Entwicklung der Charaktere und der Handlung. Die Ausdrucksstärke Süskind´s Sprache wurde sehr gut auf die Leinwand projiziert und erfüllen die nicht eben alltäglichen Figuren mit Leben, präsentieren die Handlung glaubhaft und facettenreich. Was nicht in Bildern zu zeigen war, wurde von dem Sprecher aus dem off gekonnt kolportiert – so einen Erzähler mag ich einfach. Dazu kamen eindringliche Bilder und sehr gute Leistungen der Schauspieler, all das schafft eine dichte und durchgehend spannende Atmosphäre, die mich nach der x-ten Sichtung immer noch die vollen 147 Minuten fesselt. Tom Tykwer hat hier wieder eine Kostprobe seines Talents gegeben, und was für eine. Die Überlänge war für mich absolut notwendig, um den Empfindungen und Befindlichkeiten der Personen ausreichend Platz einzuräumen, Längen hat der Streifen für mich aber trotzdem keine. Man denke nur an die Szenen, als Grenouille das erste mal „Witterung“ der Mirabellenverkäuferin aufnimmt, da sieht man Ben Whislaw minutenlang ausschließlich mit geschlossenen Augen Luft einsaugen. Eine eigentlich quälend lange Zeit, hier jedoch passend und in Ordnung.
                      Ben Whislaw ist die Idealbesetzung für die tragisch-geniale Figur, in manchen Szenen kann man die Düfte förmlich vor seiner eigenen „geistigen Nase“ entstehen fühlen (was physisch eigentlich unmöglich ist). Aber auch alle anderen glaubhaft und überzeugend. Dustin Hoffman ebenso herausragend und solide wie Alan Rickman. Aber auch alle anderen makellos, der Cast war gut abgestimmt, da gibt es keine Schwachstelle.
                      Fazit: Für mich eine glatte zehn, ich finde keinen Umstand für einen Punkteabzug. Absolut und vorbehaltslos empfehlenswerter Streifen, den könnte ich mir einige male hintereinander ansehen ohne mich zu langweilen – das schaffen bei mir nur wenige Filme.

                      • Der Film ist schön gemacht und aufwendig, jedoch finde ich den Hauptdarsteller und seine Parfümherstellung echt pervers..........

                        • 8

                          Schwierig der Buchvorlage gerecht zu werden. Tom Tykwer setzt es aber sehr gut um und man wird trotz der Lauflänge nicht müde der "Geschichte des Mörders" gebannt zuzusehen.

                          • 7
                            Fenrisúlfr 09.03.2016, 15:07 Geändert 09.03.2016, 15:17

                            >Ich habe zuvor den Roman gelesen.<
                            Wunderbarer Film, der von der ersten Minute an fesselt. Die Atmosphäre des Buches wird schnell hervorragend hergestellt und man kann Paris nahezu, ja, riechen.

                            Der Soundtrack des Films ist unbeschreiblich vielseitig und untermalt den Film perfekt, während die Schauspieler auch allesamt sehr gut spielen; zugegeben, die meisten müssen nicht viel hergeben, aber wenn es drauf ankommt, dann hauen sie ordentlich raus. Wishaw indes hat durchwegs ein suuuperb Acting an den Tag gelegt, die Weirdness Grenouilles hat er zweifelsohne so gut es im Medium Film eben mit so einem Aussehen :P geht herübergebracht. Auch wenn er nicht so mysteriös und dunkel wie in der Buchvorlage scheint.

                            Die Geschichte ist recht nah an der der Bücher, beeilt sich manchmal ein wenig, was aber nur normal ist. Zwei Punkte wurden übersprungen; seine Begegnung mit diesem "Wissenschaftler" sowie die ganze Reihe von Ammen zu Beginn, aber das ist halb so wild, der Film ist so schon sehr "voll" und vergeht ungewöhnlich schnell. Die ansonsten veränderten Dinge sind im Regelfall auch nachvollziehbar.

                            Es ist faszinierend, die Geschichte als gute filmische Umsetzung zu sehen, lebt der Roman doch von dem wahrhaft grandiosen Schreibstil.

                            Natürlich wurde der als verkrüppelt und vernarbt beschriebene Grenouille im Film ganz und gar nicht verkrüppelt, aber ich kenne kaum Filme, bei dem Charaktere nicht trotz Buchbeschreibung ansehnlicher sind, wenn man da allein schon an Tyrion denkt.

                            Eine tolle Umsetzung, die aber, wie immer, nicht das Buch und dessen 100000000000000000 Adjektive ersetzt.

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                              Meisterwerk von einer Geschichte! Super Effekte und klasse Schauspieler!

                              • 6 .5

                                Die Schauerwerte dieser Romanverfilmung sind ohne Zweifel vorhanden, Ausstattungsmäßig macht er auch was her, nur irgendwie habe ich den Eindruck das ist eine kleine Mogelpackung, um von der doch phasenweise langweilig geratenen Inszenierung abzulenken.

                                Schauspielerisch überzeugt der Film vollkommen, die Besetzung ist magnifik.

                                Atmosphärisch ist der Film am Anfang, nur verflacht das ganz zunehmend zu einer Opulenten sich vergalopierenden Geschichte, die zum Ende hin schon einiges an Glanz einbüßt.

                                Tom Tykwers Arbeit ist solides Handwerk, ohne das gewisse etwas, mit fehlt hier die Nachhaltigkeit.

                                Nette Süsskind Adaption!

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                                • 7 .5
                                  JordanBelfort 07.02.2016, 13:26 Geändert 08.02.2016, 11:45

                                  Eine Romanverfilmung, die eigentlich fast alles richtig macht. Das Setting und die Stimmung sind drecking und modrig; sogar Nebenrollen sind toll besetzt (Dustin Hoffman grandios!); es wurde ziemlich nah an der Vorlage gearbeitet und somit der Fokus voll und ganz auf das Monster Grenouille gelegt; die Atmosphäre des Romans wird greifbar und durch die ganzen tollen Bilder beinah riechbar gemacht (gibt ja [zum Glück?] noch keine olfaktorischen Kinos) . Ich habe einst als Hausarbeit Roman und FIlm miteinander verglichen, welche ich glatt hier posten könnte, aber das wäre dann wohl doch etwas ausufernd.
                                  Warum ich ein paar Punkte abziehen muss?
                                  Die zweite Hälfte des Films fällt in Sachen Spannung und Story etwas ab. Dasselbe Problem hat das Buch meiner Ansicht nach zwar auch, aber da man hier ja Filme bewertet kann man sagen: Ein toll gemachter Film, den man aber nicht mehrmals sehen muss.

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                                    pabloundtrish 04.02.2016, 13:36 Geändert 11.02.2016, 16:59

                                    Ein Film mit viel Aufwand, viel Kunst und vielen Höhen. Spätestens wenn man den Film mit Audiokommentar gesehen hat, weiß man, was so alles dahinter steckt. Für die Szene mit der Massenorgie wurde jedes einzelne Kostüm hinten umgeschneidert, damit sie sich alle schnell ausziehen lassen und die ganze Szene extra von dem berühmtesten spanischen Tanzensemble, den Fura Dels Baos, choreografiert, die dann auch gleichmäßig in ihr verteilt die Menschenmasse dirigiert haben, damit diese Szene so gelingen kann. Die ganze alte pariser Stadt wurde für ein paar Blicke aus dem Fenster originalgetreu animiert und eine Brücke die es nicht mehr gibt, neu gebaut und wieder zum Einsturz gebracht. Die Reitszene wurde mit einem Helikopter gefilmt und dabei Rachel Hurt-Woods Gesicht weil sie erst 15 war und noch nicht solche Stunts machen durfte, auf das Gesicht der Reiterin gelegt. Der Hund musste aus Hollywood eingeflogen werden, weil er der einzige war, der so etwas kann. Die Szene, wo das Baby den Finger greift ist echt, aber rückwärts und mit Zeitraffer gefilmt. Um nur ein paar Beispiele zu nennen. Jede einzelne Szene ist so interessant, originell und engagiert zustande gekommen. Leider zieht sich der Film aber in die Länge und nutzt sich schnell ab, sobald man ihn ein paar mal gesehen hat. Aus meiner Sicht, ohne das Buch zu kennen oder überhaupt Romane zu lesen, eine klare Empfehlung zum zwei drei mal gucken.

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                                      Von der Kritik damals beinahe vernichtet. Selten gab es in der Filmwelt ungerechtere Urteile. Das Parfum ist ein fazinierender Film. Kaum zu glauben das es sich um einen deutschen Film handelt!

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                                        Vielleich nicht ganz so spannend, aber ganz tolle Bilder. Mir hat er gefallen :-)

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                                          Bis zur Würgegrenze wurde uns Kindern dieses Buch hineingedrückt. Ich hatte meine Schwänzphase, als wir das Buch in der Schule lasen. Zwei mal habe ich es geschafft, dieses göttliche Etwas zu umgehen (Schulwechsel). Dann habe ich es freiwillig gelesen und es war das einzige Buch in meinem Leben, dass mich zu 100% gepackt hat. Patrick Süskind, danke. Ich werde nie wieder ein so sprachlich elegantes Buch lesen, ich weiß es. Das macht mich traurig. Demut, absolute Demut.
                                          Zum Film: Nein, danke. Kein Interesse.

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                                          • 7 .5
                                            smartbo 09.12.2015, 17:44 Geändert 09.12.2015, 17:49

                                            Optisch herausragend umgesetzt: Kostüme, Bühnenbilder, Requisiten, alles sehr detaillgetreu und aufwändig gemacht und das 18. Jahrhundert klasse wiedergegeben. Die exzellente Inszenierung, gelungene Dramaturgie und vor allem die briallanten Schauspieler pushen den Film qualitativ nach oben.
                                            Absolut sehenswert. Daumen hoch.

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                                                  Super Bildsprache - Ich finde es gut, dass der Film sich nicht 1zu1 an das Buch hält, obwohl die Neuinterpretation vom Ende (die Liebe zu der ersten Frau) für mich als Buchleser seeehr daneben erscheint. Mein Lieblingspart, wie er sein eigenes Reich baut ist im Film leider nicht vorhanden.

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                                                    Das Ende lässt meinen Kopf rauchen und in Fragezeichen verschwinden.

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