Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders - Kritik

DE/ES/US 2006 Laufzeit 147 Minuten, FSK 12, Drama, Kriminalfilm, Thriller, Kinostart 14.09.2006

  • 6 .5

    Das Parfum ist für mich bei weitem kein schlechter Film, nur "leider" hat er es durch eine so brachial gute Romanvorlage wirklich schwer.
    Auf Regisseur Tom Tykwer kamen die verschiedensten Herausforderungen zu. Wie stellt er das Genie Grenouilles dar? Wie schafft er es, Gerüche in Filmform festzuhalten?
    Das ist ihm zwar meiner Meinung nach alles recht gut gelungen, dabei geht aber leider beinahe sämtliche Ästhetik verloren.
    Während die Romanvorlage sich dadurch auszeichnete, die Hässlichkeit zu ästhetisieren, gelingt dies dem Film leider nicht.
    Generell gelingt es Tykwer in meinen Augen nicht, die Vollendung, die Grenouille in gewissen Momenten erfährt, einzufangen.
    Jeder Moment des Filmes wirkt unvollendent, es fühlt sich so an, als würde immer etwas fehlen.
    Was mich aber am Meisten gestört hat, ist die Darstellung Grenouilles. Währenddessen man im Roman eine distanzierte Haltung hat, sympathisiert man im Film teilweise sogar mit ihm, was in meinen Augen eine dramatische Fehlinterpretation des zugrunde liegenden Stoffes ist.
    Trotzdem muss ich gestehen, dass Tykwer doch der Qualität des Romanes recht Nahe kommt, gerade wenn man bedenkt, wie enorm doch der Schwierigkeitsgrad war und wie viel hätte schief gehen können.
    So kann ich beruhigt sagen, dass sich Tykwers Interpretation zwar nicht viel traut und auch mehr wiedergibt als zu deuten, aber dafür auch dauerhaft solide bleibt, ohne Längen auskommt und mit guter Besetzung daherkommt.
    Zudem ist es gelungen die Krimielemente und Elemente eines Entwicklungsromanes perfekt in den Film zu transferieren, sodass man einen ähnlichen Eindruck der Atmosphäre erlangt.
    Ich hätte mir noch gewünscht, dass man mehr wagt und vielleicht auch ein wenig kreativer fungiert, vielleicht auch ein wenig mehr mit der Ästhetik, die ja eine nicht gerade unwichtige Rolle im Roman spielt, arbeitet.

    Unterm Strich betrachtet ist Das Parfum in meinen Augen eine solide Romanverfilmung, die etwas gewagter hätte ausfallen können, wo ich aber auch froh bin, dass es nicht zu einer komplett enttäuschenden Darstellung des Stoffes kommt, denn so sind die Bemühungen, einen guten Film zu inszenieren, deutlich spürbar.

    10
    • 6

      Es sind wirklich eklige Szenen in dem Film dabei. Und die Geschichte ist äußerst bizarr. Sich von einem Parfum (und sei es noch so gut) betören zu lassen und daraufhin einen Schwer Verbrecher laufen zu lassen.
      Ansonsten, kann man sich den Film mal antun.

      • 7

        Das Buch hat mir gut gefallen und der Film auch. Sehe beides mehr oder weniger getrennt. Das Buch hat mir eine gewisse Perspektive eröffnet, welche mehr meiner Fantasie entsprach und der Film hat mir eine andere Perspektive gezeigt, die auf der Interpretation bzw. Der Umsetzung anderer Menschen in einem anderem Medium beruht.wie gesagt ich könnte mit beidem etwas anfangen.

        1
        • 10

          Einer meiner absoluten Lieblingsfilme!
          Da kommen schöne Erinnerungen hoch... Ich habe damals meine Facharbeit über das Buch geschrieben.
          Der Roman hat mich damals sofort in seinen Bann gezogen... Ein Junge der blind durch die Welt läuft, immer der Nase nach. Von den vielen Ebenen und gesellschaftkritischen Aspekten fang ich erst garnicht an, darüber könnte man eine ganze Masterarbeit schreiben ;) Einfach nur Toll!
          Viele vergleichen den Film mit den Roman, was natürlich selbstverständlich ist und sind dann enttäuscht. Das spiegelt sich hier ganz gut an den Bewertungen wieder, im Vergleich der Leute die den Roman gelesen haben und diejenigen die
          erst, oder nur den Film sahen.
          Was hier aber so wunderbar ist und fuktioniert, dass Tykwer erst garnicht versucht 1 zu 1 alles so wiederzugeben wie im Buch. So entsteht eine ganz andere Atmosphäre die ich so, beim Lesen, nicht verspürt habe. Ich betrachte das Buch jetzt auch ein wenig anders, sogar noch besser, da ich einen Eindruck mehr gewonnen habe. Alles im Allem sind beide Werke meiner Meinung nach einfach nur Top! Wenn man sich drauf einlässt (unvoreingenommen vom Buch), macht man eine Reise durch ein Paris, die man so schnell nicht mehr vergisst.

          P.S. Der Soundtrack ist der HAMMER!!!!!!!

          1
          • 6

            Vergesst den film das Buch ist viel besser, aber einmal anschauen geht schon ;)

            • 7

              Nun, ich bin wahrscheinlich der einzige der den Roman dazu nicht gelesen hat, aber ich versuche ihn trotzdem zu kritisieren:
              Mir persönlich gefiel die Idee, die Umsetzung, die Schauspieler, eigentlich alles. Selbst das alles überhaupt nicht realistisch ist, stört mich nicht. Die Geschichte ist toll erzählt, um ehrlich zu sein hätte ich sie niemals ohne der Hintergrund Stimme verstanden.
              Alles ist tadellos, die übernatürliche Gabe des überdimensional ausgeprägten Geruchssinnes, als auch das Sammeln der Unterschiedlichen Gerüche. Ich entwickelte meine eigene Theorie dazu, nachdem ich über den Film nachdachte.
              Alle Frauen symbolisierten Gefühle und als am Ende die Mixtur die Liebe ergab, kam ich zu den Schluss, dass alle Mädchen in ihren Eigenschaften, den jeweils ausgeprägtesten Gefühl, die perfektesten waren. Einzig gefiel mir die Demonstrierung der Wirkung dieses Parfums nicht. Und der Hauptdarsteller vermittelte auch nicht unbedingt das Gefühl, als sei er Amor, was ich mir aber wirklich gewünscht hätte. Also sagen wir: Seit dem Zeitpunkt als er gefangen genommen wurde, kippt die Geschichte.
              Ansonsten ein recht akzeptabler und recht überdurchschnittlich inszenierter Film.

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              • 6

                Äußerungen wie "kommt nicht an das Buch heran" sind bei Literaturverfilmungen völlig fehl am Platz. Ein Roman ist ein Kunstwerk. Ein Film ist ein anderes Kunstwerk. Bei berühmten Gemälden wird schließlich auch nicht kritisiert, dass die originallandschaft schöner oder die Person in Realität hübscher gewesen wäre.
                Eine Literaturverfilmung ist eine Interpretation eines Drehbuchautors, eines Regisseurs, der Schauspieler, eines Filmteams. Ein Kunstwerk, dass lediglich ein anderes Kunstwerk als Inspiationsquelle nutzt und sich zu jeder Zeit zugunsten eigener Kreativität vom Roman absetzen darf.
                Daraus folgt der logische Schluss, das jeder Film völlig unabhängig von der Romanquelle zu sehen und zu bewerten ist. Hinsichtlich Logik, Dramatik und Tiefe muss an jedes filmische Werk höchster Anspruch gestellt werden, ohne dabei den Roman als Ergänzung hinzuziehen zu müssen.

                Im Fall von "Das Parfum" ist meiner Ansicht nach der Transport von Gerüchen über die rein audiovisuelle Ebene zwar als mutiger, jedoch als nur in kleinen Teilen gelungener Versuch zu betrachten. Auch Tykwer, zweifellos ein exzellenter Regisseur und Autor, konnte die Verknüpfung verschiedener Sinne über Optik und Akustik hinaus noch nicht meistern.

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                • 6 .5

                  Als eigenständiger Film eigentlich eine 7.5. Wer den Roman kennt kann aber leider nur 6.5 geben. Die beschreibungen Patrick Süsskinds sind schwer Visuell zu vermitteln.
                  Es ist halt immer das Problem Film/Roman oder Roman/Film. Meist ist das zuerst erlebte das Opus magnum. Was danach kommt kann nur entäuschen.
                  Ich habe es extrem erlebt bei BITTER MOON (Einer von Polanskis besten) Zuerst Film, dann Roman (gähn), dann SHINING (klar Kubrick), Roman von King (gähn).Und auch umgekehrt. VATERLAND (genialer Roman von Robert Harris) .Und als Film 08/15 Fliessband ware.
                  Zufall? Fragen über Fragen.

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                  • 7 .5

                    Klar war das Buch um einiges Besser. An sich isser aber gut rüber gekommen.

                    • 3 .5

                      Auch hier zeigt sich, dass Filme mit Büchern häufig nicht mithalten können. Vor allem wenn sie elementare Szenen auslassen (auf dem Berggipfel im Wind) oder vollkommen verfälschend darstellen (sachte gesprochenes "Holz" statt "... so kotzte er es heraus.") Darüber hinaus ist Ben Whishaw für den "spinnenhaften" "Zeck Grenouille" leider auch alles andere als die Idealbesetzung.

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                      • 8 .5

                        Was man für den perfekten Duft nicht alles tut. Ein interessanter Film, der durch schöne und sinnliche Bilder überzeugt. Die Story hat mir vom Aufbau her gut gefallen, nur das Ende fand ich ziemlich unrealistisch und unpassend. Ein Film der mich gut unterhalten hat :)

                        • 10

                          Ich liebe diesen Film, hab ihn das erste Mal im Open Air Kino gesehen. Wunderschöne Atmosphäre für einen wunderschönen Film.

                          Dieser Film ist für mich insofern etwas besonderes, dass er der der erste Film war bei dem mir sowohl der Film als auch das Buch gefallen hatte.

                          Die Geschichte des Buches wird sehr gut erzählt, die Charaktere sind gut geschrieben und werden für mich schon fast von der Idealbesetzung gespielt, einzig Jean Baptist sieht einfach zu gut aus.
                          Es ist wie mit Andrew Garfield in Amazing Spidermann, die beiden geben eine super Performance ab aber beide sehen für die Rolle zu gut aus. Ich habe Garfield nie abgekauft das er ein Aussenseiter und Nerd war und Jean Baptist habe ich, nachdem ich das Buch gelesen habe eher so als Gollumverschnitt gesehen ^^

                          Doch auch sonst besticht der Film mit wunderschönen Bildern einer interessanten Geschichte und einem Gänsehaut Soundtrack

                          • 5

                            [...] Lassen wir diese Ungereimtheiten außer Acht, auch wenn es verdammt schwer erscheint, bekommen wir mit „Das Parfum“ einen – und das ist in der Kontradiktion mit dem Roman wirklich wahnsinnig – schönen, einen ungemein ästhetischen Film. Tiefe Farben eskortieren den Zuschauer durch ein historisches Frankreich, der Flieder blüht und wird in breiten Fotografien zum Gemälde. Die Landschaften sind im Allgemeinen von pittoresker Größe, die Kamera selbst ist famos geführt, gleitet durch enge Gassen und über riesige Felder, dreht sich um die eigene Achse, um dem olfaktorischen Genie Grenouilles Ausdruck zu verleihen und verharrt in sinnlicher Statik, hat der mörderische Parfümeur ein Objekt der Begierde erschnüffelt. [...] Auch hier ist Leben und Tod das Leitmotiv, doch die Weichen sind verschoben, wie die Informationen über die Kopfnote, die Herznote, die Basisnote, die Akkorde und die Harmonie über Mischverhältnisse einzig als Randnotizen durch das tragische Szenario mäandern. [...] Ein seltsam angenehmer Film, der im Schatten seiner Vorlage verkümmert, weil er es muss.

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                            • 9

                              Großartiger Film mit toller Story, tiefer Atmosphäre und genial gespielten Charakteren auch wenn natürlich wie so oft, die Verfilmung nicht an das Buch heran kommt, aber das schafft Herr der Ringe auch nicht und alle hypen es. ;)

                              • 6 .5

                                Recht guter Film. Am Anfang war ich mir nicht ganz sicher was ich da gesehen hab, mit der Zeit wurde die Handlung dann aber strukturierter und geradliniger. Der Film hat so seine Längen und auch einige Schwächen, insgesamt ist er aber zu empfehlen. Ich kann natürlich nicht sagen wie der Film verglichen mit dem Buch so ist, da ich es nie gelesen habe. Aber als normaler, alleinstehender Film bekommt er von mir ne verdiente 6.5. Lediglich das Ende fand ich ein bisschen übertrieben und natürlich auch sehr unglaubwürdig. Einfach ein wenig wundervollen Duft versprühen und alle knien sich vor dem Mörder von 13 Frauen nieder und fangen an zu vögeln. Naja...

                                • 10

                                  Die erste Romanverfilmung die ich sah. Einfach gewaltig. Die schauspielerische Leistung von Ben Whishaw ist einfach nur überragend.
                                  Beim Lesen zog mich der Inhalt schon in den Bann aber der Film war doch um längen besser. Meine Erwartungen wurden extrem übertroffen.
                                  Diesen Film kann ich immer wieder sehen.

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                                  • 5 .5

                                    Die gewählten Bilder, die den Sinnesrausch auslösen sollten, ließen mich komplett kalt bzw. wirkten auch teils abgegriffen bis hin zu lächerlich auf mich. Das Richtungsriechen war mir zu weit her geholt. Ist aber wohl Geschmackssache, denke ich.

                                    Auch mag ich diese Vergötterung und Überzeichnung irgendeiner Art von Genie nicht, mochte ich noch nie. Genie und Wahnsinn - aha. Aber viel mehr scheint hinter der Persönlichkeitszeichnung nicht zu stecken außer zwei extreme Pole, die in einer Person gegenübergestellt werden.

                                    Das Ende zieht sich und ergibt für mich keinen Sinn.
                                    (Achtung SPOILER)
                                    Okay, Menschen sind leicht beeinflussbare Herdentiere. Alles ausgelöst durch ein einziges Parfum ... mehr braucht es da nicht. Parfum drauf - zack! - und schon wurde eine Massenorgie ausgelöst.
                                    Ja Menschen können durch äußere Einflüsse leicht beeinflusst werden, Musik z.B., hab ich selbst schon miterlebt. Aber ein bisschen mehr gehört da eben schon noch dazu. Hier stört mich denke ich - genauso wie beim Thema 'geniale Persönlichkeit' - diese krasse Überspitzung, die sich so weit von der Realität entfernt, dass jede Tiefe verloren geht.

                                    SPOILER AUS

                                    Gefiel mir noch wesentlich besser, als ich ihn vor ein paar Jahren das erste Mal sah. Irgendwas hat er halt schon, dieser Film. Atmosphäre, Faszination, und ein klein wenig Spannung sind schon irgendwo vorhanden. Trotzdem haben mich die oben genannten Schwachpunkte eben doch zu sehr gestört, so dass es letztlich eine 5.5 geworden ist ^^

                                    • 8 .5

                                      Auch wenn das Buch sicher ganz klasse ist, habe ich es vorab nicht gelesen. Denn auch so fesselt mich die tolle Geschichte des "Parfums" und des abscheulichen Grenouille.
                                      Die Inszenierung eines komplexen Stoffs ist hier gut gelungen, die Szenen, in der gezeigt wird, wie Grenouille die aufgenommenen Gerüche verarbeitet sind exzellent. Otto Sander als Erzähler passt mit seiner "kaputten" Stimme super zum Setting und auch die zahlreichen Nebencharaktere sind gut in Szene gesetzt. Bei der Darstellung durch Ben Whishaw fehlt mir noch ein wenig mehr Abscheulichkeit, wenn diese doch am Anfang so herausstellte. Hier hätte vielleicht auch die Maske etwas mehr eingreifen können. Nichtsdestotrotz ein atemberaubender Film mit einem so spektakulären Twist, wie ich ihn lange schon nicht mehr gesehen habe. Dieses Ende ist das abgedrehteste und doch irgendwie perfekteste und originellste, was man sich für diesen Film erdenken kann.

                                      • 9 .5

                                        Wunderbarer und tiefer Film mit fabelhafter Besetzung, dem phantastischen Otto Sander als Erzähler und traumhafter Musik. Für mich stimmt hier alles: Die Kamerafahrten, die Grenouilles Nasenfreuden und -ekelhaftigkkeiten sozusagen visualisieren, die zwischen Abartigkeit und Ästhetik hin- und her schwankende Kulisse in Grenouilles Odeurwelt, die Details der Epoche und auch der Spannungsbogen. Die Bacchanalien-Szene Richtung Ende finde ich nicht Fehl am Platz, die gibt's auch im Buch und es muss ja klar sein, dass Grenouilles "perfektes" Parfum auch etwas Niedagewesenes produziert, sobald es frei gesetzt wird. Schließlich ist es ja neben anderen Gesichtspunkten, die ihm beim Mitansehen der Orgie klar werden der durch äußere Umstände wie Dufststoffe beeinflussbare Verstand der Menschen, der Grenouille desillusioniert und ihn letztlich handeln lässt, wie er es am - zugegeben ärgerlichen - Ende tut.

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                                        • 8 .5

                                          Ich kann mich dessen nur anschließen. Dieser Film kann ohne Probleme gegen die Vorurteile die man gegenüber Literaturverfilmungen immer so gerne von sich gibt, ankämpfen. Spannend, mitreißend und ein Haufen selbiger Adjektive habe ich für diese Darstellung übrig. Absolut sehenswert

                                          • 7 .5

                                            Eine gute Verfilmung zu dem Buch, jedoch war das Buch ein wenig interessanter als der Film, aber desto trotz gibt es feine 7,5 Punkte.

                                            • 9

                                              Gelungene Umsetzung eines genialen Buches. Nie hat ein Film meine beim Lesen erzeugte Vorstellung so ganau getroffen wie hier, von der Geburt des Protagonisten bis zur Massenorgie. Wird nie langweilig und zieht einen wie das Buch in seinen Bann. Darüberhinaus bildgewaltig mit guten schauspielerischen Leistungen.

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                                              • 1

                                                Was war ich enttäuscht damals, als ich aus dem Kino kam. Und verstört. Und irgendwie angewidert.

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                                                • 8 .5

                                                  Spoiler enthalten.

                                                  Jean-Baptiste Grenouille. Ein ungewöhnlicher Waisenjunge. Er hat eine besondere Gabe.
                                                  Er riecht ungewöhnlich gut.
                                                  Doch Düfte verfliegen. Es ist ein Problem für Jean-Baptiste, denn er möchte den einen Duft finden. Den Duft, der einem alles andere vergessen lässt, ein gewaltiger Duft, so mächtig, dass er verboten gehört. Zu schrecklich ist er, ist seine Wirkung.
                                                  Ein langer Weg, ein Weg bis nach Grasse, nimmt er auf sich, um die hohe Kunst eines Parfumeurs zu erlernen. Und er geht noch weiter.
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                                                  Das Buch von Süskind galt als unverfilmbar. Und wahrscheinlich wurde auch vieles nicht so genial umgesetzt, wie es im Roman beschrieben wird. Aber gut ist der Film trotzdem. Er hat einige starke Szenen.
                                                  Tykwer macht seine Sache jedoch recht gut. Die düsteren Szenen im etwas unkonventionellen Film, wirken beängstigend, jedoch auch anziehend. Man muss hinschauen. Mit vielen gelungenen Details erweckt er das Frankreich von 1738 wieder zum Leben.
                                                  Auch dien Menschen von der Kamera und vom Schnitt müssen sich keineswegs verstecken.

                                                  Jean-Baptiste Grenouille wird von Ben Wishaw gespielt. Er hat hin und wieder einen etwas wackeligen Moment, wo ich mir nicht ganz sicher war, wie ich seine Gesten und Mimen – viel Text hat er ja nicht - deuten soll. Die Figur des Jean-Baptiste ist sehr vielfältig. Tiefgründig, ruhig, aber auch naiv und ungeduldig. Es ist bestimmt nicht einfach, eine solche Rolle zu spielen, doch insgesamt finde ich seine Leistung sehr gut.
                                                  Dustin Hoffman zeigt in seiner Nebenrolle als Guiseppe Baldini ebenfalls eine schöne schauspielerische Leistung.
                                                  Es macht Spaß, sie spielen zu sehen.
                                                  Auch insgesamt betrachtet finde ich, dass die Figuren im Film sehr schön besetzt wurden.
                                                  Nur die Schlussszene, mit den vielen Komparsen hätte man besser lösen können. Sie erzielt nicht die gewünschte, schockierende Wirkung. Zumindest nicht so schockierend, wie es hätte sein dürfen.
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                                                  Es ist jedoch schwierig, die geistige Entwicklung von Grenouille nachzuvollziehen. Das Buch ist ausführlicher, hat natürlich viel mehr Zeit und Möglichkeiten, um auf das Innere der Figuren einzugehen. Der Roman ist lebendiger, als der Film.

                                                  Man liest hier des Öfteren, dass Liebhaber des Süskind-Romans den Film nicht so bombe finden.
                                                  Es ist natürlich immer schwierig, ein Buch mit so vielen Facetten und unwirklich erscheinenden Sequenzen so zu verfilmen, dass der Film dem Buch gerecht wird und auch absolut alles im Buch Vorhandene schön umgesetzt wird. Doch Tykwer schafft dieses zumindest zum Teil. Zumindest so, dass der Film keine Lachnummer wird. Nein, er ist sogar sehr sehenswert, wie ich finde.

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                                                  • 6

                                                    Der Film ist schon irgendwie grausam, interessant und beinhaltet starke Momente.
                                                    Ich sah ihn insgesamt 3 mal und konnte mich leider bisher nicht komplett damit anfreunden.
                                                    Ich mag die düstere Stimmung, die vermittelt wird. Auch die Schauspieler sind gut.
                                                    Aber irgendwas an der Story stört mich...
                                                    ... evtl weil´s fiktiv ist ...

                                                    Ich mags nicht.

                                                    Fazit:
                                                    Etwas besser als Durchschnitt, aber nicht mein Fall.

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