Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders - Kritik

DE/ES/US 2006 Laufzeit 147 Minuten, FSK 12, Drama, Kriminalfilm, Thriller, Kinostart 14.09.2006

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Kritiken (10) — Film: Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders

SoulReaver: CinemaForever;DieDreiMusche...

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5.0Geht so

[...] Lassen wir diese Ungereimtheiten außer Acht, auch wenn es verdammt schwer erscheint, bekommen wir mit „Das Parfum“ einen – und das ist in der Kontradiktion mit dem Roman wirklich wahnsinnig – schönen, einen ungemein ästhetischen Film. Tiefe Farben eskortieren den Zuschauer durch ein historisches Frankreich, der Flieder blüht und wird in breiten Fotografien zum Gemälde. Die Landschaften sind im Allgemeinen von pittoresker Größe, die Kamera selbst ist famos geführt, gleitet durch enge Gassen und über riesige Felder, dreht sich um die eigene Achse, um dem olfaktorischen Genie Grenouilles Ausdruck zu verleihen und verharrt in sinnlicher Statik, hat der mörderische Parfümeur ein Objekt der Begierde erschnüffelt. [...] Auch hier ist Leben und Tod das Leitmotiv, doch die Weichen sind verschoben, wie die Informationen über die Kopfnote, die Herznote, die Basisnote, die Akkorde und die Harmonie über Mischverhältnisse einzig als Randnotizen durch das tragische Szenario mäandern. [...] Ein seltsam angenehmer Film, der im Schatten seiner Vorlage verkümmert, weil er es muss.

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Hisayasu S: DAS MANIFEST.COM

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2.0Ärgerlich

In seinem regelrecht manischen Visualierungszwang höchst einfallslose Buchverfilmung, die entscheidende Punkte der Vorlage runterbügelt oder gleich völlig ignoriert, sich anderseits aber auch erfolgreich gegen den kleinsten eigenständigen Akzent sträubt. Übrig bleibt ein mit fantasieloser Dampframmen-Regie und überwiegend blassen Schauspielern angereichertes Stinke-Destillat von Süskinds Werk.

Einen Punkt gibt's für das lustige Braindead-Baby am Anfang und einen für Dustin Hoffman: der hat den Durchblick und kaspert schön rum.

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Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders

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8.0Ausgezeichnet

Mit seiner Verfilmung von Patrick Süskinds Buch gelingt es Regisseur Tom Tykwer ein als unverfilmbar geltendes Werk überzeugend auf die Leinwand zu bringen. Zwar bleiben die meisten Figuren in ihrer Zeichnung recht blass, doch gerade in Bezug auf die Hauptfigur zieht Ben Whishaw in seiner Rolle als Jean-Baptiste Grenouille die Karre weit aus dem Dreck. Wenn es nicht immer nur Kino zum Kopfabschalten sein soll, empfiehlt sich ein Blick auf “Das Parfum”.

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Xander8112: Xanders Blog

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7.0Sehenswert

Literaturverfilmungen sollten immer auch für Nicht-Kenner des Romans funktionieren. Besser wäre das, denn “Das Parfum” habe ich nicht gelesen, den Film aber gesehen. Dadurch sehe ihn zwangsläufig durch einen anderen Blickwinkel, Leser der Vorlage finden Filme zu Büchern ja grundsätzlich schlechter als andere. Außer vielleicht bei “Herr der Ringe”.

Und so ist “Das Parfum” die Geschichte eines Mannes (ja genau, der Mörder), der anders ist als andere Menschen, denn er hat einen ausgeprägten Geruchssinn - schon bei seiner Geburt nimmt er die Eindrücke des Fischmarktes auf und hat als Heranwachsender sogar Schwierigkeiten, seinen ganzen empfundenen Gerüchen Namen zu geben. Und wie stellt man sowas im Film dar? Wie im Hörbuch: Durch einen Erzähler. Und das ist auch gut so, ansonsten wäre noch öfter die schnüffelnde Nase Grenouilles im Bild gewesen, als sie sowieso schon ist. Grundsätzlich jedoch ist dieses Hauptproblem ganz gut gelöst, wenn auch die ausschweifenden Beschreibungen aus dem Buch nicht erreicht werden können (zumindest ein Teil des Hörbuchs hab ich gehört, daher weiß ich das *g*). Und auch das ist gut so.

Schauspielerisch ist der Film auch sehr gut, Grenouille wird sehr glaubhaft dargestellt - keine Gemütsregung zeichnet sich in seinem Gesicht ab, wenn er die Frauen umbringt, ihn kümmern nur die Düfte, nicht die Menschen. Und so wird seine Motivation durch seine Handlungen nur noch deutlicher. 12 Noten hat ein Parfum, 13 das perfekte. Wieviele Frauen brauchts da wohl für ein perfektes Parfum mit menschlichem Duft…?

Doch der Film hat leider auch seine Schwächen, und die liegen darin begründet, dass er etwas langatmig ist. Minutenlang rennt Grenouille schnüffelnd durch die Straßen, zu oft wird zu Beginn die immer gleiche Konservierung seiner Opfer wiederholt. Zwischen Beginn und Finale des Films gibt es auch mal eine Zeit des Nichts. Und das Ende finde ich persönlich etwas albern dargestellt, keine Ahnung ob das im Buch auch ist, aber es wirkt im Film etwas unfreiwillig komisch. Auch dass das kollektive Gruppenkuscheln im Roman womöglich eine Massenorgie ist, ist zu vermuten, aber verschmerzbar, schließlich ist “Das Parfum” ja kein Porno mit einer Freigabe ab 18.

Alles in allem also recht ansehlich, man sollte sich den Film allerdings nicht ansehen, wenn man schon etwas müde ist. Etwa zur Mitte des Films könnte einem das zum Verhängnis werden.

http://xander81.wordpress.com/2008/07/18/kritik-das-parfum-die-geschichte-eines-morders/

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Hausmeister: Nerdtalk.de

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10.0Lieblingsfilm

[...] Die Frage “Wie kann Tykwer wohl das Buch in einen Film umsetzen?” kann ich nur mit einem “Er hat es bravourös geschafft” beantworten. Ich ziehe meinen Hut. Es gab so viele Szenen, die ich mir genauso vorgestellt habe. Und ebenso viele Szenen, die durch die Kunstgriffe Tykwers noch um ein Wesentliches verfeinert wurden. Der ebenso fantastische Soundtrack hat viel zur Atmosphäre des Films beigesteuert. Er hat es wirklich geschafft eine gute Umsetzung zu schaffen. Dennoch rate ich vorab zur Lektüre des Buches. Ohne wird der Film sicherlich einiges verlieren.

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ThomasNeuhauser: arte ThomasNeuhauser: arte

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7.5Sehenswert

Ganz im Stil eines großen Parfums gelingt dem Film mit diesen Bildern dann doch der synästhetische Akkord von großer Kopf-, etwas schwächerer Herz-, aber einer ähnlich lang nachklingenden Basisnote wie bei "Das Geheimnis der Rose". In dieser Liga spielt der Film problemlos mit und das ist ein großer Erfolg - für diesen einen und für den deutschen Film insgesamt.

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patcharisma

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Und das von Arte? Shame on you!


HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost

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6.0Ganz gut

Tom Tykwer inszeniert das Riecherlebnis und bedient sich aller bekannten cineastischen Mittel von der Großaufnahme bis zur Zeitlupe, inklusive der Tykwer-typischen rasenden Kamerafahrten. Der Blick bewegt sich dabei auf den Geruch zu, obwohl uns Gerüche in der Regel entgegenwehen; vielleicht liegt in diesen konträren Bewegungen der unterschwellige Grund, weshalb diese Lösung nicht befriedigt. Aber Tykwer hat noch einen Pfeil in Köcher. Es gibt Duftnoten, und es gibt musikalische Noten ...

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Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten

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5.0Geht so

Tykwers Bilder wirken ohne Worte, er setzt Musik bewusst ein und auch aus, und die betörende Wirkung der Düfte ist in Gestalt von Flakons, Farben, Blüten zumindest ahnbar. Auch die historischen Kostüme und die Kulisse stimmen, der stinkende Fischmarkt, die überladene Parfümerie, die Lavendelfelder von Grasse. Trotzdem ist der Film äußerst zähflüssig geraten.

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Harald Peters: WamS, Die Welt, taz, Berlin... Harald Peters: WamS, Die Welt, taz, Berlin...

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3.0Schwach

Überhaupt bleibt völlig unklar, was der Film eigentlich soll. Er ist nicht spannend, nicht lustig, nicht abstoßend, nicht tiefsinnig, nicht beeindruckend, ja, er ist nicht einmal schlecht. Der Film scheint einfach nur zu existieren, weil Bernd Eichinger sich dachte, das Buch müsse man doch unbedingt mal verfilmen und dann mit Tom Tykwer einen Regisseur fand, der sich sagte: Wieso nicht?

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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

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8.0Ausgezeichnet

Du riechst so gut. Zu gut. Es gibt Werke der Weltliteratur, die sind von einer derart exquisiten Duftnote, dass sie viele ihrer Leser für ungreifbar halten. Und dann kommt doch irgendwann irgendein Regisseur samt Produzent und vergreift sich seines Lebenswerkes Willen an dem Stoff. Und hernach der Aufschrei: "Geht nicht und wie kann man nur, weil unverfilmbar!" Doch zeichnet es nicht gerade jene Filmemacher aus, die das Wagnis eingehen, es dennoch zu versuchen?

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Kommentare (171) — Film: Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders


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WoodyB

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich liebe diesen Film, hab ihn das erste Mal im Open Air Kino gesehen. Wunderschöne Atmosphäre für einen wunderschönen Film.

Dieser Film ist für mich insofern etwas besonderes, dass er der der erste Film war bei dem mir sowohl der Film als auch das Buch gefallen hatte.

Die Geschichte des Buches wird sehr gut erzählt, die Charaktere sind gut geschrieben und werden für mich schon fast von der Idealbesetzung gespielt, einzig Jean Baptist sieht einfach zu gut aus.
Es ist wie mit Andrew Garfield in Amazing Spidermann, die beiden geben eine super Performance ab aber beide sehen für die Rolle zu gut aus. Ich habe Garfield nie abgekauft das er ein Aussenseiter und Nerd war und Jean Baptist habe ich, nachdem ich das Buch gelesen habe eher so als Gollumverschnitt gesehen ^^

Doch auch sonst besticht der Film mit wunderschönen Bildern einer interessanten Geschichte und einem Gänsehaut Soundtrack

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Klawitterbus

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Bewertung9.0Herausragend

Großartiger Film mit toller Story, tiefer Atmosphäre und genial gespielten Charakteren auch wenn natürlich wie so oft, die Verfilmung nicht an das Buch heran kommt, aber das schafft Herr der Ringe auch nicht und alle hypen es. ;)

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giehlemanns

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Bewertung6.5Ganz gut

Recht guter Film. Am Anfang war ich mir nicht ganz sicher was ich da gesehen hab, mit der Zeit wurde die Handlung dann aber strukturierter und geradliniger. Der Film hat so seine Längen und auch einige Schwächen, insgesamt ist er aber zu empfehlen. Ich kann natürlich nicht sagen wie der Film verglichen mit dem Buch so ist, da ich es nie gelesen habe. Aber als normaler, alleinstehender Film bekommt er von mir ne verdiente 6.5. Lediglich das Ende fand ich ein bisschen übertrieben und natürlich auch sehr unglaubwürdig. Einfach ein wenig wundervollen Duft versprühen und alle knien sich vor dem Mörder von 13 Frauen nieder und fangen an zu vögeln. Naja...

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der.herr.der.fliegen

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Natürlich ist das Ende unglaubwürdig, denke an den Anfang des Films, wo es ganz anders von statten geht!


mary84

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Die erste Romanverfilmung die ich sah. Einfach gewaltig. Die schauspielerische Leistung von Ben Whishaw ist einfach nur überragend.
Beim Lesen zog mich der Inhalt schon in den Bann aber der Film war doch um längen besser. Meine Erwartungen wurden extrem übertroffen.
Diesen Film kann ich immer wieder sehen.

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mary84

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Ist das dein ernst? :O das gibt es wirklich? Hammer.


mary84

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Hahahahahaha wie geil du nun wieder bist pischti :)


Novemberkind

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Bewertung5.5Geht so

Die gewählten Bilder, die den Sinnesrausch auslösen sollten, ließen mich komplett kalt bzw. wirkten auch teils abgegriffen bis hin zu lächerlich auf mich. Das Richtungsriechen war mir zu weit her geholt. Ist aber wohl Geschmackssache, denke ich.

Auch mag ich diese Vergötterung und Überzeichnung irgendeiner Art von Genie nicht, mochte ich noch nie. Genie und Wahnsinn - aha. Aber viel mehr scheint hinter der Persönlichkeitszeichnung nicht zu stecken außer zwei extreme Pole, die in einer Person gegenübergestellt werden.

Das Ende zieht sich und ergibt für mich keinen Sinn.
(Achtung SPOILER)
Okay, Menschen sind leicht beeinflussbare Herdentiere. Alles ausgelöst durch ein einziges Parfum ... mehr braucht es da nicht. Parfum drauf - zack! - und schon wurde eine Massenorgie ausgelöst.
Ja Menschen können durch äußere Einflüsse leicht beeinflusst werden, Musik z.B., hab ich selbst schon miterlebt. Aber ein bisschen mehr gehört da eben schon noch dazu. Hier stört mich denke ich - genauso wie beim Thema 'geniale Persönlichkeit' - diese krasse Überspitzung, die sich so weit von der Realität entfernt, dass jede Tiefe verloren geht.

SPOILER AUS

Gefiel mir noch wesentlich besser, als ich ihn vor ein paar Jahren das erste Mal sah. Irgendwas hat er halt schon, dieser Film. Atmosphäre, Faszination, und ein klein wenig Spannung sind schon irgendwo vorhanden. Trotzdem haben mich die oben genannten Schwachpunkte eben doch zu sehr gestört, so dass es letztlich eine 5.5 geworden ist ^^

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CrazyWizard

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Auch wenn das Buch sicher ganz klasse ist, habe ich es vorab nicht gelesen. Denn auch so fesselt mich die tolle Geschichte des "Parfums" und des abscheulichen Grenouille.
Die Inszenierung eines komplexen Stoffs ist hier gut gelungen, die Szenen, in der gezeigt wird, wie Grenouille die aufgenommenen Gerüche verarbeitet sind exzellent. Otto Sander als Erzähler passt mit seiner "kaputten" Stimme super zum Setting und auch die zahlreichen Nebencharaktere sind gut in Szene gesetzt. Bei der Darstellung durch Ben Whishaw fehlt mir noch ein wenig mehr Abscheulichkeit, wenn diese doch am Anfang so herausstellte. Hier hätte vielleicht auch die Maske etwas mehr eingreifen können. Nichtsdestotrotz ein atemberaubender Film mit einem so spektakulären Twist, wie ich ihn lange schon nicht mehr gesehen habe. Dieses Ende ist das abgedrehteste und doch irgendwie perfekteste und originellste, was man sich für diesen Film erdenken kann.

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abendrot

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Bewertung9.5Herausragend

Wunderbarer und tiefer Film mit fabelhafter Besetzung, dem phantastischen Otto Sander als Erzähler und traumhafter Musik. Für mich stimmt hier alles: Die Kamerafahrten, die Grenouilles Nasenfreuden und -ekelhaftigkkeiten sozusagen visualisieren, die zwischen Abartigkeit und Ästhetik hin- und her schwankende Kulisse in Grenouilles Odeurwelt, die Details der Epoche und auch der Spannungsbogen. Die Bacchanalien-Szene Richtung Ende finde ich nicht Fehl am Platz, die gibt's auch im Buch und es muss ja klar sein, dass Grenouilles "perfektes" Parfum auch etwas Niedagewesenes produziert, sobald es frei gesetzt wird. Schließlich ist es ja neben anderen Gesichtspunkten, die ihm beim Mitansehen der Orgie klar werden der durch äußere Umstände wie Dufststoffe beeinflussbare Verstand der Menschen, der Grenouille desillusioniert und ihn letztlich handeln lässt, wie er es am - zugegeben ärgerlichen - Ende tut.

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ArtYunkie

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich kann mich dessen nur anschließen. Dieser Film kann ohne Probleme gegen die Vorurteile die man gegenüber Literaturverfilmungen immer so gerne von sich gibt, ankämpfen. Spannend, mitreißend und ein Haufen selbiger Adjektive habe ich für diese Darstellung übrig. Absolut sehenswert

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Pettyk91

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Bewertung7.5Sehenswert

Eine gute Verfilmung zu dem Buch, jedoch war das Buch ein wenig interessanter als der Film, aber desto trotz gibt es feine 7,5 Punkte.

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RoboMaus

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Bewertung9.0Herausragend

Gelungene Umsetzung eines genialen Buches. Nie hat ein Film meine beim Lesen erzeugte Vorstellung so ganau getroffen wie hier, von der Geburt des Protagonisten bis zur Massenorgie. Wird nie langweilig und zieht einen wie das Buch in seinen Bann. Darüberhinaus bildgewaltig mit guten schauspielerischen Leistungen.

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benni565

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Wundert mich, dass du den Roman so gut adaptiert siehst.
Na ja, ist Geschmackssache.
Ich fand den Film akzeptabel, das Buch hingegen sensationell!


RoboMaus

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Liegt vielleicht auch daran, dass ich das Buch etwa 20 Jahre vor dem Film gelesen habe. Die Vorstellungen, die der Text im Kopf erzeugt, liegen auch in der eigenen Fantasie begründet, und da war das Gesehene im Film fast wie ein déjà-vu-Erlebnis. Ist sicherlich Zufall.


19Steve90

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Bewertung1.0Ärgerlich

Was war ich enttäuscht damals, als ich aus dem Kino kam. Und verstört. Und irgendwie angewidert.

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steffeck

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Spoiler enthalten.

Jean-Baptiste Grenouille. Ein ungewöhnlicher Waisenjunge. Er hat eine besondere Gabe.
Er riecht ungewöhnlich gut.
Doch Düfte verfliegen. Es ist ein Problem für Jean-Baptiste, denn er möchte den einen Duft finden. Den Duft, der einem alles andere vergessen lässt, ein gewaltiger Duft, so mächtig, dass er verboten gehört. Zu schrecklich ist er, ist seine Wirkung.
Ein langer Weg, ein Weg bis nach Grasse, nimmt er auf sich, um die hohe Kunst eines Parfumeurs zu erlernen. Und er geht noch weiter.
---

Das Buch von Süskind galt als unverfilmbar. Und wahrscheinlich wurde auch vieles nicht so genial umgesetzt, wie es im Roman beschrieben wird. Aber gut ist der Film trotzdem. Er hat einige starke Szenen.
Tykwer macht seine Sache jedoch recht gut. Die düsteren Szenen im etwas unkonventionellen Film, wirken beängstigend, jedoch auch anziehend. Man muss hinschauen. Mit vielen gelungenen Details erweckt er das Frankreich von 1738 wieder zum Leben.
Auch dien Menschen von der Kamera und vom Schnitt müssen sich keineswegs verstecken.

Jean-Baptiste Grenouille wird von Ben Wishaw gespielt. Er hat hin und wieder einen etwas wackeligen Moment, wo ich mir nicht ganz sicher war, wie ich seine Gesten und Mimen – viel Text hat er ja nicht - deuten soll. Die Figur des Jean-Baptiste ist sehr vielfältig. Tiefgründig, ruhig, aber auch naiv und ungeduldig. Es ist bestimmt nicht einfach, eine solche Rolle zu spielen, doch insgesamt finde ich seine Leistung sehr gut.
Dustin Hoffman zeigt in seiner Nebenrolle als Guiseppe Baldini ebenfalls eine schöne schauspielerische Leistung.
Es macht Spaß, sie spielen zu sehen.
Auch insgesamt betrachtet finde ich, dass die Figuren im Film sehr schön besetzt wurden.
Nur die Schlussszene, mit den vielen Komparsen hätte man besser lösen können. Sie erzielt nicht die gewünschte, schockierende Wirkung. Zumindest nicht so schockierend, wie es hätte sein dürfen.
---
Es ist jedoch schwierig, die geistige Entwicklung von Grenouille nachzuvollziehen. Das Buch ist ausführlicher, hat natürlich viel mehr Zeit und Möglichkeiten, um auf das Innere der Figuren einzugehen. Der Roman ist lebendiger, als der Film.

Man liest hier des Öfteren, dass Liebhaber des Süskind-Romans den Film nicht so bombe finden.
Es ist natürlich immer schwierig, ein Buch mit so vielen Facetten und unwirklich erscheinenden Sequenzen so zu verfilmen, dass der Film dem Buch gerecht wird und auch absolut alles im Buch Vorhandene schön umgesetzt wird. Doch Tykwer schafft dieses zumindest zum Teil. Zumindest so, dass der Film keine Lachnummer wird. Nein, er ist sogar sehr sehenswert, wie ich finde.

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DeutschePraezision

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Bewertung6.0Ganz gut

Der Film ist schon irgendwie grausam, interessant und beinhaltet starke Momente.
Ich sah ihn insgesamt 3 mal und konnte mich leider bisher nicht komplett damit anfreunden.
Ich mag die düstere Stimmung, die vermittelt wird. Auch die Schauspieler sind gut.
Aber irgendwas an der Story stört mich...
... evtl weil´s fiktiv ist ...

Ich mags nicht.

Fazit:
Etwas besser als Durchschnitt, aber nicht mein Fall.

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chfud

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Bewertung4.5Uninteressant

ziemlich enttäuscht hab nach den ersten 10 min gedacht wird n geiler film
wurde ziemlich in die länge gestreckt und das ende war mehr als unnötig verstörend übertrieben

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gracious.

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Bewertung6.5Ganz gut

Ich hab das Buch gelesen und kurz danach den Film gesehen. Ehrlich gesagt war ich maßlos enttäuscht, denn einerseits ist es schon so, dass Buchverfilmungen niemals ausgeschmückt verfilmt werden, aber bei einem Buch wie "Das Parfum" den ganzen Mittelteil rauszuschneiden, finde ich extrem furchtbar! Die Schauspieler hingegen fand ich richtig gut, alle Rollen wurden großartig besetzt.

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divisi

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Was bedeutet "Buchverfilmungen werden niemals ausgeschmückt verfilmt"?


JulianVanRheinfall

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Bewertung6.0Ganz gut

Edel bebildert, gut besetzt und ordentlich erzählt. Allerdings sicher nicht Tom Tykwer's bester Film. Es fehlt an Tiefe.

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sebastianxxx

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... ich finde nicht dass die Verfilmung dem Roman gerecht wird - aber das ist ja oft so ... dem Film fehlt es an Schärfe und Biss und Expression - er wirkt im Gegensatz zur Romanvorlage "weichgespült": angefangen bei der Fehlbesetzung des Hauptdarstellers und auch Dustin Hoffman als Parfümeur ist vollkommen daneben ... auch wegen Dustin Hofman erhebt sich der Verdacht, dass man zu sehr auf die internationale Vermarktung und Richtung "Oskar" geschielt hat :-) irgendwie eine typische Eichinger-Produktion ...
die Genialität der Romanvorlage vermisst man sehr :-)


Jek-Hyde

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Ich glaube der Typ der "Delicatessen" & "Stadt der verlorenen Kinder" gemacht hat wäre ein geeigneter Regisseur.


Labiche

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Bewertung3.5Schwach

Da ich das Buch gelesen habe und der Film nicht im entferntesten das auszulösen vermochte was die Romanvorlage tat, muss ich leider mit 3,5 bewerten.
Es ist ein Paradebeispiel für meine mir selbstauferlegte Regel, sich niemals eine Buchverfilmulg anzuschauen, dessen Vorlage einem ein wahrhaft unvergessliches Lesevergnügen bereitet hat.

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sebastianxxx

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... wie wahr, wie wahr ...


Hyperion00731

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein subtiler, klasse Film der fast ausschließlich mit Atmosphäre und guter Handlung besticht.

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sebastianxxx

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Bewertung5.0Geht so

Der Roman von Süsskind ist einfach fantastisch geschrieben - die Verfilmung kommt leider nicht im entferntesten an die Vorlage heran - vor allem die Fehlbesetzung der Hauptrolle ist ein absolutes Manko - die düstere Verzweiflung des Romans wird glatt gebügelt durch zu viel "schöne" Bilder - ich hätte mir gewünscht das Roman Polanski diesen Roman verfilmt - am besten mit sich selbst in der Titelrolle - ich glaube er wäre der einzige Regisseur gewesen dem ich es zugetraut hätte die Vorläge adäquat umzusetzen

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julu

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Bewertung9.5Herausragend

Sehr atmosphärischer Film, interessante Geschichte, toll gespielt, mit ziemlich seltsamem Ende...

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divisi

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Das sehe ich wohl auch so. Ich fand den Film rundum gelungen, nur das Ende irritierte. Andererseits ist es zwar ein ungewöhnliches, aber dramatisches Finale, da Grenouille da ja absichtlich herbeiführt.



Deine Meinung zum Film Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders