Das Regieduo Sinem Sakaoglu und Jesper Møller hat nach dem Drehbuch von Katharina Reschke und Jan Strathmann einen intelligenten und knallbunten Kinoklamauk um dieses Trio gestrickt. Dem Zuschauer vergeht förmlich Hören und Sehen – die Kleineren unter ihnen dürften manchmal etwas überfordert sein. [...]
Ganz für die kleinen Zuschauer ist dagegen die Reise Mikos durch eine Art Schlaraffenland aus Schokohasen und spritzenden Softeiskugeln, in die das Fahrzeug des Trios hineinklatscht. In dieser Binnenhandlung – angesiedelt in einer magisch-schwerelosen Traumlandschaft, in der auch die Regeln der Handlungslogik bisweilen außer Kraft gesetzt sind – schießen die Stop-Motion-Spezialisten und digitalen Bearbeiter ein beeindruckendes Feuerwerk ab: Ob die originellen Papiercollagen im Vorspann oder das Schirmballett, ob Habumars Alptraumbande, eine Armee von vieläugigen, zähnefletschenden Schwellköpfen oder der Marktplatz mit seinen skurrilen Figuren – der Fundus von oft surrealen Bild- und Animationsideen ist offenbar unerschöpflich. Untermalt wird die Szenerie von einem satten Soundtrack (Musik: Oliver Heuss), der auch immer wieder die bekannten Motive des TV-Sandmanns anklingen lässt.
Raimund Gerz Wed, 29 Sep 2010 13:21:37 -0000
Kommentar löschenDas Regieduo Sinem Sakaoglu und Jesper Møller hat nach dem Drehbuch von Katharina Reschke und Jan Strathmann einen intelligenten und knallbunten Kinoklamauk um dieses Trio gestrickt. Dem Zuschauer vergeht förmlich Hören und Sehen – die Kleineren unter ihnen dürften manchmal etwas überfordert sein. [...]
Ganz für die kleinen Zuschauer ist dagegen die Reise Mikos durch eine Art Schlaraffenland aus Schokohasen und spritzenden Softeiskugeln, in die das Fahrzeug des Trios hineinklatscht. In dieser Binnenhandlung – angesiedelt in einer magisch-schwerelosen Traumlandschaft, in der auch die Regeln der Handlungslogik bisweilen außer Kraft gesetzt sind – schießen die Stop-Motion-Spezialisten und digitalen Bearbeiter ein beeindruckendes Feuerwerk ab: Ob die originellen Papiercollagen im Vorspann oder das Schirmballett, ob Habumars Alptraumbande, eine Armee von vieläugigen, zähnefletschenden Schwellköpfen oder der Marktplatz mit seinen skurrilen Figuren – der Fundus von oft surrealen Bild- und Animationsideen ist offenbar unerschöpflich. Untermalt wird die Szenerie von einem satten Soundtrack (Musik: Oliver Heuss), der auch immer wieder die bekannten Motive des TV-Sandmanns anklingen lässt.
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