Das Schmuckstück

Potiche (2010), FR
Laufzeit 103 Minuten, FSK 6, Komödie, Kinostart 24.03.2011

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7.1 Kritiker
16 Bewertungen
Skala 0 bis 10
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von François Ozon, mit Catherine Deneuve und Gérard Depardieu

Frankreich, im Jahre 1977: Suzanne Pujol (Catherine Deneuve) ist eine biedere Hausfrau, die nur für ihre Familie da ist. Sie putzt, kocht und kümmert sich jedes Wehwehchen ihrer Familie. Ihr Mann, Robert Pujol (Fabrice Luchini), ist Industrieller und führt eine Fabrik, die Regenschirme herstellt. Er ist, weil er den Betrieb mit eiserner Hand führt, bei seinen Arbeitern wenig beliebt – und um ehrlich zu sein, seine Familie kann ihn auch nicht besonders gut leiden. Vor Frauen, besonders vor seiner eigenen, hat Robert Pujol wenig bis überhaupt keinen Respekt. Seine Einstellung ist klar: Es reicht, wenn eine Frau die Meinung des Mannes teilt, da brauch sie keine eigenen zu haben! Als Robert jedoch eines Tages einen Herzinfarkt erleidet, muss plötzlich Suzanne als Ersatz für ihren Mann einspringen und den Posten der Direktorin übernehmen.Zur großen Überraschung aller, erweist sie sich dabei als äußerst fähig. Als Robert schließlich wieder auf den Beinen ist und seine alte Stellung als Chef der Fabrik zurück haben möchte, wird die Sache kompliziert…

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Kritiken (12) — Film: Das Schmuckstück

Dietmar Kesten: Filmmag.de

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6.5Ganz gut

[...] Ozon hat mit dem „Schmuckstück“ eine nette Gesellschaftskomödie inszeniert, die unter der Prämisse der Emanzipation steht. Das ist eigentlich immer gut, wenn auch der Machtdrang von Suzanne an einigen Stellen überzogen erscheint. Vergnüglich ist der Film dennoch, was an den beiden überragenden Darstellern Deneuve und Depardieu liegt.

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P. Wellinski: Filmszene.de P. Wellinski: Filmszene.de

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9.0Herausragend

Mit messerscharfen, Screwball-artigen Dialogen und einem hervorragenden Darstellerensemble hat Francois Ozon eine Komödie gedreht, die gleichzeitig komplex, charismatisch, intelligent und unterhaltend ist, ohne dabei je vulgär zu werden oder sich irgendwelchen Moden anzubiedern. Wer dieses Jahr richtig lachen möchte und sich dabei von der Kraft einer denkwürdigen und charismatischen Frauenfigur verführen lassen will, der wird in "Das Schmuckstück" seine Erfüllung finden.

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Andreas Busche: fluter, Der Freitag Andreas Busche: fluter, Der Freitag

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7.5Sehenswert

Catherine Deneuves Gesangseinlage in "Das Schmuckstück" hat was von Boulevardtheater und ihre Discoszene mit Depardieu ist reiner Camp. Doch man kann dem Charme, mit dem die Deneuve die Rolle der frustrierten Hausfrau großzügig zwischen Selbstdemontage und Hommage auslegt, nicht widerstehen. Die historisch sichere Distanz der 1970er-Jahre lässt dem Film auch die eine oder andere Zotigkeit durchgehen.

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Andreas Fischer: Radio Köln Andreas Fischer: Radio Köln

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8.0Ausgezeichnet

Es ist ein Vergnügen, die große, die schöne Catherine Deneuve in der Hauptrolle zu sehen, die sie mit klassischer Eleganz ausfüllt und dabei anmutig und verletzlich bleibt. Sie ist der Topact in einer großen Show, die so unterhaltsam und stilvoll wie hintersinnig und abgründig ist.

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José Garcia: Textezumfilm

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6.5Ganz gut

Als Adaption eines Theaterstückes setzt „Das Schmuckstück“ freilich vorwiegend auf die überspitzte, im Falle Roberts ja karikaturhafte Zeichnung, die pointierten Dialoge und insbesondere auch auf die Schauspielkunst der Darsteller. Catherine Deneuve steht nicht nur dabei im Mittelpunkt des Filmes. Die inzwischen 66-jährige Grand Dame des europäischen Kinos beherrscht mit ihrer Präsenz förmlich die Leinwand. Vor allem die Szenen, die sie mit Gérard Depardieu teilt – dreißig Jahre nach ihrer ersten gemeinsamen Arbeit in Truffauts „Die letzte Metro“ (1980) – gehören zu den besten des Films. „Das Schmuckstück“ spart nicht mit boulevardesk vorgetragener Kritik an der sogenannten Doppelmoral der Bourgeoisie: Nicht nur Robert hat eine Mätresse und die eine oder andere Affäre hinter sich. Im Laufe der Handlung stellt sich heraus, dass Laurent nicht Roberts Sohn ist. Ist sein Vater der Kommunist Babin, der vor 25 Jahren ein Verhältnis zu Suzanne hatte, oder vielleicht der Notar oder der Tennislehrer? Die offenbar gar nicht so „verklemmte“ Ehefrau und Mutter kann sich nicht mehr genau daran erinnern. Diese gekünstelten Bauerntheater-Elemente überschatten eine sonst flott inszenierte, teilweise urkomische Handlung.

Obwohl der Film durch seine Einbettung in die späten siebziger Jahre auch eine sozialpolitische Lesart etwa als Kritik am Kapitalismus und der beginnenden Globalisierung zulässt, ist „Das Schmuckstück“ vorwiegend eine Komödie über die Emanzipation, über das langsame Vorpreschen der Frauen in die Chefetagen, die dann alles besser machen als die ach so selbstsicheren und herrischen Patriarchen.

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H.-U. Pönack: Deutschlandradio H.-U. Pönack: Deutschlandradio

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8.5Ausgezeichnet

Das Schmuckstück ist eine Verbeugung, eine Hommage an die französische Grand Dame-Ikone - an Catherine Deneuve. Wie sie hier ihre Bourgeoisie-Trulla unaufgeregt, witzig, perlen-charmant und frivol aufpellt, ist ebenso hübsch wie klug. Ebenso "cool" wie sensibel. Ebenso piefig-zweideutig wie entspannt-pointiert. Ohne radikale Thesen, ohne verbiesterten weiblichen Fahnenbrand. Sondern mit viel Eleganz, flottem Draufgängertum, anpackender femininer Kühnheit.

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Silvia Hallensleben: EPD-Film, Der Tagesspiegel Silvia Hallensleben: EPD-Film, Der Tagesspiegel

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7.5Sehenswert

Die Schwächen des dennoch höchst ansehnlichen Films Das Schmuckstück liegen in der Durchführung des Plots, der nach der hoffnungssetzenden Exposition mit groben Inkonsequenzen und Detailarmut in eigentlich komödienträchtigen Aspekten enttäuscht.

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Walli Müller: br-online, NDR Walli Müller: br-online, NDR

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8.5Ausgezeichnet

Francois Ozon erzählt hier in den bonbonbunten Farben der Seventies, augenzwinkernd, aber mit spürbarer Verehrung für seine Heldin, die Geschichte einer Emanzipation, die beispielhaft fürs große Ganze steht. [...]
Ein bisserl utopisch das Ganze, aber köstlich anzuschauen!

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NIck Schager: Slant Magazine NIck Schager: Slant Magazine

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5.0Geht so

[Regisseur François Ozon] schafft es mit Das Schmuckstück nicht über eine fade, gerade mal putzige Geschichte hinaus, deren Grundton weniger amüsant als viel mehr irritierend schmalzig ist. Dies kann auch eine gewohnt charmante Darstellung einer Catherine Deneuve nicht ändern.

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Esther Buss: Film-dienst Esther Buss: Film-dienst

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7.5Sehenswert

Ozons Komödie das Schmuckstück ist unter der visuell überbordenden Oberfläche und mit seinem sich in immer irrwitzigere dramaturgische Wendungen hineinschraubenden Plot trotz aller karikaturhaften Übertreibung ein recht scharfsinniger Kommentar auf die gegenwärtigen politischen Verhältnisse.

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I.Reicher: der Standard I.Reicher: der Standard

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7.0Sehenswert

[Regisseur François] Ozon, der oft schludrige Inbesitznehmer von Genres aller Art, orientiert sich an Tempo, Gestus und Ausstattungswahnsinn des französischen Unterhaltungskinos à la Louis de Funès. Aber er hat sich diesmal sichtlich Mühe gegeben, es nicht bei reiner Oberflächengestaltung zu belassen. Jubel und Szenenapplaus im Saal.

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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost

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7.5Sehenswert

Allein [um] Catherine Deneuve im Trainingsanzug joggen zu sehen, hat [sich] die Reise nach Venedig gelohnt. Noch nie hat ein Regisseur Madame Deneuve so physisch herausgefordert. Als sie aber von ihrem eigenen Mann ausgebootet wird, geht sie – eine radikale Neuerung gegenüber der Bühnenvorlage -, noch einen Schritt weiter, in die Politik. In der ein wenig betulich-klamaukigen Posse sind zahlreiche Spitzen gegen die Regierung Sarkozy platziert. Auch hier erweisen sich vermeintliche Clownerien als Befreiungsfantasie.

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Kommentare (26) — Film: Das Schmuckstück

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Markbln

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Bewertung7.5Sehenswert

Ozons Kniefall vor einer der letzten großen Diven.
Deneuve wird immer matroniger. Umso bewundernswerter, dass sie hier sogar im adidas Retroanzug durch den Wald joggt. Das 70s Set und die bitchige Tochter sind weitere Highlights. Ozon ist insgesamt die einzige Screwball-Comedy des Jahres gelungen. Eine wunderbar leichte und überhaupt nicht platte Komödie.

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Moe

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Bewertung4.0Uninteressant

Nunja, ich kaufte den Film für meinen Vater, weil er ein Fan von Depardieu ist.
Noch hat er diesen Film nicht gesehen. Vielleicht auch besser so.
Ganz mies war der Film nicht, aber darüber hinaus? Da kann er eigentlich gar nichts.
Und die Gesangseinlage am Ende... boah nee, das ging gar nicht.

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Donnos

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Bewertung2.0Ärgerlich

Ok, Satire?
Habe mir viel mehr von diesem Film versprochen. Ja, schön bunt und überzogene 70er-Einstellungen, aber sonst? Der Witz schwankte zwischen "Findet Nemo" bzw. anderen relativ lahmarschigen Familienkomödien (wobei Nemo ja nicht anderes will, also nichts für Ungut, Clownfisch...) und krassen Sprüchen aus dem Nichts, auf die die wie in "8 Frauen" anscheinend absichtlich in 90 Prozent der Fälle (das MUSS ja Absicht sein, aber wieso nicht 100 Prozent) völlig overactenden Schauspieler unnachvollziehbar reagieren. War diese halbe Fortsetzung von "8 Frauen" (coole Idee aber auch da nicht stringent durchgezogen, um wirklich gut zu sein) denn wirklich nötig?
Depardieu hat seine Klasse immer mal wieder durchblicken lassen, aber der Rest dieses Mixes aus Halb-Satire, Imitationsfilm und Mimik-Theater AG hat mir echt schon nach kurzer Zeit den Spaß verdorben. Klar musste man ab und an schmunzeln, aber dieser Film wirkte sowas von seltsam unfertig und wahllos in der Handlung, dass er mich wirklich verwirrt zurückgelassen hat. Hab ich Satire, originelle Ideen und durchgängigen Witz verpasst oder ist der Film einfach so bockelangweilig und niemand traut es sich so richtig zu sagen?

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stalker

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Bewertung7.5Sehenswert

„Mama, wenn es Arbeiter sind, mach nicht auf!“
Der Ozon, wirkt wie ein bekiffter Chabrol, so elegant, so leicht, so reich an Wortwitz, so groß das Spiel, fast wie Theater, nur schöner, ich möchte schwärmen, kann es nicht, wegen Ricky, der nagt noch immer.

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spanky

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Bewertung5.5Geht so

Ganz spritzige Sozialsatire mit großartiger Maske, Ausstattung und Production Design, die im Unterton als Hommage an "Die Regenschirme von Cherbourg" angelegt ist. Der Film ist von der dauernden Erwartung geprägt, dass irgendwann Louis de Funes aus einer Ecke heraushüpft, um das humoristische Ruder herum zu reißen. Leider passiert das nicht, dafür haben Deneuve und Depardieu genügend Präsenz, den fehlenden Spaßfaktor einigermaßen wett zu machen.

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Lord Chinesy

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Bewertung5.5Geht so

eine leichte, langweile, eingängige, nicht tiefgründige komödie( ein paar kleine lächler können schon mal vorkommen), die sich sicher für einen langweiligen samstagabend lohnt, sonst aber einfach überflüssig ist bzw. die zeit verdummt.

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mellisee

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Bewertung5.0Geht so

Ich hatte mir von dem Film leider doch mehr erhofft. Etwas mehr zugespitze Ironie, einfach mehr Biss. Stattdessen hatte ich beim Anschauen das Gefühl, dass der Film ständig an der Öberfläche schwamm mit leider nur sehr wenig Tiefsinn. Schade!

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marcowski

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Bewertung7.0Sehenswert

Etwas verspäteter aber keinesfalls unnötiger Beitrag zur Frauenbewegung - amüsant, im charmanten Retro-Look und zwischen den Zeilen sehr ernsthaft.

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vuvuzela

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Bewertung4.5Uninteressant

Der Film fing echt witzig an, mit einem hauch Sarkasmus, aber leider schwächelte er schon nach kurzer Zeit und wurde nur zur seichten Komödie. Das singen am Ende ist dann echt ein bisschen zu viel Kitsch.

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Mimimania

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Bewertung7.0Sehenswert

habe den film letzens auf französisch geguckt. da ich mir vorher keine kritiken oder die handlung durchgelesen hatte, ging ich mit keiner hohen erwartung rein, wurde aber 130 min gut unterhalten. trotzdem kein film der mir lange im gedächtnis blieb, aber auch keine zeitverschwendung ihn sich einmal anzuschauen ;)

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Ripley1

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Mir fallen lauter altmodische Wörter wie "Esprit" oder "frivol" zu diesem Film ein. Ein Ausflug in die Siebziger mit zahlreichen Subtexten, die durch den zeitlichen Abstand zustande kommen. Vordergründig geht's um Emanzipation und Klassenkampf, aber ähnlich wie "Acht Frauen" ist der Film eine Hymne auf eine Diva. So verehrt (schon wieder ein altmodisches Wort) werden Frauen nur noch im Queer Film.

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burkivoll

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Bewertung6.0Ganz gut

Sehr widersprüchlich. Im Anfang manchmal einfach nur blöd, am Ende dann teilweise feinsinnig ironisch und nett. Man zweifelt, ob man zu Beginn richtig fokussiert war.

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public_hh

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Bewertung6.0Ganz gut

Unterhaltsame Komödie, die durchaus ihre tollen Momente hat. Dennoch plätschert er ein wenig dahin. Ich hätte ihn mir noch überzogener vorgestellt bzw. gewünscht.

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Biglee

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Bewertung5.5Geht so

Gut gelungen

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kawummbaby

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Bewertung0.0Hassfilm

Vorsicht Spoiler!

Drehen wir den Spiess mal um, dann wird die Menschenverachtung dieses Films klar:

Eine Unternehmerin engagiert sich mit Herzblut im Unternehmen, so sehr, dass sie ihr Privatleben total vernachlässigt. Ihr Partner, ein hübscher Nichtsnutz, kümmert sich um sich selbst, lebt von dem vielen Geld und erfüllt repräsentative Aufgaben. Als die Unternehmerin sich schrecklich über einen Streik aufregt, hat sie einen Herzanfall und muss lange in Kur.

Der hübsche Nichtsnutz übernimmt das Ruder in der Firma und kaum dass die Frau weg ist, erblüht die Firma. Alle sind glücklich, alles wird bunt, erfolgreich und fröhlich. Eine große Party. Aber oh weh, die Unternehmerin wird leider wieder gesund. Und will unfairerweise auch noch die Firma wieder führen! Dagegen muss man sich wehren! Was fällt der kranken Schlampe denn ein?!

Denn die ist noch viel weniger wichtig, als zuerst angenommen. Nicht nur braucht sie niemand in der Firma, nein, sie ist sogar total schlecht im Bett, weswegen der Schönling auch schon häufiger mit anderen ins Bett ist und ihr sogar heimlich ein Kind untergejubelt hat.

Deswegen freuen sich am Ende des Films auch alle, sogar die verarschte und betrogene Unternehmerin.

Aber zum Glück wird das Ganze nicht nur superlustig dargestellt, sondern auch ernsthaft, weil der Schönling das Recht hat, dass man seine berechtigten Ansprüche nicht lächerlich macht.

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ThomasWzS

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Bewertung9.0Herausragend

Was für ein grandioser Ausflug in die späten 70er!
Die überkommenen Reste des Patriachats lösen sich auf in der Herzattake des Machoekels und gebem dem "Schmuckstück" die Chance so richtig zu zeigen, was in ihr steckt und in neuem Licht zu glänzen.
Dieser Film ist eine Hommage an Catherine Deneuve und lässt sie alle Register der grande Dame ziehen: Charmante Verführerin, liebevoll umsorgende Mutter, duldsame, loyale Ehefrau bis zur Unterwürfikeit, kreativ soveräne Firmenchefin, geschickte Verhandlungsführerin und erfolgreiche und aufsteigende Kanditin für den geselschaftspolitischen Paradigmenwechsel in die allseits geliebten 80er Jahre und last but not least die mitreissende Sängerin im grande finale.
Gerard Depardieux spielt mit enormer Leibesfülle mit, mehr ist nicht (mehr) möglich im Schatten einer Diva, die wie ein Phönix aus der Asche in allen Lebenslagen brilliert.
Habe mich lange nicht mehr so herzlich in einem Film amüsiert.

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alter.native

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Bewertung4.0Uninteressant

Was wollte uns der "Dichter" (Ozon) nur mit dieser Klamotte sagen? Wie sich die Frau zum Ende der 70er Jahre in der westlichen Welt so langsam begann vom Kochtopf zu lösen und dann auch gleich noch den Traum von einer besseren, matriachalischen Welt mit reinrühren? Aber doch nicht mit diesem auf Film gebannten französischen "Ohnesorg-Theater"! Ich fand den Regisseur mal interessant und bemerkenswert, aber das hier ist nur noch kalter, weitesgehend ungenießbarer Kaffee.

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b_testa

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein Film der nicht nur für ein paar wirklich gute Lacher sondern für ein breites Dauergrinsen sorgt. Die Ausstatter hatten sichtlich ihren Spass (Tapeten!) und die Crew dürfte einen wirklich vergnünglichen Dreh hinter sich haben (Deneuve und Depardieu in der Disco). Das die Wirklichkeit hier nur Gastauftritte hat tut der Wahrheitsnähe keinen Abbruch. Wer eigene Errinnerungen an die Zeit hat sollte rein, alle die ihre Eltern in dieser Aufmachung nur aus Fotoalben (!) und/oder langweiligsten Dia(!!!)abenden kennen sollten unbedingt in diesen Film. Wer will darf auch Zitate und Querverweise zählen. Dringend empfohlen!

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Abronsius

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Schon bei der Typografie des Filmtitels murmelte ich ein paarmal zur Sicherheit "2011".
Unglaublich-dieses Bonbondekor und diese plüschbezogenen Telefone. Eins wurde mir klar: Die 70ziger waren das Jahrzehnt, in der die Milbe sich die Weltherrschaft hätte sichern können- moralische Skrupel ließen sie wohl zögern.
Die vordergründig süßlich-verkitschte Erweckungsgeschichte eines reiferen bourgeoisen Schmuckstücks hat es eigentlich faustdick hinter den Ohren. Kratzt man ganz leicht am Zuckerguss stößt man auch schon auf etwas Zynismus und es dauert nicht lange und die Geknechteten(Frauen,Werktätige usw.) dieser Erde ziehen ordentlich vom Leder.Dramaturgisch ist der Film,der auch mit jeder Menge Dialogwitz punktet, eine Bergankunft. Bis zum Ende werden die Schrauben kontinuierlich angezogen und die Lacher treten sich gegenseitig auf die Füsse.Orchestral wildert Philippe Rombi, speziell für die Szenen zwischen D+D ("Thème de Suzanne","De Père En Fille", "Mon Ami L Ecureuil"),fleißig bei Morricones Amerika/OST und sorgt so,zwischen all den Hupfdohlenknallern, für ein wenig Wehmut.
Die allzeit beherrschte Deneuve ist selbstverständlich wundervoll, so
richtig funkelt aber Fabrice Luchini als polyamouröser Proletenpeitscher und Ehemann.
Irgendwann blitzten mir dann noch Girardot,de Funes und gefärbte
Schafe durch das Resthirn.

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Der Franzose

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein sehr gelungenes Wiedertreffen mit Deneuve und Ozon. Dieser Film ist ein echtes Schmuckstück , Deneuve und Depardieu gemeinsam (tanzend) in einem Film und dazu noch in einem so gelungenen Film , da ist die Freude sehr groß ! Hübscher 70er Style und Ohrwurmmusik der 70er (Sunny von Boney M und dazu Catherine Deneuve ist ohne Worte)
Ozon hat auch wieder seinen Wiedererkennungswert, sexuelle Anspielungen und eine schwule leichte Brise konnte er sich nicht verkneifen ...
Ein Must See Movie !

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Der Franzose

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Das es sich in diesem Film um eine Regenschirmfabrik handelt ist wohl kein Zufall, vielmehr wohl eine Ehrung an Catherine Deneuve die in der Rolle einer Tochtes einer Besitzerin eines Regenschirmladens in dem Film "Die Regenschirme von Cherbourg" ihren Durchbruch feierte.


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