Das Schweigen der Lämmer - Kritik

US 1991 Laufzeit 118 Minuten, FSK 16, Horrorfilm, Kriminalfilm, Thriller, Kinostart 11.04.1991

Setze Das Schweigen der Lämmer auf die Merkliste und wir sorgen dafür, dass du keine News zum Film mehr verpasst!

Was moviepilot noch bietet: Mach die TOUR.
Melde dich an!

Setze Das Schweigen der Lämmer auf die Merkliste und wir sorgen dafür, dass du keine News zum Film mehr verpasst!
Auf Merkliste

Kritiken (4) — Film: Das Schweigen der Lämmer

JackoXL: Die Drei Muscheln, Moviebreak

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

[...] Dem genialen Tier in Menschengestalt wird ein junges Lamm zur seelischen Schlachtbank geführt, leichte Beute für das manipulative Monster, das hinter Plexiglas nur auf seine Chance lauert, endlich wieder in den Genuss von frischer Leber mit Faberbohnen und einem ausgezeichneten Glas Chianti zu kommen. Was dann passiert, wird nur in wenigen Momenten erfasst, wird die Handlung der Fortsetzung "Hannibal" maßgeblich prägen und ist tatsächlich interessanter, als die eigentliche Killerjagd. Zwischen dem eloquenten Gentleman mit dezent soziopathischen Zügen und der verbissenen Ermittlerin entsteht eine Beziehung, die von einer Seite rein zweckdienlich ist, von der anderen Seite zur Obsession wird.

Jetzt kommen die Darsteller ins Spiel, ohne die "Das Schweigen der Lämmer" wohl nie so weit gekommen wäre: Jodie Foster und dem wohl kleinsten (bezogen auf die eigentliche Screentime) Hauptdarsteller aller Zeiten, Anthony Hopkins. Idealbesetzungen in allen Belangen. Foster verkörpert ihre Figur mit der harten Schale und dem verletzten Kern bis in jede Nuance perfekt. Und was Hopkins da veranstaltet, ist im wahrsten Sinne des Wortes unheimlich. Sein stechender, gieriger Blick geht von der ersten Sekunde an unter die Haut und direkt in die Seele. Er verschmilzt mit der Rolle. Jeder würde ihm sofort abnehmen, dass er seine Gedanken lesen kann, sich von seinen Ängsten ernährt und sie gnadenlos durch den Fleischwolf dreht. Einfach, weil er es kann und daran Spaß hat. Selten wurde so ein bedrohliches Ungeheuer mit so einer Perfektion verkörpert. Das ist gerade das Kunststück von Hopkins: Obwohl er nur wenige Szenen hat, ist er dauerpräsent und niemand würde im ersten Moment realisieren, wie klein seine Rolle (rein physisch) doch eigentlich ist. Wie ein böser Geist ist er allgegenwärtig und in den Momenten so wichtig und eindringlich, dass die Realität kurz Pause hat. Genau dann ist die Inszenierung von Demme auch perfekt, ohne auf große Spielerein zurückzugreifen (was er einfach auch nicht muss). Er überlässt Foster und Hopkins die Bühne, nur darum bemüht, Gestiken und Mimiken gezielt einzufangen und das Wortduell für sich sprechen zu lassen. Immer wieder beeindruckend. [...]

Kritik im Original 37 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 22 Antworten

Dasprofil

Antwort löschen

Mir hat der Film merkwürdigerweise nie so gut gefallen, wie allen anderen. Natürlich Anthonk Hopkins spielt gut, aber insgesamt hat mich der Film eher kalt gelassen.


JackoXL

Antwort löschen

@Big: Danke schön.
@doc: Hat mich nicht gestört.
@profil: Kann passieren, geht mir bei bestimmten Filmen ja auch nicht anders. DEN Film für jeden gibt es halt nicht.


Timo K.: CEREALITY

Kommentar löschen
6.5Ganz gut

Zugegeben: In dem, wonach sich "Das Schweigen der Lämmer" über den Genrebrei abzuheben trachtet, ist es wiederum ziemlich effektiv darin, das muss man Jonathan Demmes geistigem, aber kaum vermodertem Nachschlagewerk, wie ein Thriller am besten nach Psycho zu einem Chianti schmecken sollte, lassen. Die Differenzen, die ich mit dem Film habe, sind rein geschmacklicher Natur, ich bin ein Serienkillergenre-Feinschmecker, "Das Schweigen der Lämmer" zählt trotzdem nicht zu meinen Leckerbissen. Es ist nämlich blöd, wenn besagter Serienkiller in Literatur und Film bereits nach der Hälfte der Geschichte bewusst vorzeitig enthüllt wird, das reduziert Spannung, weil die Imagination über einen wahnsinnigen Killer, den man vermutlich nicht oder mit Sicherheit erst in den letzten Minuten zu Gesicht bekommt, der fundamentale Spannungskatalysator an solchen Stoffen nun einmal ist. In den versifften Abgrund eines David Fincher tappt Demme zudem nicht rein (Fincher war, fürs Protokoll, derjenige Regisseur, der mir etwas gegeben hat, was ich mir von derlei amerikanischen Thrillern inständig erträumt, allerdings bis zu dem Auftauchen ebenjenes Filmemachers nie bekommen habe), seine dunkelsten Momente vermeintlich hier und dort ironisch zu unterfüttern (Alfred Hitchcock) vermag Demme aber auch keinesfalls, anscheinend ist dies ohnehin nicht seine Intention. Dafür ist sein Schweigen zu eisig-humorlos, dafür nimmt es sich zu ernst. Auch frage ich mich jedes Mal, ob sich der Film nicht zu stark auf sein Zentrum konzentriert, zu stark von seinem Zentrum eingewickelt, verblendet wird, genauer dem Duell zweier ungleicher Kontrahenten, wodurch dessen Ziel, genauer die Jagd auf Buffalo Bill (der nimmt alle Klischees dreier Starbestien gleich mit, der Ted Levine), fortwährend aus drangeklatschten Füllstoffszenen besteht, bestehen muss, die den Film dramaturgisch unangenehm ausbremsen, unangenehm einen Großteil seiner Spannung für mich berauben (siehe oben).

Ohne den üblichen handlungsimmanent-kommerzialisierten Holprigkeiten sowohl der Harris-Vorlage auch von dessen Adaption unnötig viele Zeilen zu schenken (obwohl: die Stiftnummer ist schon abgedroschen!), konnte "Das Schweigen der Lämmer" unabhängig aller Mäkeleien selbst nach Jahren des Nichtschauens auf eine perfide Art und Weise faszinieren, was vor allem daran gebunden ist, inwieweit ausgestellte Technik zusätzlich psychologisieren kann. Das Fundament wurde auf doppeltem Boden errichtet: Die Pointe ist die, dass wir Clarice Starling sind. So einfach ist das. Wir sehen fast alles, was sie sieht, Starlings Gesprächspartner wenden uns zu, sprechen mit uns, umso eindringlicher, desto theatralischer die Gesichtseinstellungen dieses Films, der – und das ist einmal mehr die Pointe – subjektiv zum gesellschaftlichen wie medizinischen Auswuchs der menschlichen Psyche, dem Bösen, vordringt. Wir sind die Kamera, spinnen die Handlung, halten sie im Drehbuch und analysieren als Profiler ein Verbrechen, was für eine Idee! Damals gewagt, heute reizvoll in Anbetracht der Tatsache, dass es Demme gelingt, dem Roman eine durchaus interessante Facette abzugewinnen, die nur filmisch funktioniert. Shore verdüstert dazu, Fujimoto schwenkt (am eindrücklichsten in der minutiös getimten Parallelmontage sowie in der Plansequenz durch Buffalo Bills Todeskeller), Foster und Hopkins spielen um ihr Leben, passt. Nebenher ist "Das Schweigen der Lämmer" wohl detaillierte Psychogrammberichterstattung und zugleich Härtetest einer Frau unter Männern gegen den Chauvinismus, ein psychotisches Stelldichein von Ängsten, Metamorphosen und Identitäten, und der Angst vor der Angst, der falschen oder wahren Identität, der Angst vor der Verwandlung eines Raubtieres oder eines Schmetterlings, am deutlichsten spürbar in den unterschwellig erotischen Understatements zwischen mörderischer Intellektualität und passiver Bauerntölpel-Naivität. Aus diesen beiden Polen, der Diskrepanz, der Hochachtung, dem Widerspruch eines außerhalb jeder Norm stehenden, dämonischen Kannibalen, der paradoxerweise zur Identifikation stilisiert wird, gegenüber einer teuflisch ehrgeizigen, traumatisierten FBI-Schülerin, entwickelt Demme ikonische Seelenerforschungen, die das ausbuddeln, was derjenige für immer eingegraben glaubte.

25 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

Timo K.

Antwort löschen

Danke vielmals! :) | Genau das meinte ich. Mir geht's nicht nur um SIEBEN (auch wenn der Film im Text tatsächlich gemeint ist), sondern auch um ZODIAC, den ich persönlich mehr schätze, und bei dem Fincher ähnlich nach dem Prinzip des Unbekannten fahndet, nur eine Idee, sagen wir, verschachtelter, detailverliebter. Was die Literatur anbelangt: Ich lese gerade die Millennium-Trilogie (davor den AUGENSAMMLER), auch da musste ich feststellen, dass mir das Prinzip, den Leser mit mehr als 40 in Frage kommenden Tätern zu manipulieren, mehr liegt, als darauf zu warten, ob es die Ermittler schaffen, den und den Verbrecher in der und der Zeit pünktlich zu schnappen. Das ist für meine Begriffe langweilig. Ich liebe ganz einfach den Twist, der mit der Enthüllung des Killers einhergeht. Ein Glück, dass Demme mit Foster & Hopkins ein gewichtiges Duo hat, aus dem wenigstens noch so etwas wie zusätzliche Spannung resultiert. | Nein, ich fürchte, es war umgekehrt, bin mir nicht sicher. Damals begeisterte mich DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER jedenfalls ungemein (obwohl mir die Buffalo Bill-Szenen seltsamerweise nie sonderlich was gebracht haben), bis ich SIEBEN sah, DSDL (;)) herabstufte und neuerdings wieder minimal abwertete. Erst mit dem Vergleich mit SIEBEN war ich mir um die persönlichen Ärgernisse von DSDL sozusagen richtig bewusst. Es bleibt natürlich ein guter Film, aber kein Meisterwerk mit Schnappatmungsgarantie - für mich. ;)


Dox

Antwort löschen

der Kommentar triffts! ;)


SoulReaver: CinemaForever;DieDreiMusche...

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

[...] Jonathan Demmes Film konzentriert sich auf zwei große Aspekte: das Psycho-Duell zwischen Starling und Hannibal und die Krimi-Story. Starling ist eine aufstrebende und willensstarke Frau, in einer von Männern dominierten Welt. Sie versucht keine Schwächen oder Gefühle zu zeigen und nimmt auch ohne zu zögern den Fall von Buffalo Kid an. Als sie das erste Mal mit Hannibal ins Gespräch kommt, durchschaut er Starling in wenigen Minuten und eröffnet ihr all ihre Ängste und Gefühle und man sieht ihrem Blick deutlich an, dass er mit jeder Aussage ins Schwarze getroffen hat. Wirklich ernstnehmen tut er sie dabei jedoch nicht. Doch als ein Zellennachbar von Hannibal eine Taktlosigkeit begeht, gibt er ihr doch den ersten Hinweis. So beginnt ein mehr als spannendes Psycho-Duell der beiden, wobei Starling sich immer mehr die Frage stellt, ob sie Hannibal nun bewundern oder verachten soll. Obwohl Hannibal sich doch die ganze Zeit in einem Gefängnis befindet, ist er doch der größte Anhaltspunkt der Geschichte und immer gegenwärtig und wurde so zu einer der bekanntesten Filmfiguren überhaupt. [...]

Kritik im Original 24 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten

SoulReaver

Antwort löschen

Hier gehts doch um meine Meinung. Und ich hab ja nicht gesagt, dass sie die besten aller Zeiten sind, sondern sie gehören dazu :). Danke trotzdem lieber Hoffi :D


Andy Dufresne

Antwort löschen

Ein Überfilm, mit der beste Thriller überhaupt.Und ein geschliffener Kommentar dazu...Passt ;D


GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Ein immer noch erstaunlicher Film! Und bemerkenswert, mit welchen Mitteln Demme arbeitet. Mir ist kein Film bekannt, der so zahlreich subjektive Einstellungen verwendet. Beim "Blair Witch Project" und Konsorten entschuldigt der Doku-Stil die altertümliche Unsitte, Darsteller direkt in die Kamera sprechen zu lassen. Demme macht daraus ein Stilmittel, entwickelt damit den Großteil seiner Intensität und produziert Bilder, die mittlerweile ikonisch für das Thrillerkino stehen. In den Schuss/Gegenschüssen reden Hopkins sowie Foster oftmals direkt mit dem Zuschauer und machen ihn zum Komplizen beider Seiten. Da prügelt Lector auch mal auf den Zuschauer ein und Buffalo Bill posiert als Schmetterling-Transe nur für uns. Zum Finale führt die Regie das Prinzip auf die Spitze. Lecter stiehlt sich mit aller Gewalt aus seiner Identität und tauscht die Perspektive. Später wird der Zuschauer via Nachtsichtgerät zu einer unmittelbaren Gefahr für Clarice. Durch seine ganz eigene Maske wird er, anders als Lecter, in einen Blickwinkel gezwungen, die ihn so überlegen wie hilflos macht, bis man sich sich ähnlich dramatisch demaskieren möchte wie der kultivierte Kannibale.

Brilliant konzipiertes Genre-Kino.

16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (273) — Film: Das Schweigen der Lämmer


Sortierung

Gladiator11

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein Meisterwerk.
Thriller vom feinsten. Hopkins überragend gespielte Rolle verlieh dem Film das A und O.
Auch die Szene als er die Gouvernatorin beleidigte, einfach herrlich.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

HerrGurlitt

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Man muß dazu nichts mehr sagen, aber ich wäre nicht ich selbst, wenn ich es trotzdem nicht wage (für sowas kann man gelöscht, erlöscht oder selbst aus dem wirklichem leben gelöscht werden und man möchte lieber sterben.)
ich hab liebeskummer (sehr schlimmen...), aber es geht & muß ja auch:
und ... mit den richtigen killer-menschenfresserfilmen wieder:D)

Ich habe das buch von Thomas Harris mit sieben jahren gelesen und das war da schon mein zweites buch über serienmörder und deren kaum nachvollziehbare motivation.
dazwischen habe ich irgendwann noch die biographie von Roberd Ressler gelesen, mit dem dämlichen deutschen titel: "Ich jagte Hannibal Lector!" ..
alles aus dem bücherregal meiner pädagogisch nicht sehr wertvollen mutter - glück gehabt! :) - geliehen.
mein erstes buch in diese richtung war allerdings ein einschlägig anmutender roman aus dem Playboy (!) verlag, mit dem titel "Der Killer", von einem Shane Stevens.
Ich war also vorbereitet auf die geschichte:

"Was war das, kleiner Starling ... " ist kein satz aus dem fim, aber die kunst und leidenschaft ist es doch wenn man selbst weiter mit dem gedanken spielen kann.
"Bereit wenn sie es sind ..." das kommt zu mir wie ein kleiner schlag, den ich vertragen kann, nur schlimmer ist es für mich wenn ich es nicht verstehe.
das ist die grundlage, die mich zu einem kleinem forensiker macht, zu einem aus Quantico, Virginia - wo diese datenbank über diese art menschenmonster entstanden und bis heute geführt wird.

Ist für mich die am besten verfilmte buchvorlage. und da fehlt auch nix von der geschichte:
sogar die kleine katze, die im fenster sitzt und die entführung ihrer chefin beobachtet, ist in dem film drin.
auch dafür verbeuge ich mich vor Jonathen Demme - unerreicht!

bedenklich? 19 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

cellar_door_

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

„The Silence of the Lambs“ - Schon der Titel jagt einem einen Schauer über den Rücken, wie ich finde. Um auf den Kern des Filmes zu lenken: Ein brillantes Psychoduell zweier ganz großer Figuren des Kinos. Sir Anthony Hopkins in der Rolle des Hannibal Lecter als DER intelligente Psychopath und Jodie Foster als ehrgeizige Nachwuchs-Agentin Clarice Starling. Das Schauspiel dieser beiden Hauptfiguren ist schlicht großartig und gipfelt in den Szenen, in denen beide Figuren aufeinandertreffen. Diese Szenen werden augenscheinlich von Lecter dominiert, der hier eine ungeheure Dominanz ausstrahlt. Zu jeder Sekunde geht von dieser Figur Gefahr aus, obwohl sie in einer Hochsicherheitszelle sitzt.
Schon dies allein ist durch Hopkins‘ intensives Schauspiel bereits großartig. Er schafft es beim Betrachter gleichzeitig Angst und Unruhe, aber auch Faszination und sogar Sympathie zu erzeugen.
Was diese Szenen jedoch absolut einzigartig macht, ist die Interaktion mit Jodie Foster. Ihre Figur ist Lecter offensichtlich in nahezu allen Belangen unterlegen, sowohl auf intellektueller, kultureller, als auch physischer Ebene. Clarice jedoch weiß das und versucht auch gar nicht dies vor Lecter zu verbergen, oder ihn vom Gegenteil zu überzeugen. Diese Ehrlichkeit und die Tatsache, dass sie bereit ist ihm Einblicke in die intimsten Regionen ihrer Gefühlswelt zu gewähren, entlocken Lecter eine Art Respekt für die junge FBI-Agentin.
Clarice Starling ist sich ihrer Nachteile und Schwachpunkte bewusst, sowohl Hannibal gegenüber, als auch in ihrer männerdominierten FBI-Welt. Doch sie ist bereit alles zu tun um auch in dieser feindlich gesinnten Welt zu bestehen und ihre Ziele zu erreichen. Selbst wenn sie hierfür einem psychopathischen Serienkiller Einblicke in Ihre Seelenwelt gewähren muss. Clarice Starling hätte zu leicht zu einer eindimensionalen Figur geraten und somit den Kern des Filmes, die Interaktion zwischen Killer und Agentin, zerstören können. Dank Jodie Foster ist diese Figur jedoch ein sehr nuancierter Charakter mit vielen Facetten, Stärken und Schwächen und ein absolut ebenbürtiger und kongenialer Gegenpart zu Hopkins‘ Rolle.
Das Verhältnis zwischen Starling und Lecter entwickelt sich über den ganzen Film weiter, bis das Psychoduell sogar in eine Art „Psycho-Flirterei“ mündet. Auch das macht einen Reiz des Films aus: Ab einem gewissen Punkt hat man das Gefühl, dass Hannibal zwar ein gefährliches Monster, ein menschenfressender Psychopath ist, jedoch Clarice (und damit auch irgendwie uns, dem Zuschauer) nichts antun würde…so ganz sicher ist man sich damit jedoch nie :)
Bei den ersten Sichtungen dieses grandiosen Thrillers war ich dermaßen beeindruckt von Anthony Hopkins' Spiel und den Quid-pro-quo-Spielchen mit Jodie Foster, dass ich dem eigentlichen Kriminalfall, der Jagd auf den Serienkiller „Buffallo Bill“, kaum Aufmerksamkeit schenkte, diesen sogar fast als störend empfand. Dies hat sich jedoch recht schnell gelegt und bei genauerer Betrachtung stellt sich heraus, dass dieser Part des Plots ebenfalls sehr gut ist und auch Buffallo Bill einen durchaus interessanten Antagonisten darstellt.
Das Ende, ab Buffalo Bill’s Entlarvung durch Clarice inklusive der überragenden Nachtsichtgerät-Szene, ist dann wieder schlichtweg Weltklasse.
Neben David Fincher’s „Seven“ und Hitchcock’s „Psycho“ ist „The Silence of the Lambs“ meiner Meinung nach einer der drei besten Psychothriller aller Zeiten und räumte 1992, als erster Vertreter dieses Genres, völlig zu recht alle wichtigen Oscars ab („Psycho“ kam 1961 leider nicht über seine vier Nominierungen hinaus).

Anthony Hopkins‘ Hannibal ist für mich eine der TOP 10 Filmfiguren überhaupt und neben den beiden Jokern mein „Favourite Villain“.

Nach einigem Zögern habe ich vor einiger Zeit die beiden bisherigen Staffeln der Serie „Hannibal“ angeschaut und habe es nicht bereut. Trotz einiger Längen bietet die Serie bizarre Kriminalfälle(wenn auch teilweise in sehr drastische Bilder verpackt) und einen Mads Mikkelsen in Weltklasse-Form. Er spielt Hannibal nahezu perfekt und kann dieser Figur sogar noch einige Akzente hinzufügen.

bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

cellar_door_

Antwort löschen

Ich glaube er bekommt bei mir einen kleinen "Frühsichtungs-Bonus". Ich hab ihn das erste mal mit 13 oder 14 Jahren gesehen...und dieses Feeling stellt sich auch heute immer wieder ein, wenn ich den Film sehe.


BenAffenleck

Antwort löschen

Okay, manche filme haben tatsächlich einen Bonus durch persönliche Zeiten oder Erlebnisse. Das ist dann halt so. Aber viele Andere sehen LAMBS ja auch als Meisterwerk, und da ist er bei mir halt weit entfernt von. Denke bei einer jetzigen Sichtung wäre er bei ner 7,5.


Psych

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Mir kommts so vor als hätte ich einen ganz anderen Film gesehen als die andern Kommentierenden. .. Hätte gedacht das wäre ein Horrorfilm .. wo ist der Horror?!
War zwar nicht langweilig aber sonderlich spannend auch wiederum nicht.
Hatte mehr erwartet.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

avid

Antwort löschen

Ist ja auch kein Horrorfilm .... wo steht das denn?


quastenflosser

Antwort löschen

Wird hier zwar auch als Horrorfilm angegeben obwohl er zur heutigen zeit kein kleinkind mehr verängstigen wird aber man muss auch bedenken das der damals schon ziemlich schockierend war. ;)


huababuar

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Einer der kurzweiligsten Filme, die ich kenne. "Das Schweigen der Lämmer" zeigt, wie ein spannender Thriller sein muss und das, obwohl er unkonventionelle Wege geht: Denn die Identität von Buffalo Bill wird ziemlich schnell verraten. Der Überraschungseffekt, wer denn nun hinter dem Frauen mordenden Serienkiller steckt, bleibt quasi aus. Vielmehr geht es darum, ihn zu finden und die Tochter einer Senatorin zu retten. Hilfe erhofft sich das FBI dabei vom ehemaligen Psychiater und kannibalistisch veranlagten Mörder Dr. Hannibal Lecter (Anthony Hopkins), der anhand seiner eigenen Denkweise ein Profil von Buffalo Bill erstellen soll. Lecter ist das absolute Highlight des Films. Er versteht es, seine Mitmenschen durch Mimik und Rhetorik einzuschüchtern und hat so auch schließlich die junge FBI-Agentin Clarice Starling (Jodie Foster) am Haken. Dementsprechend zeichnet sich "Das Schweigen der Lämmer" eher durch ein grandioses Schauspiel der beiden Hauptdarsteller sowie durch fesselnde, ausgeklügelte Dialoge der beiden aus. Dabei wird nie vergessen, den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten. Die Handlung nimmt die ein oder andere überraschende Wendung und gipfelt schließlich in einem unheimlich spannenden wie auch gruseligen Finale.

Einer meiner absoluten Lieblingsfilme!!!

bedenklich? 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

HonkeyDonkeyTonkMan

Antwort löschen

Immer wieder schaurig anzusehen, wie der gute Buffalo Bill sich seinen verdrehten Neigungen gibt und dazu dieser grandiose Song:
https://www.youtube.com/watch?v=XTs_TZFjbJ8


huababuar

Antwort löschen

Oh ja :) Dieser Switch von Bills Machenschaften und den Ermittlungsarbeiten hat mich auch echt gepackt. Sieht man nicht so oft..


Moviegod

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Der Gewinn der "Big Five" bei den Oscars ist bei diesem Meisterwerk mehr als angebracht. Ein klasse Romanverfilmung, die die sowieso schon geniale literarische Vorlage perfekt auf die Leinwand transportiert. Spätestens hier wurde Anthony Hopkins durch "seinen" Hannibal Lector unsterblich.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

HonkeyDonkeyTonkMan

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Einfach ein großartiges Stück Filmgeschichte!
Wer ihn nicht kennt hat was versäumt.

Bon appetit Dr.Lecter ...

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

LucaBrasil

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wir begehren, was wir sehen!

Unerreichtes Meisterwerk.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

BenjaminMagdziak

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

klasse gespielt von anthony hopkins. jeder moment mit ihm ist intensiv und fesselt einen an den bildschirm. die story um buffalo bill fand ich, im vergleich zu roter drache, aber recht schwach erzählt da man von ihm kaum was erfährt oder sieht. auch das detektiv spiel von jodie foster fand ich im vergleich zu edward nortons selten fesseln oder spannend.spannend wurde es für mich erst in den letzten 20 minuten.
Insgesamt muss ich sagen das ich von den filmen was komplett anderes erwartet habe. ich dachte es würde mehr um hannibal gehen, stattdessen ist er ziemlich selten zu sehen. ich persönlich finde das schade. dennoch sehr gute filme wo mir roter drache ein ganz kleines bischen besser gefallen hat.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

the_chosen_one

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

"Es reibt sich die Haut mit der Lotion ein. Das muss es machen, wann immer man es ihr sagt."

Noch ein Film, wo ich es bereue so lange gewartet zu haben.
Einfach ein sehr, sehr guter Film.
Anthony Hopkins spielt die Rolle des Hannibal Lecters einfach SO GUT!
Man bereut es nicht diesen Film gesehen zu haben.

___
Ich habe von der Fortsetzung und der Vorgeschichte zu diesem Film gehört aber ohne Anthony Hopkins(!)
Sind die Filme sehenswert??

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

BenjaminMagdziak

Antwort löschen

hört sich interssant an denn das fehlte mir immer etwas an den filmen.das man nie wusste wie es dazu kam das er im gefängnis landete u.s.w


AquilaEyes

Antwort löschen

bei 'Hannibal' empfehle ich schau lieber nicht den film sondern lies nur das buch. idas buch ist natuerlich normalerweise immer besser aber was sich die leute bei der verfilmung geleistet haben ist fast kriminell !


MemoriAria11

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Anthony Hopkins als Hannibal Lecter einfach nur brilliant ... und auch Jodie Foster spielt sehr beweglich.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

BlubberKing

Antwort löschen

Die Hannibal-Lecter-Filme sind genial.


MetalFan92

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Gelungene Buchverfilmung mit super Besetzung.

Ich liebe den komplexen und messerscharfen Verstand von Dr. Hannibal Lector.
Allein schon wie er sich Verhält und artikuliert. Einfach ein Genie unter den Psychopathen.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Voxtron

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wird durch Anthony Hopkins als Hannibal Lecter zum absoluten Klassiker. Tolle Schauspielleistung in einem revolutionären Film, der die Branche auf die nächsthöhere Stufe brachte.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

MisterSklave777

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Guter Film, bei dem vor allem Anthony Hopkins hervorsticht. Wer noch mehr Hannibal will sollte sich unbedingt Roter Drache von Brett Ratner anschauen, der topt denn hier noch!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kohax

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Ein Film, den ich richtig spannend finde. Ein Film, der mir den Atem nahm. Ein Film, den man gesehen haben muss.
Die Grundstimmung, der hier in diesem Film vermittelt wird, ist einzigartig. Alle Horrorfilme versuchen solch eine Stimmung zu übermitteln, schaffen es aber nicht. Trotz Blutspritzerei und das Meucheln unschuldiger Menschen. In keinem solcher Filme standen mir die Haare zu Berge wie hier. Durch subtiles Geschichten erzählen und Aufklären von Indizien entstand hier, unter zu Hilfenahme der brillanten und wunderschönen Jodie Foster, der für mich grausigste und spannendste Film der 90er Jahre.
Anthony Hopkins versteht ohne großes Kilmmbimm den grausamsten Antagonisten zu verkörpern. Grandios.
Die Geschichte kam für mich etwas schleppend in Fahrt und ich finde die Synchronstimme Jodie Fosters absolut schrecklich, ansonsten absolut begeisternd und Pflichtprogramm.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Martin Oberndorf

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

http://www.youtube.com/watch?v=X_DVS_303kQ

Es gibt Filme, die sind brillant.
Es gibt Filme, die sind Klassiker.
Es gibt Filme, die sind brillante Klassiker.
Und dann gibt es "Das Schweigen der Lämmer".
...

"Einer dieser Meinungsforscher wollte mich testen. Ich genoss seine Leber mit ein paar Fava-Bohnen, dazu einen ausgezeichneten Chianti."
-Dr. Hannibal Lecter

Worum es in "Das Schweigen der Lämmer" geht, ist schnell erzählt - ein Serienkiller, der seine Opfer häutet, treibt sein Unwesen. Eine junge, unerfahrene Azubi zur FBI-Agentin wird damit beauftragt, Informationen aus dem charismatischen wie hochintelligenten, kannibalistischen Inhaftierten Dr. Hannibal Lecter herauszubekommen - aber dennoch wird die Inhaltsangabe der ungeheuren Genialität dieses Kunstwerks in keinster Weise gerecht.

Um es auf den Punkt zu bringen, bin ich "Das Schweigen der Lämmer" im höchsten Maße... dankbar.
Das Geburtsjahr 1996 habend bin ich ein Kind der bereits durch diesen Film geprägten Landschaft.
Aber wäre dieser Film nicht Anfang der 1990er Jahre ein derartiger Überraschungserfolg gewesen, hätte er nicht als einer bislang nur drei Filmen die Big Five Oscars gewonnen, wer weiß, ob es dann Einige der besten und bekanntesten Filme danach überhaupt gegeben hätte.
Denn wenngleich er nicht der erste Psychothriller war, er hat das Genre so sehr revolutioniert wie wohl sonst nur Alfred Hitchcocks Psycho.
Was dieser Film bewirkt hat, dass heute Standard ist, muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen:
Zunächst mal die Darstellung eines gefährlichen Serienkillers nicht als geistig minderbemittelter Amokläufer, sondern als geistig sogar überlegenes Individuum.
Hannibal Lecter ist in höchstem Maße intelligent, hat einen Doktortitel, legt hohen Wert auf Qualität und zeigt sich als sehr interessiert was soziale Gefüge angeht, und ist sogar selbst zu solchen fähig. Er wirkt nicht hassenswert, nicht zurückgeblieben. Er ist charismatisch und durchaus zu Sympathie und Liebe fähig. Besonders gut ist sein Feingefühl und seine Sinneswahrnehmung.
Aber er ist ein Kannibale.
Ihm gegenübergestellt ist Buffalo Bill, der dem damaligen Klischee eines Serienmörders entspricht. Er ist wahnsinnig, vollkommen durchgeknallt, wirkt IMMER gewalttätig und ist zu keinerlei weitreichender Emotion fähig.
Clarice Starling ist eine starke, selbstbewusste Frau, und ist in ihrem Beruf zwar noch unerfahren, aber unheimlich ambitioniert und lernfähig. Sie lebt für ihren Job, was in jeder einzelnen Einstellung mit ihr klar wird. Ein durchwegs feministischer, emanzipierter Charakter. Eine Figur, die sich in ihrem Umfeld erst beweisen muss. Daher bemüht, über alle Maßen professionell zu wirken.

Mit der Figurenzeichnung einhergehend wurde noch etwas im Thrillergenre populär: das Psychoduell. Denn um dieses richtig zu machen, benötigt man einander mental ebenbürtige Parteien, die zu einer angeregten Diskussion fähig sind und miteinander konkurieren können.
Wie sollte man mit einer Person jemals verhandeln können, wenn diese
a.) garnichts in der Hand hat
b.) überhaupt nichts vom Gegenüber will
c.) dem Gegenüber jederzeit den Kopf abreißen würde
und/oder
d.) einfach zu blöd ist
Die Situation aus "Das Schweigen der Lämmer" war der Ursprung einer Reihe von Filmen mit ähnlicher Konstellation: Basic Instinct, The Dark Knight, Gesetz der Rache und erst kürzlich Prisoners. In meinen Augen alles sehr gelungene Filme. Die Frage ist, inwiefern sie nicht bereits durch diesen Film hier indirekt oder direkt inspiriert worden sind. Heutzutage sehen Psychothriller nun einmal so aus. Da wissen einige junge Regisseur vielleicht garnichts von, dass Klischees mal erst wo entstanden sind.

Aber egal. Der Kultstatus ist nun geklärt. Heißt das jetzt, der Film ist eine lose Aneinanderreihung von Psychothrillerklischees?
Nein.
"Das Schweigen der Lämmer" ist mehr. Ein höchst komplexer wie perfekter Film mit tiefgehenden Charakteren und absolut exquisiten Darstellern.
Mit einee spannenden, psychisch auf abstoßende Weise anziehender Atmosphäre wird einem hier purer filmischer Genuss geboten.
Es bleibt ein nachhaltiger Eindruck, den man kaum beschreiben kann.
Wir werden zum Mitstreiter oder gar zur Rolle selbst. Mit/als Clarice Starling sind wir unheimlich starr an der Aufklärung des Falls interessiert, als/mit Hannibal Lecter möchten wir immer weiter in die Psyche der FBI-Agentin eindringen und wissen, was in ihrem Leben passiert ist.
Es passiert hier an einer Stelle etwas unfassbares: für einen Moment vergessen wir, dass Hannibal ein Kannibale, Starling eine Ermittlerin und wir die Zuschauer sind. Dann fühlen wir allen mit und verstehen.

Dazu kommt noch ein Score, der sich absolut perfekt zur Spannung und zur düsteren, makaberen und symbolträchtigen Atmosphäre einfügt. Auch die Sequenzen im Gefängnis tragen zur beklemmenden Dichte bei, die in jedem Atemzug des Films spürbar ist.
Zusätzlich existiert noch eine ganze Reihe extrem erinnerungswürdiger Zitate und Szenen, eine kongeniale Ansammlung filmischer Höhepunkte.
Die haben die volle Palette filmischer Färbungen in sich: Fingerspitzengefühl, Thrill, Gefühl, sogar Spaß. "Das Schweigen der Lämmer" ist Einer der wahnsinnigsten, aber auch emotionalsten Genrevertreter.
Hochspannend, aber immer auf Perfektion und Tiefgang bedacht.
Und das soll mal ein Film schaffen.

Es ist schwer zu glauben, dass Einige den Film als Horrorfilm ansehen. Oder als durchschnittlicher Kriminalfilm. Es meinten sogar ein paar Leute, der Film sei einfach nur eine Auflistung von Obszönitäten.
Es ist mir nicht klar, warum.
Nie waren Darsteller glaubhafter.
Hopkins und Foster SIND Lecter und Starling.
Nie war man unmittelbarer am Geschehen.
Nie war ein Film so spannend und originell.
"Das Schweigen der Lämmer" ist vieles. Aber eines sicher nicht:
Schlechter Geschmack...

bedenklich? 16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 16 Antworten

The Freewheelin Fonda

Antwort löschen

Klingt echt nach nem unglaublichen Wochenende :D
War bei mir vlt. echt so, dass für mich vieles aus dem Film in der heutigen Zeit schon klischeehaft wirkte, Leider :/


Martin Oberndorf

Antwort löschen

Vor Allem war's so, dass ich da filmisch noch nicht soooo bewandert war wie jetzt.
Bin ich jetzt auch nicht, aber damals hatt ich vielleicht halb so viel gesehen.

Da war die Wirkung halt noch besser.
Aber alle 3 Filme konnten durch wiederholte Sichtungen bestehen und sind jetzt alle 3 bei meinen Lieblingsfilmen. Auch super All Time Favourites.


mary84

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Must see-Film. Brillant konstruiert und sehr gut gespielt.
„Eine perfekt inszenierte grauenerregende Geschichte, die weniger auf blutige Effekte als auf einer Atmosphäre bedrückender Angst aufgebaut ist"
Anthony Hopkins verinnerlicht diese Rolle so grandios, dass man jedes Mal Angst bekommt, wenn die Kamera etwas näher an ihn heran geht. Eine Mischung zwischen extremer Furcht, Respekt vor seiner überaus genialen Intelligenz sowie Menschenkenntnis und auf eine kleine Art und Weise auch Bewunderung.
Ein Klassiker.

bedenklich? 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

dannydiaz

Antwort löschen

ich hatte als Kind so Angst


mary84

Antwort löschen

Der ist auch echt heftig aber mit wie viel Jahren hast du den denn gucken "dürfen" :)


Nebular65

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Das Schweigen der Lämmer ist einer dieser Filme, an dem man nicht vorbei kommt. Zumindest nicht, wenn man beabsichtigt, gute Filme zu sehen. Hannibal Lecter ist meiner Ansicht nach der größte Filmschurke aller Zeiten. Der Film braucht zwar eine Weile bis er richtig spannend wird, ist im Gesamtpaket einfach perfekt (oder zumindest sehr gut).

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

brawafan

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Man merkt dem Film inzwischen sein Alter und etwas Langatmigkeit an, deshalb keine 10.
Dies war mein persönlicher Horrorstreifen als Kind. Hopkins ... ja... mir fehlen die Worte... einfach perfekt!!! Auch Jodie Foster, genial! Muss man gesehen haben!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

sachsenkrieger

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Einer der Kultfilme der 90er mit einem überragenden Anthony Hopkins und einer wie immer nervigen Jodie Foster, was in diesem Film aber auch ganz gut passt. Was der Hopkins hier nur mit seinen Augen und seiner Körperhaltung ausdrückt, ohne sich zu rühren und ohne auch nur einen Muskel zu bewegen, jagt einem Schauer über den Rücken.

GOOD NIGHT AND GOOD LUCK!

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

MovieMuc

Antwort löschen

und wie ich finde, dass selbst nach all den Jahren der Film immernoch spannend, faszinierend und grandios ist. Ein nahezu perfekter Film wo alles stimmt. Hopkins ist zum niederknien ...


sachsenkrieger

Antwort löschen

Das ist er in (fast) jeder Rolle, sei es in "Hearts of Atlantis", "Joe Black", "Was vom Tage übrigblieb" oder letztens erst wieder gesehen, in das "Das perfekte Verbrechen". Herrlichst!



Deine Meinung zum Film Das Schweigen der Lämmer