Das Schweigen der Lämmer - Kritik

US 1991 Laufzeit 118 Minuten, FSK 16, Horrorfilm, Kriminalfilm, Thriller, Kinostart 11.04.1991

  • 8 .5
    Davki90 25.03.2015, 13:25 Geändert 25.03.2015, 15:51

    Grossartige schauspielerische Leistung, fesselnde Story und eine gute Kamera! Diese drei Zutaten hat "Das schweigen der Lämmer"! Der Film sollte jeder gesehen haben, der gerne Thriller mag! Obwohl er nicht ganz meine Erwartungen erfüllt hat. Das Ende finde ich nicht ganz gelungen..!

    • 10

      https://www.youtube.com/watch?v=XTs_TZFjbJ8

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      • 7

        Mh... Ich glaube ich habe schon zu viele Filme gesehen um den hier noch als Meisterwerk zu feiern. Auf der Pro-Seite haben wir ganz klar Hannibal, der einen hervorragenden Bösewicht abgibt und seine Interaktion mit Clarice danach kommt für mich aber nicht mehr so viel positives. Die Spannung war überschaubar, was zum Einen daran liegt, das der eigentliche Serienmörder ziemlich charakterlos bleibt und auch zu seinen/seinem Opfer keine Verbindung aufgebaut wird, zum Anderen waren die Plot- Twists vorhersehbar.
        Hannibal entkommt, weil er den Stift mitnimmt - war ab dem Zeitpunkt zu erahnen, als der Stift in seiner Zelle zu auffällig in den Mittelpunkt gerückt wurde.
        Hannibal ist eigentlich der verletzte Polizist - siehe Léon (wobei mir durchaus bewusst ist, das Hannibal älter ist).
        Das FBI steht vor der falschen und Clarice vor der richtigen Tür - öhm, offensichtlicher gehts ja wohl nicht.
        Die Szene im Keller hat mich dann auch nicht so wirklich gepackt, keine Ahnung warum. Die Inszenierung war meiner Meinung nach auch nur gehobener Durchschnitt. Den Film kann und sollte man sich durchaus angucken, ein Meisterwerk ist er für mich aber nicht.

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          Nero5555 25.02.2015, 00:29 Geändert 25.02.2015, 00:30

          Quitt pro Quo Agentin Starling Quitt pro Quo
          Sie erzählen mir etwas ich erzähle ihn etwas ; )

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          • 10

            Einer meiner absoluten Lieblingsfilme!!
            Ich finde Anthony Hopkins setzt hier die Maßstäbe für ein ganzes Genre bzw. die darin enthaltenen Charaktere.
            Auch wenn ich den Film schon 100 Mal gesehen habe, kriege ich immer noch nen flaues Gefühl im Bauch und mir stellen sich die Nackenhaare auf, sobald Jodie Foster im dunklen Keller umherirrt.
            Mein Problem ist, dass ich nicht unbedingt ein fleißiger Leser bin, sonst hätte ich mich wohl schon längst durch die Buchvorlage gewühlt. Gegen das Original scheint der Film ja einige Schwächen zu haben - zumindest laut einigen Usern. Somit muss ich mich damit demnächst wohl auch mal auseinandersetzen und vergleichen ;-)

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            • 5 .5

              Der Film mag nicht schlecht sein, auch wenn ich vom Oscar so gar nichts halte. Ich vergleiche den Film jedoch mit der literarischen Vorlage, und dagegen sieht er erbärmlich aus.

              • 8 .5

                Was hier schauspielerisch, stilistisch und inszenierungstechnisch abgeliefert wird, ist ganz großes Kino. Die fünf Oscars in den Hauptkategorien (Film, Regie, Hauptdarsteller, Hauptdarstellerin, Drehbuch) sind wirklich mehr als verdient.
                Vor allem der großartige Anthony Hopkins setzt sich hier selbst ein Denkmal, wie es Schauspieler nur alle paar Jubeljahre schaffen. Er füllt die Rolle des kannibalischen, aber hochintellektuellen Psycho-Psychiaters so faszinierend aus, dass es wirklich zum Fürchten ist. Ich als Zuschauer habe ich mich dabei ertappt, wie ich versuchte, meine Psyche zu verschließen und Dr. Lecter nicht in meinen Kopf zu lassen, trotz des Wissens, dass es sich nur um einen Film handelt.
                Aber ist es wirklich "nur" ein Film? Für mich ist es viel mehr als das. Eine Reise in menschliche Abgründe, deren Sogkraft man sich nicht entziehen kann und an deren Ende man wieder ausgespuckt und verstört zurückgelassen wird.
                Ein Meilenstein der Filmgeschichte mit einem der ikonischsten Fieslinge, die die Welt je gesehen hat.

                "Einer dieser Verhaltensforscher wollte mich testen. Ich genoss seine Leber mit ein paar Fava-Bohnen und einem ausgezeichneten Chianti."

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                • 8

                  "Das Schweigen der Lämmer". Ein Name, der fast jedem etwas sagen dürfte. Dieser Psycho-Thriller gehört wohl zu den bekanntesten Filmen seines Genres, ist vielleicht sogar einer der bekanntesten Filme überhaupt.
                  Dabei bietet der Streifen gar kein wirklich neues Szenario: Wir haben einen Killer, wir haben einen Polizisten und der macht Jagd auf den Killer. Bisher nix Neues! Doch eine Besonderheit gibt es schon: Um den Killer zu fassen, muss sich die Polizistin Rat bei einem anderen Killer holen: Hannibal Lecter. Ebenfalls ein Name, den viele kennen. Und das zu Recht!
                  Denn "Das Schweigen der Lämmer" liefert uns gleich zwei sehr coole Antagonisten: Zum einen haben wir den völlig gestörten Buffelo Bill, doch vor allem bleibt der Film durch die markante Figur des Hannibal Lecter im Gedächtnis. Dieser ist kühl, berechnend, kaltblütig und sehr intelligent. Und durch die sehr markante Maske (der Maulkorb) bleibt er sicherlich lange in Erinnerung. Und durch die absolut geniale Schauspielkunst des Anthony Hopkins wird aus dieser Figur einer der wohl stärksten Antagonisten der Filmgeschichte.
                  Spannend ist der Film natürlich auch, leider zieht er sich auch stellenweiße ziemlich. Dafür gibt es dann aber einige sehr einprägsame Szenen, gerade in Bezug auf einen besonderen Gefängnisausbruch!
                  Das Finale hat mir auch sehr gefallen, nur das Ende fand ich nicht so gut...aber darüber kann man wohl streiten...
                  Alles in allem ist "Das Schweigen der Lämmer" ein sehr guter und größtenteils spannender Thriller, der durch sein tolles Finale und den krassen Antagonisten im Gedächtnis bleibt. Kein Lieblingsfilm, sollte man sich aber trotzdem mindestens einmal in seinem Leben angucken.

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                  • 8 .5

                    Danke vor allem an Sir Anthony Hopkins für seine meisterhafte Leistung. Mit Jodie Foster an seiner Seite haben die beiden einen echt guten Film zum richtigen Leben erweckt.

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                    • 10

                      Ein Film zum immer wieder ansehen und mitfiebern!

                      • 10

                        Einfach nur krass

                        • 8

                          ich schweige und genieße!

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                          • 8

                            The Silence of the Lambs ist wirklich ein hochklassiger Streifen, der hält, was er verspricht.
                            Das beste am Film war sicherlich der Cast. Jeder Schauspieler macht einen mehr als guten Job, ich nehme jedem die Rolle voll und ganz ab. Aber selbstverständlich ragen Jodie Foster und insbesondere Anthony Hopkins als Dr. Hannibal Lecter heraus. Hopkins spielt seine Psychorolle auf unfassbar hohem Niveau, sodass einem als Zuschauer schon Angst und Bange wird. Seine Leistung gehört definitiv unter die Top 5, die ich bisher gesehen habe.
                            Herausragend zu bewerten sind auch die intellektuellen Dialoge zwischen Agentin Starling und Dr. Hannibal Lecter - diese sind ganz großes Kino!
                            Die komplette Story geht wahnsinnig unter die Haut und die Bilder, die man geliefert bekommt, schocken einen auch heute. Somit kann ich auch gut nachvollziehen, weshalb der Film vor gut 25 Jahren so polarisiert hat. Der Film macht in Sachen Brutalität einfach keinen Halt.
                            Der Film hat einen Spannungsbogen, der immer steiler und steiler wird und zum Schluss den Zuschauer unheimlich fesselt.
                            Grandios finde ich auch die Schlussszene (SPOILER): Dieser zweideutige Satz „Zu gern würde ich mit Ihnen noch plaudern, aber ich habe ein Festessen mit einem alten Freund." passt einfach zu 100 Prozent zu der Figur Dr. Hannibal Lecter, die einem in diesem Film vorgestellt wurde und verdeutlicht nochmals seine Persönlichkeit.

                            Ein Stück Filmgeschichte, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

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                            • 10

                              Dieser Kommentar ist ein Wichtelkommentar im Rahmen der User-Wichtel-Aktion-2014 für meinen MP-Buddy Friedsas.
                              Ich habe wirklich versucht noch Zeit zu finden um einen deiner eigentlichen Wunschfilme-„Memento“-doch noch zu schauen und zu kommentieren. Leider war mein Wochenende vollgestopft mit allem möglichemn Mist, sodass ich es nicht geschafft habe ihn auf irgendeine Weise zusehen. Hoffentlich kann ich ihn mir die kommende Woche noch ansehen und einen Kommentar dazu schreiben, der dann auch eine kleine Widmung für dich enthält.:)

                              Hier nun mein Wichtelkommentar zu „Das Schweigen der Lämmer“

                              „A census taker once tried to test me. I ate his liver with some fava beans and a nice chianti.“

                              Die Geschichte, die sich an realen Vorbildern hält, ist schnell erzählt und auch nicht das große Herzstück des Films: Ein Serienkiller, der seine weiblichen Opfer häutet um daraus ein Kleid zunähen will, treibt sein Unwesen. Da das FBI keinen Schritt weiterkommt, entschließen sie sich zu einer sehr bizarren und ungewöhnlichen Taktik: Die FBI-Anwärterin Starling soll mit dem inhaftierten Serienkiller Hannibal Lecter ins Gespräch kommen, damit dieser ihnen bei der Aufklärung hilft.
                              Dieser zu Anfangs überschaubarer Plot verwandelt sich zunehmend in einen hochspannenden Thriller, der den Zuschauer fordert und zuweilen bis ans Äußerste geht. Und das ist auch gut so. Der inszenatorische Kraftakt wurde famos bewältigt: In den Gesprächen bleibt die Kamera als Ruhepol zwischen Starling und Lecter, während sie im fulminanten Schlussakt geradezu explodiert und dem Zuschauer den Atem raubt.
                              Aber das eigentliche Herzstück, der Teil welcher den Film nochmal über die ganze Masse anderer Serienkiller-Filme hebt, das sind die Darsteller. Jodie Foster, eine Frau der ich immer sehr „distanziert“ begegnete, hat sich den Oscar wirklich verdient und die Balance, zwischen der unschuldigen und zum Teil auch ängstlichen Frau, in einer von Männern regierten (Film-)Welt, und der resoluten und starken Heldin zu der sie am Ende „mutiert“, ist ihr hervorragend gelungen. Ted Levine als Bufallo Bill ist das fleischgewordene Monster, dessen „Lotion“-Monolog diesen Punkt eindeutig unterschreicht.
                              Es gibt aber einen Charakter der sie ALLE nochmal übertrumpft: Hannibal Lecter, eine Filmrolle so grandios und beeindruckend verkörpert, so widerwertig und doch charismatisch. Ein zutiefst intelligenter und faszinierender Charakter, dessen Darsteller Anthony Hopkins jedes Lob gebührt. Er beherrscht den Film, er schwebt über allem und seine nur eigentlichen 16 Minuten Screentime scheinen den ganzen Film auszufüllen. Seine dunkle Präsenz ist selbst in Abwesenheit spürbar und man taucht förmlich in seine Gedankenwelt ein und verliert sich darin. Das oben genannte Zitat mit dem unverkennbaren „Sssshh“-Geräusch verschlägt mir genauso den Atem wie die folgende Szene:

                              https://www.youtube.com/watch?v=He1MTYvyUes

                              Dieser Blick am Ende, wenn die Klaviertöne wieder einsetzen und einem alles völlig normal erscheint, so hat man mich in des Filmes Bann, so verleiht man einem Charakter Tiefe und Faszination.

                              Ein Film den man zweifelsfrei als Klassiker, als Meilenstein, ja sogar als einer der besten Filme aller Zeiten ansehen kann, nein, sogar MUSS. So geht intelligentes, hochspannendes und schauspielerisch PERFEKTES Kino.

                              „I do wish we could chat longer, but... I'm having an old friend for dinner. Bye.“

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                              • 7 .5

                                Für mich ist "Das schweigen der Lämmer" ein souveräner Titel aber definitiv nicht das Meisterwerk das es hier für viele ist.
                                Ja wir sehen einen herausragenden Anthony Hopkins und eine Jodie Foster die ihm in nichts nachsteht. Allerdings muss ich leider sagen das mir in dem Film zu wenig spannung geboten wird für das man ihn ein Meisterwerk nennen könnte. Die Szene am Ende im Keller war nervenkitzel wie man ihn sich wünsch, leider gab es mir zu wenige solcher Momente.
                                Fazit: Ein guter Thriller aber ein Meisterwerk ist es nicht.

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                                  carpenoctem410 06.12.2014, 16:21 Geändert 06.12.2014, 16:40

                                  *** Mein Film-Adventskalender 2014 - Türchen 5 ***

                                  Ein herausragender Thriller, der nur etwas unter der Thriller-Überflutung der heutigen Zeit leidet. Wirklich schockierend sind die gezeigten Bilder heute irgendwie nicht mehr, nichtsdestotrotz bleibt der Film spannend bis zur letzten Sekunde (das Finale im Keller ist nervenzerreißend!), und die schauspielerischen Leistungen sowie das Drehbuch sind von äußerst hohem Niveau. Auch die eher nebensächlich behandelten Punkte des Films sind interessant, z.B. Starlings Sexualisierung durch fast jeden männlichen Charakter, während die kleine, zierliche, hübsche Agentin alles tut, um darüber zu stehen und professionell zu wirken und zu bleiben - auch wenn sie manchmal Angst und auch etwas Naivität nicht überspielen kann.
                                  Abschließend rate ich noch zur deutschen Synchronisation. Fosters Kaugummi-Amiakzent und Hopkins eher hohe Stimme fand ich nicht wirklich passend im Original, ich muss sagen, da gefallen mir die deutschen Stimmen besser. Einzig Buffalo Bill überzeugt mit brummendem Bass als Kontrast zu seinem Charakter deutlich mehr in der OV.

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                                    Zu Schweigen der Lämmer brauch man nicht viel sagen. Macht sinn den zu schauen. ^^

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                                      Genial geschauspielert mit guter Story. Und trotzdem - über die Darstellung Hannibals lässt sich streiten.

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                                        Das erste mal, dass ich einen Film anschaute und die Angst riechen konnte( Starling im Keller)
                                        Hanniball und die Maid. Schauspielerisch zum niederknien.

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                                          Gladiator11 21.10.2014, 11:53 Geändert 10.11.2014, 12:28

                                          Ein Meisterwerk.
                                          Thriller vom feinsten. Hopkins überragend gespielte Rolle verlieh dem Film das A und O.
                                          Auch die Szene, als er die Senatorin beleidigte, einfach herrlich.

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                                            HerrGurlitt 11.10.2014, 15:04 Geändert 13.11.2014, 08:41

                                            Man muß dazu nichts mehr sagen, aber ich wäre nicht ich selbst, wenn ich es trotzdem nicht wage (für sowas kann man gelöscht, erlöscht oder selbst aus dem wirklichem leben gelöscht werden und man möchte lieber sterben.)
                                            ich hab liebeskummer (sehr schlimmen...), aber es geht & muß ja auch ...
                                            und ... mit den richtigen killer-menschenfresser-filmen, da geht's auf filmlänge auch wieder! :-)

                                            Ich habe das buch von Thomas Harris in jungen jahren gelesen und das war da schon nicht mein erstes buch über serienmörder und deren kaum nachvollziehbare motivation.
                                            dazwischen habe ich irgendwann noch die biographie von Roberd Ressler/FBI-Profiler gelesen, mit dem dämlichen deutschen titel, aber ein wirklich klasse buch aus der Heyne-reihe "Wahre Verbrechen":
                                            "Ich jagte Hannibal Lector!" ...

                                            alles aus dem bücherregal meiner pädagogisch nicht sehr wertvollen mutter - glück gehabt! :) - geliehen.
                                            mein erstes buch in diese richtung war allerdings ein einschlägig anmutender roman aus dem Playboy (!) verlag, mit dem titel "Der Killer", von einem Shane Stevens.
                                            das ich nur empfehlen kann für interessierte:
                                            eine wirklich schreckliche wahnsinnsgeschichte!!
                                            von der ich gar nicht verstehe warum sie bisher noch nie verfilmt wurde?!
                                            Ich war also vorbereitet auf diese geschichte:

                                            "Was war das, kleiner Starling ... " ist kein satz aus dem fim, aber die kunst und leidenschaft ist es doch wenn man selbst weiter mit dem gedanken spielen kann.

                                            "Bereit wenn sie es sind ..." das kommt zu mir wie ein kleiner schlag, den ich vertragen kann, nur schlimmer ist es für mich wenn ich es nicht verstehe.
                                            das ist die grundlage, die mich zu einem kleinem profiler & forensiker* macht.
                                            zu einem aus Quantico, Virginia - wo die datenbank über diese art menschen und deren geisteskrankheit entstanden und bis heute geführt wird.

                                            Ist für mich die am besten verfilmte buchvorlage. und da fehlt auch nix von der geschichte:
                                            sogar die kleine katze, die im fenster sitzt und die entführung ihrer chefin beobachtet, ist in dem film drin.
                                            Auch dafür verbeuge ich mich vor Jonathen Demme - unerreicht!

                                            *"kleiner profiler & forensiker" deshalb:
                                            weil ich 18 lange jahre, trotz der ganzen gelesenen bücher zum thema, nicht bemerkt habe, dass ich selbst mit einer 'irren' zusammen bin! ;D

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                                            • 9 .5
                                              cellar_door_ 17.09.2014, 13:58 Geändert 10.10.2014, 13:20

                                              „The Silence of the Lambs“ - Schon der Titel jagt einem einen Schauer über den Rücken, wie ich finde. Um auf den Kern des Filmes zu lenken: Ein brillantes Psychoduell zweier ganz großer Figuren des Kinos. Sir Anthony Hopkins in der Rolle des Hannibal Lecter als DER intelligente Psychopath und Jodie Foster als ehrgeizige Nachwuchs-Agentin Clarice Starling. Das Schauspiel dieser beiden Hauptfiguren ist schlicht großartig und gipfelt in den Szenen, in denen beide Figuren aufeinandertreffen. Diese Szenen werden augenscheinlich von Lecter dominiert, der hier eine ungeheure Dominanz ausstrahlt. Zu jeder Sekunde geht von dieser Figur Gefahr aus, obwohl sie in einer Hochsicherheitszelle sitzt.
                                              Schon dies allein ist durch Hopkins‘ intensives Schauspiel bereits großartig. Er schafft es beim Betrachter gleichzeitig Angst und Unruhe, aber auch Faszination und sogar Sympathie zu erzeugen.
                                              Was diese Szenen jedoch absolut einzigartig macht, ist die Interaktion mit Jodie Foster. Ihre Figur ist Lecter offensichtlich in nahezu allen Belangen unterlegen, sowohl auf intellektueller, kultureller, als auch physischer Ebene. Clarice jedoch weiß das und versucht auch gar nicht dies vor Lecter zu verbergen, oder ihn vom Gegenteil zu überzeugen. Diese Ehrlichkeit und die Tatsache, dass sie bereit ist ihm Einblicke in die intimsten Regionen ihrer Gefühlswelt zu gewähren, entlocken Lecter eine Art Respekt für die junge FBI-Agentin.
                                              Clarice Starling ist sich ihrer Nachteile und Schwachpunkte bewusst, sowohl Hannibal gegenüber, als auch in ihrer männerdominierten FBI-Welt. Doch sie ist bereit alles zu tun um auch in dieser feindlich gesinnten Welt zu bestehen und ihre Ziele zu erreichen. Selbst wenn sie hierfür einem psychopathischen Serienkiller Einblicke in Ihre Seelenwelt gewähren muss. Clarice Starling hätte zu leicht zu einer eindimensionalen Figur geraten und somit den Kern des Filmes, die Interaktion zwischen Killer und Agentin, zerstören können. Dank Jodie Foster ist diese Figur jedoch ein sehr nuancierter Charakter mit vielen Facetten, Stärken und Schwächen und ein absolut ebenbürtiger und kongenialer Gegenpart zu Hopkins‘ Rolle.
                                              Das Verhältnis zwischen Starling und Lecter entwickelt sich über den ganzen Film weiter, bis das Psychoduell sogar in eine Art „Psycho-Flirterei“ mündet. Auch das macht einen Reiz des Films aus: Ab einem gewissen Punkt hat man das Gefühl, dass Hannibal zwar ein gefährliches Monster, ein menschenfressender Psychopath ist, jedoch Clarice (und damit auch irgendwie uns, dem Zuschauer) nichts antun würde…so ganz sicher ist man sich damit jedoch nie :)
                                              Bei den ersten Sichtungen dieses grandiosen Thrillers war ich dermaßen beeindruckt von Anthony Hopkins' Spiel und den Quid-pro-quo-Spielchen mit Jodie Foster, dass ich dem eigentlichen Kriminalfall, der Jagd auf den Serienkiller „Buffallo Bill“, kaum Aufmerksamkeit schenkte, diesen sogar fast als störend empfand. Dies hat sich jedoch recht schnell gelegt und bei genauerer Betrachtung stellt sich heraus, dass dieser Part des Plots ebenfalls sehr gut ist und auch Buffallo Bill einen durchaus interessanten Antagonisten darstellt.
                                              Das Ende, ab Buffalo Bill’s Entlarvung durch Clarice inklusive der überragenden Nachtsichtgerät-Szene, ist dann wieder schlichtweg Weltklasse.
                                              Neben David Fincher’s „Seven“ und Hitchcock’s „Psycho“ ist „The Silence of the Lambs“ meiner Meinung nach einer der drei besten Psychothriller aller Zeiten und räumte 1992, als erster Vertreter dieses Genres, völlig zu recht alle wichtigen Oscars ab („Psycho“ kam 1961 leider nicht über seine vier Nominierungen hinaus).

                                              Anthony Hopkins‘ Hannibal ist für mich eine der TOP 10 Filmfiguren überhaupt und neben den beiden Jokern mein „Favourite Villain“.

                                              Nach einigem Zögern habe ich vor einiger Zeit die beiden bisherigen Staffeln der Serie „Hannibal“ angeschaut und habe es nicht bereut. Trotz einiger Längen bietet die Serie bizarre Kriminalfälle(wenn auch teilweise in sehr drastische Bilder verpackt) und einen Mads Mikkelsen in Weltklasse-Form. Er spielt Hannibal nahezu perfekt und kann dieser Figur sogar noch einige Akzente hinzufügen.

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                                                Mir kommts so vor als hätte ich einen ganz anderen Film gesehen als die andern Kommentierenden. .. Hätte gedacht das wäre ein Horrorfilm .. wo ist der Horror?!
                                                War zwar nicht langweilig aber sonderlich spannend auch wiederum nicht.
                                                Hatte mehr erwartet.

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                                                  Einer der kurzweiligsten Filme, die ich kenne. "Das Schweigen der Lämmer" zeigt, wie ein spannender Thriller sein muss und das, obwohl er unkonventionelle Wege geht: Denn die Identität von Buffalo Bill wird ziemlich schnell verraten. Der Überraschungseffekt, wer denn nun hinter dem Frauen mordenden Serienkiller steckt, bleibt quasi aus. Vielmehr geht es darum, ihn zu finden und die Tochter einer Senatorin zu retten. Hilfe erhofft sich das FBI dabei vom ehemaligen Psychiater und kannibalistisch veranlagten Mörder Dr. Hannibal Lecter (Anthony Hopkins), der anhand seiner eigenen Denkweise ein Profil von Buffalo Bill erstellen soll. Lecter ist das absolute Highlight des Films. Er versteht es, seine Mitmenschen durch Mimik und Rhetorik einzuschüchtern und hat so auch schließlich die junge FBI-Agentin Clarice Starling (Jodie Foster) am Haken. Dementsprechend zeichnet sich "Das Schweigen der Lämmer" eher durch ein grandioses Schauspiel der beiden Hauptdarsteller sowie durch fesselnde, ausgeklügelte Dialoge der beiden aus. Dabei wird nie vergessen, den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten. Die Handlung nimmt die ein oder andere überraschende Wendung und gipfelt schließlich in einem unheimlich spannenden wie auch gruseligen Finale.

                                                  Einer meiner absoluten Lieblingsfilme!!!

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                                                    Der Gewinn der "Big Five" bei den Oscars ist bei diesem Meisterwerk mehr als angebracht. Ein klasse Romanverfilmung, die die sowieso schon geniale literarische Vorlage perfekt auf die Leinwand transportiert. Spätestens hier wurde Anthony Hopkins durch "seinen" Hannibal Lector unsterblich.

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