Das siebente Siegel
Det Sjunde inseglet (1957), SE Laufzeit 96 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 14.02.1962
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27 Kommentare
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von Ingmar Bergman, mit Gunnar Björnstrand und Bengt Ekerot
Ritter Antonius Block kehrt von einem Kreuzzug zurück. Der personifizierte Tod will auch ihn holen, doch Block ist nicht bereit zu sterben. Der Tod gewährt ihm für die Dauer einer Schachpartie eine Gnadenfrist. Im Verlauf des Spiels versucht Block, sein Leben zu retten und den Glauben an Gott zu finden. Ingmar Bergmans symbolisches Duell Das siebente Siegel zählt zweifellos zu seinen populärsten Meisterwerken. Das geniale Spiel auf Zeit ist für den schwedischen Regisseur eine einfache Allegorie: “Der Mensch, seine ewige Suche nach Gott und dem Tod als einzige Sicherheit.
Die Handlung im Detail
Schweden im 14. Jahrhundert. Der Ritter Antonius Block) kehrt mit seinem Knappen Jöns (Gunnar Björnstrand) von einem mehrjährigen Kreuzzug zurück und findet sein Heimatland von der Pest verwüstet vor. Als der Tod (Bengt Ekerot) ihn holen will, fordert Block ihn zu einer Schachpartie auf. Gewinnt er, wird er vom Tode veschont, gewinnt der Tod, so darf er Block mitnehmen. Block will den Aufschub nutzen, um den Sinn des Lebens zu erkennen.
Zwischen den einzelnen Schachzügen macht Block verschiedene Begegnungen mit Menschen. Er hadert mit sich und Gott und sucht nach einem Sinn, dem ihm die Kreuzzüge nicht vermitteln konnten. Auf dem Heimweg in sein Schloss, wo er seine Frau antreffen möchte, lernt er einen Schmied (Åke Fridell) und dessen Frau (Inga Landgré) kennen, sowie die Gaukler Jof (Nils Poppe) und Mia (Bibi Andersson) mit ihrem kleinen Sohn. Nur die kleine Familie kann dem Ritter einen Hauch von Glück vermitteln. Trotz der Pest und den vielen Verirrungen, denen die Menschen erliegen, besinnen sich Jof und Mia auf ihr Familienglück und teilen ihre Lebensfreude mit anderen.
Durch ein Ablenkungsmanöver kann Block den Tod kurz beim Schachspiel ablenken. Jof, der fähig ist, den Tod zu sehen, kann so mit Frau und Kind fliehen. Doch das Ablenkungsmanöver bewirkt, dass der Tod Block schachmatt setzt. Er begleitet die Gruppe um den Ritter in seine Burg und holt sie dort am Abend ab. Von weitem können Mia und Jof beobachten, wie der Tod mit der tänzelnden Kleingruppe verschwindet.
Cast & Crew
-
Ingmar Bergman
-
Gunnar Björnstrand
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Bengt Ekerot
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Nils Poppe
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Max von Sydow
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Antonius Block
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Bibi Andersson
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Inga Gill
Regie
Schauspieler
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Maud Hansson
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Inga Landgré
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Gunnel Lindblom
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Bertil Anderberg
-
Anders Ek
-
Åke Fridell
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Schmied Plog
-
Gunnar Olsson
-
Erik Strandmark
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jonas Skat
-
Ingmar Bergman
- Genre
- Schicksalsdrama
- Zeit
- Mittelalter
- Ort
- Landschaft, Schweden, Schweden
- Handlung
- Allegorie, Angst vor dem Tod, Angst vor dem Tod, Apokalypse, Art House-Film, Frömmigkeit, Frömmigkeit, Gaukler, Gebet, Gebet, Glaube, Glaube, Gottheit, Heimkehr, Heimkehr, Hexe, Hexenverbrennung, Himmel, Himmel, Hölle, Hölle, Jüngstes Gericht, Kampf auf Leben und Tod, Kampf auf Leben und Tod, Klassiker, Kreuzritter, Kreuzritter, Kreuzzug, Kultfilm, Künstler, Letzte Bitte, Letzte Bitte, Pest, Reise, Schach, Schachpartie, Schachpartie, Schmied, Sensenmann, Sensenmann, Sinn des Lebens, Sterben und Tod, Symbolik, Teufel, Verbrannter Körper, Verbrannter Körper, Visionen, Visionen, Wald
- Stimmung
- Ernst, Ernst, Geistreich, Geistreich, Spannend
- Mitmachen
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Drehbuch
Filmdetails Das siebente Siegel
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Trailer zum Film Das siebente Siegel
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Kommentare (27) — Film: Das siebente Siegel
Kommentar schreibenhoffman587 2012/01/16 15:09:24
Kommentar löschenDet Sjunde inseglet
"Wer bist du?" - "Ich bin der Tod." - "Kommst du um mich zu holen?" - "Ich gehe schon lang an deiner Seite" - "Das weiß ich." - "Bist du bereit?" - "Mein Körper ist bereit, aber ich nicht."
Bergman Forever Teil 1:
Nun endlich wieder Bergman. Den großen Filmphilosophen und großen Künstler, eine echte Seele des Films, beeinflusste Generationen von Filmemachern und zählt nicht umsonst zu den Vorbildern von etwa Woody Allen oder Lars von Trier. Nun also mal wieder Zeit drei seiner Werke in folgenden Wochen genauer unter die Lupe zu nehmen. Er wurde immerhin nicht sinnlos als »bester Regisseur aller Zeiten« (finde ich dennoch gewagt) einst in Cannes ausgezeichnet. Und so eine Reise meinerseits ins seine Filmwelt, voller Mythologie und die Psyche des Menschen. Beginnen möchte ich mit einem meiner persönlich favorisierten Werke des Herrn Bergman "Das Siebente Siegel" aus dem Jahre 1956.
Dieses Mal nimmt sich Bergman als Hauptmotive in seinem Werk, welches nicht unverdient zu seinen bekanntesten Filmen zählt, dabei baut er grundlegend auf zwei an sich verschiedene Handlunsstränge, welche sich treffen mögen, aber doch letztlich nicht verschiedener sein könnten: Die Frage des Sinn des Lebens, in all seiner Vielfältigkeit, und die Suche nach dem Glauben (bzw. Gott) in einer düsteren Epoche der Menschheit, dem Mittelalter. Wo der Tod um ging, die Pest wütete. Das Leben scheint schon fast eine Qual geworden zu sein, der Tod scheint fast Erlösung darauszubringen. Eine faszinierende Geschichte. Eine mysteriöse Geschichte, um ein Schachspiel um Leben und Tod. Einst zog für seinen Glauben in den Krieg, nun kehrt Ritter Antonius Block zurück und entdeckt in seiner Heimat nur Leid und Elend. Der Tod geht um, die Pest regiert. Und auch auf des Ritters Reise begegnet er dem personifizierten Tod, welcher ihn holen möchte, doch Block überredet ihn zu einer letzten Partie Schach, der Einsatz sein Leben...als Aufschub um eine Antwort zu finden auf den Sinn des Lebens...
Dazu nahm sich Bergman selbstredend wieder eine Besetzung der Extraklasse zur Hand, als Unterstützung. So also mit einem noch recht jungen Max von Sydow als entschlossener Ritter Block, welcher seinen Glauben verloren zu haben scheint und ihm in diesem Duell mit dem Tod wiederzufinden versucht, brillant und glaubwürdig von Sydow verkörpert, mit viel Herz am Spiel. Besonders hervorragend für mich auch stets Bengt Ekerot in seiner (für mich) grandiosen Verkörperung des personifizierten Tods, die Figur von ihm faszinierend wie auch unheimlich und zwielichtig dargestellt, ein eiskalter Spieler. Schwarz ist die gewählte Farbe. Aber auch der Rest des Cast, mit Nils Poppe, Bibi Anderson und Gunnar Björnstrandt weiß absolut zu überzeugen und sich in ihre Rollen vollkommen einzuverleiben.
Bergman selbst zu seinem Werk, und der für ihn einfachen Allegorie dahinter: "der Mensch, seine ewige Suche nach Gott und der Tod als einzige Sicherheit" - so seine Worte, denn es geht hierbei nicht nur um ein Schachspiel um Leben und Tod, denn weiter betrachtet zeigt Bergman auch gleichzeitig eine Reise (die des Ritters) durch das verseuchte Land, wo das Leid auf jeder Straße zu finden ist, er sieht das Grauen von der Verwesung bis zum Wahn der Menschen. Um den Sinn des Lebens zu finden, das fasziniert und das packt einen. Bergman geht geschickt vor, denn einerseits zeigt er die Pest in ihrem schrecklichsten Gewand, das Zeitalter der Finsternis und Furcht, pessimistisch angehaucht, andererseits (bei der Gauklerfamilie, welche grundsympathisch) als Ort der Hoffnung, des Frohsinns, voller Lichtblicke. Ein schöner Platz, voller Liebe und Freundschaft. Auch mit viel Symbolik wird gespielt, was dieses Gefühl der absoluten Faszination natürlich nur noch verstärkte. Und um es nochmal zu verdeutlichen ich finde die Personifizierung des Tods an sich wirklich als interessant gehandhabt. Grundsätzlich ein mysteriöser Charakter, ein Feind. Ein Gegner. welcher aber die Herrscherposition im Ganzen einnimmt bzw. die Figurenkonstellation an sich mag hierbei exzellent ausgearbeitet sein. Besonders interessant auch der ungewöhnliche Humor, welcher dem Werk doch auch einen Hauch Leichtigkeit verleiht und die Frage nach Leben und Tod fast ironisch beleuchtet, jedenfalls teilweise und somit auch stellenweise drastisch oder auch grotesk gemacht. Andererseits erschafft die Kamera eine bedrückende Atomsphäre, brillant gefilmt und teilweise regelrecht beklemmend, mit einer unglaublichen Intensität und Authentizität, in Bezug auf das Mittelalter, wirklich erstaunlich Bergmans (geglückter) Versuch einer solchen Rekonstruktion des Zeitalters, von Kulisse bis Naturaufnahmen, zwischen Schönheit und Finsternis, wenn es darum geht bietet Bergman die Extreme, beider Seiten. Und gerade das macht seine Inszenierung so meisterhaft.
An sich finde ich wenig Worte, um das volle Ausmaß von Bergmans Werk in einen Text zu fassen, es gibt so viel was Bergman mit seiner Symbolik bzw. genauso gut seiner kraftvollen wie auch mystischen bzw. unheimlichen musikalischen Untermalung auszudrücken vermag. Bergman erschafft bei mir ein spezielles Gefühl, eine besondere Faszination. So viel was man noch alles erwähnen könnte, worüber man philosophieren könnte, das nur noch am Rande erwähnt. Es ist halt Bergman.
"Warum willst du mit mir Schach spielen?" - "Das ist meine Sache" - "Meinetwegen" - Ich darf am Leben bleiben, bis die Partie zu Ende ist. Wenn ich dich matt setze bin ich frei. Du spielst schwarz."
Und somit bleibt mir letztendlich nur noch zu sagen, dass ich "Das Siebente Siegel" zu einem der wichtigsten Meisterwerke der Filmgeschichte zähle. Ein Film, der bei jeder erneuten Sichtung immer noch ein Stück weit grandioser, mysteriöser und faszinierender wirkt (für mich jedenfalls). Ein zweifellos zeitloses Stück großer Filmkunst.
45 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 9 Antworten
Joeyjoejoe17 2012/01/16 16:28:24
Antwort löschenNa das macht doch mal richtig Appetit auf den Film!
Jack_Torrance 2012/01/16 16:49:22
Antwort löschen...und der Film lohnt sich !
hoffman587 2012/01/16 17:12:56
Antwort löschen@Joey: Danke das freut mich zu hören. :)
@Jackie: Und damit hast du wohl mehr als recht!:)
Le Samourai 2012/01/16 17:25:32
Antwort löschenWahnsinnsfilm!
hoffman587 2012/01/16 21:33:07
Antwort löschen@Le Samourai: Kann ich bei weitem nur zustimmen, auch wenn ich von Bergman "Vargtimmen" doch immer noch ein Stück mehr liebe. :)
shadowhunting 2012/01/19 16:19:31
Antwort löschenSchöne Kritik zu einem rätselhaften Film!
Ich bin zeitlich leider verhindert für die nächsten Tage, in einer Woche kann ich hoffentlich wieder schreiben ;)
hoffman587 2012/01/19 21:02:06
Antwort löschen@Shadowhunting: Danke und ok, dann weiß ich bescheit, wunderte mich schon. :)
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quellecair 2012/01/22 18:20:23
Antwort löschenwow, danke für diesen kommi! den streifen muss ich mir unbedingt ansehen...
hoffman587 2012/01/22 18:32:07
Antwort löschen@quellecair: Großen Dank. Doch ich habe wohl eher zu danken. :) Ich kann ihn dir wie gesagt nur empfehlen und hoffe er gefällt.
J!GS4W 2011/12/12 17:50:56
Kommentar löschenWenn die Philosophie des Filmes auch nicht immer zu 100% überspringen möchte, so nimmt man sie doch zu jeder Zeit ernst. Bergman präsentiert aber kein trockenes Werk, sondern lässt auch viel Witz mit einfließen, der trotz der Thematik um Tod, Hexenverbrennung, Pest und Kreuzzüge niemals albern wirkt. Das Schachspiel um das eigene Leben mit dem Tod ist einer dieser skurrilen Einfälle und wenn Kreuzritter über Weibsbilder philosophieren und prophezeien, was diese so als nächstes treiben, dann scheint sich Ingmar Bergman fast schon über seine eigenen Klischee-Figuren lustig zu machen. Einige Situationen sind aber durchaus überdreht und teils scheint der Zeitgeist einfach nicht ganz eingefangen worden zu sein, wobei dies aber mit Leichtigkeit von den Schauspielern wieder wett gemacht wird. Seien es die Gaukler, Kreuzritter, Dorfbewohner oder der Tod gar selbst, das Theatergeschick ist stets zu spüren. Vielleicht schafft es "das siebente Siegel" sogar ein wenig die Angst vor dem Tod zu nehmen, doch fallen angesichts der Vielzahl von Figuren manchmal die interessanten Gespräche beiseite. Manche Gauklerszenen hätte man beispielsweise streichen können, sind doch die Wortgefechte, wie zurückhaltend und ruhig sie auch sein mögen, zwischen Antonius und dem Tod unheimlich spannend und inspirierend. Bergman geht mit seinem Film sogar soweit, dass er schon fast zugibt Atheist zu sein, hält sich angesichts des Todes dann aber doch noch ein Hintertürchen offen. Ganz der Fromme scheint er also nicht zu sein, doch erkennt man dies auch schon ansatzweise in Filmen wie "Wilde Erdbeeren".
Sollte man auf jeden Fall gesehen haben, vor allem wenn man Theater liebt.
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Trimalchio 2011/11/13 00:54:34
Kommentar löschenMeine erste Begegnung mit Ingmar Bergman. Und eines steht fest, sie wird gewiss nicht meine letzte gewesen sein.
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JimiHendrix 2011/11/12 15:15:27
Kommentar löschen"Wenn ich mich nicht irre, bist du der schmutzige Schmied, der meine angebetete beleidigt hat, meine verehrungswürdige Kunigunde. -Was sagst du wie heißt sie? - Kunigunde, bist du jetzt auch noch taub geworden? - Kunigunde?! -Lisa heißt das Luder, Lisa Strolch- oder Schlampenlisa, die angebetete Schlampe, wie hört sich das an Schlampenlisa?"
Ingmar Bergmans berühmte präapokalyptische Filmklamotte, über die Fragen nach der Sinnhaftigkeit des Lebens, sind eingehüllt in die schmutzig-dunklen Zelluloid-Lumpen eines mittelalterlichen Dramas. Arrangiert mit einigen genialen Bildmomenten und einem zeitlos-fortschrittlichen Mieder, ergibt sich im Gesamtbild eine altmodische, jedoch immer ansehbare Komposition.
"Das siebte Siegel" ist substanzbehaftet, dennoch habe ich es erst im zweiten Anlauf geschafft mich durch diesen Film zu ringen. Teilweise wirken die Kostümrequisiten etwas billig und die schauspielerischen Darbietungen mäßig blutleer, aber trotzdem ist es kein schlecht oder mittelprächtiger Film. Er schöpft seine Kraft aus den bedrückenden Bildern, die eine bedrohliche Endzeitstimmung erzeugen. Und diese ist auch berechtigt, denn es droht alles ins Fegefeuer zu gleiten. Sowohl des Hauptdarstellers Antonius Block, wie auch großen Teilen der europäischen Kontinentenbewohnern soll es an den Kragen gehen.
Doch Block hat noch die ein oder andere elementare Frage, auf dessen Beantwortung er vor seinem Abtritt ungerne verzichten würde. Und da er sich zu den passableren Schachspielbefähigten zählt, schlägt er dem ihm erscheinenden personifizierten unwissenden Sensenmann kurzerhand vor, sich im Brettspielshowdown zu stellen. Die Partie sollte den ganzen Film über immer wieder ihre Präsenz bekommen.
Den Weg des desillusionierten Moslemschlächters - welche sich immer in Begleitung seines zynisch-schlauen Knappen Jös befand - sollten noch früh genug Bekanntschaft mit allerhand kirchlichem Gesindels machen, die mit der Pest und dem Zorn Gottes drohten, um ihre Religion weiter in der gesellschaftlichen Grundfesten zu manifestieren, die schreckensgleiche Prozession mit knallenden peitschen und flehendem Gewimmer ist klasse Inszeniert von Bergman! Auch eine kleine Gruppe Wandergaukler sollten den Weg des Ritters und des Knappen kreuzen, wenn nicht sogar teilweise parallelisieren.
Der hagere, hoch aufgewachsene Antonius Block dargestellt durch Max von Sydow ist eine kleine Enttäuschung, irgendwie wirkt er wie ein Fremdkörper, vor allem äußerlich halte ich es für eine Fehlbesetzung, obwohl er den nachdenklichen Sinnesfinder gut mimt.
Ein Schmaus war hingegen die Darbietung des Knappen Jös, der seinen Verkörperer in Person von Gunnar Björnstrand fand. Endlich sticht ein Knappe positiv heraus und füllt den Film - durch seiner pessimistischen Sichtweise auf die am Abgrund stehende Welt - mit einem sehr unterschwelligen Humor aus. Ein Charakter, der wirklich Spaß machte.
Insgesamt strahlt dieser schwedische Streifen eine halbmagische Anziehungskraft aus, doch versäumt es Ingmar Bergman teilweise gute Ansätze stilistisch wirkungsvoller in Szene zu setzen, denn das geschichtliche Potenzial war vorhanden. Für echte Cineasten Pflichtprogramm.
"ich hätte dich vergewaltigen können, aber unter uns gesagt, diese Art Liebe kotzt mich an, sie ist mir auf die Dauer zu einseitig.
Wenn ichs mir überlege, ich brauch eine Haushälterin, kannst du kochen? meine frau wartet ja zu Hause auf mich, bloß für den Fall, dass sie gestorben ist, dann brauch ich doch eine Haushälterin..."
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JimiHendrix 2011/11/12 15:37:33
Antwort löschenmoviepilot spinnt man wieder, 7,5 ist die bewertung
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phoenix409 2011/11/12 19:44:07
Antwort löschenDiese Zitate! :D Der Humor hat mich ehrlich gesagt auch ziemlich überrascht damals...
JimiHendrix 2011/11/12 19:52:49
Antwort löschendie könnten auch aus "mittem im leben" stammen^^
spanky 2011/09/27 14:56:41
Kommentar löschenEigentlich genau meine Themen mit Existentialismus und Poesie, eingebettet in Bergmans gewaltige Bilderwelt. Von Sydow als flachsköpfiger Spargelritter liefert dazu ein unbeschreibliches Charisma in seinen mondgroßen Augen. Aber vielleicht ist das ein wenig zu sehr mit dem Philosophenhackebeil für ein entspanntes Filmvergnügen beim Feierabendbier.
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La Bardot 2011/08/25 23:18:21
Kommentar löschen"Das Siebente Siegel", der ewige Klassiker des Meisterregisseurs Ingmar Bergman. Im Mittelpunkt der Kreuzritter Antonius Block, der nach 10 Jahren im Heiligen Land nach Schweden zurückkehrt, wo der Tod ihn erwartet. Tatsächlich wird in diesem Film der Tod von einer Person verkörpert, die sich von Block dazu überreden lässt, eine Partie Schach zu spielen. Gewinnt Block, so darf er am Leben bleiben.
Block will die Dauer der Partie nutzen, um Antworten zu erhalten. Unter anderem auf die Fragen "Was ist der Sinn des Lebens?", "Gibt es einen Gott?". Genau diese zentralen Fragen machen diesen Klassiker aus den 50ern zu einem ewigwährenden und ewig modernen Film. Ebenso zeitlos wie die Thematik ist das Drehbuch. Die Dialoge sitzen. Am besten hört man auf zu atmen, um auch keinen Satz zu verpassen, der in der für Bergman so typischen, kunstvollen Art formuliert wird.
Die Suche nach der Antwort auf oben erwähnte Fragen führen Block durch das von Pest gebeutelte, mittelalterliche Schweden. Auf der einen Seite sieht er die sich vor der Apocalypse fürchtenden Menschen, die ewige Angst vor dem Tod. Auf der anderen Seite sieht er die Gaukler, die Schauspieler, die Freude und das Leben. Und genau das ist "Das Siebente Siegel" - ein Film über "Leben und Tod". Nicht nur ein Film, ein Meisterwerk.
"Das Siebente Siegel" ist Bergmans erste Annäherung an jenen düsteren, pessimistischen Stil, der ihn weltberühmt machen sollte. Dennoch ist auch im Film selbst immer wieder eine humorvolle Leichtigkeit zu spüren, mit der sich die Charaktere dann und wann über das Leben und den Tod lustig machen. Dialoge voller Witz, Esprit und Ironie.
Neben der unausweichlichen Verzweiflung und der Gewissheit eines jeden Menschen, sterben zu müssen, zeigt uns Bergman auf ebenso eindrucksvolle Weise, warum wir weiterkämpfen und leben wollen. Warum wir uns auf ein Schachspiel mit dem Tod einlassen, das wir eigentlich nur verlieren können.
Hierzu könnte man noch unheimlich viele Dinge schreiben. Man könnte die atemberaubende Kulisse, die fantastische Kamerarbeit erwähnen. Aber am besten, man sieht sich diesen Film einfach an.
10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Jack_Torrance 2011/08/15 14:39:53
Kommentar löschenVon Anfang an ist klar, dass Bergman ganz großes Kino bietet: Zu Beginn die gemäldeähnlichen Aufnahmen, am Ende der Totentanz. All das wirkt sehr schick, aber es hat auch seinen Sinn und Zweck, denn wie ihr alle wisst ist Bergman gewiss kein Sinnlosposaunenregisseur.
Vor allem nämlich lässt Bergman den Zuschauer über den Sinn des Lebens und die Rolle Gottes im Leben nachdenken, stellvertretend dafür der Ritter Antonius Block, der den Zuschauer zu dem oben genannten animiert. Bergman ist auch intelligent genug seinen Film zur Zeit des Mittelalters während der Pestepidemie spielen zu lassen, zur Zeit, in der die Menschheit wachgerüttelt wurde und anfing sein Haupt zu Gott zu erheben, wohingegen andere ihre Todesangst in Menschenhass und Zynismus verbargen.
Das macht "Das Siebente Siegel" zu einem intelligenten, zeitlosen, da immer aktuellen Film, der den Zuschauer ernsthaft über den Sinn des Lebens nachdenken lässt.
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Andy Dufresne 2011/08/16 00:33:12
Antwort löschenRegisseure vom Schlag eines Ingmar Bergman gibt es heute (leider) nichtmehr...Ein Philosph der Filme gemacht hat (Ganz anders, aber wenn überhaupt realisiert heute wohl nur noch Malick seine philosophischen Gedanken als Filme...).
Jack_Torrance 2011/08/16 18:55:49
Antwort löschenMalick ist für mich leider noch ein unbeschriebenes Blatt. Welches Werk würdest du mir als Einstieg empfehlen ?
Andy Dufresne 2011/08/16 23:52:30
Antwort löschenmmmhhh,schwierig (so schwierig auch wieder nicht,er hat es ja echt geschafft seit 1969 nur 6 Filme zu machen:) )...Also mein erster Malick war "In der Glut des Südens" und der ist einfach wunderschön und auch ein guter Einstieg denke ich,wenn dieser Film dir gefällt,werden dir alle gefallen...du kannst natürlich auch gleich mit "Tree of Life" anfangen,der müsste ja ziemlich bald in den Videotheken liegen,aber wenn ich du wäre würde ich mir den bis zum Schluß aufsparen.Ich persönlich glaube das er alles Vorherige machen musste um mit "Tree of Life" ganz genau zeigen zu können was er denkt wie alles zusammenhängt,was die Welt im innersten zusammenhält (hab einen hymnischen Kommentar zu ToL geschrieben,falls es dich interessiert). Theoretisch könntest du mit jedem Film einsteigen (Ich glaub Malick mag man oder auch nicht,sehr polarisierender Mann) aber ich persönlich würde ToL ans Ende setzten und mit "Glut..." anfangen.Hoffe ich konnte dir weiterhelfen,hoffe du schaust die Filme,hoffe sie gefallen dir und hoffe du berichtest mir dann...:)
Jack_Torrance 2011/08/17 16:45:36
Antwort löschenRegisseure, die die Filmwelt spalten (David Lynch, Lars von Trier) sind bis jetzt bei mir immer gut angekommen. Hoffe, dass es bei Malick genauso sein wird :)
Schon vorher wurde mir "Der schmale Grat" ausdrücklich empfohlen, aber du glaubst nicht, welche Filme ich noch sehen muss. Da sind einige Filme, für die ich mich schäme sie nicht gesehen zu haben. Aber wenn ich einen Malick-Film gesehen hab, berichte ich dir natürlich davon :)
Andy Dufresne 2011/08/18 00:20:18
Antwort löschenNa dann,leg los...:) Ich hab auch echt soooo viele Filme gesehen und immer wieder wird mir vor Augen geführt das ich soooo viele Filme noch nicht gesehen hab (z.B. von Trier)...;)
Würde mich echt freuen von deinen Malick´schen Erfahrungen zu hören ( bzw.zu lesen )...
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Jack_Torrance 2011/08/19 15:37:15
Antwort löschenDa bin ich gespannt !
Andy Dufresne 2011/08/19 19:55:42
Antwort löschenich erst...:)
lindaisonfire 2011/07/02 18:46:05
Kommentar löschenIch fasse mich kurz: ich liebe diesen Film!
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Nutella?!! 2012/01/22 22:59:26
Antwort löschen.. ne.
Marti DiBergi 2011/05/04 15:00:01
Kommentar löschenNix da mit bleierner Schwere und lähmender Rethorik. Bergmann begeht auf der Suche nach dem Sinn des Daseins fast schon komödiantische Pfade, lässt dabei jedoch nie tiefe vermissen. Die vielschichtige Handlung unterhält und regt zum nachdenken an. Hin und wieder gibt es Szenen von berauschender Schönheit, die einen das Leben schätzen lassen, selbst wenn (oder gerade weil) der Tod einem auf Schritt und Tritt folgt.
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Benni-THE-KING 2011/02/14 19:57:18
Kommentar löschenMal abgesehen davon das der Film sehr intelligent, künstlerisch wertvoll und was weiß ich noch ist, ist er halt auch sehr unterhaltsam.
Nichts da von wegen langeweile und was man solchen Kunstfilme noch gerne vorwirft (manchmal sicher auch zurecht)
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Biersepp 2011/02/09 17:00:28
Kommentar löschenPerfekte Vermittlung eines Zeitgefühls bzw. des Zeitgeistes. Auch wenn wir keinen direkten Bezug zum Mittelalter haben, schafft es dieser Film selbigen herzustellen. Mehr noch, man wird förmlich in diese Zeit hineingezogen. Überragend...
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Biersepp 2011/03/07 22:44:58
Antwort löschenHier die Video-Kritik: http://www.youtube.com/watch?v=djv8eIjTORA&feature=player_embedded
Rumpel 2010/12/15 12:54:50
Kommentar löschenTerminator und Bergmann ? Das ist doch hoffentlich nicht war. Sorry da komme ich einfach nicht drüber weg. Definitiv das dümmste was ich dieses Jahr im WEB gesehen habe.
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wilfried-bury 2010/12/22 10:49:12
Antwort löschenBeobachte seine ganzen Kommentare mal das ist ein Troll ;)
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Rumpel 2010/12/22 15:50:17
Antwort löschenIch glaube eher das ist ein Faker, so dumm kann man doch nicht sein
Jomo 2011/02/03 23:48:09
Antwort löschenDer Thread ist jetzt überflüssig, weil das Ursprungsposting nicht mehr da ist. Jetzt sieht es so aus als hält wilfried-bury Rumpel für einen Troll.
wilfried-bury 2010/12/15 12:39:50
Kommentar löschenHervorragendes nachdenkliches Meisterwerk über das Leben, den Tod, Gott und die Hölle.
Bergmanns nachdenkliches Traktat über Leben und Tod ist mit Sicherheit einer der bekanntesten Filme von ihm.
Wer über solche Dinge nachgedacht hat und Spaß an philosophischen Gedanken hat ist hier richtig aufgehoben, alle anderen sollten die Finger davon lassen.
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alex88 2010/12/15 15:09:04
Antwort löschenAlso ich finde die Neuverfilmung mit Demi Moore viel besser.
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wilfried-bury 2010/12/15 15:52:13
Antwort löschenIch vermute du meinst den Film "Das Siebte Zeichen" die beiden haben nichts bis auf die Nummer Sieben im Titel gemeinsam.
ed-gein 2011/01/26 20:55:13
Antwort löschenarrggghhhhh
alex88 2010/12/09 16:13:42
Kommentar löschenVollkommen überbewertet, dann lieber Terminator 2
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SCout1402 2010/12/21 20:23:27
Antwort löschenHallo Alex.
Na T2 darfst Du doch gar nicht schauen, vermute ich... FSK 16!!
ed-gein 2011/01/26 20:54:53
Antwort löschenmuhahaaahaa
cannibal83 2010/12/07 12:26:18
Kommentar löschenBergman sinniert gewohnt kunstvoll über Leben und Tod. Bildsprache und Dialoge sind über jeden Zweifel erhaben, und machen diesen Film auch 53 Jahre später zu einem beeindruckenden Erlebnis.
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ihre-herrlichkeit 2010/11/26 00:13:53
Kommentar löschenFantastisch. Ich glaub, 1x anschauen reicht nicht.
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filmfan90 2010/03/16 19:13:26
Kommentar löschenIn seinem Film „Das Siebente Siegel“ reflektiert der schwedische Regisseur Ingmar Bergman die letzten Fragen der Menschheit: Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Gibt es einen „Gott“? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Worin besteht der Sinn des Lebens?
Der Film, der im mittelalterlichen Schweden situiert ist, beginnt mit der Heimkehr des Ritters Antonius Block und dessen Knappen Jöns, die zehn Jahre auf Kreuzzug waren.
Plötzlich erscheint der Tod und verkündet Antonius, dass das Ende seines Lebens gekommen sei. Antonius kann den Tod zu einer Partie Schach überreden; gewinnt der Ritter diese Partie, so darf er am Leben bleiben. Immer wenn der Tod Antonius erscheint, wird die Partie weitergespielt. Solange kein Sieger fest steht, darf Antonius weiterleben. Während seines Aufschubs will der Ritter den Sinn des Lebens ergründen. Auf der Reise zur heimatlichen Burg, auf der Antonius von seiner Frau erwartet wird, begegnet er vielen unterschiedlichen Menschen, u.a. dem fröhlichen Gauklerpaar Jof und Mia. Der Tod wartet indes darauf, die Schachpartie zu beenden...
Bergmans Film problematisiert die Gewissens- und Gewissheitskrise des modernen Menschen: Worin findet der Mensch noch Halt, wenn Religion nur ein Trugbild ist? Nach welchem Werte- und Normensystem ist es richtig zu leben, angesichts der Sinnlosigkeit des Lebens? Auf diese Fragen antwortet der Film durch die Darstellung des armen, aber überaus glücklichen Gauklerpaares Jof und Mia, die einander lieben und daher auf keinen Halt in Form von Religion angewiesen sind. Sie suchen nicht nach dem Sinn des Lebens, sondern brauchen nur einander und ihren Sohn Michael, um glücklich zu sein.
Gestalterisch ist der Film sehr beeindruckend, da Bergman mittelalterliche Darstellungen, u.a. des Todes, einfließen lässt und „Das Siebente Siegel“ dadurch einen außergewöhnlichen visuellen und ästhetischen Reiz erhält. Außerdem standen dem Regisseur hervorragende Schauspieler zur Verfügung: u.a. Max von Sydow, Bibi Andersson, Nils Poppe und Gunnar Björnstrand, die in den Hauptrollen zu sehen sind. Die philosophische Tiefe des Films wird des Öfteren durch heitere Intermezzi „aufgelockert“. Der parabolische Charaker, der vor allem auf die ungewöhnliche Situierung (immerhin werden existenzielle Fragen der Moderne thematisiert) und die Einbindung einer Allegorie des Todes in die Handlung zurückzuführen ist, macht das Ansehen dieses Films zum Teil ziemlich anstrengend, was ich jedoch nicht als Wertminderung betrachte.
Ein sehr sehenswertes Stück Filmgeschichte ist Bergmans „Das Siebente Siegel“ auf jeden Fall!
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Filmsuechtiger 2011/01/21 20:28:14
Antwort löschenGroßartiger Kommentar!
filmfan90 2011/01/23 18:40:33
Antwort löschenDanke :)
Trash-Gordon 2009/11/04 13:35:19
Kommentar löschenAuch wenn Bergmann die Idee für seinen Film von 'Bill und Teds verrückte Reise in die Zukunft' geklaut hat, gefiel mir 'Das siebente Siegel' sehr gut. Das lag vor allem an den knackigen Dialogen, die zum Teil von Sartana stammen könnten. Noch amüsanter lässt sich das Nachdenken über den Tod und die Sinnlosigkeit des Daseins wohl kaum inszenieren. Trotz allem kommen aber zu keiner Zeit Zweifel an der Ernsthaftigkeit der Thematik auf. Eine interessante Mischung.
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loogee 2010/02/12 17:56:13
Antwort löschenDer Witz mit dem Klauen war echt gut :-D
KlapTrap 2009/08/19 12:20:02
Kommentar löschenSo, jetzt hab ich den auch endlich gesehen.
Und nachdem ich, viel zu lange einen Bogen um den Namen Bergmann gemacht habe, frage ich mich jetzt : Wieso eigentlich ?
Sicherlich, es gibt Sätze in dem SIEBTEN SIEGEL die sitzen wie Hammerschläge, es gibt Sequenzen die triefen vor Metaphorik, und es gibt ganze Monologe die sich direkt hinter die Stirnlappen drängen - aber so bierernst und bedeutungsschwanger wie ich erwartet hatte, ist das SIEBENTE SIEGEL zu keiner Sekunde.
Gegen Mitte des Films rutscht Bergmanns Werk sogar zeitweise in die Bereich der Komödie, und verhindert so letztendlich das aus dem SIEBENTEn SIEGEL ein unverdauliches, moralinsuares Nischenprodukt geworden ist.
Die auftretenden Charaktere sind allesamt interessant, die Bebilderung geradezu erstaunlich und die Dramaturgie sitzt trotz unerwartet vieler, verschiedener Handlungsstänge, ungemein dicht.
Ein mittelalterliches Road-Movie bei dem es ums Ganze geht - aber nicht ohne Empathie, und völlig ohne Zeigefinger.
Und das ist dann die wahre Kunst, die hinter Bergmanns Film steckt : Trotz aller Metaphorik, und dem bleischweren Thema, fühlte sich das Anschauen federleicht, stellenweise vergnüglich, und niemals trist oder hoffnungslos an.
Also bleibt mir nichts anderes übrig, als neun von zehn Skelettköpfe zu verteilen, und mich mal langsam dran zu machen, das Feld Bergmann von hinten aufzurollen.
Wunderbar, wie kalt einen das Medium Film selbst nach Jahrzehnten noch erwischen kann.
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filmschauer 2009/08/04 19:03:23
Kommentar löschenEine Runde Schach spielen mit dem Tod, diese berühmte Filmszene bildet das Grundgerüst des mit bekanntesten Bergman-Werkes, die sich um das beliebte Thema dreht, nämlich der Frage nach dem Sinn des Lebens und der Religion. Wie auch im gleichen Jahr gedrehten „Wilde Erdbeeren“ wird dies in eine für das Alter des Films erfrischende und teilweise humorvolle Handlung gestrickt, nur eben mit dem Unterschied, dass hier alles im Mittelalter spielt. Hauptdarsteller Max von Sydow ist in einer der ersten Rollen seiner Karriere zu sehen und kann schon da sein schauspielerisches Können aufzeigen. Im Vergleich gefiel mir aber „Wilde Erdbeeren“ etwas besser, da hier und da die Erzählung nicht ganz so rund wirkte, die Mittelalterszenerie ist eher Geschmackssache. Trotzdem bleibt der Film sehenswert und macht Lust, weitere Werke der oft als schwer zugänglich geltenen Welt des Ingmar Bergman zu entdecken.
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