Das Spiel der Macht

All the King's Men (2006), US
Laufzeit 127 Minuten, FSK 12, Thriller, Kinostart 04.01.2007

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5.5 Kritiker
3 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.0 Community
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von Steven Zaillian, mit Sean Penn und Jude Law

Eine Verfilmung des Romans von Robert Penn Warren, der das Leben und den Aufstieg eines fiktiven Südstaaten-Politikers zum Thema hat. Der charismatische Südstaatenpolitiker “Boss” Willie Stark (Sean Penn) hat es weit gebracht. Unaufhörlich steigt der populäre Demagoge die Karriereleiter immer weiter hinauf und tritt mehr und mehr ins Rampenlicht. Der einst nicht minder idealistische, nun aber verbitterte Ex-Reporter Jack Burden (Jude Law) ist Stark dabei unfreiwillig eine große Hilfe auf seinem steilen Weg nach oben. Doch dort “oben” herrschen Korruption und Verrat, ist kein Platz für Idealismus. Das muss Willie Stark am eigenen Leib erfahren. Zunehmend verliert er seine anfängliche Unschuld und wird genauso korrupt wie all diejenigen, die er zuvor so vehement verfolgt hat. Nach seinem spektakulären Aufstieg erlebt der Politiker einen tiefen Fall. Absolute Macht korrumpiert absolut – eine Erkenntnis, die bald zur bitteren Wahrheit für Willie wird… Der Stoff wurde bereits 1949 verfilmt, der deutsche Titel lautete damals “Der Mann, der herrschen wollte”.

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Kritiken (1) — Film: Das Spiel der Macht

Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost

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6.0Ganz gut

Das größte Pfand des Films ist allerdings auch seine schwerste Last. Denn in seiner dritten Regie-Arbeit weiß Zaillian, durch sein Drehbuch von "Schindlers Liste" berühmt geworden, seinen Hauptdarsteller kaum zu bändigen oder gar zu lenken. Und Penn, der längst im Ruf als bester Schauspieler seiner Generation steht, tut alles, um ihn mit diesem Film zu beschädigen. Er chargiert mit wildem Handgefuchtel und überladenen Gesten und treibt den Politiker so sehr ins Parodistische, dass er selbst wie eine Parodie wirkt.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten


Kommentare (12) — Film: Das Spiel der Macht

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swissroland

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Bewertung2.0Ärgerlich

Grausam widerlich langweilige 2 std einschlafhilfe

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Oskar Gleit

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Bewertung6.0Ganz gut

Ein toller Sean Penn, der in dieser Rolle mal wieder seine Klasse bewies und ein langweiliger Jude Law. Jedoch am meisten genervt hat, wie so oft, die Wuchtbrumme Kate Winslet. Hätte man diesem Film die besonderen Akzente besser abverlangt, hätte das was großes werden können. Ich denke gar es bleibt dem Drehbuch geschuldet, das wir hier nur Durchschnittskost vorgesetzt bekamen. Anthony Hopkins als alter Richter und väterlicher Freund hat noch einiges rausreissen können

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tom777

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Bewertung4.5Uninteressant

Der Film war ein Flop und das nicht zu Unrecht.
Trotz eines an Qualität kaum zu übertreffenden Staraufgebots ist dieses Remake des Filmes aus dem Jahr 1950 der damals zum Besten Film des Jahres gewählt und mit 3 Oscars ausgezeichnet wurde recht langweilig geworden mit einem Sean Penn dessen Darstellung des Willie Stark mehrmals die Grenzen zum parodistischen überschreitet.

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Billmaik

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Bewertung2.0Ärgerlich

Während Robert Rossen's oscarprämierte Adaption von Robert Penn Warren's meisterhaftem Opus Magnum noch auf hohem Niveau scheiterte, ist die thematisch vermeintlich authentischere Annäherung an den Stoff durch den Autorenfilmer Steven Zaillian ein Desaster in nahezu jeglicher Hinsicht. Over-directing, ein Anglizismus auf welchen ich aufgrund fehlender adäquater Übersetzung zurückgreifen muss, in seiner übelsten Ausprägung, so bedient sich Zaillian der altbewährten Holzhammermethode um dem gelangweilten Zuschauer in schier unerträglicher Redundanz eine vage politische Botschaft zu indoktrinieren. Dies geschieht dermaßen plump und berechenbar, der Pulitzer-Preisträger Warren würde in seinem Grab geradezu rotieren. Jegliche narrative Komplexität des politisch auch heute noch hochbrisanten Themas weicht einer fadenscheinigen, konstruierten Verkomplizierung durch verwirrende Rückblenden und einer für den Zuschauer nicht nachvollziehbaren, unsteten Schnittfolge. Die Peinlichkeit dieses holprigen Versuchs eines filmischen Vexierspiels ist dem Regisseur in seiner auf Zelluloid gebannten Masturbation, dessen heuchlerischer Selbstzweck allein darin zu bestehen scheint der Acadamy Honig ums Maul zu schmieren, selbstredend nicht bewusst.
Von den wirklich ansehnlichen Hochglanzbildern geblendet, könnte man möglicherweise die Neigung verspüren Mr. Zaillian zumindest zur gelungenen Kameraarbeit ein gepflegtes "Chapeau!" zuzurufen. Bis einem auffällt wie unpassend dieser Hochglanzchic angesichts der zugrundeliegenden Story daherkommt, konterkariert er doch gerade den Grundtenor des Romans. In der Welt des Protagonisten Huey Long spielt sich Politik auf staubigen Wahlkampfbühnen in der ächtzenden Schwüle Louisanas ab, Korruption in schäbigen Hinterzimmern, nur leider unterliegt Zaillian der Versuchung seinem Film eine oscaranbiedernde Strahleoptik zu verleihen anstatt eines ungemein passenderen, atmoshärischen und vor allem "dreckigen" Anstrichs.
Endgültig ins künstlerische Abseits getrieben wird "Das Spiel der Macht" durch die maßlos überzeichneten Charaktere, so wirkt der Protagonist selbst bei außer Acht lassen von Penn's darstellerischen Verfehlungen wie eine groteske Karikatur des realen Vorbilds. Somit verwundert es auch nicht, dass es den Darstellern nicht gelingt den Figuren Leben oder gar Authentizität einzuhauchen. Wahrscheinlich war die teils beachtlich prominente Nebendarstellerriege aber auch einfach nur in Ehrfurcht katatonisiert vor dem manischen, parodistischen Over-Acting von Weltverbesserer Sean Penn. Es wäre die Aufgabe des Regisseurs gewesen seinen Hauptdarsteller einzubremsen, vermutlich hat er zielgenau in seiner Inkompetenz ihn noch dazu ermuntert im Vergleich selbst Bruno Ganz' Gezeter im Führerbunker wie ein Ausbund an Subtilität wirken zu lassen.
Träumerisch schwelgend befand sich der gute Steven anscheinend die gesamten Dreharbeiten über bereits auf der Bühne des Kodiak-Theatres, sah seinen Kleinjungentraum erfüllt wenn er mit seinem Kumpel Sean, dem Weltstar, die Vanity Fair Party rockte. Nur leider machten ihm die bösen Kritiker einen Strich durch die Rechnung indem sie sein vermeintliches Meisterwerk als das entlarvten was es ist. Berechnender, prätentiöser Quark.

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I_have_seen

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Bewertung6.5Ganz gut

Bei der Bewertung eines Films, scheint der Zeitgeist allenthalben die Vorstellung zu haben, dass das Fehlen "von Glanz und schönem Schimmer" an sich schon genügt einem Film "wenig Qualität" nachzusagen. Der Film ist aber nicht so einfach abzuwerten und andererseits kann man den Film nicht bedenkenlos als sehens- bzw. genauer gesagt als empfehlenswert für Jedermann einstufen. Der Film hat nämlich insbesondere dann seine „längen“ wenn man eine auf Spannung verdichtete und eine offensichtliche Gut-und-Böse-Konfrontation erwartet.

Der Film "Das Spiel der Macht" hält für alle Protagonisten (und realen Milieus) eine "herbe" Zumutung parat, weil er konsequent ist und zwar konsequent "schmucklos". Die Protagonisten sind auf Ihre Art entweder "Stümper" oder bleiben "schleierhaft" bis "kurios" und sie "scheitern" im Auge von Sitte und Moral. Der Film endet mit einem Knall und mit Blitzgewitter und trotzdem fragt man sich "und nu?", was ändert sich. Die Antwort ist im Film auch nicht unbeantwortet gelassen, sie lautet schlicht "so wie immer" nämlich mit dem nächsten in der Reihe. Das ist doch auch irgendwie beruhigend, oder?

Auf der anderen Seite zeigt der Film, dass alles seine Zeit hat und das man kaum Zeit hat (anders zu handeln) und das sehr lange Zeitspannen folgen in denen die Entscheidungen, Fehlentscheidungen und Nichtentscheidungen nachwirken und einem manchmal nicht in Ruhe lassen. Ich finde es geht in diesem Film neben der "Machtfrage" um das sich selbst gegenüber und dem anderen gegenüber blind sein (und sein wollen z.B. den "geliebten" und "verehrten" gegenüber). Es geht um schleichende Blindheit gegenüber des aus den Augen verlierens des sich entfernens von Zielen und von Absichten die angesichts der ursprünglich tugendhaften "Anlagen" bzw. anliegen verfehlt werden und zwar auch hinsichtlich von Gefühlen (z.B. in der Liebe zu einem Menschen).

Fazit:
Der Film ist aufgrund seiner Länge eine kleine Herausforderung, die sich aber für den der das Genre nicht nur zufällig sieht, am Ende lohnt.

Ich meine der Film beschreibt auch wie das Leben uns ein "Tempo" vorgibt indem wir schneller handeln müssen, als das wir die Gegenwart begreifen können und in dessen jeweils kurzen Momenten die Verführbarkeit und Ahnungslosigkeit bewältigt werden muss.

Erfrischend finde ich das die Bedeutung der "Korruption" und "Erpressung" nicht wie häufig alle anderen Handlungsstränge verdrängt.

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Kill_Diether

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Bewertung7.0Sehenswert

Alleine wegen der großartigen Darstellung von
Sean Penn sehenswert. Es gibt jedoch bessere
Filme zum Thema "Politiker der Arbeiterklasse".
Den Besten habe ich mit "Hoffa", Jack Nicholson
als US-Gewerkschafter, in Erinnerung.

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Oskar Gleit

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Stimmt die Rolle des Jimmy Hoffa hat Nicholson grandios gespielt. Auch Stallone in FIST war klasse


Kill_Diether

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FIST? Oh Schande; nicht gesehen.


spanky

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Bewertung6.0Ganz gut

Penn schlüpft einfach hinein in diesen Willie Stark wie eine Schlange in ein Mauseloch. Und sein "wildes Handgefuchtel" ist deswegen mitnichten parodistisch sondern schlicht bis ins Detail von der Vorlage (Politiker Huey Long) abgekupfert. Aber der Film hat bedeutende Längen. Und auch dem herausragenden Ensemble ist es nicht vergönnt, hier noch durch schauspielerische Größe die Langweile zu vertreiben. Das lässt das Drehbuch schlicht nicht zu und deswegen treten so unglaubliche Talente wie Gandolfini oder Ruffalo einfach nie aus dem Hintergund. Schade!

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freakfried

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Bewertung7.0Sehenswert

mittelmäßig interessante geschichte, tolle bilder, gut erzählt, hochkarätig besetzt und super gespielt

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maslobojew

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Bewertung6.5Ganz gut

Ich fand das parodistische von Penn durchaus dosiert und passend, aber ich wollte mich einfach nicht so richtig mit der Figur anfreunden. Schade, hatte auch deutlich mehr erwartet.

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annaberlin

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Bewertung6.0Ganz gut

Ein Remake, das sich eigentlich nur wegen der vielen Stars lohnt, ansonsten aber langweilt. Für Fans von Sean Penn ist der Film allemal sehenswert, ABER dieser Politthriller gehört wahrlich nicht in die Must-See's.

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MasterTNQ

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Bewertung4.0Uninteressant

Ein Film, der sich trotz seiner interessanten Geschichte zieht wie Kaugummi und erstens mit 2 Stunden viel zu lang geht und zweitens mit fast schon an Dreistigkeit grenzendem Zwang danach schreit als modernes Meisterwerk zu gelten.
Die Musik und die Dialoglastigkeit stark angelehnt an "Der Pate" beginnt schon seit der ersten Minute zu nerven und die Rückblenden und Zeitsprünge sollen dem Zuschauer sugerieren, dass es sich hierbei um ein grandioses Stück Filmgeschichte handelt.
Doch im Gegensatz zu den Meisterwerken, an dem sich "Das Spiel der Macht" ganz offensichtlich messen möchte, dominiert hier lediglich eine gähnende Langeweile, die versucht wird mit glanzvoller Optik und einer passablen Schlusssequenz zu überspielen.

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McNasty

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Bewertung4.0Uninteressant

Regisseur und Autor Zaillian hatte Großes vor. Ein intelligentes Drama, eine universelle Polit-Parabel sollte es sein, herausgekommen ist ein langatmiger, geschwätziger Film, der so laut nach einem Oscar schreit, dass er schon anbiedert. Anstatt sein Thema, politischer Aufstieg und Fall, zu sezieren und analysieren, verliert der Regisseur fatalerweise seinen Hauptstrang aus den Augen und verheddert sich in Nebensächlichkeiten, die nicht nur das Tempo stören sondern vor allem den Zuschauer. Wenn dann noch Sean Penn maßlos Overacting betreibt (am Rande einer Parodie) und selbst die sonst großartige Kate Winslet erschreckend fehlbesetzt wirkt, dann ist das Resultat, obwohl bei weitem nicht schlecht(!), gemessen an seiner Vorlage eine milde Katastrophe. Enttäuschend!!!

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