Das Talent des Genesis Potini - Kritik

The Dark Horse

NZ · 2014 · Laufzeit 124 Minuten · FSK 12 · Drama · Kinostart
Du
  • 6

    [...] Die Spatzen pfeifen es bereits von den Dächern und in der Tat ist Das Talent des Genesis Potini ein recht konventionelles Drama geworden. Das birgt gleichermaßen Stärken wie auch Schwächen. Natürlich hat sich die gegebene Struktur dramaturgisch bewehrt und schafft es auch hier mitreißende Momente zu generieren. Euphorisch werden sollte man dennoch nicht werden, denn auch wenn sich der Regisseur Mühe gibt bestimmte Stereotypen zu umschiffen, so kann er nicht verhindern, dass sein Film immer wieder mit fragwürdigen Klischees arbeitet. Sympathie über einen psychisch kranken, aber unheimlich hilfsbereiten Mann zu erzeugen ist nicht schwer, sicherlich effektiv, aber bereits furchtbar plattgetreten. Da mutet es angenehm an, dass spürbar Herzblut des Regisseurs in dieser wahren Geschichte steckt und er dadurch vor allem durch seine Aufrichtigkeit bewegen kann. [...]

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    • 7

      Mit dem amerikanischen Wohlfühlkino hat der Sozialrealismus Robertsons [...] wenig zu tun, man könnte dem Film stellenweise sogar seine Milieuschilderungen vorwerfen, die – wenn die Kriegertradition der Maori bemüht wird – kulturelle Stereotypen fortschreiben. [Andreas Busche]

      • 8

        Es liegt vor allem an [dem Hauptdarsteller] Curtis, dass sich das harte Sozial- und Krankheitsdrama bemerkenswert gut mit der recht konventionellen Geschichte vom Aufstieg eines Underdog-Teams verbindet. [Marius Nobach]

        • 8 .5

          In der Tradition von Lee Tamahoris Die letzte Kriegerin und Niki Caros Whale Rider fesselt Das Talent des Genesis Potini gleichzeitig mit der universellen Geschichte von Hoffnung für Ausgegrenzte und dem Einblick in das harte Leben der Maori von heute. [Günter H. Jekubzik]

          • 8

            Zum Wohlfühlen ist Das Talent des Genesis Potini mitnichten, eher unbehaglich lebensnah. Genau das macht ihn zu einem denkwürdigen Film. [Andreas Fischer]

            • 8

              Nach einer wahren Geschichte wird vom neuseeländischen Schachchampion Genesis Potini erzählt, der nach längerer Zeit in der Psychiatrie seine Fähigkeiten an unterprivilegierte Jugendliche weitergibt. Nicht zuletzt die eindringliche Verkörperung der Hauptfigur durch Cliff Curtis bewahrt den Film davor, Wohlfühlkino zu produzieren. [Frank Arnold]

              • 8 .5

                Das Talent des Genesis Potini ist ein tolles Beispiel für einen gelungenen Underdog-Sportfilm [...] - eine Feel-Good-Geschichte mit dem Potenzial, dich in großartige Stimmung zu versetzen. [Sheila O'Malley]

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