Das zweite Leben des Monsieur Manesquier

L'Homme du train (2002), CH/FR/GB/DE
Laufzeit 90 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 24.11.2005

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- Kritiker
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von Patrice Leconte, mit Jean Rochefort und Johnny Hallyday

Ein mysteriöser Fremder steigt als einziger Reisender in einem verschlafenen französischen Dorf aus dem Zug. Sein Name ist Milan (Johnny Hallyday) und er hat vor, die örtliche Bank zu überfallen. Kurz nach seiner Ankunft begegnet er zufällig Manesquier (Jean Rochefort), einem pensionierten Lehrer, der kurz vor einer Herzoperation steht. Zwischen den beiden unterschiedlichen Männern entsteht eine Art Freundschaft. Während sie sich immer besser kennen lernen, wird klar, dass jeder sich wünscht, er hätte das Leben des anderen führen können. Der Lehrer, der davon träumt, ein Abenteurer zu sein, und der Abenteurer, der sich nach einem friedlichen Leben sehnt. Die Frage, was gewesen wäre, wenn jeder der beiden den Weg des anderen eingeschlagen hätte, wird für die beiden Männer immer existentieller. Sie haben drei Tage Zeit, dies herauszufinden – drei Tage, um sich vorzustellen, dass ein anderes Leben möglich gewesen wäre…


Cast & Crew


Kommentare (3) — Film: Das zweite Leben des Monsieur Manesquier

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alter.native

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Bewertung5.0Geht so

Sagen wir mal so, der Film könnte von den beiden gegensätzlichen Charakteren leben, aber irgendwie is er einfach nur nett.

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spanky

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Rochefort und Hallyday harmonieren so großartig zusammen, dass man konstatieren muss: Ein Dreamteam des französischen Films hat hier zusammengefunden. Spritzig-spitzzüngige Dialoge und angenehm lässiges Erzähltempo führen zu einem maximal-hintersinnigen Kinoerlebnis. Überraschungstipp!

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8martin

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Der Film lebt aus der Spannung der beiden gegensätzlichen Typen heraus. Jean Rochefort, der Grandseigneur des französischen Films, hier als pensionierter Lehrer und Johnny Hallyday, der (eigentlich Altrocker) nicht viele Filmrollen übernommen hat, aber wenn, dann meistens mit sehr eindrucksvoller Wirkung, hier als Bankräuber. Jeder der beiden möchte in die Rolle des anderen schlüpfen.
Es gelingt Patrice Leconte bravourös diese Transformation glaubhaft darzustellen. Vor allem der mehrdeutige Schluss, der, obwohl eigentlich klar, doch verschiedene Interpretationen zulässt. Es sind zwei Männer, denen die Suche nach dem eigenen, wahren Ich gelingt, und zwar über die Notwendigkeit zur absoluten Ehrlichkeit.
Damit das intellektuelle Problem nicht zu trocken präsentiert wird, gibt es aber auch taschenphilosophische Aphorismen zum Schmunzeln, wie z.B. „Rache ist die Gerechtigkeit des Unglücks“ oder „Nichts vergisst man so schnell wie den Gärtner“.
Ein leiser Film, mit sanfter Musik und von Volker Lechtenbrink die sonorste Stimme des deutschen Fernsehens.

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spanky

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Nette Review! Kleine Korrektur: Thomas Fritsch spricht Johnny Hallyday.


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