Manche Jugendfilme liebe ich von Herzen, für diesen bin ich anscheinend zu alt. Derzeit mein persönlicher Hassfilm, für mich langweiliger, pubertärer Schrott. Oder fehlt mir einfach nur jede Geduld, über beknackte Seniors-mobben-Juniors-Rituale zu reflektieren? Für viele Jugendliche - das zeigen die Kommentare auf Moviepilot - offensichtlich gelungener Ausdruck ihres Lebensgefühls ...
Dazed and Confused ist der absolut beste Coming-Of-Age-Film den ich kenne.
Der Film spielt mitten in den 70er Jahren, zu einer Zeit zu der ich auch einmal gerne Teenager gewesen wäre. Der Zuschauer begleitet die verschiedensten Heranwachsenden am letzten Schultag vor den Ferien.
Dabei erfährt der europäische Zuschauer vor allem ein paar Rituale Amerikanischer Highschools, die ziemlich fragwürdig sind.
Wie fast jeder Linklater Film, fühlt sich auch Dazed And Confused extrem authentisch an. Die Dialoge und Charaktere wirken einfach sehr glaubhaft und mit der Ausnahme von einiger weniger, habe ich den Rest auch gut und gerne ins Herz geschlossen.
Aber Vorsicht: Der Film kann heftige Nostalgieschübe ausschütten, die einen an die Schulzeit, sobald sie neben dem Unterricht auch einigermaßen angenehm war, zurück erinnern lassen.
Beispiellos liebevolles Zeitporträt und vollausgestattete Highschool-Komödie in einem. Slapstick? Keine Spur. Fäkalhumor? Fehlanzeige. Nur ein (mittlerweile fast durchweg zu Ruhm gelangter) perfekter Cast, Sehnsucht beschwörende Atmosphäre und ein heimlicher unsichtbarer Hauptdarsteller: Der Soundtrack. Absolut empfehlenswert.
Eine ehrliche Teenie Komödie ohne versteckte Moral und Hemmungen. Stattdessen Unbekümmertheit, Angst und Schrecken und totaler Exzess. Die Moral ist Leben.
Ich liebe diesen Film! Warum? Nun ja, richtig belegen lässt sich das eigentlich fast gar nicht, denn irgendwas Außergewöhnliches zu bieten hat "Dazed and Confused" nicht wirklich. Man verfolgt eigentlich nur den letzten Tag diverse Schüler in verschiedenen Altersgruppen. Was hier bewegt ist aber genau dieser, wunderbar inszenierte Schultag sowie die Atmosphäre der USA in den 70er; inklusive nostalgischem Soundtrack. Das ganze Drumherum dieses Tages, von Morgens bis Abends, präsentiert Linklater einfach nur klasse. Man möchte sofort in der Zeit zurückreisen und mitfeiern. Auch wenn manche Dinge etwas zu klischeehaft dargestellt sind, stört das nicht im Geringsten. Hier kann, darf und MUSS man träumen und sich berieseln lassen. Der mit unzähligen bekanten Gesichtern gespickte Cast tut sein übriges. Allen voran Jason London als Pink Floyd.
Vielleicht liegt‘s auch daran, dass ich den Film genau zur richtigen Zeit (9. Klasse^^) gesehen habe und er mich seitdem jedesmal in die beste Zeit meines Lebens zurück versetzt --> Schulzeit! Wie oben schon erwähnt: Objektiv betrachtet ist der Film mit Sicherheit kein Meisterwerk und würde auch nicht die Wertung verdienen die ich ihm verpasse. Der Film ist für mich so grandios aufgrund dessen dass er mich bewegt wie kein anderer (ja, ich weiß, klingt klischeehaft^^). Zur Hälfte komisch und zur Hälfte leicht melancholich und meilenweit entfernt von den üblichen Teeny-Komödien (der Film verdient diese Bezeichnung schon gar nicht).
Wow... ähh... du hast gerade meine Meinung und Gefühle über den Film exakt und perfekt beschrieben. AUßER, dass es die 70er (um genau zu sein, 1976) waren, in denen der Film spielt.
Wie cool ist bitte dieser Film? Und warum ging der bisher immer an mir vorbei? Auch wenn weder Zeit noch Ton der beiden Filme viel gemein haben fühlte ich mich irgendwie dauernd an 'KIDS' erinnert...
In den 70er Jahren wird in einer amerikanischen Kleinstadt der letzte Schultag begangen. Der Film folgt den Kids mit viel Humor durch diesen Tag und verzichtet auf eine ausgewiesene Hauptfigur oder eine stringente Handlung. Vielmehr bildet er die Jugendkultur ab, die vor allem aus Alkohol, Drogen und schmerzhaften Initiationsriten besteht. Dabei wird aber nie der moralische Zeigefinger geschwungen. Der Film strotzt vor kleinen und großen Gags und zeichnet sich durch einen perfekt passsenden Soundtrack aus. Moralische Botschaft: nicht vorhanden. See It With A Bud!
School's out for summer! Netter Highschool-Film, der den US-Schulalltag in den 70ern mit gutem Humor, Alkoholexzessen und zeitgemäßer Musik portraitiert. Auch wer Milla Jovovich & Ben Affleck als Teenager sehen will, sollte diesem Film eine Chance geben!
Dazed and Confused - Kritik
US 1993 Laufzeit 103 Minuten, FSK 16, Komödie, Drama, Kinostart 01.06.1995
Kommentare (15) — Film: Dazed and Confused
Kommentar schreibencountcount 2012/01/23 22:35:31
Kommentar löschenLangweiliger High School Hippie Film ohne eine richtige Handlung und ohne Höhepunkte.... 3 Punkte aber trotzdem für die Musik.
Kommentar gefällt mir 2 Antworten
Le Samourai 2012/01/23 23:23:56
Antwort löschenDer ganze Film ist ein einziger Höhepunkt! :)
countcount 2012/01/24 00:57:01
Antwort löschendavon hab ich leider rein gar nichts gemerkt :( :D
Matilda 2012/01/23 20:39:39
Kommentar löschensorry ...hier habe ich keinen intellektuellen Zugang gefunden :-)...total hohl...außer die Musik ...die war mir immerhin noch die drei Pünktchen wert
Kommentar gefällt mir Antworten
1893 2011/11/02 11:33:28
Kommentar löschenManche Jugendfilme liebe ich von Herzen, für diesen bin ich anscheinend zu alt. Derzeit mein persönlicher Hassfilm, für mich langweiliger, pubertärer Schrott. Oder fehlt mir einfach nur jede Geduld, über beknackte Seniors-mobben-Juniors-Rituale zu reflektieren? Für viele Jugendliche - das zeigen die Kommentare auf Moviepilot - offensichtlich gelungener Ausdruck ihres Lebensgefühls ...
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
swissroland 2011/10/25 01:45:23
Kommentar löschenAuch wenn der film eigentlich keine handlung hat is er einfach kult. Und der soundtrack is hammer
Kommentar gefällt mir Antworten
Birgisson 2011/09/23 20:46:21
Kommentar löschenDazed and Confused ist der absolut beste Coming-Of-Age-Film den ich kenne.
Der Film spielt mitten in den 70er Jahren, zu einer Zeit zu der ich auch einmal gerne Teenager gewesen wäre. Der Zuschauer begleitet die verschiedensten Heranwachsenden am letzten Schultag vor den Ferien.
Dabei erfährt der europäische Zuschauer vor allem ein paar Rituale Amerikanischer Highschools, die ziemlich fragwürdig sind.
Wie fast jeder Linklater Film, fühlt sich auch Dazed And Confused extrem authentisch an. Die Dialoge und Charaktere wirken einfach sehr glaubhaft und mit der Ausnahme von einiger weniger, habe ich den Rest auch gut und gerne ins Herz geschlossen.
Aber Vorsicht: Der Film kann heftige Nostalgieschübe ausschütten, die einen an die Schulzeit, sobald sie neben dem Unterricht auch einigermaßen angenehm war, zurück erinnern lassen.
Kommentar gefällt mir Antworten
MxMushrooms 2011/07/19 03:01:56
Kommentar löschenBeispiellos liebevolles Zeitporträt und vollausgestattete Highschool-Komödie in einem. Slapstick? Keine Spur. Fäkalhumor? Fehlanzeige. Nur ein (mittlerweile fast durchweg zu Ruhm gelangter) perfekter Cast, Sehnsucht beschwörende Atmosphäre und ein heimlicher unsichtbarer Hauptdarsteller: Der Soundtrack. Absolut empfehlenswert.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
the traveler 2011/04/30 10:37:14
Kommentar löschenEine ehrliche Teenie Komödie ohne versteckte Moral und Hemmungen. Stattdessen Unbekümmertheit, Angst und Schrecken und totaler Exzess. Die Moral ist Leben.
5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Tyler.Fincher 2011/01/17 16:59:58
Kommentar löschenIch liebe diesen Film! Warum? Nun ja, richtig belegen lässt sich das eigentlich fast gar nicht, denn irgendwas Außergewöhnliches zu bieten hat "Dazed and Confused" nicht wirklich. Man verfolgt eigentlich nur den letzten Tag diverse Schüler in verschiedenen Altersgruppen. Was hier bewegt ist aber genau dieser, wunderbar inszenierte Schultag sowie die Atmosphäre der USA in den 70er; inklusive nostalgischem Soundtrack. Das ganze Drumherum dieses Tages, von Morgens bis Abends, präsentiert Linklater einfach nur klasse. Man möchte sofort in der Zeit zurückreisen und mitfeiern. Auch wenn manche Dinge etwas zu klischeehaft dargestellt sind, stört das nicht im Geringsten. Hier kann, darf und MUSS man träumen und sich berieseln lassen. Der mit unzähligen bekanten Gesichtern gespickte Cast tut sein übriges. Allen voran Jason London als Pink Floyd.
Vielleicht liegt‘s auch daran, dass ich den Film genau zur richtigen Zeit (9. Klasse^^) gesehen habe und er mich seitdem jedesmal in die beste Zeit meines Lebens zurück versetzt --> Schulzeit! Wie oben schon erwähnt: Objektiv betrachtet ist der Film mit Sicherheit kein Meisterwerk und würde auch nicht die Wertung verdienen die ich ihm verpasse. Der Film ist für mich so grandios aufgrund dessen dass er mich bewegt wie kein anderer (ja, ich weiß, klingt klischeehaft^^). Zur Hälfte komisch und zur Hälfte leicht melancholich und meilenweit entfernt von den üblichen Teeny-Komödien (der Film verdient diese Bezeichnung schon gar nicht).
Kann ich immer wieder gucken!
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten
Garcia 2011/08/03 17:57:47
Antwort löschenWow... ähh... du hast gerade meine Meinung und Gefühle über den Film exakt und perfekt beschrieben. AUßER, dass es die 70er (um genau zu sein, 1976) waren, in denen der Film spielt.
Trotzdem sehr schöne Review.
Tyler.Fincher 2011/08/03 19:53:52
Antwort löschenBesten Dank :) Ja der Film ist einfach so schön, dass es schon fast verboten ist.^^ Die 60er? Oh, wie peinlich..danke! Hab's sofort korrigiert.^^
Falkenfluegel 2010/12/26 01:44:37
Kommentar löschenBester Soundtrack! Legen ... wait for it ... dary!
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Benni-THE-KING 2010/10/15 20:41:01
Kommentar löschenEine Liebeserklärung an Amerika
Und das ohne patriotisches Flaggenschwingen und Krieg führen
Ist das nicht schön? :)
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Fatzenbolt 2010/08/11 23:11:36
Kommentar löschenEDEL. Sehr angenehmer Film mit recht interessantem Cast. Seltsam dass der an mir vorbeigegangen ist. Vielen Dank Moviepilot fürs vorschlagen :D
Kommentar gefällt mir Antworten
bangbangbenny 2009/12/16 01:41:22
Kommentar löschenWie cool ist bitte dieser Film? Und warum ging der bisher immer an mir vorbei? Auch wenn weder Zeit noch Ton der beiden Filme viel gemein haben fühlte ich mich irgendwie dauernd an 'KIDS' erinnert...
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Kris 2009/11/05 15:29:57
Kommentar löschenIn den 70er Jahren wird in einer amerikanischen Kleinstadt der letzte Schultag begangen. Der Film folgt den Kids mit viel Humor durch diesen Tag und verzichtet auf eine ausgewiesene Hauptfigur oder eine stringente Handlung. Vielmehr bildet er die Jugendkultur ab, die vor allem aus Alkohol, Drogen und schmerzhaften Initiationsriten besteht. Dabei wird aber nie der moralische Zeigefinger geschwungen. Der Film strotzt vor kleinen und großen Gags und zeichnet sich durch einen perfekt passsenden Soundtrack aus. Moralische Botschaft: nicht vorhanden. See It With A Bud!
5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
strangelet 2008/03/31 23:33:49
Kommentar löschenNett, fein besetzt, aber mangels Story manchmal etwas länglich.
Kommentar gefällt mir Antworten
TobiasSD 2007/10/09 14:37:44
Kommentar löschenSchool's out for summer! Netter Highschool-Film, der den US-Schulalltag in den 70ern mit gutem Humor, Alkoholexzessen und zeitgemäßer Musik portraitiert. Auch wer Milla Jovovich & Ben Affleck als Teenager sehen will, sollte diesem Film eine Chance geben!
Kommentar gefällt mir Antworten
Bitte logge dich ein Dazed and Confused
Bitte logge dich ein oder registriere dich um einen Kommentar zu schreiben.
Deine Meinung zum Film Dazed and Confused