Filmplakat von Dead Girl Dead Girl

The Dead Girl, US 2006 — Kritik

Kritiker — Sehenswert 7.8

Der Film Dead Girl wurde von 4 Kritikern bewertet.

alviesinger: Frankfurter Stadtkurier

9.0Herausragend

Fantastischer Cast, der endlich einmal motivierten und begabten Nebendarstellern ein Forum bietet, in einem Episodenfilm ohne Schwachpunkte mit einem kraftvollen und überzeugenden Skript: angefangen bei der Landpomeranze, die durch den Leichenfund Interesse bei ihren Mitmenschen weckt und aus der Einöde ausbricht über die Schwester eines vermissten Mädchens, die deren Tod herbeisehnt um endlich Erlösung zu finden bis zur White Trash-Mutter, die im Slumviertel eine unmögliche Familienidylle schaffen will. Perversitäten und Tabubrüche im hässlichen Amerika - ohne Glamour und rosa Brille. Schade nur, dass schablonenhafte Holzhammerwerke wie "L.A. Crash" und "American Beauty" diese kleine Perle überschatten und infolgedessen "The Dead Girl" beim Massenpublikum vorbeihuscht.

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al-x: blog:x - Royal with cheese

8.0Ausgezeichnet

Der Film zeigt in 5 Episoden, wie sich das Leben von direkt bzw. indirekt mit dem Opfer in Verbindung stehenden Frauen verändert. Auf jeder Episode liegt eine drückende Stimmung und doch keimt Hoffnung.

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Kommentare — Sehenswert 7.0

Der Film Dead Girl wurde von 65 Mitgliedern bewertet.

p!vo

Bewertung5.5Geht so

Der Film konnte mich wirklich überzeugen.
Der Schnitt ist hervorragend, der plott nicht 0815 und auch die Schauspieler waren gut gecastet. Wenn da nicht Abschnitte im Film gewesen wären, die mich dermaßen geekelt haben, dass ich mich teilweise zusammenreißen musste um weiter durchzuhalten.
Nicht wegen irgendwelchen Effekten, da bin ich ziemlich abgehärtet.
Nein, wenn man sich in die Rollen reinversetzt, ist es einfach nur abartig.
Deshalb leider im Endeffekt die 5.5.
Mit ein bisschen weniger plump dargestellter EInblicke in kranke Seelen und Hirne, wäre durchaus mehr möglich gewesen. Schade.

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Sanylein

Bewertung5.5Geht so

irgendwie fand ich den Film total todlangweilig. Vielleicht liegts auch daran das ich keine Filme mag die in mehrere kleine Geschichten geteilt sind.

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Movie Shackster

Bewertung6.0Ganz gut

Es beginnt mit einem toten Mädchen, das grausam entstellt in einer Wiese liegt. Die meisten Filme würden das Hauptaugenmerk nun auf das Verbrechen legen – und den, der es begangen hat. Regisseurin Karen Moncrieff (”Blue Car”) dreht den Spieß um und lässt uns noch nicht einmal die Tat sehen. Ihr geht es allein um die Opfer: in fünf kunstvoll angeordneten Episoden zeigt sie, wie dieser Mord die unterschiedlichsten Menschenleben von grundauf verändert. Ausgehend von der psychisch labilen Arden (Toni Colette), die die Leiche gefunden hat, spannt sich der Bogen über die Gerichtsmedizinerin (Rose Byrn) und die Mutter des Opfers (Marcia Gay Harden) bis zur anfänglich ahnungslosen Frau des Serientäters (Mary Beth Hurt). Seine stark weibliche Schlagseite (Männer kommen wenn, dann nur am Rande vor) lässt “Dead Girl” etwas einseitig erscheinen. Wer darüber hinwegsehen kann, bekommt einen stellenweise etwas weinerlichen, aber schauspielerisch hervorragenden Independentstreifen geboten. Höhepunkt des abgründigen Dramas um ein Leben nach und mit dem Verbrechen ist sicherlich die Schlussepisode über die letzten Stunden des Opfers: hier darf Brittany Murphy in einer für sie sehr typischen Rolle einmal mehr alle Register ihres Könnens ziehen. “Dead Girl” ist großes kleines Kino, wie man es aus den USA gerne öfter sehen würde.

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dbeutner

Bewertung7.5Sehenswert

Und wieder ein Film, den MP unter "Mysterie" einsortiert und der doch so gar nichts davon hat. Auch Thriller ist kaum vorhanden, es gibt halt eine Tote. Eigentlich ist es ein Kurzgeschichten-Drama, gestrickt um eine Tote herum. Und das - ist gut gelungen.

Es hat mich ein wenig an "An Inspector Calls" erinnert, auch wenn hier nicht die Moralkeule geschwungen wird. Der Film beleuchtet viel mehr sehr zurückhaltend die Menschen um eine herausfordernde Situation herum, und zeigt auf, dass hier jede Person sehr individuell mit großen Schwierigkeiten im Leben zu kämpfen hat. Gerade das nicht-konzentriert-Sein auf eine Hauptperson bringt eine angenehme (nicht: schöne) Stimmung auf.

Zugleich ist es der Schwachpunkt des Films - die Stories haben eben bis darauf, um die Tote gestrickt zu sein, so gut wie keine Interferenzen, und insofern sieht man eigentlich mehr fünf Kurzgeschichten als einen zusammengehörigen Film. Das ist aber nur ein kleiner Kritikpunkt, das ganze ist schon gut gemacht und sehr solide gespielt (bis auf die Mutter, die leider zum Overacting neigt).

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xtheunknown

Bewertung5.0Geht so

die 5 kurzgeschichten rund um das tote mädchen sind zwar recht intensiv erzählt und mit einer starken düsteren grundstimmung unterlegt, aber nichts davon hat mich so stark berührt das irgendetwas hängen bleiben würde. ohne vorspultaste habe ich keine geschichte geschaft.

das handeln der mutter z.b. war inhaltlich soweit ok. wirkte aber wie künstlich auf 20 minuten aufgeblasen. die hälfte der zeit hätte sicher auch gereicht. und damit meine ich nicht das der schnitt schneller hätte sein müssen. der war ok.

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Ortega Lorre

Bewertung8.0Ausgezeichnet

Insgesamt leider ein wenig kurz. Aber dies ist ein Beispiel für gutes US Indie Kino. Obwohl die Besetzung alles andere als Indie ist.
Intelligenter, Anspruchsvoller und härter als der gängige Episoden Film a la LA Crash.

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cannibal83

Bewertung7.5Sehenswert

"Dead Girl" ist einmal mehr ein Film, der einer nicht linearen Handlung folgt. Die Story ist eingebettet in 5 verschiedene Episoden, die vage miteinander verknüpft sind und die sich alle auf dem selben hohen Niveau befinden. Prinzipiell herrscht immer eine düstere und deprimierende Atmosphäre, manche Episode lässt aber Hoffnung aufkommen, ohne dabei verlogen zu wirken.

Die Story ist aber gar nicht so das Hauptaugenmerk des Films, mehr sticht die enorme Dramatik heraus, die dank der vielen hervorragenden Schauspieler sehr mitreissend und gleichzeitig auch bedrückend ist. Einfach nur schade das viele Leute dieser Besetzung, in größeren Produktionen nur wenig bis gar nichts, an Aufmerksamkeit erfahren.

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