Deep Throat

Deep Throat (1972),
Laufzeit 61 Minuten, Erotikfilm

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- Kritiker
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6.5 Community
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5 Kommentare
Deep Throat - Bild 3839811
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von Gerard Damiano, mit Linda Lovelace und Harry Reems

Deep Throat gilt als der Klassiker unter den Pornofilmen, der das Genre aus seiner Randexistenz rausholte und eine breite Debatte in der Öffentlichkeit auslöste. Es handelt sich außerdem um einen Low-Budget-Film, der die höchsten Einspielergebnisse der Filmgeschichte erzielte. 2005 erschien ein Dokumentarfilm namens ‘Inside Deep Throat’ der die Hintergründe des Porno-Klassikers offenlegt.

Linda (Linda Lovelace), Anfang 20, hatte noch nie einen Orgasmus. Ihre Freundin Helen (Dolly Sharp) versucht ihr weiter zu helfen und enmpfielt ihr schließlich zu Dr. Love (Harry Reems) zu gehen. Der enorm bestückte Arzt entdeckt, dass ihre Klitoris sich in ihrem Mund befindet. Dank Oralsex kann Linda schließlich doch einen Orgasmus bekommen. Der Titel Deep Throat (übersetzt: Tiefer Rachen) leitet sich folglich von dieser Sexualpraktik ab.

Wissenswertes
Es handelt sich um einen Low Budget-Film, der in sechs Tagen mit einem Budget von 22.500 US-Dollar gedreht wurde. Die Einspielsumme wird auf 100 bis 600 Millionen US-$ geschätzt, d.h. die höchsten Einnahmen der Filmgeschichte.
Die Produktionskosten wurden vom Produzenten Louis Peraino mit Geldern der amerikanischen Mafia-Familie Colombo bestritten. Auch die Einspielerlöse gingen zum Großteil zurück an die Mafia.

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Kommentare (4) — Film: Deep Throat

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adamma

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Dieser Film sollte meines Erachtens verboten werden, denn Linda Lovelace (oder besser: Linda Boreman) sagte selber, dass sie zu den Szenen gezwungen und vor der Kamera vergewaltigt worden ist. Interessiert das eigentlich niemanden???ß

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Framesurfer

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Bewertung4.0Uninteressant

Das Schönste war die verquere Rechtslage, die es ermöglichte ein Pornokino zu betreiben. Offiziell war das Vorführen eines Pornofilms gegen Bargeld strafbar. Die Kinobesitzer behalfen sich, indem sie, ebenso offiziell eine Tüte Nüsse und eine Cola oder ähnliches verkauften und ganz zufällig einen Porno zeigten. Praktischerweise waren auch Sitzplätze vorhanden , wo man sich gemütlich zum Verzehr des Erworbenen niederlassen konnte.

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J!GS4W

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Bewertung5.0Geht so

5 Punkte für die geniale Titelmelodie

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Muffin Man

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Bewertung7.5Sehenswert

WARNING! The following commentary contains strong sexual references.

Bin ich also der erste, der "Deep Throat" bewertet und einen Kommentar dazu schreibt.
Aber bevor ich was zu hören kriege: In einem hmv in London hab ich den gesehen, entweder ganz brav unter all den anderen Filmen eingereiht oder am Ende des Ganges gut sichtbar zwischen, wie es dort hiess, "Cult movies" gestapelt. Zwei andere dieser Kultfilme waren übrigens "9 Songs" und "Caligula", die thematische Ähnlichkeit der dort zum Verkauf angepriesenen Werke passte also.
Da war er nun, "Deep Throat", und es ging mir so durch den Kopf: "Meilenstein der Popkultur, sexuelle Revolution, als Filmfan sicher gutes Anschauungs- und Studiermaterial."
Aber seien wir ehrlich: Ich hab mir "Deep Throat" nicht gekauft, weil er ein tolles Studienobjekt sein könnte. Ich hab ihn mir gekauft, weil er, wie auf der DVD-Rückseite richtig steht, "the most famous adult movie of all time" ist.

Kommen wir zum Film, und, das muss ich betonen, nur zum Film.
Mafiagelder, Linda Boreman, die von Chuck Traynor am Set verprügelt wird, ihre Behauptung, jeder, der sich den Film ansehe, schaue einer Vergewaltigung zu, und alle Gegenargumente und Abstreitungen seitens der Pornoindustrie - es ist ein weites, hässliches Feld, das ich hier nicht betreten will. Hier soll es nur um "Deep Throat" als Film gehen.
Es beginnt mit Linda Lovelace, die in einem 70er Auto zu 70er Musik durch ein 70er Miami fährt, während die Credits laufen. Toll.
Zuhause angekommen, vergnügt sich ihre Freundin auch schon in der Küche. "Do you mind if I smoke while you're eating?", fragt sie den Kerl unten vor ihr. Linda und ihre Freundin führen ein unzüchtiges Leben, mit dem Linda aber mehr und mehr unzufrieden wird. Es fehlt ihr etwas. "There's gotta be something more to life than just screwing around", bemerkt sie einmal.
Es sind zwei Sachen, die ihr fehlen: Liebe und ein gehöriger Orgasmus. Mehrmals stellt sie klar, dass sie "die Glocken hören" will. Ihre Freundin glaubt, ihr beim zweiten Punkt helfen zu können, und lädt eine Schar Typen mit 70er Frisuren und Hawaiihemden ein, die sich alle an Linda versuchen. Leider hat keiner der 14 Männer Erfolg, weshalb Linda, wiederum auf Rat ihrer Freundin, den Psychiater Dr. Young aufsucht.
Dieser Dr. Young ist schon ein As: Bevor er an Linda untenrum rumfummelt, taucht er kurz seine Finger in einem roten Wasserbecken aus Plastik, das ihm seine "Nurse" hinhält. Hygienische Massnahmen, die überall eingeführt werden sollten. Dann stellt er, aus irgendeinem Grund lachend, fest, dass bei Linda die Klitoris hinten im Hals steckt. Diese ist am Boden zerstört, kann sie sich doch nicht vorstellen, wie sie so jemals die Glocken hören soll. Aber der Dr. Young weiss Rat und bringt Linda kurzerhand bei, wie man deepthroatet. Hierzu stellt er sich freundlicherweise selbst zur Verfügung.
Und, oh ja, die Glocken läuten, sogar eine Rakete hebt da ab.
Im Folgenden stellt der Herr Doktor, der kaum noch laufen kann, Linda als Physiotherapeutin ein, die ab sofort Hausbesuche macht und Patienten beglückt, während es Dr. Young so oft mit der Krankenschwester treibt, dass er einmal selbst krank im Bett liegt, sein Ding in einer Art Gips aus Nastüchern eingebunden.
Linda hat eines ihrer Ziele erreicht. Aber was ist mit dem anderen, der Liebe? Nun, am Schluss heiratet sie einen Patienten, der ihr einen Antrag gemacht hat. Seine Cockgrösse ist ihr nur leider etwas zu gering, worauf Dr. Young verspricht, den Schniedel auf die geforderten 9 inches zu vergrössern. Immerhin hat der Patient sonst ein echtes Problem: "I'm 4 inches away from happiness!"
Und Linda? Die ist überglücklich, die Glocken läuten wiedermal, und eine weitere Rakete steigt ins All. Happy end.

"Deep Throat" ist eine Pornoklamotte, aber eine umwerfend charmante. Jede Sexszene ist mit toller Musik aus der Zeit unterlegt, und die Kamera, die dabei ständig extreme Closeups sucht, filmt so wenige Genitalien, dass ich mir die Augen reiben musste. Stattdessen gibt es einen Haufen haarige Beine sowie Ärsche und Augen zu sehen. Alles verwackelt natürlich.
"Dilettantisch" könnte man dazu sagen, aber für mich trägt das nur weiter zum Charme des Films bei, der so unterhaltsam und witzig ausfällt, wie ich es mir nicht hätte vorstellen können.
Wehrmutstropfen: Die Bild- und Tonqualität der DVD ist schlimm, schade, dass sich hier keiner Mühe gegeben hat. Wart ich halt weiter auf die Arthaus-Edition dieses umstrittenen Pornos, dieses Meilensteins und Studienobjekts.

bedenklich? 18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

keddschabb

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Genau das war das Ziel. Allerdings war die Sache mit dem Forum wohl keine so gute Idee, wahrscheinlich sollte es die Selbsthygiene der moviepilot-community verhindern, dass wir durch die Diskussion noch anderer Filme ein unerwünschtes Publikum anlocken. Also mache ich Interessierten lieber auf Nachfrage per PN eine Liste... keddschabb - Kompetenz in Sachen Erwachsenenfilm!


keddschabb

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Ach so, ich habe mir vorgenommen, mehr Smileys zu benutzen. Also hier: ;-) - das soll aussagen, dass dieser ölige Werbespruch da oben mit einer gehörigen Portion Selbstironie unterfüttert ist. Zur Liste stehe ich dennoch.


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