Unbeugsam
Defiance (2008), US Laufzeit 137 Minuten, FSK 12, Drama, Actionfilm, Historienfilm, Dokumentarfilm, Kinostart 23.04.2009
28 Bewertungen
Skala 0 bis 10
1841 Bewertungen
68 Kommentare
Keine
von Edward Zwick, mit Daniel Craig und Liev Schreiber
Kriegsjahr 1941: Zu Tausenden werden Juden in der Sowjetrepublik Weißrussland von den Nazis ermordet. Darunter auch die Eltern und weitere Familienangehörige der drei Bielski-Brüder. Um ihre nackte Haut zu retten, fliehen sie in die undurchdringlichen Wälder der Umgebung. Als sich die Kunde ihres Partisanenkampfes gegen die deutschen Besatzer verbreitet, stoßen immer mehr verzweifelte jüdische Landsleute zu ihnen. Unter der Leitung von Tuvia Bielski bereitet sich die Notgemeinschaft auf die unabsehbar lange Zeit im Versteck und den harten Winter vor. Doch dem hitzköpfigen Zus ist die besonnene Art seines älteren Bruders nicht effektiv genug. Der wiederum fürchtet dessen wilden Aktionismus. Alle Versuche von Asael, dem Jüngsten, zwischen seinen Brüdern zu vermitteln, scheitern. Ihre Rivalität eskaliert zum dramatischen Kräftemessen – die erste von unzähligen Zerreißproben und Strapazen, die das Überleben der geheimen Siedlung im Wald täglich aufs Neue bedrohen.
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Cast & Crew
-
Edward Zwick
-
Daniel Craig
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Tuvia Bielski
-
Liev Schreiber
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Zus Bielski
-
Jamie Bell
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Asael Bielski
-
George MacKay
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Aron Bielski
-
Alexa Davalos
-
Mark Feuerstein
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Isaac Malbin
Regie
Schauspieler
-
Mia Wasikowska
-
Allan Corduner
-
Mac Steinmeier
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) deutscher Soldat
-
Edward Zwick
- Genre
- Politdrama, Militärfilm, Historienfilm, Doku-Drama
- Zeit
- 1940er Jahre, 1941, Zweiter Weltkrieg
- Ort
- Polen, Russland
- Handlung
- Bruder-Bruder-Beziehung, Drittes Reich, Flüchtlingslager, Jude, Kampf, Kämpfer, Leben und Tod, Nazi, Partisanen, Rache, Rote Armee, UdSSR, Wald
- Stimmung
- Berührend, Spannend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Unbeugsam
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Kritiken (13) — Film: Unbeugsam
ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/
Kommentar löschen[...]Ein gutes Stück über dem Durchschnitt liegt „Defiance“ trotz alledem, denn um nur Mittelmaß zu sein oder gar darunter zu fallen bietet der Film viel zu viele für sich genommen ausnehmend kraftvolle und packende Szenen, die den weitesten Teil gewisser Einfallslosigkeiten und des schablonenhaften Storytellings abolut wettmachen. Craigs Begegnung mit dem Mörder seiner Eltern, Liev Schreiber, dessen harte Fassade für einen Moment aufbricht, nachdem er vom Tod seiner Frau und seines Kindes erfahren hat, die durchgehend mitreißend inszenierten Kampfhandlungen – darin steckt viel gestalterische und schauspielerische Qualität, die sich in makelloser und authentischer Ausstattung, MakeUp- und Kostümdesign fortsetzt. Das Waldsetting, gelegentlich unterbrochen durch die Ausflüge der Bielskis in umliegene Dörfer und ein schwer bewachtes Ghetto, bietet Zwicks Bildsprache zwar nicht die epische Weitläufigkeit, die man von einigen seiner Stoffe gewohnt ist, dennoch finden er…
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José Garcia: Textezumfilm
Kommentar löschenIn der Dramaturgie wird der Hang zu feststehenden Vorstellungen allzu offensichtlich, so etwa in den Liebesgeschichten der drei Brüder, die „Unbeugsam – Defiance“ teilweise zu einer Fernseh-Soapopera verkommen lassen. Obwohl handwerklich gut inszeniert, geraten ebenfalls die Actionszenen zu genretypisch, weshalb sie als austauschbar wirken.
Dadurch werden die durchaus interessanten Fragen, die der Film aufwirft, in den Hintergrund gedrängt. Die wenig bekannte Episode des bewaffneten Widerstands einer jüdischen Partisanengruppe thematisiert vor allem die Rache. Einerseits scheint der Film mit einer eindringlichen Sequenz die Selbstjustiz gutzuheißen. Andererseits lässt Regisseur Edward Zwick Tuvia Bielski die gegenteilige Aussage treffen: „Unsere Rache ist leben – sie jagen uns wie Tiere, wir wollen leben als Menschen.“ Tuvia definiert Widerstand nicht als Rachefeldzug, sondern als Rettung möglichst vieler Menschen.
Solche Mehrdeutigkeiten, die zunächst durchaus differenziert behandelt werden, gehen in den ins Heldenhafte übersteigerten Kampfszenen leider verloren. Trotz dieser Schwächen bleibt jedoch „Unbeugsam – Defiance“ wegen seines außergewöhnlichen Sujets ein überaus eindrucksvoller Film.
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Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr... Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr...
Kommentar löschenSo wenig bekannt die Geschichte der Bielski-Brüder und ihres Widerstands auch sein mag, der filmische Ansatz von „Defiance“ erscheint dagegen reichlich konventionell, um nicht zu sagen altbacken. Regisseur Edward Zwick, der im Umgang mit historischen Stoffen nach „Glory“ und „Last Samurai“ eigentlich genügend Erfahrung mitbringen sollte, vertraut auf das, was schon zahlreiche andere Holocaust-Filme in recht ähnlicher Weise vorgemacht haben. Er stellt Archivaufnahmen nationalsozialistischer Kriegsverbrechen, von Massenexekutionen und Deportationen, der eigentlichen Geschichte voran.
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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschen"Unbeugsam" will dabei keine Geschichtsstunde mit erhobenem Zeigefinger sein, sondern Drama und Actionkino zugleich. Immer wieder werden die schwelenden gruppendynamischen Prozesse innerhalb der stetig anwachsenden und kaum zu versorgenden Gemeinschaft aufgegriffen, dann aber wieder von Actionsequenzen abgelöst, in der Kollaborateure überfallen oder Deutsche getötet werden.
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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs
Kommentar löschenDie historischen Details um die realen (vier) Bielski-Brüder sind umstritten, aber was für „Unbeugsam – Defiance“ zählt, sind Eindringlichkeit und Ernsthaftigkeit, mit der Edward Zwick („Blood Diamond“, „Der letzte Samurai“) erzählt. Die Nachrichten von Toten und Massakern, der unerträgliche Hunger, die Kälte sind fühlbar. Dabei erlaubt sich der Film nur ein paar Momente, in denen Heldentum überhöht wird, etwa wenn Tuvia als Ritter auf weißem Pferde auftritt, bei dessen Anblick ein Kind erstaunt fragt, ist er wirklich ein Jude? [...] Der Überlebenskampf ist vor allem von Daniel Craig sehr, sehr eindrucksvoll gespielt.
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Mick Lasalle: San Francisco Chronicle Mick Lasalle: San Francisco Chronicle
Kommentar löschenEs ist schwer, vielleicht unmöglich, ein fesselndes 137-Minute-Epos über unter Bäumen herumstehende Menschen zu machen.
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Mike Beilfuß: Cinema Musica, Film-Dienst,... Mike Beilfuß: Cinema Musica, Film-Dienst,...
Kommentar löschenDer Film büßt im unentschlossenen Schwanken zwischen Drama und Action einiges von seinem Potenzial ein. Während die Beziehung der Brüder untereinander durchweg glaubhaft dargestellt ist, zerfällt der Film ansonsten in zu viele dramaturgische Einzelteile. Der Aufbau des Dorfs, Zwist unter den Brüdern, das Anwachsen der Zahl der Flüchtlinge – für alles versucht Zwick, eine Schablone in Form eines abweichenden filmischen Stilmittels zu finden. Etwas Action hier, etwas Drama dort und selbstverständlich dürfen auch die obligatorischen Liebesgeschichten nicht fehlen. Das ist durchaus ambitioniertes und teilweise auch großes Kino. Aber wie so oft bei Edward Zwick finden Schauwerte und Tiefgang unter dem Zwang einer allzu geradlinigen Hollywood-Dramaturgie lediglich zu einer angekratzten Oberfläche zusammen.
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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...
Kommentar löschenWenn man Pressezitate liest, die Daniel Craigs Rolle als James Bond kommentieren, stößt man gerne auf die gehässige Bemerkung, der Brite hätte eher die Ausstrahlung eines russischen Mafiakillers als die eines Gentlemans. Daran müssen sich wohl die Produzenten von „Defiance“ erinnert haben, die Craig deshalb in diesem Widerstandsdrama entsprechend typbesetzt haben: Tuvia heißt er hier und ist 1941 vor den heranrückenden Deutschen auf der Flucht, die auch in den eroberten Gebieten Osteuropas Jagd auf Juden machen. Zusammen mit seinen Brüdern Zus (Liev Schreiber) und Asael (Jamie Bell) versteckt sich Tuvia in den schwer zugänglichen Wäldern, wo schon bald immer mehr flüchtende Juden zu ihnen stoßen. Doch während Tuvia und Asael im Wald ein Flüchtlingslager errichten, dessen Kommandant Tuvia wird, schließt sich Zus russischen Partisanen an, um die Deutschen aktiv zu bekämpfen. Wirft man einen Blick auf das bisherige Werk von Regisseur Edward Zwick, kommt man anhand von Filmen wie „Legenden der Leidenschaft“ oder „Mut zur Wahrheit“ schnell dahinter, dass inszenatorische Leisetreterei oder gar subtile Eleganz noch nie zu seinen Stärken zählten. Und auch hier erzählt er diese auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte mit der dramaturgischen Dampframme und lässt es nebenbei kräftig krachen, seine Figuren Bitteres erleiden und natürlich den Herzschmerz erleben. Das ist zwar immer noch bewegend, was aber in erster Linie an der Einmaligkeit des Plots liegt als an den Künsten des Regisseurs, der durch seinen Hang zum Zu-dick-Auftragen den Film immer wieder in die Niederungen eines B-Movies abgleiten lässt.
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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschen«Defiance» ist ein ambitioniertes Kriegsdrama, das ein bedeutendes Kapitel des Zweiten Weltkriegs ein wenig zu angestrengt erzählt.
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sushi25: movie-fan.de
Kommentar löschenDie Story wirkt vielfach hölzern und Daniel Craig passt nicht auf seine Rolle. Die Thematik allein rechtfertigt nicht eine hohe Bewertung. Schade die bisherigen Filme von Edward Zwick waren deutlich besser als die hier abgelieferte Leistung.
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J. Berardinelli: ReelViews J. Berardinelli: ReelViews
Kommentar löschenLetzten Endes funktioniert der Film nicht nur wegen der Charaktere, sondern auch durch sein ultimatives Thema des Triumphs über die Widrigkeit.
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A.O. Scott: New York Times A.O. Scott: New York Times
Kommentar löschenEdward Zwick’s steifer, muskelbepackter neuer Film erzählt die wahre Geschichte der Bielski- Widerstandkämpfer, die gegen die Nazis kämpften und hunderte von Juden in den dunkelsten Jahren des Krieges und Genozides das Leben retteten.
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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today
Kommentar löschenTrotz seiner faszinierenden lebensechten Hintergründe, kommt Defiance eher wie eine Geschichtsstunde daher als als fesselndes Zweiter-Weltkriegs-Drama. [...] Die Geschichte der Widerstandsbewegung in Weißrussland ist sicherlich inspirierend und fürs Kino gemacht. Aber Defiance widersetzt sich eiserner, leidenschaftlicher Dramaturgie und präsentiert etwas ziemlich Konventionelles.
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Kommentare (55) — Film: Unbeugsam
Kommentar schreibenkeinohrhase20 2012/05/12 20:15:33
Kommentar löschenGut+Gut=Sehr Gut. Die Frage die sich bei Filmen wie Unbeugsam stellt ist die nach der Summe und deren Einzelteilen. Wen man der Besetzungsliste oder der Biografie des Regisseurs nach geht sind sowohl Erwartungen da welche halt trotz der(vielen) guten Ansätze nicht ganz gehalten werden können. Die Action, Die Musik, mit ein paar wenigen ausnahmen die Story, die Kulisse etc- alles mehr als nur gelungen. Dennoch so ganz zieht der Film einen dann doch nicht mit. Dabei leistet sich der Film eigentlich keine gravierenden Schwächen nur ist es halt so das neben guten Ansätzen ein Film halt auch eine art Seele haben muss und die sucht man bei Unbeugsam irgendwie vergebens. Daran kann man sich stören muss man aber nicht, den rein zur Unterhaltung funktioniert er bestens und auch anspruchsvoll genug ist er nur reicht eine gute Form manchmal nur nicht ganz aus um einem Film inhaltlich den nötigen antrieb zu geben. Schade.
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horro 2012/03/07 21:20:27
Kommentar löschenEnorm viel Pathos und auch die eine oder andere Fehlinterpretation. Nichts desto trotz ein recht beeindruckender Film, der einen oft mit bewegender Geschichte in seinen Bann zieht, obwohl das Ganze dann doch etwas zu lang geraten ist.
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lieber_tee 2012/03/08 00:19:34
Antwort löschenWas meinst du mit Fehlinterpretation?
horro 2012/03/08 00:21:55
Antwort löschenZeitgenössische Geschichte hatte ich mal im Nebenfach ... der ganze Hintergrund mit der weissrussischen Armee in Verbindung mit den sowjetischen Streitkräften, hat sich offensichtlich etwas anders dargestellt; ist aber für den Film an und für sich nicht so wichtig
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lieber_tee 2012/03/08 00:35:50
Antwort löschenIch kenne eher den Vorwurf das die Bielski-Brüder nicht unbedingt die Helden sind, wie sie im Film dargestellt wurden und das es eigentlich in diesem Zusammenhang keine kriegerischen Auseinandersetzungen mit deutschen Soldaten gab. Der Film zeigt wiederum endlich mal das sich die Juden nicht nur wie die Lämmer auf die Schlachtbank geführt wurden und durchaus (bewaffneten) Widerstand geleistet haben. Der Film ist eine Us-Produktion und vereinfacht und dramatisiert einiges. So etwas wie ein James-Bond-Action-Holocaustfilm. Gewagt, aber auch mir hat er gefallen...
horro 2012/03/08 00:38:20
Antwort löschenmit deiner Einschätzung kann ich leben ... die Story zu den Bielski's beruht eben auf eher unzuverlässigern Quellen und es existieren verschiedene Versionen. Belarus als Land ist in diesem Kontext sehr schwer zu entziffern.
DrPhil 2012/02/15 17:37:45
Kommentar löschenDiesmal gibt es eine etwas schwierigere Kost. Vier Brüder fliehen vor dem Judenhass des zweiten Weltkrieg und errichten, in einem Walt, ein Flüchtlingslager. Das geht auch solange gut, bis sie die Aufmerksamkeit der Besetzter erwecken. Dabei richtet sich die Aufmerksamkeit auf die beiden ältesten Brüder. Da sie beide der Anführer des Kollektivs seien wollen gibt es schon relativ früh kleine Streitigkeiten, die mich darzubringen zu denken, dass sie sich irgendwie noch nie so richtig mochten. Neid, Uneinigkeit und das fehlende Vertrauen zum Blutsverwanden führt zum Bruderhass, die beinahe die Zielsetzung gefährdet. Deswegen finde ich den Titel „Unbeugsam“ oder „Defiance“, wie es im englischen heißt, irgendwie fehlerhaft, der Film sollte meiner Meinung nach Brüder heißen. Da aber diese Storyline nicht über den kompletten Film konsequent durchzogen wird, ist der wirkliche Titel dann vielleicht doch ganz passend.
Unterm Strich ist „Unbeugsam“ ein empfehlenswerter Film.
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kawummbaby 2012/01/30 13:38:17
Kommentar löschenIch finde es ja immer schrecklich, wenn Geschichtsfilme so weit weg vom echten Geschehen sind und werte dann ab. Da muss ich hier wohl in den sauren Apfel beißen und aufwerten. Denn der Film als Film ist ein wenig langweilig und verdient vielleicht 5 Punkte.
Historisch hingegen ist er äußerst gelungen. Keine Schwarzweißmalerei, wenige Klischees, dafür Unübersichtlichkeit und moralisch so unklar wie die Wirklichkeit.
Wer Hollywood will: eher nicht diesen Film, lieber Spielbergflimmer konsumieren mit klarem Scherenschnitt und Traumwelt.
Wer aber das Thema Judenverfolgung in Weißrussland spannend findet: anschauen.
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Beeblebrox 2012/01/18 21:05:06
Kommentar löschenEs sollte definitiv mehr Filme geben, die fast ausschließlich im Wald spielen!
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cosmagalaxies 2012/01/17 21:25:38
Kommentar löschenVisuell haben mich hier die Farben und sämtliche Blicke von Daniel Craig gefesselt. Jamie Bell war dann was für mein Herz, aber über den Inhalt und die Umsetzung bin ich mir noch nicht so ganz im Klaren. Da muss ich mir den Film noch einmal mit voller Aufmerksamkeit ansehen.
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Hobgoblin 2012/01/16 18:54:14
Kommentar löschenOhne große Höhepunkte, die Story eignet sich nicht unbedingt zu einem spannenden und packenden Film, zeitweise kam Langweile auf.
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mikkean 2012/01/16 14:20:59
Kommentar löschen"A true story" ... Edward Zwick scheint mir einer dieser Filme-Macher, die ein Faible für vergessene Helden und Geschichte haben. Oder für Kulturen, die uns aus Ignoranz oder eigener Verdrossenheit verschossen bleiben. Bei "Glory" waren es die Farbigen Soldaten des Bürgerkriegs, das hässliche schwarze Afrika in "Blood Diamond" und seine immer noch weiße Ausbeutung, das mystische Japan in "Last Samurai". Und natürlich "Ausnahmezustand", jenen prophetischen Thriller, mit dem Zwick einige Jahre vor dem 11. September auf das Klima der Angst und Ohnmacht warf, mit dem wir heute doch tatsächlich leben müssen. Okay, eines zeichnet Zwicks Werk leider auch aus, seine Filme haben höchst interessante Themen und zugleich viele Schwächen. Nicht immer packend genug erzählt, so manche Charakter-Zeichnung arg stereotyp oder ungenügend, um wirklich eine emotionale Bindung mit dem Publikum zu erlauben. Ja, das alles trifft leider auf "Defiance" zu. Die Geschichte der Bielski Partisanen, ein Trupp jüdischer Widerstands-Kämpfer und Lebensretter. Und im Kern auch die Story dreier Brüder, die sich in den Kriegsjahren mit schmerzlichen Verlusten und Lebens-Entscheidungen konfrontiert sehen. Da geht es um die Frage, wie viel Menschen kann man in einem Wald-Camp unterbringen und organisieren? Schließt man sich der russischen Armee an und wie bröckelig oder ausweglos ist so ein Pakt? Geradezu interessant auch der Aspekt, ob Glauben und Willen zur Friedfertigkeit mit dem Drang zum Überleben und dem vermeintlichen Töten vereinbar ist. Hier macht es sich "Defiance" aber schon zu Beginn sehr leicht. Kriegsfilme kennen wir ja alle und wenn nicht, wird es das nachgestellte Leid der armen Land-Bevölkerung durch die Nazis schon richten. Weinende Kinder werden weinenden Müttern aus dem Arm gerissen, Menschen von lachenden Soldaten getreten und erschossen. Schließlich fällt es uns so nicht schwer, Daniel Craig, Liev Schreiber und schließlich Jamie Bell beim bewaffneten Vorgehen gegen die Invasoren oder ihre schmierigen, verlogenen Kollaborateure zu beobachten. Sicher, diese Kritik klingt vielleicht leicht gleichgültig oder abgeklärt, jede Meinung ist jedoch subjektiv. Und ich bin alles andere als ein herzloses Scheusal. Ich konnte mich bei "Defiance" einfach nicht des Eindrucks erwehren, dass hier ein wichtiges Anliegen, eine wichtige Geschichte mit schwarz-weißer Dramaturgie und drainierter Horror-Bildsprache plattgemacht wurde. Die Farben trist, die Gegend immerzu strahlend wie ein Friedhof an einem dunklen Wintertag. Wären da nur die inneren Konflikte der Gruppe oder den Bielski Brüdern selbst nicht so lähmend vorhersehbar oder auch spürbar gleichgültig. Ich wage es gar nicht anzusprechen, aber Tarantino gelang es wiederum bei seiner Groteske "Inglourious Basterds", einigen Figuren mehr Kontur zu verleihen und so ein gesteigertes Interesse an ihrem Schicksal zu garantieren. Edward Zwick hat bei "Defiance" jedoch mehr auf eine dröge Aufmachung gesetzt. Man könnte auch von einem Vorschlaghammer des Leids sprechen. "Wie kriegen wir das so wie bei "Schindler's Liste" hin, nur mit Dauer-Feuer und einem unwürdigen Dasein im Wald?" - Ich möchte ja nichts böses unterstellen, aber so in etwa schwebt mir die Geisteshaltung bei der Umsetzung vor. Eine grausige Schippe hier, krasses Gemetzel da ... Nur der Kern der Geschichte, der mich interessiert hätte, gerät dabei ins Abseits. Es ist, all die wahren Ereignisse und Schicksale mal bei Seite geschoben, so lediglich ein Film übers Überleben in einem sehr schlimmen Film. Überleben im Sinne: Greif zur Waffe und sorg für Gerechtigkeit, wenngleich nur ein bisschen.
Womöglich wollte Zwick ganz bewusst auf die vielen Tricks der Rührseligkeit, der schummrigen Musik oder der groß pathetischen Szenen verzichten, mit denen Spielberg dieses Thema aufbereitet hätte. Das ist verständlich, aber auch keine Entschuldigung für einen Film, der letztlich zu viel des guten bietet, um wirklich ins tiefere Bewusstsein vorzudringen und Fragen zu provozieren. An einer frühen Stelle des Films bemerkt Craig, er sehe immer noch die von ihm gerichteten Leichen eines Verräters und seiner Söhne. Äußerst schnell abgehandelte Gewissensbisse sind es da. Ich bezweifle, dass "Defiance" als Film eine längere Wirkung besitzt.
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kawummbaby 2012/01/30 13:49:14
Antwort löschenSo schlimm fand ich das gar nicht. Die Geschichte wird ja auch aus Sicht der Verfolgten erzählt, da ist es legitim, zb am Ende ein paar selten dumme Wehrmachtssoldaten zu besiegen. Und die anderen Sachen? Die sind doch damals alle passiert.
Und vor allem: alle sind passiert. In normalen Filmen siehst du nur die Deutschen metzeln und alle anderen feiern gerade Hochzeit oder tauschen Liebesgrüße aus.
Hier sind hingegen alle kompromittiert, jeder auf seine Art: die ansässige Bevölkerung, Teile der jüdischen Verfolgten, deutsche Besatzer, russische "Befreier" usw...
Und genau so war es doch auch. Keine Engel, nirgendwo. Insofern ist der Film doch gar nicht Schwarz-Weiß. (und du kannst gerne meine Rezensionen zu Spielbergfilmen anschauen, falls du mich für jemanden hältst der auf diesem Auge blind ist).
mikkean 2012/01/31 02:23:54
Antwort löschenOh nein, deinen Einwand finde ich überhaupt sehr berechtigt. Ich wollte den Film per se nicht als "schlecht" abstempeln. Du hast recht, dieser Film wirft einen recht eindringlichen Blick aufs Töten und Überleben in einer der schlimmsten Zeiten unserer Geschichte - nur so richtig klick hat es dann bei mir eben doch nicht gemacht.
Gerade auch, weil ich insgeheim zugeben muss, Filme, die sich jeglichen Kitsches und Überdramatisierung erwehren können, sind näher am Anspruch dran, Geschichte lebendig zu vermitteln. Aber, es fehlte mir bei "Defiance" irgendetwas, dass ich wiederum bei "Die Grauzone" oder “Das Massaker von Katyn" unbewusst fand.
Auch zwei Beispiele, bei denen ohne falsche Hoffnung, freudenstrahlende Farbgestaltung und ähnlichen Kniffen ein falsches Bild vermittelt wird.
Ich selbst schließe trotz meiner erschreckend langen Rezension nicht aus, "Defiance" jetzt irgendwann eine zweite Chance zu geben. Mit etwas Abstand hab ich schließlich schon so manchen Streifen doch noch für mich entdeckt.
Und Spielberg mag ich eigentlich auch, sollte gar nicht böse rüberkommen. Wenn es einen Regisseur gibt, der solch heftige und wichtige Themen an eine breite Zuschauerschaft bringen kann, dann sage ich auch heute noch, wäre Spielberg immer die erste Wahl.
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kawummbaby 2012/01/31 13:54:07
Antwort löschenDu hast Recht, der Film als Unterhaltung funktioniert nicht wirklich und mangels dramaturgischer Regeleinhaltung zb im Bereich Protagonist macht es auch nur schlecht oder gar nicht klick. Grauzone und Katyn habe ich leider nicht gesehen.
mikkean 2012/02/15 19:07:57
Antwort löschenKann ich nur empfehlen, wenn man sich einigermaßen auf die schmerzliche Aufbereitung der Geschichte eingestimmt hat. Lag wahrscheinlich auch bei "Unbeugsam" daran, dass der Film eher nicht als Sonntagabend-Unterhaltung hätte lanciert werden sollen.
Keky 2012/01/16 13:54:30
Kommentar löschenEin Film nach einer wahren Begebenheit!
Die Familie Bielski waren Bauern und Besitzer einer Getreidemühle in dem Dorf Stankiewicz bei der Stadt Nowogródek. Es handelte sich um ein vormals polnisches Gebiet, das zu Beginn des Zweiten Weltkrieges unter sowjetische Besatzung geriet. Nach dem Beginn des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion mit dem Tarnnamen „Unternehmen Barbarossa“ am 22. Juni 1941 wurde in Nowogródek ein jüdisches Ghetto eingerichtet, in das auch die Bielski-Familie eingesperrt wurde. Am 8. Dezember 1941 erschossen Angehörige deutscher Einheiten, weißrussischer Hilfspolizei und sogenannter litauischer Schutzmannschaften im Nowogródeker Ghetto zwischen drei- und viertausend Juden. Unter den Opfern waren die Eltern Bielski und weitere Verwandte. Tuvia, Zusia, Asael und Aharon Bielski flohen in den nahegelegenen Naliboki-Wald, wo sie zusammen mit dreizehn Nachbarn aus dem Ghetto den Kern einer Partisanengruppe bildeten.
Etwas besser als erwartet. Film stellt gut dar, dass jeder Mensch überleben will, und alles dafür tut. Auch: Verrat, Diebstahl, Mord. Auch der "Blut für Blut" Gedanke und wie durch diesen alles nurnoch schlimmer wird wurde erwähnt. Es waren gute Schauspieler, die zu überzeugen wissen. Man bekommt eine Vorstellung davon, wie schrecklich es damals gewesen sein muss.
Gute Schauspieler, Klasse Bilder, bewegende Momente, mit dramatischen Szenen und schockierend wenn man bedenkt, wozu die Menschheit fähig ist. Würde ihn mir nochmal angucken.
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8martin 2012/01/16 12:17:20
Kommentar löschenIn diesem Film steht der Überlebenskampf jüdischer Russen, die in die Wälder des Landes vor den Deutschen geflohen sind, im Mittelpunkt. Vom 2. Weltkrieg selbst bekommt man wenig mit, scheint wohl überflüssig zu sein. Der Fokus liegt bei den Brüdern Bielski. Und hier vor allem auf dem Gegensatz von Tuvia (Daniel Craig) und Zuv (Liev Schreiber). Der letztere ist der emotionale Kämpfer, der radikal jedweden Widerstand eliminiert. Tuvia dagegen ist der Kommandant, der charismatische Führer, der überlegt und besonnen handelt. Er setzt auch in seinen Reden die staatsmännischen Akzente ’Sollten wir sterben, sterben wir wenigstens als Menschen’. Es geht um Autorität und um die Frage, wer ist der eigentliche Führer? Auf beide Brüder passt die Aussage des Titels. Sie gehen ihren Weg, auch wenn sie sich vorübergehend trennen. Das jüdische Element kommt in pointierten Dialogen zum Ausdruck wie: ’Ein Jude kann nicht kämpfen, nicht trinken, nur sterben. Du gehst mir auf den Geist, also bin ich’.
Es fehlt an Höhepunkten, obwohl ganz schön viel los ist. Die etwas aufgesetzte Love Story - auch in anderen Farben gehalten: gelb-braun statt der sonst grünen Grautöne - ist wohl nur dazu da, um mit Alexa Davalos einen optischen Hingucker einzuschieben. Da bringt sich der inzwischen erwachsen gewordene Jamie-Billie-Elliot-Bell schon besser ein.
Wir sehen jede Menge menschliches Leid und wundern uns nicht über das gute Ende. Ja so war das Halt. Vorbei ist vorbei!
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brigerbaerger 2012/01/15 23:17:42
Kommentar löschenEin Thema das mich bewegt hat, auch im Hinblick auf die wahren Begebenheiten. Alles wurde in sehr eindrücklichen Bildern und mit grandiosen Schauspielern (Craig, Schreiber und Bell), die ihre Sache auch wirklich gut machen, umgesetzt. Wahrscheinlich wollte man die Bielski-Geschichte Hollywood-mässig ausstatten, was rein optisch sicher auch gelungen ist. Leider hat sie aber dadurch m.E. viel an (der harten) Realität verloren. Zu glatt, zu heldenhaft und leider nur zu oberflächlich gelingt es, dass ganze Ausmass des Elends dieser sich im Wald versteckender und lebender Menschen einzufangen. Auf der anderen Seite wird viel auf die Action, die Explosionen und Gefechte gesetzt. Wie gesagt, damit wird er "publikumstauglicher", aber ob er auch authentischer wird..?
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fabel 2012/01/15 23:34:25
Antwort löschenFand ihn auch etwas zu unausgeroren; hier von ein bisschen, davon wieder, aber letztlich irgendwie einfach nicht zielstrebig genug - oder wie du es gut ausdrückst: publikumstauglich gemacht. Dehalb: Zustimmung.;)
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brigerbaerger 2012/01/16 19:59:19
Antwort löschenDanke für die "Zustimmung"...;o)
mikkean 2012/01/17 13:04:51
Antwort löschenIch war auch eher unbeeindruckt, trotz des Themas. Toll zusammengefasst!
Explosioninthesky 2012/01/15 23:09:51
Kommentar löschentolle thematik und ich steh auf daniel craig, aber irgendwie insgesamt doch schon ziemlich zäh stellenweise.
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bluebigpappa 2012/01/15 21:18:15
Kommentar löschenDieser Film plätschert so nebenbei daher, obgleich ich das Thema interessant finde und die beiden Darsteller Craig und Schreiber schätze. Hm! Da gucke ich doch gleich lieber noch einen anderen Film und/oder eine Folge AMERICAN HORROR STORY bevor die nächste Arbeitswoche ruft.
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Chewbacca 2011/10/09 13:24:42
Kommentar löschenEdward Zwick verfilmt eine selten erzählte Geschichte: den Widerstand der Bielski-Brüder aus Weißrussland gegen die Verfolgung durch das NS-Regime. Schonungslos zeigt er den harten Überlebenskampf im Winter ’41 und macht den Hunger und die Hoffnungslosigkeit der Flüchtlinge greifbar. Die 3 Brüder werden dabei von Daniel Craig, Liev Schreiber und Jamie Bell verkörpert, die ihre Rollen solide spielen, von denen man aber mehr gewohnt ist. Genauso verhält es sich mit dem ganzen Film, der einen glaubwürdigen Eindruck macht, dadurch aber einige Längen hat, die die Geschichte einfach nicht überbrücken kann. Somit bekommt man einen realistischen Einblick in das Leben dieser verfolgten Juden, vermisst aber markante Schauspieler, wie Ralph Fiennes oder Liam Neeson aus „Schindler’s Liste“.
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kerstin_de 2011/09/04 16:20:31
Kommentar löschenGuter Bruder, böser Bruder? Übertrieben sentimentale Darstellung einer wahren Begebenheit. Der Hintergrund der eigentlichen Geschichte verpufft in einem Chaos aus Emotionen und dem Versuch von Taten. Daniel Craig meiner Meinung nach eine schmusige Fehlbesetzung. Einzig der Rahmen und die Tatsache, dass den Belski-Brüdern Achtung gebührt, machen den Film neben der glaubhaften Darstellung von Zus und Asael Belski sehenswert.
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Tobyyy 2011/08/08 11:30:05
Kommentar löschenRichtig geiler Film , super Darsteller viel Action und einfach eine wahnsinns handlung . Genial
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Anne81 2011/07/11 16:36:34
Kommentar löschenEdward Zwick zähle ich auf jeden Fall nicht zu den primär visuell denkenden Blockbuster-Regisseuren, die allein, auf die typisch simpelste Art und Weise, versuchen das Publikum audiovisuell zu beeindrucken, sondern er ist vielmehr jemand, der danach strebt, mit ausdrucksstarken Bildern und gut gezeichneten Charakteren, eine fesselnde Geschichte vorzuzeigen – die Erzählungen und Thematik seiner Filme, sei es noch so schwerste Kost, dem Zuschauer dennoch möglichst bequem bzw. massentauglich näherzubringen.
Mit “Defiance” will ihm dies, in meinen Augen, jedoch leider überhaupt nicht so beachtlich gelingen wie noch bei seinen vorherigen Werken “Blood Diamond” oder “Last Samurai”, denn dafür ist diese an sich vielversprechende Geschichte der Bielski-Brüder viel zu nichtssagend und zu leidenschaftslos dargestellt worden. Mag daran liegen bzw. das Gefühl mochte mich eher nicht mehr loslassen, dass Zwick sich hier wohl einfach nicht so richtig entscheiden konnte, was für eine Art Film er eigentlich an die Leinwand bringen wollte - ist es denn nun ein anspruchsvolles, historisches Drama, das würdig an, die etwas weniger bekannteren Heldentaten des 2. Weltkrieges erinnern möchte, oder doch eher ein typischer, aber unterhaltsamer Action-Kriegsfilm?
So wie ich es jetzt nämlich schlussendlich betrachte, hat er keins davon wirklich überzeugend zustande bringen können: Es ist weder ein richtig beeindruckendes, bewegendes Drama, noch ein ausserordentlich imponierender Kriegsfilm vorzufinden - zu oberflächlich und zu unoriginell plätschert die etwas zu langatmige Geschichte mit seinen teils eindimensionalen Hauptdarstellern nur so dahin.
Nun, obwohl mich der Film zwar nicht ganz so gefühlsmässig packte, wie ich mir das persönlich erwartet hatte, ist dieses Kriegsdrama meines Erachtens trotz allem immer noch ein leicht überdurchschnittliches Werk geworden: Handwerklich nämlich sehr gelungen, wie man es von Edward Zwick halt gewohnt ist, wusste "Defiance" stellenweise einen guten Unterhaltungswert zu bieten und darüber hinaus hat der Regisseur mit seinen Hauptakteuren Daniel Craig, Jamie Bell und selbst dem ansonsten schwach aufspielenden Liev Schreiber erneut überzeugende Darsteller gefunden.
Aber insgesamt gesehen ist nunmal, wie erwähnt, dieses schwankende Unentschlossene zwischen Drama und Action - dieser fehlende Tiefgang - das was diesen Film leider für mich “zerstört” und somit ausserordentlich viel Potential verschenkt hat.
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Sigrun 2011/05/23 08:01:26
Kommentar löschen8 hätte ich im Normalfall gegeben, weil der Film handwerklich top ist. 9 gebe ich dafür, dass es eine Art "Inglorious Basterds"-Geschichte über jüdischen Widerstand zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs ist, allerdings komplett ohne Tarantino-Handschrift und Kino-Metapher, dafür auf wahren Begebenheiten beruhend.
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wailer-greg 2011/04/02 14:06:57
Kommentar löschenEiner dieser Action-Filme mit einem wahren Hintergrund, die Lust auf Geschichte machen. Zum Glück lieferte die DVD ein Making Of sowie Hintergrundfakten zu den Bielski-Brüdern, die den Wissensdurst befriedigen konnten.
Ein toller, spannender Film, der den Bielski-Brüdern ein würdiges Denkmal setzt. Für eine höhere Wertung fehlte nur das gewisse Etwas, wie es etwa "Saving Private Ryan´" hat.
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Sozionaut 2011/03/15 21:52:28
Kommentar löschenDeutlich durziehen biblische Verweise den Film, metaphorisch geschwängerter Film, der für mich durchaus spannend war.
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