Departed - Unter Feinden - Kritik

US 2006 Laufzeit 155 Minuten, FSK 16, Drama, Kriminalfilm, Thriller, Kinostart 07.12.2006

  • 8

    Grandioser Cast und Spannung von vorne bis hinten, so stelle ich mir einen gelungenen Thriller vor. Die Handlung hat allerdings sehr viele Wendungen, gerade zum Schluss, über deren Sinn und Verstand man sicherlich streiten kann. Eine einzige Sichtung reicht meiner Meinung nach jedenfalls nicht aus, um das Ganze vollständig zu begreifen. Was sich gut auf den Wiederanschauungswert (gibt es das Wort überhaupt?) auswirkt.

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    • 8 .5
      Zenox 10.02.2015, 02:36 Geändert 10.02.2015, 02:36

      Hier hat man mal wieder einen richtig starken Cast zusammengestellt. Am besten hat mir Nicholson in seiner Rolle als Mafiaboss gefallen, einfach großartig. Die Story machte von Anfang an Lust auf mehr und die Dialoge waren einfallsreich und sorgten teilweise für einige Schmunzler. Das Ende ging mir im Vergleich zur restlichen Story dann doch etwas zu schnell, konnte dafür aber mit 2-3 unvorsehbaren Wendungen punkten. Insgesamt ein klasse Filme von Scorsese.

      • 8 .5
        Desmond42 28.01.2015, 22:00 Geändert 28.01.2015, 22:04

        Nach Sichtung des Originals und Überarbeitung meiner Meinung zum Film denke ich, dass Scorsese-Werke wohl in der Regel nur eine einzige Schwäche haben: Sie sind zu lang. Gerade am Vergleich mit "Infernal Affairs" sieht man nämlich, dass man diese Story auch locker in zwei Drittel der Zeit hätte packen können. Ansonsten macht dieser geniale Regisseur hier natürlich alles richtig und teilweise sogar noch um einges besser als "Infernal Affairs".

        Einerseits möchte ich hier den Cast hervorheben, der wohl nur in wenigen Filmen so perfekt gewählt und umgesetzt wurde wie hier. Mit DiCaprio und Damon (Irgendwie kommt es mir vor, als würde der auf gewisse Weise immer so 'ne Art "Feigling" spielen) kann man in der Regel wohl sowieso nie was falsch machen, und was mir persönlich positiv aufgefallen ist, wäre noch, dass Scorsese es mit Jack Nicholson und Mark Wahlberg sogar schafft, zwei Schauspieler, die mir sonst überhaupt nicht zusagen, für mich richtig gut rüberkommen zu lassen. Gerade in diesem Film leisten die zwei meiner Meinung nach genausogute Arbeit wie die beiden Hauptdarsteller. Zweitens ist noch der Soundtrack überaus hervorragend gelungen, beispielsweise "Baby Blue" oder vor allem der ikonische "Shipping Up To Boston" passen perfekt, wobei ich letzteren gerne bei den Credits gehört hätte. Zwar fällt manchmal auf, wie abrupt die Stücke unterbrochen werden, jedoch wirkt das als Stilmittel beabsichtigt. Besonders interessant ist auch die komplexe und spannende Handlung, bei der hier gezeigt wird, wie man ein Remake richtig macht: Um den Zuseher noch überraschen zu können wurde das Ende ein wenig verändert, wodurch es zwar um einiges konfuser, dadurch aber auch weit genialer und amüsanter rüberkam.

        Für mich ist "Departed" also einerseits ein sehr gutes Beispiel für ein gelungenes Remake, an dem sich wohl einige von diversen anderen Remake-Regisseuren ein Stückchen abschneiden können, und andererseits für einen spannenden und tiefgründigen Gangster/Kriminal-Thriller, der meines Erachtens wohl den zweitbesten Scorsese-Film nach "Shutter Island" darstellt, wenn nicht sogar den besten.

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        • 8 .5
          Peter121 27.01.2015, 23:51 Geändert 27.01.2015, 23:52

          Das Ende hat mich ziemlich überrascht, aber im positiven Sinne. Außerdem finde ich den Soundtrack mit unter anderem den Dropkick Murphys dafür ziemlich passend und gelungen

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          • 8

            Wie sehr ich es liebe wenn Filme ein solches Ende nehmen. Scorsese hat hier einmal mehr bewiesen wie sehr er eine Spannung aufbauen kann, die sich über den gesamten Film erstreckt. Die Wahl der Schauspieler ist perfekt gewählt worden und haben ihren Teil mehr als nur beigetragen.

            • 9 .5

              Ein Film, der kaum Luft für Kritik lässt.
              Der Cast. einfach ein Traum.
              Hier stimmt einfach alles!
              Ein wie immer grandioser Leo Di Caprio, Jack Nickolson, Mark Wahlberg.
              Und sogar der mich oft störende Matt Damon glänzt hier in seiner Rolle.
              Coole Dialoge, super spannend!
              Jeder der den Film noch nicht gesehen hat sollte das jedenfalls schnell nachholen.

              Departed - ein Traum

              • 10
                moviesforlife 17.01.2015, 17:06 Geändert 17.01.2015, 17:09

                "Departed-Unter Feinden" ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Und deshalb lasse ich mich mal zu einem längeren Kommentar herab.
                "Departed-Unter Feinden" (oder im Original "The Departed") ist ein Film, der so ziemlich alles richtig macht. Aber auch wirklich ALLES!
                Das fängt schon bei dem absolut genialen Soundtrack an. Dieser Mix aus schottischer Volksmusik und Rock haut einfach rein! Dieser Song ("Shipping up to Boston") und die Art, wie er vorgetragen wird, drückt schon so ziemlich alles aus, was der Film zu bieten hat: Agressivität, Gewalt, Blut, Wiederstand und Rache!!!
                Und auch sämtliche andere Musik passt einfach perfekt. Wie die Faust aufs Auge-oder eben mitten in's Gesicht!
                Dann ist der Film noch absolut krass besetzt: Jack Nicholson (als brillianter Antagonist), Leonardo DiCaprio, Matt Damon und auch Mark Wahlberg hat eine absolut geniale Rolle. Spitze!
                Dann hat der Film auch noch super Dialoge und ist stellenweiße auch extrem witzig. Ich liebe diesen Humor einfach:

                "...Fick dich!"
                "Hab grad deine Frau gefickt."
                "Und was ist mit deiner Mutter?"
                "Hat grad meinen Vater gefickt."
                "Gut!"

                Dann kommt natürlich noch dazu, dass der Film total spannend ist. Selbst nach dem dritten mal Angucken sind diese Zweieinhalb Stunden keine Minute zu lang. Zu der geilen Action muss ich wohl erst gar nichts sagen-das is einfach OVER-THE-TOP!
                Und auch das Finale war extrem gut und hat mir sehr gefallen.
                Dann ist der Film auch noch Stellenweiße extrem traurig und es sterben Hauptpersonen, wann man es überhaupt nicht erwartet. Super!

                Doch das alles reicht noch nicht, um meine Faszination für den Film richtig darzustellen. Deshalb sag ich jetzt noch mal Genaueres:

                Der Film hatte mich schon ab der Anfangsszene, die einem die Protagonisten näher vorstellt und am Ende zu einem Dialog über Costigans Sonderauftrag wird. Er soll sich in's kriminelle Milieu einschleusen und so an einen Mafiaboss herankommen. Die Szene endet, als im Hintergrund leise die Musik einsetzt und Costigans Chef sagt: "Tuen Sie's...für mich!" Dann wird die Musik schlagartig lauter und es wird in's Gefängnis geschnitten, wo man sieht, wie Costigan hinter Gittern landet, dann wird das Bild schwarz und die erste Zeile aus "Shipping up to Boston" wird rausgebrüllt: "I'm a sailor peeeeg, and I lost my leeeeeg!!!" In großen weißen Lettern wird eingeblendet: THE DEPARTED
                Allein diese Szene sorgt bei mir immer wieder für Gänsehaut.

                Der Film kommt danach auch schon recht schnell zur Sache und lässt den Zuschauer durch Hochspannung am Ball bleiben.
                Es gibt geile Szenen, krasse Szenen, blutige Szenen-alles was man braucht!

                Nach dem krassen Finale geht der Film aber noch weiter. Man denkt alles ist gut, doch das Spiel aus Intrigen und die Suche der beiden Spione nach dem jeweils anderen geht weiter. Das alles endet dann scheinbar auf einem gewissen Hochhausdach und verlagert sich in einem Aufzug. Nun denkt mann, alles wird gut aber...AAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHH!!!! Die Fahrstuhlszene hat mich einfach komplett geflasht...sprachlos............Kein Film vorher hat das je geschafft.

                Und der Film ist immer noch nicht vorbei. Nach einem Twist und der Fahrstuhlszene geht es immer noch weiter. Und dann denkt man, dass Ende zu kennen und...schon wieder passiert etwas Unvorhergesehenes. Ich versuche ja, mich aus Spoilergründen allgemein zu halten, also nur so viel: Das Ende ist abgöttisch geil!!!

                "The Departed" ist also ein rundum grandioser Film mit geiler Musik, coolen Schauspielern, krasser Action, Hochspannung pur, einem tollen Finale und einem unglaublich geilen Ende. Und dann gibt es noch Szenen, die mich einfach komplett geflasht haben! Mehr kann man dazu nicht sagen.
                Fazit: Ein absolutes Ober-Meisterwerk der Spitzenklasse!
                Blut, Gewalt, Rache und Gerechtigkeit-wer sich dafür interessiert, sollte sich diesen Film keinesfalls entgehen lassen!

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                • 8 .5

                  Zugegebenermaßen für mich nicht der beste Streifen mit Leonardo Di Caprio, aber auf jeden Fall trotzdem empfehlenswert!
                  Ich hab mir die DVD mehr oder weniger auf gut Glück und war wirklich mehr als positiv überrascht.

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                  • 10

                    Alter Schwede, was ein MEISTERWERK!

                    Wo soll ich anfangen? Ich weiß es nicht, ich drehe völlig durch - ich bin einfach noch vollkommen im Bann dieses unfassbaren Streifens. Und kann mich daraus einfach nicht "befreien". Ich habe sofort dieses komische Gefühl ihn nochmal schauen zu wollen.

                    Allein schon diese Grundidee ist der Wahnsinn. Ein Cop, eingeschleust in der Mafia und die Mafia, durch einen Spitzel, eingeschleust in der Polizei.
                    Dieser Gangsterfilm bietet dem Zuschauer eine mega interessante Handlung, die jederzeit packend ist. Hier wird eine Geschwindigkeit an den Tag gelegt, dass du gar nicht die Zeit hast zur Ruhe zu kommen - sofort geht's weiter; ein Ereignis folgt auf das Nächste, die Spannung steigt von Minute zu Minute.

                    Der Soundtrack ist auch super; die Settings ebenfalls klasse.

                    Aber das ALLERBESTE ist dieser UNGLAUBLICH GEILE CAST! Ich komm da immer noch nicht drauf klar.
                    Leonardo DiCaprio mit einer absolut sensationellen Leistungen als Undercovercop. Seine Rolle spielt er wieder so glaubwürdig und überzeugend - seine persönlichen Probleme wirken wieder so real, du fühlst richtig mit der Person mit. Freunde, wenn das kein Oscar ist, dann weiß ich auch nicht mehr weiter.
                    Matt Damon als der Gegenspieler. Was soll man zu ihm groß sagen: Auch eine spitzen Vorstellung; fast auf dem Niveau von DiCaprio.
                    Die GOTTHEIT Jack Nicholson. Von dem weiß man ja sowieso, dass er NIE nicht überragend spielen kann. Ihn kann man wirklich als Phänomen bezeichnen. Auch in höherem Alter hat er nicht im Ansatz etwas von seiner Kunst und Ausstrahlung verloren. Er kann einfach jede Rolle spielen - auch die als Mafiaboss perfekt.
                    Mark Wahlberg entzieht sich in dem Streifen auch jeglicher Kritik. Seine Rolle und sein extravaganter Charakter passt perfekt in den Film hinein und auch zu 100 Prozent zu ihm. Er geht richtig in dieser Rolle auf und zeigt, wie viel Talent in ihm steckt.
                    Und Martin Sheen, der hier den gefühlt einzig normalen Cop Queenan spielt, macht ebenfalls einen super Job.

                    Erwähnenswert ist auch das mehr als gelungene Ende, was dem Film die Krone aufsetzt und somit zur Bestwertung 10.0 führt.

                    Man, was eine Story, was ein Cast. Diese schauspielerische Kunst, die dir hier geboten wird, haut dich um. Wenn noch nicht getan: Unbedingt anschauen - dazu verpflichte ich euch. Am besten auch schon direkt kaufen ;-)

                    "Ich bin der, der seinen Job versteht. Sie müssen der Andere sein."

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                    • 7 .5

                      Insgesamt ein Film, der von dem grandiosen Cast lebt. Wirklich unterhaltsam, aber nicht ganz so episch wie er teilweise gemacht wurde.

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                      • 7
                        brucelee76 21.12.2014, 01:24 Geändert 21.12.2014, 17:01

                        Hi Leute,

                        es gibt drei Arten von Filme die einen beeindrucken oder auch nicht:
                        Die erste Sorte: Das sind sogenannte Ober-Kracher die zeitlos sind und man immer wieder ansehen kann.
                        Die zweite Sorte: Filme die bei mehrmaliger Besichtigung immer besser werden und die dritte Sorte abschließend sind unter anderem solche Remakes wie "The Departed" vom Altmeister Marty mit einem beachtlichen Cast, der bei einer inzwischen dritten Besichtigung von einst starken 9 Punkte inzwischen bei 7 Punkte gelandet ist.

                        Ich war auch einst fasziniert, vom Katz-Maus Spiel mit eingeschleusten Informanten innerhalb der Polizei und der Irish Mafia, in Boston/USA. Leider fiel mir auf wie nervös alle handeln vor allem di Caprio und diese permanent hektischen Schnitte zur jeder Zeit. Von den gefühlten eine Million "Fucks" ganz zu Schweigen.

                        Und spätestens ab der Oscar-Vergabe an Scorsese hat die Jury jeglichen Kredit verspielt. Hallo Erde an Jury, der Mann war verantwortlich für Raging Bull und Taxi Driver. Ging da aber leer aus?!?!

                        Mein Fazit: Muss mir unbedingt das Original besorgen und anschauen. Dann bekommt dieser hier wahrscheinlich 6 Punkte von mir.

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                        • 7

                          Wirklich chillen und abschalten ist bei DEPARTED nicht angesagt. Hier werden einem Charaktere, Namen, Fakten und Verwicklungen um die Ohren gehauen, das diese noch 2 Stunden später bluten. Es mag auch an den teils herrlich dreckigen Dialogen und Fluch-Eskapaden gelegen haben.

                          Fakt ist, wer hier müde ans Werk geht, wird vielleicht schwer zu begeistern sein. Die Story ist wirklich anspruchsvoll, glaubwürdig und bis zum Ende extrem spannend. Trotzdem wären auch hier 15 Minuten weniger unterm Strich mehr gewesen.

                          Erklärungen zum Cast kann man sich eigentlich auch komplett sparen. Damon ist gut, DiCaprio ist besser. Wahlberg überraschend und Sheen der Papa von Allen. Während Varmiga wieder mal zum sabbern ist, und Winestone immer locker die Kastanien aus dem Feuer holt, kommt Nicholsons und zeigt mit einem erhobenem Mittelfinger und einem Hauch Overacting dem Rest wie es wirklich geht. Ein riesen Spaß. Auch Alec Baldwin hat hier einige tolle Momente. Mag den Alec eh sehr, und finde ihn immer ein wenig unterschätzt.

                          Zu erwähnen bleibt sicherlich noch die wieder einmal spitzenmäßige Kameraarbeit von Altmeister Michael Ballhaus sowie der geile O.S.T. (u.a. Stones/John Lennon/Dropkick Murphys).

                          Hört sich jetzt an wie ein klarer 9,0er Kandidat, oder? Da wird er für mich aber niemals hinkommen, vielleicht bei der Drittsichtung eine 8,0. Letzten Endes fehlt mir hier trotz all dem Guten irgendetwas: Der Aspekt der Geschichte, der mein Herz bewegt.

                          Fazit: Ein intelligenter, unfassbar gut besetzter Undercover-Cop-Thriller. Lang aber nicht langweilig.

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                          • 9

                            Wow!

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                            • 7

                              Sehenswert...ich habe aber mehr erwartet. ..

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                              • 8
                                deevaudee 15.10.2014, 23:41 Geändert 15.10.2014, 23:57

                                Departed hatte mich vor einiger Zeit im TV übelst erwischt, kurze Zeit später hab ich den für 2€ bei Woolworth in ner Kramkiste gefunden und sofort mitgenommen. Nun ist etwas Zeit wieder ins Land gegangen und was soll ich sagen, ich muss die Euphorie wieder runter schrauben. Klar Scorsese mit seinen Ziehsohn hat hier ein riesen Männerensemble versammelt um eine Gangstermafia Story zu erzählen. Mit peanuts sollte man eh nicht abgespeist werden, doch die Frage die ich mich jetzt nach 2. mal sehen stelle, was will mir dieser Film eigentlich sagen?
                                Wenn ich aus einer kaputten Familie aus dem Ghetto komme, mich als Ordnungsdienstlicher Mensch bewerbe, krieg ich erst recht den Stiefel in die Fresse und werde wieder dahin geschickt, wo ich eigentlich raus wollte? Und leb ein Leben mit ziemlich fragwürdigen Hintergrund und bekomme nur Mist in die Hände, oder ich bin aus einen Wohlständischen Kriminellen Umfeld, begebe mich auch auch auf den Ordnungsdienstlichen Weg, habe von Gott aber so viel Grips mitbekommen um auch noch Klassenbester zu werden, und arbeite weiter für das Syndikat um dann mit meinen neuen Fähigkeiten den Ordnungsdienst zu manipulieren und dank meiner Fähigkeiten auch noch die geile Psychoschnitte ins Bett zu kriegen???
                                Oder wie dezent leger der böse Verbrecher sein kann, während der eigentliche gute Cop mit unflätigen und Wutausbrüchigen ähnlichen Zuständen sein Lebensunterhalt bestreitet?

                                Ich bin ehrlich gesagt Ratlos, für wen ich mich denn nun entscheiden soll. Und das raubt mir den Vernunftsblick, die Story ernster zu nehmen als sie es vielleicht verdient hätte. Denn von der Inszenierung gibt es fast kaum Beanstandungen. Eigentlich wieder eine Menge Respekt um ehrlich zu sein. Was aber mit diesen Grandiosen Ensemble an Filmgesichter fast schier unmöglich scheint.
                                Skrupellos, blutig und auch gut spannend ist die ganze Geschichte. Und hat das alte Katz und Maus Spiel ganz nett verpackt. Auch wenn es hier in diesem Fall mehr Ratte als Maus ist.
                                Mark Wahlberg war für mich noch am erfrischesten in der ganzen Story, und immerhin war Vera Farmiga ausserordentlich gut positioniert und zeigte viele sensible Züge die diesen Film sehr sehr gut getan haben. Das ich mit der Note zwar runter gegangen bin trügt trotzdem nicht darüber hinweg das dieser Film dennoch eine Wucht ist. Und da kann man sich wirklich nicht beschweren den nur für 2 Taler bei Woolworth mitgenommen zu haben. Auch wenn ich DiCaprisonne wenig mag, oder auch nicht gerade ausgesprochener Matt Damon Fan bin. Interessant auch, das Brad Pitt hier als Co-Produzent mit beteiligt war. Departed kann jeder fast bedenkenlos schauen, ausser man kommt auf diese Genre im allgemein nicht klar, dann natürlich ist ein Bogen drumherum schlagen nicht das verkerteste.

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                                • 6 .5

                                  Gegen das original "Infernal Affairs" wirkt und ist, die hier gebotene neuverfilmung eine "dümmliche" frechheit, welche die erzählte geschichte auf den kleinsten gemeinsamen hollywood-standard-nenner runterbricht und das was übrig ist vom original, ist dann wieder nur so ein fan-hype um mädchenschwärme (caprio und wahlberg) und gestandene, routiniert gelangweilt auf- und überspielende stars wie Nicholson - find ich seiner im grunde unwürdig.
                                  bedeutet: man sollte sich das original ansehen, dann bleiben auch keine fragen offen - wie ich meine! ;)

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                                  • 3 .5

                                    Überlanges, reichlich konventionelles Katz-und-Maus-Spiel, bei dem die Logik oberflächlichen Effekten geopfert wird, garniert mit einer hanebüchenen Dreiecksgeschichte.

                                    • 10

                                      Einfach nur Hammer Film. Spitzen Darsteller, Spitzen Story, Spitzen Spannung. Und dann noch so ein Spitzen Ende. Ich weiß nicht wie man so einen Film schlecht bewerten kann. Ich muss Sagen Scorsese und DiCaprio sind fast schon so etwas wie ein Qualitätssiegel. Ich kann den Film nur empfehlen. Leider gibt's viel zu wenig Filme die so nahezu perfekt sind.
                                      Auch Mark Wahlberg weiß hier zu überzeugen, von dem ich jetzt schauspielerisch nicht so viel halte. Aber hier ist er perfekt besetzt.

                                      • 10

                                        "Wenn ich dir sage du sollst eine Leiche im Sumpf versenken, dann heißt das, du schmeißt sie in den Scheiß Smpf. Und nicht mitten auf den Weg wo sich nachmittags irgendwelche Versicherungsheinis treffen um sich einen blasen zu lassen"! Ein Satz aus einem Gangsterfilm der mich mit einem Lachkrampf auf den Boden verfrachted hat und hiermit geht es um "Departed-Unter Feinden"...
                                        Hab den Film innerhalb einer Woche gleich dreimal gesehen. Was für ein grandioser Streifen! Jack Nicholson liefert hier eine saugeile Performance ab, die seinesgleichen sucht. Als irischer Mafiapate Frank Costello ist es einfach ur ein Augenschmauß ihm dabei zuzusehen wie er diesen verkörpert. Leonardo Di Caprio zählt ja offiziell zu einem der größten Method Actors seiner Zeit und liefert hier auch zweifellos eine sehr gute Show ab. Nach den 3 Bourne Filmen, mochte ich Matt Damon nicht besonders, weil er mir wie ein Hoolywood-Milchbubi vorkam. Mit Departed hat sich das aber geändert, er hat zwar keine großartigen Auftritte, spielt dafür aber sehr solide. Das Mark Wahlberg ne Oscar Nominierung für sich verbuchen konnte, war für mich leider unverständlich, da er eigentlich nur die Aufgabe hatte, rumzufluchen und zu beldeidigen. Last but not Least wäre da noch Alec Baldwin, der meines Erachtens nach, mit seiner Darstellung nur ein weiteres mal unter Beweis stellt (obwohl er nicht besonders viel Screen Time hat) das er einer der ganz großen Darsteller ist. Jetzt aber zum Film. Martin Scorseses Bemühungen um den Oscar wurden gleich 4 mal belohnt. Die Geschichte um die zwei Maulwürfe Billy Costigan und Collin Sullivan ist richtig gut erzählt, macht Spaß und hält zudem wieder einmal ein paar erfrischende Scorsesee-tüpische Rohheiten parrat. Für mich war er schon nach erstmaligem sehen ein absoluter Lieblingsfilm. Der Stil, der Witz und vor allem der Soundtrack gefallen mir unheimlich gut in Kombination. Hut ab, (wenn ich einen hätte ;D) vor Martin Scorseses "Departed".

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                                        • 8 .5

                                          Scorsese und DiCaprio. Das passt einfach wie die Faust aufs Auge.

                                          Wer den Erfolgsregisseur kennt, weiß, dass es bei seinen Filmen mit zwei Stunden auf die Couch setzen und sich berieseln lassen nicht getan ist. Bei (den meisten von) Scorseses Werken muss man über die gesamte Lauflänge seine volle Konzentration aufbringen und auf jede Kleinigkeit achten. Bestes Beispiel: "Shutter Island".

                                          Aber auch mit "Departed" hat man einen im Vergleich zum Mainstream-Kino eher anspruchsvolleren Film, was an der verzwickten Personenkonstellation an sich liegt. Mafiaboss Frank Costello (Jack Nicholson) hat vor langer Zeit einen Spitzel in das Bostoner Police Department eingeschleust (Matt Damon). Eben jene, die Costello schon lange dingfest machen wollen, setzen auf die gleiche Taktik und bringen ihrerseits einen Maulwurf ins Spiel (Leonardo DiCaprio). Beide unterhalten eine Beziehung zur Psychologin Madolyn Madden (Vera Farmiga), was die ohnehin schon zugespitzte Lage noch brisanter macht. In "Departed" ist keiner das, was er vorgibt zu sein. Keiner ist vor Korruption gefeit.
                                          Scorsese weiß dieses Katz-und-Maus-Spiel - die Suche beider Seiten nach dem Verräter - gut in Szene zu setzen. Knackige, teils auch Tarantino-lange Dialoge, etwaige Zeitsprünge und Rückblenden, sowie gut weil spärlich eingesetzte irische Rockmusik. Schauspielerisch muss man vor allem Nicholson hervorheben. Seine Interpretation eines fiesen Mafioso im Drogen- und Cybermilieu Bostons ist erschreckend grausam und charmant zugleich. Meiner Meinung nach stiehlt er seinen hochkarätigen Kollegen rund um DiCaprio (der das aber auch wirklich klasse macht), Damon, Wahlberg, Baldwin und Farmiga sogar ein wenig die Show.

                                          Insgesamt ist "Departed" vielleicht 10 Minuten zu lang geworden. Im Mittelteil ist die ein oder andere Länge spürbar und die Luft ein wenig raus. Abgesehen von diesem Schönheitsfehler bekommt man allerdings einen genial-verzwickten Mafiathriller der Marke Scorsese geliefert.

                                          Was ich bei der zweiten Sichtung bemerkte: Die großen Überraschungsmomente bleiben zwar logischerweise aus, allerdings kommt die Liebe zum Detail und der Hang zur Perfektion viel besser zum Tragen: Wenn beide Spitzel telefonieren ohne einander ein Wort zu sagen. Das hat schon was. Oder die Ratte - ein Wort, das während des Streifens immer wieder benutzt wurde - , die in der letzten Sequenz über das Fensterbrett huscht. Großes Kino und absolutes Muss!

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                                          • 7

                                            The Departed trifft meinen (Jugend-)Geschmack sehr gut, doch halte ich den Film für bedeutungslos und maßlos überschätzt. Es ist ein netter Unterhaltungsfilm mit humorvollen Szenen und gut aufgelegten Stars, ohne echte Spannung, Dramatik oder anderweitige Gefühle. Dafür sind die Figurenzeichnungen nicht tief genug, das Schauspiel ausschließlich auf Coolness ausgerichtet und die Inszenierung zu sehr auf Kurzweil gebürstet. Das gefällt der Masse - auch mir. Tiefe und Langlebigkeit gehen dabei verloren, sodass man sich nach dem (gut gelungenen und konsequenten) Ende des Films dann doch fragt, wofür das Ganze nun gut war. Sehenswerte Unterhaltung.

                                            Beim Hongkong-Original erwarte ich mehr psychologische Tiefe, Tragik, Gefühle, die die Story grundsätzlich absolut hergeben würde. Ein genereller Mangel in Scorsese's Filmen. Die halbgare Beziehungs-Storyline von Departed verdeutlicht das umso mehr.

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                                            • 9

                                              Eine irrwitzige Verfolgungsjagd zweier Undercovers, die 155 Minuten Spannung und Spaß verspricht. Eine atemberaubende Besetzung! Nickolson, Damon, Di Caprio, und auch Wahlberg liefern hier eine hervorragende Leistung ab. Der Film hat mich keine Minute gelangweilt und hat ein sehr gelungenes Ende. Ich werde hier nichts über die Story verraten, denn es besteht eine sehr hohe Spoilergefahr!
                                              Absolut empfehlenswert!!

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                                              • 10

                                                Was für ein durchtrieben genialer Film, voller Ironie und Spannung. Einfach top. Schauspielerische Leistung auch vom allerfeinsten, wirklich ein hochkomplexer, sauguter Film !!!

                                                • 8 .5

                                                  Genialität, die das Hirn zum Glühen bringt!

                                                  • 9

                                                    Die ganze Welt kotzt sich über Remakes aus und dann kommt der gute Marty daher und rockt so ein Ding raus. Ok, „Departed“ gehört nicht zu seinen A B S O L U T E N Sternstunden, ein verdammtes Meisterwerk ist ihm hier dennoch gelungen. Und zwar ist „Departed“ so gut, dass er es überhaupt nicht nötig hat, ständig in den Schatten der „Infernal Affairs“-Reihe gerückt zu werden, auch wenn es nur logisch ist. Mit visuellen Referenzen gespickt und im gesprochenen Wort von Zitaten verziert, zieht Cineast Scorsese nach langer Zeit mal wieder richtig derbe vom Leder und lässt seine Stars im fühlbar porträtierten irisch-katholischen Milieu von Boston als waschechte Kodderschnauzen (vor allem darf sich damit der sonst so unausstehliche Mark Wahlberg angesprochen fühlen) auftreten. Leonardo DiCaprio knüpft an seine Ehrfurcht erregende Darstellung des Howard Hughes in „Aviator“ an und bumst seinen direkten Gegenspieler Matt Damon mal so richtig weg, während Jack Nicholson in seiner gewohnt süffisanten Art und Weise charmant veranschaulicht, wer der Boss im Ring ist. Überdies ist „Departed“ enorm zynisch veranlagt, hochgradig spannend, psychologisch extremst geladen und von einer physischen Explosivität angeheizt, die im Finale, nachdem man gut 140 Minuten richtig ausgiebig über die Bedeutung von individueller Identität und dessen Verlust sinniert hat, keinen Stein auf dem anderen lässt. Rattenscharf.

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