Departed - Unter Feinden - Kritik

US 2006 Laufzeit 155 Minuten, FSK 16, Drama, Kriminalfilm, Thriller, Kinostart 07.12.2006

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Kritiken (16) — Film: Departed - Unter Feinden

SoulReaver: CinemaForever;DieDreiMusche...

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9.0Herausragend

Die ganze Welt kotzt sich über Remakes aus und dann kommt der gute Marty daher und rockt so ein Ding raus. Ok, „Departed“ gehört nicht zu seinen A B S O L U T E N Sternstunden, ein verdammtes Meisterwerk ist ihm hier dennoch gelungen. Und zwar ist „Departed“ so gut, dass er es überhaupt nicht nötig hat, ständig in den Schatten der „Infernal Affairs“-Reihe gerückt zu werden, auch wenn es nur logisch ist. Mit visuellen Referenzen gespickt und im gesprochenen Wort von Zitaten verziert, zieht Cineast Scorsese nach langer Zeit mal wieder richtig derbe vom Leder und lässt seine Stars im fühlbar porträtierten irisch-katholischen Milieu von Boston als waschechte Kodderschnauzen (vor allem darf sich damit der sonst so unausstehliche Mark Wahlberg angesprochen fühlen) auftreten. Leonardo DiCaprio knüpft an seine Ehrfurcht erregende Darstellung des Howard Hughes in „Aviator“ an und bumst seinen direkten Gegenspieler Matt Damon mal so richtig weg, während Jack Nicholson in seiner gewohnt süffisanten Art und Weise charmant veranschaulicht, wer der Boss im Ring ist. Überdies ist „Departed“ enorm zynisch veranlagt, hochgradig spannend, psychologisch extremst geladen und von einer physischen Explosivität angeheizt, die im Finale, nachdem man gut 140 Minuten richtig ausgiebig über die Bedeutung von individueller Identität und dessen Verlust sinniert hat, keinen Stein auf dem anderen lässt. Rattenscharf.

39 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

Jason Bourne

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Amen5


pischti

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(Amen³)³


JackoXL: Die Drei Muscheln, Moviebreak

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9.0Herausragend

[...] Mit der Sprengkraft einer scharfen Handgranate lässt er den Plot bis zur finalen Detonation überkochen und letztlich explodieren, baut auf die ihm in die Wiege gelegte Mischung aus rasanter, gleichzeitig epische-ausführlich angelegter Erzählweise, die niemals an Tempo einbüßt, selbst wenn 2 ½ bis 3 Stunden ins Land gehen. Kein Wort zu viel, keine verschenkte Szene, alles – selbst die im ersten Moment vielleicht als überflüssig anzusehende Romanze – ist Baustein und nicht Bremsklotz. Wie sich jedes Detail so brutal, dynamisch und unglaublich druckvoll am Ende zu einem kompakten Packet schnürt, das verstehen nur wenige. Scorsese spielend. Hinter dem hochspannenden Plot verpackt er zudem fast beiläufig eine sehr deutliche Kritik am durch Korruption hervorgerufenen Unsinn – oder eher Missstand – des Polizeisystems. Niemand vertraut niemanden, jeder kocht sein eigenes Süppchen, Spitzel bespitzeln Spitzel, Informationsfluss gleich null, am Ende steigt keiner mehr durch. Freund und Feind sind nicht mehr trennbar, weil jeder Angst vor der unsichtbaren Lücke hat, das nicht mal unberechtigt. Eine Ratte beißt der anderen nicht den Schwanz ab, mag man denken, eigentlich fressen sie sich gegenseitig auf. Die Frage ist nur, wer hat den längeren Schwanz. [...]

Kritik im Original 32 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

Big_Kahuna

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Ach Jacko, sowas zu einem solchen Film zu lesen, da ist man einfach froh hier angemeldet zu sein. ;)


JackoXL

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Und ich, wegen so einem Feddback. ;) Danke, großer Kahuna.


Medienjournal: Medienjournal-Blog.de

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9.0Herausragend

[...] Einmal mehr kann man sagen – und hier trifft es ja selbst auf der Meta-Ebene zu – , dass der Stoff nicht unbedingt neu ist, doch das durchweg überzeugende, ja teils herausragende Team, das Altmeister Scorsese bei und für Departed um sich geschart hat, macht aus diesem Film ein wahres Erlebnis. Von der exzellenten Dramaturgie, über den grandiosen Soundtrack, weiter zu stilistisch einwandfrei und atmosphärisch fotografierten Schauplätzen, Raum für Nebenhandlungen und leise Zwischentöne ergänzt sich einfach alles mit an Perfektion grenzender Einigkeit.

Das Sahnehäubchen auf diesem Potpourri herausragender Eigenschaften ist aber selbstverständlich das Ausnahme-Ensemble. Leonardo DiCaprio beweist einmal mehr sein darstellerisches Talent, was sich seit Departed nur noch weiter entwickelt hat, brilliert neben einem herrlich fiesen und abgründigen Jack Nicholson als verschrobener und dennoch eiskalter Mafia-Boss. Besonders differenziert ist allerdings die Darstellung Matt Damons als Mafia-Spitzel, da dieser nach außen hin den gelackten Emporkömmling verkörpert, in den Gesprächen mit Nicholson respektive Costello aber auch schnell zum Duckmäuser wird. Trotzdem wird er es nicht müde Stärke zu zeigen und fördert im Umgang mit seiner Freundin noch weitere, charmante und schwer durchschaubare Aspekte zutage. [...]

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stuforcedyou: Die Drei Muscheln, Moviebre...

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8.0Ausgezeichnet

"The Departed" ist sicherlich nicht Scorseses bester Film, aber gewiss nicht sein schlechtester. Ob er nun gerade für diesen Film den Oscar verdient hat ist ziemlich unwichtig, denn große Regisseure müssen nicht unbedingt zu Lebzeiten einen Oscar erhalten haben, denn auch ohne Oscars sind Sergio Leone, Stanley Kubrick und Alfred Hitchcock zu Legenden geworden und Scorsese darf sich bereits seit »Good Fellas« zu diesen Legende hinzuzählen, Oscar hin oder her.

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SoulReaver

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Was du nicht sagst. :D


sushi25: movie-fan.de

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8.0Ausgezeichnet

Di Caprio wird immer besser und Jack Nicholson ist sowieso großartig, was im direkten Vergleich zu Matt Damon und Mark Wahlberg deutlich wird. Departed ist als Film des Genres "korrupter Cop" großartig und endet "klassisch" nicht mit einem Happy End - Muß man mögen, sonst schwere Kost.

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DerDude_

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Der Film hat ein Happy End


Skywalker_

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Im Vergleich mit dem Original auf jeden Fall ein Happy End


Enk: Mental Savage Enk: Mental Savage

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7.0Sehenswert

[...] Aber es wäre kein Scorsese-Film, wenn es nicht auch etwas zu meckern gäbe: Der Schnitt ist katastrophal. Das ganze wirkt, als habe jemand blind die Filmrolle zerschnitten und die Teile dann hastig wieder zusammengeklebt. [...] Unglaublich, dass es dafür den Oscar gegeben hat, hier galt vermutlich die Maxime “Hauptsache unkonventionell”. [...]

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C. Friedrich: aka Filmclub (a.D.)

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8.5Ausgezeichnet

Nach seinen geschichtlichen Ausflügen findet Scorsese wieder zu seinen Wurzeln des Mafiafilms zurück und hat sichtlich Spaß daran. Dazu findet das Darsteller Ensemble zur Höchstform und füllt den facettenreichen Film mit seinen interessanten Wendungen und überraschendem Ende ganz und gar aus, so dass es einen fesselt und die 2 Stunden wie im Fluge vergehen. Insbesondere die gut durchdachten Dialoge sind ein Ohrenschmaus und haben ihren vorläufigen Höhepunkt in einem Zwiegespräch zwischen DiCaprio und Nicholson.

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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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9.5Herausragend

Die Handlung von «The Departed» entstammt dem Hongkong-Thriller «Infernal Affairs», in dem den Untertiteln nach zu schliessen bedeutend weniger geflucht wird und der auch sonst sehr steril wirkt. Die besten Elemente aus dem Drehbuch von William Monahan («Body of Lies») zu «The Departed» entstammen aber dennoch ziemlich exakt aus der Hongkonger Vorlage. Im Remake von Martin Scorsese ist dafür der Kamera- und Schnittstil um einiges hektischer, dem düsteren Thema angepasst, und intensiviert dadurch das Erlebnis.

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Fricki76: Asianfilmweb.de

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9.0Herausragend

Martin Scorsese zählt bei Filmprofis nicht umsonst zu den besten Regisseuren der letzten 30 Jahre, hat er doch solche Klassiker wie „Taxi Driver“, „Wie ein wilder Stier“, „Goodfellas“ oder „Casino“ inszeniert. In den letzten Jahren stach vor allem die Zusammenarbeit mit Leonardo DiCaprio hervor, mit dem er die Projekte „Gangs of New York“ und „Aviator“ als Hauptdarsteller umsetzte. Nun folgt mit „Departed“ das Remake des erfolgreichen Hongkong-Thrillers „Infernal Affairs I“ von 2002.

Frank Costello (Jack Nicholson) regiert mit eiserner Hand die irische Mafia im Großraum Boston. Nicht unerheblich an seinem Erfolg ist die Tatsache, dass er durch Unterwanderung der Polizei wichtige Informationen erhält und so der Polizei immer wieder entwischen kann. Der schon als Kind mit ihm in Kontakt gekommene Colin Sullivan (Matt Damon) hat jüngst die Polizeiakademie abgeschlossen und wird wegen seiner bestechenden Leistungen in die Sonderermittlungseinheit (gegen Costello) aufgenommen. Fast zeitgleich schleust die Abteilung verdeckte Ermittlungen aufgrund seiner zum Milieu passenden Herkunft den jungen Polizeikadetten Billy Costigan (Leonardo DiCaprio) als Spitzel bei Costello ein. Nur der Leiter der Abteilung, Queenan (Martin Sheen) und dessen Stellvertreter Dignam (Mark Wahlberg) kennen seine Identität. Beide Spitzel machen ihren Job gut und steigen schnell in der Hierarchie auf. Doch schon bald kommt sowohl bei der Polizei als auch bei Costello der Verdacht auf, dass eine „Ratte“ eingeschleust“ wurde. Gegenseitig versuchen sowohl Costigan als auch Sullivan, die Identität des anderen aufzudecken, ohne dabei selbst enttarnt zu werden. Als schliesslich Queenan umgebracht wird und Dignam abtaucht, scheint das Schicksal von Costigan besiegelt. Ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt steht ein großes Geschäft mit der chinesischen Mafia an. Doch auch Sullivan steht unter Druck und muss befürchten, dass ihm unangenehme Fragen gestellt werden...

Was soll man über einen solchen Film sagen? Alleine die Namen sind schon ein Gedicht, ganz abgesehen davon, dass auch für Kamera und Musik absolute Stars verpflichtet wurden. Scorsese ist wieder bei seinem Lieblingsthema angekommen, dem des gesellschaftliche relevanten Thrillers mit Tiefgang. Alleine seine Interpretation der chinesischen Vorlage macht vergessen, dass dies ein Remake sein könnte, wüsste man es nicht. Der Einstieg in die Geschichte ist wirklich toll gemacht und die Kamera von Michael Ballhaus gewohnt brillant. Diverse Kameraeinstellungen, zum Beispiel die ersten Einstellungen von Costello im Halbschatten machen wirklich Appetit auf mehr. Nicholson spielt den fiesen Hund so glaubhaft, wie man es von ihm erwartet und auch die anderen Darsteller machen einen tollen Job, so zum Beispiel auch die Sheen und Wahlberg, die Costigan Zuckerbrot und Peitsche geben. Doch Leonardo DiCaprio dürfte mit seiner Darstellung des Billy Costigan endgültig die Titanic-Kuschel-Ära hinter sich gelassen haben. Es ist grandios, wie er die tragisch-isolierte Rolle des Undercover-Agenten spielt, dessen Isolation aufgrund seiner Herkunft sich später in seiner Abhängigkeit zu Queenan und Dignam wiederholt. Die Angst, die er hat, aufzufliegen, der Druck durch die Gewalt, mit der er sich immer mehr zum Mittäter macht, die Beziehung zu Sullivans Freundin, einer Polizeipsychologin, in der seine sensible Seite zum Tragen kommt. DiCaprio spielt seine Rolle so facettenreich, dass man davon ausgehen kann, das sie im zumindest eine Oscar-Nominierung, vielleicht sogar die Trophäe einbringen könnte. Zuletzt sei gesagt, dass ich mich nicht mehr an einen Film dieser Länge (155 Minuten) erinnern kann, der über die gesamte Spieldauer so spannend war. Und das Ende fand ich grandios unerwartet. Wer Filme wie „Goodfellas“ und Konsorten mag, muss diesen Film einfach sehen. Allerdings gibt es etliche blutige Gewaltmomente.

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Julio Sacchi: Das Manifest

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6.0Ganz gut

Wie schon bei CAPE FEAR lädt Scorsese einen Genre-, ja fast schon klassischen B-Film mit seinem Leumund und einer vermeintlichen Essenz auf. Und wie CAPE FEAR ächzt und keucht THE DEPARTED unter dieser Last. Und genau wie bei CAPE FEAR ist es überaus faszinierend, ihm dabei zuzusehen.

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Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders

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8.5Ausgezeichnet

"The Departed" sollte man nicht nur als Scorsese-Fan gesehen haben Auch wenn es sich um ein Remake eines Klassikers des Hong-Kong-Kino handelt kann diese amerikanische Version mehr als überzeugen.

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Mr Vincent Vega: Kino-Zeit, Perlentaucher, D...

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4.0Uninteressant

[...] Zwar braucht Scorsese merkwürdigerweise gleich zwei volle und eine halbe Stunde obendrein, um die ehemals 90minütige Geschichte nachzuerzählen, viel Neues kommt dabei allerdings nicht herum. Im Gegenteil: Der Film hält sich nahezu akribisch an die Vorlage und kopiert ganze Szenenabläufe daraus, um an anderen Stellen Dehnungen vorzunehmen, die nicht wirklich etwas Sinnvolles zu bezwecken haben. Das alles kommt einem also mächtig bekannt vor, mehr sogar als man sich wünschte. Denn der vorbelastete Zuschauer, Gourmet oder Connaisseur, der dürfte sich bei "The Departed" trotz jeglicher technischer Brillanz ganz vorzüglich langweilen respektive ärgern: Hier wurde sich nicht einmal die Mühe gemacht, die pessimistisch-philosophische Essenz des Originals neu zu interpretieren, sondern stilistisches Austoben über die Notwendigkeit eigener Ansätze gestellt. [...]

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nilswachter

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Kenne das Original nicht. Wahrscheinlich gefällt mir deshalb Scorsese's Version so gut :)


Frankie Dunn

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Kenne das Original noch nicht und finde Departed ganz sicher auch besser als 4.5, aber die Analyse ist treffend. Departed will clever sein, ist es im Endeffekt aber nicht und verschenkt dabei auch noch Spannung und Tiefe.


GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin

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6.5Ganz gut

Da bin ich wohl mit zu großen Erwartungen reingegangen. Auch wenn ein "nett" in diesem Fall eher böswillig klingen mag, eine Offenbarung war's leider nicht. Sicher: die Ausnahme-Besetzung spielt in diesem Thriller durchweg auf hohem Niveau und die Story wurde perfekt auf Marty maßgeschneidert, aber ausgerechnet Scorseses sonst so ausgefallene Kameraarbeit war höchstens zweckmäßig. Dabei haben Nicholsons erste Auftritte einiges versprochen.

Es wäre auch von Vorteil das asiatische Original "Infernal Affairs" nicht zu kennen, dann zeckt der ein oder andere Twist natürlich besser, die gerade zum Finale in der Ami-Variante reichlich überdreht erscheinen. Da werden die Plottwists wie Kamelle vom Karnevalswagen geschmissen. Aber da Scorsese keinen schlechten Film drehen kann, ist auch "Departed" ein Kinobesuch wert, aber ein Klassiker vom Schlag eines "Goodfellas" sollte man nicht erwarten.

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plomlompom: Filmblogs

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7.0Sehenswert

... in die Jahre gekommenes Neurosenkino [...] ohne Maß [...] Prestigeästhetik [...] muss Authentizität und Krassheit simulieren [...] wird gejammert, monologisiert, traumatisiert [...] kennt nur Gut und Böse [...] ist katholisch.

[Aus der "The Departed"-Seite eines Vergleichs mit "Infernal Affairs", den ich gezogen habe.]

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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost

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8.0Ausgezeichnet

Scorsese reichert das Epos lediglich um noch mehr Sex und noch mehr Crime an. Und er öffnet die stringente Spannungsdramaturgie, reichert sie um weitere Figuren an und lässt seinem stargespickten Ensemble reichlich Raum, um nach Herzen zu improvisieren. Nur das Grundmotiv der Vorlage lässt Scorsese überraschend aus: die Spiegelung der beiden ungleichen Kämpfer.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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8.0Ausgezeichnet

Ein grandioser Mainstream-Mafiafilm, auch für Leute die keine Genre-Fans sind. Scorcese liefert ein würdiges Remake des HongKong-Originals ab! http://www.fuenf-filmfreunde.de/2006/12/07/the-departed/

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TheCorey

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Nee, Martin und William hätten besser daran getan, Wayne und Garth nachzuahmen. Auf die Knie und: "Wir sind unwürdig!"



Kommentare (308) — Film: Departed - Unter Feinden


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huababuar

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Scorsese und DiCaprio. Das passt einfach wie die Faust aufs Auge.

Wer den Erfolgsregisseur kennt, weiß, dass es bei seinen Filmen mit zwei Stunden auf die Couch setzen und sich berieseln lassen nicht getan ist. Bei (den meisten von) Scorseses Werken muss man über die gesamte Lauflänge seine volle Konzentration aufbringen und auf jede Kleinigkeit achten. Bestes Beispiel: "Shutter Island".

Aber auch mit "Departed" hat man einen im Vergleich zum Mainstream-Kino eher anspruchsvolleren Film, was an der verzwickten Personenkonstellation an sich liegt. Mafiaboss Frank Costello (Jack Nicholson) hat vor langer Zeit einen Spitzel in das Bostoner Police Department eingeschleust (Matt Damon). Eben jene, die Costello schon lange dingfest machen wollen, setzen auf die gleiche Taktik und bringen ihrerseits einen Maulwurf ins Spiel (Leonardo DiCaprio). Beide unterhalten eine Beziehung zur Psychologin Madolyn Madden (Vera Farmiga), was die ohnehin schon zugespitzte Lage noch brisanter macht. In "Departed" ist keiner das, was er vorgibt zu sein. Keiner ist vor Korruption gefeit.
Scorsese weiß dieses Katz-und-Maus-Spiel - die Suche beider Seiten nach dem Verräter - gut in Szene zu setzen. Knackige, teils auch Tarantino-lange Dialoge, etwaige Zeitsprünge und Rückblenden, sowie gut weil spärlich eingesetzte irische Rockmusik. Schauspielerisch muss man vor allem Nicholson hervorheben. Seine Interpretation eines fiesen Mafioso im Drogen- und Cybermilieu Bostons ist erschreckend grausam und charmant zugleich. Meiner Meinung nach stiehlt er seinen hochkarätigen Kollegen rund um DiCaprio (der das aber auch wirklich klasse macht), Damon, Wahlberg, Baldwin und Farmiga sogar ein wenig die Show.

Insgesamt ist "Departed" vielleicht 10 Minuten zu lang geworden. Im Mittelteil ist die ein oder andere Länge spürbar und die Luft ein wenig raus. Abgesehen von diesem Schönheitsfehler bekommt man allerdings einen genial-verzwickten Mafiathriller der Marke Scorsese geliefert.

Was ich bei der zweiten Sichtung bemerkte: Die großen Überraschungsmomente bleiben zwar logischerweise aus, allerdings kommt die Liebe zum Detail und der Hang zur Perfektion viel besser zum Tragen: Wenn beide Spitzel telefonieren ohne einander ein Wort zu sagen. Das hat schon was. Oder die Ratte - ein Wort, das während des Streifens immer wieder benutzt wurde - , die in der letzten Sequenz über das Fensterbrett huscht. Großes Kino und absolutes Muss!

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huababuar

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Sehr schön, gib mir Bescheid wie du ihn fandest, wenn du ihn gesehen hast :)

Warum gefällt dir "Oldboy" nicht?


cpt. chaos

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Ich fand "Oldboy" nun nicht grundsätzlich schlecht, nur war mir u.a. das Ende (unterwürfige Hündchen-Szene) zu viel des Guten, sodass ich den Hype um diesen Streifen nicht nachvollziehen kann, aber jedem das Seine! ;o)


Frankie Dunn

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Bewertung7.0Sehenswert

The Departed trifft meinen (Jugend-)Geschmack sehr gut, doch halte ich den Film für bedeutungslos und maßlos überschätzt. Es ist ein netter Unterhaltungsfilm mit humorvollen Szenen und gut aufgelegten Stars, ohne echte Spannung, Dramatik oder anderweitige Gefühle. Dafür sind die Figurenzeichnungen nicht tief genug, das Schauspiel ausschließlich auf Coolness ausgerichtet und die Inszenierung zu sehr auf Kurzweil gebürstet. Das gefällt der Masse - auch mir. Tiefe und Langlebigkeit gehen dabei verloren, sodass man sich nach dem (gut gelungenen und konsequenten) Ende des Films dann doch fragt, wofür das Ganze nun gut war. Sehenswerte Unterhaltung.

Beim Hongkong-Original erwarte ich mehr psychologische Tiefe, Tragik, Gefühle, die die Story grundsätzlich absolut hergeben würde. Ein genereller Mangel in Scorsese's Filmen. Die halbgare Beziehungs-Storyline von Departed verdeutlicht das umso mehr.

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Oehli

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Bewertung9.5Herausragend

Eine irrwitzige Verfolgungsjagd zweier Undercovers, die 155 Minuten Spannung und Spaß verspricht. Eine atemberaubende Besetzung! Nickolson, Damon, Di Caprio, und auch Wahlberg liefern hier eine hervorragende Leistung ab. Der Film hat mich keine Minute gelangweilt und hat ein sehr gelungenes Ende. Ich werde hier nichts über die Story verraten, denn es besteht eine sehr hohe Spoilergefahr!
Absolut empfehlenswert!!

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chrissley

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Was für ein durchtrieben genialer Film, voller Ironie und Spannung. Einfach top. Schauspielerische Leistung auch vom allerfeinsten, wirklich ein hochkomplexer, sauguter Film !!!

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Brettvordemkopf

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Genialität, die das Hirn zum Glühen bringt!

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der-eugster

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Bewertung6.5Ganz gut

Ein guter, aber etwas überbewerteter Film mit übermäßig verschachtelter Handlung, hektischen Schnitten und einem sehr generischen post-2000er Hollywood-Look. Die Darsteller machen ihre Sache sehr gut, im Gegensatz zu "Goodfellas" bemerkt man hier jedoch sehr wenig Passion und Herzblut seitens Scorsese. Charakterzeichnung und Tiefgang gehen zwischen den hastigen Sequenzen leider verloren.
Zusatzinfo: In Anlehnung an Hitchcock ist jeder Charakter in "Departed", der später das Zeitliche segnen wird, in mindestens einer Szene durch die Umgebung mit einem großen X markiert (z.B. durch Schatten oder überkreuzte Pfeiler).

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keskushermoston.pesakekovettumatauti

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Bewertung7.0Sehenswert

Jahrelang wird Scorsese übergangen, also "schüttet" man ihn bei der Oscarverleihung 2007 konzessionsentscheidungsweise mit gleich zwei Oscars für den besten Film und die beste Regie zu. Genau das hätte man bei GoodFellas oder spätestens Casino tun sollen. Aber so sind sie halt, die Oscars. Viel Brimborium, viel Glanz, wenig Aussagekraft. Departed ist schließlich im Vergleich zu eben GF und Casino ein fast schon laues Lüftchen, und das trotz Starbesetzung. Hat aber scorsesetypisch seine guten Momente.

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Lydia Huxley

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Auf der Karte des Hafenviertels von Boston fällst South Boston nicht besonders auf. Es ist nur eine Halbinsel, die in den Hafen ragt. Doch der geografische Anschein trügt, denn dieser Ort ist etwas ganz Besonderes, ehr eine Insel als eine Halbinsel, fast seit der ersten Besiedelung erfüllt von stolzem Separatismus, von einem überwältigendem Selbstgefühl. Vielleicht liegt es daran, dass es so lange wenig angesehen war. Vielleicht auch daran, dass diejenigen, die hierherkamen, sonst nichts hatten, dass diese Menschen hier zum ersten Mal Sicherheit, Besitz und ein Heim fanden.
[...]
In South Boston gehörte die irische Herkunft wesentlich zur Identität und sorgte für ein gewisses Ansehen im Stadtviertel. Sie waren zum Teil auch Grund für die Überzeugung, dass Southie außergewöhnlich war: Die Iren waren etwas Besonderes, und dieser Stadtteil gehörte ihnen. Es gab dort zwar reichlich Italiener, Litauer und Polen, aber die Iren hatten das Sagen. Sie hatten alle Positionen inne, für die man nominiert oder gewählt werden musste. Die meisten Polizisten und Feuerwehrleute waren Iren. Das inoffizielle Maskottchen von Southie war ein irischer Kobold, der die geballten Fäuste kampfbereit nach oben streckte. Irische Lieder und Geschichten waren ein fester Bestandteil des schulischen Lehrplans. Irische Feste wurden meist mit größter Begeisterung gefeiert, wo, wie auch in vielen Kneipen, irische Rebellenlieder wie "The Rising Of The Moon" oder "A Nation Once Again" gespielt wurden. (Kevin Cullen)

Geschichten aus South Boston begeistern mich immer wieder. Als filmische Schauplätze verleihen sie den Sets einen unbeschreiblichen Flair, eine Atmosphäre, die Gangsterfilmen und Thrillern wie auch "The Town", "Mystic River" und "Gone Baby Gone" eine düstere Seele einhaucht. Denn das harte Gesetz der Straße regiert in South Boston. Diebstahl, Raubüberfälle, Drogenhandel, Schutzgelderpressung sind der Alltag, in denen viele von Kindheit an hineinwachsen.
In "The Departed" gehören auch die zwei Jungs Colin (Matt Damon) und Billy (Leonardo DiCaprio) dazu. Ihre beiden Leben sind sich eigentlich recht ähnlich, aber schließlich Welten voneinander entfernt. In Southie trennen sich ihre Wege so oft, wie sie sich kreuzen, bis sie in einem nervenzerreißenden Finale aufeinanderprallen.

Martin Scorsese hat das Remake von "Infernal Affairs" mit dem Leben von James J. Bulger gekreuzt und damit einen erstklassigen Hybriden erschaffen, im blutroten und rabenschwarzen Thriller-Gewand, mit Film Noir-Schleifchen. Sobald „I’m Shipping Up to Boston“ von den Dropkick Murphys ertönt, ist man auch schon mittendrin in der Welt der irischen Mafiosi, der Intrigen, der Korruptionen und des Verrats. Während der Film auf der einen Seite eine sozialkritische Milieustudie mit psychoanalytischen Ambitionen darstellt, ist er auf der anderen Seite einfach nur ein verdammt unterhaltsamer Thriller mit einer namenhaften Darstellerriege, tollen Kamerafahrten und einer sogartigen Story, die von Identitätskrisen bis zur kollektiven Machtlosigkeit einiges zu bieten hat.
Herzrasen in der schönsten Art und Weise!

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Lydia Huxley

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@Ben: Ich habe den letztes Jahr gesehen. Auf Grund des Titels und der guten Bewertungen habe ich schon recht hohe Erwartungen gehabt. Aber, ne, das war teilweise schon so möchtegern-cool, dass es etwas albern rüberkam. Sehenswert ist er trotzdem noch. Vor allem die Entwicklung von Defoes Rolle, dass er immer planloser und irrer wurde, fand ich spitze.


BenAffenleck

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Das ewige Spiel mit den Erwartungen, ich weiß wohl ;-)

Dafoe ist hier echt grandios. So over the top...


AvonBarksdale

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Bewertung9.5Herausragend

Ganz starker Film
Typisch für Scorsese Film, sind immer sehr lang aber werden nie langweilig.
Super Schauspielensemble, ist ja nicht immer so das gute Schauspieler ein guten Film ausmachen, bei Departed ist das aber so.
Kann nicht sagen, ob Departed besser ist als das Original Internal Affairs, da ich den nicht gesehen habe, kann es mir aber beim besten Willen nicht vorstellen.
Fazit: Umbedingt anschauen!

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rainewardo

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Bewertung9.5Herausragend

US-Remakes von ausländischen Filmen gibt es genügend. Einige sind gut, andere passabel, andere wiederum völlig misslungen bis desaströs. Und dann gibt es da "Departed" von Martin Scorsese. Scorsese, der mit "Departed" seinen ersten, langerhofften Regie-Oscar gewann, passt zur Vita des Regisseurs wie die Faust aufs Auge und man würde meinen, es handele sich gar nicht um ein Remake, sondern um einen Scorsese-Film. Dieser Film ist durch und durch Scorsese - und vielleicht das beste Remake, das je das Licht der Welt erblickt hat!

Die Geschichte von Undercover-Cop und Spitzel, die sich gegenseitig suchen und nicht auffallen dürfen, ist wahrlich nichts Neues, jedoch ist es gerade zu meisterhaft, was Scorsese daraus macht. Immer wieder glaubt man, die Geschehnisse zu kennen, bis plötzlich etwas Neues kommt, die Spannung befindet sich konstant auf sehr hohem Niveau und es wird nie langweilig. Grund daran trägt auch das brilliante, oscarprämierte Drehbuch und die vielen, trocknen und einprägsamen One-Liner, die die Darsteller in den Mund gelegt bekommen haben.

Darstellerisch bewegt sich der Film konstant auf absolut hohem Niveau, jede Darstellung ist für sich genommen brilliant und ausgezeichnet. Sei es DiCaprio, Damon, Nicholson, Baldwin - alle erstklassig. Und Sheen und Wahlberg als Duo hätten es sogar verdient, ihren eigenen Film zu bekommen. Wahlberg erlebte mit "Departed" sein einzigartiges Comeback. Es ist immer wieder schön zu sehen, dass sich die Schauspieler stets selbst übertreffen können und absolute Glanzleistungen abliefern können, solange nur ein durchaus fähiger Regisseur auf dem Regiestuhl sitzt und weiß, wie man sein Personal anleitet - top!

Fazit: Dreckig, düster, kompromisslos - ein brilliantes Thriller-Drama mit einer erstklassigen Besetzung und fesselnden Geschichte. Absolut zu Recht den Oscar für den "Besten Film" erhalten! Ein absolutes Must-See!

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J-Ross

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Departed ist wohl eines der prominentesten Hollywood-Remakes, die es gibt. Die Meinungen darüber, ob das Original Infernal Affairs oder das Remake von Regie-Legende Martin Scorsese besser ist, gehen stark auseinander. Wenn man sich Kommentare zu beiden Filmen durchliest , ist das ein großes Hin- und Her zwischen: "Ganz eindeutig Infernal Affairs!" und "Ganz eindeutig Departed!" Interessant dabei ist, dass die Gründe dafür ziemlich verschieden sind. Denn die Story ist im Prinzip zwar die selbe in Departed, sie wird aber ganz anders erzählt. Departed liefert eine intensivere Einführung der Charaktere und der Situation, sowie ein definitiveres Ende.
Ich lasse die Fortsetzungen von Infernal Affairs mal außen vor und vergleiche Departed mal nur mit Teil 1 der Reihe, welcher nämlich auch ohne das Prequel und das Sequel wunderbar funktioniert. (Irgendwie ist es normal, dass ein Remake, den Vergleich mit dem Original standhalten muss, denn es ist ja interessant zu wissen, was das Remake Neues bietet).
Bei Departed begleiten wir unsere Kontrahenten William Costigan Jr. und Colin Sullivan von Anfang an ihrer Karriere, wobei auch ihr familiäres Umfeld präsentiert wird, besonders bei Costigan. Es gibt jede Menge Hintergründe bevor es zur eigentlichen Geschichte kommt.
Auch Setting und Atmosphäre sind bei Infernal Affairs und Departed zwei ganz verschieden dargebrachte Aspekte. Hier heißt es: South Boston oder lieber Hong Kong?
Drehbuchautor William Monahan hat die Infernal Affairs-Story authentisch, in seine Heimat, nach South Boston verlegt, wo die irische Mafiaunter der Leitung von Frank Costello das Sagen hat.
Dementsprechend anders ist auch die musikalische Untermalung. Bei Departed begleiten fetzige Rock- und Folksongs, sowie Howard Shores cleverer Tango die Handlung und die Charaktere. Was die Atmosphäre anbelangt so ist das alles Geschmackssache. In dieser Hinsicht bin ich persönlich 100%ig auf Scorseses Seite. Boston, der Bostoner-Slang in der englischen Version, Howard Shore, die Dropkick Murphys und Co. Ich liebe es.
Scorsese verleiht dem Film ganz klar seinen eigenen Stempel, was man bei der Kameraführung, den Schnitten, dem Schauspiel und dem Erzähltempo wieder erkennt.
Natürlich sind die Filme sich handlungstechnisch sehr ähnlich, aber von der Aufmachung und vom Style her sind da riesige Unterschiede. Und dieser Style ist unter anderem ausschlaggebend dafür, dass ich Departed eine ganze Ecke mehr bevorzuge. Objektiv gesehen kommt es darauf an, welche Inszenierung man bevorzugt, denn keine ist in irgendeiner Weise schlechter, sondern einfach anders.
Departed büßt natürlich an Originalität in der Geschichte ein, aber das machen viele Dinge wieder wett. Nehmen wir allein die göttlichen Dialoge. Die sind in Departed extrem abgefahren, sprühen vor lauter Coolness und prägen die Charaktere auf einzigartig geniale Weise. Der Bostoner-Slang trifft genau meinen Geschmack. Die Dialoge gehören meiner Meinung nach zu einem der stärksten Argumente für Departed. Wenn dann auch noch Schauspielschwergewichte wie Leonardo DiCaprio, Matt Damon, Jack Nicholson und Mark Wahlberg so groß aufspielen wie sie es hier tun, ist das für mich die pure Offenbarung.
Zudem ist Departed so genial geschnitten, dass die 2,5 Stunden wie im Flug vergehen. Allein die erste halbe Stunde springt so clever und sauber zwischen den Zeiten und den beiden Protagonisten hin- und her, da ziehe ich immer wieder meinen - eigentlich nicht vorhandenen - Hut vor.
Neu in Scorseses Version ist außerdem die Dreiecksbeziehung mit Madolyn, der Polizeipsychologin und den beiden Protagonisten, die gesamte erste Stunde, die wie gesagt mehr Hintergründe gibt und die Charaktere somit auch interessanter macht als bei Infernal Affairs, die Beziehungen, die die Hauptrollen zu Frank Costello hegen, die Rolle von Mark Wahlberg und das rattige und abgefuckte Ende. Originalität findet man in Departed somit mehr als genug.
Diese schon bekannte, geniale Story erzählt Scorsese dabei nicht weniger fesselnd als seine asiatischen Vorgänger. Die Story ist nach wie vor ein enorm packendes Katz- und Maus-Spiel voller Überraschungen.
Die Schauspieler wollen wir nicht vergessen. Wirklich jede wichtige Rolle wird vom jeweiligen Darsteller auf aller höchstem Niveau gespielt. Auch in den Nebenrollen ist Departed hochkarätig besetzt. Vor allem Martin Sheen, Alec Baldwin und Ray Winstone sind absolut erinnerungswürdig. Mein Liebling hier ist Jack Nicholson als Frank Costello. Costello haut einen genialen Spruch nach dem anderen raus. Er ist ein wahres Energiebündel, clever, sadistisch, hinterhältig, schwarzhumorig, ein wenig irre und höchst lebensfreudig. Er sieht das Alter auf sich zu kommen und macht seine Geschäft eigentlich nur noch, um aktiv zu bleiben. Er liebt es und würde sich ohne dem Geschäft langweilen. Ein Gangsterboss wie man ihn noch nie gesehen hat. Herrlich! Nicholsons Mimik ist hierbei ungeheuer vielseitig. Es macht unendlich viel Spaß, ihm zuzusehen. Jede Szene mit ihm ist Platin wert.
Besondere Spannung erhält Departed noch durch die Beziehung zwischen Costello und Costigan (DiCaprio), der sich als Undercover-Cop das Vertrauen vom Gangsterboss erarbeitet. Man weiß eine lange Zeit nicht, ob Costello Costigan vertraut. Leonardo DiCaprio geht dabei auf keinen Fall neben Nicholson unter. Er verkörpert seine Rolle genauso überragend. Man erkennt wie sehr ihn das Undercover-Leben zusetzt. Der psychische Druck, die Angst, der Stress. Das meistert er hervorragend. Obendrein ist Costigan ein sehr impulsiver und schlauer Typ, der seiner harten Vergangenheit entkommen will. Auch Matt Damon überzeugt total als ehrgeiziger, fieser Gentleman, der zu glauben scheint, er komme mit allem durch. Und auch Mark Wahlbergs Leistung hat große Klasse. Wenige können so kreativ beleidigen. Dies ist ein weiterer Vorteil von Departed: Der originelle (schwarze)Humor in den Dialogen. Departed ist verflucht spannend, charakterstark, hat sogar einiges an Action zu bieten und ist extrem spaßig. Intelligent und höchst unterhaltsam. Besser geht's nicht.
Die Oscar-Auszeichnungen für den besten Film, die beste Regie, das bestes Drehbuch und den besten Schnitt sind mehr als verdient. Ein Meisterwerk von Martin Scorsese! Für mich bisher DAS Meisterwerk von Scorsese.

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FilmFreeza

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Super Film !


J-Ross

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@FilmFreeza: Aber 100%ig. Einer der besten überhaupt.


Kohax

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein wunderbares Who's Who mit einem Knaller-Cast: Leonardo DiCaprio, Matt Damon, Alec Baldwin, Martin Sheen, Mark Wahlberg und zu guter letzt Filmgigant Jack Nicholson.
Kern der Geschichte ist, dass in zwei Organisationen jeweils Spitzel infiltriert werden, die zudem beide Verbindungen in die jeweils andere Organisation haben. Dadurch entsteht eine extrem komplexe Geschichte, die zeitens sehr verwirrend scheint. Deswegen muss man doch recht gut aufpassen um alles wichtige aufzuschnappen.
Zudem sind ein paar Menschen zu viel gestorben und die Gossensprache hätte man doch um ein paar Beleidigungen kürzen können.
Ansonsten kann man sich auf einen gerissenen und spannenden Blockbuster gefasst machen, der mit einer brillanten Besetzung und einer einzigartigen Story punktet.

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natedb

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Bewertung9.0Herausragend

"Wer hat diesen IRA-Hühnerfi**er in meine Bar gelassen?"
Seltsamerweise gefiel mir Scorseses Version weitaus besser als das Original.
"Ich will kein Produkt meiner Umwelt sein. Ich will, dass meine Umwelt ein Produkt von mir ist." läutet Nicholson in seiner wohl fiesesten Rolle des Frank Costello den Film ein, begleitet von den Stones´ und einer meisterhaften, weil so beiläufig erscheinenden Montagesequenz, in welcher mal eben die gesamte Backstory erzählt wird und Hauptcharaktere wie nebenbei etabliert und fabelhaft charakterisiert werden. Der Ton, die Grundstimmung, ist von der ersten Sekunde an da: Wir befinden uns in Boston und es ist dreckig, blutig, vulgär, korrupt und brutal.
Alles Darauffolgende, die Einschleusung des guten Cops in den Gangsterkreis, der falsche Cop, die gegenseitige Hetzjagd auf die Maulwürfe beider Seiten, ist rasant und unfassbar spannend inszeniert. Zudem bemerkenswert, wie Scorsese neben dem Thrill nie das Drama zu kurz kommen lässt und seinem neuesten Mafia-Epos durch die geschickt eingesponnene Liebesgeschichte eine sehr sensible Note verpasst.
Leonardo Di Caprio, Matt Damon, Vera Farmiga, Mark Wahlberg, Martin Sheen und insbesondere Jack Nicholson sind eine absolute Wucht in diesem Film! Die gewitzten Wortgefechte überfüllten mein persönliches Beleidigungsrepertoire, hier wird keine Hand vor den Mund gehalten, nichts wird beschönigt. "Departed" ist ein kompromissloses, drastisches und absolut unterhaltsames Meisterwerk und rangiert für mich sogar noch vor (bitte haut mich nicht dafür) "Goodfellas".

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cpt. chaos

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Von mir bekommst du auch einen heftigen Klaps - hast es nicht anders gewollt! ;o)))


natedb

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:D


cpt. chaos

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Zunächst einmal muss man wohl diesen endlos geilen Cast in den Vordergrund rücken und dreimal laut mit der Zunge schnalzen: Jack Nicholson (wenn auch seine Rolle mächtig überzeichnet ist), Leonardo DiCaprio (der von allen Beteiligten die beste schauspielerische Leistung abliefert), Matt Damon (gewohnt überdurchschnittliche Performance), Mark Wahlberg (ungewohnt überdurchschnittliche Performance) und zu guter Letzt Martin Sheen (spielt seinen Part routiniert runter).

Martin Scorseese erhielt, für mich ein wenig unverständlich, ausgerechnet für "Departed" seinen einzigen Oscar. Nicht dass dieser Mafiosi-Streifen schlecht ist, aber der alte Sack hat für meinen Geschmack bessere Filme gemacht. Die von mir vergebenen acht Punkte stehen daher auch eher auf etwas wackligen Beinen; ich hab echt nichts gegen Gossensprache, aber mitunter wirken die zahlreichen Sprüche und vor kraftstrotzenden Ausdrücke leicht überzogen. Zudem finde ich, dass Nicholson ziemlich überdreht, was bei mir zeitweise für leichtes Stirnrunzeln sorgt. Des Weiteren nimmt für meinen Geschmack die Psychotante zu viel Screentime ein. Na gut, ist natürlich Klagen auf hohem Niveau, aber sind nun einmal Dinge, die mich ein wenig stören. Ansonsten gibt es eine in sich stimmige Story, die in der letzten Stunde kontinuierlich an der Spannungsschraube dreht und ein fulminantes Finish präsentiert, bei dem ein Twist den nächsten jagt.

Das Sahnehäubchen dieses Highspeed-Finales bildet schließlich die Ratte, welche in der letzten Einstellung geradezu freundlich von der Balkonbrüstung grüßt!

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vanilla

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finde beide top, aber Scorsese legt noch eine Schippe drauf....und der Cast-Bombast gibt einem den Rest;-)


cpt. chaos

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@Mr. Pink: Die Oscar-Vergabe würde ich auch eher als Anerkennung für sein Lebenswerk werten. Beim Original hab ich es nach einer knappen halben Stunde aufgegeben, was daran liegen mag, dass ich mich grundsätzlich mit asiatischen Filmen sehr schwer tue, aber ich will es irgendwann nochmal versuchen. ;o)


jurassicnerd

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Bewertung9.0Herausragend

Super Film! Ich mag Gangster-Filme! Er bleibt spannend und die Leistung der Schauspieler ist gut. Aber ich glaube, der Grund, warum der Film ab 16 ist, ist nicht, weil er zu brutal ist, sondern weil der Gebrauch bestimmter Wörter für Kinder nicht geeignet ist!

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gebsch

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ich würde sagen beides: wörter und brutalität. man sieht schon ab und zu blut. und paar leuten wird direkt in den kopf geschossen. denke da kann man FSK 16 geben


Jan Terzky

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Bewertung7.0Sehenswert

Kein schlechter Film, auch viel Spannung. Die Schauspielkunst von DiCaprio, Damon, Nicholson und Co. macht ebenfalls recht oft Freude. Trotzdem störte mich doch einiges: Ein paar Leichen weniger wäre vielleicht mehr gewesen, und das Dauerfeuer der Fäkalsprache wirkt schon manchmal übertrieben. Scorsese kann es eigentlich besser.
Fazit: Ich fühle mich nach dem Anschauen ganz zufrieden, aber Verlangen nach Wiederholung habe ich sicher nicht.

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RoboMaus

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Bewertung6.5Ganz gut

Trotz Superstar-Aufgebot ist das nicht das erhoffte Katz- und Mausspiel erster Sahne (wie z.B. Catch Me If You Can). Sicherlich interessant und streckenweise spannend, aber fesselnd oder packend sieht für mich anders aus. Das liegt nicht an den Schauspielern, sondern am Plot und der Inszenierung, die einfach keine grosse Spannung aufkommen lassen. Fast schon passend dazu kommt eine irritierende Szene, in der (SPOILER) der Polizeispitzel dem Mafiaspitzel auf den Fersen ist und der Mafiaspitzel in die Verkehrsüberwachungskamera blickt. Danach wertete aber nur der Mafiaspitzel die Aufnahmen aus, in der Hoffnung den Spitzel der Polizei darauf zu sehen. Eigentlich liegt es nahe, dass der Spitzel der Polizei seinen Vorgesetzten mitteilt sich die Aufnahmen der Verfolgungsgegend anzuschauen, und damit wäre der Mafiaspitzel entlarvt gewesen (SPOILER ENDE). Es ist nicht alles Gold was glänzt.

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Eponine07

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich weiß nicht ob ich einfach nicht auf Gangsterfilme stehe oder ob der Film einfach zu sehr gehyped wird, ich find den Film okay. Er ist durchaus spannend und man muss doch sehr genau aufpassen um alles zu verstehen. Auch der Cast ist bis auf Mark Wahlberg und diese komische Frau wirklich sehr gut. Ich mein, hallo! Leonardo DiCaprio und Matt Damon in einem Film! Das ist wie Weihnachten und Ostern zusammen!
Allerdings muss ich Thomas Hetzel absolut Recht geben! Was hat das mit dieser dusseligen Dreiecksgeschichte auf sich? Vollkommen unnütz und echt deplatziert, gut okay, ich hätte DiCaprio vermutlich auch nicht von der Bettkante gestoßen, aber diese Frau war in dem Film einfach nur absolut nervig!
Also man kann sich den Film anschauen, aber für das riesige Meisterwerk halte ich ihn jetzt nicht.

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Thomas Hetzel

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Bewertung6.5Ganz gut

Nun, nachdem viele an mir rumgemeckert haben, dass ich "Departed" so schlecht bewertet habe, dachte ich, gebe ich dem Film nochmal eine Chance, ist ja schließlich schon etwas her, dass ich den Film das letzte Mal gesehen habe. Also habe ich mir den Film gestern noch mal angesehen, leider in gekürzter Version (typisch RTLII halt).
Tja, dennoch muss ich sagen, ganz so schlecht wie ich den Film in Erinnerung hatte, war er jetzt nicht, aber das tolle Meisterwerk wie es viele finden ist es jetzt nicht und der Oscar war auch eher ungerechtfertigt.
Aber fangen wir erst Mal mit den guten Seiten des Films an, das wären zum ersten die Schauspieler: Leonardo DiCaprio und Matt Damon, zählen zu meinen absoluten Favoriten und beide gemeinsam in einem Film zu sehen, war schon cool, schade nur, dass beide so selten gemeinsam in einer Szene zu sehen sind, aber beide liefern wie immer eine tolle Leistung ab, Jack Nicholson war auch nicht schlecht, aber ab und zu konnte er sich ein gewisses Overacting nicht verkneifen. Ansonsten waren auch noch andere gute Stars wie Alec Baldwin und Martin Sheen in Nebenrollen zu sehen.
Dann war die Story gar nicht mal so schlecht, sicherlich hätte man mehr daraus machen können, aber der Film hatte schon einige echt spannende Szenen.
Was mir an dem Film nicht so gefiel waren die Dialoge: In jedem dritten Satz wurde geflucht, das war mit der Zeit ganz schön anstrengend und einige Dialoge waren schon fast unfreiwillig komisch. Zudem wirkte die Dreiecksbeziehung zwischen Matt Damon und Leonardo DiCaprio mit der hässlichen und furchtbar unsympathischen Vera Farmiga wie an den Haaren herbeigezogen. Außerdem war der Film einfach zu lang, es gab wirklich einige Momente bei dennen ich mich schon etwas gelangweilt habe und gegen Ende flachte die Story ziemlich ab. Warum Mark Wahlberg als einziger Schauspieler für den Oscar nominiert wurde, verstehe ich zudem immer noch nicht.
Rückblickend fand ich "Departed" jetzt gar nicht mehr so schlimm, aber es gibt bestimmt bessere Filme.

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Thomas Hetzel

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Ich finde nun mal, dass sie eine schlechte Schauspielerin ist: Sie hat keine Mimik und einfach keine Ausstrahlung. Ihre Nominierung für den Oscar bei "Up in the Air" war ein Witz.


RoboMaus

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So ist es - die Oscars und andere Preise haben einen grossen Anteil an Subjektivität. Wie sonst könnte ein Film wie 'Hurt Locker' fünf Oscars bekommen (Begründung steht in meinem Kommi dazu)? Oft hat man den Eindruck, dass Beliebtheit das Hauptkriterium ist, und manche sind vielleicht nur beliebt, weil sie gute Parties geben. Irgendjemand mochte wohl Johnny Depp nicht und hat dafür gesorgt, dass er jüngst die Goldene Himbeere bekam - ist der nun ein schlechter Schauspieler oder ist er nur jemandem auf die Zehen getreten?


replicant-10

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Bewertung4.0Uninteressant

Derparted- Unter Feinden ist zwar brutal und hat
eine recht gelungene paranoide Atmosphäre,
allerdings nerven die ordinären Sprüche gewaltig
und die Liebes-Romanze zwischen Leonardo Dicaprio
und seiner Psychaterin oder Psychologin
wirkt einfach nur aufgesetzt und absolut lächerlich.
Departet- Unter Feinden ist absolut kein Vergleich
zu Martin Scorseses genialen Klassikern wie zum Beispiel
Good Fellas der tausendmal besser ist !!!!
3,5 bis 4,0 Punkte !!!!!

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Deine Meinung zum Film Departed - Unter Feinden