Der Adel vom Görli

Der Adel vom Görli (2010),
Laufzeit 72 Minuten, FSK 0, Dokumentarfilm, Kinostart 20.01.2011

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5.5 Kritiker
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von Volker Meyer-Dabisch,

Ein Sommertag im Görlitzer Park, ein Ort, an dem das Herz des alten Kreuzberg 36 noch pocht.
Lupo: ehemaliger Punkrocker , spielt auf seiner Westerngitarre die alten Songs. Hymnen auf ein Leben zwischen Dosenbier, Weltrevolution und Lidl.
Burni, Schlagzeuger: Wenn der Tag noch ganz frisch ist, zieht er auf den Görli und spielt mit seinem Caddy Steve ne Runde Golf. Ziel: eine selbst eingebaute Fischdose.
Gäste aus der ganzen Welt lassen uns an ihrer Begeisterung für den Park teilhaben, ein Park, der für die Nutzer vor allem eins bedeutet: ein Stück Freiheit, ein Stück Leben und Leben lassen, einfach nur Sein.


Cast & Crew


Kritiken (2) — Film: Der Adel vom Görli

Ruben Donsbach

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5.0Geht so

Den Adelstitel gibt man sich hier selbst. Blau ist das Blut der Upperclass. Blau ist man im Park nach einem der üblichen Gelage mit preisgünstigem Sternburger Pils, dessen Logo öfter im Hintergrund zu sehen ist, als die Schleichwerbung-Polizei erlaubt.[...]
Doch trotz aller offensichtlichen Sympathie für sein Sujet findet Meyer-Dabisch zu selten entsprechende Bilder. Schnitt um Schnitt folgt Interview auf Interview. Wenn Film nicht vermag, Gechichten mit Bildern zu erzählen und zu verführen, dann wird er zum Hörspiel.
[...] So ist Der Adel vom Görli eine charmante Liebeserklärung an seine Protagonisten und ihren Kiez – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

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Bernd Buder: film-dienst Bernd Buder: film-dienst

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6.0Ganz gut

Mit Der Adel vom Görli […] positioniert sich der Filmemacher eher als teilnehmender Beobachter denn als analytischer Dokumentarist. [...] Immer wieder beteuern die Protagonisten Kreuzberger Solidarität, reden von den Hausbesetzerzeiten in den 1980er-Jahren wie einst die Großeltern vom Krieg. Dabei klingen zuweilen kräftige Lebensweisheiten an, zu oft jedoch mit der Bierflasche in der Hand. […] Er schmeckt ein wenig bitter, dieser Kiez, und mit ihm die Utopien seiner Protagonisten, die bald in der Altersarmut ankommen. Ein nachdenklicher Unterton, der nicht vertieft wird.

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