Der andere Junge

Der andere Junge (2007), DE
Laufzeit 95 Minuten, FSK 12, Drama

- Kritiker
1 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.0 Community
19 Bewertungen
2 Kommentare
Der andere Junge - Bild 5780220
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von Volker Einrauch, mit Peter Lohmeyer und Andrea Sawatzki

In einem Hamburger Vorort leben die Morells und Wagners, je Vater-Mutter-Sohn, Durchschnittsfamilien auch auf den zweiten Blick. Seit Jahren sind die Väter befreundet, arbeiten in der gleichen Firma, einem Vertrieb für schwedische Fertighäuser. Regelmäßige Doppelkopfpartien der Erwachsenen runden das Bild familiärer Geordnetheit ab. Was die Eltern nicht wissen: Zwischen ihren pubertierenden Söhnen besteht eine brutal-verzweifelte Feindschaft. Robert, der jüngere und auch kleinere, wird von Paul regelmäßig abgezogen. Eines Tages sieht er sich von seinem sadistischen Peiniger soweit in die Enge getrieben, dass er ihn blindwütig erschießt. Als die Eltern daraufhin die Leiche des Nachbarjungen vergraben und alles dran setzen, die Tat zu vertuschen, ist dies der Beginn einer Tragödie, wie sie verzweifelter und drastischer nicht sein könnte.


Cast & Crew


Kommentare (2) — Film: Der andere Junge

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Bewertung10.0Herausragend

Dieser Film war für mich erschreckend realistisch. Mir ist exakt das gleiche passiert wie Robert im Film. Mir wurde durch massive Gewalt sämtliche Wehrhaftigkeit gebrochen, und dann wurde ich viele Jahre lang täglich erniedrigt. Auch meine Eltern haben,anstatt mir zu helfen, mich beschämt, indem sie mir die Schuld gaben ("du musst dich wehren, schlag zurück"). Das Resultat ist eine schizoide Persönlichkeitsstörung, Depression und eine Sozialphobie (Menschenscheu). Den Tod des Tyrannen gibt es leider nur im Film.

Die Lehre dieses Films: Das Selbstwertgefühl des Gequälten muss gestärkt werden, indem er als erstes aus dem alten Umfeld herausgenommen wird (damit die tägliche Erniedrigung endlich aufhört) und dann muss er stark gemacht werden, damit er sich wirksam und nicht mehr hilflos fühlt. Er könnte 2 Klassenstufen zurückgestellt werden (was nützt die mittlere Reife mit 16, wenn die Psyche durch die täglichen Erniedrigungen zerstört ist).

Vielen Dank für diesen großartigen Film. Er handelt von Menschenrechtsverletzung in unserem Land die sonst kaum angesprochen wird. Er handelt von den wirklichen Ursachen von Amok.

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Danke für's Feedback! Naja, mein Beitrag ist eigentlich weniger eine Kritik, eher meine ganz persönlichen Gedanken als selbst Betroffener zum Film.
Nein, ich habe niemanden umgebracht. Wenn ich eine Waffe gehabt hätte, möglicherweise. Dann wäre ich jedoch nicht mehr da. Nirgendwo wird grausamer gemobbt als ich Jugendknast. Doch wenn das Fass voll ist, passt nichts mehr rein. Der logische Endpunkt von Amok ist deshalb immer der Suizid.
Mein Hass ist jetzt fast völlig weg. Das wirksamste was es gibt, ist die energetische Psychologie (z.B. EFT oder TAT). Damit können sich belastende Emotionen und Traumas wirklich auflösen.


fabel

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Stimmt, Kritik ist das falsche Wort.
Es ist eher eine ergreifende Lebensgeschichte.
Und wenn du jetzt noch mehr davon schreibst und weiterhin solche tollen Lehren ziehst, dann wird es zwischen uns eine große Freundschaft werden.
Und ich bin froh, dass du NICHT zur Wache gegriffen hast.


barracuda

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Bewertung1.0Ärgerlich

95 Minuten gähnende Langeweile

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