Der Baader Meinhof Komplex
DE 2008 — Kritik
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News zum Film Der Baader Meinhof Komplex
Neuer RAF-Kinofilm vom Black Box BRD-Regisseur
2010/04/06 12:30:00
Nach dem Baader Meinhof Komplex kommt nun Wer wenn nicht wir ins Kino. Der Kinofilm erzählt die Vorgeschichte der RAF aus der Perspektive des Verlobten von Gudrun Ensslin.
Der Baader Meinhof Komplex - Ein Film jenseits von Gut und Böse
2009/11/22 08:00:00
Wenn deutsche Geschichte im Film auftaucht, sind die Helden und Schurken meist leicht auszumachen. Doch statt zu urteilen, belässt es Der Baader Meinhof Komplex beim neutralen Bericht und vertraut auf den mündigen Zuschauer.
Michael Haneke vs. Lars von Trier beim Europäischen Filmpreis
2009/11/09 10:45:00
Die Nominierungen für den Europäischen Filmpreis sind bekanntgegeben worden. Die Deutschen können zufrieden sein: Gleich mehrere Filme mit deutscher Beteiligung sind nominiert.
Nadja Uhl ist eine untröstliche Witwe im Spreewald
2009/10/26 08:50:00
Im magischen Spreewald hat Nadja Uhl zwar keinen Schatz gefunden, trotzdem fühlt sie sich vom Leben gut behandelt. Sie spricht im Interview über traumhafte Filmrollen, und wie das richtige Leben manchmal die Fiktion spiegelt.
Kritiker — Film: Der Baader Meinhof Komplex
Gegenaufklärung
Ich ärgere mich über einen Film, der alles mögliche vorgibt zu sein ... und dabei genau das Gegenteil (ich unterstelle: bewusst!) bewirkt. Über die RAF und vieles, was zum Thema gehört, mehr scheint nach dem Konsum von "Der Baader Meinhof Komplex" alles gesagt. Das Volk weiß jetzt Bescheid. Punkt. Der Film ist das, was man einen Blockbuster nennt. Das macht ihn noch nicht schlecht. Es gibt gute und aufklärende Blockbuster, z.B. "Terminator" und "Terminator 2" von James Cameron. Was den von Eichinger produzierten und geschriebenen Streifen zu einem Gegenaufklärungsprojekt macht, ist etwas anderes. Er verklärt und übertüncht einen Zeitraum von 1967 bis 1977, weil er alle bisherigen aufklärerischen Projekte zu dieser Zeit und zur RAF nicht nur hinter sich lässt, sondern gleichsam – u.a. auch durch die Art und Weise, die Methode der Dramaturgie – mit einem Schleier des Vergessens belegt.
Man stelle sich vor:… — Mehr
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alanger 2010/02/13 11:29:25
seh ich anders, aber toll geschrieben.
christoph-ax 2010/06/12 12:05:43
ja, aber kann man wirklich im Film übersehen, dass Horst Herold, als Willi Brand "mehr Demokratie wagen" wollte, noch gar nicht im Amt war??? Das war 1969 und da war der Vorgänger und Alt-Nazi Paul Dickopf noch im Amt. Diesen Namen meidet man wie die Pest, denn es war der Freund des Schweizer "Bankier des Schreckens", der Nazi-Größen wie Eichmann und Barbie verteitigen ließ, 1972 bei der Entführung der Lufthansamaschine "Baden Würtemberg" den Erpresserbrief überbrachte mit dem 15 MioDM gefordert und schließlich gezahlt wurden(siehe: http://www.dailymotion.com/video/x4pr5p_l-extremiste-francois-genoud-de-hit) , der später dann den Terroristen Carlos finanzierte und sich schließlich 1996 im Kreise "Alter Kammeraden" das Leben nahm ...
Fakte, Fakten! Erkenntnis?
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Ein Film der viel zeigt, aber wenig erklärt. Im Eiertanz beiden Seiten gerecht zu werden, die Terroristen nicht zu glorifizieren und die Reaktionen des Staates nicht zu verharmlosen, verliert sich der Film in einer gewissen Beliebigkeit, die auf die volle Laufzeit irgendwann in Langeweile resultiert. Letztlich ist der Film einfach zu feige um spannend zu sein, erklärt weder die Wege in den Terrorismus wirklich, noch macht er die inneren Entwicklungen der RAF deutlich. Stolz wie Oscar gehen Edel und Eichinger mit ihren akribisch und aufwendig nachgestellten Szenen hausieren und haben doch nicht mehr anzubieten, als die bekannten Bilder, hinter denen gehetzte Leere lauert. Es ist ein haltungsloser Film, ein Film gewordenes sowohl-als-auch, der sich immer dann wenn es spannend würde in die sichere Distanz flüchtet und seine A-Besetzung brav revolutionäre Sätze aufsagen lässt - die zwischendrin immer mal wieder nach Laienspielgruppe klingen. Das mag alles verbrieft sein, bleibt aber bis zuletzt Oberfläche und taugt weder als Unterhaltungsfilm noch zur ernsthaften Auseinandersetzung. Baader Meinhof ist filmgewordenes MEH!
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FunkyDave 2009/11/28 00:02:09
Es geht ja auch darum aufzuzeigen, was passiert ist, und das Geschehene nochmal zu verarbeiten. Eine starke Meinung zu vertreten zu so einem brisanten Thema ist ziemlich schwierig, weil kaum jemand von sich behaupten kann die Terroristen zu verstehen.
Anreas Baader wurde ziemlich gut dargestellt und ich al Zuschauer konnte genau seine Motivation nachvollziehen: Rumstänkern und Chaos. Baader hatte nie ein wirkliches Ziel sondern wollte immer nur: Ich bin Dagegen! was man insbesondere am Ende gesehen hat. In diesem Punkt hat der Film auf jeden Fall die verschiedenen Motivation der wichtigsten Personen gründlich illustriert.
Kramsi 2009/12/03 20:30:22
Ich finde zu Beginn hat der Film durchaus die Motivation und Beweggründe gut aufzeichnen können. Die Szenen während der Schahdemo, der Tod Ohnesorgs und die Sorge, eventuell wieder nichts zu tun wenn sich die herrschende Macht mit Macht behauptet und radikalisiert.
thisworld 2009/12/11 09:59:27
die terroristen kommen alle samt als schießwütige ego-macker rüber.
was is daran gelungen dargestellt?
eichinger/edel ne autobombe für dieses verbrechen.
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thisworld 2009/12/11 10:01:26
Rumstänkern und Chaos. Baader hatte nie ein wirkliches Ziel sondern wollte immer nur: Ich bin Dagegen!
<-- wenn man natürlich den herrn aust (auf dessen unsäglichem buch der film ja basieren soll) als weisheit letzter schluss nimmt, mag das stimmen.
Luce_1st 2010/02/17 22:25:17
Hervorragende Analyse...Endlich hat mal jmd. in Worte gefasst was ich, nie ausdrücken konnte.
fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Handwerklich ist die Umsetzung solide, professionell. Einige Schnitte sind jedoch einfach scheusslich. Möglicherweise hat Regisseur Uli Edel aber sogar beabsichtigt, dass diese brutalen Szenen nicht ganz nach den üblichen Normen des Kinos formiert werden, sondern durch unbequeme Inszenierung aufrütteln. So lässt sich auch die schnörkellose Kameraarbeit erklären. Laut Aussage im Presseheft bestand das Regiekonzept von Edel in der Vermeidung der Regeln des Genrekinos, also «auch keine gezirkelten Kamerafahrten oder ausgefallene Kamerapositionen.» Wurde auf der Bildebene weitgehend auf die Steuerung der Emotionen verzichtet – sofern davon ausgegangen wird, dass die Brutalität nicht abschreckt –, so sind inhaltlich und auch auf der Tonebene zahlreiche Lenkungsversuche zu erkennen.
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Kim Newman: Empire Kim Newman: Empire
Faszinierende Geschichte, sehr guter Film - aber herausfordernd; der Mangel an einfachen Antworten wird einige frustrieren. Lektionen über den Terrorismus im 21. Jahrhundert sind impliziert, aber nicht allzu sehr betont.
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Mr.Vengeance: Lost In Imagination
Weder Fisch noch Fleisch. Zu reißerisch inszeniert, entzieht sich der BADER-MAINHOF-KOMPLEX immer wieder jeder Verantwortung, schiebt fadenscheinige Erklärungen vor, durchleuchtet die Charaktere nur selten. Eine krude Aneinanderreihung von Momenten ohne Herz und Seele. Teilweise schauspielerisch überragend, teilweise auf dem Niveau einer Leienschauspielgruppe. Und was mache ich jetzt damit?
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Kirsten Liese: BR Online, Kinofenster, Dar...
Respektabler Film dank authentischer Darstellung der Ereignisse (im Vergleich mit dem ungleich schwächeren "Baader"), großartiger schauspielerischer Leistungen (allen voran Martina Gedeck und Johanna Wokalek verwandeln sich ihren historischen Figuren glaubwürdig an) und der Tatsache, dass hier versucht wird, allen Seiten gerecht zu werden. Eine "Hexenverbrennung" von Meinhof und Ensslin findet hier zum Glück nicht statt.
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Enk: Mental Savage Enk: Mental Savage
Der Film schafft eine feine Gratwanderung zwischen Mythos und Heldenverehrung auf der einen Seite und unverklärter Sicht auf das brutale Morden auf der anderen Seite. Gerade die Figur des Andreas Baader wird hier anfangs nochmal zur Ikone der Rebellion stilisiert, von der eine nicht zu leugnende Faszination ausgeht.
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Hausmeister: Nerdtalk.de
[...] Fazit: „Der Baader-Meinhof-Komplex“ ist eine augenscheinlich evidenzbasierte Umsetzung des Themas RAF, die nicht zum Unterhaltungsfilm verkommt, allerdings auch mit der Aufzählung aller Fakten spart. Für eine erste Annäherung an das Thema durchaus angemessen und eine gute Möglichkeit sich dem Thema zu nähern. Die schauspielerischen Leistungen sind durchweg solide bis herausragend und machen den Film äußerst sehenswert.
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Zauberer47j 2009/11/22 23:22:28
Fast ganz Deiner Meinung
Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...
[..]„Der Baader-Meinhof Komplex“ hätte ohne Zweifel großes Potential gehabt, doch hatten die Macher augenscheinlich nicht den Mut dies auch auszuschöpfen. Wo Tiefe erforderlich gewesen wäre, bietet der Film nur (gutgemachte) Bilder und simple Trivialität. Wo Bedächtigkeit erforderlich gewesen wäre, schlägt der Film ein scharfes Tempo ein. Wo eine Positionierung von Nöten gewesen wäre, bleibt der Film ohne Haltung. Eichinger und Aust berufen sich immer wieder auf die kompromisslose Darstellung der Morde der RAF, doch ist dies nicht ausreichend für einen Film, der sich der RAF annehmen will. Menschen definieren sich durch Taten, das mag richtig sein, doch das Zeigen der Taten bleibt ohne Deutung inhaltslos.[...]
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Zauberer47j 2009/11/22 23:21:24
Dann wäre dieser Film nie ins deutsche TV gekommen
Der Cinephile: Der Cineasten-Blog Der Cinephile: Der Cineasten-Blog
[...]Dem Film sieht man an, dass weder Kosten noch Mühen gescheut wurden, um dieses grausame Kapitel westdeutscher Vergangenheit wieder auferstehen zu lassen. Kein Wunder, schließlich beweist Bernd Eichinger mit seinen Filmen gern einmal, dass man in Deutschland auch durchaus klotzen statt kleckern kann. Anhand der optischen Brillanz des Films, für die man auch Uli Edel überraschend Beifall zollen muss, drängt sich natürlich die Furcht auf, der komplexe Inhalt bleibe auf der Strecke. Tatsächlich aber werden die geschichtlichen Ereignisse realistisch auf die Bühne gebracht und es wird sich nicht gescheut, die Mörder der RAF als Menschen darzustellen. Im Falle von Andreas Baader, brillant gespielt von Moritz Bleibtreu, kann man sogar sehr gut die Anziehungskraft des Demagogen nachvollziehen. Natürlich stehe trotzdem das schockierende Porträt von Menschen im Vordergrund, die im ideologischen Wahn über Leichen gehen. Auf der anderen Seite hält sich der Film auch nicht mit Kritik gegen die damalige Politik der BRD zurück, die der RAF erst den Nährboden für ihre Entwicklung gab.[...]
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Zauberer47j 2009/11/22 23:20:20
Hmmm
Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache... Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...
Es muss nicht immer Hitler sein, wenn sich das Kino deutscher Geschichte besinnt. Schon 1985 schrieb Ex-"Spiegel"-Chefredakteur Stefan Aust am Drehbuch der Gerichtsprozesse von "Stammheim"; jetzt hat er sich mit der Adaption seines Standardwerks in Sachen RAF zusammen mit Produzent Bernd Eichinger und Regisseur Uli Edel an den ganzheitlichen Ansatz gewagt.
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Zauberer47j 2009/11/22 23:19:11
Sorry falsch geklickt, so ein Schwachinn
Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Jedenfalls ist der Film professionell gemacht, klar. Aber das ist wohl auch das Mindeste, was man von der mit über 20 Millionen Euro teuersten Produktion der deutschen Filmgeschichte erwarten darf. Er ist gut inszeniert. Hier, nicht im Drehbuchschreiben, liegt seit jeher die eigentliche Kunst Eichingers, der seine unter ihm agierenden Regisseure im Schneideraum keinen selbstständigen Schritt tun läßt, daher der eigentliche Autor dieses Films ist: Schnell, in rasanten Schnitten und ultrakurzen Szenenfetzen, wird die Geschichte von 1967 bis zum deutschen Herbst 1977 als bewegter Fotoroman und Collage erzählt.
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Zauberer47j 2009/11/22 23:17:32
Ja genau
Kaltduscher: MoviezKult.de
Ja, ich bin ein freier Mensch. Trotzdem habe ich mir den Baader Meinhof Komplex angeschaut. Entgegen der Meinung fast aller Blogger-Kollegen halte ich nämlich Bernd Eichingers Arbeiten, vor allem die, die die deutsche Geschichte reflektieren, für großartig und wichtig. Schon bei Der Untergang (2004) gab es deutschlandweite Diskussionen, wie weit Eichinger mit seinen Produktionen gehen darf. Darf er einen gebrochenen Hitler zeigen? Darf man sehen, wie Magda Goebbels ihre Kinder tötet? Wird die Zeit nicht beschönigt, da vom Holocaust nichts erwähnt wird? Diese Kritikpunkte zeigen aber nur, dass Deutschland 60 Jahre nach dem zweiten Weltkrieg seine Geschichte immer noch nicht verarbeitet hat. Wir Deutschen haben ein Problem mit unserer Geschichte, auch wenn die Taten von damals mit unserer Generation überhaupt nichts mehr zu tun haben. Dieses “Täterdenken” blockiert eine objektive Aufarbeitung der Historie. Auch bei Eichingers neustem Film, dem Baader Meinhof Komplex, der die Jahre 1967 bis 1977 der linksradikalen Terrororganisation RAF beleuchtet, wurde wieder Kritik laut. Er zeige zu wenig von den Opfern, stilisiere die Täter dadurch gar als Helden, mache sich über den Staat lustig und liefere unterm Strich ein Werk ab, das zeigt, dass er und Regisseur Uli Edel in Studentenjahren mit der RAF sympathisiert haben. Leider gibt es dabei Leute, die so blauäugig sind und den Behauptungen glauben. Dumm gelaufen, sage ich nur, denn der Baader Meinhof Komplex stilisiert in keinster Weise die Täter, sondern beschreibt die Entstehung und den Höhepunkt der Roten Armee Fraktion fast dokumentarisch, zeigt die Gräueltaten und räumt auf mit der immer noch existierenden Meinung, Meinhof, Baader & Co. hätten nur das beste für ihr Volk gewollt.
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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost
Die Stars als Terroristen: Sie sind oft erschreckend ähnlich. Am Mythos freilich wird durch ein solches Casting alles andere als gekratzt. Die Gegenseite, die Politik, die Richter und das Bundeskriminalamt, bleiben dagegen blass in ihren dunklen Anzügen, bis auf BKA-Chef Horst Herold, der sich auf dem Filmplakat mit auf die "Fahndungsfotos" verirrt und dem Bruno Ganz diffizile Tiefe gibt, dem dabei aber auch mal der alte Hitler rausrutscht.
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Matthias Dell: Der Freitag Matthias Dell: Der Freitag
Der Baader-Meinhof-Komplex steht mit seinem Allmachtsanspruch auf die Geschichte am Beginn einer Trivialisierung. Dass die nicht ausbleiben würde, stand zu erwarten; sie wäre nur leichter zu ertragen, wenn der Film aus PR-Gründen nicht mehr von sich behaupten würde. Die angeblich unterbelichtete Gewalttätigkeit der RAF wird durch das endlose und laute Geballer jedenfalls nicht plötzlich offenbar.
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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs
Produzent Eichinger und Regisseur Edel („Letzte Ausfahrt Brooklyn“) waren Zeitgenossen der RAF und Studienkollegen. Am Anfang steht ihr Film ganz klar auf der Seite der Anti-Schah-Demonstranten, die brutalst zusammengeschlagen werden. Eine Identifikation mit den Attentätern wird aber vermieden. Der Richter in Stammheim ist eine totale Witzfigur. Die Zweifel an der Selbstmord-These kommen überhaupt nicht vor. „Der Baader Meinhof Komplex“ ist kein Film, der verstört, Fragen aufwirft oder provokante Stellungnahmen macht. Aber eine solide Grundlage für weitere Diskussionen. Man kann sich freuen, dass sich ein richtig guter und packender Film eines nah-historischen Themas annimmt.
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Zetbo: Freier Journalist Zetbo: Freier Journalist
Der Terror der RAF im Schnelldurchlauf. Uli Edel hakt die Attentate und Überfälle der Jahre 1967 bis 1977 in solider Chronistenpflicht ab. Das Staraufgebot ist darüber hinaus gigantisch. Doch ein wenig mehr Verdichtung hätte dem Werk sehr gut getan. Weder über die Täter noch über die Opfer erfährt der Zuschauer Emotionen oder Motive. Zudem reißen einen einige Einstellung massiv aus dem Zeitgeschehen raus. Wenn Rudi Dutschke im Hörsaal eine Rede hält, sehen die Studenten aus wie heutige Twens. Und wenn sich die Terroristen in ihrem Ausbildungscamp im Nahen Osten in der Sonne bräunen, blitzen plötzlich topmodische Tätowierungen auf. Auf diese Weise weckt der Film keinerelei Interesse, sich näher mit der Zeit des Deutschen Herbstes auseinander zu setzen. Schade.
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HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost
Im Grunde wohnen zwei Seelen in des "B-M-K" Brust. Aus der einen spricht die Stimme der Überlegung, dass sich sieben Jahre nach 9/11 jedes Flirten mit Terrorismus verbietet. Aus der anderen spricht der Instinkt des Kinos, das viel mehr attraktive Desperados als überzeugende Vernunftsmenschen hervorgebracht hat. Indem er beiden Seelen Freiraum lässt, ist der Film ehrlicher als die meisten polarisierten Debatten, und deshalb vielleicht auch haltbarer, obwohl filmisch allenfalls guter Durchschnitt.
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Kommentare (100) — Film: Der Baader Meinhof Komplex
Mr. Pink 2010/08/28 11:21:59
Kommentar löschenSchade, dass aus dem sehr interessanten Thema nur ein (zugegebenermaßen handwerklich gut gemachter) 08/15-Actionfilm gemacht wurde. Es werden viel zu viele Figuren in viel zu kurzer Zeit eingeführt, wodurch die Story zwangsläufig auf der Strecke bleibt. Ein bisschen weniger Hektik und dafür mehr Tiefgang hätten gut getan.
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Filmkenner77 2010/08/20 16:17:49
Kommentar löschenLeider zuviel Stoff für einen Film. Man hätte Schwerpunkte setzen sollen. So gibt es einen Höllenritt durch knapp 10 Jahre BRD, ohne das die Beweggründe der Charaktere wirklich deutlich werden. Ohne fundiertes Hintergrundwissen kann man der Handlung leider nicht immer folgen. Schauspielerisch aber ganz okay.
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Doomsday 2010/08/09 16:54:19
Kommentar löschenScheißcooler und blutiger Actionkracher mit ultracoolen Charakteren!
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Joe Gillis 2010/06/16 00:17:27
Kommentar löschenVon wegen komplex – der Film hat die Vielschichtigkeit einer Lage Küchenkrepp. Der schiere Aufwand an Mensch und Material beeindruckt zwar zunächst (insbesondere die Schlacht vor der Deutschen Oper), doch wie schon im großdeutschen »Untergang« läßt Bernd »Hier-schreibt-der-Chef-noch-selbst« Eichinger lediglich historisches Personal aufmarschieren, ohne für die Leinwand nachvollziehbare Persönlichkeiten zu gestalten. X-mal gesehene Bilder werden nachgestellt, x-mal gehörter Zitate werden nachgesprochen – zeitgeschichtliches Erzählen auf Fumetti-Niveau. Auch Bleibtreu (Baader), Gedeck (Meinhof) und Wokalek (Ensslin) als recht intelligent besetztes trio infernal des deutschen undergrounds können da nicht wirklich weiterhelfen. Besser Aust lesen. Oder Koenen. Dazu für echtes 70er-Jahre-Terror-Feeling Roth Händle (»Roter Tod«) rauchen und Wodka Cola – am besten in der Mischung ¼ Puschkin (»Für harte Männer«) und ¾ Afri (»Super-sexy-mini-flower-pop-op«) – trinken.
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Potti 2010/06/15 12:03:05
Kommentar löschenDiese Story der RAF ist wirklich wunderbar um verfilmt zu werden, nicht weil ich damit sagen möchte, dass es großartig war was damals geschehen ist, eher im Gegenteil. Es ist desswegen so wunderbar weil diese wahre Geschichte wie von Hollywood persönlich stammen könnte. Doch im Film "Der Baader Meinhof Komplex" fehlt es ein bisschen an der Umsetzung dieser spannenden Story - hätte man etwas mehr histroisch und tiefgreifender agiert wäre möglicherweiße ein Wunderwerk des deutschen Films entstanden. Aber so versinkt der Baader Meinhof Komplex im obligatorischen Mittelmaß.
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stuforcedyou 2010/06/15 11:04:06
Kommentar löschenDas literarische Standardwerk über die RAF vom ehemaligen Spiegel- Chefredakteur Stefan Aust wurde von Regisseur Uli Edel in wirklich packende Bilder gepackt. Dabei versucht der Film auch die Schattenseite der Figuren zu beleuchten, was ihm nicht immer gelingt. Zu oft wirken Ensslin und Baader wie Bonnie und Clyde, zu oft siegt die Faszination der Gewalt, nicht die Faszination der Rebellion. Was dem "Baader-Meinhof-Komplex" letztlich das Genick bricht ist zum einen seine Nachlässigkeit mit den Opfern der RAF. Die Tode der RAF- Mitglieder werden oft zelebriert wie in einem Hollywood- Showdown, während die Opfer der RAF eher wie seelenlose Puppen niedergemäht werden. Der zweite große Laster ist, dass der Film zwar wirklich alles versucht um historisch korrekt zu sein, doch es sind einfach zu viele Figuren und Ereignisse für 140 Minuten Film. So rast der "Der Baader-Meinhof-Komplex" nach gut einer Stunden wie ein tollwütiger Windhund von einem signifikanten Ereignis zu nächsten, wechselt seine Charaktere im gefühlten Minutentakt und recht bald wird diese Form der Erzählung stressig.
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mikkean 2010/06/15 11:43:23
Sicher ein ambitioniertes deutsches Werk. Leider viel zu oft "nur" gut gemachtes Actionkino. Ein neues Verständnis der RAF gegenüber habe ich hier aber nicht vermittelt bekommen. Traurig, wenn gleich nicht ganz so peinlich wie befürchtet. Ich empfehle ja die Gerichts-Chronik "Stammheim", da wirken die Figuren etwas "lebendiger."
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stuforcedyou 2010/06/15 11:44:26
Ja, "Stammheim" ist wirklich erheblich besser.
mikkean 2010/06/15 11:57:55
Leider reichte es beim Thema RAF immer nur zum stylishem Action-Gehabe. Siehe "Baader", der Vergleich mit Bonnie und Clyde ist da sehr gut gewählt.
Canalterrorist 2010/05/24 22:20:25
Kommentar löschenWunderbarer Film.
Da ich mich sehr für die RAF interessiere und durchaus als Symphatisant bezeichnet werden kann, finde ich diesen Film natürlich gut - sehr gut.
Gute Schauspieler!
Der Film ist ein Muss.
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cpt. chaos 2010/05/12 09:38:59
Kommentar löschenAuch wenn man aus dem geschichtlichen Stoff durchaus mehr hätte machen können, so ist er für deutsche Verhältnisse nahezu überzeugend umgesetzt worden.
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tomas_w 2010/04/12 16:55:29
Kommentar löschenDen Baader Meinhof Komplex halte ich für einen sehr mutigen Film. Nicht weil man über die dargestellten Ereignisse sicher debattieren kann, was ja auch umfassend getan wurde. Sondern weil keinerlei gesellschaftliche Zensur stattfindet und man diesen Film auch als Verherrlichung des RAF Terrorismus auffassen kann!
Besonders die schauspielerische Leistung von Johanna Wokalek hat mich sehr stark gefesselt, die sich bei der Darstellung der Gurdrun Ensslin absolut selbst übertroffen hat. Natürlich polarisieren solche starken Persönlichkeiten und haben gerade auf junge Zuschauer eine ganz besondere Anziehungskraft. Deswegen wird dieser Film gerade zwischen den Generationen noch lange für Gesprächsstoff sorgen. Und deshalb kann ich bloss empfehlen, diesen Film nicht zu verpassen! Vorher sollte man sich aber noch mal genau über alle beteiligten Personen informieren, damit man selbst alle Ereignisse und Personen richtig einzuordnen weiss.
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unfertig 2010/02/23 18:14:32
Kommentar löschenIch hab lange überlegt, aber inzwischen weiß ich, daß ich den Film gut finde. Zunächst einmal: Es ist kein historischer Aufklärungsfilm, der die historischen Zusammenhänge der damaligen Zeit wirklich deutlich macht. Aber er macht ziemlich klar, wie dieser Strudel der Gewalt funktioniert. Die RAFler sind in diesem - mit der Bader-Befreiung und der Tatsache, das sie danach sofort zu den Staatsfeinden Nr.1 erklärt wurden -überraschend schnell gefangen und dann geschieht alles wie im Schnelldurchlauf bis es plötzlich Peng macht und Schluß ist. Einen Überblick über die Ereignisse? Gesellschaftliche Veränderungen oder Entwicklungen? Einen Moment innehalten? Das ist für die "Helden" ebensowenig möglich wie für den Zuschauer. Da gibt es nur Aktion und Ausweichen. Flucht und Angriff.
Darüber hinaus: Die Gedeck spielt die Meinhoff überragend.
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Smörebröt 2010/02/21 14:09:42
Kommentar löschenDer Film hat in der ersten Hälfte wirklich sein Potenzial ausgeschöpft. Neben tiefen Einblicken in die Psychen der Protagonisten und einer wirklich sehr gut erzählten Story, bringt dieser Film gut die Kontroversen und das Gefühl in jener Zeit rüber und bringt einen wirklich zum Nachdenken. Leider gilt das nicht mehr für die zweite, viel zu kurze Hälfte. Die geht viel zu schnell vorbei, ohne das tiefer auf die Charaktere bzw. die Geschichte eingegangen wird. Diese kommt einem eher vor wie eine Slideshow der Ereignisse. Doch aufgrund der richtig gut gelungenen ersten Hälfte ist dieser Film wirklich sehenswert.
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BlueSquirrel 2010/02/13 12:37:48
Kommentar löschenPlanlos über die RAF und ihre Schießbudenfiguren hatte ich mich extra für den Film mit Wikipedia, SPIEGEL usw. schlau gemacht, bis ich die chronologischen Abläufe kannte. Ich kam mir dann doch etwas verarscht vor als ich mir die Abläufe chronologisch nochmal im Kino ansehen durfte. Ein wirklich "gewagtes" Stück Film, welches man problemlos im Klassenzimmer zeigen könnte. Für den Zeitgeist und die Intentionen der Killerstudenten wurde kein Versuch unternommen. Der generell überschätzte Moritz Bleibtreu verkörpert meine Beobachtung am stärksten, indem er einen cholerischen, machistischen Idioten zusammenspielt bei dem man sich fragt warum ihm überhaupt jemand gefolgt ist. Der Versuch unparteiisch zu sein und die Geschehnisse aus einer Entfernung zu zeigen lässt den Film in Kälte erstarren. Vielleicht wurde die RAF hier auch als das entlarvt was sie möglicherweise wirklich war. Ein saublöder Haufen von eindimensionalen Torfköppen. Ob es wirklich so war bleibt uns jüngeren Leuten dann weiter ein Rätsel. "Denn der kapitalistische, faschistische Industrie-Komplex erschüttert das Zentrum der Kunst und degradiert sie zu einem Archiv der Zeitgeschichte."
Kommando Blaues Eichhorn
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Blonder 2010/02/11 18:01:40
Kommentar löschenEndlich mal ein gelungener und authentischer Film über die jüngste Vergangenheit Deutschlands. Herausgekommen ist ein spannender und authentisch wirkender Polit-Thriller, der chronologisch die Geschichte der RAF erzählt. Dabei muss einem auch klar sein, dass man nicht alles zeigen kann, sonst würde der Film doppelt so lang oder noch länger gehen. Deshalb schadet es auch nicht, wenn man sich vorher über die RAF informiert. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass man mehr auf die einzelnen Figuren und ihre Beweggründe eingegangen wäre. Naja gut, man kann ja nicht alles haben.
Die Handlung beginnt praktisch mit dem Staatsbesuch vom Schah und endet mit Schleyer. Dazwischen erfährt der Zuschauer wie Andreas Baader und Gudrun Enssslin die erste Generation der RAF aufbauen und somit zu den gefährlichsten Gegnern der damaligen Regierung werden. Gleichzeitig bekommt man erzählt wie Ulrike Meinhof, die am Anfang eigentlich nur mit der Gruppe sympathisiert hat, immer tiefer hinein rutscht. Die ganze Geschichte wirkt stellenweise etwas holprig, aber dennoch wird sie sehr fessselnd und mit hohem Tempo erzählt. Auch die Ausstattung, die Massenszenen und die passende Musik tragen dazu bei, dass man sich richtig in diese Zeit hineinversetzt fühlt.
Moritz Bleibtreu spielt den Top Terroristen Andreas Baader, es mag ja sein, dass er Ähnlichkeiten mit dem echten Baader hat. Dennoch wirkt er für die Rolle etwas zu brav und sympathisch. Anders verhält es sich mit Johanna Woklalek, die so überzeugend die Ensslin verkörpert, dass ich manchmal das Gefühl hatte sie wäre im richtigen Leben eine echte Terroristin. Aber auch Martina Gedeck (Meinhoff), Nadja Uhl (Brigitte Mohnhaupt) und Bruno Ganz (Horst Herold) brauchen sich nicht hinter ihren Leistungen zu verstecken.
Uli Edel erzählt die Geschichte der damaligen Zeit genauso wie sie sich zugetragen hat, ohne für jemanden Partei zu ergreifen. Dadurch gelingt es dem Zuschauer sich ein neutrales Bild der RAF zu machen.
Monumentaler und packender Geschichtsfilm, der sich nicht zu verstecken braucht und der auch noch nach dem xten mal gucken interessant bleibt.
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Rodon 2010/01/08 22:09:52
Kommentar löschenEin sehr guter deutscher Film mit starken Schauspielern und Liebe zum Detail. Man sollte sich jedoch vorher schon mal einen Überblick über die Geschehnisse verschaffen, da die 10 Jahre RAF in nicht mal drei Stunden natürlich wie im Zeitraffer ablaufen. Vielleicht wäre eine Mini-Serie noch besser gewesen!
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Hobgoblin 2009/12/29 19:30:47
Kommentar löschenAuch wenn ich am Set dabei war, sagt mir der Film dennoch nicht zu!
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Vasafay 2009/12/13 23:15:01
Kommentar löschenInsgesamt finde ich den Film recht überflüssig. Vieles wird angeschnitten, nur weniges wird wirklich erklärt. Wenn jemand gar nichts über diese Geschehnisse weiß, dann wird ihm dieser Film auch nicht helfen. Und insgesamt wirken die Leute der RAF da etwas zu cool auf mich o_O
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schalli 2009/12/12 20:21:01
Kommentar löschenDort gesehen, wo solcherart Amphibienfilme hingehören - nämlich im TV. Und als Zweiteiler war er auch überraschend erträglich. Spannend inszeniert, gut gespielt von der Creme de la Creme der deutschen Schauspielergarde. Der Anspruch, nichts erklären zu wollen, ja gar nicht zu können, wird ihm dann aber doch zum Verhängnis. Zu bruchstückhaft reihen sich die ohnehin bekannten Fakten aneinander, werden die Protagonisten der RAF zu Rockstars verklärt. Jedoch - und das sei ihm zugestanden - ohne die Kaltschnäuzigkeit, die ideelle Verblendung und Brutalität der Täter auszusparen. Trotzdem steht am Ende die mehr als ambivalente Botschaft, dass wir ohne die RAF noch immer im gleichen Nazisumpf baden würden. Heikel. Mit wie viel Respekt Edel und Eichinger in ihren Interviews auch immer von den Opfern reden mögen, dieser Film ist vor allem die Chronik und eine Art Rekapitulation ihrer damaligen Helden.
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dangerlove666 2009/12/09 14:39:59
Kommentar löschenich hasse deutsche filme
das ist qualität dritter klasse
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slartidan 2009/11/26 23:06:55
Kommentar löschenEher eine undurchsichtige Aneinanderreihung von Anschlägen, als eine tiefgründige Auseinandersetzung mit den Personen oder den Werten.
Ich fand den Film nicht besonders unterhaltsam, für Leute die das damals mitverfolgt haben ist der Film wahrscheinlich sehenswert. Der historische Nutzen des Films mag gegeben sein - noch einmal anschauen werde ich ihn aber nicht.
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Marie Krolock 2009/11/25 00:39:43
Kommentar löschenBesser als erwartet. Besonders Johanna Wokalek hat mich überzeugt. Da der Film wirklich sehr schnell ist, werde ich ihn mir nochmal ansehen. Und ohne irgendwelches Vorwissen wäre wohl einiges unklar gewesen (es lebe der Politikunterricht in der Schule :) ).
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AltH85 2009/11/25 01:59:41
Den Politikunterricht nennt man heut wohl Sozialkunde ;) Aber trotzdem...warum dreht man einen Film über diese Epoche wenn man die Geschichte nur ausspart bzw. grob umreißt??
Marie Krolock 2009/11/25 03:14:59
Vertraue dem mal ;-)
Tja... so sind sie, die Filmemacher. Ihren Gedanken kann man meist nicht folgen.
derblonde 2009/11/24 20:29:40
Kommentar löschenViel zu oberflächliche Verfilmung dieser dunklen Seite deutscher Geschichte. Was bleibt ist ein top besetzter und meistens auch gespielter Film. Hier wurde halt alles auf Unterhaltung gebürstet und das letztendlich mit Erfolg. Tiefgang unerwünscht.
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AltH85 2009/11/24 13:27:45
Kommentar löschenHabe den Film gesehen als err rauskam und war wirklich enttäuscht. Durch mein doch recht spätes Schlüpfen ist es mir verwehrt geblieben genaue Eindrücke der Zeit zu sammeln.
Nur leider nehm ich auch dem FIlm seine Atmosphäre nicht ab. Die Terroristen werden phasenweise zu sehr glorifiziert, die Auszüge aus dem Tagebuch(?) wirken aufgesetzt und nur als Lückenfüller und sind auch nicht sonderlich glücklich gewählt (recht dünnes Gewäsch über revolution hier und da und nicht mal besonders gut geschrieben - kein Wunder das es in die Hose ging). Action gibt es in dem Film auch nich, so das ich aschließend sagen muss das hier eine große CHance dt. Geschichte wieder zu spiegeln versiebt wurde.
Weder hat mich der Film verstört noch zum Nachdenken angeregt.
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jlorenz1 2009/11/23 23:17:56
Kommentar löschenUnter der Prämisse die Baader-Meinhof-Bande in 150 Minuten darstellen zu müssen, hätte man es anders wohl kaum machen können. Allerdings werden einige Ereignisse wie das Olympia-Attentat 1972 derart gestrafft, dass man fast kollabiert und den Eindruck hat, der Drehbuchautor hakt jetzt die Reihe der Ereignisse gefühllos eins nach dem anderen ab.
Ich habe vielleicht Verständnis, dass der Film die erste Entführung von Peter Lorenz unterschlägt. Kein Verständnis habe ich jedoch. dass Otto Schily als einer d e r beiden RAF-Rechtsanwälte neben Horst Mahler (der seit 2000 zu den Neonazis überging) und Christian Ströbele völlig unterschlagen wird, vielleicht weil er wie Ströbele noch Mitglied des Deutschen Bundestages ist?
Es ist nahe liegend, dass der Film die Terroristen als Protagonisten wählt um so besser aus dem Innern der Gruppe die Ereignisse schildern zu können. Dies bedeutet aber nicht, dass Eichinger und Edel die Sache der Terroristen vertreten und propagieren wollen. Allerdings müssen sie sich ungewollt diesem Vorwurf aussetzen, weil der Film über weite Strecken ein Abgehetze der Ereignisse ist, der die Opfer ungenügend darstellt und wenig Raum lässt inhaltlich das Ganze aufzuarbeiten. Auch das Schicksal der "Terroristenkinder" wird nur ganz leicht gestreift.
Selber Jahrgang 1960 habe ich die Ereignisse ab 1972 mitverfolgt. Ich bin eher ein Kind des "Deutschen Herbstes" mit Wackersdorf und Startbahn West. Das Buch von Aust habe ich leider nicht gelesen. Der Film hat mir dennoch neue Zusammenhänge im gruppendynamischen Prozess der "Bande" aufgezeigt. Die politische Positionen Baaders als auch Meinhofs finde ich authentisch und finden ihren Höhepunkt in der Ursachenforschung des Scheiterns. Baader: es sind Fehler einzelner Gruppenmitglieder. Meinhof: Es ist der Fehler der Gruppe. Auch die Stutenbissigkeit zwischen Gudrun Ensslin und Ulrike Meinhof kommt gut zur Darstellung.
Zweimal habe ich im Film schmunzeln müssen: Einmal als Baader in Italien sich echauffiert, dass sein geklautes Auto geklaut worden ist. Zum anderen, wie borniert der vorsitzende Richter im Stammheimer Prozess sich zeigt, in dem er jedes einzelne Schimpfwort gegen ihn unter dem Gejohle des Publikums noch einmal wiederholt und unbewußt sich selbst der Lächerlichkeit preisgibt.
Angenehm überrascht war ich von der schauspielerischen Leistung Moritz Bleibtreu als Andreas Baader, Johanna Wokalek als Gudrun Ensslin und Martina Gedeck als Ulrike Meinhof. Der Film gibt sich auch große Mühe von den Gesichtern her eine Ähnlichkeit zu den Personen damals zu erzielen. Chapeau! Sehr deutlich kommt auch zum Ausdruck, dass Baader & Co. sich bewusst außerhalb der Gesellschaft und ihren Spielregeln stellt. Warum dies ist so ist, wird nur am Rande gestreift. Und gar nicht erwähnt wurde, für welche gesellschaftliche Ideale oder Utopien er womöglich einstand (aber das habe ich auch damals nicht erkennen können ...)
Wenn Horst Herold als Chef des Bundeskriminalamtes wirklich schon damals den "Terrorismus" als "andere Art der Kriegsführung" titulierte, so ist dies im Hinblick auf al-Qaida geradezu visionär.
Die Inszenierung ist sehr straff und souverän. Das Nachstellen der Ereignisse, nicht der Geschichte als Ganzes, kommt der damaligen Wirklichkeit recht nah. Allerdings überfordert der Film schon fast den Zuschauer mit seinem Gehetze.
Welchen Eindruck muss aber jemand von jenen Zeiten bekommen, der sie selbst nicht miterlebt hat? Und das ist gleichzeitig der riesige Schwachpunkt des Filmes. Ohne weitere aufarbeitende Quellen versagt der Film auf voller Länge oder sollte ich lieber sagen auf geringer Kürze? Hätte man mehr Zeit, was gehörte rein und was gehörte immer noch raus? Die Kommune 1? Die Spaßguerilla um Fritz Teufel & Rainer Langhans? Das Puddingattentat in Berlin auf den amerikanischen Außenminister? Der Aufruf zum Kaufhausbrand, der einige Monate vor dem eigentlichen Kaufhausbrand war?
Verdienst des Filmes kann es nur sein jene Ära wieder zum öffentliche Gesprächsthema und damit zur Aufarbeitung gemacht zu haben und das gerade in einem Moment, wo der deutsche Überwachungsstaat siehe biometrischer Ausweis, Interneteinschränkung, Datenvorrathaltung der Provider wieder Überhand zunehmen droht... In Zeiten des "Deutschen Herbstes" wären solche Versuche aufgrund massiver Proteste wohl im Ansatz stecken geblieben ...
Welche Wertung gebe ich nun dem Film? Zweieinhalb Stunden sind für einen Film schon recht lange. Akzeptiere ich diesen zeitlichen Rahmen finde ich den Film trotz mancher Bedenken schlicht und einfach für gut ...
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viewer 2009/11/23 09:43:04
Kommentar löschenGute Filme mit zeitgeschichtlichem Hintergrund nutzen die historischen Gegebenheiten als Hintergrund für eine fesselnde, dramatische Geschichte. Dieser Film ist Geschichtsunterricht ohne wirkliches Drama. Gerade die erste halbe Stunde hetzt der Film von Set-Piece zu Set-Piece, alles historische Begebenheiten, die aber keinen erzählerischen Zusammenhang ergeben.
Schlimmer noch: man braucht definitiv geschichtliche Vorkenntnisse, um die Zusammenhänge und die Szenen zu verstehen!
Da werden Figuren eingeführt, so z.B. Benno Ohnesorg, nur damit sie in der nächsten Szene erschossen werden. Wäre es nicht klüger diesen Mord z.B. einfach nur als Nachricht im TV zu zeigen, um zu sehen wie die Hauptfiguren darauf reagieren, anstatt für 5 Minuten in die Sicht des Attentäters zu wechseln, der danach nie wieder im Film erscheint?!
Da sehen wir einen Aufstand in einem Jugendheim (das es ein Jugendheim ist, erfahren wir aber erst danach), irgendwelche jungen Männer, die wir nicht kennen, kämpfen gegen die Wärter, ohne dass wir wüßten, warum. Schnitt: einer der Männer kommt in die Baader-WG. Wie kam er dahin? Wieso ist er nicht im Gefängnis? Ist es ein Zeitsprung? Weiß man nicht, aber ist in diesem Film auch nicht schlimm: denn die Figur taucht in der ersten Hälfte des TV-Zweiteilers eh nicht mehr auf!
Solche Begebenheiten mögen sich genau so zugetragen haben, aber sie ergeben keine Geschichte! Da hätte man besser einen Dokumentarfilm gemacht. Dann hätte man wenigstens einen Off-Sprecher gehabt, der einem das Geschehen erklärt!
So fehlt mir in der ersten Hälfte eine Identifikationsfigur. Fast alle Figuren sind platte Schablonen, die nur ihre linken Parolen durch die Gegend proleten und mit ein bißchen Bonney-und-Clyde-Schick in der Gegend rumballern.
Und die Figur Ulrike Meinhof, die sich nach 45min so allmählich als Hauptfigur herauskristallisiert, opfert ohne mit der Wimper zu zucken oder dagegen zu argumentieren ihre Kinder. Sollen sie doch in ein Palästinenserlager abgeschoben werden, wo sie sie nie wieder sehen wird. Anscheinend egal!
Schauspielerisch groß, Masken toll, Action-Szenen etwas gewollt, Story nicht vorhanden.
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WollteTatort 2009/11/22 22:37:49
Kommentar löschenIch wollte den tatort sehen. Und nicht so einen ****** Film.
Um 21.04 stürmen 2 Frauen und 1 Mann ein Polizeirevier und befreien mehrere Terroristen. Schmächtige Frauen ohne Nahkampferfahrung bezwingen im Nahkampf ausgebildete männliche Polizisten, indem sie gefürchtete Frauen-Tätschelschläge austeilen.
Um 21.10 üben unsere Helden schießen mit Sturmgewehr. Aber damit es cooler aussieht, schießen sie mit Gewehr im Armgelenk. So zielt es sich natürlich hervorragend.
Hat der Baader ned Grundwehrdienst machen müssen?
Was für ein ******-Film.
Der Film geht z.B. nicht auf die Kontakte der RAF zur Staatsdiensten der BRD ein.
Wie konnte z.b. die RAF so gut aus und in die Gefängnisse kommunizieren?
Der Michael Buback hat mal interessante Äußerungen dazu
gemacht...
A: ist der Film sehr schlecht gemacht.
B:interessieren mich diese linken Spinner einfach null
C: Nervt mich dieser morlinsauere Unterton. Die RAF waren Voll.. sondersgleichen, trotzdem vermute ich, dass die durchaus beim Schießen durchs Visier schauten......
Und ich vermute auch, dass nicht jedes 2. Wort des "Großterroristen" Baader "Ihr F....." war. Der war ein äußerst schwieriger und unsympathischer Mensch, ohne Zweifel. Aber ganz sicher war nicht jedes 2. Wort "F...".
@Zauberer47j
Entschuldigung. Mir erscheint Deine Antwort auf meinen Beitrag äußerst wirr.
Habe ich Täter-resozialisierung erwähnt?
Hab ich etwas über das Erforderniss des Einbeziehens familiärer Hintergründe bei der Urteilsfindung vor Gericht geschrieben?
Warum schreibt du etwas über die 10 Gebote?
Ich weiß nicht, ob du dein "Weltklasse-Buch" richtig verstanden hast.
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Zauberer47j 2009/11/22 23:00:34
Hallo,
ich habe den Film noch ned gesehen, habe aber dieses Weltklasse-Buch schon vor Jahren gelesen und mich mit dieser Materie auseinandergesetzt, deshalb nun einige Fragen an die vorhergehenden Kommenteure:
Was erwartet Ihr für Sonntagabend 20.15 Uhr für Filme?
Es ist Prime-Time und ausserdem noch ned alle Kinder im Bett
Soll nach Eurer Meinung jedes Buch wortwörtlich umgesetzt werden?
Wenn auch noch alle ausstehenden Fragen beantwortet werden sollen, dann könnten Sie gleich eine Serie wie GZSZ daraus machen (von deer Länge her gesehen meine ich natürlich), denn es wird immer wieder neue Fragen geben. Ich denke mal, dass dieser Film im Groben und Ganzen mal einen Überblick über die Vergangenheit geben soll, nämlich den schwarzen September und seine ganze Vorgeschichte.
Die Opfer:
Wer oder was sind oder waren die Opfer
Es waren Menschen, nach den zwölf Geboten darfst Du niemanden töten! WER HÄLT SICH HEUTE NOCH DARAN??????????
Heute wird doch Täter-Resozialisierung betrieben und doch nicht mehr richtig verurteilt.
Warum hat das denn der arme Täter wohl gemacht?
Hatte er vielleicht eine schwere Kindheit
Tja wenn er die hatte, dann dürfen wir Ihn nicht so hart IM NAMEN DES VOLKES bestrafen.............................
Wie krank ist denn das ??????
Und dann fragt Ihr heute nach den Opfern von damals, warum auf Sie ned eingegangen wird, sondern nur auf die Täter.
Wer weiss denn genau, was damals hinter den Mauern von Stammheim abgelaufen ist????
.
kickapoo 2009/11/22 13:30:48
Kommentar löschen'Der Baader-Meinhof-Komplex' zeigt... nunja, den Baader-Meinhof-Komplex eben. Das sollte man sich als Zuschauer immer wieder bewusst machen, denn der Film ist ganz sicher nicht eine angebrachte Gesamtdarstellung der RAF. Dafür wird viel zu wenig auf Opfer eingegangen und viel zu wenig auf die späteren Generationen der RAF.
Dieser Umstand ist besonders gefährlich für Zuschauer, die sich nicht mit dem Gesamtkontext der Roten Armee Fraktion auskennen. Bei besagten Zuschauern kann es schnell zu einer gänzlich falschen Einschätzung der Verbrechen der RAF kommen.
Ansonsten ein insgesamt in beeindruckenden, sehr originalgetreuen Bildern darstellender deutscher Film, dessen Schauspieler überwiegend eine gute Arbeit leisten.
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Hitmanski 2009/11/21 23:27:02
Kommentar löschenNun, was soll man über einen Film sagen, über dem im Vorfeld eigentlich schon fast alles gesagt wurde?
Dadurch, dass bereits vor Kinostart die Zeitungen und Talkshows voll waren mit Historikern, und solchen die es gerne wären, wurde der "Baader-Meinhof-Komplex" zu einem Faszinosum aufgeblasen, wie es so in der jüngsten deutschen Filmgeschichte seines Gleichen sucht.
Die einzige wirklich ungeklärte Frage liegt deshalb auf der Hand: Kann der Film als Film überzeugen - fernab von jenem Politikum, das um ihn herum aufgebaut wurde?
Naja, er kann es teilweise.
Es gibt eine Menge an Schauwerten, die für den "B-M-K" sprechen: Da wäre zum einen natürlich die Schauspieler-Riege, die alles bietet, was in Deutschland Rang und Namen hat. Jede Nebenrolle ist erstklassig besetzt, was manchmal jedoch auch zu gewissen Verschleißerscheinungen führt - So ist zum Beispiel der Auftritt von Alexandra Maria Lara ein Cameo, mehr nicht.
Aus den drei Hauptrollen sticht vorallem Johanna Wokalek als Gudrun Ensslin positiv hervor. Sowohl Moritz Bleibtreu als Baader, als auch Martina Gedeck als Ulrike Meinhof spielen ihre Rollen nicht schlecht, aber gerade ersterer doch relativ routiniert herunter.
Dem RAF-Trio steht Bruno Ganz (bei dessen Auftreten man - leider - allzuoft an seine Paraderolle als Hitler denken muss) als Leiter des Bundeskriminalamts, Horst Herold gegenüber. Der Versuch diesen als verständnissvolle Über-Figur zu installieren wirkt teilweise sehr inszeniert und will einfach nicht so recht ins Gesamtbild passen.
Überhaupt drängt sich einem das Bild auf, dass Regisseur Uli Edel sein Augenmerk im wesentlichen auf die Terroristen versteift und sie dabei - so hart dies auch klingen mag - stellenweise doch glorifiziert. Mehrmals sieht man die Unterschiede zwischen den beiden Fronten: Auf der einen Seite der coole Andreas Baader, der immer einen lockeren Spruch parat hat, auf der anderen Seite Polizisten die Häftlinge treten.
Insofern kann man ruhig von einem "Täter-Film" sprechen, denn gerade die Opfer der RAF spielen eine untergeordnete Rolle. Die Ermordungen dienen als eine Station auf dem Weg der Terroristen, mehr nicht. Doch dies dem dem Regisseur anzukreiden wäre wahrscheinlich ungerecht, schließlich wirkt sich dieses "abhandeln" von Schauplätzen positiv aus. Gerade im Mittelteil ergibt sich so eine Dramatik, die den Zuschauer mitreißen kann.
Zu guter Letzt muss man feststellen, dass der "Baader-Meinhof-Komplex" als reiner Unterhaltungsfilm bis auf wenige Macken gut funktioniert. Ein fader Beigeschmack bleibt freilich trotzdem, da man sich natürlich die berechtigte Frage stellen kann, ob dies genügt, wenn man sich mit einem historischen Komplex wie der RAF auseinanderzusetzen versucht.
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his_poisongirl 2009/11/20 17:35:31
Kommentar löschenIm großen und ganzen fand ich den Film gelungen ... habe mir aber mehr davon versprochen.
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morbidangel 2009/11/15 23:16:46
Kommentar löschenDieser Film kann gar nichts. Weder vermittelt er authentisch den Zeitgeist, noch klärt er auf oder ist in irgendeiner Weise fesselnd. an vielen stellen einfach zu langatmig bzw langweilig an anderen werden die geschehnisse einfach schlag auf schlag "runtererzählt". enttäuschend!
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madseason 2009/11/02 22:57:08
Kommentar löschenGanz unterhaltsamer Film. Als Geschichtsdokument aber wertlos. Da lernt man in der Spiegel-Doku in der gleichen Zeit viel mehr.
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