Der Baader Meinhof Komplex
Der Baader Meinhof Komplex (2008), DE/FR Laufzeit 150 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 25.09.2008
50 Bewertungen
Skala 0 bis 10
11309 Bewertungen
147 Kommentare
Keine
von Uli Edel, mit Martina Gedeck und Moritz Bleibtreu
Basierend auf dem gleichnamigen Buch des Spiegel-Chefredakteurs Stefan Aust ließ Bernd Eichinger die Geschichte der RAF verfilmen. Die radikalisierten Kinder der Nazi-Generation, angeführt von Andreas Baader (Moritz Bleibtreu), der ehemaligen Starkolumnistin Ulrike Meinhof (Martina Gedeck) und Gudrun Ensslin (Johanna Wokalek) kämpfen gegen das, was sie als das neue Gesicht des Faschismus begreifen: Die nordamerikanische Politik in Vietnam, dem nahen Osten und der dritten Welt, unterstützt von den führenden Köpfen der deutschen Politik, Justiz und Industrie. Baader, Meinhof und Ensslin gründen die Rote-Armee-Fraktion und erklären der Bundesrepublik Deutschland den Krieg. Die Brutalität ihrer Terrorkampagnen eskaliert. Es gibt Tote und Verletzte. Der Mann, der ihre Taten zwar nicht billigt, aber dennoch versucht zu verstehen, ist auch ihr Jäger: Der Leiter des Bundeskriminalamtes Horst Herold (Bruno Ganz). Obwohl er große Fahndungserfolge verbucht, ist er sich bewusst, dass die Polizei allein die Spirale der Gewalt nicht aufhalten kann. (omdb)
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Cast & Crew
- Genre
- Politdrama, Biopic, Drama
- Zeit
- 1970er Jahre, Vietnamkrieg
- Ort
- Berlin, München, Stuttgart
- Handlung
- Anschlag, Attentat, Attentäter, Baader-Meinhof-Gruppe, Banküberfall, Bombe, Bombendrohung, Flugzeugentführung, Freiheitsentzug, Gefängniszelle, Geheime Identität, Gerichtsverhandlung, Hungerstreik, Idealismus, Kindesentführung, Linke, Mord, Polizei, Polizeistaat, Protest, Raubüberfall, Revolution, Richter, Rote Armee Fraktion, Schießerei, Schusswechsel, Student, Terrorismus, Terrorist, Trainingscamp, Universität, Verhaftung
- Stimmung
- Aufregend, Verstörend
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Kritiken (22) — Film: Der Baader Meinhof Komplex
SoulReaver: CinemaForever
Kommentar löschen[...] Eine wichtige Warnung sollte man vorweg unbedingt aussprechen: Wer sich nie für die Zeit der RAF interessiert hat und dementsprechend auch keinerlei Hintergrundinformationen zu diesem Thema besitzt, der ist mit „Der Baader-Meinhof-Komplex“ schnell aufgeschmissen und wird den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr erkennen können, denn hier geht es weniger um eine Charakterisierung der Täter, sondern um die Taten, die Ausführung und die Folgen selbst. Hier werden Figuren wie zum Beispiel Klaus Rainer Röhl, Siegfried Buback, Jan-Carl Raspe, Irmgard Möller und Rudi Dutschke ins Geschehen geworfen, um dann wieder aus dem Film zu verschwinden. Dabei bekommt „Der Baader-Meinhof-Komplex“ das Problem, dass er mit zunehmender Laufzeit immer größere Sprünge betätigen muss und man durchaus immer wieder das Gefühl bekommt, einige wichtige Sachen nicht erzählt bekommen zu haben, oder das bestimmte Handlungen von Charakteren, die eigentlich die Geschichte bereichern würden, verschwiegen wurden. Dafür…
Kritik im Original 18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 9 Antworten
filmschauer Mon, 22 Oct 2012 18:17:12 -0000
Antwort löschenDie Doku "Die RAF" von Stefan Aust ist da eine gute Begleitung, falls man mit dem Thema so seine Probleme hat.
SoulReaver Mon, 22 Oct 2012 18:37:32 -0000
Antwort löschenHat einer von euch beiden zufällig "Die Stille nach dem Schuss" von Schlöndorff gesehen?
filmschauer Mon, 22 Oct 2012 18:43:56 -0000
Antwort löschen@Souli: Ja, hatte mir nicht gefallen.
SoulReaver Mon, 22 Oct 2012 20:09:47 -0000
Antwort löschen"Die innere Sicherheit" und "Todesspiel" wollt ich mir in nächster Zeit eh mal ansehen. :)
SoulReaver Mon, 22 Oct 2012 20:46:46 -0000
Antwort löschenDie Tage gibt es bei mir schon einen Petzold, allerdings "Barbara". :)
filmschauer Mon, 22 Oct 2012 21:16:02 -0000
Antwort löschen"Die innere Sicherheit" habe ich übrigens auch noch vor mir, "Stammheim" ist sehr empfehlenswert und die große Wertschätzung für "Die dritte Generation" kann ich trotz vieler Lobpreisungen hier leider nicht teilen, stimmt schon.
Brentano Wed, 24 Oct 2012 21:04:40 -0000
Antwort löschen34 Tote, oh wie schrecklich, hat die RAF verursacht, da sterben mehr Menschen auch heute noch täglich auf anständigen "deutschen" Straßén in wackeren, (oder bringen sich um) mit sauberen Panzer-Automobilen und SUV's, aber wenn man kein niedriges verächtliches Ziel verfolgt in Täuschland und nicht wenigstens 100.000 Menschen dadurch/damit umbringt, dann ist es grundsätzlich falsch, und verabscheunswert, klaro Carlo.
Und dieser Film, ist keine "Dokumentation", sondern eine wild zusammen gemixte gestöpstelte ideolgisch einseitig verbrämte Interpretation, auch von Leuten gemacht, die kaum eine Ahnung hatten, was die politischen Interessen der RAF ursprünglich wirklich ausmachten, etc.
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Le Samourai Thu, 25 Oct 2012 15:41:52 -0000
Antwort löschenLol.
Brentano Thu, 25 Oct 2012 16:33:39 -0000
Antwort löschenfreut mich das er dir gefällt, ...
Fricki76: Asianfilmweb.de
Kommentar löschenEichingers Produktion ist ein Unterhaltungsfilm und keine Dokumentation. Ob das bei dem Thema legitim ist, ist eine Frage, die nicht direkt mit der Qualität des Films in Zusammenhang zu bringen ist. Sicherlich hat der Film seine Längen, die "Nebencharaktere" sind kaum erklärt und dadurch schwer einzuordnen. Auch die Einordnung "zwischen" Unterhaltung und "Anspruch" ist sicherlich problematisch und formal sehr mit Spielbergs "München" zu vergleichen. Nichts desto trotz gibt der Film einen Einblick in die jüngere Geschichte unseres Landes, auch wenn es sicherlich kein authentischer Geschichtsfilm ist. Über die "Actionorientierung" wurde vieles gesagt, man kann leidlich darüber streiten. Unterhaltsam ist der Film dennoch, er ist handwerklich gut gemacht und die hochkarätige Besetzung macht einen guten Job.
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Ulrich Behrens
Kommentar löschenGegenaufklärung
Ich ärgere mich über einen Film, der alles mögliche vorgibt zu sein ... und dabei genau das Gegenteil (ich unterstelle: bewusst!) bewirkt. Über die RAF und vieles, was zum Thema gehört, mehr scheint nach dem Konsum von "Der Baader Meinhof Komplex" alles gesagt. Das Volk weiß jetzt Bescheid. Punkt. Der Film ist das, was man einen Blockbuster nennt. Das macht ihn noch nicht schlecht. Es gibt gute und aufklärende Blockbuster, z.B. "Terminator" und "Terminator 2" von James Cameron. Was den von Eichinger produzierten und geschriebenen Streifen zu einem Gegenaufklärungsprojekt macht, ist etwas anderes. Er verklärt und übertüncht einen Zeitraum von 1967 bis 1977, weil er alle bisherigen aufklärerischen Projekte zu dieser Zeit und zur RAF nicht nur hinter sich lässt, sondern gleichsam – u.a. auch durch die Art und Weise, die Methode der Dramaturgie – mit einem Schleier des Vergessens belegt.
Man stelle sich vor: Es dreht einer einen…
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christoph-ax Sat, 12 Jun 2010 10:05:43 -0000
Antwort löschenja, aber kann man wirklich im Film übersehen, dass Horst Herold, als Willi Brand "mehr Demokratie wagen" wollte, noch gar nicht im Amt war??? Das war 1969 und da war der Vorgänger und Alt-Nazi Paul Dickopf noch im Amt. Diesen Namen meidet man wie die Pest, denn es war der Freund des Schweizer "Bankier des Schreckens", der Nazi-Größen wie Eichmann und Barbie verteitigen ließ, 1972 bei der Entführung der Lufthansamaschine "Baden Würtemberg" den Erpresserbrief überbrachte mit dem 15 MioDM gefordert und schließlich gezahlt wurden(siehe: http://www.dailymotion.com/video/x4pr5p_l-extremiste-francois-genoud-de-hit) , der später dann den Terroristen Carlos finanzierte und sich schließlich 1996 im Kreise "Alter Kammeraden" das Leben nahm ...
Fakte, Fakten! Erkenntnis?
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modo Sun, 17 Oct 2010 11:08:02 -0000
Antwort löschenseh, ich genau so und gut geschrieben!
Puebleau Mon, 19 Sep 2011 19:44:31 -0000
Antwort löschenDer Film wird mit Terminator 1 + 2 und die RAF mit dem deutschen Nationalsozialismus verglichen. Ich denke daran kann man die Ahnungslosigkeit des Kommentators am besten erkennen.
Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...
Kommentar löschen"Vereichingerung der Geschichte", "Der Langfilm-Guido-Knopp schlägt wieder zu" -
ähnliche Schlagzeilen gab es bereits weit vor Erscheinen der filmischen Adaption von Austs Standardwerk zur RAF und so entwickelte sich der "Baader-Meinhof-Komplex" zu einem Faszinosum, einem Politikum, welches noch höhere Wellen schlug, als Eichingers "Untergang".
Die Verfilmung von historischen Stoffen, insbesondere solchen der jüngeren Vergangenheit ist ein heißes Eisen, dies dürfte Eichinger und sein jeweiliger Regisseur schon bei den letzten Tagen im Führer-Bunker gemerkt haben; "B-M-K" erweitert die Angriffsfläche noch einmal deutlich. Ein nicht geringer Teil der Zuschauer dürften mehr oder weniger passiv in Kontakt mit der RAF und den dazugehörigen Strippenzieher gekommen sein, somit liegt es nahe, dass die persönliche Wahrnehmung der damaligen Lage nicht unbedingt kongruent zur filmischen Darstellung ist. Der Faktor, dass es sich bei…
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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenEin Film der viel zeigt, aber wenig erklärt. Im Eiertanz beiden Seiten gerecht zu werden, die Terroristen nicht zu glorifizieren und die Reaktionen des Staates nicht zu verharmlosen, verliert sich der Film in einer gewissen Beliebigkeit, die auf die volle Laufzeit irgendwann in Langeweile resultiert. Letztlich ist der Film einfach zu feige um spannend zu sein, erklärt weder die Wege in den Terrorismus wirklich, noch macht er die inneren Entwicklungen der RAF deutlich. Stolz wie Oscar gehen Edel und Eichinger mit ihren akribisch und aufwendig nachgestellten Szenen hausieren und haben doch nicht mehr anzubieten, als die bekannten Bilder, hinter denen gehetzte Leere lauert. Es ist ein haltungsloser Film, ein Film gewordenes sowohl-als-auch, der sich immer dann wenn es spannend würde in die sichere Distanz flüchtet und seine A-Besetzung brav revolutionäre Sätze aufsagen lässt - die zwischendrin immer mal wieder nach Laienspielgruppe klingen. Das mag alles verbrieft sein, bleibt aber bis zuletzt Oberfläche und taugt weder als Unterhaltungsfilm noch zur ernsthaften Auseinandersetzung. Baader Meinhof ist filmgewordenes MEH!
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FunkyDave Fri, 27 Nov 2009 23:02:09 -0000
Antwort löschenEs geht ja auch darum aufzuzeigen, was passiert ist, und das Geschehene nochmal zu verarbeiten. Eine starke Meinung zu vertreten zu so einem brisanten Thema ist ziemlich schwierig, weil kaum jemand von sich behaupten kann die Terroristen zu verstehen.
Anreas Baader wurde ziemlich gut dargestellt und ich al Zuschauer konnte genau seine Motivation nachvollziehen: Rumstänkern und Chaos. Baader hatte nie ein wirkliches Ziel sondern wollte immer nur: Ich bin Dagegen! was man insbesondere am Ende gesehen hat. In diesem Punkt hat der Film auf jeden Fall die verschiedenen Motivation der wichtigsten Personen gründlich illustriert.
Kramsi Thu, 03 Dec 2009 19:30:22 -0000
Antwort löschenIch finde zu Beginn hat der Film durchaus die Motivation und Beweggründe gut aufzeichnen können. Die Szenen während der Schahdemo, der Tod Ohnesorgs und die Sorge, eventuell wieder nichts zu tun wenn sich die herrschende Macht mit Macht behauptet und radikalisiert.
thisworld Fri, 11 Dec 2009 08:59:27 -0000
Antwort löschendie terroristen kommen alle samt als schießwütige ego-macker rüber.
was is daran gelungen dargestellt?
eichinger/edel ne autobombe für dieses verbrechen.
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thisworld Fri, 11 Dec 2009 09:01:26 -0000
Antwort löschenRumstänkern und Chaos. Baader hatte nie ein wirkliches Ziel sondern wollte immer nur: Ich bin Dagegen!
<-- wenn man natürlich den herrn aust (auf dessen unsäglichem buch der film ja basieren soll) als weisheit letzter schluss nimmt, mag das stimmen.
Luce_1st Wed, 17 Feb 2010 21:25:17 -0000
Antwort löschenHervorragende Analyse...Endlich hat mal jmd. in Worte gefasst was ich, nie ausdrücken konnte.
fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschenHandwerklich ist die Umsetzung solide, professionell. Einige Schnitte sind jedoch einfach scheusslich. Möglicherweise hat Regisseur Uli Edel aber sogar beabsichtigt, dass diese brutalen Szenen nicht ganz nach den üblichen Normen des Kinos formiert werden, sondern durch unbequeme Inszenierung aufrütteln. So lässt sich auch die schnörkellose Kameraarbeit erklären. Laut Aussage im Presseheft bestand das Regiekonzept von Edel in der Vermeidung der Regeln des Genrekinos, also «auch keine gezirkelten Kamerafahrten oder ausgefallene Kamerapositionen.» Wurde auf der Bildebene weitgehend auf die Steuerung der Emotionen verzichtet – sofern davon ausgegangen wird, dass die Brutalität nicht abschreckt –, so sind inhaltlich und auch auf der Tonebene zahlreiche Lenkungsversuche zu erkennen.
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Kim Newman: Empire Kim Newman: Empire
Kommentar löschenFaszinierende Geschichte, sehr guter Film - aber herausfordernd; der Mangel an einfachen Antworten wird einige frustrieren. Lektionen über den Terrorismus im 21. Jahrhundert sind impliziert, aber nicht allzu sehr betont.
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Mr.Vengeance: Lost In Imagination
Kommentar löschenWeder Fisch noch Fleisch. Zu reißerisch inszeniert, entzieht sich der BADER-MAINHOF-KOMPLEX immer wieder jeder Verantwortung, schiebt fadenscheinige Erklärungen vor, durchleuchtet die Charaktere nur selten. Eine krude Aneinanderreihung von Momenten ohne Herz und Seele. Teilweise schauspielerisch überragend, teilweise auf dem Niveau einer Leienschauspielgruppe. Und was mache ich jetzt damit?
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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...
Kommentar löschenRespektabler Film dank authentischer Darstellung der Ereignisse (im Vergleich mit dem ungleich schwächeren "Baader"), großartiger schauspielerischer Leistungen (allen voran Martina Gedeck und Johanna Wokalek verwandeln sich ihren historischen Figuren glaubwürdig an) und der Tatsache, dass hier versucht wird, allen Seiten gerecht zu werden. Eine "Hexenverbrennung" von Meinhof und Ensslin findet hier zum Glück nicht statt.
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Enk: Mental Savage Enk: Mental Savage
Kommentar löschenDer Film schafft eine feine Gratwanderung zwischen Mythos und Heldenverehrung auf der einen Seite und unverklärter Sicht auf das brutale Morden auf der anderen Seite. Gerade die Figur des Andreas Baader wird hier anfangs nochmal zur Ikone der Rebellion stilisiert, von der eine nicht zu leugnende Faszination ausgeht.
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Hausmeister: Nerdtalk.de
Kommentar löschen[...] Fazit: „Der Baader-Meinhof-Komplex“ ist eine augenscheinlich evidenzbasierte Umsetzung des Themas RAF, die nicht zum Unterhaltungsfilm verkommt, allerdings auch mit der Aufzählung aller Fakten spart. Für eine erste Annäherung an das Thema durchaus angemessen und eine gute Möglichkeit sich dem Thema zu nähern. Die schauspielerischen Leistungen sind durchweg solide bis herausragend und machen den Film äußerst sehenswert.
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Zauberer47j Sun, 22 Nov 2009 22:22:28 -0000
Antwort löschenFast ganz Deiner Meinung
Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...
Kommentar löschen[..]„Der Baader-Meinhof Komplex“ hätte ohne Zweifel großes Potential gehabt, doch hatten die Macher augenscheinlich nicht den Mut dies auch auszuschöpfen. Wo Tiefe erforderlich gewesen wäre, bietet der Film nur (gutgemachte) Bilder und simple Trivialität. Wo Bedächtigkeit erforderlich gewesen wäre, schlägt der Film ein scharfes Tempo ein. Wo eine Positionierung von Nöten gewesen wäre, bleibt der Film ohne Haltung. Eichinger und Aust berufen sich immer wieder auf die kompromisslose Darstellung der Morde der RAF, doch ist dies nicht ausreichend für einen Film, der sich der RAF annehmen will. Menschen definieren sich durch Taten, das mag richtig sein, doch das Zeigen der Taten bleibt ohne Deutung inhaltslos.[...]
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Zauberer47j Sun, 22 Nov 2009 22:21:24 -0000
Antwort löschenDann wäre dieser Film nie ins deutsche TV gekommen
Der Cinephile: Der Cineasten-Blog Der Cinephile: Der Cineasten-Blog
Kommentar löschen[...]Dem Film sieht man an, dass weder Kosten noch Mühen gescheut wurden, um dieses grausame Kapitel westdeutscher Vergangenheit wieder auferstehen zu lassen. Kein Wunder, schließlich beweist Bernd Eichinger mit seinen Filmen gern einmal, dass man in Deutschland auch durchaus klotzen statt kleckern kann. Anhand der optischen Brillanz des Films, für die man auch Uli Edel überraschend Beifall zollen muss, drängt sich natürlich die Furcht auf, der komplexe Inhalt bleibe auf der Strecke. Tatsächlich aber werden die geschichtlichen Ereignisse realistisch auf die Bühne gebracht und es wird sich nicht gescheut, die Mörder der RAF als Menschen darzustellen. Im Falle von Andreas Baader, brillant gespielt von Moritz Bleibtreu, kann man sogar sehr gut die Anziehungskraft des Demagogen nachvollziehen. Natürlich stehe trotzdem das schockierende Porträt von Menschen im Vordergrund, die im ideologischen Wahn über Leichen gehen. Auf der anderen Seite hält sich der Film auch nicht mit Kritik gegen die damalige Politik der BRD zurück, die der RAF erst den Nährboden für ihre Entwicklung gab.[...]
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Zauberer47j Sun, 22 Nov 2009 22:20:20 -0000
Antwort löschenHmmm
Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...
Kommentar löschenEs muss nicht immer Hitler sein, wenn sich das Kino deutscher Geschichte besinnt. Schon 1985 schrieb Ex-"Spiegel"-Chefredakteur Stefan Aust am Drehbuch der Gerichtsprozesse von "Stammheim"; jetzt hat er sich mit der Adaption seines Standardwerks in Sachen RAF zusammen mit Produzent Bernd Eichinger und Regisseur Uli Edel an den ganzheitlichen Ansatz gewagt.
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Zauberer47j Sun, 22 Nov 2009 22:19:11 -0000
Antwort löschenSorry falsch geklickt, so ein Schwachinn
Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenJedenfalls ist der Film professionell gemacht, klar. Aber das ist wohl auch das Mindeste, was man von der mit über 20 Millionen Euro teuersten Produktion der deutschen Filmgeschichte erwarten darf. Er ist gut inszeniert. Hier, nicht im Drehbuchschreiben, liegt seit jeher die eigentliche Kunst Eichingers, der seine unter ihm agierenden Regisseure im Schneideraum keinen selbstständigen Schritt tun läßt, daher der eigentliche Autor dieses Films ist: Schnell, in rasanten Schnitten und ultrakurzen Szenenfetzen, wird die Geschichte von 1967 bis zum deutschen Herbst 1977 als bewegter Fotoroman und Collage erzählt.
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Zauberer47j Sun, 22 Nov 2009 22:17:32 -0000
Antwort löschenJa genau
Kaltduscher: MoviezKult.de
Kommentar löschenJa, ich bin ein freier Mensch. Trotzdem habe ich mir den Baader Meinhof Komplex angeschaut. Entgegen der Meinung fast aller Blogger-Kollegen halte ich nämlich Bernd Eichingers Arbeiten, vor allem die, die die deutsche Geschichte reflektieren, für großartig und wichtig. Schon bei Der Untergang (2004) gab es deutschlandweite Diskussionen, wie weit Eichinger mit seinen Produktionen gehen darf. Darf er einen gebrochenen Hitler zeigen? Darf man sehen, wie Magda Goebbels ihre Kinder tötet? Wird die Zeit nicht beschönigt, da vom Holocaust nichts erwähnt wird? Diese Kritikpunkte zeigen aber nur, dass Deutschland 60 Jahre nach dem zweiten Weltkrieg seine Geschichte immer noch nicht verarbeitet hat. Wir Deutschen haben ein Problem mit unserer Geschichte, auch wenn die Taten von damals mit unserer Generation überhaupt nichts mehr zu tun haben. Dieses “Täterdenken” blockiert eine objektive Aufarbeitung der Historie. Auch bei Eichingers neustem Film, dem Baader Meinhof Komplex, der die Jahre 1967 bis 1977 der linksradikalen Terrororganisation RAF beleuchtet, wurde wieder Kritik laut. Er zeige zu wenig von den Opfern, stilisiere die Täter dadurch gar als Helden, mache sich über den Staat lustig und liefere unterm Strich ein Werk ab, das zeigt, dass er und Regisseur Uli Edel in Studentenjahren mit der RAF sympathisiert haben. Leider gibt es dabei Leute, die so blauäugig sind und den Behauptungen glauben. Dumm gelaufen, sage ich nur, denn der Baader Meinhof Komplex stilisiert in keinster Weise die Täter, sondern beschreibt die Entstehung und den Höhepunkt der Roten Armee Fraktion fast dokumentarisch, zeigt die Gräueltaten und räumt auf mit der immer noch existierenden Meinung, Meinhof, Baader & Co. hätten nur das beste für ihr Volk gewollt.
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Kubrick_obscura: CinemaForever
Kommentar löschenDer Anfang, die Szene vor der deutschen Oper, brachte mich zum Weinen. Gleich am Anfang? Wie soll das nur weiter gehen? Keine Sorge, die restlichen unzähligen Minuten veranschaulichen einem die Geschehnisse rund um die RAF, ohne Aussage, ohne Zusammenhänge und Hintergründe, und vorallem ohne Gefühl. Aneinander gereihte Reenactments, die eigentlich nur in einer Doku Sinn machen, werden hier auf Spielfilmlänge aufgebläht und auf Hochglanz gebracht. Stars am laufenden Band. Bis auf die Gedeck und Wokalek, schauspielerisches Mittelmaß, TV-Niveau. Wie oberflächlich dieser Film ist, ist garnicht beschreibbar. Dass er nur die Täter zeigt, sei mal dahin gestellt. Dafür schafft er schon den Mythos RAF zu zerstören, zwar auf eine sehr dröge und unfilmische Weise, aber er schaffts.
Der Anfang ist sehenswert. Der hat mich berührt. Hier habe ich die Wut der Revolution im Bauch gespürt. Der Rest war Behauptung und Geschichtsstunde.
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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschenDie Stars als Terroristen: Sie sind oft erschreckend ähnlich. Am Mythos freilich wird durch ein solches Casting alles andere als gekratzt. Die Gegenseite, die Politik, die Richter und das Bundeskriminalamt, bleiben dagegen blass in ihren dunklen Anzügen, bis auf BKA-Chef Horst Herold, der sich auf dem Filmplakat mit auf die "Fahndungsfotos" verirrt und dem Bruno Ganz diffizile Tiefe gibt, dem dabei aber auch mal der alte Hitler rausrutscht.
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Matthias Dell: Der Freitag Matthias Dell: Der Freitag
Kommentar löschenDer Baader-Meinhof-Komplex steht mit seinem Allmachtsanspruch auf die Geschichte am Beginn einer Trivialisierung. Dass die nicht ausbleiben würde, stand zu erwarten; sie wäre nur leichter zu ertragen, wenn der Film aus PR-Gründen nicht mehr von sich behaupten würde. Die angeblich unterbelichtete Gewalttätigkeit der RAF wird durch das endlose und laute Geballer jedenfalls nicht plötzlich offenbar.
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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs
Kommentar löschenProduzent Eichinger und Regisseur Edel („Letzte Ausfahrt Brooklyn“) waren Zeitgenossen der RAF und Studienkollegen. Am Anfang steht ihr Film ganz klar auf der Seite der Anti-Schah-Demonstranten, die brutalst zusammengeschlagen werden. Eine Identifikation mit den Attentätern wird aber vermieden. Der Richter in Stammheim ist eine totale Witzfigur. Die Zweifel an der Selbstmord-These kommen überhaupt nicht vor. „Der Baader Meinhof Komplex“ ist kein Film, der verstört, Fragen aufwirft oder provokante Stellungnahmen macht. Aber eine solide Grundlage für weitere Diskussionen. Man kann sich freuen, dass sich ein richtig guter und packender Film eines nah-historischen Themas annimmt.
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Kommentare (124) — Film: Der Baader Meinhof Komplex
headmusic Tue, 09 Apr 2013 16:57:53 -0000
Kommentar löschenAn sich mag ich den Film ja...aber nur als recht spannenden Actionfilm. Als ein ausgewogenes und alle Seiten berücksichtigendes Zeitdokument leider nicht. Hier wird die RAF und ihre Protagonisten zu sehr in den Mittelpunkt gestellt und teilweise stark glorifiziert. Die Opfer werden fast gänzlich ausgeblendet! Der Film bewegt sich recht nahe an der Buchvorlage, wo dies allerdings einen Tick ausgewogener rüberkam. Aber den Opfern kann man über so eine Form sowieso nicht gerecht werden. Die Schauspielriege ist natürlich hervorzuheben. Obwohl man hier den Einruck bekommt, dass hier alles aufgeboten werden sollte, damit der Film auch International besser vermarktet werden kann. Fazit: Er ist Sehenswert aber sollte doch sehr zwiespältig beurteilt werden!
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PELANO Thu, 28 Mar 2013 13:10:06 -0000
Kommentar löschenEin Film, der versucht nahe an die Realität anzuknüpfen und trotzdem wie ein Spielfilm abläuft. In der Schule gesehen, aber richtig gut empfunden :D
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Cayopei Wed, 27 Mar 2013 13:35:57 -0000
Kommentar löschenDer deutsche Herbst als Räuberpistole auf knoppschem TV-Niveau. Gute Darsteller aber ansonsten...
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dustin.schluter.7 Fri, 15 Feb 2013 11:58:19 -0000
Kommentar löschenMeiner Meinung nach ist dieser Film seit langer Zeit endlich mal wieder ein guter Film aus Deutschland. Ich würde sogar so weit gehen, dass ich sage, dass der Film der beste deutsche Film ist seit "Das Boot" der beste deutsche Film ist. Leider ist das deutsche Kino ja von Schweiger, Schweighöfer und Co. überschwemmt, sodass kaum gute deutsche Filme ins Kino kommen. Hier wurde allerdings ein grandioser Cast auf eine grandiose Story losgelassen, sodass es endlich wieder eine Perle des deutschen Kinos gibt.
Im Vergleich zum internationalen Geschäft muss sich dieser Film auch nicht verstecken. Alles in allem sehr gelungen und gerne öfter gesehen.
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smokingfliege Fri, 01 Feb 2013 16:45:05 -0000
Kommentar löschenMir hat der Film super gefallen.
Es ist erschreckend, wie schnell alles aus dem Ufer läuft, wenn jemand Macht hat bzw. das Gefühl hat, Macht zu haben. Wie schnell Ungerechtigkeiten, egal, welches Kalibers, nicht mehr hingenommen werden, sondern Taten sprechen müssen. Der Film hat diesen Aspekt wirklich gut eingefangen.
Manche Leute schreiben, der Film sei Propaganda und RAF-verherrlichend. In meinen Augen ist er das ganz und gar nicht. Die Szenen im Gerichtssaal haben natürlich gezeigt, dass viele Menschen hinter ihren Ansichen standen, dennoch ist Propaganda für mich etwas anderes. Ich jedenfalls wäre keineswegs gewillt, der RAF beizutreten, wenn es sie dann noch geben würde, oder mit ihr zu sympathisieren.
Demonstrationen, Proteste, Meinungsfreiheit sind Rechte - und teils auch Pflichten -, die keinem Menschen abträglich gemacht werden sollten. Wenn jedoch eine Seite die andere überhaupt nicht mehr respektiert, passiert es einfach leicht, dass alles ausartet. Spoiler: Dies begann ja bereits am Anfang des Films als die Protestanten niedergeknüppelt wurden. Es wurde immer weiter aufgerüstet und die Kompromisse blieben aus.
Alles in allem ein interessanter und gleichzeitig spannend gehaltener Film.
Was noch zu sagen bleibt, ist, dass Moritz Bleibtreu, von dem ich von Film zu Film mehr halte, seine Rolle sehr gut gespielt hat.
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mrvans26 Fri, 11 Jan 2013 09:31:52 -0000
Kommentar löschenLangweilig.
Und Moritz Bleibtreu wie immer eine Katastrophe.
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Roach Sun, 23 Dec 2012 22:48:00 -0000
Kommentar löschenJa, der "Baader-Meinhof-Komplex" ist, vor allem im Maßstab des deutschen Kinos gesehen, technisch überraschend gut gemacht.
Ja, der Film ist authentisch. Gerade die Inszenierung von Extremsituationen, Panik und Depression ist gelungen.
Ja, der Film ist informativ. Die Ereignisse werden glaubwürdig und einigermaßen faktentreu dargestellt.
Ja, die Schauspieler leisten gute Arbeit - auch, wenn dieser Eindruck von der einen oder anderen schwach gespielten Nebenrolle getrübt wird.
Aber:
Nein, leider schafft es der Film nicht, über die ganze Länge die Spannung aufrechtzuerhalten. Es dreht sich die meiste Zeit um dieselben drei Charaktere, die - und so ist das nun mal gelaufen - eine Ewigkeit im Knast sitzen und durchdrehen. Der Film ist anstrengend, zäh, kalt... steril, was vor allem auf die Rechnung des Drehbuchs geht, in dem alle wichtigen Ereignisse der RAF-Geschichte wie auf einer Einkaufsliste abgehakt werden. Das ist schade, da der Anfang des Films die explosive Energie in den Hauptakteuren der Geschichte sehr gut einfängt, nur um solche Emotionen schließlich in die Tiefkühltruhe zu sperren. Eine weniger dokumentarische und eher charakterbezogene Herangehensweise hätte hier wohl noch mehr rausholen können als eine überlange Geschichtsstunde auf der Leinwand.
Und - bevor ich es vergesse - NEIN, die RAF waren keine Helden, sondern Terroristen, und daran ändert es auch nichts, dass sie in diesem Film als Märtyrer dargestellt werden.
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Lester Burnham Fri, 21 Dec 2012 18:35:27 -0000
Kommentar löschen„Protest ist, wenn ich sage, das und das passt mir nicht. Widerstand ist, wenn ich dafür sorge, dass das, was mir nicht passt, nicht länger geschieht.“ – Ulrike Meinhof
Spannende Geschichtsstunde, ein wichtiger (politischer) Teil deutscher Nachkriegszeit, äußerst interessant auch für RAF-Nichtkenner aufgearbeitet, clever kombiniert mit zum Teil harten Actionszenen.
Daneben die tadellose Darstellerleistungen, allen voran Martina Gedeck als Ulrike Meinhof, deren Figurenentwicklung so drastisch und unglaublich (nicht unglaubwürdig!) daherkommt, dass man gar nicht glauben kann, dass die ganze Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht.
Fazit: Zurecht Oscar-nominiert!
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J-Ross Thu, 20 Dec 2012 16:47:07 -0000
Kommentar löschenGnadenlos zäh wie Kaugummi. Eine Hascherei von einer Schießerei zur nächsten. Es ist unglaublich, wie spannungsarm solche Szenen ablaufen und wie kalt dies alles einen trotz der Realitätstreue lässt. Schwache Charakterdarstellung vom Drehbuch. Wirkt stellenweise nicht anders als eine Dokumentation und hätte besser als solch eine angelegt sein sollen. Für reale Personen wurden die Persönlichkeiten ziemlich schablonenhaft behandelt. Machoärsche oder Angeber, die glauben, sie sind die riesigen Weltverbesserer. Überwiegend so fallen die ätzenden Hauptrollen aus. Alles wirkt total unterkühlt und einfach nur runtergerattert, um schlicht die Fakten der Geschehnisse zu präsentieren. Ich weiß auch nicht, was so große Stücke auf die Darsteller gesetzt werden. Gegenüber keiner Rolle konnte ich irgendwelche Sympathien oder Faszination aufbauen. Dieses miese theaterdeutsch dringt zu oft durch und geht stark auf die Nerven. Wenn es denn vermieden wird, dann hat man allerdings den Eindruck, der Film ist eine überzeichnete politische Rede. Was diesen Spielfilm jedoch am meisten auszeichnet ist gähnende Langeweile. Da kümmert es auch nicht, wenn filmtechnisch nichts zu bemängeln ist. Allerdings gibt es filmtechnisch auch absolut keine Besonderheiten, die für eine Aufwertung sorgen. Als Spielfilm ist das Ergebnis äußerst ärgerlich, als Doku hätte das weitaus besser funktioniert.
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Abettertomorrow Thu, 20 Dec 2012 10:04:04 -0000
Kommentar löschenAusgezeichnete Verfilmung der RAF-Geschichte als Kino-Actionfilm. Ich wusste gar nicht, dass deutsches Kino so gut sein kann.
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deinvaddah Wed, 31 Oct 2012 22:20:15 -0000
Kommentar löschenToller Film. Historisch gut umgesetzt. Auf jeden Fall gucken!
R.A.F. RULES !!!
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lhiannan Sun, 11 Nov 2012 23:56:37 -0000
Antwort löschenDu Superbrain hast genau gar nichts vom Film bzw der Thematik verstanden, wenn man Deine Statement so liest..
deinvaddah Mon, 12 Nov 2012 21:14:42 -0000
Antwort löschenNe, hab ich nich. Erklärst du´s mir?
AgentGuhl86 Sat, 18 Aug 2012 14:38:39 -0000
Kommentar löschenEin schwieriges Thema haben sich das Duo Eichinger und Edel hier zum Verfilmen ausgesucht. Wenn man sich zur Thematik der RAF in heutigen Schulen umhören würde, hätten die wenigsten Schüler wahrscheinlich eine Idee, worum es hier geht. Zum einen, weil es kein Thema im Geschichtsunterricht ist (dank der unglaublich "realitätsnahen" Rahmenlehrpläne der Schulämter auch kein Wunder) und weil Bildung in unserem Lande ja eher klein geschrieben wird. Ich kann mich auch an meine eigene Nase packen, denn abgesehen von RAF, Meinhof, Enslin und Baader sowie Duttschke und dem Attentat auf Benno Ohnesorg in den 60er Jahren habe ich auch nicht viel Ahnung von den Zusammenhängen, die hier greifen. "Der Baader Meinhof Komplex" versucht die Geschichte Anfang an aufzurollen und über 2 Jahrzehnte hinweg zu verteilen. Das ist in sofern positiv, als dass man mal eine Idee der Tragweite der RAF sowie die Idee dahinter kennenlernt, allerdings krankt der Film an dieser Stelle, da die Dramaturgie und das atmosphärische Gefüge etwas darunter leiden. Insgesamt ist der Film zwar nicht schlecht, aber der große Wurf, der es hätte werden sollen oder laut Oscarjury ist, kam hier nicht heraus. In erster Linie ist es eine überwältigende Zusammenstellung von aufwändigen Effekten und Kulissen sowie ein Schaulaufen deutscher Filmstars. Außerdem untermauert dieses Werk die signifikant hohe Korrelation zwischen deutschen Filmen mit historischem Kontext und der Anwesenheit von Heino Ferch - diesmal als BKA Assistent (es soll ja schließlich niemand darstellerisch überfordert werden).
Darüber hinaus bietet "Der Baader Meinhof Komplex" aber eine sehr interessante Sicht auf den RAF-Terrorismus. Der von Bruno Ganz verkörperte BKA-Chef (der deutsche Jim Gordon) bemerkt in einer Szene, dass es sehr wohl wichtig ist, die Motivation terroristischen Verhaltens zu ergründen und dass es lediglich den politischen Mächten möglich ist eine entscheidende Änderung im System herbeizuführen. Denn anders als der heutige Terrorismus, der oft religiös motiviert ist, war der Basisgedanke der RAF gegen die imperialistische Politik der USA sowie auch gegen die krankhaften Auswüchse des kapitalistischen Systems vorzugehen. Weiterhin gut zu erkennen ist, wie schnell ein Basisgedanke bzw. dessen Anwendung auf die Realität fehlinterpretiert werden kann, sobald sich eine neue Generation herausbildet. Während die erste RAF-Generation um Baader, Enslin und Meinhof zivilie Opfer vermeiden wollten, hat die Generation um die Entführung der Lufthansamaschine diesen Gedanken ausgeblendet, um ihr Ziel zu erreichen. Aber wie auch immer, Terrorismus an sich darf nicht geduldet werden, aber der Gedanke dahinter muss von Politikern und von uns allen ergründet werden, um zu analysieren, was evtl. schief geht oder gegangen ist. Das ist die große Stärke des Films - sich gedanklich etwas eingehender mit dem schwierigen Thema des Terrorismus in allen seinen Formen auseinanderzusetzen.
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deinvaddah Wed, 31 Oct 2012 22:22:33 -0000
Antwort löschenZum Thema Schulbildung:
Als ich selbst noch zur Schule ging war ich der Meinung das es in der Schule Primär darum ginge etwas zu Lernen. Jedoch war ich auch Naiv genug um zu glauben, das der Grund dafür, nicht all zuviel in der Schule zu Lernen, darin liege, das ich so Kompetent sei. Schließlich habe ich keinerlei Probleme gehabt den Inhalten des Unterichts zu folgen, mit ausnahme des Deutschunterichts - dieses Fach war mir schon immer zu Trocken, ich zeichnete derweil lieber oder Träumte vor mich hin. Des weiteren habe ich es nie als meine Aufgabe wahrgenommen die Hausaufgeben zu erledigen, warum auch? Schließlich hatte ich ja (meistens) im Untericht aufgepasst und konnte die Aufgaben ohne weiteres lösen, wenn der Lehrer sie mir stellte (außer im Deutschuntericht). Bis Heute ist mir die Zweckmäßigkeit von Hausaufgaben, so sie denn vom Lehrer gefordert werden, unbegreiflich. Denn wenn man eine Sache verstanden hat, warum soll man sie bis zum erbrechen wiederholen. Denn ob man 87 x 27 Rechnet, oder 52 x 31, so rechnet man doch immer auf die gleiche art und weise.
Nun mag manche Lehrkraft meinen, es sei wichtig für die Schüler sich das Erlernte einzuprägen, indem mann es immer und immer wieder Wiederholt. Doch wenn ich in Erdkunde Lerne das die Hautstadt von Polen Warschau ist, so weis ich dass und muss es nicht Stundenlang wiederkeuen. Natürlich gibt es auch Komplexere Aufgaben die nicht jeder Schüler gleich zu beginn versteht, jedoch wäre es auch hier Ratsam den Schülern die Sachverhalte zu Lehren, statt immer und immer wieder danach zu Fragen.
Erst viel Später ist mir Klar geworden was der eigentliche zweck der Schulischen Ausbildung ist - und es war mir zu Tiefst zu wider.
So ist es meine Meinung das es in der gesamten Schulzeit nur zu etwa 5 - 10% darum geht etwas zu erlernen, etwas zu erfahren. Und zu etwa 90% geht es wohl darum Leistung zu zeigen, Leistung zu Prüfen.
Das heist das die Erfahrung quasi auf der Strecke bleibt, und ohne Erfahrung bleibt auch meist die Erkentniss aus. Ich finde jedoch das es gerade für uns Menschen wichtig sein sollte Dinge zu verstehen, zu Erkennen, und auch das will gelernt sein. So wäre es doch sinnvoller den Schülern etwas beizubringen, statt bloß ständig Ihre Leistung zu Prüfen. Leistung beschreibt z.B. wie viel PS ein Motor hat, wieviele umdrehungen pro Minute macht er wohl? Diese Frage beschäftigt sich mit Mengeneinheiten, es wird nicht gefragt aus welchem Metall ist der Motor, oder wie präzise wurde er Gearbeitet. So ist die Frage nach Leistung doch ein ruf nach Quantität und nicht die Frage der Qualität. Warum soll z.B. eine Klasse für den Chemieuntericht das Einfache Periodensystem auswendig Lernen, wenn es doch in den Büchern steht (ich gehe davon aus das jede Deutsche Schule über Bücher verfügt). Sicherlich gibt es Menschen die Chemiker werden möchten, ein paar davon werden es vielleicht wirklich, aber wieviele sind das in einer Klasse oder gar einem Jahrgang. Natürlich wird die Aufgabe des Auswendig Lernens für zu Hause Aufgegeben. Für diese Aufgabe benötigt man keinerlei Sachkentniss, die Namen der Stoffe sind in der Tabelle (zumindest in Schulbüchern) gegeben. Auch aus der bloßen kentniss darüber wo ein Stoff einzuordnen ist hat man noch lange nichts über die Chemie als Wissenschaft Gelernt. Also bleibt als zweck dieser Aufgabe lediglich das Prüfen der (Quantitativen) Leistung des Schülers (denn er hat ja dabei nichts über die "Sache " Chemie erfahren). Dieser Prozess zieht sich durch die gesmte Schulische laufbahn eines Schülers. Es wird verinnerlicht.
Nun Stellt sich die Frage wie Gesund sich diese ausrichtung auf Leistung auf unsere Gesellschaft, und was noch wichtiger ist, auf den Menschen selbst auswirkt. Ich fange mit der Frage an, wieviel Wert der Mensch auf seine Werte legt. Damit meine ich wie wichtig es dem einzelnen ist sein Potential (in jedweder Form) erstens für sich und zweitens gegenüber anderen unter beweis zu Stellen und zu nutzen. Hierfür stelle ich mir zwei Handwerker vor, zwei Schreiner um es genau zu sagen. Der eine baut 10 Stühle am Tag, das muss er, er muss von dem Erlös Leben, jedoch da er nur wenig zeit hat (denn der Tag ist Kurz und Zehn Stühle sind nicht so schnell aus dem Ärmel geschüttelt) sind seine Stühle nur Minderer Qualität . Der Schreiner kann nichts dafür, er hat schon in der Schule erfahren das es eher darauf ankommt schnell und Fleißig zu sein. Sein Lehrer gab der klasse z.B. in Mathematik stets Aufgaben wie:"Ihr rechnet jetzt die Aufgaben 1a bis 7f, ihr habt zehn minuten zeit!" Erfüllte er die vorgabe nicht so Sprach der Lehrer oft: "Oh, du solltest gründlicher Lernen."- welch eine Idiotie! Für den Schreiner hieß es also immer das der Wert in der Menge der Erbrachten Leistung liegt. Er hätte sicher das Potential mit weniger Leistung mehr zu erreichen, wenn er erfahren hätte das Leistung allein keinen Wert hat.
Der andere Schreiner jedoch ging nie zur Schule, er musste selbst Erfahren. Dafür ist ihm die möglichkeit gegeben seine Stühle nach seinen eigenen Werten zu Fertigen. Auch wenn er nur einen Stuhl am Tag Ferigt ist dieser von so hoher Qualität, das er von dem Erlös gut Leben kann. Dadurch das er selbst erfahren hat war er unvoreingenommen und so konnte er sein Potential nutzen den schmalen Grat zwischen Leistung und Wert zu finden. Natürlich horchen viele auf wenn ich von Werten Spreche, da fällt sicherlich auch der Begriff der "Inneren" Werte und der Wert-"vordstellungen" der Moral und Ethik, aber dazu komme ich später. Im moment möchte ich nur sagen,...: wie wird es wohl mit dem Wohlbehangen eines Menschen Aussehen wenn er früher oder Später merkt das er sich als Mensch nicht allein an Leistung messen kann sondern auch am Wert den er päsentiert. Das heißt, ein Mensch der in seinem Leben viel Leistung erbringt kann sich nicht sicher sein ob sein Schaffen Wert hatte, wenn es keiner universellen Wertevorstellung, keiner Qualität unterlag. Wobei der Wert allein ohne Leistung nicht zustande kommt. (Der Wert setzt einen nutzen voraus, der in dieser hinsicht nicht nur dem Wertschöpfer gilt, sondern der allgemeinen gültigkeit bedaf, weil er sich der universellen Werteordnung fügen will. Dass bedeutet: der Sozialen Werteordnung der Gesellschaft, deren Bürge er sein will.)
Das bringt mich zum nächsten Punkt.
Was bedeutet die "Wertlosigkeit" für den Menschen? Wobei wahrscheinlich allein die Erkenntniss zwischen "Wertvoll" und "Wertlos" zu unterscheiden den meisten Menschen fehlt (nicht zuletzt dank unserem Bildungssystem). Ich glaube das die Lethargie die in den letzten Jahren bei uns einzug gehalten hat, ein ergebniss dieser "Wertlosigkeit" ist. Ich Denke man kann in guter Stammtischmanier ein Beispiel anführen. Ich selbst Arbeite, mein Gehalt ist in den letzten Jahren nicht Gestiegen. Ich merke aber das alles was Geld Kostet immer und immer und immer... und immer Teurer wird. Für meine Arbeit erhalte ich also Geld was immer weniger wert ist, also Verdiene ich weniger, ich muss also um den LEBENSWERT für den ich Arbeite mehr Leistung erbringen um ihn zu halten, also ist meine Leistung weniger wert und alles wird immer Teurer. D.h. irgendwann wird meine Leistung Wertlos sein. Wozu also noch Leistung erbringen? An diesem Punkt, an dem ich keine Leistung erbringe, schaffe ich dann keinen Wert, d.h. mein Schaffen ist Wertlos. Und weil ich dann keinen Penny mehr in der Tasche habe und mich vielleicht noch selbstzweifel quälen, denn wir haben ja von klein auf gelernt das nur die Leistung zählt und das wir uns nur daran messen können, fühle ich mich dann Wertlos. Ich fasse kurz zusammen, je mehr wir uns auf die Leistung Konzentrieren, desto mehr bleibt der Wert auf der Strecke. Auch unser eigener.
Ich bin der Meinung das Leistung lediglich ein Treibstoff ist, nicht der Motor.
So, ich habe jetzt schon gesagt, dass es einen zusammenhang zwischen der Leistung und dem Wert gibt. Allerdings fehlt in dem zusammenhang noch ein Baustein. Ich spreche von der Motivation (der Motor). Die Motivation ergibt sich aus dem erkennen eines zusammenhangs und der ERKENNTNISS der Notwendigkeit des Handeln zu gusten des ego. Ich habe "Erfahren" und " erkannt" und ichverfüger über die möglichkeit zu verstehen, "die Vernunft". Ich weis jetzt das die Leistung allein nichts ist, wir brauchen den Wunsch aus der Leistug einen WERT zu Schaffen. Die Motivation. Die Motivation ist also die Absicht die hinter allem steht. Wir können nie keine Motivation haben, es kommt jedoch auf das Erfahrene an in welche Bahn wir unser Handeln lenken.
Jetzt bin ich wieder bei den Schreinern, wir haben den einen der die Dinge schafft um sie zu Schaffen (eine Stückzahl laut seiner Rechnung) und den anderen der der Dinge Schafft, um einen Wert zu Schaffen. So wie sie es "Erfahren" haben. Ich würde sagen das der Quanti. Schreiner nur tut was er muss, er kann nicht nichts tun. (Wir können nie keine Motivation haben.) Der Quali. Schreiner dagegen tut was er kann, weil er nie etwas anderes Lernen musste.
Beide haben ihre Daseinsberechtigung, nur hat hier die Arbeit des Quantitativen Schreiners weniger Substanz als die des Qualitativen Schreiners, denn Leistung ist "flüchtig" und nur der Wert hat dauer.
Selbst der Kolloss von Rhodos war nur ein Werk der Quantität, denn hätten seine Erbauer genauer überlegt, hätten sie Ihn auf Stein im Lande gebaut, statt nahe dem Wasser. Prsetige ist nur ein Monument der Leistung.
Also wie um alles in der Welt kommen wir dazu zu glauben das wir uns an unserer Leistung messen können? Hier kann ich nur wieder an das Auto verweisen. Ich kann zum Beispiel auf das Gaspedal treten, der Motor Heult auf und die Tachonadel schießt nach oben. Eien tolle Leistung, aber sobald ich den Fuß vom Pedal nehme wird der Wagen ruhig, die Nadel fällt. Anders ist es mit dem Auto selbst, denn ob ich nun Gas gebe oder nicht, das Auto IST. Jetzt kann ich zwar nochmal Gas geben, doch die Leistung ist eine andere, denn ich kann die gleiche Leistung nicht zweimal abrufen. Ich kann zum Beispiel auch nicht zweimal den selben Liter Kraftstoff verbrennen. Das geht nicht,(nicht während unserer Lebzeit) allein durch die zeitliche trennung. Aber ich kann zweimal mit dem selben Auto fahren, sogar noch viel öfter, was sehr praktisch ist. Also wie kommen wir darauf etwas so vergängliches, aber auch so leicht zu ersetzendes so hoch zu Stilisieren wie die Leistung?
Ich möchte eine Gliederung in drei Stufen darstellen. Die erste Stufe ist der zustand den wir haben wenn wir lediglich aus der Motivation heraus Handeln nur um uns zu beschäftigen oder um uns selbst glauben zu machen etwas geschafft zu haben. Diese Stufe möchte ich als Wertlos bezeichnen, da wir nicht mit der Absicht Handeln etwas dauerhaftes zu erschaffen., sondern nur mit der, unsere Motivation zu Kanalysieren.
Die zweite Stufe bezeichne ich als den zustand in dem wir Willens sind einen Wert zu Schaffen, jedoch nicht über die nötige Motivation verfügen die uns an unser Ziel bringt. Wir Kanalysieren nun nicht mehr unsere Motivation, sonder wissen vielmehr nicht in welche Bahn wir sie Lenken sollen. Unser Handeln ist Teilwertig. (Wir sind uns über unsere Fähigkeiten bewusst)
Die dritte Stufe ist die, in der aus unserer Motivation und der erbrachten Leistung, unweigerlich als Ergebniss ein Wert hervorgeht. Wir Handeln Wertvoll.
Das aller schönste an der ganzen Sache ist ja, das wir in der lage sind, unsere eigene Motivation und die daraus folgende Leistund und den Wert in vergleich setzten zu können mit der gleichen HANDLUNG anderer im selben Sinn. Dazu befähigt uns unsere Vernuft. Wobei wir das Ergebniss des anderen Immer anzweifeln. Wir üben Kritik. Jetzt kommen wir zum nächsten Punkt auf meiner Liste, der Subjektivität gegen über der Gesellschaft. Denn es ist ein echtes Problem, neben seinem eigenen besteben nach Wertvülle festzustellen, dass es noch andere der eigenen Art gibt die genau das selbe wollen und wir Gesellschaftlich an Sie gebunden sind, in dem Sinne, dass Sie uns in unserem eigenen Bestreben durchaus hilfreich sein können, jedoch nur wenn wir bereit sind im gegenzug eine gleichwertige gegenleistung zu erbringen."Leben und Leben lassen"- und KANN ICH MEHR? Doch wenn man gleiches gegen gleiches Tauscht zieht man folglich keinen Nutzen. Wir treten also auf der Stelle, wenn wir nur Handeln um Handeln zu können ist das doch bloß Wertlos. Um Missverständnisse zu vermeiden möchte ich jedoch sagen, dass ich im Moment nur von der Gesellschaft im allgemeinen ausgehe und die Zwischenmenschlichen Beziehungen außen vor lasse, denn dieses Thema schneidet die Rubrik Emotionen an, dazu Später mehr. Andererseits haben wir ja auch schon längst eingesehen dass wir weiter kommen durch gegenseitiges helfen, wir helfen je dem anderen immer ein Stück weit auf die nächste Stufe solange der andere uns wieder eine Stufe hinauf hilft. Das könnte man als Teilwertiges Handeln bezeichnen. Allerdings kommt es auch vor, das man bedingungslos dem Anderen hilft, ohne einen gegenzug zu erwarten, so wie es die Mutter für das Kind tut. Das ist wohl am Wertvollsten. Nicht wenn man es auf die Mutter bezieht, obwohl ihr Kind vermutlich für sie das Wertvollste ist, sondern für das Kind da es nicht durch den Zwang auf Rücksicht oder das Gefühl der Schuldsamkeit in seinem Handeln beeinträchtigt wird. Für das Kind, sofern es das nicht anders kennt, ist das normal.
julius.hibert Mon, 30 Jul 2012 12:41:52 -0000
Kommentar löschenChancen verpasst! Das ist leider nur ein Action Film.
Einige Punkte für tolle Bilder. Ansonsten.... naja, auch die Schauspieler sind nicht aller erster gute. Kein Wunder, bei den Machern musste der Film einfach Mittelmäßig werden.
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myk384su Thu, 26 Jul 2012 16:45:56 -0000
Kommentar löschenSehr guter Film.
Das einzige das ich kritisieren könnte, ist das für Leute die wirklich an der Geschichte interessiert sind, [denen aber die Vorkenntnisse] vieles nicht ganz einfach zu verstehen sein wird.
Auch kommt für mich das Thema 'Enstehung der RAF' etwas zu kurz.
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ProsperDune Sun, 22 Jul 2012 16:37:43 -0000
Kommentar löschenIch hätte nie gedacht, dass ich bei einem Film mal denke: Da hätte ich doch lieber eine Dokumentation geguckt. Wird dem wichtigen Thema nicht gerecht, teilweise inhaltlich, ganzheitlich formal.
Hätte ich einen Geschichtslehrer gehabt, der nicht jedes Detail durchgehen muss, wären wir damals in der Schule auch zeitlich bis zu diesem Thema vorgedrungen. So musste ich mich anderweitig informieren.
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Brentano Tue, 24 Jul 2012 11:28:27 -0000
Antwort löschenEben: die haben jene zu sehr als paranoide Einzeltäter ohne jegliche nachvollziehbar, belegbare Gründe dargestellt und auch "vergessen" dabei, das Ulrike Menihoff vorher eine hochgeschätzte, fachkundige Journalistin war, etc.
Im Nachhinein habe ich darüber einiges gelesen, Ausstellungen besucht und erkannt, (vor dem Film, also in den 90er Jahren, ..) das die Leute, die sie entführten, hoch karätige Systemtäter waren und Schlüsselpositionen inne hatten, die vorher der "Bevölkerung" allgemein und weitgehend unbekannt waren.
Schleyer war etwa ein extrem aktiver, brutaler Nazi gewesen, etc. (bei dem könnte man fast schon behaupten, das ihn damals sein "Schicksal" (wenn es das gäbe,..) "eingeholt" hatte, ...
Brentano Tue, 24 Jul 2012 12:52:23 -0000
Antwort löschenals Zitat zu Schleyer aus Wiki:
"Im Frühjahr 1935 warf Schleyer (Voll-Mitglied der SS ab 33) seinem Corps (schlagenden Verbindung) „mangelnde nationalsozialistische Gesinnung“ vor, weil dieses sich weigerte, jüdische Altherren auszuschließen, .. etc.
Schleyer schloss sich dem Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes (NSStB) an und fand im Heidelberger Studentenführer (und späteren Gauleiter) Gustav Adolf Scheel einen ersten wichtigen Mentor. Während der Auseinandersetzung um das Heidelberger Spargelessen, eine Reihe von gegen Hitler gerichteten Bekundungen Heidelberger Corpsstudenten, vertrat Schleyer entschieden den Standpunkt der Nationalsozialistischen Studentenschaft, deren Funktionär er wurde.
Brentano Tue, 24 Jul 2012 13:04:06 -0000
Antwort löschenzudem:
Im Entnazifizierungsverfahren wurde er zunächst als Minderbelasteter eingestuft. Hiergegen legte Schleyer Widerspruch ein, im Revisionsverfahren wurde er im Dezember 1948 als Mitläufer eingestuft. Schleyer hatte bei seinen Angaben zur Person einen niedrigeren Dienstgrad angegeben, um das mögliche Strafmaß zu reduzieren: Anstelle seines Rangs als SS-Untersturmführer notierte er SS-Oberscharführer.
(sein Rang in der SS war dem eines Leutnant (also niedrigster Offiziersrang vergleichbar,..)
dagegen war etwa Grass, der auch zu SS eingezogen wurde immer nur "Lade-Schütze" dort, also unterster Soldat, ohne Befehlsgewalt und jenem (Grass) hat man seine "SS"-Vergangenheit massiv vorgehalten, Leute wie Schleyer jedoch machten hingegen "Karriere" anders, wo.
ProsperDune Tue, 24 Jul 2012 18:21:09 -0000
Antwort löschenDanke für die Information!
Bin normalerweise nicht so interessiert an Geschichte, aber das kommt wohl mit dem Alter.
Brentano Tue, 24 Jul 2012 21:06:26 -0000
Antwort löschenTja das kommt mit dem Alter gut erkannt und bis dahin hat man selber auch etwa Geschichte/n gemacht, zumeist
Joone44 Thu, 26 Jul 2012 20:15:27 -0000
Antwort löschenMeine Geschichtslehrerin war genauso. ;)
Julian F. Sun, 30 Sep 2012 16:09:03 -0000
Antwort löschenDas Verhalten der RAF so indirekt gutzuheißen, ist auch bei der ... fragwürdigen... Vergangenheit des Mannes nicht angebracht. Das empfinde ich als Teil eines extrem linken Gedankenguts, auch wenn dem die Abneigung gegenüber Rechtsextremismus vorausgeht.
Brentano Sun, 30 Sep 2012 17:00:25 -0000
Antwort löschenein extrem linkes "Gedanken-GUT" ist immerhin besser und aktiver, als extrem rechte, kriecherische, affirmative, unmündige Nichtgedanken, ....
oder: sich selbst als Menschen verleugnende, der Industrie und ihren Organen, dem Staatsapparat, etc. sich in vorauseilendem, treuen Gehorsam "untertänigst" unterwerfendes und verneigendes, nicht _Menschen tum, als Konsumdackel und "braindead Zombies", odr?
..... ist das wieder erwünscht und statthaft, jegliche, auch kritische "demokratische" Parizipation zu verleugnen, und Widerstand gegen totalitäre, dinghafte Staatsgewalt zu üben? Aha? Das IV. Reich?
Gut zu wissen, !
Julian F. Sun, 30 Sep 2012 17:55:46 -0000
Antwort löschenEs sollte feststehen, dass linkes wie rechtes Gedankengut, extremistisch veranlagt, beidermaßen schlimm ist.
Sollte sich der Widerstand gegen Extremismus auf die übliche Nazi-Seite beschränken und wird die Sicherung des Systems gegen "Links" außer Acht gelassen, sähe ich den Fortbestand unseres Landes erst recht gefährdet.
Aber für politische Diskussionen soll hier nicht der Ort sein
Julian F. Wed, 03 Oct 2012 15:46:01 -0000
Antwort löschenUnter "naiv-unpolitisch" verstehst du anscheinend alles an politischer Seriosität, was von deiner --anscheinend-- zu linken Spinnerei abweicht.
Ich kann mit allen möglichen politischen Ansichten leben, aber mich mit dir zu unterhalten, wäre ähnlich einer Unterhaltung mit einem Mitglied der rechten Szene, was gegenüber den "Anderen" eine provozierende, herablassende Position einnehmen möchte.
Soll ich als gebildeter Mensch darauf eingehen? Nein.
Aber schade, dass ein modernes Land immer noch einiges an Unmündigkeit hervorbringt.
Brentano Wed, 03 Oct 2012 16:33:08 -0000
Antwort löschen@Julian F.
=ein gebildeter Mensch, bei derartig flach- und weich gespülten Aussagen wie:
"der Fortbestand "unseres" Landes muss gesichert werden"??
(WIE BITTE, weil du darin "ernsthaften Gewinn" machst oder was??)
Für wie beschränkt hältst du eigentlich andere Menschen, so bemüht und "pseudo konservativ" wie du hier schwadronierst?
Und du verwehrst dich ernsthaft gegen sogn. "rechtes" Gedankengut??
Den Rest sehe ich jedoch ähnlich (falls du dem Folgenden inhaltlich in deinem "Bildungsdünkel" überhaupt noch folgen kannst??):
---> Reale Unmündigkeit derer ist zu betonen, die weder in der Essenz politische, soziale wirtschaftliche, noch medial etablierte (oft verdinglichte und manipulierende) Strukturen verstehen, erkennen, durchdringen oder kritisch einer Analyse unterziehen können und daher in jener oft anzutreffenden Form und Haltung, nur den etablierten, gefälligen "Status Quo" vertreten, verteidigen und "schön" reden.
In der Essenz ein sehr destruktive, retrogradierende, regressive un- /vor-bewusste "Haltung", die absichtsvoll ebenso von der auch Neo-Liberalen "Gegenaufklärung" (wie Gentrifizierung) zwingend und gewollt, unterstützt und massiv begleitet wird, eben.
Julian F. Wed, 03 Oct 2012 17:05:08 -0000
Antwort löschenEs geht wohl bei dir in etwa um eine Art neuen Sozialismus- Wenn du den Begriff nicht magst, kannst du's auch anders nennen, aber dabei läufts wohl darauf hinaus.. ein - meiner Meinung nach - menschenfeinliches, freiheitsberaubendes, und notwendigerweise totalitäres System, das den Bestrebungen der Menschheit zuwidersteht. Alles rein von der Ideologie her. Es muss ja nicht unbedingt ganz soweit kommen, aber schon die Richtung halte ich für falsch.
Dass es heute weite Strömungen gibt, die ähnlich wie früher eine Notwendigkeit einer Revolution o.ä. erachten, die die Strukturen - in erheblichem Maße - verändern soll, weiß ich natürlich, und ich nehme mir frei heraus, schlicht dagegen zu sein. Konservatismus und Progressivismus müssen sich übrigens nicht widersprechen, bis zu einem gewissen Punkt. Ich rede ja nicht über einzelne politische Entscheidungen.
Und mit der "Freiheit unseres Landes" meine ich nur den modernen freiheitlichen Rechtsstaat als Gebilde.
Und da ich immer das gleiche aus dieser Richtung höre, beende ich mal diese Sache hier. Ich nehme an, du willst das letzte Wort haben.
ProsperDune Thu, 04 Oct 2012 21:06:28 -0000
Antwort löschenOh, was hat sich sich denn hier unter meinem Kommentar entfaltet? Ich nehme mal an, dass das nun genug ist.
bastian.during Thu, 07 Feb 2013 01:05:25 -0000
Antwort löschenEin weiterer Grund, politische Diskussionen auf Moviepilot zu unterlassen. Das hier ist ein Film- und kein ideologisches Forum.
Brentano Thu, 07 Feb 2013 01:22:22 -0000
Antwort löschenFilme sind Vermittlungsebenen und Abbilder von/ für politische und soziale Inhalte, die mehr oder weniger künstlerisch gefasst werden, Wer über Filme redet und nachdenkt, redet und schreibt über das Leben und die politischen, sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse, die sich darin, daran und dahinter erkenntlich machen lassen.
Filme sind keine oder nur abgehobene Welt des Scheins, Entertainments und So_Seins alleine, das dazu, ...
wer das nicht sieht (oder ideologisch aufgeladen, nicht sehen will oder irgnoriert, ....) ??
Glaubt sicher auch ganz andere Dinge, verkennt Macht-Verhältnisse und toleriert dieses und anderes, ... Denkverbote sind sicher spassig, im Gefängnis, ..
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bastian.during Thu, 07 Feb 2013 01:44:21 -0000
Antwort löschenDas stimmt zwar, aber der Film sollte dann auch schon eine Rolle spielen. In den obrigen Kommentaren hat sich aber ein Schlagabtausch zweier Aneinandervorbeiredender entwickelt, der völlig überflüssig ist und den Film völlig außer Acht lässt.
Brentano Thu, 07 Feb 2013 09:37:42 -0000
Antwort löschenja manchmal übertreiben wir es, dann wird das zum Spielplatz, ist schon recht, habe mal ein paar Sachen gelöscht,
angelmoonsoul Sun, 15 Jul 2012 18:45:51 -0000
Kommentar löschenAlso ich fand den Film total gut. Er hätte sicherlich den Oscar verdient. Alle Schauspieler spielen sehr überzeugend! Der Film gehört für mich zu den besten Filmen Deutschlands!
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demien.bartok Wed, 23 May 2012 23:25:58 -0000
Kommentar löschenKraftvoll, aber doch zu reißerisch. Hätte man viel sensibler machen können. Und vorallem nervt diese naive Weltverbessungs-Süßelei, die auch schon in "Die Fetten Jahre Sind Vorbei" genervt hat. Der Film wertet nicht, das ist gut. Aber trotzdem sind die Charaktere zu flach, zu reißerisch gezeichnet. Muss wohl so sein, immerhin will man das lächerliche Volk ins Kino treiben. :-)
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A-Wax Thu, 28 Jun 2012 10:19:00 -0000
Antwort löschenDein "lächerliches Volk" zeugt von absolut unbegründeter Arroganz!
demien.bartok Fri, 06 Jul 2012 19:14:52 -0000
Antwort löschenGefühle sind immer arrogant und wollen gar nicht "begründet" werden.
Tobe Berg Fri, 18 May 2012 10:19:42 -0000
Kommentar löschenSeht guter Film, zu einem der dunkelsten Kapitel deutscher Nachkriegszeit. Die Darsteller, allen voran Moritz Bleibtreu überzeugen von Anfang an. Auch die Zweiteilung des Films gefällt sehr gut und beleuchtet die Ereignisse zu dieser Zeit sehr intensiv, wenn auch teilweise recht einseitig. Was mich persöhnlich aber nicht stört! Starker Streifen!
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slavin77 Mon, 12 Mar 2012 18:02:19 -0000
Kommentar löschengenial umgesetztes stück deutscher geschichte mit absolut großartigen schauspielern (einfach alle)
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BobbyIII Wed, 07 Mar 2012 13:20:13 -0000
Kommentar löschenPropaganda ist Propaganda! Egal ob rechts, links, braun, rot oder rosa. Propaganda bleibt Propaganda. Riefenstahl hat damals Propaganda für die Nazis gemacht. "Der Baader Meinhof Komplex" propagiert die Studentenbewegung 68, den Klassenkampf und die RAF. Die Wahrheit wird sich so hingedreht und Halbwahrheiten erzählt, um die "guten" Intentionen von Mördern und Verbrechern aufzuzeigen und die Opfer gesichtslos zu halten. Undifferenziert und Prätentiös! Und obwohl die schauspielerische Leistung Bleibtreus wirklich gut ist, hat mich dieser Film einfach nur aufgeregt. Ich will sogar soweit gehen, dass der Film mich nicht nur aggressiv gemacht hat, er hat sogar Hass geschürt. Nicht nur auf den Film selber. Im Augenblick hasse ich aufgrund des Films die Linken genauso sehr wie die Rechten Schweine!
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SamRamJam Wed, 07 Mar 2012 16:01:49 -0000
Antwort löschenDu weisst, ich schätze deine Meinung. Deinen Kommentar muss ich dennoch etwas angreifen. Zuerst: Mir ist nicht ganz klar wie du von der RAF zu Riefenstahl kommst?
Zu der hingedrehten Wahrheit: Gut, dem Film kann man vorwerfen die Geschehnisse nur aus einer Perspektive zu erzählen. Allerdings finde ich dass es hier sehr gut verdeutlicht wird woher der Hass auf das System und allem drum und dran kam. Gerade in der ersten Hälfte werden doch recht objektiv die tatsächlichen Ereignisse abgespult (Jubel-Perser, Ohnesorg, Dutschke usw.). Dass der Film immer wieder auf, dem Prinzip eines Spielfilms bedingte, Füllszenen ausweicht (Badewanne, Autobahn) liegt in der Natur der Sache. Diesem jetzt allerdings ''gute Itentionen von Mördern'' vorzuwerfen halte ich allerdings, mit Verlaub, für Schwachsinn. Sicher kann man sich Ewigkeiten darüber unterhalten ob, wieweit und inwiefern sich Filme reale Ereignisse zunutze machen dürfen bzw. gegebenfalls anzupassen, trotzdem wurde gerade bei diesem Beispiel hohe bildliche Authentizität an den Tag gelegt. Ob die ''Seele'' des Films darunter leidet sei mal dahingestellt und ohnehin subjektiv.
Naja, von mir aus kannst du den Film ruhig hassen, die Verbindung zwischen rechts und links (bzw. den Propagandavorwurf) verstehe ich trotzdem nicht.
BobbyIII Wed, 07 Mar 2012 16:21:03 -0000
Antwort löschenGut, der Vergleich mit Riefenstahl hinkt ein bisschen, stimmt. Da Riefenstahl zu ihrer Zeit die aktuelle Führung propagandatechnisch unterstützt hat, während dieser Film vergangenes schönmalt.
In Bezug auf "DBMK" bin ich einfach der Meinung, dass hier nur die Seite der Täter aufgezeigt wird, zwar nicht wirklich heroisierend aber meiner Meinung nach erklärend. Gar rechtfertigend! Das wäre okay gewesen wenn die RAF nicht wesentlich mehr Unschuldige mitreingezogen hätte als sie Schuldigen Schaden zugefügt haben (Im Übrigen, ein Grundsätzliches Problem ALLER terroristioschen Vereinigungen: IRA, ETA, Al-Fatah (in den Anfangstagen), Al-Quaida). So halte ich das ganze allerdings für äußerst fragwürdig. Wenn man so einen Film macht dann flächendeckend und nicht mit Halbwahrheiten, wo die Hälfte weggelassen wird die die RAF noch schlechter hätte darstehen lassen.
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Kautschuk777 Sat, 17 Mar 2012 14:24:03 -0000
Antwort löschenIch stimme mit dir völlig überein in deinem letzten und auch eigentlich wichtigstem punkt: "wenn man so einen Film macht dann flächendeckend und nicht mit Halbwahrheiten" m.E. sollte man sich so konroversen themen jungster geschichte nur auf wissenschaftlichem wege nähern, denn jede spekulation beeinflusst die zuschauer möglicherweise fälschlich in ihrem bild über die intentionen und motive der protagonisten.
ob und wie der film die motivik der täter darstellt ist somit eigtl. irrelevant du hältst ihn für glorifizierend, dem würde ich jetzt nicht so 100%ig zustimmen, ist aber wie gesagt völlig egal fakt ist der film beleuchtet die intentionen toter menschen ohne den geringsten anspruch auf Authentizität. dem einen erscheint es sinnlos, dem anderen propagandistisch ich halte es für schlichtweg falsch...
AlexanderDeLarge Tue, 03 Jul 2012 20:39:53 -0000
Antwort löschenIch finde du solltest dich ein bisschen zurückhalten. Auch unerträglich populistische Kommentare kommen ohne Beleidigung aus. Propaganda, ist doch vollkommen abwegig, die Produktionsfirma wollte mit dem Film Geld verdienen, mehr nicht.
Natürlich muss ein historischer Film auch historischen Fakten entsprechen, das sehe ich hier aber gegeben, welche Wahrheiten fehlen dir den konkret? Du nennst keine einzige.
Der Film lässt vollkommen offen, ob der Polizist Kurras,Ohnesorg gezielt getötet hat oder nicht, und das, obgleich heute fast alles für einen gezielten Mord spricht. Der Film zeigt auch den Anschlag auf die SpringerRedaktion und diskutiert ausführlich, wie unglaubwürdig sich eine linke Gruppe macht, die Anschläge auf Arbeiter verübt. Der Film zeigt den Umgang der Stammheimer Häftlinge untereinander und das sie keineswegs menschheitsliebende Weltverbesserer waren... Ich gebe dir allerdings recht, dass man über die Opfer sehr wenig erfährt. So hat man beispielsweiße nicht erwähnt, das Hanns Martin Schleyer als
SS-Offizier für mehr Tode verantwortlich ist, als die gesamte Raf.
Insofern geht es dir wohl eher darum, dass der Film dem Zuschauer ein eigenes Urteil zutraut und nicht ständig mit erhobenem Zeigefinger parat ist. Ein Propagandafilm ist Black Hawk Down.