Der Clan der Sizilianer
Le Clan des Siciliens (1969), FR Laufzeit 115 Minuten, FSK 12, Kriminalfilm, Kinostart 13.02.1970
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210 Bewertungen
11 Kommentare
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von Henri Verneuil, mit Karen Blanguernon und Lino Ventura
Der Mafia-Pate Vittorio Manalese (Jean Gabin) plant einen großen Coup, bei dem er es auf wertvolle Juwelen abgesehen hat. Zur Durchführung braucht er allerdings die Hilfe von Roger Sartet (Alain Delon), der zur Zeit im Knast sitzt. Nach Sartets Befreiung heftet sich Inspector Le Goff (Lino Ventura) an die Fersen der Verbrecher…
Cast & Crew
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Henri Verneuil
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Philippe Baronnet
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Irina Demick
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jeanne Manalese
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Karen Blanguernon
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Alain Delon
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Roger Sartet
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Jean Gabin
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Vittorio Manalese
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Lino Ventura
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Inspector Le Goff
Regie
Schauspieler
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Amedeo Nazzari
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Tony Nicosia
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Sydney Chaplin
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Elisa Cegani
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Maria Manalese
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Marc Porel
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Sergio Manalese
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Jacques Duby
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Raymond Robel
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Gérard Buhr
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Yves Brainville
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Henri Verneuil
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Pierre Pelegri
-
José Giovanni
- Genre
- Kriminalfilm, Gangsterfilm
- Handlung
- Juwelenraub
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Der Clan der Sizilianer
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Kritiken (1) — Film: Der Clan der Sizilianer
Stephan Eicke: www.film-rezensionen.de
Kommentar löschen„Les Clans des Siciliens“ ist empfehlenswert für jeden Liebhaber von Gangsterfilmen. Ein mit leichter Hand und gut aufgelegten Schauspielern gedrehtes Werk, das nicht zuletzt aufgrund der kultigen, treibenden Musik von Ennio Morricone noch immer cool daherkommt und viele moderne, bemühte Gaunerstreifen in die Tasche stecken kann. Kleinere Schwächen kann man hier gut verzeihen, denn mit einigen originellen Einfällen – seien sie auch noch so unglaubwürdig – wird der Zuschauer erfolgreich bei Laune gehalten.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (10) — Film: Der Clan der Sizilianer
Kommentar schreibenLichtspieler 2012/01/05 18:07:23
Kommentar löschenEin fast perfekter Film. Etwas mehr Sex und Gewalt wäre toll, muß aber nicht. Der Film ist auch so spitze!
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
Xander8112 2012/01/12 18:14:52
Antwort löschen"Etwas mehr Sex und Gewalt wäre toll"
Wie bei jedem Film!?
;-)
Lichtspieler 2012/01/12 23:06:48
Antwort löschenKlar. Aber hier würde es besonders gut passen.
Andy Dufresne 2011/12/29 14:40:40
Kommentar löschen" Man ist der Hammer oder der Amboss"
Allein die erste, "macgyversche" Viertelstunde ist der Hammer.
Dann der Tisch des Paten : Patriarchalisch und machtbewusst.
"Nicht schiessen ist klüger.Und schwieriger."
Alain "verschwinden sie,ich hatte seit 2 Jahren keine Frau" Delon:Cool bis zum Anschlag und mit allen Wassern der Gosse gewaschen,cool sogar wenn er auf einer Rückbank liegt oder einen Fisch totschlägt.
Lino" jetzt frag mich bloß noch ob ich nen Durchsuchungsbefehl hab" Ventura als Bad Lieutenant,gradlinig hart und klug.
Und der unvergleichliche Jean Gabin als Pate und kompromissloses Hartei.
Augenzwinkerd gut auch Amedeo Nazzari als Uhrenablegender,Geldscheinzereißender und nach 37-jähriger Unterbrechung an einer "Pilgerfahrt" mit seinem alten Freund dem Paten ,teilnehmender Tony Nicosia.
Dazu Koks in der Achselhöhle,Titten und Ärsche, ein echter Oldschool-Soundtrack des Großmeisters himself, Ennio Morricone
und ein zynisches,fatalistisches Ende.
Ein Film als ob der Pate, Heat und Oceans Eleven entschärfte Remakes ein und desselben Vorbildes wären.
Mein "Immer lieber einen neuen Klassiker als einen aktuellen neuen Film-Credo" ist mal wieder auf das heftigste bestätigt worden !
7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
JimiHendrix 2011/12/29 19:04:17
Antwort löscheneben nochmal reingehört, ennios score ist echt überirdisch ohrwurmcharakterhaft!!
Andy Dufresne 2011/12/29 20:28:03
Antwort löschenTotal! Grad am Anfang,im Vorspann und bei der Delon-befreiung,dieser Maultrommelton (oder was auch immer das für ein Instrument ist),total geil! :D
SoulReaver 2011/12/10 21:35:03
Kommentar löschen„Entschuldigen Sie wenn Sie eines Tages im Morgengrauen wegen mir aufstehen müssen.“
Das waren noch Zeiten. Die 60er Jahre und das französische Kino. Eine Zeit in der man sich durchgehend auf Schauspieler und Regisseure verlassen konnte, weil sie einfach alles gegeben haben und Herzblut in ihre Filme gelegt haben. Dementsprechend sahen die Filme auch aus und nicht nur einmal kam ein Meisterwerk dabei raus, dass nicht nur die Filmwelt prägte, sondern auch den Zuschauer. Begeben wir uns in das Jahr 1969 und treffen uns in 'Der Clan der Sizilianer' mit drei der BESTEN Schauspieler aller Zeiten und eines der absoluten Meisterwerke der Filmgeschichte.
Vittorio Manales, ein einflussreicher Mafiaboss, zieht es mit seiner Familie zurück nach Sizilien. Seine Pläne betreffen allerdings nicht nur ihn, sondern auch den zum Tode verurteilten Roger Sartet. Sartet, ein skrupelloser Killer, wurde vierzehn Monate zuvor von dem, in Verbrechenskreisen gefürchteten, Kommissar Le Goff, hinter Gitter gebracht. Gemeinsam mit seinen beiden Söhnen gelingt es Vittorio, Sartet aus dem Gefängnis zu befreien. Ihre Flucht endet in Sizilien, wo sie im Schoße von Vittorios ehrenwerter Familie Zuflucht finden.
Berauschend fotografiert Henri Decaë 'Der Clan der Sizilianer' und liefert einige der besten und stilsichersten Bilder der Filmgeschichte. Grobkörnige Bilder, starke Kamerafahrten und Schwenks und dabei durchgehend hervorragend in Szene gesetzt. Ein optischer Hammer. Aber nicht nur die Optik ist wunderbar, auch die Musik. Niemand geringeres als Großmeister Ennio Morricone ist für die Untermalung des Films zuständig und leistet, wie immer, hervorragend und absolut stimmige Arbeit. Seine Musik ist immer auf den Punkt und kommt genau zur rechten Zeit und gibt dem Film das ganz besondere Etwas.
Jetzt kommen wir zur Besetzung und lassen das Herz von jedem Filmfan mal so richtige Jubelsprünge machen. Niemand geringes als Alain Delon, Jean Gabin und Lino Ventura spielen hier die Hauptrollen. Drei absolute Legenden der Filmgeschichte die zu ihren Glanzzeiten eine Meisterleistung nach der anderen ablieferten. Alain Delon spielt den kaltblütigen Verbrecher Roger Sartet und überschwemmt den Bildschirm fast mit seiner unnachahmlich unterkühlten Coolness und dem wie von ihm gewohnten tollen Schauspiel. In jedem anderen Film würde Delon den anderen Darsteller ohne Probleme die Präsenz und jegliches Licht entziehen und die, doch nicht hier. Jean Gabin als Mafia-Pate Vittorio Manalese glänzt zwar nicht durch Coolness, aber durch seine absolut seriös-bodenstände Darstellung die es in jedem Fall mit Delon aufnehmen kann und in allen Belangen hervorragend ist. Dann an letzter Stelle Lino Ventura. Ventura spielt den harten Inspector Le Goff und Ventura, wer hätte das gedacht, bringt ebenfalls eine absolut grandiose Leistung und ist mein persönlicher Lieblings-Charakter im Film. Die drei Größen vereint in einem Film. Pflicht für jeden Filmliebhaber.
Henri Verneuil zählt zwar nicht zu den Größen wie Melville, Godard oder Truffaut, beweist aber mit 'Der Clan der Sizilianer' zu was für Meisterwerken er in der Lage ist. Er inszeniert eine recht simple Krimi-Story an der sich heute trotzdem noch unzählige Regisseure orientieren. Es gibt den ehrgeizigen und gefürchteten Kommissaren, den coolen Gauner der die Frauenherzen im Sturm erobert und den unantastbaren Mafia-Paten. Man könnte so meinen es sind Charaktere von der Stange, das wären sie auch, wenn Verneuil sie nicht dermaßen großartig ausarbeitet hätte. Und hier sieht man wieder den deutlichen Unterschied zum Genre-Einheitsbrei und zu Filmen wie 'Der Clan der Sizilianer'. Denn 'Der Clan der Sizilianer' verfügt über unglaublich ausgefeilte Charaktere die in allen drei Fällen unglaublich fesseln und ihre Sympathie aufbauen und übertragen. Jeder Charakter steht für sich selbst und jeder ist auf seine Art einfach hochinteressant. Der Zuschauer ist mittendrin, quasi zwischen den Fronten. Zu wem soll er jetzt halten? Sartet der Herzensbrecher und Mörder. Eiskalt und immer treffsicher, bis er einen schwerwiegenden Fehler macht und sich nicht über die Konsequenzen im Klaren ist. Manalese der Mann mit dem unantastbaren Ruf und dem vibrierenden Auftreten. Ehre und Familie steht über allem und wird etwas von beidem beschmutzt, werden direkt Maßnahmen ergriffen, denn auch Konsequenz wird großgeschrieben. Und Le Goff, mein persönlichen Liebling, der eisenharte Ermittler mit dem unerschütterlichen Durchhaltevermögen. Ein Mann der bis zum Schluss kämpft und niemals aufgibt. All diese Charaktere, mit ihrer Wut und ihrer Tragik in sich zählen ohne weiteres zu den Interessantesten der Filmgeschichte und die man so nicht mehr erleben wird. Dazu kommt die grandiose Inszenierung in den Action-Szenen, die zwar ziemlich selten sind, aber wenn sie dann kommen schlagen sie auf den Zuschauer ein und reißen mit. Genauso wie es sein muss. Spannung ist durchgehend da, allein wegen der Charaktere und das fesselnde Drumherum. Auch die Dialoge sitzen und keine Wünsche bleiben offen. Die Fragen die aufkommen: Wie wird alles enden? Wer wird als Gewinner und wer wird als Verlierer die Bühne verlassen? Drei Welten verschmelzen, die Seiten des Gesetzes verbinden sich, bleiben aber dennoch abgegrenzt und doch sind sie sich alle Näher als sie sich wünschen würden. Und dann der grandiose Showdown der ohne weiteres zu den besten überhaupt zählt und den Film einfach nur perfekt mit einem Paukenschlag sondergleichen Enden lässt.
Fazit: 'Der Clan der Sizilianer' ist ein perfekt Inszenierter Film, immer auf den Punkt. Selten, fast nie verliert er auch nur ein Wort zu viel. Hier und da schleichen sich mal kurze Längen ein, fallen aber nicht weiter ins Gewicht. Am Ende bleibt ein hochspannender und mitreißender Film, mit mehr als fantastischen Darstellern, hervorragender Musik und tollen Bildern. Französisches Meisterkino. In einem Wort zusammengefasst: Meisterwerk.
„Du brauchst dich nicht zu entschuldigen, das lasse ich mir nicht entgehen.“
27 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten
Oceanic6 2011/12/10 21:47:59
Antwort löschenWOW! Besser hätte ich dieses Meisterwerk nicht zusammenfassen können. Ganz groß! ;)
SoulReaver 2011/12/11 10:46:16
Antwort löschenVielen Dank :)
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JimiHendrix 2011/12/14 23:26:10
Antwort löschenwelch fantastische ehrerbietung!
SoulReaver 2011/12/15 17:16:38
Antwort löschenDanke Jimi :)
Oceanic6 2010/11/08 19:44:36
Kommentar löschenEin Meisterstück des französischen Kinos ist wohl die einzige Aussage, welche "Le Clan des Siciliens" gerecht wird.
Hier trifft perfekt stilisiertes Kino, bestehend aus düsteren Kamerafahrten und kühl inszenierter Atmosphäre, auf überragende Stars, eine mitreißende Story mit tollen Coups und einen fantastischen Score von Ennio Morricone höchstpersönlich.
Jean Gabin, Lino Ventura und vor allem Alain Delon ist wohl das coolste Film-Trio der Filmgeschichte. Der Stil des Film hat viele spätere Filme (z.B. Heat) geprägt und bleibt bis heute trotzdem unerreicht.
Kurz gesagt ist "Le Clan des Siciliens" für mich einer der besten Filme Europas und wohl der einzige Film seiner Zunft, der dem Paten auf Augenhöhe gegenüberzutreten vermag. :)
Zu guter letzt noch ein Kostprobe eines Scores, der leider heutzutage größtenteils in Vergessenheit geraten ist:
http://www.youtube.com/watch?v=iwIbOwEvfLk
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der cineast 2010/11/08 22:28:52
Antwort löschenVon dem Besten aller Zeiten!
Ennio
facepalm 2010/11/08 22:54:21
Antwort löschenDas klingt sehr vielversprechend. Nach "Bittersweet Life" vertraue ich dir in Sachen Filme. Ab auf die Merkliste und für die nächste Zeit dick unterstrichen :)
BigDi 2010/11/08 22:59:42
Antwort löschenOh ja, der Soundtrack gehört zu den besten der Filmgeschichte! Muss den Film unbedingt wieder sehen.
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Filmsuechtiger 2010/11/17 14:44:42
Antwort löschenWenn dir der schon gefallen hat: Unbedingt die Filme von Melville sichten.
Oceanic6 2010/11/17 14:47:11
Antwort löschenDanke für den Tipp! :-) Hab sie eigentlich so gut wie alle schon mal gesehen, ist aber Ewigkeiten her und jetzt bin ich gerade wieder dabei.
doctorgonzo 2010/08/03 14:47:39
Kommentar löschenEin französischer Klassiker! Allein diese 3 französischen Überdarsteller auf der Leinwand vereint zu sehen, wäre schon genügend Anlass zu vollumfänglicher Freude.
Aber Henri Verneuil gibt sich damit nicht zufrieden, er erzählt uns die Geschichte dreier sehr verschiedener Männer, die durch Schicksal und ihren Beruf auf dramatische Art und Weise zusammengeführt werden.
Ein intensiver Spannungsbogen von der Flucht Sartets über die vielen knappen Situationen bis hin zum lakonischen Schluß nimmt uns mit nach Frankreich und zeigt uns wieder mal, dass sich die Talente der Franzosen nicht aufs amüsante Fach ("La Cage aux Folles" und diverse Louis de Funès Filme) beschränken.
Gabin, Delon und der gebürtige Italiener Ventura, also drei absolute Grands Seigneurs des französischen Kinos überzeugen in einem Maße, dass es einem kalt über den Rücken läuft, besonders Alain Delon als mehrfacher Mörder verkörpert eine subtile Bedrohlichkeit, die man von einem Frauenschwarm wie ihm kaum erwarten mag, obwohl er ja zahlreiche Unterweltfiguren verkörpert hat. Gabin, sonst gern in der Rolle des väterlich-strengen, aber herzensguten weisen Mannes zu sehen, spielt quasi ebenjene Rolle, aber auch gleichzeitig den kaltherzigen und berechnenden Don, der seine eigenen Gesetze macht.
Mein Favorit ist allerdings einmal mehr der unnachahmliche Lino Ventura, der dem Kommissar Le Goff soviel Leben einhaucht, dass man ihm tatsächlich eine Zigarette anbieten möchte, wenn er da so auf Bildschirm oder Leinwand rumhängt und mit seinem Laster kämpft.
Zudem sind die Dialoge knackig und charaktervoll und haben auch nach über vierzig(!) Jahren noch nichts von ihrer Kraft verloren. Ebensowenig scheint der wieder einmal grandiose Score des ewigen Ennio Morricone Staub anzusetzen, immer präsent, immer atmosphärisch, immer einprägsam, aber nie aufdringlich.
Ein kleiner Kritikpunkt ist die etwas flache Charakterzeichnung aller Figuren, die allerdings dadurch abgemildert wird, dass die Hauptfiguren so großartig spielen, dass man noch mehr Charakter vielleicht garnicht verkraften würde und die Nebenfiguren hier deutlich das bleiben, als was sie kreiert wurden, eben Nebenfiguren.
Entlassen möchte ich Euch mit einem Dialog, der als entspannte Plauderei durchgehen mag, aber es wirklich in sich hat, also kramt Euer Schulfranzösisch hervor und gönnt Euch das:
Sartet: "Vous regardez mon cou, commissaire ?"
Le Goff: "Pas précisément."
Sartet: "Vous m'excuserez si je vous fais lever à l'aube un de ces jours."
Le Goff: "Tu n'as pas à t'excuser. Je serai là."
Wenn man den Sinn richtig deutet (oder die deutsche Fassung kennt), einfach ein Hammerdialog.
Einer der besten im europäischen Kino überhaupt.
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maslobojew 2010/04/05 00:49:11
Kommentar löschenSpektakulärer Coup und ebenso klasse gefilmt. Tolles Ensemble (eben nicht nur Delon) und über die Musik muss man eh nix mehr sagen.
Von den späteren Filmen Henri Verneuils finde ich auch I wie Ikarus sehr empfehlenswert.
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spanky 2009/01/18 08:40:01
Kommentar löschenBei dieser Besetzung kann man als Regisseur eigentlich nicht falsch liegen. Und das nervenaufreibende Soundtrack-Thema von Morricone ist hier einfach umwerfend. Einzig störend ist dieses "Boing" einer Maultrommel, was mir in den Spaghetti-Western schon immer auf den Zeiger ging. Das ist doch eher was für den Zeichentrick...
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
suzee 2008/03/14 22:43:37
Kommentar löschenmorricones thema ist grandios! gibt dem film, neben dem todescoolen delon und dem wirklich stylischen sixties-flair noch einen ganz besonderen kick!
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
kalllo 2008/01/07 17:12:37
Kommentar löschenfinde ich auch, stylemässig sowieso in gänze weit vorne
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Alecprime 2007/05/12 18:26:50
Kommentar löschenEiner der besten Delon Filme
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