Der Duft der Frauen - Kritik

US 1992 Laufzeit 157 Minuten, FSK 12, Drama, Komödie, Kinostart 04.03.1993

  • 10
    FrankSlade 28.08.2015, 14:34 Geändert 28.08.2015, 14:37

    Habe diesen Film lange gemieden,da ich aufgrund des Titels immer dachte,dass es sich hierbei um einen kitschigen Quatsch handelt,dessen Zielgruppe vor allem das weibliche Geschlecht ist!Dann Anfang 2000 per Zufall diesen Film im Fernsehen gesehen,seitdem habe ich ihn bestimmt 10-15 mal gesehen und er ist bis heute mein Lieblingsfilm!Pacino spielt grandios,was vor allem im englischen Original deutlich wird!So viele legendäre Szenen,so viele Gänsehaut Moment!

    • 7

      guter film

      • 8

        Der Film lebt mit nur einer einzigen Figur, nämlich Al Pacino. Es ist eine fesselnde Charakterstudie über einen zerrissenen Mann, welcher gegen aussen ein sarkastisches Arschloch ist. Er gibt sich selber die Schuld für sein psychisches Dilemma, was auch teilweise stimmt, aber er will nur eines nicht, Mitleid. Kurz vor dem Suizid kann ihn sein Begleiter nur mit einem retten, böse Worte über seine Behinderung, er füllt sich wieder wie ein Mensch, er wird wie alle anderen behandelt. Der Soundtrack nimmt meiner Meinung nach, sehr viel von der Atmosphäre weg, er versucht mit voller Übertriebenheit eine Szene als dramatisch oder als Glück darzustellen, aber dies tönt so kitschig und unreal, dass es die Szenen, welche menschliche Tiefen darstellt fast zerstört. Aber der grösster Pluspunkt sind die Dialoge, oder besser gesagt die Monologe von Pacino, welche tief unter die Haut gehen.

        10
        • 7 .5

          „One-Man-Humanisten-Show“ die etwas zu lang geraten ist

          Gut, jeder weiß, dass Pacino hierfür seinen bisher einzigen Oscar bekommen hat. Der Film ist nunmehr knapp 23 Jahre alt und hat nichts von seiner Faszination verloren. Und das liegt einzig und allein an den genialen Spiel von Pacino. Ohne Frage, denn die Geschichte als solches trieft nur so von humanistischem Pathos. Aber das ist in Ordnung, ist dies doch ein Film, der ganz ohne spannungsaufgeladenen Brimborium auskommt und einzig und allein von seinen Schauspielern lebt. Pacino ist die „One-Man“-Show. Ohne ihn kein Film. Ob er zu recht den Oscar dafür bekam, oder ob er überfällig war kann man drüber diskutieren (schließlich hatte er in den 70ern die Rollen gespielt die ihn prägten. Sei es „Der Pate“ oder „Serpico“). Nun ja egal, er hat ihn. Aber dies wäre kein guter Schauspielerfilm ohne zwei weiteren Faktoren: den anderen Schauspielern und die Regie. Kommen wir zunächst zur Regie. Martin Brest, der solche Filme drehte wie „Beverly Hills Cop“ oder „Midnight Run“ kann durchaus beides: intelligentes Actionkino und Schauspielfilm. Hier kombiniert er durchaus beides. Auch wenn die Action hier eher zwischen den Interaktionen der Schauspieler zu finden ist. Und zum Anderen die erwähnten anderen Schauspieler. Allesamt spielen hier gut mit und unterstützen Pacino in seinen Alleingang. Und da haben wir einige bekannte Gesichter von heutzutage in ihren frühen Rollen: Phillip Seymor Hoffman, Chris O´ Donnell oder auch Frances Conroy. Alle spielen hier beachtlich, wenn auch bedeckt um Pacino seine Bühne zu geben. So gesehen, sind alle Schauspieler hier im wahrsten Sinne des Wortes dieses Mal Nebendarsteller. Pacino ist das Haupt. Auch wenn das Original von 1974 (im Übrigen mit einen nicht weniger genial agierenden Vittorio Gassmann!!) in seiner Art radikaler ist, so bleibt den Film der Siegel des Humanismus übergestülpt. Es geht hier vornehmlich um ein lebenswertes Leben unter deprimierenden Umständen. Die humane Botschaft lautet: Auch wenn du momentan unter Umständen lebst, die dich runterziehen, so kannst du doch ein schönes Leben führen wenn du möchtest und etwas dafür tust. Eine Art „American Way of Life“ nur unter blinden Voraussetzungen. Auch wenn vieles sehr pathetisch daherkommt und übertrieben unlogisch ist (man siehe nur allein die Ferraritour) so ist der Film durchaus unterhaltsam. Es mangelt bloss ab und an Kurzweile. Da ist der Film einfach zu langgezogen. Weniger wäre da mehr. Aber immerhin ein kleines Feinod unter dem brachialen Hollywood. Und nun noch eine kleine Klugscheisserunde. Was haben dieser Film und „American Beauty“ gemeinsam? 1.) Den Komponisten (und das hört man auch) und 2.) Gabrielle Anwar ist die Tochter von Tariq Anwar, den Cutter von „American Beauty“, welches auch seine erste Oscarnominierung war (und die zweite für “The Kings Speech“ in 2010).

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          • 8 .5

            Ein wirklich guter Film, der von einem großartigen Al Pacino getragen wird. Der Charakter des verbitterten Colonel Slade, der sich im Verlaufe der Geschichte stets öffnet und mehr und mehr Seiten seiner Person offenbart, ist nicht nur stark geschrieben, nein, durch die starke Spielweise Pacinos wirkt er stets greifbar und berührend. Das Ende ist leider etwas sehr glatt geraten, wobei ich nicht die Rede, die Slade in der Schule hält, meine, denn diese ist herausragend. Nur danach schafft es der Film nicht sich selbst glaubhaft und angemessen abzuschließen. Unmittelbar nach der Rede, gibt es diesen mit pompöser Musik untermalten Applaus, der Colonel baggert noch eine Lehrerin an, wo auch eine Chance besteht, dass sich Slades Traum von einer duerhaften Frau so plötzlich erfüllt und dann noch die plötzliche Versöhnung mit seiner Familie. An sich ja nicht verkehrt, aber viel zu schnell und zu "glatt" dargestellt meiner Meinung nach.
            Aber trotzdem, dieser Film ist sehr gut, die Figuren des Colonel und des jungen Charlie, dessen Probleme an seiner Schule auch interessant dargestellt wurden, ergänzen sich prima und alleine schon, dass dieser Film derjenige ist, für den Al Pacino seinen lange verdienten Oscar endlich bekommen hat, macht ihn sehenswert.

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            • 7

              Irgendwie gut, irgendwie schon sehr amerikanisch. Ohne Pacino könnte man den Film knicken.

              • 7
                der cineast 22.01.2015, 06:06 Geändert 22.01.2015, 06:12

                Manipulativstes Kitschkuhkino. Ein konzpierter Tränensprudler. Aber bei Al Pacino strecke ich die Waffen, da hat mein zartes, naives Herz absolut keine Chance...

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                • 9 .5

                  Hi Leute,

                  damals mussten sich noch Schauspieler regelrecht die begehrte Oscar-Trophäe hart erkämpfen. Geduld und Ausdauer waren damals gefragt! Al Pacino der Michael Corleone und Tony Montana gespielt hat oder auch in Hundstage! Und sage und schreibe erst 1993 für Der Duft der Frauen den Oscar bekommen hat. Zeigt wie lächerlich heutzutage die Oscar-Vergaben sind!

                  Seis drum, hier einige geniale Zitate:

                  - "Frauen, wer hat sie erschaffen? Diese herrlichen Wesen... Gott muss ein verdammtes Genie sein... Ihre Haare, die Haare sind das Wichtigste weißt du. Hast du jemals deine Nase in ein Meer von Locken getaucht? Das ist als würdest du ewig darin schlafen wollen...oder ihre Lippen... wenn du sie das erste mal auf deinen fühlst ist das so wie der erste Schluck Wein nach einem langen Gang durch die Wüste...Titten...Huhaa...Manche sind groß andere klein...Brustwarzen die dich unentwegt anstarren als wären sie kleine Scheinwerfer...Und die Beine... mir ist es egal ob sie so schön sind wie bei einer griechischen Statue oder dicke Kartoffelstampfer, denn dazwischen... liegt der Weg ins Paradies... Ich brauch nen Drink"

                  - "Aber nichts... Gar nichts ist trostloser, als der Blick eines amputierten Geistes. Der kann durch keine Prothese ersetzt werden."

                  - "Ruf den Zimmerservice und sag, dass ich nur noch John Daniels vorzufinden wünsche! Ähh, tja... sie meinen doch sicher, Jack Daniels? Du magst ihn vielleicht Jack nennen, aber wenn du ihn solange kennst wie ich ... das war ein Witz!"

                  - "Und lass dir gesagt sein, wenn du einmal gesungen hast, dann hast du deinen Platz in dieser langen, grauen Reihe-amerikanischer Erfolgsmenschen. Und dann bist du für alle Zeiten fertig."

                  - "Es gibt nur zwei Silben auf dieser ganzen großen Welt, die es wert sind ausgesprochen zu werden ... Muschi!"

                  - "Und denk immer daran: Wenn Dir langweilig ist, geh ficken!"

                  Mein Fazit: Ein großartiger blinder Al Pacino, der einem Jung-Spund (Zuschauer) die wichtigsten Dinge des Lebens beibringt. Courage, Rückgrat, Charakter, Loyalität, Mut und eine Einführung/Verständnis für das weibliche Geschlecht. Herrlich.

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                  • 9 .5

                    Al Pacino du bist und bleibst eine Ausnahme erscheinung,es gibt fantastische Schauspieler und dann gibt es Al Pacino,die Schauspielkunst in Perfektion.
                    Ein wunderbarer Film voller Kraft und Power mit unglaublich guten Schauspielern die bis in die kleinste Rolle fantastisch sind.
                    Dazu bekommt man noch nebenbei viele Weisheiten von Al Pacino zum weiblichen Geschlecht um die Ohren gedonnert ,das es Stunden nach dem Film noch Blitz.
                    GENIAL!

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                    • 9 .5

                      Ein sehr guter Film. Al Pacino zeigt in diesem Film wieder einmal seine Schauspielkunst.
                      Ein sehr ruhiger Film, ein schöner Film.
                      "Soll ich dich erschiessen oder adoptieren?"

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                      • 10

                        Auf der Liste von Al Pacinos Filmen bin ich mittlerweile schon recht weit, "Der Duft der Frauen" sah ich heute jedoch zum ersten Mal. Al Pacino hat mich seit ich ihn das erste mal sah, auch wenn ich gar nicht mehr sagen kann welcher Film das war, begeistert. Ob als Gangster in "Scarface", "Der Pate", "Donnie Brasco" oder "Hundstage", aber zum Beispiel auch als der Teufel höchst persönlich in "Im Auftrag des Teufels", Al Pacino war für mich bisher immer ein Garant für einen guten Film. Das gilt für diesen Film ganz besonders, denn der Film selber hat auch ein paar Dinge die mir objektiv betrachtet nicht so gut gefallen, wie zum Beispiel , dass das Ende für meinen Geschmack etwas zu kitschig war. Aber was Pacino hier schauspielerisch abliefert ist genial. Er nimmt einen mit auf eine Berg- und Talfahrt der Emotionen die, spätestens ab den ersten Szenen in New York, wahnsinnig fesselnd ist.
                        Freude, Trauer und Witz liegen in diesem Film unheimlich nah bei einander, weswegen ich sagen muss, dass mich dieser Film wirklich berührt hat. Pacinos Darbietung, irgendwo zwischen riesen Ar*** und dem Charmantesten Mann der Welt, zwischen Selbstmord und neu entdeckter Lebensfreude war phasenweise auch anstrengend, jedoch auf eine gute, ergreifende Art und Weise. Auch Chris O'Donnell spielt ebenfalls eine super Rolle, tritt jedoch nie so richtig in den Vordergrund, was wohl allerdings auch so gewollt ist.

                        Das einzige das mich tatsächlich störte an diesem Film war, wie oben schon erwähnt, das Ende. Als Pacinos ergreifende Rede in der Schule zu Ende geht und die Schüler mit musikalischer Untermalung anfingen zu Klatschen, kam ich mir auf einmal vor wie in einem Happy End aus einem Harry Potter- oder einem Disneyfilm. Da sitze ich in der einen Sekunde noch wie gebannt auf dem Sofa, tief in diesem Film versunken, und im nächsten Moment bringt mich diese Szene abrupt wieder auf den Boden. Dass ihm dann auch noch die Lehrerin hinter her gelaufen kam war einfach zu viel Kitsch für einen sonst so starken Film, auch wenn der Dialog es durch Pacinos Charme schafft nicht völlig abgedroschen zu wirken.

                        Am Ende überwiegt jedoch auf jeden Fall klar das Positive und ich bin mir sicher diesen Film nicht das letzte mal gesehen zu haben.

                        "Aber nichts, gar nichts ist trostloser, als der Blick eines amputierten Geistes. Der kann durch keine Prothese ersetzt werden."

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                        • 8

                          Sehr guter und solider Film über einen Mann, der sich vor dem Selbstmor noch mal was gönnen will,und dann von dem jungen Mann, der auf ihn aufpassen soll, vom Freitod abgehalten wird und doch noch den Sinn des Lebens findet.
                          Sehr guter und nachdenklicher Film über den Sinn des Lebens mit AlPacino als brilliantem Schauspieler, nur stellenweise etwas zu lang und nicht ganz mein ding.

                          • 8 .5

                            Der Film ist sehr gut, nur dieses kitschige, pathetische, komplett an der Realität vorbei gemachte Happy End in der Schule nervte sowas von, daß es kaum zu ertragen war. Massiver Punkteverlust für diesen totalen Kitsch.
                            Al Pacino ist hier definitiv in Höchstform und drückt sie alle an die Wand mit seiner Ausstrahlung. Die Szene, in welcher er Suizid begehen will ist definitiv Gänsehautwürdig. Der Oscar für Al war aber sowas von fällig nach diesem Film, hätte er ihn nicht bekommen, könnte man nur von Schiebung sprechen. Ganz großes Kino und fantastische Leistung! Chapeau *verbeug*

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                            • 8 .5

                              "Soll ich dich adoptieren, oder erschießen?"
                              Al auf Höchstleistung :)

                              • 7 .5

                                Ich würde diesen Film als absolut sehenswertes Hollywood/Popkorn-Kino bezeichnen, mit allem was daran positiv sein kann (und nur kleinen Schwächen). Ohne Al Pacino wäre der Film ganz sicher um einiges reizloser und auch der junge Philip Seymour Hoffman blieb mir schon damals, als ich den Film mit 12 zum ersten Mal gesehen habe, in Erinnerung.

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                                • 10

                                  Wer Al Pacino mag, wird diesen Film lieben. Der ganze Film wird von Pacinos überwältigendem Charisma getragen. Obwohl ausnahmslos alle Darsteller hervoragend spielen, ist man einzig und allein von Al Pacinos wunderbarem Schauspiel beeindruckt.

                                  • 7 .5

                                    [...]

                                    „Der Duft der Frauen“ ist auf Al Pacino zugeschnitten. Er allein ist es, der den Film trägt und der ihn zu einem Erlebnis macht. Wie er den blinden Colonel Slade zum Leben erweckt ist groß. Knallhart, ehrlich, aber innerlich zerrissen lässt er tief unter Franks harte Schale blicken.

                                    [...]

                                    Mit „Hundstage“ und „Serpico“ Pacinos größte Darbietung seiner Karriere. Lediglich die Vorhersehbarkeit, der übertriebene Pathos und die um etwa 25 Minuten zu lang geratene Spieldauer trüben das Sehvergnügen dieser One-Man-Show.

                                    [...]

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                                    • 8 .5

                                      Chris O Donnell hat es in seiner ersten größeren Hollywood Rolle nicht gerade leicht, muß er doch gegen den großen und hier wirklich mehr als stark spielenden Al Pacino bestehen.
                                      Aber im Grunde ist das nicht weiter so wild, denn die Rolle des Begleiters (und Schüler) des blinden (Ex) Lieutenant Colonel " Frank Slade" ist hier eigendlich nur Nebensache und könnte (um es streng zu nehmen) von fast jedem halbwegs talentierten
                                      Schauspiel-Jüngling gemeistert werden.
                                      Was man O Donnell aber anrechnen kann ist dass er garnicht erst versucht gegen Windmühlen zu kämpfen, ganz genau weiß wo hier sein Platz ist und als netter Sidekick und Begleiter dem tollen Al Pacino (der hier zu Recht mit dem Oscar ausgezeichnet wurde) nie versucht die Show zu stehlen.
                                      Die Geschichte ist im Grunde nicht weiter spektakulär,
                                      wird aber dank Pacinos unglaublicher Sogkraft zu etwas ganz besonderen.
                                      Es macht einfach Spaß dieses ungleichen Duo auf ihrer Odysse zu begleiten,
                                      und auch die ernsteren Töne die der Film immer wieder anschneidet verpuffen nicht.
                                      Wenn man dem Film etwas vorwerfen kann dann dass es eine reine "Al Pacino" Solovorstellung ist und er mit seiner einnehmenden Art den kompletten Film für sich in Anspruch nimmt und keinen Raum für andere Dinge läßt.
                                      Aber, bei einer solch gelungenen Vorstellung ist das mehr als berechtigt und legitim.
                                      Ich jedenfalls sehe den Film immer wieder gern und freue mich auf den alten griesgrämigen Knochen und seine kleine Spritztour!

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                                      • 9

                                        Die wahrscheinlich beste Rolle von Pacino, einfach beeindruckend. Aber auch die Nebendarsteller spielen allesamt gut. Die Geschichte um den Ex Armeeoffizier der seinen Leben in New York ein Ende machen möchte ist wirklich mitreißend. Am besten hat mir die Szene am Thanksgivingessen gefallen.

                                        • 9 .5

                                          Ohhh Al Pacino, du hast es mal wieder gezeigt... du bist ein Könner!

                                          Ein Film über den Sinn des Lebens, das Genießen, Freundschaft und über Ehre.
                                          Die Story ist originell und überzeugt von Anfang bis Ende. Die Tangoszene bleibt natürlich hängen! Wunderbar einfach. Es sind die kleinen Details die diesen Film für mich zu einem meiner Lieblingsfilme macht: Jack Daniels einfach Johnny nennen. Dazu die wunderbaren Charaktere und die pure Lust vom Col. beim Autofahren bei der man sich mitreissen lassen kann, die einen in seinen Bann schlägt. Und die Dialoga von Charme erfüllt und Gentlemanhaftem Bennehmen. Der Soundtrack ist dezent und passend. Ein Film der mir im Gedächtnis bleiben wird!

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                                          • 7 .5

                                            Warnung: Kleine Spoiler enthalten, aber ich habe mich bemüht, so wenig wie möglich von der Handlung des Films zu verraten. :-)
                                            Zu aller erst möchte ich den (mal wieder) total blöden Titel ansprechen: er ist sehr irreführend, und wer, wie ich zuerst, denkt, dass der Film von einem alten blinden Mann der die Liebe seine Lebens sucht, der sollte sich auf einen riesen Schock gefasst machen.
                                            Aber nun zum Film selbst: Chris O'Donnels Performance und dessen Qualität mag ja umstritten sein; ich persönlich fand ihn super in seiner Rolle des High School Jungen der über den Verlauf des Films lernt, auf eigenen Füßen zu stehen, und sich für das richtige einzusetzen.
                                            Was natürlich nicht umstritten ist, ist die Leistung Pacinos, der dem alten, verbitterten Soldaten eine unglaubliche emotionale Tiefe verliehen hat. Er war ohne Zweifel das Beste an dem Film, aber, mal im Ernst, wer hätte es anders erwartet?
                                            Der Film an sich hört sich vielversprechend an, ist am Ende aber mehr oder weniger ein typisch Amerikanischer Film der mit erhobenem Zeigefinger und aufgesetzter Stimme sagt, "Tue immer das richtige! Sei nicht käuflich!"
                                            Manchmal scheint der Film wirklich in die Tiefe zu gehen, wie zum Beispiel in der Szene, in der Pacino kurz davor steht, Selbstmord zu begehen. Jedoch kommt es nicht wirklich zu Potte, und die scheinbare Tiefe schießt wieder an die Oberfläche zurück und blickt in den sonnig blauen Himmel und strahlt. Manche Szenen wirkten wie misslungene Improvisationen, wo alles in eine Richtung zu gehen scheint, aber sich dann doch um entscheidet und lieber stehen bleibt, was nicht unbedingt an den doch guten Schauspielern lag, sondern vielmaher an den relativ einfallslosen Drehbuchautoren.
                                            Gut, nun habe ich vielleicht den Eindruck gemacht, das mir der Film nicht gefallen hätte, wahrscheinlich , weil ich Aufgrund der vielen Nominierungen und den gewonnen Academy Award mehr erwartet hatte. Ganz so ist es nicht, denn trotz den sich ewig hinstreckenden und den manchmal sehr gekünstelten Szenen gab es viele wunderschöne und emotionale Momente, und das Ende fand ich wirklich Applaus würdig (und Applaus gab es schließlich auch), und unheimlich berührend, auch wenn ein es vielleichtwenig Kitschig war. Sehr schön fand ich die Tango Szene und die (sehr gegensätzliche) Szene nach dem Ferrari- Drama.
                                            Alles in Allem ein Sehenswerter, wenn auch kitschiger, Film. Aufgrund von der Schauspielerischen Leistung allein gebe ich diesem Film eine 7.5. Mir hat er einigermaßen gut gefallen, und ich würde ihn auf jeden Fall mehrmals gucken, aber zu meinen Top 10 gehört er leider nicht.

                                            ~Filmpilotin1995 :-)

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                                            • 6

                                              Selbstverständlich liefert Al Pacino in der Rolle des verbitterten Zynikers mal wieder eine gewohnt starke Vorstellung ab, für die er 1993 mit einem Oscar ausgezeichnet wurde. Gleiches gilt im Übrigen auch für den jungen Philip Seymour Hoffman, der sich hier in einer Nebenrolle als arroganter Schnösel austoben darf.

                                              "Ja, Mr. Simms, es gibt nur zwei Silben auf dieser ganzen, großen Welt, die es wert sind ausgesprochen zu werden: Muschi! Charlie, gib mir die Hand! Das ist erst der Anfang deiner Ausbildung, mein Sohn!"

                                              Die allseits beliebte Tango-Szene, die Ferrari-Spritztour und selbst das Plädoyer mit dem nachfolgend kitschigen Ende, fand ich nicht besonders überragend. Dafür haben mir andere Szenen ziemlich gut gefallen, wie das Bewerbungsgespräch um den nicht sonderlich attraktiv anmutenden Wochenendjob, der misslungene Familienbesuch zu Thanksgiving und der Suizidversuch – letztendlich natürlich wie immer, eine reine Geschmacksfrage.

                                              Insgesamt hübsch anzusehen, zumal das Geschehen von der Kamera gut eingefangen wird, ein schöner Score alles passend unterlegt und die staubtrockenen Dialoge mitunter richtig Spaß machen, ohne dass mich jedoch "Der Duft der Frauen" überwältigt zurückgelassen hat.

                                              "Huaaa!"

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                                              • 10

                                                Was soll ich sagen?
                                                Ich habe mich nach den ersten paar Minuten in diesen Film verliebt.
                                                Der Grund dafür?
                                                Schwierig zu sagen... Ist es die unglaubliche schauspielerische Leistung von Al Pacino?
                                                Die Geschichte an sich?
                                                Die gefühlvolle, lockere Atmosphäre?
                                                Pacinos mitreißende Rede während der Anhörung, oder der Tango im Restaurant?
                                                Die berauschende Fahrt im roten Ferrari, oder doch der emotionale Kampf um seine Waffe?
                                                Wahrscheinlich trägt alles gleichzeitig dazu bei.
                                                Ich habe den Film jedenfalls ziemlich schnell in mein Herz geschlossen, und dagegen macht der leichte Kitsch am Ende auch nichts.

                                                5
                                                • 10

                                                  Gigantische und erfurchteinflößende Darstellung von Al Pacino. Das er hierfür den Oscar bekam, war mehr als verdient.

                                                  Der in der Tangoszene verwendete Titel "Por Una Cabeza" stammt von Carlos Gardel und ist auf dem O.S.T. von Thomas Newman zu finden.

                                                  Muss ich erwähnen, dass Martin Brest mit der Neuverfilmung des italienischen Originals einen meiner absoluten Lieblingsfilme geschaffen hat?

                                                  Bedarf es wirklich einer ausführlichen Begründung, warum "Scent Of Woman" von mir die Topbewertung 10.0 bekommen hat?

                                                  Gäbe es nicht eine wirklich mitreißende Story, gäbe es nicht einen hervorragend aufspielenden Nebencast, gäbe es nicht diesen wunderbaren Soundtrack von Thomas Newman, so gäbe es immer noch A L P A C I N O; und der ist mir alleine schon 10 Punkte wert.

                                                  "Wäre ich der Mann, der ich vor fünf Jahren einmal war, würde ich diesen Laden mit einem Flammenwerfer ausräuchern" (frei zitiert)

                                                  Als ich noch ein Teenager war, fragte mein Klassenlehrer mich einmal, was ich denn später einmal werden möchte. Ich antwortete ihm:

                                                  "A L P A C I N O!"

                                                  2
                                                  • 6 .5

                                                    One-Man Show, mehr muss man dazu eigentlich nicht sagen... Pacino ist einfach Wahnsinn, mit so ziemlich jedem anderen Schauspieler wäre der Film lediglich Durchschnitt.