Exorzismus mal anders: Der Film beginnt am Ende – Emily ist tot, die Eltern am Boden zerstört, der Priester war machtlos. Wer sich immer schon gefragt hat, welche Behörde einem dann den Quatsch mit der Besessenheit abkauft, der sollte diesen Film sehen: Nämlich keine. Und so wird der Pastor kurzerhand wegen unterlassener Hilfeleistung bzw. fahrlässiger Tötung angeklagt und vor Gericht gestellt, schließlich war Emily krank: epileptisch, schizophren, soziapathisch, das volle Programm. Und eine Teufelsaustreibung in diesem Fall gänzlich unangebracht. Und so ist Der Exorzismus der Emily Rose eine Mischung aus Law & Order und Der Exorzist, die Gerichtsverhandlung bietet den Rahmen, in Rückblenden sieht man was passiert ist. Oder besser: Passiert sein könnte, denn oftmals werden beide Versionen gezeigt, die des Priesters und die des Staatsanwaltes. Was nun tatsächlich passiert ist, darüber soll man sich selber ein Bild machen. Der Film will keine eindeutige Lösung aufzeigen, sondern den Zuschauer eher zum Nachdenken anregen: Ist es Fakt, dass Besessenheit existiert? Nein. Aber ist es möglich?
[...]
Empfehle "Requiem" von Hans Christian Schmid: dasselbe Thema, aber ohne Besessenheitsquatsch. Der authentische Fall der Anneliese Michel wird im Zusammenhang der siebziger Jahre und vor dem Hintergrund eines religiösen Elternhauses psychologisch nachvollziehbar gemacht. In der Hauptrolle glänzend: Sandra Hüller.
Furzlangweiliger Weißnichwasichseinwill-Film, der zwischen Gruselfilm und Gerichtsdrama mäandert, ohne sich positionieren zu können. Habe das Gefühl, Laura Linney schon eintausend Mal in dieser Rolle rumkröten gesehen zu haben.
FSK 12. Nagut. Das muss nicht erst seit "Krieg der Welten" nix mehr heissen und soviel sei daher verraten: ein wenig Grusel für Erwachsene ist durchaus gewährleistet, auch wenn hier wesentlich verhaltener als noch im "Exorzisten" vorgegangen wurde. Also keine Flatulenzen, keine sexistischen Kraftausdrücke und keine Kreuze im Unterleib... Trotzdem spielt sich die Emily Darstellerin Jennifer Carpenter wortwörtlich die Seele aus dem Leib! So kraftvoll und intensiv, dass so manches oscarverwöhnte Püppchen mit "Mut zur Hässlichkeit" schnellstens in Deckung gehen muss. Egal ob maternde Krämpfe oder entfesselte Wut, die Frau ist einfach großartig! Schade nur, dass ihr Schauspiel auch schon das einsame Highlight des Films darstellt...
In grauen Bildern mit herbstlichem Ambiente und in eher effizienter Optik wird mit wenig Spektakel die Story um die angebliche Teufelsaustreibung, bei die Betroffene Emily Rose verstarb, entspinnt. Da sich der…
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FSK 12. Nagut. Das muss nicht erst seit "Krieg der Welten" nix mehr heissen und soviel sei daher verraten: ein wenig Grusel für Erwachsene ist durchaus gewährleistet, auch wenn hier wesentlich verhaltener als noch im "Exorzisten" vorgegangen wurde. Also keine Flatulenzen, keine sexistischen Kraftausdrücke und keine Kreuze im Unterleib...
Trotzdem spielt sich die Emily Darstellerin Jennifer Carpenter wortwörtlich die Seele aus dem Leib! So kraftvoll und intensiv, dass so manches oscarverwöhnte Püppchen mit "Mut zur Hässlichkeit" schnellstens in Deckung gehen muss. Egal ob maternde Krämpfe oder entfesselte Wut, die Frau ist einfach großartig! Schade nur, dass ihr Schauspiel auch schon das einsame Highlight des Films darstellt...
In grauen Bildern mit herbstlichem Ambiente und in eher effizienter Optik wird mit wenig Spektakel die Story um die angebliche Teufelsaustreibung, bei die Betroffene Emily Rose verstarb, entspinnt. Da sich der Großteil des Plots bei Recherchen und vor Gericht abspielt, könnte man diesen Film eher als Gerichts-Drama mit Mysterie-Einschlag umschreiben.
Das ist bis zur ersten Hälfte ansprechend inszeniert, gut gespielt und auch recht spannend, bis der Film unangenehme Wendungen einschlägt.
Die Geschehnisse um den tödlich geendeten Exorzismus 1976 in Bayern werden mit den faktischen Elementen in "´...Emily Rose" anschaulich und geschickt durch die Epilepsie-Erkrankung definiert. Allerdings kann man sich einem anfangs noch etwas verhaltenen Budenzauber nicht erwehren. Die ominösen Geschehnisse mehren sich, aber es wird immer weniger der Versuch unternommen die merkwürdigen Ereignisse rational zu erklären. Im Gegenteil - der ganze Hokuspokus beginnt sich erschreckend ernst zu nehmen und läutet ein Finale ein, das in seiner Lächerlichkeit kaum zu überbieten ist! Der anklagende Staatsanwalt verkommt dabei vom nüchternen und objektiven Fakten-Menschen zum gottlosen Unsympathen, während die eitle und karrieregeile Verteidigerin des Pfarrers zum Gutmenschen mutiert.
Diese Entwicklung wäre noch mit klassischer Hollywood-Dramaturgie entschuldbar gewesen, würde der Film nicht mit einem *äusserst* peinlich-platten Taschenspieler-Trick zum Finale doch noch überdeutlich Stellung beziehen und sich somit jeglicher Interpretation sowie Reflektion verweigern. Der Zuckerguss auf dem Stuss sind dann noch die finalen, nach Authentizität heischenden Texttafeln, die angesichts der realen Umstände einfach nur taktlos sind. In der Beziehung regelrecht ekelhaft ist der Grundtenor des Films, der aus Tätern Opfer macht und mit einer Aussage endet, die den Erfolg des Films bei den Amis erklärt. Widerlich.
Klammert man die tatsächlichen Ursprünge dieser Geschichte aus, hat man es mit einem allenfalls durchschnittlichen Gerichts-Thriller zu tun. Da aber zu unverhohlen Anleihen an diese Tragödie genommen wird und seit Friedkins "Exorzist" *nichts* dazu gelernt wurde, stellt "Der Exorzismus der Emily Rose" nichts anderes als verlogenen, unverschämten und gequirlten Bullshit dar. Sehr, sehr schade um die besagte Jennifer Carpenter - sie hätte ein *weitaus* besseres Forum verdient...
Nachdem nach dem legendären Exorzistenfilm aus den 70ern nicht wirklich was Vergleichbares gedreht wurde, war ich doch hier wirklich überrascht.
Sehr geiles Drehbuch mit einer überragenden Hauptdarstellerin... Sparsam eingesetzte Schockszenen, aber das tut dem Film eigentlich keinen Abbruch.
Denn unheimlich ist der Film trotzdem.
War für mich seinerzeit einer DER Überraschungsfilme und ich guck ihn mir auch heute immer noch wieder gerne an.
Entgegen den meisten Kommentaren, muss ich sagen.. dieser Film hat was !
Supertoll ist er nun nicht, dafür ist er zu langatmig und Spannungsarm.
Aber die Story hat es in sich. Jennifer Carpenter spielt die Rolle der besessenen perfekt, die anderen Schauspieler stehen ihr in nichts nach.
Das große Problem: Emily ist tot.
Das war ein Fehler.. denn wenn man vorhat, den Zuschauer ein besessenes Mädchen zu zeigen das richtig leidet, hätte man sie nicht schon zu beginn des Films als tot hinstellen dürfen..
Das hätte den Effekt, dass man ordentlich mitfiebern würde und hoffen würde, sie wäre gerettet. Erst zum Schluss hätte sie sterben sollen, dass hätte dann den Effekt dass es ein dramatisches Ende gewesen wäre.
Was ich dennoch als Pluspunkt nennen kann ist, dass der Kampf von Emily gegen den "Dämon" relativ gut inziniert wurde. Das mitfiebern ist halt nicht da aber trotzdem erzeugt es eine dramatische und düstere Atmosphäre.
Und als sie (ja klingt jetzt blöd..) vor die heilige Maria tritt, die ihr anbietet mit ihr zu gehen, Emily aber ablehnt da sie der Welt ihre Geschichte bis zum bitteren Ende erzählen will, kann ich mir gut Vorstellen das einige Zuschauer da emotional geworden sind.
Letzlich fällt auch positiv auf, wie der Staatsanwalt mit seinen Zeugen fast jedes Rätsel um Emily wissenschaftlich zu erklären versucht, während auch die Rechtsanwältin tatsächlich Zeugen findet, die uns vom Übernatürlichem überzeugt.
Und dass dass das alles vor Gericht abläuft hat den praktischen Effekt, dass der Film "unparteisch" bleibt und es ganz dem Zuschauer überlässt, was er glaubt.
Gelungener Thriller mit einigen Schwachstellen, aber hohem Unterhaltungsfaktor.
"Der Exorzismus von Emily Rose" hat mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen. Einerseits: Ich habe mich in einigen Szenen ganz ordentlich gegruselt und gut unterhalten gefühlt. Reflektierend war das alles zwar ziemlich konventionelle Erschreckerei (knallende Türen, umfallende Gegenstände, Fratze in beschlagener Scheibe), dennoch hat mich der Film in seinen Schock-Momenten gepackt, die Atmosphäre ging in Ordnung. Das lag wesentlich auch daran, dass ich Jennifer Carpenter in der Rolle der Emily überzeugend fand – die Leiden wie auch die Besessenheit ihrer Figur kommen glaubhaft rüber. Die Kombination zwischen Gerichtsthriller und Horror ist im Grunde eine interessante Idee, sie hätte zumindest Potenzial gehabt.
ABER: Die Gerichtsstory, die schließlich doch den Ton angibt, schleicht ziemlich öde und voraussehbar dahin - einschließlich des Tods des entscheidenden Zeugens – natürlich per ganz plötzlichem Autounfall. Gähn.
Und ich teile die hier schon geäußerte Kritik an der zweifelhaften inhaltlichen Ausrichtung des Films: "Der Exorzismus von Emily Rose" gaukelt einem vor, man bekäme beide Seiten der Geschichte – die rational-medizinische und die spirituell-diabolische – fair nebeneinander gestellt. Doch eigentlich schlägt sich der Regisseur ganz klar auf die Seite der "Gläubigen", die Sympathien sind eindeutig verteilt, auch die Szenen der Besessenheit von Emily oder jene, in denen wir erleben wie Pfarrer und Anwältin im trauten Heim von den Dämonen heimgesucht werden, lassen uns eindeutig mit der unterschwelligen Botschaft zurück: "Ja klar, es gibt Dämonen, der Exorzismus wäre der einzige Weg gewesen. Hätte man Emily doch bloß keine Medizin gegeben."
Das wäre bei seichter, nur auf den Gruseleffekt abzielenden Horror-Fiction schlicht egal. Aber da der Film bewusst einen ernsteren, nachdenklicheren Ton anschlägt und auch im Abspann deutlich auf die wahre Begebenheit pocht, wirkt es so, als wolle der Regisseur hintenrum Exerzismus als wirkungsvolle, heilsame Behandlungsmethode rechtfertigen. Und das gibt dem Film dann doch einen ziemlich bitteren Beigeschmack.
Der Film "Requiem" - derselbe Fall, nur mit mehr Verstand. Statt Spekulationen darüber anzustellen, ob es den Teufel gibt, wird die tragische Geschichte eines unverstandenen Mädchens erzählt. Sozusagen die reale Exorzismus-Geschichte.
Achso! SDanke für den Tip, aber mich interessieren bei diesen Filmen nicht die Inhalte, sondern die Darstellung. Gänsehaut. Ist die gegeben, bin ich zufrieden. Ich kann mir keine Filme über grenzenlose, bornierte Dummheit ansehen, und leider sind solche 'authentischen' Filme meist genau das...
Bin wirklich oft zusammengezuckt...
Auch wenn die Story eher was für X-Factor wäre...fehlt nur noch die Stimme von Jonathan Frakes am Ende..."Hat es sich wirklich so zugetragen?" xD
Ich hatte echt Angst bei diesem Film und es hat mich sehr interessiert was dahinter steckt... Habe mich dann mit der wahren Geschichte beschäftigt. Wirklich heftig und der Film zeigt viele Dinge, die ihr wirklich passiert sind...
Klar ist auch ein wenig Hollywood-Übertreibung mit im Spiel...
kann dem original leider nich das wasser reichen... es wird einfach zu wenig wert auf den eigentlichen exorzismus gelegt... schade, denn von den schauspieler her ein super besetzter film.
Als Filme-Macher hat es Scott Derrickson in fünf Jahren weit gebracht. Von den Untiefen des Videotheken-Morasts, in den der unoriginelle "Hellraiser V" zweifelsohne gehört, zum hoch-gepushten "Der Exorzismus der Emily Rose." Dieser kleine Vita-Ausflug verweist wenigstens auf den Ansatz des Films, in Hollywood wiedermal den Teufel zu beschwören. Und vielleicht den eindringlichsten, da vom Leben inspirierten, Schocker seit "Der Exorzist" zu drehen. Nur leider ist "Der Exorzismus der Emily Rose" ein ambitioniertes Horror-Drama, das seine Schauer-Natur sehr schnell gegen die große Glaubensfrage eintauscht. Damit lassen sich sicherlich in Amerika viele Debatten entfachen, aber außerhalb des Landes der zerstrittenen Glaubens-Ansichten, zeigt sich das wahre Gesicht dieses drögen Einerleis. In seinen besten Momenten gibt Jennifer Carpenter als Besessene alles und es kommt ein wenig Grusel-Flair auf. Aber diese Szenen dienen nur als tumber Aufhänger für einen Prozess, in dem ein weltliches Gericht die Entscheidung fällen soll, ob der Rechtsstatt an die Existenz des Beelzebub glaubt. Eine ganz spannende Idee, die Derrickson lieber zum persönlichen Reifungs-Prozess der von Laura Finney gespielten Anwältin verkommen lässt. Ein zwiespältiger Schachzug, der manchmal, wie in "Lost"-Folgen, funktioniert, aber ausgedehnt im vollen Kitsch-Gewand den Zuschauer martert. Und "Emily Rose" zählt ganz klar zur letzteren Kategorie. Letztlich zieht sich der Film auch noch aus der Affäre und verweist auf die Glaubens-Bereitschaft jedes Einzelnen, selbst "South Park" wäre da konsequenter. Eben ein richtiger Wäre-Gern-Mehr--Gewesen-Streifen, bei dem sich die Macher auf eine ganz einfache Rechnung verlassen. Wenn nur alle schön kreischen, bibbern, zweifelnd schauen oder Teebeutel-Weisheiten rezitieren, dann wird das Publikum schon voll eingenommen werden. In dieser Hinsicht weist "Der Exorzismus der Emily Rose" die selben elementaren Schwächen wie das "Der Tag, an dem die Erde stillstand"-Remake von Derrickson auf, teure Bilder bleiben eben bedeutungslos, wenn die Aussage dahinter nur fadenscheiniges Zen-Geschwafel ist.
Hat mir gut gefallen, aber am Ende ging dem Film leider etwas die Luft aus, was aber zu erwarten war.
Bis zu Pfarrer Moores Aussage hat die Mischung Gerichtsdrama und Horrorthriller aber perfekt funktioniert, ich war regelrecht überrascht.
Neben den packenden Gerichtssaalszenen, in der versucht wurde, beide Wahrheiten zu beweisen, stach für mich vor allem die gruselige und bedrohliche Atmosphäre hervor, die in den Fragmenten der Geschichte aus verschiedenen Zeugenperspektiven erzeugt wurde. Das war erstklassig gemacht und hatte meines Erachtens sogar fast das Niveau von "Der Exorzist" (also natürlich nur, was die Atmosphäre betrifft, alles andere wäre ja Frevel!!)
Zwar hat man meines Erachtens beinahe etwas viel gesehen, die Schockeffekte (die grauenhaften Fratzen) waren aber sehr schaurig und geschickt platziert worden.
Und Faszination ging natürlich davon aus, was nun wirklich geschehen ist.
Also war echt klasse.
Mit der Aussage von Pfarrer Moore gings aber leider bergab.
Zu fantastisch wurde es, der Exorzismus war viel zu lang und übertrieben, meiner Meinung nach hätte man den überhaupt nicht zeigen dürfen, das hat die ganze Atmosphäre zerstört. Wieso musste das gezeigt werden, es wäre doch viel besser gewesen, wenn alles zwielichtig geblieben wäre?!
Zudem noch das Zeug mit den Stigmata und das klischeehafte Ende. Auch die "Dämonenattacken" im Jetzt hätten, wenngleich gruselig gemacht, nicht sein müssen.
Die letzte halbe Stunde hat vieles zunichte gemacht, was der Film zuvor klasse aufgebaut hat. Schade eigentlich, die Mixtur hat weitestgehend gepasst.....
Entgegen der meisten Kritiken fand ich den Film ziemlich gut. Ich denke das größte Problem ist das missverständliche Marketing (Trailer, Cover etc.) und die daraus resultierende Erwartungshaltung der Zuschauer. Es ist kein reiner Horrorfilm. Vielmehr würde ich es als Gerichtsdrama mit Horroranteilen (in Form von Rückblenden) bezeichnen. Wenn man das akzeptieren kann, dann erwartet einen ein sehr spannender und intelligenter Film.
Einbisschen Spannung ist da aber für meinen Geschmack nicht genug. Außerdem hätten die man die meisten Rollen viel besser spiuelen können, manches kam mir nicht überzeugend genug rüber.
auch wenn sich 60% des Films im Gerichtssaal abspielt ist er doch sehr spannend. Mir hat er sehr gefallen. Eine neue Fassung des Exorzisten die man sich anschauen sollte.
Schockierende Szenen, und Spannung bis zu dem Moment als man... ACHTUNG ***SPPPPPOOOOOIIIIILLLLLEEEEERRRRR*** ...die Gestalt des Bösen sieht in Form eines Teufels... Von da an geht´s steil nach unten.
Dieser Film ist eine Beleidigung und unglaubliche Dreistheit und filmisch äqivalent dazu, Annelise Michel, auf deren Geschichte dieser Film beruhen möchte, und stellvertretend allen, die Exorzisten zum Opfer fielen, aufs Grab zu urinieren. Dieser Film ist eine einzige Verteidigungsschrift eines Priesters, der eine junge, offenbar geistig kranke Frau zu Tode quält unter der Prämisse, sie sei vom Teufel besessen. Wilkommen zurück im Mittelalter.
Dem Papst dürfte das gefallen, jedem aufgeklärten Menschen sollte es bei diesem abstoßenden Versuch, die vollkommen überholte Praxis des Exorzismus zu verklären, übel aufstoßen. Sicher sieht der Film gut aus (dafür der gnädige halbe Punkt) alles an dieser Produktion ist davon mal abgesehen aber eine himmleschreiende (!) Zumutung.
Ich weiss nicht, was hier alle haben... ich denke, den meisten fehlt hier ein bisschen Gore, ein paar mehr cgis und Spezialeffekte.
Aber gerade deren Fehken macht diesen Film zu einem Besonderen seiner Gattung. Lediglich am Anfang wird das "Grauen" hier visuell unterlegt.. den Rest des Filmes vermittelt der Streifen sein Dramatik und seine Spannung vorwiegend unterschwellig.
Nicht alles wird dem geneigten Zuschauer hier bis zum Ende vor- und durchgekaut, sondern lässt viel Platz für Interpretationen und Raum für eigene Gedanken.. vielleicht ist der Film deshalb bei einigen Leuten so durchgefallen.. weil es kein Film ist, der einen nur berieselt, und alles vorgibt,, sondern auch mal den eigenen Denkapparat anregt.
Und gerade da liegt ein weiteres Plus für diesen Film: Jeder hat zu diesen Dingen eine andere Einstellung, jeder wird andere Gedanken zu dem Film haben. Somit wird hier eben NICHT auf das kirchliche Missionierungsknöpfchen gedrückt. Jedem Gläubigen, Atheisten, Agnostiker, sogar Kirchengegner stellt der Film frei, sich sein eigenes Bild zu machen.
Somit ist auch der Schluss eigentlich überflüssig (und macht einen Kompromiss).. denn wie der Pfarrer sagte: Es geht nur darum, Emily Roses´ Geschichte zu erzählen.. und das ist blendend gelungen.
Jedem, der nicht zu faul geworden ist, Filme nicht nur als Junkfood zu verzehren, sondern auch gerne mal die eigene Imagination benutzt, und für sich selbst Dinge hinterfragt,, ist dieser Film uneingeschränkt zu empfehlen.
Leuten, denen Triple X schon zu viel Handlung hatte... die können auch gerne ihr Popcornfinger davon lassen.
Trotz teilweise ansprechender Darstellerleistungen ist dieser Film vor allem eins: eine cineastische Herausforderung für jede Hausbar! Und nein, ich konnte mir diesen Film nicht mal unterhaltsam trinken, nicht dass ich irgendwas unversucht gelassen hätte von "Foster´s Lager" bis Whisky in Faßstärke... Piefig langweilige Inszenierung, die nur zweierlei beweist: 1. wie grausam Kino hin und wieder sein kann und 2. wieviel besser wir ohne religiös verblendete Eiferer dran wären. Allein die abstrakte Botschaft, dieses arme Mädchen könnte tatsächlich besessen (und nicht wirklich krank) gewesen sein, ist eine Sauerei. Statt tatsächlich zu helfen, wird schnell der nette Teufelsaustreiber von nebenan geholt, der dann, ganz und gar unerwartet, das Mädel unfreiwillig (im Zuge unterlassener Hilfeleistung, wie es im Paragraphendeutsch wohl heißen würde) ins bessere Jenseits befördert und der wird dafür nicht mal richtig verknackt, da möchte ich mal das gegenteilige Beispiel sehen, was wir an moralischer Entrüstung erleben dürfen, wenn ein regulärer Arzt einen Menschen einweist, der behauptet, die Jungfrau Maria oder der gute Jesus ("meine Lieblings-Science-Fiction-Figur") haben tatsächlich existiert. Zwecks besserer Vermarktungschancen im Land der unbegrenzten Unmöglichkeiten läßt man die Kirche sich noch artig davon distanzieren und die wahnsinnigen Hill-Billy Eltern, die das Ganze angeleiert haben, kriegen auch nicht ihr Fett weg. Neben "The Call" wohl das Dümmste und Unnötigste, das ich im Rahmen der "Sneak Preview" je sehen mußte.
Gonzo, genauso wie du es schreibst sieht es aus. Mich hat es (und tut es immer noch) mächtig angekekst, dass der reale Fall, ein Paradebeispiel für religiöse Verblendung, so dermaßen außen vor gelassen wurde und die Möglichkeit des Übersinnlichen im Film offen gehalten wird. Ich finde das fahrlässig, wenn nicht gar kriminell, aber auf jeden Fall wahnsinnig ignorant.
@alanger: aus Sicherheitsgründen nehme ich hin und wieder solche Dinge in einem kleinen Flachmann mit in eine Sneak Preview, Du weißt schon, schlechte Erfahrungen
Der Exorzismus von Emily Rose - Kritik
US 2005 Laufzeit 119 Minuten, FSK 12, Thriller, Drama, Kinostart 24.11.2005
Kritiken (3) — Film: Der Exorzismus von Emily Rose
Xander8112: at the movies
Kommentar löschenExorzismus mal anders: Der Film beginnt am Ende – Emily ist tot, die Eltern am Boden zerstört, der Priester war machtlos. Wer sich immer schon gefragt hat, welche Behörde einem dann den Quatsch mit der Besessenheit abkauft, der sollte diesen Film sehen: Nämlich keine. Und so wird der Pastor kurzerhand wegen unterlassener Hilfeleistung bzw. fahrlässiger Tötung angeklagt und vor Gericht gestellt, schließlich war Emily krank: epileptisch, schizophren, soziapathisch, das volle Programm. Und eine Teufelsaustreibung in diesem Fall gänzlich unangebracht. Und so ist Der Exorzismus der Emily Rose eine Mischung aus Law & Order und Der Exorzist, die Gerichtsverhandlung bietet den Rahmen, in Rückblenden sieht man was passiert ist. Oder besser: Passiert sein könnte, denn oftmals werden beide Versionen gezeigt, die des Priesters und die des Staatsanwaltes. Was nun tatsächlich passiert ist, darüber soll man sich selber ein Bild machen. Der Film will keine eindeutige Lösung aufzeigen, sondern den Zuschauer eher zum Nachdenken anregen: Ist es Fakt, dass Besessenheit existiert? Nein. Aber ist es möglich?
[...]
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten
Ripley1 2011/04/18 13:56:35
Antwort löschenEmpfehle "Requiem" von Hans Christian Schmid: dasselbe Thema, aber ohne Besessenheitsquatsch. Der authentische Fall der Anneliese Michel wird im Zusammenhang der siebziger Jahre und vor dem Hintergrund eines religiösen Elternhauses psychologisch nachvollziehbar gemacht. In der Hauptrolle glänzend: Sandra Hüller.
Xander8112 2011/04/20 16:44:43
Antwort löschenDarüber nachgedacht habe ich auch schon.
Julio Sacchi: Das Manifest
Kommentar löschenFurzlangweiliger Weißnichwasichseinwill-Film, der zwischen Gruselfilm und Gerichtsdrama mäandert, ohne sich positionieren zu können. Habe das Gefühl, Laura Linney schon eintausend Mal in dieser Rolle rumkröten gesehen zu haben.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin
Kommentar löschenFSK 12. Nagut. Das muss nicht erst seit "Krieg der Welten" nix mehr heissen und soviel sei daher verraten: ein wenig Grusel für Erwachsene ist durchaus gewährleistet, auch wenn hier wesentlich verhaltener als noch im "Exorzisten" vorgegangen wurde. Also keine Flatulenzen, keine sexistischen Kraftausdrücke und keine Kreuze im Unterleib...
Trotzdem spielt sich die Emily Darstellerin Jennifer Carpenter wortwörtlich die Seele aus dem Leib! So kraftvoll und intensiv, dass so manches oscarverwöhnte Püppchen mit "Mut zur Hässlichkeit" schnellstens in Deckung gehen muss. Egal ob maternde Krämpfe oder entfesselte Wut, die Frau ist einfach großartig! Schade nur, dass ihr Schauspiel auch schon das einsame Highlight des Films darstellt...
In grauen Bildern mit herbstlichem Ambiente und in eher effizienter Optik wird mit wenig Spektakel die Story um die angebliche Teufelsaustreibung, bei die Betroffene Emily Rose verstarb, entspinnt. Da sich der…
/p>2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
Ugly_Honey 2011/07/21 15:46:55
Antwort löschenlooooooooooooooool?o0
Kommentare (45) — Film: Der Exorzismus von Emily Rose
Kommentar schreibenTeezy123 2011/12/07 18:36:42
Kommentar löschenNachdem nach dem legendären Exorzistenfilm aus den 70ern nicht wirklich was Vergleichbares gedreht wurde, war ich doch hier wirklich überrascht.
Sehr geiles Drehbuch mit einer überragenden Hauptdarstellerin... Sparsam eingesetzte Schockszenen, aber das tut dem Film eigentlich keinen Abbruch.
Denn unheimlich ist der Film trotzdem.
War für mich seinerzeit einer DER Überraschungsfilme und ich guck ihn mir auch heute immer noch wieder gerne an.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
fiko90 2011/08/24 17:09:30
Kommentar löschenEntgegen den meisten Kommentaren, muss ich sagen.. dieser Film hat was !
Supertoll ist er nun nicht, dafür ist er zu langatmig und Spannungsarm.
Aber die Story hat es in sich. Jennifer Carpenter spielt die Rolle der besessenen perfekt, die anderen Schauspieler stehen ihr in nichts nach.
Das große Problem: Emily ist tot.
Das war ein Fehler.. denn wenn man vorhat, den Zuschauer ein besessenes Mädchen zu zeigen das richtig leidet, hätte man sie nicht schon zu beginn des Films als tot hinstellen dürfen..
Das hätte den Effekt, dass man ordentlich mitfiebern würde und hoffen würde, sie wäre gerettet. Erst zum Schluss hätte sie sterben sollen, dass hätte dann den Effekt dass es ein dramatisches Ende gewesen wäre.
Was ich dennoch als Pluspunkt nennen kann ist, dass der Kampf von Emily gegen den "Dämon" relativ gut inziniert wurde. Das mitfiebern ist halt nicht da aber trotzdem erzeugt es eine dramatische und düstere Atmosphäre.
Und als sie (ja klingt jetzt blöd..) vor die heilige Maria tritt, die ihr anbietet mit ihr zu gehen, Emily aber ablehnt da sie der Welt ihre Geschichte bis zum bitteren Ende erzählen will, kann ich mir gut Vorstellen das einige Zuschauer da emotional geworden sind.
Letzlich fällt auch positiv auf, wie der Staatsanwalt mit seinen Zeugen fast jedes Rätsel um Emily wissenschaftlich zu erklären versucht, während auch die Rechtsanwältin tatsächlich Zeugen findet, die uns vom Übernatürlichem überzeugt.
Und dass dass das alles vor Gericht abläuft hat den praktischen Effekt, dass der Film "unparteisch" bleibt und es ganz dem Zuschauer überlässt, was er glaubt.
Gelungener Thriller mit einigen Schwachstellen, aber hohem Unterhaltungsfaktor.
Kommentar gefällt mir Antworten
kinokumpel 2011/07/31 00:49:53
Kommentar löschen---SPOILERWARNUNG---
"Der Exorzismus von Emily Rose" hat mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen. Einerseits: Ich habe mich in einigen Szenen ganz ordentlich gegruselt und gut unterhalten gefühlt. Reflektierend war das alles zwar ziemlich konventionelle Erschreckerei (knallende Türen, umfallende Gegenstände, Fratze in beschlagener Scheibe), dennoch hat mich der Film in seinen Schock-Momenten gepackt, die Atmosphäre ging in Ordnung. Das lag wesentlich auch daran, dass ich Jennifer Carpenter in der Rolle der Emily überzeugend fand – die Leiden wie auch die Besessenheit ihrer Figur kommen glaubhaft rüber. Die Kombination zwischen Gerichtsthriller und Horror ist im Grunde eine interessante Idee, sie hätte zumindest Potenzial gehabt.
ABER: Die Gerichtsstory, die schließlich doch den Ton angibt, schleicht ziemlich öde und voraussehbar dahin - einschließlich des Tods des entscheidenden Zeugens – natürlich per ganz plötzlichem Autounfall. Gähn.
Und ich teile die hier schon geäußerte Kritik an der zweifelhaften inhaltlichen Ausrichtung des Films: "Der Exorzismus von Emily Rose" gaukelt einem vor, man bekäme beide Seiten der Geschichte – die rational-medizinische und die spirituell-diabolische – fair nebeneinander gestellt. Doch eigentlich schlägt sich der Regisseur ganz klar auf die Seite der "Gläubigen", die Sympathien sind eindeutig verteilt, auch die Szenen der Besessenheit von Emily oder jene, in denen wir erleben wie Pfarrer und Anwältin im trauten Heim von den Dämonen heimgesucht werden, lassen uns eindeutig mit der unterschwelligen Botschaft zurück: "Ja klar, es gibt Dämonen, der Exorzismus wäre der einzige Weg gewesen. Hätte man Emily doch bloß keine Medizin gegeben."
Das wäre bei seichter, nur auf den Gruseleffekt abzielenden Horror-Fiction schlicht egal. Aber da der Film bewusst einen ernsteren, nachdenklicheren Ton anschlägt und auch im Abspann deutlich auf die wahre Begebenheit pocht, wirkt es so, als wolle der Regisseur hintenrum Exerzismus als wirkungsvolle, heilsame Behandlungsmethode rechtfertigen. Und das gibt dem Film dann doch einen ziemlich bitteren Beigeschmack.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Chrischan S 2011/05/19 12:40:43
Kommentar löschenNur noch ein Abklatsch des Originals von 1970 mit ein paar neuen Erkenntnissen über Gott, Satan und den Exorzismus.
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C_C 2011/05/19 23:59:47
Antwort löschenQuatsch
maxman 2011/05/08 09:17:03
Kommentar löschenAlso ich hab den Film ganz schön gruselig gfunden! Schau immer noch ungern gegen 3:33 auf die Uhr
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Hoang-Thach-Vu 2011/02/18 23:27:05
Kommentar löschenAlso... ich... fand den Film ganz gut... soll ich mich jetzt schlecht fühlen? D: *Empfehlung und Kommentare anschau*
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C_C 2011/02/15 18:04:13
Kommentar löschenso macht man das!
http://www.youtube.com/watch?v=N6RTyH9wnsI&NR=1
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Ripley1 2011/02/15 18:11:33
Antwort löschen"Requiem" - so macht man das.
C_C 2011/02/15 18:15:00
Antwort löschenei, was!?
Alle 4 Antworten zeigen
Ripley1 2011/02/15 18:22:05
Antwort löschenDer Film "Requiem" - derselbe Fall, nur mit mehr Verstand. Statt Spekulationen darüber anzustellen, ob es den Teufel gibt, wird die tragische Geschichte eines unverstandenen Mädchens erzählt. Sozusagen die reale Exorzismus-Geschichte.
C_C 2011/02/15 18:40:30
Antwort löschenAchso! SDanke für den Tip, aber mich interessieren bei diesen Filmen nicht die Inhalte, sondern die Darstellung. Gänsehaut. Ist die gegeben, bin ich zufrieden. Ich kann mir keine Filme über grenzenlose, bornierte Dummheit ansehen, und leider sind solche 'authentischen' Filme meist genau das...
Leveinard 2010/10/21 08:10:48
Kommentar löschenBin wirklich oft zusammengezuckt...
Auch wenn die Story eher was für X-Factor wäre...fehlt nur noch die Stimme von Jonathan Frakes am Ende..."Hat es sich wirklich so zugetragen?" xD
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
MamiNatie 2010/10/17 14:02:18
Kommentar löschenIch hatte echt Angst bei diesem Film und es hat mich sehr interessiert was dahinter steckt... Habe mich dann mit der wahren Geschichte beschäftigt. Wirklich heftig und der Film zeigt viele Dinge, die ihr wirklich passiert sind...
Klar ist auch ein wenig Hollywood-Übertreibung mit im Spiel...
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Phine 2010/10/04 14:50:16
Kommentar löschenkann dem original leider nich das wasser reichen... es wird einfach zu wenig wert auf den eigentlichen exorzismus gelegt... schade, denn von den schauspieler her ein super besetzter film.
Kommentar gefällt mir 2 Antworten
duffy 2010/10/04 17:22:42
Antwort löschenOriginal?
doctorgonzo 2010/12/15 17:04:59
Antwort löschenVielleicht meint sie tatsächlich "Der Exorzist" oder sie war bei der Austreibung in der deutschen Provinz anwesend.
mikkean 2010/09/10 00:28:54
Kommentar löschenAls Filme-Macher hat es Scott Derrickson in fünf Jahren weit gebracht. Von den Untiefen des Videotheken-Morasts, in den der unoriginelle "Hellraiser V" zweifelsohne gehört, zum hoch-gepushten "Der Exorzismus der Emily Rose." Dieser kleine Vita-Ausflug verweist wenigstens auf den Ansatz des Films, in Hollywood wiedermal den Teufel zu beschwören. Und vielleicht den eindringlichsten, da vom Leben inspirierten, Schocker seit "Der Exorzist" zu drehen. Nur leider ist "Der Exorzismus der Emily Rose" ein ambitioniertes Horror-Drama, das seine Schauer-Natur sehr schnell gegen die große Glaubensfrage eintauscht. Damit lassen sich sicherlich in Amerika viele Debatten entfachen, aber außerhalb des Landes der zerstrittenen Glaubens-Ansichten, zeigt sich das wahre Gesicht dieses drögen Einerleis. In seinen besten Momenten gibt Jennifer Carpenter als Besessene alles und es kommt ein wenig Grusel-Flair auf. Aber diese Szenen dienen nur als tumber Aufhänger für einen Prozess, in dem ein weltliches Gericht die Entscheidung fällen soll, ob der Rechtsstatt an die Existenz des Beelzebub glaubt. Eine ganz spannende Idee, die Derrickson lieber zum persönlichen Reifungs-Prozess der von Laura Finney gespielten Anwältin verkommen lässt. Ein zwiespältiger Schachzug, der manchmal, wie in "Lost"-Folgen, funktioniert, aber ausgedehnt im vollen Kitsch-Gewand den Zuschauer martert. Und "Emily Rose" zählt ganz klar zur letzteren Kategorie. Letztlich zieht sich der Film auch noch aus der Affäre und verweist auf die Glaubens-Bereitschaft jedes Einzelnen, selbst "South Park" wäre da konsequenter. Eben ein richtiger Wäre-Gern-Mehr--Gewesen-Streifen, bei dem sich die Macher auf eine ganz einfache Rechnung verlassen. Wenn nur alle schön kreischen, bibbern, zweifelnd schauen oder Teebeutel-Weisheiten rezitieren, dann wird das Publikum schon voll eingenommen werden. In dieser Hinsicht weist "Der Exorzismus der Emily Rose" die selben elementaren Schwächen wie das "Der Tag, an dem die Erde stillstand"-Remake von Derrickson auf, teure Bilder bleiben eben bedeutungslos, wenn die Aussage dahinter nur fadenscheiniges Zen-Geschwafel ist.
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stuforcedyou 2010/09/10 09:40:06
Antwort löschenSchöne Kritik, vor allem wegen der Aussage das "South Park" konsequenter wäre. Da strahlt mein Fanherz.
FordFairlane 2010/09/12 15:57:53
Antwort löschender film war wirklich schlecht
hakan_1905 2010/07/20 03:18:49
Kommentar löschenkann man sich angucken spannend gemacht...ich fand die gerichtsszenen auch nicht schlecht..
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Moe Szyslak 2010/07/18 01:46:29
Kommentar löschenHat mir gut gefallen, aber am Ende ging dem Film leider etwas die Luft aus, was aber zu erwarten war.
Bis zu Pfarrer Moores Aussage hat die Mischung Gerichtsdrama und Horrorthriller aber perfekt funktioniert, ich war regelrecht überrascht.
Neben den packenden Gerichtssaalszenen, in der versucht wurde, beide Wahrheiten zu beweisen, stach für mich vor allem die gruselige und bedrohliche Atmosphäre hervor, die in den Fragmenten der Geschichte aus verschiedenen Zeugenperspektiven erzeugt wurde. Das war erstklassig gemacht und hatte meines Erachtens sogar fast das Niveau von "Der Exorzist" (also natürlich nur, was die Atmosphäre betrifft, alles andere wäre ja Frevel!!)
Zwar hat man meines Erachtens beinahe etwas viel gesehen, die Schockeffekte (die grauenhaften Fratzen) waren aber sehr schaurig und geschickt platziert worden.
Und Faszination ging natürlich davon aus, was nun wirklich geschehen ist.
Also war echt klasse.
Mit der Aussage von Pfarrer Moore gings aber leider bergab.
Zu fantastisch wurde es, der Exorzismus war viel zu lang und übertrieben, meiner Meinung nach hätte man den überhaupt nicht zeigen dürfen, das hat die ganze Atmosphäre zerstört. Wieso musste das gezeigt werden, es wäre doch viel besser gewesen, wenn alles zwielichtig geblieben wäre?!
Zudem noch das Zeug mit den Stigmata und das klischeehafte Ende. Auch die "Dämonenattacken" im Jetzt hätten, wenngleich gruselig gemacht, nicht sein müssen.
Die letzte halbe Stunde hat vieles zunichte gemacht, was der Film zuvor klasse aufgebaut hat. Schade eigentlich, die Mixtur hat weitestgehend gepasst.....
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slayniac 2010/07/15 20:28:11
Kommentar löschenEntgegen der meisten Kritiken fand ich den Film ziemlich gut. Ich denke das größte Problem ist das missverständliche Marketing (Trailer, Cover etc.) und die daraus resultierende Erwartungshaltung der Zuschauer. Es ist kein reiner Horrorfilm. Vielmehr würde ich es als Gerichtsdrama mit Horroranteilen (in Form von Rückblenden) bezeichnen. Wenn man das akzeptieren kann, dann erwartet einen ein sehr spannender und intelligenter Film.
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Sanylein 2010/06/27 00:33:39
Kommentar löschenEinbisschen Spannung ist da aber für meinen Geschmack nicht genug. Außerdem hätten die man die meisten Rollen viel besser spiuelen können, manches kam mir nicht überzeugend genug rüber.
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KindOfAVillian 2010/06/21 02:56:08
Kommentar löschenauch wenn sich 60% des Films im Gerichtssaal abspielt ist er doch sehr spannend. Mir hat er sehr gefallen. Eine neue Fassung des Exorzisten die man sich anschauen sollte.
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peterpit 2010/04/28 09:55:47
Kommentar löschenSchockierende Szenen, und Spannung bis zu dem Moment als man... ACHTUNG ***SPPPPPOOOOOIIIIILLLLLEEEEERRRRR*** ...die Gestalt des Bösen sieht in Form eines Teufels... Von da an geht´s steil nach unten.
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Denitz 2010/04/27 19:42:45
Kommentar löschenDieser Film ist eine Beleidigung und unglaubliche Dreistheit und filmisch äqivalent dazu, Annelise Michel, auf deren Geschichte dieser Film beruhen möchte, und stellvertretend allen, die Exorzisten zum Opfer fielen, aufs Grab zu urinieren. Dieser Film ist eine einzige Verteidigungsschrift eines Priesters, der eine junge, offenbar geistig kranke Frau zu Tode quält unter der Prämisse, sie sei vom Teufel besessen. Wilkommen zurück im Mittelalter.
Dem Papst dürfte das gefallen, jedem aufgeklärten Menschen sollte es bei diesem abstoßenden Versuch, die vollkommen überholte Praxis des Exorzismus zu verklären, übel aufstoßen. Sicher sieht der Film gut aus (dafür der gnädige halbe Punkt) alles an dieser Produktion ist davon mal abgesehen aber eine himmleschreiende (!) Zumutung.
Perverser geht's kaum.
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cyranorick 2010/02/25 00:15:46
Kommentar löschenIch weiss nicht, was hier alle haben... ich denke, den meisten fehlt hier ein bisschen Gore, ein paar mehr cgis und Spezialeffekte.
Aber gerade deren Fehken macht diesen Film zu einem Besonderen seiner Gattung. Lediglich am Anfang wird das "Grauen" hier visuell unterlegt.. den Rest des Filmes vermittelt der Streifen sein Dramatik und seine Spannung vorwiegend unterschwellig.
Nicht alles wird dem geneigten Zuschauer hier bis zum Ende vor- und durchgekaut, sondern lässt viel Platz für Interpretationen und Raum für eigene Gedanken.. vielleicht ist der Film deshalb bei einigen Leuten so durchgefallen.. weil es kein Film ist, der einen nur berieselt, und alles vorgibt,, sondern auch mal den eigenen Denkapparat anregt.
Und gerade da liegt ein weiteres Plus für diesen Film: Jeder hat zu diesen Dingen eine andere Einstellung, jeder wird andere Gedanken zu dem Film haben. Somit wird hier eben NICHT auf das kirchliche Missionierungsknöpfchen gedrückt. Jedem Gläubigen, Atheisten, Agnostiker, sogar Kirchengegner stellt der Film frei, sich sein eigenes Bild zu machen.
Somit ist auch der Schluss eigentlich überflüssig (und macht einen Kompromiss).. denn wie der Pfarrer sagte: Es geht nur darum, Emily Roses´ Geschichte zu erzählen.. und das ist blendend gelungen.
Jedem, der nicht zu faul geworden ist, Filme nicht nur als Junkfood zu verzehren, sondern auch gerne mal die eigene Imagination benutzt, und für sich selbst Dinge hinterfragt,, ist dieser Film uneingeschränkt zu empfehlen.
Leuten, denen Triple X schon zu viel Handlung hatte... die können auch gerne ihr Popcornfinger davon lassen.
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doctorgonzo 2010/02/17 15:31:56
Kommentar löschenTrotz teilweise ansprechender Darstellerleistungen ist dieser Film vor allem eins: eine cineastische Herausforderung für jede Hausbar! Und nein, ich konnte mir diesen Film nicht mal unterhaltsam trinken, nicht dass ich irgendwas unversucht gelassen hätte von "Foster´s Lager" bis Whisky in Faßstärke... Piefig langweilige Inszenierung, die nur zweierlei beweist: 1. wie grausam Kino hin und wieder sein kann und 2. wieviel besser wir ohne religiös verblendete Eiferer dran wären. Allein die abstrakte Botschaft, dieses arme Mädchen könnte tatsächlich besessen (und nicht wirklich krank) gewesen sein, ist eine Sauerei. Statt tatsächlich zu helfen, wird schnell der nette Teufelsaustreiber von nebenan geholt, der dann, ganz und gar unerwartet, das Mädel unfreiwillig (im Zuge unterlassener Hilfeleistung, wie es im Paragraphendeutsch wohl heißen würde) ins bessere Jenseits befördert und der wird dafür nicht mal richtig verknackt, da möchte ich mal das gegenteilige Beispiel sehen, was wir an moralischer Entrüstung erleben dürfen, wenn ein regulärer Arzt einen Menschen einweist, der behauptet, die Jungfrau Maria oder der gute Jesus ("meine Lieblings-Science-Fiction-Figur") haben tatsächlich existiert. Zwecks besserer Vermarktungschancen im Land der unbegrenzten Unmöglichkeiten läßt man die Kirche sich noch artig davon distanzieren und die wahnsinnigen Hill-Billy Eltern, die das Ganze angeleiert haben, kriegen auch nicht ihr Fett weg. Neben "The Call" wohl das Dümmste und Unnötigste, das ich im Rahmen der "Sneak Preview" je sehen mußte.
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alanger 2010/02/17 16:12:11
Antwort löschen"Whisky in Faßstärke" gabs bei dir in der sneak? klasse kino, da ist doch eigentlich egal welcher film läuft.
guggenheim 2010/02/17 16:25:42
Antwort löschenGonzo, genauso wie du es schreibst sieht es aus. Mich hat es (und tut es immer noch) mächtig angekekst, dass der reale Fall, ein Paradebeispiel für religiöse Verblendung, so dermaßen außen vor gelassen wurde und die Möglichkeit des Übersinnlichen im Film offen gehalten wird. Ich finde das fahrlässig, wenn nicht gar kriminell, aber auf jeden Fall wahnsinnig ignorant.
doctorgonzo 2010/02/17 16:28:07
Antwort löschen@alanger: aus Sicherheitsgründen nehme ich hin und wieder solche Dinge in einem kleinen Flachmann mit in eine Sneak Preview, Du weißt schon, schlechte Erfahrungen
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alanger 2010/02/17 17:06:02
Antwort löschenrichtig und heutzutage wichtiger dennje: nix geht über gute sicherheitsvorkehrungen:)
doctorgonzo 2010/02/17 19:31:50
Antwort löschenschön, dass wir uns einig sind
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