Der falsche Mann
The Wrong Man (1956), US Laufzeit 105 Minuten, FSK 12, Thriller, Kriminalfilm, Kinostart 02.08.1957
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von Alfred Hitchcock, mit Henry Fonda und Vera Miles
Manny Balestrero ist Musiker im New Yorker “Stork Club”. Er und seine Frau Rose stecken in finanziellen Schwierigkeiten. Doch echte Schwierigkeiten gibt es, als Manny eines Tages verhaftet wird. Zeugen behaupten, daß er zahlreiche Überfälle begangen haben soll. Alle Indizien sprechen gegen ihn. Seine Frau bringt Geld für die Kaution auf und Balestro versucht verzweifelt, Zeugen für ein Alibi aufzutreiben. Aber von den drei Männern, mit denen er zur Tatzeit Karten gespielt hat, sind zwei tot – und der dritte ist unauffindbar. Die Situation wird gefährlich für Balestro…
Cast & Crew
-
Alfred Hitchcock
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Henry Fonda
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Christopher Emmanuel Balestrero
-
Vera Miles
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Rose Balestrero
-
Anthony Quayle
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Frank D. O'Connor
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Harold J. Stone
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Detective Lieutenant Bowers
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John Heldabrand
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Tomasini
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Doreen Lang
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Ann James
Regie
Schauspieler
-
Nehemiah Persoff
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Eugene 'Gene' Conforti
-
Norma Connolly
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Betty Todd
-
Lola D'Annunzio
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Olga Conforti
-
Esther Minciotti
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mama Balestrero
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Alfred Hitchcock
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Erzähler
-
Angus MacPhail
-
Maxwell Anderson
- Genre
- Thriller, Film Noir
- Handlung
- Unschuldig Inhaftierte Person
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Der falsche Mann
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Trailer zum Film Der falsche Mann
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Kommentare (6) — Film: Der falsche Mann
Kommentar schreibenBrotkind 2012/01/03 21:14:30
Kommentar löschen"The Wrong Man" ist ein völlig untypischer Hitchcock, so wie es der Meisterregisseur zu Beginn auch ankündigt. Die großen Suspense-Momente fehlen, dafür stehen hier viel mehr als sonst die Auswirkungen der Geschehnisse auf die Figuren im Mittelpunkt. Das berührt, zieht sich an einigen Stellen allerdings auch ein wenig und ist nicht so unterhaltsam wie andere Hitchcocks. Auch visuell ist der Film untypisch, Hitchcock filmt größtenteils zurückhaltend, die Geschichte, nicht der Stil, steht im Vordergrund. Man sollte von "The Wrong Man" also keinen spannenden Thriller, sondern vielmehr ein Justizdrama erwarten. Dann ist der Film auf jeden Fall sehenswert.
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cpt. chaos 2011/12/15 12:05:07
Kommentar löschenObwohl dieser Hitchcock-Streifen ganz sicherlich nicht schlecht gespielt ist, so ist das Erzähltempo durchgängig zu behäbig, um Spannung aufkeimen zu lassen, was der Altmeister mit diesem filmischen Beitrag allerdings auch ganz offensichtlich nicht vorrangig beabsichtigt hat. Vielmehr geht es darum, die dramatische Entwicklung dieses eindringlich erzählten Justizirrtums, der auf einer wahren Begebenheit basiert und somit der Geschichte den zusätzlichen Reiz verleiht, zu beleuchten.
"Der falsche Mann" ist daher nicht der typische Hitchcock-Film und somit auch eher mit ein wenig Vorsicht zu genießen.
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ElMagico 2011/06/06 19:15:35
Kommentar löschenWar ich Anfangs etwas skeptisch, da schon die ersten Minuten offenbarten: Dies wird also Hitchcocks nächste Version des zu unrecht Beschuldigten, muss ich im Nachinein sagen: Was für ein toller Film!
Und ich denke, mir kommt entgegen, dass es sich hier um eine Story handelt, die tatsächlich so passiert ist und somit musste sich Hitchcock auch kein Konstrukt aus den Ärmeln schütteln. Nein, hier wird völlig homogen und plausibel in die Geschichte hineingeführt, ein Puzzleteilchen führt zum nächsten und alles endet in einer unschönen, aber logischen Konsequenz. Henry Fonda, dessen Rolle sehr an Kafkas Josef K. erinnert, zeigt hier ganz grosse Schauspielkunst und vermittelt allein schon durch Blicke und Gestik seine Angst und Hilflosigkeit. Denn der beschuldigte Manny ist kein Held, er rebelliert nie wirklich gegen die Vorwürfe, er fügt sich der Obrigkeit und verhält sich sehr angepasst.
Hitchcock setzt dies sehr akurrat, aber trotzdem intensiv und fesselnd um. Einzig in den Momenten völliger Ohnmacht Mannys wird auch die Inszenierung etwas gewagter und weiss in diesen Szenen auch mit seinem Soundtrack zu überzeugen. Dies bleiben aber eruptive Ausbrecher, der Grundton bleibt ruhig, jedoch auch auf eine seltsame Art bedrohlich.
Die erste Stunde von "The wrong man" hätte von mir eine glatte 10 bekommen, eine fesselnde und vorallem total glaubwürdige Achterbahnfahrt der Gefühle.
Als Mannys Frau immer mehr mit psychischen Problemen zu kämpfen hat, verliert der Film leider etwas seine Wirkung, da sich Hitchcock zu sehr auf diesen Erzählstrang konzentriert. Diese Nebenhandlung ist zwar keineswegs Unglaubwürdig, besonders da Rose schon Anfangs als sehr ängstliche und sensible Frau gezeigt wird. Aber erstens scheint das Ausmaß ihrer psychischen Störungen etwas übertrieben dargestellt zu sein und zweitens verliert Hitchcock für ca. 15 Minuten völlig den Faden, sprich: der Prozess gegen Manny ist gar kein Thema mehr.
Zum Ende hin fokusiert sich der Blick natürlich wieder auf Mannys Prozess, aber "The wrong man" schafft es hier nicht mehr, einen ganz so zu Begeistern, wie er es in der ersten Hälfte des Films tat.
Nichtsdestotrotz ein aussergewöhnlich guter Film, auch oder gerade für Hitchcocksche Verhältnisse. Denn der Mann hat ja nicht nur Perlen fabriziert.
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Marti DiBergi 2011/10/03 18:03:26
Antwort löschenToller Kommentar, kann ich so unterschreiben.
Am schlimmsten am Erzählstrang der depressiven Frau fand ich Werner Klemperer als Psychater.
Hendrik 2011/05/21 13:52:17
Kommentar löschenEiner der berührendsten aber keiner der berühmtesten Filme von Hitchcock. Hier behandelt er eines seiner typischsten Motive in der für ihn untypischsten Art - ernstes Justizdrama statt spannendem Thriller mit humorvollen Untertönen. Und Henry Fonda hat jetzt übrigens einen neuen Fan!
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Filmkenner77 2011/05/21 14:21:19
Antwort löschenWie? Noch nie einen Film mit Fonda gesehen oder warum jetzt erst ein Fan? ;-)
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Hendrik 2011/05/21 14:24:53
Antwort löschenDoch: "Die zwölf Geschworenen", "Spiel mir das Lied vom Tod" und "Mein Name ist Nobody". Ich muß aber sagen, das er mich mit seiner Darstellung noch nie so berührt hat wie hier, daher... :-)
Filmkenner77 2011/05/21 14:50:04
Antwort löschenIn "Früchte des Zorns" soll er sehr stark spielen. Den habe ich aber noch nicht gesehen. Und in " Am goldenen See", seinem letzten Film.
Kubrick_obscura 2010/09/05 19:40:39
Kommentar löschenMein großes Hitchcock-Wochenende darf dann doch noch mit einem Meisterwerk enden. Dieser untypische Hitchcockfilm wirkt wie die Nouvelle-Vague-Variation des bekannten Themas.
Henry Fonda verkörpert trotz Star-Status den einfachen Mann von der Straße äußerst glaubhaft. Vera Miles haucht der zweifelnden Ehefrau trauriges Leben ein.
Das sich spinnende Familiendrama, die wachsenden Schuldkomplexe, all das filmt Hitchcock mit ungewohnter Zurückhaltung, wenig Schnitte, wenig Fahrten. Der Film ist sehr erdrückend, leise und die visuellen Ideen ordnen sich immer der Erzählung unter, sei es der Stressanfall Fondas im Gefängnis oder der Kamerablick durch den Zellentürschlitz.
In "The Wrong Man" steckt die ganze Angst vor einem Polizei-Apparat, der aus Willkür handelt, der vorverurteilt und Fehler macht. Hier versteht Hitchcock keinen Spaß. Humor muss man mit der Lupe suchen. Es bleibt ein herber Film, fast ohne Happy-End. Die Auflösung des Verbechens kommt nicht der Lösung der verursachten Probleme gleich.
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Joe Gillis 2010/09/05 23:34:58
Antwort löschen»Der bekannte Bösewicht Fonda«???
Kubrick_obscura 2010/09/05 23:58:17
Antwort löschenOh, gefährliches Halbwissen meinerseits. Ich hatte ihn bisher nur in "Once upon a time ..." gesehen und glaubte es wäre genau sein Rollen-Typus, dabei wurde er da gegen den Strich besetzt. Das nennt sich dann wohl Ironie.
Filmkenner77 2010/08/09 18:29:39
Kommentar löschenEin eher unbekannter Film von Hitchcock, der nur selten im Fernsehen läuft. Der billig gemachte Film ist sicherlich kein Highlight in der Karriere des Meisterregisseurs.
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