Der fantastische Mr. Fox - Kritik

Fantastic Mr. Fox

GB/US · 2009 · Laufzeit 87 Minuten · FSK 6 · Abenteuerfilm, Komödie, Animationsfilm · Kinostart
  • 10

    Ein Meisterwerk! <3

    • 7 .5

      TMs Wunschaktion 5.3: Der fantastische Mr. Fox

      Thema: Bill Murray

      Dieser Kommi ist dannydiaz und Martin Canine gewidmet.
      dannydiaz ist ein mir sehr sympathischer User und ich bin froh, ihn nicht missen zu müssen und zu dem guten Martin...zu dem ist glaube ich von meiner Seite schon alles gesagt und alle wissen, wie viel ich von meinem guten Freund halte.

      Nun zum Film...

      Stop-Motion ist in meinen Augen eine feine und sehr intensive Technik, die sich aber immer wieder aufs Neues auszahlt, wie ich finde. Das jüngste Beispiel stellt für mich das grandiose Meisterwerk "Anomalisa" aus diesem Kinojahr dar.
      Andersons erster Stop-Motion Film ist mir alleine schon durch die ungemeine Deatailverliebtheit positiv aufgefallen.
      Der Streifen sieht toll aus, hat seinen ganz eigenen Look und kommt schon vom ganzen lässigen Auftreten her unglaublich sympathisch daher.
      Auch die Charaktere schließt man schnell ins Herz, was mir- wie mir zuletzt bei Zoomania aufgefallen ist- bei anthropomorphen Tieren generell immer sehr leicht fällt. Die Vermenschlichung von Tieren zieht etwas ungemein Sympathisches und Individualistisches mit sich, wie ich finde.
      Individualismus wird bei diesem Film meinem Eindruck nach sowieso groß geschrieben.
      Die individuelle Machart steht da aber nicht alleine im Vordergrund, denn auch die Charaktere akzeptieren die Individualität untereinander. So kann sich unsere Gesellschaft durchaus eine Scheibe von der hier skizzierten Abschneiden. Individualitäten und Skurrilitäten werden hier schlicht und ergreifend akzeptiert und niemand muss sich anpassen.
      Es wird ein sehr liberales und für mich daher auch lobenswertes Gesellschaftsbild dargestellt.
      Darüber hinaus vermittelt der Streifen eine positive Botschaft. Ganz ungezwungen zeigt er auf, dass es immer Alternativen gibt, dass jedes Problem auch eine Lösung bietet. Man muss eben immer weitermachen, man darf nie aufgeben! Und das vermittelt er nahezu ohne Kitsch, sondern nur durch seine herzensgute und warme Art und Weise.
      Neben den Charakteren ist es vor allem Andersons einzigartiger, skurriler und teils auch erwachsen und gleichzeitig verspielter Humor, der zu überzeugen weiß und der nebenbei auch wunderbar zu den einzelnen Figuren passt. Das Ganze bildet also einen sehr stimmigen Rahmen, um einen liebevoll erzählten Plot, der über die 88 Minuten hinweg wunderbar unterhält und auch für den einen oder anderen wirklich schönen Moment sorgt.
      Der Score und rundet das Ganze dann noch ab und sorgt für viele heitere Augenblicke, die ordentlich Spaß garantieren.

      Insgesamt betrachtet hat mir Der fantastische Mr. Fox sehr zugesagt. Die Liebe zum Detail, die tolle Story und die liebevolle Erzählweise in Kombination mit der tollen Botschaft kreieren einen schönen, runden und turbulenten Filmspaß. Am Ende bleibt man lächelnd, berührt und mit einem warmen Gefühl im Bauch zurück.

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        Wasabitapir 09.07.2016, 17:47 Geändert 09.07.2016, 17:51

        Nun einmal zu einem guten Animationsfilm - einem wirklich guten! Ich glaube, nicht zu weit zu gehen, wenn ich behaupte, Wes Andersons bisher einziger, sei mein Lieblingsanimationsfilm. Wieso? Weil er das erlaubt, was so viele Pixar- und Disney-Filme erzwingen: Empathie und Emotion ohne Kitsch - und wenn letzterer doch aufkommt, so mit Bedacht. Vielmehr als eine manipulative Botschaft, bietet "Der fantastische Mr. Fox" eine bestimmte Perspektive, eine unbeirrbar optimistische Unverbesserlichkeit, und lädt ein, in den gegebenen Umständen, erscheint die Situation auch noch so ausweglos, stets das Beste zu sehen. Es geht um Entscheidungen: Wer bin ich und wer bin ich nicht? Und wer kann ich demnach sein? Was bin ich bereit aufzugeben für das, was ich habe? Um es in den fantastischen Worten des modernen Reinekes zu sagen:

        "[...] and even these apples look fake - but at least they've got stars on them."

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          Das listigste Tier im Wald gegen Maschinen und Maschinen-Menschen. „Der fantastische Mr. Fox“ ist eine verspielte Stop-Motion-Parabel, die sich anfühlt, als habe jemand „Animal Farm“ nachgeknetet, dabei aber den moralischen Zeigefinger durch Mini-Motorräder und brennende Tannenzapfen ersetzt. Die Thematik erhält bei Wes Anderson einen weicheren Ton, der statt Kritik Spott mit sich bringt; schwarzer Humor in der dunkelgoldenfuchsrotbraunen Märchenwelt. Roald Dahls Story als gefühlt überlanger Kurzfilm, der sich hinter seiner Ironie versteckt wie ein Fuchs unter der Erde. Charmant.

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            "Setz deinen Banditen-Hut auf!" :-D

            Mein Wichtel-Kommentar am 4. Advent für StrykeOut . Ich hege ja große Sympathien für Wes Anderson. "Grand Budapest Hotel" hat mich im vergangenen Jahr umgehauen und "Moonrise Kingdom" und "Darjeeling Limited" liegen hier auch noch ungesehen rum. Zum Film: Mr. Fox ist das Oberhaupt einer anthropomorphen (Tiere mit menschlichen Verhaltensweisen) Fuchsfamilie. Er schwört seinem Dasein als Hühnerdieb ab und wird ein fürsorglicher Familienvater. Ein paar (Fuchs-) Jahre ziehen ins Land und Mr. Fox gerät in eine Sinnkrise. Hat er in den letzten Jahren nicht einfach nur seine Natur verleugnet und ist das überhaupt der richtige Weg? Mr. Fox entscheidet sich für ein letztes großes Ding und legt sich mit den drei fürchterlichen Bauern Boggis, Bunce und Bean an.

            "Boggis and Bunce and Bean

            One fat, one short, one lean.

            These horrible crooks

            So different in looks

            Were none the less equally mean."

            Dieser Konflikt droht die ganze Tierwelt im Tal auf den Kopf zu stellen.

            Der Film konnte besonders mit seinen kreativen Einfällen bei mir punkten. Es ist echt zum Brüllen, wenn die Hauptfiguren in bestimmten Situationen in ihre tierischen Verhaltensweisen zurück fallen. Das gefällt mir auch an der Serie "BoJack Horseman" so gut. Diese Serie stellt ja auch anthropomorphe Tiere in den Mittelpunkt. Ein Beispiel: Mr. Fox und sein Dachs-Anwalt geraten in einen Streit. Sie fletschen die Zähne, fauchen sich an und bedrohen sich mit ihren Krallen. Fazit: "Der fantastische Mr. Fox" strotzt nur so vor verrückten Einfällen und skurriler Charakterzeichnung. Wenn ihr dem kunterbunten Wahnsinn von Wes Anderson etwas abgewinnen könnt, kann ich euch auch noch "Grand Budapest Hotel"ans Herz legen.

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              Martin Canine 01.11.2015, 11:40 Geändert 01.11.2015, 11:49

              Diese Review ist einem ganz besonderem Fuchs gewidmet, den ich vor 2 Jahren an Halloween für mich gewinnen konnte. <3

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              Foxy Fox sitzt den ganzen lieben langen Tag in seiner Höhle unter der Erde und lebt das Leben so, wie man es sich in zivilisierten Tierkreisen erwarten. Seinen Lebensunterhalt verdient er damit, Kolumnen in einer Zeitung zu veröffentlichen, durch die er sich durchaus über Wasser halten kann, was seine Frau Felicity Fox sehr freut, da er als Familienvater für sie und seinen Sohn Ash Fox, der sich gerade in der Pubertät befindet und damit beschäftigt ist, seinen Platz zu suchen, zu sorgen hat und daher mit einem gemütlichen, sicheren Lebensstil besser dran ist. Aber Herr Fox, der, wie er meint, sein halbes Fuchsleben bereits hinter sich hat, kann sich dadurch nicht selbst erfüllen, er sieht seine Berufung in dem riskanten Job, Hühnchen von den Farmen diverser Bauern zu stehlen. Wie es der Zufall so will, ist eine Immobilie in Aussicht, der die Farmen der drei Landwirte Boggis, Bunce und Bean gegenübergestellt sind, für einen Meisterdieb also ein gefundenes Fressen, um zu beweisen, dass man es immer noch draufhat. Was zu Beginn noch die nötige Ladung Adrenalin ist, wird jedoch bald bitterer Ernst, als die Bauern beschließen, dies nicht mehr auf sich sitzen zu lassen und Jagd auf die Tiere der Umgebung zu machen.

              Wes Andersons "The Fantastic Mr. Fox" gehört zu meinen Lieblingsfilmen. Damit meine ich nicht dieses Filmgeschmacksschaufenster, welches sich da rechts neben meinem Profil für Interessierte zur Schau stellt, sondern dieser handvoll Filme, die ich endlos sehen kann, ohne, dass sie auch nur irgendwas von ihrer schon zu Beginn sehr hohen Qualität verlieren, im Gegenteil mit dem Alter reifen wie Wein. Beziehungsweise besser als Wein, denn anders als dort kann ich sogar selbst bezeugen, dass es so ist. Aber ich schweife ab. Warum mag ich diesen Film so sehr? Nicht ganz eineinhalb Stunden dauert er, ist vollends mit Stop Motion gedreht und bemüht sich nicht darum, irgendwie sauber oder perfekt auszusehen. Sogar schmuddelig wirkt er, mit seinen fellsträubenden 12 Bildern pro Sekunde.
              Aber es ist ein Film, den man richtig lieb gewinnen kann, auch, wenn er - wenngleich zwar durchaus für alle Altersgruppen geeignet - kein Kinderfilm ist, denn er beschäftigt sich ziemlich direkt mit reiferen Themen, mit denen junge Kinder wohl kaum etwas anzufangen wissen. Alleine mit dem Wortschatz, den ich in meiner Inhaltsangabe verwende, der jedoch auch so im Film Verwendung findet, würden die meisten unter 12-14 Jährigen ihre Probleme haben. Eigentlich etwas schade, denn hier wird eine großartige Botschaft über Individualität vermittelt.

              Tatsächlich beschäftigt sich dieser fantastische Fuchs mit zwei Phasen des Lebens, in denen man damit zu kämpfen hat, sich einzufügen, und diese weitestgehend parallel. Zum Einen ist da Foxy, der offensichtlich die Midlife Crisis durchlebt, und zum Anderen ist da sein Sohn Ash, der sich gerade im schwierigen Alter befindet. Ach ja, und er ist *wedelt mit den Armen herum* anders. Anders inwiefern? Nun ja, er ist überaus feminin, in Ausdrucksweise und Gehabe, er trägt gerne ein Cape, hat einen sehr eigenartigen Sinn für Humor, ist direkt und zynisch, und versucht sich generell an dem, was er am Wenigsten kann, was für ihn auch zu einem Problem in der Schule führt. Er idealisiert seinen Vater, einem der größten Athleten im Tierreich. Natürlich ist Ash in keinster Weise annähernd sportlich begabt, versucht aber generell, sich als großer Künstler im Turnen und Ballspiel zu präsentieren. Sein Talent spielt dabei keine Rolle - er will den Platz des Athleten einnehmen, das hat er sich fest in den Kopf gesetzt. Freilich ist er nicht gerade einer der Beliebtesten seiner Klasse (gut inszeniert und geschrieben ist, dass Ash seine gespielte Cool-Attitüde durchzieht und auch nie aus dem Charakter fällt, um beim Zuschauer ein tristes Gefühl zu erzeugen, es würde auch nicht in die Figur passen).
              Das eigentliche Problem an Ash ist nicht, dass er mit seiner Art überall aneckt, sondern, dass er versucht, jemand zu sein, der er nicht ist. Denn nun stelle man sich folgendes vor: Kristoffersen, sein Cousin, ist all das, was er sein will, ohne es selbst so wirklich zu wollen. Es fällt ihm einfach leicht. Er ist ein toller Sportler, kann Karate und hat sich in der Klasse sofort eine Freundin angelacht. Und Ashs Vater ist begeistert von ihm. Und das ist noch etwas Tolles am Film: die Figuren sind nicht perfekt, aber auf realistische Art und Weise. Ich denke, dass ein Vater nämlich unbewusst öfters den Fehler macht, falsche Signale zu senden, wenn er es nicht schafft, seinem Kind immer mal wieder zu vermitteln, dass es, wie es ist, perfekt ist und vielleicht nicht immer Beachtung schenkt. Ash missinterpretiert auch die Abenteuerlust seines alten Herren, und möchte ihm zeigen, dass er das auch kann, um ihm zu imponieren - doch welcher Vater will sehen, wie sich sein Kind in Gefahr begibt (außer vielleicht, man nennt sein Kind Chris Kyle...)?

              "The Fantastic Mr. Fox" spielt in einer Welt, in der anthropomorphe Tiere in einem durchdachten Sozialgefüge leben, welches auf unserer Realität basiert und auch wie diese aufgebaut ist, mit einem kleinen, aber feinen Unterschied: die reale Welt der Menschen existiert ebenfalls noch und ist auch nachwievor die dominante der beiden Gesellschaften, obwohl beide Parteien genau voneinander wissen. Jeder hat seinen Platz, man darf sich nur nicht darüber hinweg erheben. Und man hat Gott sei Dank nicht folgenden Fehler gemacht, der IMMER. WIEDER. GEMACHT. WIRD.: denn nicht alle Tiere sind hier anthropomorph, wodurch auch Fleischfresser auf ihre Kosten kommen. Wie viele (teils umwerfende) Filme auf diese Frage gar nicht eingingen, ist immens. Hier verhält es sich so, dass die Tiere zwar im Einklang mit der Natur leben, aber durchaus dieselben Dienstleistungen, Rechtslagen, und andere wirtschaftliche Gegebenheiten besitzen. Vor dem Kauf einer Immobilie (ein Baum) konsultiert Mr. Fox erstmal seinen Anwalt (einen Dachs).
              Der gesamte Film wirkt somit überaus lebendig, er vergisst aber auch nie, die Tiere als solche auch darzustellen und ihre Eigenheiten einzubringen. Der Konflikt Zivilisation vs. Instinkt ist sogar eines der zentralen Themengebiete dieses Werkes. Und auch hier wieder etwas Großartiges. Entschuldigung, fantastisches: eben diese Eigenheiten führt der Film auch als solche an, nicht etwa als Gag - haha, das ist ein Wolf, der muss heulen - sondern als in dieser Welt realistisch auftretende Eigenschaft, die man auch zum Vorteil nutzen kann, und die die Vielfalt dieser artenübergreifenden Gesellschaft aufzeigt.

              Abgesehen davon ist es ein flotter, spaßiger und auch ziemlich cooler Film, der mit seiner Machart, seinem Stil und einer Vielzahl an skurrilen Einfällen und Running Gags zur Vielfachsichtung einlädt. Seien es Blaubeervorlieben von Beagles, seien es Gepfeife und Geklacke, die Herr Fox stolz als sein Markenzeichen präsentiert, seien es die uneleganten Versuche von Ash, elegant zu wirken, seien es Apfelweine, Bad Boy-Ratten, Opossums mit Spiralenblick, derbe Sprache, die mit dem verfuchst tollen Wort "Fuchs" ersetzt wird (im Englischen "cuss") oder aber generell neurotische, freakige Charaktere (Ash!!!!!!! <3 <3 <3) und die Tatsache, dass das Drehbuch wirkt, als hätte man Juno und Little Miss Sunshine zusammengeklatscht, alle tempoarmen Szenen hinausgeschmissen und mit Anthros und Figuren, die so bizarr sind wie vom Mond angereichert. Kurzum: es gibt keinen Grund, warum ich diesen Film nicht lieben sollte. Er strahlt so vieles aus, was ich liebe, und vor Allem ist er ein individualistischer, anarchischer Film, der sich um nicht schert, was man von so einem Film erwarten - er ist eben *wirbelt Arme durch die Luft* anders.
              Von daher verleihe ich dem Streifen nun höchst offiziell den Titel, der schon lange überfällig war: bester Fuchsfilm aller Zeiten.

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              • 7 .5

                Amüsant, lustig und cool umgesetzt. Unglaublich wenn man sich vorstellt, dass der ganze Film aus Stop Motion besteht, alleine der ganze Aufwand und die ganze Mühe die dadrin steckt.
                Und auch die Umgebung und die Figuren sind sehr liebevoll gestaltet.

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                  Lili 9ochefort 29.06.2015, 17:22 Geändert 03.07.2015, 20:30

                  Der Stop-Motion Animationsfilm Der fantastische Mr. Fox hat einen ebenso lässigen, wie pointierten Witz & Helden. Und Mr. Fox ist mit Sicherheit der coolste und gewifft-witztigeste Fuchs der Filmgeschichte. Irgendwann wird der Film aber langweilig weil sich alles wiederholt und somit relativiert sich auch die Klasse des Films. Aber dafür ist der optische Stil schon eine Klasse für sich nicht fehlerfrei, aber der Mix aus Side-Scrolling, den Kameraeinstellungen wie im Theater, der Farbgebung und einiges mehr lassen diese Kinderbuchverfilmung die einen Mix aus Heist Movie ala die Olsen Bande, Huckleberry Finn Abenteuer und Liebesroman mit Charme, Witz und Niveau ist doch in einem guten Licht erstrahlen. :)

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                    cycloo77 27.04.2015, 22:13 Geändert 27.04.2015, 23:24

                    Für mich ist der Film ein Kunstwerk das einfach wunderschön anzusehen ist,mit Detailliebe die phänomenal ist ,dazu eine wunderbare Geschichte und einem tollen Soundtrack.

                    Der Film zieht einen sofort in seinen Bann und entführt einen auf eine kuriose aber wundervolle Reise,ein Animationsfilm der Sonderklasse von Star Regisseur Wes Anderson.

                    Foxtastisch!

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                      So hebt sich der etwas raue Look des Films „Der fantastische Mr. Fox“ deutlich von seinen Genrekollegen ab. Wes Andersons erzählte Geschichte über den schlauen Fuchs, ist vor allem im Anfangsdrittel etwas behäbig. Weit weg von den sonstigen Animationsfilmen, verewigt sich „Mr. Fox“ vor allem durch seinen etwas skurrilen und wortgewandten Humor, der sicher nicht jedem bekommen mag. So bleibt auch „Der fantastische Mr. Fox“ ein typisches Werk von Wes Anderson, nur als sorgfältiges Animationswerk, dem es zuweilen dann leider doch etwas an Herz fehlt.

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                        drahdinedum 15.04.2015, 15:56 Geändert 15.04.2015, 15:56

                        Großartig! "Fantastisch!"

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                          ju.ku.750 01.04.2015, 21:19 Geändert 05.04.2015, 22:22

                          Mrs. Fox: "Why did you lie to me?"
                          Mr. Fox: "Because I'm a wild animal."

                          Ein feines Kunstwerk von Wes Anderson!
                          Der Film vereint die besten Eigenschaften des Regisseurs...und macht ihn zu einem meiner absoluten Lieblingsfilme!

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                            Wenn man Kindern Märchen oder Geschichten erzählt - und ich rede hier von wirklichem und überzeugendem Erzählen und nicht von Vorlesen - dann entsteht zwischen den Kindern und einem selbst eine eigene magische Welt, in der all die bunten und verrückten Dinge möglich sind, für die wir Erwachsenen fast blind geworden sind.

                            In dieser kleinen Welt muss Wes Anderson zuhause sein.
                            Anders kann ich mir den beglückenden Zauber seiner Filme nicht erklären.

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                              Nach zwei starken Filmen, hat mich das dritte gesichtete Werk von Wes Anderson ein wenig enttäuscht.

                              Dabei macht der einzigartige Filmemacher hier wieder viele Sachen gut. Die liebevoll gestalteten Bilder haben was und auch wenn ich am Anfang drei, vier Minuten brauchte, um mich in dem rauen Stop-Motion-Look zurechtzufinden, so muss ich doch sagen, dass es mir im Großen und Ganzen gut gefällt. Eine schöne Abwechslung zu den heutigen Animationsfilmen. Das Drehbuch wartet zudem mit tollen und lustigen Dialogen auf; Wes Anderson eben. Abgerundet wird all das mit wirklich ausgezeichneter Musik.

                              Was mich jedoch zu Abzügen bringt, ist dass die Inszenierung Andersons, die in MOONRISE KINGDOM und GRAND BUDAPEST HOTEL zum Großteil für den Humor zuständig war, in diesem Film eher gemäßigter herüberkommt. Der Witz rührt hier bei DER FANTASTISCHE MR. FOX eher aus den Worten und der Situationskomik her. In seinen späteren Werken weiß Anderson all diese drei Elemente zu vereinen und ein komödiantisches Faszinations-Abenteuer auf den Zuschauer loszulassen.
                              Zudem wirkt es ab und zu so, als würde der Regisseur die Geschichte möglichst schnell zum Ende bringen wollen. Dadurch fällt es dem Zuschauer schwer, sich mit den Figuren zu identifizieren und in den Filmgenuss zu kommen, für den der Name Wes Anderson für gewöhnlich steht.

                              So bleibt DER FANTASTISCHE MR. FOX ein sehenswerter Film über Ängste und Solidarität, der zwar im Stile Andersons ist, jedoch nicht die Klasse seiner späteren Werke hat.
                              Wem also dieser Film nicht zusagen sollte, dem seien die beiden oben genannten Filme ans Herz gelegt.

                              _Smooli

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                                Der hochkarätige Cast fällt in der deutschen Syncro leider völlig unter den Tisch. Ansonsten eine sehr schöne Stop-Motion- Arbeit und unterhaltsame Komödie. Ein guter, aber nicht herausragender Wes Anderson, imho.

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                                  Achtung, Spoiler!

                                  "Die Leute sagen, die Dinge passieren aus einem Grund, aber das tun sie nicht. Sie geschehen nur aus Spaß und kommen aus einem sprudelnden Quell der Grenzenlosigkeit und des unendlichen Chaos. Manchmal kann das wahnsinnig komisch sein, manchmal ist es ein Tritt ins Gesicht." - Mr. Fox

                                  Bei Wes Anderson kann man sogar nebenbei die Stopptaste drücken und die Zeitung lesen, die wie ich ihn einschätze, sogar original auf einer uralten Zeitungspresse hergestellt wurde. Mit diesem Film hat mich "Mr. Anderson" letztendlich überzeugen können, allerdings unter Zuhilfenahme einer genialen Vorlage des Schriftstellers Roald Dahl, über dessen Leben und Werk man, nebenbei bemerkt, auch einen Film machen könnte.

                                  Der Film nahm mich von Anfang bis Ende mit auf eine wundervolle Reise, die noch dadurch zu etwas Besonderem wurde, das ich einige Tage zuvor auf einer Hiking-Tour, aus sicherer Distanz, ein paar Fuchswelpen beim tolpatschigen Herumtollen beobachten konnte. Da ich nicht an Zufälle glaube, nehme ich dieses Ereignis quasi als Vorfilm zu "Mr. Fox" wahr.

                                  Auch wenn Anderson die etwas mehr gesellschaftskritische Vorlage Dahls verlängert um die für ihn typische Familiensaga, bleibt für mich zumindest, die Kernaussage erhalten: Liebe das Leben in all seinen Facetten. Sei ein Teil dieser unendlich schönen Welt, dieses einzigartigen Lebens und du bist es wert, dich Mensch zu nennen! Als Sinnbild für den Überlebenswillen der wilden Natur steht in unseren Breiten der Rotfuchs, der sich als einziger "Großjäger" über Jahrhunderte der Vernichtung durch den Menschen entziehen konnte. Auch wenn heute wieder Wildkatze, Luchs und Wolf zurückgekehrt sind, steht der Fuchs immer noch wie kein anderer als ein Symbol für den anpassungsfähigsten Räuber.

                                  Anderson verlängert die Story am Anfang um eine Einführung in die Familienverhältnisse der Familie Fuchs. Am Anfang steht gleich ein herrlicher Dialog, der deutlich die übliche "männliche Überredungsstrategie" vor Augen führt: Überleg dir, was du tun willst, beziehe deine Parterin mit ein, indem du anscheinend ihr die Wahl lässt. Trifft sie dieselbe Wahl wie du, ist alles in Butter, trifft sie die "falsche", kommen vorher bereits zurechtgelegte Gegenargumente zur Anwendung. Dumm nur, das dieses Vorgehen in der Regel nur wenige Male funktioniert ;-)

                                  Wie üblich bei Wes Anderson machen die allseits bekannten Familienkonflikte einen gewissen Teil der Story aus. Da ist der Mr. Fox, der Familienvater, der sein wildes Leben für ein gemütliches, aber anscheinend langweiliges eingetauscht hat und sich nicht selbst erkennt in einem Sohn, der irgendwie anders ist. Da ist der Kampf des Sohnes Ash, in seinem selbstgebastelten Superheldenkostüm gegen diesen übermächtigen Patriarchen, der nur sich und seinesgleichen respektiert und nur seine Weltauffassung akzeptiert. Da ist die Mutter Mrs. Fox, die nach Sicherheit für sich und ihre Familie sucht und versucht, ihren Mann unter Kontrolle zu bringen. Schließlich kommt noch Kristofferson hinzu, ein Cousin von Ash, der durch seine vielfältigen Fähigkeiten für viel Neid bei Ash sorgt und den Vater begeistert.

                                  So einfach erscheint Außenstehenden der Ansatz für eine Lösung aller Konflikte, aber aus dem realen Leben wissen wir, wie schwer es dann letztendlich ist, sie auch wirklich zu lösen. Mr. Fox müsste nur seinen Sohn akzeptieren, wie er ist und einen Kompromiss finden zwischen seinem Drang zur Freiheit und dem Drang seiner Frau zur Sicherheit. Als wären diese scheinbar gordischen Knoten innerer Zwistigkeiten nicht schon genug, droht durch die füchsisch überhebliche Wesensart auch noch Gefahr von außen. Mr. Fox geht mit seinem unfreiwilligen Kumpel Kylie auf Beutezug bei den drei Bauern Boggis, Bunce und Bean, die erbost zum Rachefeldzug aufrufen. Damit hat Mr. Fox nicht nur seine Familie, sondern die gesamte Gemeinschaft der Tiere in Gefahr gebracht.

                                  Allein über diesen Film, wie über viele andere auch, könnte man ein kleines Buch schreiben. All die vielen kleinen "Nebensächlichkeiten", die Anderson liebevoll in Szene setzt, sind ein Genuss. Eine wundervolle Fabel, in der Anderson über das menschliche Verhältnis zur Tierwelt und zu seinesgleichen fabuliert und in der Vernunft und List gegen Bosheit und Gewalt siegen. Ein ewiger Menschheitstraum, der wohl leider niemals von allen geträumt werden wird.

                                  P.S.: Mein Dank gilt "The Freewheelin Fonda", dessen Kommis mich letztendlich dazu animiert haben, mich noch einmal auf Wes Andersons zauberhafte Welt einzulassen.

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                                    zieht sich im Mittelteil leider ein wenig. Trotzdem super charmante und lustige Komödie. Achja animiert ist das ganze auch noch!

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                                      Stop-Motion. Detailverliebte Settings. Wundervolle Animationsarbeit. Eine Prise Wes Andersons Hippster-Charme. Stimmiger Soundrack... Was gibt es an dem Film nicht zu lieben?

                                      Das Schandmaul sagt: "Nix. Angucken." (10/10)

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                                        Breaking News: Die "Darsteller" für Teil zwei stehen fest.
                                        http://tinyurl.com/cwqd63r

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                                          Mehr von solchen Filmen bitte, hier war wirklich jemand mit Herz am Werk!

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                                          • 10

                                            - "If what I think is happening, IS happening... It better not be."

                                            "Der fantastische Mr. Fox" hatte mich von der ersten Sekunde an in seinen Bann gezogen, bin ich doch bekennender Stop-Motion-Fan. Diese skurrilen Charaktere, diese tolle Optik, die Erzählweise der Geschichte – all das hat mich von Beginn an verzaubert und für sich eingenommen.
                                            Wie könnte es auch nicht so sein? Haben sie mich doch die 87 Minuten einfach nicht losgelassen und auch hinterher war ich noch ganz bei dieser wunderbaren Geschichte inklusive einem Ohrwurm, von dem ich bis heute noch nicht ganz losgekommen bin.

                                            „Boggis, Bunce And Bean!
                                            One Fat, One Short, One Lean!
                                            These Horrible Crooks
                                            So Different In Looks,
                                            Are None The Less Equally Mean!”

                                            Dem lieben Mr. Fox bei seinen, eigentlich abgeschworenen, Raubzügen zu beobachten, sowie bei dem fantastischen Plan und bei dessen Umsetzung, war einfach ein großer Spaß. So voller Witz und so voller toller Ideen.
                                            Es ist eine Freude zu sehen, wie hier mit den tierischen Klischees gespielt wird, wie toll die Charaktere ausgearbeitet sind, dass sie einfach alle ihre eigene Persönlichkeit haben, ohne sich zu überschneiden. Wie kann man da einfach nicht mit einem Dauergrinsen vor dem Bildschirm sitzen? Wie kann man da nicht mit den Charakteren mitfühlen? Sind sie doch alle so einzigartig, wie skurril aber dazu auch so liebevoll, sympathisch und voller Herz.

                                            - "The whole time I was putting paw over paw with your mother digging beside me, and I thought to myself: I wonder who this little boy..."
                                            - "Or girl!"
                                            - "Right, 'cause at the time we didn't know. I wonder who this little boy or girl is gonna be? Ash, I'm so glad he was you."

                                            Ein Film, den ich nicht groß beschreiben will, nicht groß beschreiben kann, weil der erlebt werden sollte. Die Gefühle, die hier mehr durch Mimik rübergebracht werden, wie bei so manch realen Schauspieler. Die Optik, die so rau und zugleich märchenhaft wirkt. Die Dialoge, die voller Witz, voller Liebe und voller Charme daherkommen. Eine Geschichte, die wohl kaum besser erzählt werden kann und Charaktere, die ein Platz in meinem Herzen wohl so gut wie sicher haben.

                                            - "Ash, I know what it's like to feel... different."
                                            - "I'm not different, am I?"
                                            - "We're all different… Especially him.
                                            But there's something kind of fantastic about that, isn't there?"

                                            "Der fantastische Mr. Fox" ist einfach fantas – nein – FOXtastisch und ich freu mich schon aufs nächste Mal in diese wunderbare, skurrile Welt einzutauchen und mich von neuem bezaubern zu lassen.

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                                            • 7

                                              Weiter geht es auf meiner Reise durch die Filmographie von Wes Anderson.
                                              Nachdem ich nun endlich "Darjeeling Limited" sah, folgte also auch direkt im Anschluss "Der fantastische Mr. Fox", der im Gegensatz zu Darjeeling Limited ja sehr gute Wertung unter meinen Freunden und auch so allgemein genießt, was meine Erwartungen doch recht ansteigen ließ.

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                                              Man erkennt sofort, dass es sich hierbei um einen Wes Anderson Film handelt.
                                              Der ganz eigene Humor, die Optik, die Charaktere, die Einstellungen, einfach alles ist hier so einzigartig, wie ich es eben von ihm gewohnt bin und wofür ich ihn mag. Diese ganz eigene, unverwechselbare Handschrift.

                                              Wes ist wirklich einer der Regisseure, die man wahrscheinlich immer erkennen wird, auch, wenn man vorher nicht weiß, von wem der Film den man gerade sieht nun wirklich ist.

                                              So richtig umgehauen hat mich "Der fantastische Mr. Fox" nun, leider, nicht, was aber nicht bedeuten soll, der Film sei schlecht. Das ist er nämlich nicht.
                                              Wir bekommen eine Geschichte über eben besagten Mr. Fox, der einst ein Profi darin war sein Futter zu stehlen, als dann aber seine Frau schwanger wurde, beendete er seine Karriere. Irgendwann jedoch will er noch ein letztes Ding drehen, will es sich noch einmal beweisen. Ein letzter Coup. Das klingt alles eigentlich gar nicht so wie eine Geschichte rund um Füchse und andere Waldbewohner, sondern eher wie irgendeine Gangstergeschichte. Und gerade diese Verpackung einer bekannten Geschichte in das Leben im Wald, in eine Fuchsfamilie, hat mir irgendwie gefallen. Dazu kommen dann noch diverse andere "bekannte" Strukturen oder Klischees, wie ein Vater - Sohn Konflikt, der "Neue" der einen Altbekannten aussticht, solche Dinge eben, die durch ihre Verpackung aber eben nicht 0815 wirken.

                                              Trotzdem ist das alles irgendwie besonders.

                                              Dazu kommen viele Figuren, die eben alle etwas ganz eigenes haben.
                                              Sei es Mr. Fox, der "Gangster", der Familienvater, mit seiner Angst vor Wölfen und seiner ganz eigenen Art.
                                              Sei es seine Familie, Mrs. Fox die zu ihrem Mann hält oder Ash der seinem Vater gefallen will.
                                              Sei es die Ratte, die ich irgenwie echt cool fand, fast schon mystisch, wenn man mich versteht.
                                              Alle waren sie cool, alle waren sie mehr als "nur eine Ratte" oder "nur ein Fuchs".

                                              "Der fantastische Mr. Fox" ist eben ein richtig schöner Film. Er ist kurzweilig, hat einen richtig tollen Soundtrack, Witz, Drama und ist in seiner StopMotion Machart natürlich auch wahnsinnig liebevoll gemacht. Ob er nun so passend für Kinder geeignet ist, kann ich nicht beurteilen, doch ich kann mir das schon vorstellen. Vor allem ist es eben auch schön, dass der eben nicht strikt darauf abzielt den Kinder zu gefallen, nein, da sieht man auch mal wie Hühner sterben und sowas eben.

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                                              Wie gesagt, mich hat der Film jetzt nicht so dermaßen umgehauen, wie ich es vielleicht gewollt habe. Aber trotzdem handelt es sich hierbei um einen richtig schönen Film, mit tollen Figuren und einer netten Geschichte, die wunderbar verpackt ist. Wir haben einen tollen Soundtrack und wahnsinnig schöne Bilder und eben den typischen Anderson - Stil.
                                              Eben ein wirklich schöner Film!
                                              Potential nach oben ist für künftige Sichtungen, die sicherlich kommen werden, vorhanden.

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                                              • 6 .5

                                                Ein typischer Anderson. Er legt wie immer sehr viel Wert auf Skurrilität und weniger auf eine ausgereifte Story. Da der Film auf einem Kinderbuch basiert, hätte ich erwartet, dass der Film auch versucht Kindern zu gefallen, doch ich kann mir nur schwer vorstellen, dass Kinder Spaß daran haben. Die Probleme der Charaktere wirken zu sehr wie typische Zivilisationskrankheiten. Da es Tiere sind, soll es wohl skurril wirken, aber das trifft leider nicht mein Humorverständnis. Gegen Optik und Inszenierung kann man nichts sagen, aber ich hätte gerne auch eine Geschichte, die den Wunsch hat etwas zu erzählen. Den Eindruck hatte ich leider nicht.
                                                Bisher gab es noch keinen schlechten Film von Wes Anderson, aber wirklich begeistert hat mich bisher leider auch keiner. Weiter angucken werde ich sie mir trotzdem. Bin gespannt auf Grand Budapest Hotel.

                                                • 6 .5

                                                  Auch bei diesem Film erkennt an sofort die typische Handschrift von Wes Anderson, so gibt es viel Liebe zum Detail, Skurrilität und eine gewisse Melancholie.
                                                  Nichtsdestotrotz kann mich dieser Anderson leider nicht ganz so begeistern, was vor allem an der doch recht braven und etwas kindlichen Story liegt.
                                                  Dennoch wirkt die Stop-Motion-Technik recht erfrischend und auch die Gags sind ganz ordentlich, so das auch dieser Film von Wes Anderson letzendlich ganz unterhaltsam ist.

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                                                  • 8

                                                    richtig cool gemacht und witzig ohne ende...

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