Der fantastische Mr. Fox - Kritik

GB/US 2009 Laufzeit 87 Minuten, FSK 6, Abenteuerfilm, Komödie, Animationsfilm, Kinostart 13.05.2010

  • 7 .5

    Amüsant, lustig und cool umgesetzt. Unglaublich wenn man sich vorstellt, dass der ganze Film aus Stop Motion besteht, alleine der ganze Aufwand und die ganze Mühe die dadrin steckt.
    Und auch die Umgebung und die Figuren sind sehr liebevoll gestaltet.

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      Mit 40 Mio $ Budget 10 Mio teurer wie Grand Budapest Hotel und nichtmal ein Drittel von GBH (170 Mio) eingespielt. Moonrise Kingdom hat 16 gekostet und knapp 70 eingespielt.
      Wes Anderson war also nicht zwingend immer ein Blockbuster-Garant und der Erfolg von GBH muss auch ersteinmal wiederholt werden. Dennoch bin ich der Überzeugung, dass es eine Zeit geben wird wo Anderson (oder jemand wie er) eine 100-150 Mio Produktion schaffen wird. Und damit wird er das Kino revolutionieren. Eine nie dagewesene Magie, die sicherlich nicht jeden anspricht aber genau wie Marvel hat Anderson eine Formel entwickelt, die nicht enttäuscht. So kann ich im Moment nur träumen von Dingen die ich mir nicht vorstellen kann und Farben, die ich nicht sehen kann, was Wes Anderson wohl mit unbegrenztem Budget anstellen könnte.

      Der fantastische Mr. Fox ist eine verfilmte fabelähnliche Geschichte bei der man in ein soziales Gefüge im Tierreich eintaucht. Dabei werden Realismus und Märchenwelt kunterbunt gemischt. So haben die Tiere ganz menschliche Probleme, Sorgen, Krankheiten, definieren sich über Geld und Anerkennung und vergessen was sie wirklich ausmacht.
      Wer auf Stop Motion und unglaublich detailierte Sets steht wird hier einen Augenorgasmus bekommen. Der gesamte Film ist so liebevoll designed und in wunderbare Herbstfarben getaucht worden.
      Wer die Möglichkeit hat, sollte auch einen Blick in die Making Ofs wagen. Ich glaube nichts in diesem Film ist computeranimiert, sondern die gesamte Welt ist in einem Barbiepuppengroßem Maßstab echt gebaut. Selbst Flammen und Rauch.

      Definitiv ein Film, den Kinder gesehen haben sollten. Und alle die noch das Herz und die Augen eines Kindes haben (so wie ich) werden hier mit einer bewegenden Meta-Ebene von Mensch und Tier, Unterschieden und was einen besonders macht, belohnt.

      Neben dem "Lorax" mal wieder ein Kinderfilm, der eine wirklich tiefe Message inne hat, welche die Mütter und Väter der Generation RTL nur zu gerne vergessen ihren (un)gewollten Kindern beizubringen.

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        Lili 9ochefort 29.06.2015, 17:22 Geändert 03.07.2015, 20:30

        Der Stop-Motion Animationsfilm Der fantastische Mr. Fox hat einen ebenso lässigen, wie pointierten Witz & Helden. Und Mr. Fox ist mit Sicherheit der coolste und gewifft-witztigeste Fuchs der Filmgeschichte. Irgendwann wird der Film aber langweilig weil sich alles wiederholt und somit relativiert sich auch die Klasse des Films. Aber dafür ist der optische Stil schon eine Klasse für sich nicht fehlerfrei, aber der Mix aus Side-Scrolling, den Kameraeinstellungen wie im Theater, der Farbgebung und einiges mehr lassen diese Kinderbuchverfilmung die einen Mix aus Heist Movie ala die Olsen Bande, Huckleberry Finn Abenteuer und Liebesroman mit Charme, Witz und Niveau ist doch in einem guten Licht erstrahlen. :)

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          cycloo77 27.04.2015, 22:13 Geändert 27.04.2015, 23:24

          Für mich ist der Film ein Kunstwerk das einfach wunderschön anzusehen ist,mit Detailliebe die phänomenal ist ,dazu eine wunderbare Geschichte und einem tollen Soundtrack.

          Der Film zieht einen sofort in seinen Bann und entführt einen auf eine kuriose aber wundervolle Reise,ein Animationsfilm der Sonderklasse von Star Regisseur Wes Anderson.

          Foxtastisch!

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            So hebt sich der etwas raue Look des Films „Der fantastische Mr. Fox“ deutlich von seinen Genrekollegen ab. Wes Andersons erzählte Geschichte über den schlauen Fuchs, ist vor allem im Anfangsdrittel etwas behäbig. Weit weg von den sonstigen Animationsfilmen, verewigt sich „Mr. Fox“ vor allem durch seinen etwas skurrilen und wortgewandten Humor, der sicher nicht jedem bekommen mag. So bleibt auch „Der fantastische Mr. Fox“ ein typisches Werk von Wes Anderson, nur als sorgfältiges Animationswerk, dem es zuweilen dann leider doch etwas an Herz fehlt.

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              drahdinedum 15.04.2015, 15:56 Geändert 15.04.2015, 15:56

              Großartig! "Fantastisch!"

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                ju.ku.750 01.04.2015, 21:19 Geändert 05.04.2015, 22:22

                Mrs. Fox: "Why did you lie to me?"
                Mr. Fox: "Because I'm a wild animal."

                Ein feines Kunstwerk von Wes Anderson!
                Der Film vereint die besten Eigenschaften des Regisseurs...und macht ihn zu einem meiner absoluten Lieblingsfilme!

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                • 8

                  Wenn man Kindern Märchen oder Geschichten erzählt - und ich rede hier von wirklichem und überzeugendem Erzählen und nicht von Vorlesen - dann entsteht zwischen den Kindern und einem selbst eine eigene magische Welt, in der all die bunten und verrückten Dinge möglich sind, für die wir Erwachsenen fast blind geworden sind.

                  In dieser kleinen Welt muss Wes Anderson zuhause sein.
                  Anders kann ich mir den beglückenden Zauber seiner Filme nicht erklären.

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                  • 7

                    Nach zwei starken Filmen, hat mich das dritte gesichtete Werk von Wes Anderson ein wenig enttäuscht.

                    Dabei macht der einzigartige Filmemacher hier wieder viele Sachen gut. Die liebevoll gestalteten Bilder haben was und auch wenn ich am Anfang drei, vier Minuten brauchte, um mich in dem rauen Stop-Motion-Look zurechtzufinden, so muss ich doch sagen, dass es mir im Großen und Ganzen gut gefällt. Eine schöne Abwechslung zu den heutigen Animationsfilmen. Das Drehbuch wartet zudem mit tollen und lustigen Dialogen auf; Wes Anderson eben. Abgerundet wird all das mit wirklich ausgezeichneter Musik.

                    Was mich jedoch zu Abzügen bringt, ist dass die Inszenierung Andersons, die in MOONRISE KINGDOM und GRAND BUDAPEST HOTEL zum Großteil für den Humor zuständig war, in diesem Film eher gemäßigter herüberkommt. Der Witz rührt hier bei DER FANTASTISCHE MR. FOX eher aus den Worten und der Situationskomik her. In seinen späteren Werken weiß Anderson all diese drei Elemente zu vereinen und ein komödiantisches Faszinations-Abenteuer auf den Zuschauer loszulassen.
                    Zudem wirkt es ab und zu so, als würde der Regisseur die Geschichte möglichst schnell zum Ende bringen wollen. Dadurch fällt es dem Zuschauer schwer, sich mit den Figuren zu identifizieren und in den Filmgenuss zu kommen, für den der Name Wes Anderson für gewöhnlich steht.

                    So bleibt DER FANTASTISCHE MR. FOX ein sehenswerter Film über Ängste und Solidarität, der zwar im Stile Andersons ist, jedoch nicht die Klasse seiner späteren Werke hat.
                    Wem also dieser Film nicht zusagen sollte, dem seien die beiden oben genannten Filme ans Herz gelegt.

                    _Smooli

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                    • 7

                      Der hochkarätige Cast fällt in der deutschen Syncro leider völlig unter den Tisch. Ansonsten eine sehr schöne Stop-Motion- Arbeit und unterhaltsame Komödie. Ein guter, aber nicht herausragender Wes Anderson, imho.

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                      • 10

                        Achtung, Spoiler!

                        "Die Leute sagen, die Dinge passieren aus einem Grund, aber das tun sie nicht. Sie geschehen nur aus Spaß und kommen aus einem sprudelnden Quell der Grenzenlosigkeit und des unendlichen Chaos. Manchmal kann das wahnsinnig komisch sein, manchmal ist es ein Tritt ins Gesicht." - Mr. Fox

                        Bei Wes Anderson kann man sogar nebenbei die Stopptaste drücken und die Zeitung lesen, die wie ich ihn einschätze, sogar original auf einer uralten Zeitungspresse hergestellt wurde. Mit diesem Film hat mich "Mr. Anderson" letztendlich überzeugen können, allerdings unter Zuhilfenahme einer genialen Vorlage des Schriftstellers Roald Dahl, über dessen Leben und Werk man, nebenbei bemerkt, auch einen Film machen könnte.

                        Der Film nahm mich von Anfang bis Ende mit auf eine wundervolle Reise, die noch dadurch zu etwas Besonderem wurde, das ich einige Tage zuvor auf einer Hiking-Tour, aus sicherer Distanz, ein paar Fuchswelpen beim tolpatschigen Herumtollen beobachten konnte. Da ich nicht an Zufälle glaube, nehme ich dieses Ereignis quasi als Vorfilm zu "Mr. Fox" wahr.

                        Auch wenn Anderson die etwas mehr gesellschaftskritische Vorlage Dahls verlängert um die für ihn typische Familiensaga, bleibt für mich zumindest, die Kernaussage erhalten: Liebe das Leben in all seinen Facetten. Sei ein Teil dieser unendlich schönen Welt, dieses einzigartigen Lebens und du bist es wert, dich Mensch zu nennen! Als Sinnbild für den Überlebenswillen der wilden Natur steht in unseren Breiten der Rotfuchs, der sich als einziger "Großjäger" über Jahrhunderte der Vernichtung durch den Menschen entziehen konnte. Auch wenn heute wieder Wildkatze, Luchs und Wolf zurückgekehrt sind, steht der Fuchs immer noch wie kein anderer als ein Symbol für den anpassungsfähigsten Räuber.

                        Anderson verlängert die Story am Anfang um eine Einführung in die Familienverhältnisse der Familie Fuchs. Am Anfang steht gleich ein herrlicher Dialog, der deutlich die übliche "männliche Überredungsstrategie" vor Augen führt: Überleg dir, was du tun willst, beziehe deine Parterin mit ein, indem du anscheinend ihr die Wahl lässt. Trifft sie dieselbe Wahl wie du, ist alles in Butter, trifft sie die "falsche", kommen vorher bereits zurechtgelegte Gegenargumente zur Anwendung. Dumm nur, das dieses Vorgehen in der Regel nur wenige Male funktioniert ;-)

                        Wie üblich bei Wes Anderson machen die allseits bekannten Familienkonflikte einen gewissen Teil der Story aus. Da ist der Mr. Fox, der Familienvater, der sein wildes Leben für ein gemütliches, aber anscheinend langweiliges eingetauscht hat und sich nicht selbst erkennt in einem Sohn, der irgendwie anders ist. Da ist der Kampf des Sohnes Ash, in seinem selbstgebastelten Superheldenkostüm gegen diesen übermächtigen Patriarchen, der nur sich und seinesgleichen respektiert und nur seine Weltauffassung akzeptiert. Da ist die Mutter Mrs. Fox, die nach Sicherheit für sich und ihre Familie sucht und versucht, ihren Mann unter Kontrolle zu bringen. Schließlich kommt noch Kristofferson hinzu, ein Cousin von Ash, der durch seine vielfältigen Fähigkeiten für viel Neid bei Ash sorgt und den Vater begeistert.

                        So einfach erscheint Außenstehenden der Ansatz für eine Lösung aller Konflikte, aber aus dem realen Leben wissen wir, wie schwer es dann letztendlich ist, sie auch wirklich zu lösen. Mr. Fox müsste nur seinen Sohn akzeptieren, wie er ist und einen Kompromiss finden zwischen seinem Drang zur Freiheit und dem Drang seiner Frau zur Sicherheit. Als wären diese scheinbar gordischen Knoten innerer Zwistigkeiten nicht schon genug, droht durch die füchsisch überhebliche Wesensart auch noch Gefahr von außen. Mr. Fox geht mit seinem unfreiwilligen Kumpel Kylie auf Beutezug bei den drei Bauern Boggis, Bunce und Bean, die erbost zum Rachefeldzug aufrufen. Damit hat Mr. Fox nicht nur seine Familie, sondern die gesamte Gemeinschaft der Tiere in Gefahr gebracht.

                        Allein über diesen Film, wie über viele andere auch, könnte man ein kleines Buch schreiben. All die vielen kleinen "Nebensächlichkeiten", die Anderson liebevoll in Szene setzt, sind ein Genuss. Eine wundervolle Fabel, in der Anderson über das menschliche Verhältnis zur Tierwelt und zu seinesgleichen fabuliert und in der Vernunft und List gegen Bosheit und Gewalt siegen. Ein ewiger Menschheitstraum, der wohl leider niemals von allen geträumt werden wird.

                        P.S.: Mein Dank gilt "The Freewheelin Fonda", dessen Kommis mich letztendlich dazu animiert haben, mich noch einmal auf Wes Andersons zauberhafte Welt einzulassen.

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                        • 7 .5

                          zieht sich im Mittelteil leider ein wenig. Trotzdem super charmante und lustige Komödie. Achja animiert ist das ganze auch noch!

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                            Stop-Motion. Detailverliebte Settings. Wundervolle Animationsarbeit. Eine Prise Wes Andersons Hippster-Charme. Stimmiger Soundrack... Was gibt es an dem Film nicht zu lieben?

                            Das Schandmaul sagt: "Nix. Angucken." (10/10)

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                            • 9

                              Breaking News: Die "Darsteller" für Teil zwei stehen fest.
                              http://tinyurl.com/cwqd63r

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                              • 8

                                Mehr von solchen Filmen bitte, hier war wirklich jemand mit Herz am Werk!

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                                • 10

                                  - "If what I think is happening, IS happening... It better not be."

                                  "Der fantastische Mr. Fox" hatte mich von der ersten Sekunde an in seinen Bann gezogen, bin ich doch bekennender Stop-Motion-Fan. Diese skurrilen Charaktere, diese tolle Optik, die Erzählweise der Geschichte – all das hat mich von Beginn an verzaubert und für sich eingenommen.
                                  Wie könnte es auch nicht so sein? Haben sie mich doch die 87 Minuten einfach nicht losgelassen und auch hinterher war ich noch ganz bei dieser wunderbaren Geschichte inklusive einem Ohrwurm, von dem ich bis heute noch nicht ganz losgekommen bin.

                                  „Boggis, Bunce And Bean!
                                  One Fat, One Short, One Lean!
                                  These Horrible Crooks
                                  So Different In Looks,
                                  Are None The Less Equally Mean!”

                                  Dem lieben Mr. Fox bei seinen, eigentlich abgeschworenen, Raubzügen zu beobachten, sowie bei dem fantastischen Plan und bei dessen Umsetzung, war einfach ein großer Spaß. So voller Witz und so voller toller Ideen.
                                  Es ist eine Freude zu sehen, wie hier mit den tierischen Klischees gespielt wird, wie toll die Charaktere ausgearbeitet sind, dass sie einfach alle ihre eigene Persönlichkeit haben, ohne sich zu überschneiden. Wie kann man da einfach nicht mit einem Dauergrinsen vor dem Bildschirm sitzen? Wie kann man da nicht mit den Charakteren mitfühlen? Sind sie doch alle so einzigartig, wie skurril aber dazu auch so liebevoll, sympathisch und voller Herz.

                                  - "The whole time I was putting paw over paw with your mother digging beside me, and I thought to myself: I wonder who this little boy..."
                                  - "Or girl!"
                                  - "Right, 'cause at the time we didn't know. I wonder who this little boy or girl is gonna be? Ash, I'm so glad he was you."

                                  Ein Film, den ich nicht groß beschreiben will, nicht groß beschreiben kann, weil der erlebt werden sollte. Die Gefühle, die hier mehr durch Mimik rübergebracht werden, wie bei so manch realen Schauspieler. Die Optik, die so rau und zugleich märchenhaft wirkt. Die Dialoge, die voller Witz, voller Liebe und voller Charme daherkommen. Eine Geschichte, die wohl kaum besser erzählt werden kann und Charaktere, die ein Platz in meinem Herzen wohl so gut wie sicher haben.

                                  - "Ash, I know what it's like to feel... different."
                                  - "I'm not different, am I?"
                                  - "We're all different… Especially him.
                                  But there's something kind of fantastic about that, isn't there?"

                                  "Der fantastische Mr. Fox" ist einfach fantas – nein – FOXtastisch und ich freu mich schon aufs nächste Mal in diese wunderbare, skurrile Welt einzutauchen und mich von neuem bezaubern zu lassen.

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                                    Weiter geht es auf meiner Reise durch die Filmographie von Wes Anderson.
                                    Nachdem ich nun endlich "Darjeeling Limited" sah, folgte also auch direkt im Anschluss "Der fantastische Mr. Fox", der im Gegensatz zu Darjeeling Limited ja sehr gute Wertung unter meinen Freunden und auch so allgemein genießt, was meine Erwartungen doch recht ansteigen ließ.

                                    ___

                                    Man erkennt sofort, dass es sich hierbei um einen Wes Anderson Film handelt.
                                    Der ganz eigene Humor, die Optik, die Charaktere, die Einstellungen, einfach alles ist hier so einzigartig, wie ich es eben von ihm gewohnt bin und wofür ich ihn mag. Diese ganz eigene, unverwechselbare Handschrift.

                                    Wes ist wirklich einer der Regisseure, die man wahrscheinlich immer erkennen wird, auch, wenn man vorher nicht weiß, von wem der Film den man gerade sieht nun wirklich ist.

                                    So richtig umgehauen hat mich "Der fantastische Mr. Fox" nun, leider, nicht, was aber nicht bedeuten soll, der Film sei schlecht. Das ist er nämlich nicht.
                                    Wir bekommen eine Geschichte über eben besagten Mr. Fox, der einst ein Profi darin war sein Futter zu stehlen, als dann aber seine Frau schwanger wurde, beendete er seine Karriere. Irgendwann jedoch will er noch ein letztes Ding drehen, will es sich noch einmal beweisen. Ein letzter Coup. Das klingt alles eigentlich gar nicht so wie eine Geschichte rund um Füchse und andere Waldbewohner, sondern eher wie irgendeine Gangstergeschichte. Und gerade diese Verpackung einer bekannten Geschichte in das Leben im Wald, in eine Fuchsfamilie, hat mir irgendwie gefallen. Dazu kommen dann noch diverse andere "bekannte" Strukturen oder Klischees, wie ein Vater - Sohn Konflikt, der "Neue" der einen Altbekannten aussticht, solche Dinge eben, die durch ihre Verpackung aber eben nicht 0815 wirken.

                                    Trotzdem ist das alles irgendwie besonders.

                                    Dazu kommen viele Figuren, die eben alle etwas ganz eigenes haben.
                                    Sei es Mr. Fox, der "Gangster", der Familienvater, mit seiner Angst vor Wölfen und seiner ganz eigenen Art.
                                    Sei es seine Familie, Mrs. Fox die zu ihrem Mann hält oder Ash der seinem Vater gefallen will.
                                    Sei es die Ratte, die ich irgenwie echt cool fand, fast schon mystisch, wenn man mich versteht.
                                    Alle waren sie cool, alle waren sie mehr als "nur eine Ratte" oder "nur ein Fuchs".

                                    "Der fantastische Mr. Fox" ist eben ein richtig schöner Film. Er ist kurzweilig, hat einen richtig tollen Soundtrack, Witz, Drama und ist in seiner StopMotion Machart natürlich auch wahnsinnig liebevoll gemacht. Ob er nun so passend für Kinder geeignet ist, kann ich nicht beurteilen, doch ich kann mir das schon vorstellen. Vor allem ist es eben auch schön, dass der eben nicht strikt darauf abzielt den Kinder zu gefallen, nein, da sieht man auch mal wie Hühner sterben und sowas eben.

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                                    Wie gesagt, mich hat der Film jetzt nicht so dermaßen umgehauen, wie ich es vielleicht gewollt habe. Aber trotzdem handelt es sich hierbei um einen richtig schönen Film, mit tollen Figuren und einer netten Geschichte, die wunderbar verpackt ist. Wir haben einen tollen Soundtrack und wahnsinnig schöne Bilder und eben den typischen Anderson - Stil.
                                    Eben ein wirklich schöner Film!
                                    Potential nach oben ist für künftige Sichtungen, die sicherlich kommen werden, vorhanden.

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                                    • 6 .5

                                      Ein typischer Anderson. Er legt wie immer sehr viel Wert auf Skurrilität und weniger auf eine ausgereifte Story. Da der Film auf einem Kinderbuch basiert, hätte ich erwartet, dass der Film auch versucht Kindern zu gefallen, doch ich kann mir nur schwer vorstellen, dass Kinder Spaß daran haben. Die Probleme der Charaktere wirken zu sehr wie typische Zivilisationskrankheiten. Da es Tiere sind, soll es wohl skurril wirken, aber das trifft leider nicht mein Humorverständnis. Gegen Optik und Inszenierung kann man nichts sagen, aber ich hätte gerne auch eine Geschichte, die den Wunsch hat etwas zu erzählen. Den Eindruck hatte ich leider nicht.
                                      Bisher gab es noch keinen schlechten Film von Wes Anderson, aber wirklich begeistert hat mich bisher leider auch keiner. Weiter angucken werde ich sie mir trotzdem. Bin gespannt auf Grand Budapest Hotel.

                                      • 6 .5

                                        Auch bei diesem Film erkennt an sofort die typische Handschrift von Wes Anderson, so gibt es viel Liebe zum Detail, Skurrilität und eine gewisse Melancholie.
                                        Nichtsdestotrotz kann mich dieser Anderson leider nicht ganz so begeistern, was vor allem an der doch recht braven und etwas kindlichen Story liegt.
                                        Dennoch wirkt die Stop-Motion-Technik recht erfrischend und auch die Gags sind ganz ordentlich, so das auch dieser Film von Wes Anderson letzendlich ganz unterhaltsam ist.

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                                        • 8

                                          richtig cool gemacht und witzig ohne ende...

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                                          • 5

                                            Hab den Film nie gesehn Schein aber nettt

                                            • 5 .5

                                              Für mich bleibt die Liebe mancher Menschen zu diesem Regisseur leider immer noch ein Rätsel - für mich, der ich sehr viele Stop Motions gesehen (und selber gemacht) habe und somit das hier ja eigentlich mein Gebiet sein müsste, leider ein aussageloses, kurzweiliges und nicht wirklich spannendes Werk, welches keiner weiteren Beachtung würdig ist. Schade, Wes, wir werden wohl nie Freunde :/

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                                                ***Dieser Kommentar ist ein Geschenk an "Hfonda15" im Rahmen der Userwichtelkommentaraktion 2013.***

                                                FABELHAFT kann nur das einzige Wort sein, denn nichts anderes ist dieses grandios liebevoll detailierte StopMotionWerk, eine moderne Fabel. Fabeln sind Geschichten in denen die Tiere im Mittelpunkt stehen, als wäre es vollkommen normal können diese sprechen und der Mensch spielt eben nur maximal die 2te Geige. Natürlich stimmt diese Versinnbildlichung nicht nur zufälligerweise mit in der Wirklichkeit anzutreffenden Charakteren überein, sondern die Personifizierung und zivilisierte vermenschlichte Darstellung der Tiere rückt ganz gezielt uns Menschen und das doch so vielmehr Trieb gesteuerte Tier, ganz nah zusammen. Sie hieft Trieb und Intelligenz sozusagen auf eine Bedeutungsebene.
                                                Was wissen wir aus unserer Kindheit über den Fuchs? Genau, der ist der Schlauberger unter den Tieren, aber er ist eben auch hinterlistig und bedingt dadurch eigensinnig. Der Fuchs hat ein großes Ego und wahrscheinlich ist dies auch der Grund warum sein Fell so anziehend purpur rot im Licht erscheint.
                                                "Der Fantastische Mister Fox" schickt den Zuschauer omit auf eine Reise in die von diesen Eigenschaften bestimmte Psyche des Fuches und man wird Zeuge in welche prekäre Situationen nach und nach alle durch seine Eigensinnigkeit mit hineingezogen werden. Kann man daraus etwas für das hier und jetzt und größere Zusammenhänge lernen?!?
                                                Naklar, denn das zeichnet fabelhafte Fabeln schließlich aus.
                                                Bleibt mir noch zu erwähnen, das man durchgängig witzige Dialoge und Situationen geboten bekommt und dieser Film deshalb nicht nur spannend ist, sondern auch sehr unterhaltsam.
                                                Es gibt da auch diesen Song von "Käpt'n Peng" welcher seine Inspiration aus diesem Film gezogen hat und in fabelhafter Bildsprache ebenfalls von einem Fuchspaar zu erzählen weiß, welches sich auf Transformationspfaden bewegt.
                                                Wer interessiert ist, der suche nach dem Song "Sie lieben sich". Ein Titel der perfekt zum Fantastischen Mister Fox passt, den irgendwie scheint es, sind alle Verkettungen durch Liebe ausgelöst wurden. Die Entscheidung darüber, ob dies schließlich gut oder schlecht ist, obliegt wie immer dem Betrachter.

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                                                  Als wäre es ein Befreiungsschlag, inszeniert Anderson hier einen Animationsfilm, der vor Ideen und aberwitzigen Szenen nur so sprießt. Ganz deutlich ist seine visuelle Sparache zu erkennen. Ganz deutlich stellt sich hier jenes Gefühl ein, bei dem man sich in die Vorstellungskraft eines Kindes zurück versetzt sieht, welches sich bildhaft jene Gute-Nacht-Geschichte vorstellt, welche ihm gerade erzählt wird. Und dennoch streift Anderson hier bissige gesellschaftskritische Tendenzen, welche in solch deutlicher Form zuletzt abhanden gekommen schien.

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                                                    Einfach nur fantastisch Mr. Fox. :)

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