Der fantastische Mr. Fox - Kritik

Fantastic Mr. Fox

GB/US · 2009 · Laufzeit 87 Minuten · FSK 6 · Abenteuerfilm, Animationsfilm, Komödie · Kinostart
Du
  • 10

    Kurios, grandios oder einfach… fantastisch.

    2
    • 7

      [...] „Der fantastische Mr. Fox“ bietet rein optisch – auch durch viele kleine Details – eine wirklich nette Abwechslung im Vergleich zu den sonstigen zeitgenössischen Animationsfilmen, und die prominenten Stimmen sorgen für flotte, freche Dialoge mit einer guten Portion trockenen Humors. Dennoch ist es kein Wunder, dass der Film nahezu sämtliche Preise, für die er nominiert war, an Pixars „Oben“ abgeben musste. Wo Optik und Sound punkten, bleibt die Story relativ flach und tut sich schwer damit, ein prägnantes Ende zu finden. Eine tolle Verpackung für etwas im Kern gar nicht mal so Sehenswertes.

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      • 7

        Nach unzähligen perfekt animierten Abenteuergeschichten wirkt „Fantastic Mr. Fox“ wie eine gelungene Abwechslung zu Dreamworks, Pixar und Konsorten. Die Handlung nach Roald Dahl, wurde von Regisseur Wes Anderson in seinem gewohnten, filmischen Grundton gehalten: Schräg, melancholisch und in gewissen Maße auch elegant. Das Ergebnis ist zwar recht langatmig ausgefallen, besitzt aber genügend Charisma und Einfallsreichtum um es mit diversen computeranimierten Werken aufzunehmen. Ein schwungvoller, gerissener Spaß.

        9
        • 9

          [...] Das Märchen mit besten Dialogen ist witzig, oftmals sarkastisch und bietet Spannung am laufenden Band. Es ist ein fantastisches Stück. [...]

          • 8

            Bei all dem ganzen 3D-Gedöns und computeranimierten Kinderfilmchen, mit CGI vollgepackten Popcornfilmen und Remakes und RomComs, ist es geradezu eine Wohltat, mal wieder etwas „Handgemachtes“ zusehen. Stop-Motion, bei der man eben dieses auch sieht, ohne Brillenzwang, ohne HD-Wahn. Der fantastische Mr. Fox und seine Kumpels sind Puppen, und das sieht man. Sie bewegen sich nicht flüssig, haben ein „X“ in den Augen, wenn sie k.o. sind und sehen in manchen Szenen nicht mal ansatzweise realistisch aus. Aber das ist alles vollkommen ok. Das ist gewollt und funktioniert, und all die Leute, die die ganzen Animes so toll finden, tuen das ja sicherlich nicht aufgrund der realistischen Darstellungsweise oder den schönen Zeichnungen. Es kommt schließlich immer darauf an, was man daraus macht. Und Wes Anderson machte daraus einen sehr witzigen, vor allem aber unterhaltsamen Film. Und nicht nur weil Mr. Fox von George Clooney gesprochen wird: Auch vom Inhalte her könnte der Film genausogut „Fox’ Eleven“ heißen, hat er doch auch ein wenig eines Heist Movies. [...]

            • 8

              Wes Anderson ist mit Der fantastische Mr. Fox ein kleiner Glücksgriff gelungen. Er schafft es seinen Stil mühelos ins Stop-Motion-Animationsfach zu transformieren und sein Oeuvre gleichzeitig geschickt zu erweitern. Ein Highlight dabei natürlich die großartigen Synchronsprecher und die bewusst simple aber verspielte Retrooptik. Auch die Story gibt sich wunderbar kreativ und versteht es symbolische Aspekte genau wie schrägen Humor zu integrieren. Der fantastische Mr. Fox ist somit für alle Freunde von kreativen und intelligenten Animationsfilmen eine klare Empfehlung.

              • 8

                DER FANTASTISCHE MR. FOX, der erste Animationsfilm des visionären Regisseurs Wes Anderson ("Darjeeling Limited", "Die Tiefseetaucher", "Die Royal Tenenbaums"), beruht auf dem beliebten Weltbestseller von Roald Dahl ("Charlie und die Schokoladenfabrik"), wurde jedoch von Anderson und seinem Drehbuch-Co-Autor Noah Baumbach ("Die Tiefseetaucher") für die Kinoadaption mit zusätzlichen Szenen und Charakteren...

                • 7

                  Der mit stimmungsvollem 60er-Jahre Soundtrack-Hits begleitete kleine feine Streifen ist voller Witz, Anspielungen und gesellschaftspolitischer Pointen. Motto: Wir haben zwar keine Chance, aber wir sind viele und nutzen die, also die Nicht-Chance, voll aus.

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                  • 7 .5

                    Hier, wo für den Trickfilm alles erfunden, gebaut, angemalt und bewegt werden muss, beweist die Detailliebe der Anderson-Familie noch einmal ihre Idee: das haargenaue Auskleiden noch der kleinsten Winkel für eine Welt, die so in sich geschlossen ist wie auch gerade deswegen offen für Projektionen meiner eigenen Geschichte. Dass die­se Offenheit selbst dort Platz hat, wo Gags um preisreduzierte Banditenhüte, Schmetter-Krachen-Spielregeln, vergiftete Blaubeeren und Wach-Beagles (»Denk daran, sie sind überhaupt nicht schlau, aber dafür unglaublich paranoid!«) den in sich schon beglückenden Rhythmus einer aberwitzigen Familien-Capermovie-Komödie bilden, ist das Geheimnis. So kommt auch eine Kinderbuchwelt wie diese zu einer Vertracktheit, die dem Erwachsenwerden die irren Züge, das Schöne und auch das Ungerechte lässt. (...)

                    • 8

                      Der besondere Charme von „Der fantastische Mr. Fox“ besteht nicht so sehr in der ohnehin vorhersehbaren Handlung als vielmehr in den vielen kleinen Episoden am Rande, etwa mit einer Ratte als Lagerhauswächterin oder auch im sogenannten „Whackbat“-Spiel, einer Mischung aus Baseball und Cricket, in dem Mr. Fox ein großer Meister war und nun von Sohn Ash und Neffen Kristofferson nachgeahmt wird. Darüber hinaus überzeugen insbesondere die mit viel Empathie gezeichneten Figuren und das bis in die Details liebevoll gestaltete Produktionsdesign. Beste Beispiele dafür liefern die eleganten Kostüme, etwa der Cordanzug Mr. Fox’, oder auch die detailreiche und stilvolle Ausstattung der Anwaltskanzlei „Dachs, Bieber und Bieber“. Dazu kommt die inszenatorische Pfiffigkeit, die sich in den bereits angesprochenen eigentümlichen Bewegungen, aber etwa auch im „Markenzeichen“ des Mr. Fox – „Pfiff Pfiff, Zungenschnalz!“ ausdrückt. Das eigentliche Sujet des Filmes ist jedoch die Familie. Denn der eigentliche Konflikt, der die Handlung vorantreibt, liegt im Zwiespalt zwischen dem abenteuerlustigen, ungebunden-wilden Leben, zu dem sich Mr. Fox zurücksehnt, und der gesetzten und geborgenen Existenz in der Familie.

                      • Mit dem kaum subtilen „klassenkämpferischen“ Subtext des Plots öffnet sich Anderson auch Themen, die in seinem Kosmos bislang eher unbekannt waren. Am Ende ist es der materielle Überlebenskampf, der die Foxens und die anderen Tiere, bei allen gegenseitigen Animositäten, zur Solidargemeinschaft zusammenschweißt, ein wortwörtlich in den Untergrund verbannter Guerillatrupp, der bei Nacht seine Schläge gegen die Supermärkte der reichen Unterdrücker ausführt. Vielleicht kann man sagen, dass Wes Anderson in Der fantastische Mr. Fox den familiären Kampfschauplatz erstmals auf den sozialen Raum ausdehnt. Sein technisch betrachtet bislang artifiziellster Film wäre dann zugleich sein am wenigsten innerlicher.

                        • 4

                          Wes Anderson liefert einen bewusst hässlich-animierten Film ab, bei dem sich gut nachvollziehen lässt, warum ihn seine Animatoren die er per E-Mail aus Paris dirigierte gehasst haben. Im Stil alter TV-Kinder-Stop-Motion-Serien, deren Charme schon damals überschätzt wurde, erzählt er eine extrem amerikanisierte Version von Roald Dahls klassischer Kindergeschichte, die von einer prominenten Voice-Cast relativ lustlos eingesprochen wurde und durch den trockenen, ebenfalls TV-mässig schlechten Tonmix und Schnitt nochmal ordentlich Drive verliert.

                          Natürlich wäre das kein Anderson-Film, wenn er nicht seinen typischen Dysfunctional Family-Krempel auch in diese Geschichte tragen würde, doch im Gegensatz zu Spike Jonze, der es in Wo die wilden Kerle wohnen geschafft hat Herz und Hirn zu vereinen und einen echten, erwachsenen Blick in kindliche Sichtweisen zu erschaffen, ergeht sich Anderson in seinen immer wiederkehrenden Skizzen pubertärer Problemchen, die doch immer das eigentliche Herz vermissen lassen.

                          So bleibt Mr. Fox und seine Familie -mit all den starren Gesichtszügen und gebleckten Reißzähnen und Krallen - eine sehr uninvolvierende, unsympathische Truppe die man sich - wie auch in Darjeeling Limited - eher distanziert, denn mit echter Anteilnahme ansieht. Dazu kommt die konzeptionelle Unstimmigkeit, die die Figuren einerseits bis zur Schmerzgrenze als typische Amerikaner darstellt (nur die bösen Farmer sprechen mit englischem Akzent), andererseits versucht als normale Füchse zu zeigen. In Dahls Story können die Tiere sprechen, sind aber immer noch Tiere, so wie die Hühner in Chicken Run trotz allem immer noch Hühner sind (oder die Viecher aus Over-the-hedge immer noch Wildtiere, Die Ameisen im ANTZ immer noch Ameisen). Indem Anderson die Tiere aber als Wesen mit menschengleicher Lebensweise darstellt und gleichzeitig versucht sie als Wildtiere gegen die Farmer zu stellen, entsteht ein Konstrukt das vorne und hinten nicht passt. Tiere mit eigener Tageszeitung und Maklerbüro, Stromversorgung und Mildlife-Crisis-Issues sind als Gegenspieler menschlicher Bauern als Hühnerdiebe nicht wirklich glaubhaft. Anderson beraubt die Story ihres kindlichen Appeals, ohne ihnen wirklich erwachsene Emotionen oder Erkenntnisse mitzugeben. Aus einer simplen, mit Witz und Dahls üblichem Schuss Ironie gewürzten Story, wird ein in jeder Szene schrabbelig aussehende Farce, die beständig ein "schau wie smart und brainy und retro-cool ich bin" vor sich herträgt, ohne wirklich das entspannte Level an Souveränität zu erreichen, die all diese Äußerlichkeiten vergessen ließe und sie rückhaltlos in den Dienst der Geschichte stellt. Das alle Sprecher monoton auf einem Level vor sich hinbruddeln scheint Anderson für "coolness" zu halten, führt aber nur dazu die Figuren noch weiter von ihren Sprechern zu distanzieren. Die Fox-Puppe und Clooneys Stimme verschmelzen nie zu einem neuen Wesen, wie dies bei guten Animationsfilmen der Fall ist. Hier sitzen die Sprecher wie Aufkleber auf den Puppen und vermitteln bisweilen den Eindruck kurz vorm Eindösen gewesen zu sein, als sie ihre Rollen aufnahmen. Das Jason Schwarzman, der in seinem Leben bislang auch nur eine Rolle gespielt hat, den mauligen Sohn spricht, erhöht den Spaßfaktor jetzt auch nicht unbedingt.

                          Bisher war Hollywood gut zu Dahl. Ob Matilda oder Hexen hexen und selbst Tim Burtons "Charlie und die Schokoladenfabrik" bewahrte sich eine gewisse "britishness" und ließen sowohl den bösartigen Witz, als auch das warme Herz des genialen Schreibers erkennen. Anderson ist zu zerebral um Emotionen wirklich außerhalb der Psychiatercouch zu thematisieren und liefert einen gnadenlos, selbstgenügsamen, ziemlich kalten Film ab, der selbst die neurotischsten Momente von Woody Allen noch als gefühlsduseligen Fluff erscheinen lässt.

                          Und wirklich witzig ist er auch nicht.

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                          • 4

                            Der Film ist wenigstens etwas kohärenter als Andersons letzte Werke, und vermutlich gibt es genug Bewegung um kleine Zuschauer bei der Stange zu halten. Dennoch erreicht Anderson nie ganz das, was er wollte... was auch immer das sein mag. Am Ende ist es so wie mit Spike Jonzes „Wo die Wilden Kerle wohnen“: hier versucht ein Filmemacher, den Geist seiner eigenen Kindheit wiederzubeleben, ohne die leiseste Ahnung zu haben, was jüngere Zuschauer für ihre Unterhaltung brauchen.

                            • 7 .5

                              Roald Dahls viel geliebte Kinder-Geschichte über einen Fuchs, der nicht von den Hühnern lassen kann, wird beeindruckend zum Leben erweckt in diesem Stop-Motion-Meisterwerk, welches Kinder und Erwachsene gleichermaßen begeistern wird. Ja, Wes Anderson liefert endlich mal einen massentauglichen Film ab. Und die Fans können beruhigt sein, er kommt mit all den Tics, die sein Markenzeichen sind. Dahl selbst wäre vermutlich zufrieden gewesen.

                              • 7

                                Andersons Manierismen waren früher manchmalr echt nervig, aber ein Arbeiten für Kinder als Zielgruppe hat dem Film einen gewissen gutgelaunten Charme gegeben. Dies ist hip, aber mit Herz.

                                • 2 .5

                                  Während Dahl seine Füchse relativ nah an ihren wilden Originalen hält, vermenschlicht und amerikanisiert Anderson die Tiere, ohne ein durchgehendes Regelwerk für sein viel zu irrwitziges Universum zu schaffen.

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                                  • 8 .5

                                    Wes Anderson benutzt Stop Motion in seiner endlos magischen Roald Dahl Adaption, und die menschlichen und tierischen Charaktere haben eine leichte Ruckeligkeit; Statt also übermäßig glatte und unpersönliche Computeranimation zu sehen, können die Zuschauer die Präsenz des Künstlers hinter den Bilder spüren.

                                    • 7

                                      Dieser film über einen sprechenden Fuchs kann sich mit der schönsten herbstlichen Farbpalette außerhalb von Mutter Natur rühmen, mit echtem Pelz bedeckten Tier-Puppen und einer Empfindsamkeit, die mehr Indie ist als Mainstream. Der Stil des Films, paradoxerweise gleichzeitig kunstvoll und rauh, positioniert diesen Streifen als den Anti-Computeranimations-Film dieser Saison. Sein Retro-Charme wird vermutlich eher Erwachsene ansprechen.

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