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Der freie Wille
Der freie Wille (2006), DE Laufzeit 171 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 24.08.2006
7.0
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von Matthias Glasner, mit Jürgen Vogel und Sabine Timoteo
Theo, ein Vergewaltiger, kommt nach 9 Jahren aus dem Maßregelvollzug. Seine Angst vor Frauen und die damit verbundene unerfüllte Sehnsucht machen sein Leben in der Normalität zu einem Martyrium. Nettie schafft es mit 27 Jahren endlich, sich von ihrem Vater zu lösen, der sie ihr ganzes Leben lang psychisch missbraucht hat. Theo und Nettie begegnen sich. Als sie anfangen, sich zu lieben, beginnt ihre gemeinsame Reise an die Grenzen des freien Willens.
Mehr Bilder (13) und Videos (3) zu Der freie Wille
Cast & Crew
Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Der freie Wille
- Genre
- Liebesfilm, Psychodrama, Drama, Romanze
- Handlung
- Ex-Häftling, Vergewaltigung, Verlieben, psychischer Missbrauch
- Stimmung
- Emotionen
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- Der Freie Wille: critic.de





















Kritiken (6) — Film: Der freie Wille
SoulReaver: CinemaForever
Kommentar löschen[...] Matthias Glasner verzichtet in „Der freie Wille“ vollständig auf die engstirnigen Schwarz-Weiß-Kleistereien und hüllt die Geschichte um Theo (Subtil und hervorragend: Jürgen Vogel) in einen frostigen Mantel des zwischenmenschlichen Determinismus. Jeder Anklage der Verhaltensweisen der Figuren wird entflohen; der Zuschauer beobachtet und darf seine eigene Meinung bilden wie Entscheidungen treffen. Ein Ausbuchstabieren von Ursachen ist so überflüssig wie hinderlich. Daher wird auch deutlich, dass „Der freie Wille“ kein analysierendes Psychogramm sein möchte, er zieht den Zuschauer hingegen in die Welt eines kranken Mannes, der seinem Wunsch nach resozialisierter Freiheit zunehmend unterliegt und schlussendlich an die Grenzen des titelgebenden Willens stößt. [...]
Kritik im Original 26 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten
franticfury Tue, 14 May 2013 16:37:37 -0000
Antwort löschenWie immer ein hervorragender Kommentar! Das macht mich jetzt richtig neugierig, den habe ich nämlich schon ewig hier rumliegen, wird wohl endlich Zeit, dass ich ihn schaue :)
Punsha Tue, 14 May 2013 16:39:41 -0000
Antwort löschenDas erinnert mich an meinen Ethikunterricht in der 12. als unsere oberprüde Vertretungslehrerin mit uns diesen Film schauen sollte und dann bei der Vergewaltigungsszene und der Selbstbefriedigung vorgespult und nach der Hälfte abgebrochen hat. Ich hatte selten eine Lehrerin so gehasst.
Velly Tue, 14 May 2013 16:39:56 -0000
Antwort löschenSchöner und treffender Kommentar zu einem sehr beeindruckenden Film.
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Absurda. Tue, 14 May 2013 17:04:55 -0000
Antwort löschen@Punsha:
Unter anderem deswegen fange ich an, die Schule zu verabscheuen -_-
SoulReaver Tue, 14 May 2013 18:59:02 -0000
Antwort löschen@frantic Vielen Dank! Schau ihn dir bitte schnell an. Ich weiß, 170 Minuten sind auf den ersten Blick abschreckend, aber es lohnt sich. Bin mir sicher, dass er dir ähnlich gut gefallen wird.
@Punsha Ist ja ekelhaft. Hast du keine Möglichkeit gehabt, deinem normalen Lehrer darum zu bitten, dir den Film mal auszuleihen?
@Velly Fänks!
Matthias Dell: Der Freitag Matthias Dell: Der Freitag
Kommentar löschen"Der freie Wille" ist ein pessimistischer Film, müde, spröde, leise. Musik bleibt auf die Momente reduziert, in denen sie in der Handlung gespielt wird. So ist "Der freie Wille" auch ein Film der Geräusche, genauer: der Atemgeräusche, jener Rhythmen der Erregung, in denen etwas sich des Menschen bemächtigt, das nicht seinem Willen unterliegt. Die Schreie, die Sabine Timoteo in der letzten Szene am Strand des rauschenden Meeres ausstößt und die in ihrer offenen Verzweiflung mit menschlichen Lauten nichts mehr gemein haben, wird man so schnell nicht vergessen.
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Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten
Kommentar löschenWenn es aber nur darum geht, einmal explizit und ausführlich zu zeigen, wie eine Vergewaltigung aus der Nähe aussieht und wie ein Triebtäter in Ausweglosigkeit versinkt, dann bleibt nach zweieinhalb Stunden ohne Denkanstoß kaum mehr übrig als blanker Voyeurismus. Und das schale Gefühl, unter dem Deckmantel des Experimentellen um kostbare Lebenszeit betrogen worden zu sein.
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Hausmeister: Nerdtalk.de
Kommentar löschenDas Thema Vergewaltigung ist in der (mir bekannten) Filmlandschaft entweder gar nicht existent oder nur ein “Nebenprodukt” einer anderen Handlung (Vergewaltigung durch Invasionstruppen im Krieg, z.B. in “Stalingrad”). Umso besser, dass dieser Film sich komplett dieses Themas annimmt und es in den alles beherrschenden Mittelpunkt stellt.
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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenDie Stärke von Glasners Inszenierung ist eine konsequente Bildsprache, ein distanzierter, unaufgeregter Blick, und auch die Nüchternheit, mit der der Film auf die Dinge schaut, die Zurückhaltung, mit der er der Versuchung nicht nachgibt, alles auszusprechen, und Schwarz-Weiß zu malen, sowie ihre Humanität. Glasner versteht es, uns einen Täter als Mensch näher zu bringen, ohne dessen Taten zu verniedlichen.
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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschenImmer wieder hält Glasner, wo andere beherzt weggeschnitten hätten, auf seine Figuren drauf, qualvoll lange, wie sie erschreckt innehalten, nicht weiter wissen. So kommt der Film auf seine zweieinhalb Stunden, die einem am Ende doch nicht lang werden.
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Kommentare (34) — Film: Der freie Wille
eisbaerdios Mon, 18 Feb 2013 01:51:00 -0000
Kommentar löschenKonnte mich nach einer Stunde aus verschiedenen Gründen nicht packen. Vorwiegend die unnötig langatmige Erzählweise und fehlende Glaubwürdigkeit.
Und diese nervige Kamera. Immer extrem nah und dadurch ziemlich manipulativ in meinen Augen. Ein subtileres Kamerakonzept wäre zu wünschen gewesen.
Bin aber auch froh mir den "Epos" nichts bis zum Ende angeschaut zu haben. Ich denke das hätte es für mich nicht besser gemacht (Hab auf Wikipedia geschaut, was noch gekommen wäre). Im Gegenteil.
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Big T. Sun, 10 Feb 2013 21:07:18 -0000
Kommentar löschenEin sehr packender und ergreifender Film.
Jürgen Vogel und vorallem Sabine Timoteo machen ihren Job hervorragend.
Man weißt nicht ob man mit Theo Mitleid, Verachtung oder sonst was empfinden soll aber man empfindet aufjedenfall was bei der Figur genau wie bei der von Frau Timoteo gespielten Nattie. Zwei gequälte Seelen auf der Suche nach normalität die einen nach fast 3 Stunden mit einem flauen und traurigen Gefühl in der Magengegend zurücklassen.
"Der freie Wille" ist ein weiterer Beweis das der deutsche Film großartig ist und man ihn nicht auf 08/15 Hypekinozeugs reduzieren sollte.
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rademacher.martin Fri, 11 Jan 2013 21:28:44 -0000
Kommentar löschenDie Leistung der Schauspieler war großartig!
Zum Thema des Films und der Umsetzung sollte sich jeder selbst seine Gedanken machen und ein Urteil fällen.
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r3sortiane Wed, 02 Jan 2013 11:15:56 -0000
Kommentar löschenINHALTLICHER ANSATZ:
===================
Theo Stoer (Jürgen Vogel), ein im Massregelvollzug therapierter Sexualstraftäter, versucht sich nach über neun Jahren wieder in die Gesellschaft zu resozialisieren. Das alte Problem wird mehr und mehr zur erneuten Herausforderung. Nettie Engelbrecht (Sabine Timoteo) versucht sich von ihrem Vater zu emanzipieren, der die Vater-Tochter-Bindung über Jahrzehnte hinweg zur Kompensation seiner eigenen psychischen Labilität ausgenutzt und sie damit emotional intensiv beschädigt hat. Die beiden Protagonisten, beide in ihrer Vertrauens- und Bindungsfähigkeit noch äußerst verletzlich, treffen aufeinander und nähern sich einander vorsichtig an.
VORWORTE:
===========
Zu allererst möchte ich klarstellen, dass "Der freie Wille" für mich nur auf den ersten Blick ein Film über einen "Vergewaltiger" war. Vielmehr handelt es sich dabei um die komplexe Darstellung psychischer Verletzung und der Versuche, trotz der persönlichen schweren seelischen Narben im alltäglichen Leben Fuß zu fassen. Um die Qualität des Films in seiner Gänze zu erleben ist es wohl notwendig, sich von dem polarisierenden Thema der sexualisierten Gewalt und der fortwährenden Verurteilung dieses "abscheulichen Vergewaltigers" zu lösen und eine offenere, hintergründigere Perspektive einzunehmen. "Der freie Wille" versucht, einem dies zu ermöglichen, ohne dabei jedoch die Abscheulichkeit und die gravierenden Konsequenzen der Taten dieses Mannes zu beschönigen oder auszusparen - ganz im Gegenteil. Und trotz allem Abscheu und Greuel den Theo Stoer in einem auszulösen vermag, ermöglicht uns "Der freie Wille" doch auch einen Blick auf den schwer gestraften und hilflosen Menschen hinter dem großen Thema der "Vergewaltigung". Natürlich schießen einem als Zuschauer immer wieder generalisierende Gedanken durch den Kopf ("Nützt der Massregelvollzug überhaupt etwas - sind Sexualstraftäter resozialisierbar?") aber ich denke, diese sind an dieser Stelle (wie auch sonst zumeist) völlig fehl am Platz. Hier geht es einzig und allein um das Schicksal ZWEIER individueller Menschen, nicht um DEN stellvertretenden "Vergewaltiger" oder DIE "Borderlinerin".
EINSCHÄTZUNG:
=============
"Der freie Wille" ist ein stellenweise zu 100 % expliziter Film, der sowohl schöne als auch abscheuliche Momente auf intensivste Weise darzustellen weiß. Er beschränkt sich ausschließlich darauf, Geschehnisse und Interaktionen zu zeigen - bewertet, verurteilt und beeinflusst dabei zu keiner Zeit. Das was gezeigt wird jedoch, ist weitestgehend hervorragend ausgewählt. Nicht selten wissen die dargestellten Szenen mit all ihren minimalistischen Nuancen weit mehr zu erzählen als noch so viele oberflächliche Dialoge. Auch gibt es keine stimmungskreierende oder lenkende Filmmusik. Der Beobachter wird in der Wirkung ganz sich und seinen eigenen Eindrücken überlassen. Es handelt sich um einen sehr langen und ausführlichen Film, der in vielen Passagen auch auf alltägliche oder scheinbar unbedeutende Abläufe Bezug nimmt. Nachts um 2 Uhr gab es dann doch einige Phasen, in denen ich mir ein wenig mehr Beschränktheit und Kürze gewünscht hätte, jedoch würde ich für diesen müden Wunsch auch nicht auf nur einen einzelnen mitreißenden Moment verzichten wollen. Ich weiß nicht, ob eine kürzerere Version eine ebenso intensive Bindung zu den beiden Protagonisten ermöglicht hätte. Die zweite Hauptperson Nettie wird vergleichsweise spät hinzugezogen, verleiht dem Film meiner Ansicht nach aber erst diejenige Vielfalt, Differenziertheit und Tiefe, die ihn zum absoluten Spitzenfilm macht. Was sich am Anfang noch als thematisch eindimensionaler Film über die interne und externe Resozialisierung eines Sexualstraftäters darstellt wird durch die zweite Hauptperson zu einer nachhaltig zermürbenden Geschichte über die authentisch ambivalente, hin- und hergerissene, verzweifelt mutige und immerwährend zwiegespaltene Gratwanderung zweier strauchelnder Seelen auf der Suche nach Stabilität, Sicherheit und Geborgenheit. Vogel und Timoteo spielen absolut ausgezeichnet - insbesondere Nettie ist unheimlich authentisch und mitreißend dargestellt - eine so realistische Darstellung psychopathologischen Erlebens und Fühlens habe ich in Filmen bisher selten gesehen. Alles in allem ein aufzehrender, erschütternder aber vor allem ausgezeichnet authentischer Film, der dem Zuschauer auf empathische Art und Weise den so wichtigen Perspektivenwandel ermöglicht, den es braucht, um hinter die Fassade menschlicher Abscheulichkeiten zu sehen.
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uncut123 Sat, 01 Dec 2012 20:32:08 -0000
Kommentar löschenfür ein deutschen film diese lauflänge kenn ich sonst nur von 2teilern in fernsehn...g
der film war erschreckend gut gemacht..schauspielerisch war keine figur am verblassen..und das ende war so verstörend hatte ich zuletzt bei the bunny games
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Wumz Mon, 29 Oct 2012 20:54:56 -0000
Kommentar löschenEin nüchterner Blick auf einen Menschen, der am Abgrund entlang geht. Die Abwesenheit von Filmmusik, der Verzicht auf aufwendige Kamerafahrten und sonstige technische Verschönerungen sind die Essenz des Films, denn so taucht der Zuschauer um einiges intensiver in das trostlose Leben von Theo ein. "Der freie Wille" ist kein Psychogramm eines Triebtäters und auch keine Kritik an der Gesellschaft, in der er aufwächst. Es ist die Geschichte von Theos Kampf für ein normales Leben gegen seine inneren Dämonen. Aua das tat weh.
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Jenny von T Mon, 29 Oct 2012 20:59:31 -0000
Antwort löschenIch denke auch, dass "Kampf" das vielleicht entscheidende Stichwort ist - sehr interessant und selbstreflexiv im Kontext zum Filmtitel.
Wumz Mon, 29 Oct 2012 21:16:48 -0000
Antwort löschenIn der Tat, der Titel ist Programm. Jürgen Vogel bringt diesen Kampf natürlich auch toll rüber, muss ich jetzt mal dazu sagen. Die Szenen, in denen er vom gejagten seiner Triebe zum Jäger wird, sind schauspielerisch sehr beeindruckend.
Punsha Mon, 29 Oct 2012 21:38:12 -0000
Antwort löschenDen sollten wir uns vor einem Jahr in der 12 im Ethikunterricht angucken, nur war an dem Tag eine Vertretungslehrerin da und die hat absolut peinlich gehandelt. Bei der Vergewaltigungs- und bei der Masturbationsszene hat sie den Film angehalten und vorgespult, obwohl zu dem Zeitpunkt alle mindestens 18 waren. Was für ein dämlicher, ignoranter Mensch...
Punsha Mon, 29 Oct 2012 21:38:44 -0000
Antwort löschenAchja, zu Ende gucken durften wir ihn auch nicht. Seitdem ist der bei mir noch zur Hälfte ungesehen.
Jenny von T Mon, 29 Oct 2012 21:45:43 -0000
Antwort löschen@ Wumz: Stimmt, Vogel wächst über sich hinaus. Das Beste am Film ist für mich allerdings die Abstinenz jeglichen Ansatzes von Moralisierung. Und dann ist dieses Unterfangen bei einem derart heiklen thematischen Aufhänger auch noch dermaßen gelungen.
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Wumz Mon, 29 Oct 2012 22:20:32 -0000
Antwort löschen@Punsha- Einen so guten Film vor mündigen Schülern zu zensieren ist schrecklich, da stellen sich mir die Nackenhaare auf.
@Jenny- Es ist ja praktisch ab der ersten Szene klar, um was für einen Menschen es hier geht, so kann im weiteren Verlauf auf jegliche Moralisierung verzichtet werden und sich ganz auf den Menschen hinter der Tat konzentriert werden. Und das ist wie gesagt sehr gut gelungen.
Markbln Tue, 30 Oct 2012 09:22:02 -0000
Antwort löschenHat die Lehrerin vielleicht die Klassenhöhe mit dem Schüleralter verwechselt, Punsha? Schrecklich, der Bevormundungszwang in Deutschland wird sich wohl nie ändern.
Ich finde DER FREIE WILLE sehr stark und hätte Jürgen Vogel vorher eine solche schweere Rolle nicht zugetraut.
lassiesinger Sun, 29 Jul 2012 10:45:54 -0000
Kommentar löschenIn Netties Weinen am Schluss des Films ist alles Leid unserer menschlichen Existenz verdichtet - trotz einzelner Längen ein grandioses Meisterwerk !
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HopeWithinChaos Sun, 03 Jun 2012 10:13:16 -0000
Kommentar löschenEin erigierter Penis macht noch keinen guten Film.
Es ist sehr schade. Die erste halbe Stunde fand ich sehr interessant. Danach ging mir die langatmige Inszenierung arg auf den Keks.
Die Handlungen, Dialoge und Interaktionen der Charaktere halte ich für unrealistisch und nicht nachvollziehbar.
Das Ende war ebenfalls sehr abstrus. Die letzte halbe Stunde hätte man sich am besten komplett gespart.
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StevieG Mon, 16 Apr 2012 16:24:06 -0000
Kommentar löschenDer beste Film, den ich nie wieder sehen möchte.
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Marcelinho Tue, 27 Mar 2012 12:18:36 -0000
Kommentar löschenSehr krasser Film, schon der Anfang wird vielen sauer aufstoßen und insgesamt hätte er etwas kürzer sein können, dafür spielt Jürgen Vogel brillant und ich muss zugeben ich habe den Film aufgrund der Thematik lange vor mir hergeschoben aber es lohnt sich auf jeden Fall.
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keinohrhase20 Tue, 14 Feb 2012 21:11:03 -0000
Kommentar löschenEine Kritik zu der Freie Wille ist insofern sinnlos da es kaum einen Film gibt den man als derart relativ werten muss wie diesen.
Ein Beispiel: Spannend, für die einen ja für die anderen nein, erträglich ? für die einen ja für andere nein...so könnte man ewig weiter fahren. Fest steht das der Film in erster Linie durch ein Schauspiel besticht welches einer Offenbarung gleich kommt und einen selbst nach 160 Minuten noch nicht auf die nerven geht. Oftmals ist es nur Jürgen Vogel zu verdanken das man weiter schaut da der Film teilweise wirklich schleppend vorwärts kommt.
Besonders in der zweiten Hälfte verhilft Sabine Timoteo dem Film zu neuem Esprit in dem sie mehr und mehr in der Rolle auf geht und bis zum Schluss auf Augenhöhe mit Vogel spielt der hier so gut und intensiv wie nie die Rolle des Pro- und Antagonisten in einer Person spielt. Leider ist das ganze für den Zuschauer in keiner weise auch nur annähernd unterhaltsam.
Lange Einstellungen, keine Musik, Überlänge, wacklige Kamera, rar gesäte Dialoge-der Film ist wie gesagt relativ, konsequent und unglaublich intensiv für die einen unsagbar langatmig und (infolge dessen?)abschreckend für die anderen . Am besten mal ausleihen.
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jurihu Sun, 27 Nov 2011 17:29:59 -0000
Kommentar löschensuper schauspiel! alle beide! sieht man zu selten, aber auch deswegen besonders.
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dadamo Sat, 17 Dec 2011 00:26:35 -0000
Antwort löschenviel zu viel von allem! zu viele rückfall-szenen und zu viel dramatik,die gar nicht in diese alltagskulisse passt .. macht den film langatmig. so!
jurihu Sat, 17 Dec 2011 11:58:08 -0000
Antwort löschen'so!'? dadamo, wollse kämpfen?
ich mein ja erstmal nur das schauspiel.
was das thema im film angeht, kann man ruhig das 'viele' zeigen, sollte man auch! zu viele rückfall-szenen? wie viele hat er denn gehabt, 7?
und dass die dramatik in der kulisse nicht passt, musst du mir erklären
marcus-wagenknecht Thu, 13 Oct 2011 15:52:36 -0000
Kommentar löschenSeltsam:
Der Film hatte alle Potenzen, um mir total zu missfallen.
Vielleicht genau deshalb gefiel er mir sehr gut.
Man mag einwenden: "zum Thema gibt es nicht viel zu sagen"
Nanu --> der Film bleit schweigtsam
Man meckert: "sowas muss man doch nicht zeigen"
Siehe da --> das Filmbild bleibt dunkel
Ich habe bei jedem einzelnen Brüller & Schluchzer mitgezittert.
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Real-Nela Tue, 11 Oct 2011 11:49:51 -0000
Kommentar löschenEs gibt meiner Meinung nach nur sehr wenige deutsche Filmproduktionen, die sehenswert sind. Meistens verliert man das Interesse schon beim Hören des Titels wie "Das Monster aus dem Bodensee" oder "Haialarm auf Malle" aber bei diesem Film ist alles anders, noch dazu ist er prima besetzt worden. Jürgen Vogel (ich liebe diesen Schauspieler) zeigt sich hier von einer ganz anderen Seite, die man abgrundtief hassen oder als als mitleidsvoll erleben kann. Er verkörpert Theo, einen Vergewaltiger, der nach einigen Jahren frei kommt und versuchen muss, sich zu resozialisieren und ein neues Leben inkl. Job zu beginnen. Nun trifft er ausgerechnet auf Nettie, einer erwachsenen Frau, die psychisch total von ihrem alleinerziehenden Vater abhängig ist. Die beiden verlieben sich, so scheint es. Der Film vermittelt eine krasse Botschaft, ist von Anfang bis Ende sehr ruhig und dennoch aufwühlend.
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manitu17 Wed, 04 May 2011 05:47:20 -0000
Kommentar löschen...und ab und an finde ich dann mal solch einen Film, der mich dazu bringt den Deutschen Film doch nicht restlos zu begraben.
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Der Boernd Tue, 11 Jan 2011 23:23:43 -0000
Kommentar löschenjürgen vogel zeigt, warum es "schaupielkunst" heißt. pflichtguckfilm.
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simvlacrvm Mon, 10 Jan 2011 06:46:23 -0000
Kommentar löschenOh ja, die armen Vergewaltiger. Die habens auch nicht leicht. Gefangen in ihrem Vergewaltigerdasein, sind sie gezwungen rumzuvergewaltigen. Und das machen sie dann auch ständig. Und dann weinen sie, weil sie ja eigentlich ganz liebe Menschen sind, die nur hin und wieder halt etwas rumvergewaltigen. Die armen, armen Vergewaltiger.
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Olilotron Sat, 16 Apr 2011 17:03:40 -0000
Antwort löschenDer Film kommt völlig ohne Sympathielenkung aus. Daher zielt deine Kritik meines Erachtens ins Leere. Ich denke, die Größe des Films besteht vor allem darin, dass auf ein immanentes Moralisieren komplett verzichtet wird.
Grüße.
simvlacrvm Sun, 08 May 2011 17:29:28 -0000
Antwort löschenUnd was soll mit der fehlenden Moral deiner Meinung nach ausgesagt werden?
Olilotron Mon, 09 May 2011 12:34:52 -0000
Antwort löschender film zeigt die komplexität einer psychischen pathologie einfach auf, nicht mehr. dass es nicht "gut" ist, zu vergewaltigen, muss er dem zuschauer nicht explizit sagen, weil die meisten leute das wissen, sofern sie älter sind als acht jahre.
simvlacrvm Mon, 29 Aug 2011 10:11:23 -0000
Antwort löschenEben, der Film sagt genau genommen aus, dass der arme Vergewaltiger total leidet, und die Frauen sind ja auch voll die Zicken (und haben das ja irgendwie verdient [parkplatz-szene]) und überhaupt und bla. Es ist eine einzige Relativierung.
ramondub Tue, 03 Jan 2012 22:25:11 -0000
Antwort löschenDer Film versucht nicht das Verhalten eines Vergewaltigers zu entschuldigen. Darüber wie und warum Theo zum Sextäter geworden ist erfährt man NICHTS.
Natürlich baut sich eine Grundsympathie mit Theo auf, die aus der Hoffnung entspringt, er würde sich bessern.
mogo Wed, 29 Feb 2012 02:26:07 -0000
Antwort löschenOh je, ein Fillm wagt es billiges schwarz-weiß, gut-böse Denken zu hinterfragen, die armen Zuschauer. Dass viele Vergewaltiger nun mal psychisch krank, und in ihrer Willensfreiheit folglich eingeschränkt sind, ist nun mal eine Tatsache, aber wenn einem das Suchen nach Ursachen und Gründen für menschliches Verhalten zu komplex ist, sollte man wohl einfach ein paar Michael Bay Filme gucken, wo es noch klar ist, wer die Guten sind, und wenn einem das nicht genügt, nach Amerika ziehen und dort als radikaler Republikaner die Todesstrafe für jeden Kriminellen fordern.
simvlacrvm Thu, 03 May 2012 23:47:21 -0000
Antwort löschenihr seid ja sowas von intellektuell mit eurer geheuchelten toleranz...
mogo Fri, 04 May 2012 10:33:18 -0000
Antwort löschenOb ich mit meiner geheuchelten Tolleranz intellektuell bin, weiß ich nicht. Du bist aber auf jeden Fall ziemlich lächerlich mit deiner wahrscheinlich ehrlichen Sturrheit auf Argumente einzugehen.
Toleranz würde heißen, dass man den Vergewaltiger vergewaltigen lässt. Will aber niemand. Zu gefährliche Menschen gehören hinter Gittern. Aber, und das ist das entscheidende, sie gehören nicht moralisch verurteilt. Es geht einfach darum, dass die Impuls Wut und Lust menschlich sind, womit ein Vergewaltiger sich immernoch im Spektrum (wenn auch weit außen) des menschlichen Verhatens bewegt, womit er immernoch die Menschenwürde hat, aufgrund derer er das Recht auf Empathie hat, und nur um die geht es in dem Film. Aber wenn dir das zu intellektuell ist, kannst du ja weiterhin Vergewaltiger als Untermenschen ansehen und noch ein paar Hexen verbrennen gehen. (Du musst aber aufpassen: heutzutage tarnen sie sich, indem sie sich ihre roten Haare färben lassen. Also fang am besten im Friseursalon an.)
simvlacrvm Wed, 30 May 2012 18:36:53 -0000
Antwort löschenNein, eben nicht, mogo. Ein Vergewaltiger besitzt eben keine Menschenwürde mehr, zumindest nicht in meinen Augen. Genau das ist es, weshalb ich dir vorwerfe, Toleranzgeblubber von dir zu geben. Er hat sich vom Menschen, der sich selbst als dem Tier überlegen sieht, auf ein Tier reduziert, dass sich selbst nicht unter Kontrolle hat. Und ein Tier wird eben auch wie ein Tier behandelt.
Markbln Mon, 02 Jul 2012 15:06:18 -0000
Antwort löschen"Ein Vergewaltiger besitzt eben keinen Mernschenwürde mehr" ist ein ziemlich irrer Satz.
lassiesinger Sun, 29 Jul 2012 14:58:47 -0000
Antwort löschenEs gibt Menschen, die möchten unsere menschliche Existenz verstehen und sich in andere Realitäten einfühlen und es gibt Menschen, die nur sich selbst sehen und sich nicht in andere Sichtweisen einfühlen möchten oder können - hat, glaube ich, mit emotionaler Intelligenz zu tun. Ich mag emotional intelligente Menschen.
simvlacrvm Thu, 02 Aug 2012 20:55:45 -0000
Antwort löschen1. "Emotionale Intelligenz" heisst "Empathie", du bildungsferner Unterschichtler.
2. KÖNNEN bedeutet nicht MÜSSEN.
3. Gibt es IMMER eine moralisch richtige Wahl. Und Vergewaltigung und Mord sind IMMER falsch. Demzufolge ist die Existenz des Vergewaltigers falsch. So simpel. Aber labert ruhig weiter euer Toleranzgeblubber.
lassiesinger Thu, 02 Aug 2012 21:11:34 -0000
Antwort löschenJe mehr man nachdenkt, sich interessiert und informiert, umso komplizierter, differenzierter und schwieriger wird es. Die Wissenschaft kann zwar längst nicht alles, aber immerhin ein bisschen was erklären.
Es wird ja niemand dazu gezwungen, sich zu informieren - aber diejenigen, die lieber ihr mittelalterliches Weltbild am Leben halten, anstatt sich mit den Erkenntnissen der Wissenschaft auseinanderzusetzen, werden trotzdem niemals mehr Recht haben als diejenigen die das tun.
simvlacrvm Fri, 03 Aug 2012 15:27:58 -0000
Antwort löschenWas laberst du für Dreck? Eben gings noch um Vergewaltiger, jetz sülzt du was von wissenschaftlichen Erkenntnissen? Komm mal klar.
lassiesinger Fri, 03 Aug 2012 16:49:34 -0000
Antwort löschenDie Psychologie ist eine Wissenschaft, die einiges darüber herausgefunden hat, warum Menschen bestimmte Dinge sagen oder tun, auch darüber, warum Menschen vergewaltigen oder andere töten. Ein interessantes Themengebiet. Ich finde es interessanter, mich damit zu beschäftigen, warum Dinge so sind wie sie sind, anstatt nur rumzupöbeln.
Alle 17 Antworten zeigen
simvlacrvm Fri, 03 Aug 2012 17:21:14 -0000
Antwort löschenJo, ist dein Ding, deine Meinung, dein Leben. Und da du ja so auf Toleranzgelaber stehst: Tolerier gefälligst meine Intoleranz, du Opfer.
lassiesinger Sat, 04 Aug 2012 06:49:31 -0000
Antwort löschenDu bekommst es hiermit schriftlich: Ich toleriere deine Intoleranz.
Im Übrigen hat sich in meiner Gegend die früher despektierlich gemeinte Anrede "Opfer" in den letzten Jahren bei den Jugendlichen zu einer besonders respektvollen Begrüssung gewandelt, im Sinne von "Hey, Opfer - was geht?". Ich interpretiere deinen Ausdruck mal im modernen Sinne und freu mich, dass wir nach unserer Diskussion letztendlich doch auf einen gemeinsamen Nenner gekommen sind.
Außerdem überlasse ich dir gerne das letzte Wort, ziehe mich hiermit zurück und widme mich anderen Dingen.
Panta.Rhei Thu, 30 Dec 2010 20:39:17 -0000
Kommentar löschenDas ist kein schöner Film um es kurz zu sagen, die Bewertung fällt sehr schwer, die Darsteller, die Kamera, die Kulissen,.. der Schnitt. Alles ist furchtbar.
Doch falls man sich auf der Strasse umsieht merkt man das so etwas uns allen passieren kann. Egal ob wir Krank werden, vergewaltigt, oder einfach nur jemanden anfangen zu lieben. Es zeigt das die Schuldfrage unwichtig in der liebe ist, letztlich kann man damit berge versetzen. Der stolz und die Scham sind es allerdings die uns kaputt machen und die liebe zwingen sich andere Ventile zu suchen.
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Synovia Sat, 03 Apr 2010 06:12:33 -0000
Kommentar löschenSehr bewegender Film... Die Geschichte eines Vergewaltigers mal anders. Für mich als Frau sehr aufwühlend. Täter und Opfer werden zwar klar deklariert, das Ende stimmt trotzdem nachdenklich (und brachte mich sehr zum Weinen, hätte ich nicht vermutet).
Tolle Bilder, eine brilliante, mutige Leistung von Jürgen Vogel, sehenswert!
(Das von Gewalt widerum Gewalt kommt ist klar, Kloszene hätte nicht sein müssen... War unverständlich und übertrieben)
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doc_flunder Wed, 10 Mar 2010 13:07:35 -0000
Kommentar löschenbis ca. 40 min. vor ende dachte ich: wow, krasser film... da haben die deutschen auch noch mal ein packendes drama auf die reihe bekommen. was dann allerdings folgt, spottet jeder beschreibung [spoiler!]: nettie, die freundin des wieder rückfällig gewordenen protagonisten macht auf unerklärliche weise ein früheres opfer ihres lovers ausfindig. die betreffende frau ist allerdings vom treffen mit nettie wenig entzückt und verprügelt diese nach ca. 5 min. minimalkommunikation (!) auf der toilette eines provinzcafes (!)... und anschließend penetriert sie sie mit einer klobürste (!)... nein, ich mache keine witze...
nettie (der man die nasszellenschändung nicht weiter anmerkt) geht nun nach berlin, läuft dem abgetauchten theo ewig lange hinterher... bla... bla... furchtbare längen im film... um schließlich seinem theatralischen, immer wieder auf die lange bank geschobenen selbstmord beizuwohnen... könnte hier noch stundenlang den film zerreissen, sage jetzt aber einfach nur mal: finger weg!!!
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mnn Wed, 31 Mar 2010 23:35:23 -0000
Antwort löschenjupp ähnlich ging es mir auch, das mit der vergewaltigung des ex-opfers fand ich dann auch ein bissel arg übertrieben
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waschoi Mon, 06 Sep 2010 18:03:03 -0000
Antwort löschenendlich jemand, der auch so denkt
r3sortiane Wed, 02 Jan 2013 11:32:06 -0000
Antwort löschenAuch wenn ich die Szene ähnlich "übertrieben" fand muss ich sagen, dass sie doch irgendwie ins Bild "Netties" passt. Ihr Verhalten ähnelt wiederum einer Art "Selbstbestrafung". Möglicherweise hat sie das Wissen um die gemeinsame zeit mit Theo und auch den Wunsch, ihn weiterhin lieben zu dürfen, einfach nicht ertragen können ohne dafür eine Bestrafung von den alten Geschädigten hinzunehmen. Sicherlich war diese krasse "Bestrafung" nicht bewusst erwartet, aber möglicherweise in anderer Form emotional notwendig. Das sie ein derart heftiges Verhalten auslöst hat sie sicher nicht gedacht, aber im Nachhinein hat es ihr vielleicht sogar eine Art "emnotionale Erleichterung" verschafft. In solchen Fällen ist es nicht selten, dass körperliches Leid weniger intensiv erlebt wird als seelisches. Das würde auch erklären, warum sie den Vorfall so "leicht" weggesteckt hat.
Zugegeben, die Szene ist heftig, und hätte für diesen Film nicht unbedingt sein müssen. Ich finde jedoch, jetzt wo sie da ist, dokumentiert sie auf anstrengende Weise auch die Schwere der psychischen Versehrtheit der weiblichen Protagonistin.