Der Freie Wille
Der Freie Wille (2006), DE Laufzeit 171 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 24.08.2006
20 Bewertungen
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663 Bewertungen
28 Kommentare
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von Matthias Glasner, mit Jürgen Vogel und Sabine Timoteo
Theo, ein Vergewaltiger, kommt nach 9 Jahren aus dem Maßregelvollzug. Seine Angst vor Frauen und die damit verbundene unerfüllte Sehnsucht machen sein Leben in der Normalität zu einem Martyrium. Nettie schafft es mit 27 Jahren endlich, sich von ihrem Vater zu lösen, der sie ihr ganzes Leben lang psychisch missbraucht hat. Theo und Nettie begegnen sich. Als sie anfangen, sich zu lieben, beginnt ihre gemeinsame Reise an die Grenzen des freien Willens.
Cast & Crew
-
Matthias Glasner
-
Jürgen Vogel
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Theo Stoer
-
Sabine Timoteo
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Nettie Engelbrecht
-
Manfred Zapatka
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Claus Engelbrecht
-
André Hennicke
-
Judith Engel
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Anja Schattschneider
-
Anna Brass
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Frau in den Dünen
Regie
Schauspieler
-
Anne-Kathrin Golinsky
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Kaufhausverkäuferin
-
Maya Bothe
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Frau im Hinterhof
-
Frank Wickermann
-
Anna de Carlo
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Kellnerin
-
Matthias Glasner
-
Judith Angerbauer
-
Jürgen Vogel
- Genre
- Psychodrama, Liebesfilm
- Handlung
- Ex-Häftling, Vergewaltigung, Verlieben, psychischer Missbrauch
- Stimmung
- Emotionen
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Der Freie Wille
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Kritiken (5) — Film: Der Freie Wille
Matthias Dell: Der Freitag Matthias Dell: Der Freitag
Kommentar löschen"Der freie Wille" ist ein pessimistischer Film, müde, spröde, leise. Musik bleibt auf die Momente reduziert, in denen sie in der Handlung gespielt wird. So ist "Der freie Wille" auch ein Film der Geräusche, genauer: der Atemgeräusche, jener Rhythmen der Erregung, in denen etwas sich des Menschen bemächtigt, das nicht seinem Willen unterliegt. Die Schreie, die Sabine Timoteo in der letzten Szene am Strand des rauschenden Meeres ausstößt und die in ihrer offenen Verzweiflung mit menschlichen Lauten nichts mehr gemein haben, wird man so schnell nicht vergessen.
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Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten
Kommentar löschenWenn es aber nur darum geht, einmal explizit und ausführlich zu zeigen, wie eine Vergewaltigung aus der Nähe aussieht und wie ein Triebtäter in Ausweglosigkeit versinkt, dann bleibt nach zweieinhalb Stunden ohne Denkanstoß kaum mehr übrig als blanker Voyeurismus. Und das schale Gefühl, unter dem Deckmantel des Experimentellen um kostbare Lebenszeit betrogen worden zu sein.
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Hausmeister: Nerdtalk.de
Kommentar löschenDas Thema Vergewaltigung ist in der (mir bekannten) Filmlandschaft entweder gar nicht existent oder nur ein “Nebenprodukt” einer anderen Handlung (Vergewaltigung durch Invasionstruppen im Krieg, z.B. in “Stalingrad”). Umso besser, dass dieser Film sich komplett dieses Themas annimmt und es in den alles beherrschenden Mittelpunkt stellt.
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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenDie Stärke von Glasners Inszenierung ist eine konsequente Bildsprache, ein distanzierter, unaufgeregter Blick, und auch die Nüchternheit, mit der der Film auf die Dinge schaut, die Zurückhaltung, mit der er der Versuchung nicht nachgibt, alles auszusprechen, und Schwarz-Weiß zu malen, sowie ihre Humanität. Glasner versteht es, uns einen Täter als Mensch näher zu bringen, ohne dessen Taten zu verniedlichen.
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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschenImmer wieder hält Glasner, wo andere beherzt weggeschnitten hätten, auf seine Figuren drauf, qualvoll lange, wie sie erschreckt innehalten, nicht weiter wissen. So kommt der Film auf seine zweieinhalb Stunden, die einem am Ende doch nicht lang werden.
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Kommentare (23) — Film: Der Freie Wille
Kommentar schreibenjurihu 2011/11/27 18:29:59
Kommentar löschensuper schauspiel! alle beide! sieht man zu selten, aber auch deswegen besonders.
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dadamo 2011/12/17 01:26:35
Antwort löschenviel zu viel von allem! zu viele rückfall-szenen und zu viel dramatik,die gar nicht in diese alltagskulisse passt .. macht den film langatmig. so!
jurihu 2011/12/17 12:58:08
Antwort löschen'so!'? dadamo, wollse kämpfen?
ich mein ja erstmal nur das schauspiel.
was das thema im film angeht, kann man ruhig das 'viele' zeigen, sollte man auch! zu viele rückfall-szenen? wie viele hat er denn gehabt, 7?
und dass die dramatik in der kulisse nicht passt, musst du mir erklären
marcus-wagenknecht 2011/10/13 17:52:36
Kommentar löschenSeltsam:
Der Film hatte alle Potenzen, um mir total zu missfallen.
Vielleicht genau deshalb gefiel er mir sehr gut.
Man mag einwenden: "zum Thema gibt es nicht viel zu sagen"
Nanu --> der Film bleit schweigtsam
Man meckert: "sowas muss man doch nicht zeigen"
Siehe da --> das Filmbild bleibt dunkel
Ich habe bei jedem einzelnen Brüller & Schluchzer mitgezittert.
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Real-Nela 2011/10/11 13:49:51
Kommentar löschenEs gibt meiner Meinung nach nur sehr wenige deutsche Filmproduktionen, die sehenswert sind. Meistens verliert man das Interesse schon beim Hören des Titels wie "Das Monster aus dem Bodensee" oder "Haialarm auf Malle" aber bei diesem Film ist alles anders, noch dazu ist er prima besetzt worden. Jürgen Vogel (ich liebe diesen Schauspieler) zeigt sich hier von einer ganz anderen Seite, die man abgrundtief hassen oder als als mitleidsvoll erleben kann. Er verkörpert Theo, einen Vergewaltiger, der nach einigen Jahren frei kommt und versuchen muss, sich zu resozialisieren und ein neues Leben inkl. Job zu beginnen. Nun trifft er ausgerechnet auf Nettie, einer erwachsenen Frau, die psychisch total von ihrem alleinerziehenden Vater abhängig ist. Die beiden verlieben sich, so scheint es. Der Film vermittelt eine krasse Botschaft, ist von Anfang bis Ende sehr ruhig und dennoch aufwühlend.
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manitu17 2011/05/04 07:47:20
Kommentar löschen...und ab und an finde ich dann mal solch einen Film, der mich dazu bringt den Deutschen Film doch nicht restlos zu begraben.
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Der Boernd 2011/01/12 00:23:43
Kommentar löschenjürgen vogel zeigt, warum es "schaupielkunst" heißt. pflichtguckfilm.
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simvlacrvm 2011/01/10 07:46:23
Kommentar löschenOh ja, die armen Vergewaltiger. Die habens auch nicht leicht. Gefangen in ihrem Vergewaltigerdasein, sind sie gezwungen rumzuvergewaltigen. Und das machen sie dann auch ständig. Und dann weinen sie, weil sie ja eigentlich ganz liebe Menschen sind, die nur hin und wieder halt etwas rumvergewaltigen. Die armen, armen Vergewaltiger.
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Olilotron 2011/04/16 19:03:40
Antwort löschenDer Film kommt völlig ohne Sympathielenkung aus. Daher zielt deine Kritik meines Erachtens ins Leere. Ich denke, die Größe des Films besteht vor allem darin, dass auf ein immanentes Moralisieren komplett verzichtet wird.
Grüße.
simvlacrvm 2011/05/08 19:29:28
Antwort löschenUnd was soll mit der fehlenden Moral deiner Meinung nach ausgesagt werden?
Olilotron 2011/05/09 14:34:52
Antwort löschender film zeigt die komplexität einer psychischen pathologie einfach auf, nicht mehr. dass es nicht "gut" ist, zu vergewaltigen, muss er dem zuschauer nicht explizit sagen, weil die meisten leute das wissen, sofern sie älter sind als acht jahre.
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simvlacrvm 2011/08/29 12:11:23
Antwort löschenEben, der Film sagt genau genommen aus, dass der arme Vergewaltiger total leidet, und die Frauen sind ja auch voll die Zicken (und haben das ja irgendwie verdient [parkplatz-szene]) und überhaupt und bla. Es ist eine einzige Relativierung.
ramondub 2012/01/03 23:25:11
Antwort löschenDer Film versucht nicht das Verhalten eines Vergewaltigers zu entschuldigen. Darüber wie und warum Theo zum Sextäter geworden ist erfährt man NICHTS.
Natürlich baut sich eine Grundsympathie mit Theo auf, die aus der Hoffnung entspringt, er würde sich bessern.
Panta.Rhei 2010/12/30 21:39:17
Kommentar löschenDas ist kein schöner Film um es kurz zu sagen, die Bewertung fällt sehr schwer, die Darsteller, die Kamera, die Kulissen,.. der Schnitt. Alles ist furchtbar.
Doch falls man sich auf der Strasse umsieht merkt man das so etwas uns allen passieren kann. Egal ob wir Krank werden, vergewaltigt, oder einfach nur jemanden anfangen zu lieben. Es zeigt das die Schuldfrage unwichtig in der liebe ist, letztlich kann man damit berge versetzen. Der stolz und die Scham sind es allerdings die uns kaputt machen und die liebe zwingen sich andere Ventile zu suchen.
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Synovia 2010/04/03 08:12:33
Kommentar löschenSehr bewegender Film... Die Geschichte eines Vergewaltigers mal anders. Für mich als Frau sehr aufwühlend. Täter und Opfer werden zwar klar deklariert, das Ende stimmt trotzdem nachdenklich (und brachte mich sehr zum Weinen, hätte ich nicht vermutet).
Tolle Bilder, eine brilliante, mutige Leistung von Jürgen Vogel, sehenswert!
(Das von Gewalt widerum Gewalt kommt ist klar, Kloszene hätte nicht sein müssen... War unverständlich und übertrieben)
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doc_flunder 2010/03/10 14:07:35
Kommentar löschenbis ca. 40 min. vor ende dachte ich: wow, krasser film... da haben die deutschen auch noch mal ein packendes drama auf die reihe bekommen. was dann allerdings folgt, spottet jeder beschreibung [spoiler!]: nettie, die freundin des wieder rückfällig gewordenen protagonisten macht auf unerklärliche weise ein früheres opfer ihres lovers ausfindig. die betreffende frau ist allerdings vom treffen mit nettie wenig entzückt und verprügelt diese nach ca. 5 min. minimalkommunikation (!) auf der toilette eines provinzcafes (!)... und anschließend penetriert sie sie mit einer klobürste (!)... nein, ich mache keine witze...
nettie (der man die nasszellenschändung nicht weiter anmerkt) geht nun nach berlin, läuft dem abgetauchten theo ewig lange hinterher... bla... bla... furchtbare längen im film... um schließlich seinem theatralischen, immer wieder auf die lange bank geschobenen selbstmord beizuwohnen... könnte hier noch stundenlang den film zerreissen, sage jetzt aber einfach nur mal: finger weg!!!
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mnn 2010/04/01 01:35:23
Antwort löschenjupp ähnlich ging es mir auch, das mit der vergewaltigung des ex-opfers fand ich dann auch ein bissel arg übertrieben
waschoi 2010/09/06 20:03:03
Antwort löschenendlich jemand, der auch so denkt
Kill_Diether 2009/12/04 14:30:04
Kommentar löschenAlles brilliant bis auf 2-3 kleine Längen,
bzw. unnötiges vielleicht.
Was mir an der Umsetztung besonders gefallen hat ist,
dass keine pseudo-soziologischen Erklärungen versucht
wurden. Kein vorgesetztes warum, wieso, weshalb;
sondern "ist es möglich?", "wie schwer ist es?",
"mit was vergleichbar?", u.s.w.
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spanky 2009/11/16 09:58:11
Kommentar löschenJürgen Vogel lässt die Kamera unfassbar nahe an sich heran. Oft meint man, er würde sie einfach so absorbieren. Und diese Kamera ist dabei so beklemmend real, dass man gerne mal auf 'ne Gameshow oder Sitcom umschalten möchte, nur um sich gewahr zu werden, dass dies nur ein Film ist.
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Fulsome. 2009/10/26 20:00:33
Kommentar löschenIch gebe zu, es fällt mir immer schwerer, je älter ich werde, mich glaubhaft und emotional in Protagonisten eines Filmes hineinversetzen zu können. Ob ich dafür einfach zu sehr abstumpfte, mich viele Themen einfach nichtmehr so ansprechen, kann ich nicht genau sagen, aber ich weiß, es ist so.
»Der Freie Wille« hat mich eines Besseren belehrt.
Die bewegende Geschichte um einen seelisch kranken Mann, seinen Kampf gegen sich selbst und die stetige Resignation mit sich und seinem Umfeld wurde so trastisch und realitätsnah in Szene gesetzt, dass es mir die Sprache verschlug.
J. Vogel ist ein wahnsinnig tiefsehender Schauspieler. Ihm und S. Timoteo, die ich mal ganz am Rande erwähnt für eine der hübschesten Schauspielerinnen im deutschen / schweizerischen Film halte, gelang es diesen Film zu einem wahren Deutschen Juwel zu machen, wofür ich sehr dankbar bin.
Ich empfehle diesen Film jedem, der sich nur im entferntesten für das Thema Interesse zeigt. Ihr werdet es nicht bereuen.
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janissl 2009/10/26 20:16:53
Antwort löschenSabine Timoteo finde ich auch super, ich weiß gar nicht warum man die nur so selten sieht!
Alle 3 Antworten zeigen
Haze 2009/10/26 23:54:05
Antwort löschenDann kann ich euch beiden nur "Ein Freund von Mir" nahelegen, ebenfalls mit Vogel und Timoteo.
Strikerth 2009/10/27 14:30:21
Antwort löschen@Haze schon gesehen ;) fand ihn gut nur irgendwie fand ich keinen Kontakt zu den beiden :( toll Martin ...einer Meinung nun fehlt nur noch Boy a
Strikerth 2009/09/28 02:58:24
Kommentar löschenKlaus Kinski in seiner wohl verstöhrendsten Rolle bevor er sich in Jürgen Vogel verwandelt.
Oft kommt man in diesem Film an den Punkt wo man nicht mehr weiter machen will. Jürgen Vogel zieht einen in seine einsame und doch zu gleich mehr als tragische Welt hinein. Ein Mensch der nicht will und es doch muss. Ein mehr als deprimierender Film bis hin zum Ende. So schafft er es doch dieses schwierige Thema ernst und glaubhaft rüberzubringen. Die Thematik ist aus dem täglichen Leben gegriffen und zeigt doch sehr die hässliche Fratze unserer Geselschaft. Frust, Wut, Angst und Verzweiflung werden im Verborgenen gehalten. Oft zeigt man dem anderen nicht seine längst kaputte Welt und stürzt dabei noch tiefer in die Selbstzerstöhrung. Das der eine mit dem anderen nicht redet spielt dabei eine tragende Rolle, so kann doch alleine nur der körperliche Kontakt nicht die Geborgenheit und die Veränderung der qualvollen Vergangenheit beheben. So schwindet schnell die neu gewonnene Kraft und es kommt zum Rückfall. Hierbei sind Gesthik und Mimik der Darsteller das wichtigste Mittel um dem Zuschauer die Situation rüberzubringen. Die Bildqualität lässt sehr zu wünsche übrig und kann alleine durch die sehr deutsche Kamerahaltung(Bewegungen) glänzen. Beide Hauptprodagonisten machen ihre Sache mehr als gut, doch leider sind die Nebendarsteller dabei nicht so erfolgreich. Hier fehlt oft die Glaubwürdigkeit mangels fehlenden Talentes, dass nagt teilweise sehr an der Story und kann das Niveau immer wieder kurz ankratzen. Aber dies tut das Resume nicht unbedingt schmälern, denn hier war Tiefe und der Mut zur Wahrheit was nicht jeder Film besitzt.
Klasse Produktion der ARD die endlich mal zeigt das unsere Steuergelder nicht ganz umsonst in die Hände der öffentlich Rechtlichen fließt.
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Olilotron 2009/07/02 18:44:24
Kommentar löschenenorm packendes psychodrama. sehr reduziert, sehr langsam, bisweilen drastisch und verstörend. das heikle thema wird von den darstellern glaubhaft und wertfrei transportiert. am besten finde ich die momente, in denen gar nichts passiert und die kamera sich auf jürgen vogels gesicht haftet. da verheißen die kleinsten zuckungen die tiefsten abgründe. ich finde diesen film rundheraus gelungen. manchmal habe ich mich gefragt, ob man nicht ein wenig raffen könnte, allerdings fügen sich die szenen zum finale hin wieder und es wird deutlich, dass keine überflüssig war. eine echte perle!
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BiGBeN87 2009/06/01 03:03:06
Kommentar löschenNur einen einzigen Schwenk und einen Kommentar gönnt "Der freie Wille" dem Sex im Alltag der Jahrtausendwende. Zwar wird auch wiederum nicht mit expliziten Szenen gegeizt, doch habe ich nicht den Eindruck, dass Partei ergriffen wird. - Auch wenn mehrmals Parteipolitik als Nebenmotiv erkennbar wird. "Der Freie Wille" ist da wie ein guter (Anti-)Kriegsfilm: Voraugenführend, aber damit zu beschäftigt, als sich an Sachlichkeiten aufzuhängen.
So betrachtet verheddert sich der Film ebenso, wie Theo in sich selbst; Beide finden in sich keine Lösung. Theo findet seinen Frieden nur im Tod und der Film leistet nicht mehr als einen stillen Appell an die Menschlichkeit. Vielleicht sind das aber schon zwei Aspekte, die es wert sind, mitzunehmen: Wenn andere sich abschotten Verletzlichkeit zu wagen und gerade bei Abscheulichkeiten den Menschen nicht aus dem Blick zu verlieren.
Dass dieser moderne Woyzeck auch inhaltlich aktuell ist, wie Büchners Fragment, versteht sich auch ohne Verweis auf KiPo und vdL.
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strangelet 2009/05/09 15:18:01
Kommentar löschenOkay, wie die meisten Filme, die für das arte-Publikum produziert werden, steigt "Der Freie Wille" in jede Szene etwa 2 bis vier Sekunden zu früh ein und erst etwa 10 Sekunden zu spät wieder aus; das gilt als Signal für Tiefgang und gibt dem "Rezipenten" Gelegenheit, zu "reflektieren". Und natürlich sagt kaum jemand irgendwann mal einen ganzen Satz, was auch ein beliebtes Stilmittel der Anspruchsfraktion ist. Erstaunlicherweise ist das aber gar nicht das Problem des Films, und der Regisseur genießt meine ehrliche Bewunderung dafür, dass er es geschafft hat, mich wenigstens eine halbe Stunde länger vor der Glotze zu halten, als es nötig gewesen wäre.
Das eigentliche Problem hier ist die Geschichte selbst und ihre moralischen Implikationen. Vergewaltiger sind also hilflose Gestalten, die auch nach jahrelanger Therapie ihre Triebhaftigkeit bestenfalls mühsam unter Kontrolle halten können? Ihre Krankheit geht einher mit einer Unfähigkeit zur zwischenmenschlichen Kommunikation, die einem normal entwickelten Menschen geradezu surreal erscheint? Wenn Ihr mühsam aufgebautes Vetrauen zur Umwelt ein wenig enttäuscht wird, besteht sofort die Gefahr, dass sie rückfällig werden? Die Opfer sind für den ganzen Rest ihres Lebens psychisch schwer geschädigt? Und vor allem: Sexualstraftäter sind ganz und gar unheilbar?
Das mag ja sogar alles so sein, aber es deckt sich leider in ganz erstaunlichem Maße mit den Vorurteilen der breiten Bevölkerung, und um die zu bestärken, muss man keinen Film drehen. Wenn man es doch tut, und wenn man obendrein noch absichtlich den Eindruck erweckt, man habe hier ein ernstzunehmendes, "realistisches" Werk geschaffen, dann ist das keine Kunst, sondern: faschistoide Propaganda.
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Redapple 2009/04/23 17:31:28
Kommentar löschenVielschichtiger, aufwühlender und ziemlich harter Film, der seiner Thematik allerdings gerecht wird. Mal kantig mal ganz ruhig gefilmt und ohne große Worte spielt Jürgen Vogel einfach unglaublich gut seine Rolle. Die, in den akustischen Vordergrund gerückten, Geräusche tragen ihr übriges zur unglaublich dichen und beklemmenden Atmosphäre bei. Bei den Vergewaltigungszenen wird dem Zuschauer nichts, aber auch garnichts, erspart. Ziemlich starker Tobak, das ganze.
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Stefan Ishii 2009/04/23 12:20:22
Kommentar löschenEin wirklich guter Film. Stellenweise sogar herausragend. Ich war begeistert von den "kleinen, detaillierten Alltagssequenzen", die mit sehr viel Sensibilität und Zurückhaltung ruhig und beobachtend aufgezeichnet wurden.
Auch wenn nicht viel gesprochen wird, weiss der Film zu fesseln. Dass "Der freie Wille" ca. 170 Minuten lang ist, fällt garnicht auf. Die ruhige Darstellung ist natürlich nur oberflächlich. Man spürt die innere Aufgewühltheit und Verwirrung.
Manche Szenen waren mir schon etwas zu viel. Aber ich kann verstehen, warum es sie gab. Sicherlich kein Film für Empfindliche.
Die Hauptdarsteller waren grossartig; Jürgen Vögel sowieso. Aber auch Sabine Timoteo hat mich sehr überzeugt. Sie ist für mich die Entdeckung in diesem Film.
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LB_FAN86 2008/04/26 00:11:32
Kommentar löschenEin schwieriges Thema hervorragend umgesetzt. Jürgen Vogel spielt fantastisch. Man nimmt ihm die Figur wirklich ab. Kein Lila-Laune-Film, sondern vielmehr ein Streifen, der die Geschichte eines Vergewaltigers ungeschönt und realistisch auf die Leinwand bringt.
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Dr.Hasenbein 2008/03/08 00:45:11
Kommentar löschenEin sehr intensiver Film mit einem wie immer fabelhaften Jürgen Vogel.Der Film erschreckt macht aber gleichzeitig traurig da man dem Hauptdarsteller doch ein ganz normales Leben wünscht!
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