Der freie Wille

Der freie Wille (2006), DE Laufzeit 171 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 24.08.2006

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7.0
Kritiker
21 Bewertungen
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7.4
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858 Bewertungen
40 Kommentare
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von Matthias Glasner, mit Jürgen Vogel und Sabine Timoteo

Theo, ein Vergewaltiger, kommt nach 9 Jahren aus dem Maßregelvollzug. Seine Angst vor Frauen und die damit verbundene unerfüllte Sehnsucht machen sein Leben in der Normalität zu einem Martyrium. Nettie schafft es mit 27 Jahren endlich, sich von ihrem Vater zu lösen, der sie ihr ganzes Leben lang psychisch missbraucht hat. Theo und Nettie begegnen sich. Als sie anfangen, sich zu lieben, beginnt ihre gemeinsame Reise an die Grenzen des freien Willens.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (6) — Film: Der freie Wille

SoulReaver: CinemaForever

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8.0Ausgezeichnet

[...] Matthias Glasner verzichtet in „Der freie Wille“ vollständig auf die engstirnigen Schwarz-Weiß-Kleistereien und hüllt die Geschichte um Theo (Subtil und hervorragend: Jürgen Vogel) in einen frostigen Mantel des zwischenmenschlichen Determinismus. Jeder Anklage der Verhaltensweisen der Figuren wird entflohen; der Zuschauer beobachtet und darf seine eigene Meinung bilden wie Entscheidungen treffen. Ein Ausbuchstabieren von Ursachen ist so überflüssig wie hinderlich. Daher wird auch deutlich, dass „Der freie Wille“ kein analysierendes Psychogramm sein möchte, er zieht den Zuschauer hingegen in die Welt eines kranken Mannes, der seinem Wunsch nach resozialisierter Freiheit zunehmend unterliegt und schlussendlich an die Grenzen des titelgebenden Willens stößt. [...]

Kritik im Original 26 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

Absurda.

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@Punsha:
Unter anderem deswegen fange ich an, die Schule zu verabscheuen -_-


SoulReaver

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@frantic Vielen Dank! Schau ihn dir bitte schnell an. Ich weiß, 170 Minuten sind auf den ersten Blick abschreckend, aber es lohnt sich. Bin mir sicher, dass er dir ähnlich gut gefallen wird.
@Punsha Ist ja ekelhaft. Hast du keine Möglichkeit gehabt, deinem normalen Lehrer darum zu bitten, dir den Film mal auszuleihen?
@Velly Fänks!


Matthias Dell: Der Freitag Matthias Dell: Der Freitag

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7.0Sehenswert

"Der freie Wille" ist ein pessimistischer Film, müde, spröde, leise. Musik bleibt auf die Momente reduziert, in denen sie in der Handlung gespielt wird. So ist "Der freie Wille" auch ein Film der Geräusche, genauer: der Atemgeräusche, jener Rhythmen der Erregung, in denen etwas sich des Menschen bemächtigt, das nicht seinem Willen unterliegt. Die Schreie, die Sabine Timoteo in der letzten Szene am Strand des rauschenden Meeres ausstößt und die in ihrer offenen Verzweiflung mit menschlichen Lauten nichts mehr gemein haben, wird man so schnell nicht vergessen.

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Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten

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4.0Uninteressant

Wenn es aber nur darum geht, einmal explizit und ausführlich zu zeigen, wie eine Vergewaltigung aus der Nähe aussieht und wie ein Triebtäter in Ausweglosigkeit versinkt, dann bleibt nach zweieinhalb Stunden ohne Denkanstoß kaum mehr übrig als blanker Voyeurismus. Und das schale Gefühl, unter dem Deckmantel des Experimentellen um kostbare Lebenszeit betrogen worden zu sein.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Hausmeister: Nerdtalk.de

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9.5Herausragend

Das Thema Vergewaltigung ist in der (mir bekannten) Filmlandschaft entweder gar nicht existent oder nur ein “Nebenprodukt” einer anderen Handlung (Vergewaltigung durch Invasionstruppen im Krieg, z.B. in “Stalingrad”). Umso besser, dass dieser Film sich komplett dieses Themas annimmt und es in den alles beherrschenden Mittelpunkt stellt.

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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8.0Ausgezeichnet

Die Stärke von Glasners Inszenierung ist eine konsequente Bildsprache, ein distanzierter, unaufgeregter Blick, und auch die Nüchternheit, mit der der Film auf die Dinge schaut, die Zurückhaltung, mit der er der Versuchung nicht nachgibt, alles auszusprechen, und Schwarz-Weiß zu malen, sowie ihre Humanität. Glasner versteht es, uns einen Täter als Mensch näher zu bringen, ohne dessen Taten zu verniedlichen.

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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost

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6.0Ganz gut

Immer wieder hält Glasner, wo andere beherzt weggeschnitten hätten, auf seine Figuren drauf, qualvoll lange, wie sie erschreckt innehalten, nicht weiter wissen. So kommt der Film auf seine zweieinhalb Stunden, die einem am Ende doch nicht lang werden.

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Kommentare (34) — Film: Der freie Wille


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eisbaerdios

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Bewertung4.5Uninteressant

Konnte mich nach einer Stunde aus verschiedenen Gründen nicht packen. Vorwiegend die unnötig langatmige Erzählweise und fehlende Glaubwürdigkeit.
Und diese nervige Kamera. Immer extrem nah und dadurch ziemlich manipulativ in meinen Augen. Ein subtileres Kamerakonzept wäre zu wünschen gewesen.

Bin aber auch froh mir den "Epos" nichts bis zum Ende angeschaut zu haben. Ich denke das hätte es für mich nicht besser gemacht (Hab auf Wikipedia geschaut, was noch gekommen wäre). Im Gegenteil.

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Big T.

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein sehr packender und ergreifender Film.
Jürgen Vogel und vorallem Sabine Timoteo machen ihren Job hervorragend.

Man weißt nicht ob man mit Theo Mitleid, Verachtung oder sonst was empfinden soll aber man empfindet aufjedenfall was bei der Figur genau wie bei der von Frau Timoteo gespielten Nattie. Zwei gequälte Seelen auf der Suche nach normalität die einen nach fast 3 Stunden mit einem flauen und traurigen Gefühl in der Magengegend zurücklassen.

"Der freie Wille" ist ein weiterer Beweis das der deutsche Film großartig ist und man ihn nicht auf 08/15 Hypekinozeugs reduzieren sollte.

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rademacher.martin

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Die Leistung der Schauspieler war großartig!
Zum Thema des Films und der Umsetzung sollte sich jeder selbst seine Gedanken machen und ein Urteil fällen.

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r3sortiane

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Bewertung9.5Herausragend

INHALTLICHER ANSATZ:
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Theo Stoer (Jürgen Vogel), ein im Massregelvollzug therapierter Sexualstraftäter, versucht sich nach über neun Jahren wieder in die Gesellschaft zu resozialisieren. Das alte Problem wird mehr und mehr zur erneuten Herausforderung. Nettie Engelbrecht (Sabine Timoteo) versucht sich von ihrem Vater zu emanzipieren, der die Vater-Tochter-Bindung über Jahrzehnte hinweg zur Kompensation seiner eigenen psychischen Labilität ausgenutzt und sie damit emotional intensiv beschädigt hat. Die beiden Protagonisten, beide in ihrer Vertrauens- und Bindungsfähigkeit noch äußerst verletzlich, treffen aufeinander und nähern sich einander vorsichtig an.
VORWORTE:
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Zu allererst möchte ich klarstellen, dass "Der freie Wille" für mich nur auf den ersten Blick ein Film über einen "Vergewaltiger" war. Vielmehr handelt es sich dabei um die komplexe Darstellung psychischer Verletzung und der Versuche, trotz der persönlichen schweren seelischen Narben im alltäglichen Leben Fuß zu fassen. Um die Qualität des Films in seiner Gänze zu erleben ist es wohl notwendig, sich von dem polarisierenden Thema der sexualisierten Gewalt und der fortwährenden Verurteilung dieses "abscheulichen Vergewaltigers" zu lösen und eine offenere, hintergründigere Perspektive einzunehmen. "Der freie Wille" versucht, einem dies zu ermöglichen, ohne dabei jedoch die Abscheulichkeit und die gravierenden Konsequenzen der Taten dieses Mannes zu beschönigen oder auszusparen - ganz im Gegenteil. Und trotz allem Abscheu und Greuel den Theo Stoer in einem auszulösen vermag, ermöglicht uns "Der freie Wille" doch auch einen Blick auf den schwer gestraften und hilflosen Menschen hinter dem großen Thema der "Vergewaltigung". Natürlich schießen einem als Zuschauer immer wieder generalisierende Gedanken durch den Kopf ("Nützt der Massregelvollzug überhaupt etwas - sind Sexualstraftäter resozialisierbar?") aber ich denke, diese sind an dieser Stelle (wie auch sonst zumeist) völlig fehl am Platz. Hier geht es einzig und allein um das Schicksal ZWEIER individueller Menschen, nicht um DEN stellvertretenden "Vergewaltiger" oder DIE "Borderlinerin".
EINSCHÄTZUNG:
=============
"Der freie Wille" ist ein stellenweise zu 100 % expliziter Film, der sowohl schöne als auch abscheuliche Momente auf intensivste Weise darzustellen weiß. Er beschränkt sich ausschließlich darauf, Geschehnisse und Interaktionen zu zeigen - bewertet, verurteilt und beeinflusst dabei zu keiner Zeit. Das was gezeigt wird jedoch, ist weitestgehend hervorragend ausgewählt. Nicht selten wissen die dargestellten Szenen mit all ihren minimalistischen Nuancen weit mehr zu erzählen als noch so viele oberflächliche Dialoge. Auch gibt es keine stimmungskreierende oder lenkende Filmmusik. Der Beobachter wird in der Wirkung ganz sich und seinen eigenen Eindrücken überlassen. Es handelt sich um einen sehr langen und ausführlichen Film, der in vielen Passagen auch auf alltägliche oder scheinbar unbedeutende Abläufe Bezug nimmt. Nachts um 2 Uhr gab es dann doch einige Phasen, in denen ich mir ein wenig mehr Beschränktheit und Kürze gewünscht hätte, jedoch würde ich für diesen müden Wunsch auch nicht auf nur einen einzelnen mitreißenden Moment verzichten wollen. Ich weiß nicht, ob eine kürzerere Version eine ebenso intensive Bindung zu den beiden Protagonisten ermöglicht hätte. Die zweite Hauptperson Nettie wird vergleichsweise spät hinzugezogen, verleiht dem Film meiner Ansicht nach aber erst diejenige Vielfalt, Differenziertheit und Tiefe, die ihn zum absoluten Spitzenfilm macht. Was sich am Anfang noch als thematisch eindimensionaler Film über die interne und externe Resozialisierung eines Sexualstraftäters darstellt wird durch die zweite Hauptperson zu einer nachhaltig zermürbenden Geschichte über die authentisch ambivalente, hin- und hergerissene, verzweifelt mutige und immerwährend zwiegespaltene Gratwanderung zweier strauchelnder Seelen auf der Suche nach Stabilität, Sicherheit und Geborgenheit. Vogel und Timoteo spielen absolut ausgezeichnet - insbesondere Nettie ist unheimlich authentisch und mitreißend dargestellt - eine so realistische Darstellung psychopathologischen Erlebens und Fühlens habe ich in Filmen bisher selten gesehen. Alles in allem ein aufzehrender, erschütternder aber vor allem ausgezeichnet authentischer Film, der dem Zuschauer auf empathische Art und Weise den so wichtigen Perspektivenwandel ermöglicht, den es braucht, um hinter die Fassade menschlicher Abscheulichkeiten zu sehen.

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uncut123

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Bewertung7.5Sehenswert

für ein deutschen film diese lauflänge kenn ich sonst nur von 2teilern in fernsehn...g
der film war erschreckend gut gemacht..schauspielerisch war keine figur am verblassen..und das ende war so verstörend hatte ich zuletzt bei the bunny games

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Wumz

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein nüchterner Blick auf einen Menschen, der am Abgrund entlang geht. Die Abwesenheit von Filmmusik, der Verzicht auf aufwendige Kamerafahrten und sonstige technische Verschönerungen sind die Essenz des Films, denn so taucht der Zuschauer um einiges intensiver in das trostlose Leben von Theo ein. "Der freie Wille" ist kein Psychogramm eines Triebtäters und auch keine Kritik an der Gesellschaft, in der er aufwächst. Es ist die Geschichte von Theos Kampf für ein normales Leben gegen seine inneren Dämonen. Aua das tat weh.

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Wumz

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@Punsha- Einen so guten Film vor mündigen Schülern zu zensieren ist schrecklich, da stellen sich mir die Nackenhaare auf.
@Jenny- Es ist ja praktisch ab der ersten Szene klar, um was für einen Menschen es hier geht, so kann im weiteren Verlauf auf jegliche Moralisierung verzichtet werden und sich ganz auf den Menschen hinter der Tat konzentriert werden. Und das ist wie gesagt sehr gut gelungen.


Markbln

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Hat die Lehrerin vielleicht die Klassenhöhe mit dem Schüleralter verwechselt, Punsha? Schrecklich, der Bevormundungszwang in Deutschland wird sich wohl nie ändern.

Ich finde DER FREIE WILLE sehr stark und hätte Jürgen Vogel vorher eine solche schweere Rolle nicht zugetraut.


lassiesinger

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

In Netties Weinen am Schluss des Films ist alles Leid unserer menschlichen Existenz verdichtet - trotz einzelner Längen ein grandioses Meisterwerk !

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HopeWithinChaos

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Bewertung5.0Geht so

Ein erigierter Penis macht noch keinen guten Film.
Es ist sehr schade. Die erste halbe Stunde fand ich sehr interessant. Danach ging mir die langatmige Inszenierung arg auf den Keks.
Die Handlungen, Dialoge und Interaktionen der Charaktere halte ich für unrealistisch und nicht nachvollziehbar.
Das Ende war ebenfalls sehr abstrus. Die letzte halbe Stunde hätte man sich am besten komplett gespart.

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StevieG

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Bewertung7.5Sehenswert

Der beste Film, den ich nie wieder sehen möchte.

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Marcelinho

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sehr krasser Film, schon der Anfang wird vielen sauer aufstoßen und insgesamt hätte er etwas kürzer sein können, dafür spielt Jürgen Vogel brillant und ich muss zugeben ich habe den Film aufgrund der Thematik lange vor mir hergeschoben aber es lohnt sich auf jeden Fall.

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keinohrhase20

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Bewertung7.5Sehenswert

Eine Kritik zu der Freie Wille ist insofern sinnlos da es kaum einen Film gibt den man als derart relativ werten muss wie diesen.
Ein Beispiel: Spannend, für die einen ja für die anderen nein, erträglich ? für die einen ja für andere nein...so könnte man ewig weiter fahren. Fest steht das der Film in erster Linie durch ein Schauspiel besticht welches einer Offenbarung gleich kommt und einen selbst nach 160 Minuten noch nicht auf die nerven geht. Oftmals ist es nur Jürgen Vogel zu verdanken das man weiter schaut da der Film teilweise wirklich schleppend vorwärts kommt.
Besonders in der zweiten Hälfte verhilft Sabine Timoteo dem Film zu neuem Esprit in dem sie mehr und mehr in der Rolle auf geht und bis zum Schluss auf Augenhöhe mit Vogel spielt der hier so gut und intensiv wie nie die Rolle des Pro- und Antagonisten in einer Person spielt. Leider ist das ganze für den Zuschauer in keiner weise auch nur annähernd unterhaltsam.
Lange Einstellungen, keine Musik, Überlänge, wacklige Kamera, rar gesäte Dialoge-der Film ist wie gesagt relativ, konsequent und unglaublich intensiv für die einen unsagbar langatmig und (infolge dessen?)abschreckend für die anderen . Am besten mal ausleihen.

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jurihu

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Bewertung7.5Sehenswert

super schauspiel! alle beide! sieht man zu selten, aber auch deswegen besonders.

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dadamo

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viel zu viel von allem! zu viele rückfall-szenen und zu viel dramatik,die gar nicht in diese alltagskulisse passt .. macht den film langatmig. so!


jurihu

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'so!'? dadamo, wollse kämpfen?
ich mein ja erstmal nur das schauspiel.
was das thema im film angeht, kann man ruhig das 'viele' zeigen, sollte man auch! zu viele rückfall-szenen? wie viele hat er denn gehabt, 7?
und dass die dramatik in der kulisse nicht passt, musst du mir erklären


marcus-wagenknecht

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Bewertung9.0Herausragend

Seltsam:
Der Film hatte alle Potenzen, um mir total zu missfallen.
Vielleicht genau deshalb gefiel er mir sehr gut.
Man mag einwenden: "zum Thema gibt es nicht viel zu sagen"
Nanu --> der Film bleit schweigtsam
Man meckert: "sowas muss man doch nicht zeigen"
Siehe da --> das Filmbild bleibt dunkel

Ich habe bei jedem einzelnen Brüller & Schluchzer mitgezittert.

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Real-Nela

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Es gibt meiner Meinung nach nur sehr wenige deutsche Filmproduktionen, die sehenswert sind. Meistens verliert man das Interesse schon beim Hören des Titels wie "Das Monster aus dem Bodensee" oder "Haialarm auf Malle" aber bei diesem Film ist alles anders, noch dazu ist er prima besetzt worden. Jürgen Vogel (ich liebe diesen Schauspieler) zeigt sich hier von einer ganz anderen Seite, die man abgrundtief hassen oder als als mitleidsvoll erleben kann. Er verkörpert Theo, einen Vergewaltiger, der nach einigen Jahren frei kommt und versuchen muss, sich zu resozialisieren und ein neues Leben inkl. Job zu beginnen. Nun trifft er ausgerechnet auf Nettie, einer erwachsenen Frau, die psychisch total von ihrem alleinerziehenden Vater abhängig ist. Die beiden verlieben sich, so scheint es. Der Film vermittelt eine krasse Botschaft, ist von Anfang bis Ende sehr ruhig und dennoch aufwühlend.

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manitu17

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Bewertung7.0Sehenswert

...und ab und an finde ich dann mal solch einen Film, der mich dazu bringt den Deutschen Film doch nicht restlos zu begraben.

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Der Boernd

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Bewertung9.0Herausragend

jürgen vogel zeigt, warum es "schaupielkunst" heißt. pflichtguckfilm.

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simvlacrvm

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Bewertung0.0Hassfilm

Oh ja, die armen Vergewaltiger. Die habens auch nicht leicht. Gefangen in ihrem Vergewaltigerdasein, sind sie gezwungen rumzuvergewaltigen. Und das machen sie dann auch ständig. Und dann weinen sie, weil sie ja eigentlich ganz liebe Menschen sind, die nur hin und wieder halt etwas rumvergewaltigen. Die armen, armen Vergewaltiger.

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simvlacrvm

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Jo, ist dein Ding, deine Meinung, dein Leben. Und da du ja so auf Toleranzgelaber stehst: Tolerier gefälligst meine Intoleranz, du Opfer.


lassiesinger

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Du bekommst es hiermit schriftlich: Ich toleriere deine Intoleranz.

Im Übrigen hat sich in meiner Gegend die früher despektierlich gemeinte Anrede "Opfer" in den letzten Jahren bei den Jugendlichen zu einer besonders respektvollen Begrüssung gewandelt, im Sinne von "Hey, Opfer - was geht?". Ich interpretiere deinen Ausdruck mal im modernen Sinne und freu mich, dass wir nach unserer Diskussion letztendlich doch auf einen gemeinsamen Nenner gekommen sind.

Außerdem überlasse ich dir gerne das letzte Wort, ziehe mich hiermit zurück und widme mich anderen Dingen.


Panta.Rhei

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Das ist kein schöner Film um es kurz zu sagen, die Bewertung fällt sehr schwer, die Darsteller, die Kamera, die Kulissen,.. der Schnitt. Alles ist furchtbar.

Doch falls man sich auf der Strasse umsieht merkt man das so etwas uns allen passieren kann. Egal ob wir Krank werden, vergewaltigt, oder einfach nur jemanden anfangen zu lieben. Es zeigt das die Schuldfrage unwichtig in der liebe ist, letztlich kann man damit berge versetzen. Der stolz und die Scham sind es allerdings die uns kaputt machen und die liebe zwingen sich andere Ventile zu suchen.

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Synovia

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sehr bewegender Film... Die Geschichte eines Vergewaltigers mal anders. Für mich als Frau sehr aufwühlend. Täter und Opfer werden zwar klar deklariert, das Ende stimmt trotzdem nachdenklich (und brachte mich sehr zum Weinen, hätte ich nicht vermutet).
Tolle Bilder, eine brilliante, mutige Leistung von Jürgen Vogel, sehenswert!
(Das von Gewalt widerum Gewalt kommt ist klar, Kloszene hätte nicht sein müssen... War unverständlich und übertrieben)

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doc_flunder

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Bewertung2.5Ärgerlich

bis ca. 40 min. vor ende dachte ich: wow, krasser film... da haben die deutschen auch noch mal ein packendes drama auf die reihe bekommen. was dann allerdings folgt, spottet jeder beschreibung [spoiler!]: nettie, die freundin des wieder rückfällig gewordenen protagonisten macht auf unerklärliche weise ein früheres opfer ihres lovers ausfindig. die betreffende frau ist allerdings vom treffen mit nettie wenig entzückt und verprügelt diese nach ca. 5 min. minimalkommunikation (!) auf der toilette eines provinzcafes (!)... und anschließend penetriert sie sie mit einer klobürste (!)... nein, ich mache keine witze...
nettie (der man die nasszellenschändung nicht weiter anmerkt) geht nun nach berlin, läuft dem abgetauchten theo ewig lange hinterher... bla... bla... furchtbare längen im film... um schließlich seinem theatralischen, immer wieder auf die lange bank geschobenen selbstmord beizuwohnen... könnte hier noch stundenlang den film zerreissen, sage jetzt aber einfach nur mal: finger weg!!!

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waschoi

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endlich jemand, der auch so denkt


r3sortiane

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Auch wenn ich die Szene ähnlich "übertrieben" fand muss ich sagen, dass sie doch irgendwie ins Bild "Netties" passt. Ihr Verhalten ähnelt wiederum einer Art "Selbstbestrafung". Möglicherweise hat sie das Wissen um die gemeinsame zeit mit Theo und auch den Wunsch, ihn weiterhin lieben zu dürfen, einfach nicht ertragen können ohne dafür eine Bestrafung von den alten Geschädigten hinzunehmen. Sicherlich war diese krasse "Bestrafung" nicht bewusst erwartet, aber möglicherweise in anderer Form emotional notwendig. Das sie ein derart heftiges Verhalten auslöst hat sie sicher nicht gedacht, aber im Nachhinein hat es ihr vielleicht sogar eine Art "emnotionale Erleichterung" verschafft. In solchen Fällen ist es nicht selten, dass körperliches Leid weniger intensiv erlebt wird als seelisches. Das würde auch erklären, warum sie den Vorfall so "leicht" weggesteckt hat.
Zugegeben, die Szene ist heftig, und hätte für diesen Film nicht unbedingt sein müssen. Ich finde jedoch, jetzt wo sie da ist, dokumentiert sie auf anstrengende Weise auch die Schwere der psychischen Versehrtheit der weiblichen Protagonistin.



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