Das vorhandene Potential fand leider nur unzureichend Verwendung, da die kritischen Untertöne der Buchvorlage gar gänzlich unter den Tisch gekehrt wurden. So bleibt ein austauschbarer Fantasy-Streifen von der Stange, der Buchunkundigen zu allem Überfluss dank Szenenvertauschung auch noch ein halbgares Happy-End vorgaukelt, das es so in dieser Form eigentlich gar nicht geben dürfte.
[...] Nach einem vielversprechenden Anfang stellt sich heraus, dass sich in „Der Goldene Kompass“ zu viele unausgegorene Komponenten versammeln, um eine stimmige Geschichte zu erzählen, sodass die grandiosen, oscarprämierten Effekte letztendlich das einzige wirklich sehenswerte an dem Film sind. Die damals erst 13jährige Dakota Richards erweist sich in ihrer Hauptrolle als großartige Debütantin und kann es durchaus mit ihrer noch bekannteren Namensfetterin aufnehmen. [...]
Fest steht, daß der Film von New Line unter Erfolgsdruck als neuer “Lord of the Rings” konzipiert, einen gewissen Biss vermissen lässt, den die Vorlage durchaus hat. Was nicht heißt, daß er für sich genommen ganz schick anzusehen ist und mit Frau Kidmann, Herrn Craig und vor allem der frech-forschen Dakota Blue Richards eine wirklich attraktive Besetzung aufweist, die auch über die Stellen hinweghilft, in denen dramaturgisch allzusehr gehudelt wird. Vieles überstürzt sich, viele episoden wirken, auch wenn man die Bücher nicht kennt, sehr eingedampft und insgesamt schleicht sich immer wieder eine etwas gehetzte Grundstimmung ein, der ein Mangel an Erklärung und emotionaler Tiefe gegenübersteht.
Andererseits überrascht der Film auch immer wieder positiv, durch einen Mut zur Härte, der in einem “Kinderfilm” als den das Ganze ja verkauft wird, ungewöhnlich erscheint. Der Bodyount ist nicht grade gering, der Kampf der Eisbären durchaus brutal und auch die Schlußschlacht weit entfernt vom zahmen Schwertgefuchtel aus Narnia. Schwierig bleibt jedoch, das recht Abstrakte Konzept des Staubs, des Dust das versucht wird mit einigen Einschüben und vielen Animationen zu erklären. Was sich im Buch langsam entfaltet, muß im Film sofort verstanden werden und da sich letztlich alles um den Staub dreht, is es essenziell, daß die Zuschauer verstehen warum überhaupt soviel Gewese darum gemacht wird. Zusammen mit der stark religiös geprägten Einstellung der Bösewichte, hat es der Film oft schwer die tatsächliche Tragweite des “Staubs” zu vermitteln und warum er so wichtig ist. Nicht zu seinem Nachteil bleibt am Ende ein Gefühl nur halb gesättigt zu sein und eigentlich nur ein Fragment einer vielschichtigeren Story bekommen zu haben, vor allem wenn man weiß, das es keinesfalls sicher ist ob die Fortsetzungen das Licht der Leinwand erblicken.
Um eine Fortsetzung sieht's ja tatsächlich eher düster aus, wodurch dieses Gefühl der Unfertigkeit, was die Tragweite des Stoffes angeht, am Ende schon etwas bitter zu schlucken war. Davon abgesehen war mir das ganze Geschehen einfach "zu weit weg", als betrachte man den Film durch ein verkehrtrum gehaltenes Fernglas, dabei hätte es wohl eher ein Mikroskop gebraucht, um die Vorlage nachvollziehbarer und mitreißender zu erzählen. Ob 'ne Fortsetzung das überhaupt noch hätte gerade biegen können...?
Bei dieser Anhäufung von Stars ist es nicht weiter verwunderlich, dass die einzelnen Figuren in diesem knapp zweistündigen Epos nicht viel Raum auf der Leinwand erhalten, zumal die Figur des Mädchens im Zentrum steht. Die Jungschauspielerin Dakota Blue Richards ist ihrer Aufgabe als Identifikationsfigur zum Glück mehr als gewachsen.
Der Film ist leider eine bittere Enttäuschung. Der kommerzielle Erfolg resultierte nur aus der damaligen gigantischen Marketingkampagne. Die Schauspieler wirken unterfordert. Die Story wirkt lustlos runtergespult. Ein Eintauchen in diese Fantasywelt funktioniert nicht.
Da wo LotR den Zuschauer mit auf eine wahnsinnige Reise genommen hat, läßt der goldene Kompass den Zuschauer unberührt zurück.
“Der Goldene Kompass” schafft es, aus einem Buch, das für Kinder meines Erachtens nach nur bedingt geeignet ist, einen relativ kindertauglichen Fantasy-Film zu machen, der die Grundstory behält, visuell atemberaubend aufarbeitet und die in der Vorlage vorhandenen “Grausamkeiten” dezent entschärft. Kenner des Buches fühlen sich sofort zu Hause und wissen ja eh, worums geht. Zuschauer, die das Buch nicht kennen, dürfen gerne einen Punkt abziehen - sie werden vielleicht einige Schwierigkeiten haben, das ein oder andere zu verstehen.
Das Fantasygenre wurde für große Epen geboren. Hier kann man sich austoben, hier lassen sich neue Welten erschaffen. Eigene Strukturen, eigene Richtlinien und doch meist sehr viel Vertrautes. Durch die Kraft der Phantasie ermöglichen sich Abenteuer ungeahnten Ausmaßes. Michael Ende schickte Bastian Balthasar Bux und mit ihm die Leser auf eine unendliche Geschichte ins sprichwörtliche Fantasien. Ungeachtet der Tatsache, dass Ende ein Buch verfasste, welches in einer Kinotrilogie mündete, verfügen einige verfasste Epen über eine Trilogie. Die bekannteste und beliebteste unter ihnen ist sicherlich J.R.R. Tolkiens The Lord of the Rings. In seiner Trilogie – die ironischerweise nie als solche verfasst wurde – erschuf Tolkien nicht nur mit Mittelerde einen ganzen imaginären Kontinent, sondern auch individuelle Kulturen mit eigenen Sprachen. Wenige Jahre vor Tolkien hatte dessen Freund C.S. Lewis mit den Chronicles of Narnia bereits eine siebenteilige Saga verfasst – einer Saga von Parallelwelten und prophezeiten Konflikten. Erst in den letzten Jahren hatte J.K. Rowling mit ihren sieben Harry Potter-Bänden für einen neuerlichen Boom im Fantasygenre gesorgt, der in Arbeiten von Christopher Paolini (Eragorn) und Eoin Colfer (Artemis Fowl) seinen Ausdruck fand. Doch bereits vor Rowling hatte 1995 der britische Autor Philip Pullman mit seinem Roman Northern Lights seine His Dark Materials-Trilogie eingeleitet, die im letzten Jahr ihre erste Verfilmung fand. New Line Cinema unter ihrem Vorsitzenden Toby Emmerich sicherten sich die Rechte, nachdem ihre von Peter Jackson umgesetzte Lord of the Rings-Trilogie zu einem der erfolgreichsten Franchises aller Zeiten aufstieg. Mit His Dark Materials gelang es Pullman sich ebenso einen Namen zu machen, wie zuvor den Kollegen Lewis, Tolkien und Rowling.
New Lines Post-LOTR-Versuch ist eine ziemlich wüste Zusammensetzung aus altbekannten Fantasyzutaten. Größtes Problem des möchtegern-epischen Märchens ist seine Erklärungswut, mit der er die fremde Welt zugänglich machen will. Anstatt Magie und Lust zu versprühen, in das Reich und dessen Geschichte eintauchen zu wollen, macht sich eher Langeweile breit. Der Film kommt kaum voran, ist erschreckend ideenarm und austauschbar, gönnt seinen Stars fast nur Miniauftritte und rückt stattdessen ein nervtötendes rothaariges Mädchen in den Mittelpunkt, das nicht nur unsympathisch und hässlich ist, sondern auch noch eingebildet und dumm. Die ganze Geschichte ist letztlich weitaus überschaubarer als sie tut – es geht um Kinder, die Kinder retten – und ist zwar nicht mit christlicher Ideologie aufgeladen (wie etwa die Walden Media-Debakel), wartet dafür jedoch mit seltsamen russischen Pelzmützenmännern auf, die Kinder ans Ende der Welt entführen. Bekloppt.
Freiheitlich bis ins Mark und zum Platzen spannend erzählt, gefällt "Der Goldene Kompass" auch filmisch: Er ist voller Anspielungen auf die Film- und die Politische Geschichte [...] Das Ergebnis ist eine aufregende Reise in fremde Welten, mit überzeugenden Darstellern.
Sagen wir es kurz und knapp: The Golden Compass ist ein kleines, ach was: großes Meisterwerk des Fantasykinos. Locker so gut wie "Der Herr der Ringe", aber nicht ganz so monumental und pathetisch veranlagt, und mit den definitiv besseren Frauenrollen. Und natürlich sowieso um Längen besser als "Eragon" oder die "Chroniken von Narnia".
Selbst für einen Kinderfilm noch unerträglich mies.
Also ich würde meine Kinder würgen, schlagen, ohne Abendessen auf's Zimmer schicken und enterben, wenn sie sich diesen Mist mit Begeisterung anschauen sollten...
Kidman und Craig sind für mich sowieso das Pestbeulen-Duo schlechthin.
Gestern der stalin und hitler kommentar und nun das. So ein Kommentar geht gar nicht. Selbst wenn es nicht ernst gemeint sein soll, was ich für dich hoffe ist das widerlich.
"Der goldene Kompass" ist ein Paradebeispiel dafür wie man es besser nicht machen sollte und auch wie Hollywood immer mehr von der Fantasy-Fabrik zur Geld-Fabrik wird.
Die Geschichte wurde kastriert und verharmlost und da die Geldgeilheit gewisser Hollywood-Produzenten keine Grenzen kennt, hat man kurzerhand den Buchschluss der Geschichte weggelassen, damit man die Leute gewissermassen in den zweiten Teil reinzwingen kann - dumm nur, dass der Film an den Kinokassen derart floppte, dass man gerade mal die Hälfte, der Ausgaben wieder reinholen konnte und ergo nie ein zweiter Teil abgedreht wurde. So sitzt der Zuschauer also da mit offenem Schluss und darf sich selber vorstellen wie es wohl ausgegangen wäre - oder er kauft sich das Buch und liest es nach ;-)
Nach all dem Gemecker will ich aber auch die positiven Seiten (ja, die gibt es) nicht unterschlagen: Die Tricktechnik ist wirklich beeindruckend gelungen. Die animation der Dämonen, Städte etc. ist technisch nahezu perfekt gemacht. Dakota Blue Richards spielt hervorragend und lässt daneben sogar Nicole Kidman etwas blass erscheinen.
Auch die Geschichte hat mir an sich gut gefallen - eben bis auf den fehlenden Schluss...
HIS DARK MATERIALS ist eine überaus gelungene Romantrilogie zum Thema 'Staub'. Der lyrische Über-Titel entstammt John Miltons Poem "Paradise Lost" und die drei Bände "Der goldene Kompass", "Das magische Messer" und "Das Bernstein-Teleskop" (so die deutschen Buchtitel) sind das beste Stück Fantasy, das ich seit "Herr der Ringe" gelesen habe. Die Story ist natürlich komplett anders als Tolkiens Saga, aber auch hier wurde eine ganz eigene Welt erschaffen, die sowohl Jugendliche als auch Erwachsene anspricht.
Die Verfilmung des ersten Buchs weiß vom enormen Potenzial der Geschichte allerdings herzlich wenig. Die Bilder sind ordentlich in Szene gesetzt, aber ansonsten fehlt eigentlich alles. Wie man jeden(!) Subtext aus dem Plot gänzlich raushalten konnte, ist mir bis heute ein Rätsel.
Fazit: Ich bin froh, dass man davon Abstand genommen hat, auch noch die beiden anderen Bände zu adaptieren.
"Der Goldene Kompass" ist die Verfilmung des gleichnamigen ersten Teils der 'His Dark Materials'-Triologie von Philip Pullman. Auch wenn die Handlung etwas knapp geraten ist und die Tiefe der Vorlage nicht erreicht, so ist ein bildgewaltiger, toll inszenierter, märchenhafter, spannender Film entstanden. Ich kann über Storykürzungen hinweg sehen. Der Film will es jeden recht machen und familienfreundlich sein. Ausserdem soll die Story für nicht Pullman-Kenner zugänglich sein. Mir gefällt er gut und ich würde mich über eine Verfilmung der beiden Fortsetzungen freuen. Doch wie es aussieht, wird diese Fortsetzung (The Subtle Knife) aber nicht gedreht werden. Wahrscheinlich, weil der erste Teil nicht das eingespielt hat, was die Macher sich von ihm versprochen hatten. Schade. Hätte man doch noch einiges aus potentialreichen Vorlage herausholen können.
Weil ich gerade erst mit »Northern Lights« durch (und sehr begeistert) bin und Band 2 noch auf dem Postweg unterwegs ist, konnte ich es nicht lassen, mir die Verfilmung des ersten Teils anzuschauen, obwohl ich genau wusste, was auf mich zu kommt. Meine Erwartungen waren daher auch eher niedrig...
Ich kann dem Grundtenor der bisherigen Kritiken nichts wirklich Neues mehr hinzufügen. Mein Hauptproblem ist die zusammengeschnipselte Handlung des Films, die wirkt, als hätte man das Buch genommen, die wichtigsten Plot-Punkte herausgerissen und alles mit Mühe und Not in einen Zwei-Stunden-Film gequetscht. Die Folge: Der Film kommt so gut wie nie zur Ruhe. Sicherlich ist auch das Buch ein oftmals wildes Abenteuer, aber Pullman nimmt sich dabei immer Zeit für die Charaktere und für geschickte Beschreibungen bzw. Erklärungen der Welt. Die Verfilmung besteht dagegen nur aus einer dünnen (wenn auch oft stimmungsvoll aufgemachten) Oberfläche, aus ein paar hingeworfenen Orten und davor ihre Handlung herunterspulenden Charakteren – und kaum hat man sich an eine Plot-Abschnitt gewöhnt springt der Film schon wieder zu nächsten Station. Gerade der so wichtige Aspekt der Dæmons bzw. ihrer Beziehung zu ihren »Besitzern« kann so nichteinmal annähernd den Grad der Emotionalität, wie das Buch es tut, entwickeln, alles wirkt lediglich gezwungen, weil schnell abgehandelt und alles andere wird kurz erklärt und zwar auf oftmals sehr ungeschickte Art und Weise. Dass die interessante Welt, in der »Der Goldene Kompass« spielt, natürlich ebenfalls nur angedeutet wird, sollte klar sein. Insgesamt bleibt das Gefühl des Gezwungenen – nichts im Film kann richtig atmen, nichts wirkt natürlich, alles wird nur dargestellt und lieblos erklärt. Da war der Stoff für einen Film definitiv zu komplex, bzw. zu vielschichtig...
Ich kann mir gut vorstellen, dass der Film Jemandem, der das Buch nicht kennt, sehr wirr und künstlich vorkommen muss – dann aber bleibt einem wenigstens der Ärger über einige ungestüme Änderungen am Handlungsverlauf und der einfach abgeschnittene Schluss des Ganzen erspart. Die unglaublich typische Hollywood-Machart samt komplett austauschbarer Kitsch-Musik aus der Dose dürften aber auch in dem Fall nerven.
Mir bleibt nur zu sagen, dass ich zumindest die »Schauwerte« des Films halbwegs genießen konnte, denn rein technisch bzw. optisch ist »Der Goldene Kompass« wirklich gut gelungen und auch wenn man den Dæmons sofort ihre CGI-Herkunft ansieht, sind sie dennoch nett anzusehen und wirken keinesfalls »billig«. Positiv überrascht hat mich auch die Darstellung von Iorek Byrnison, die ich wirklich (im Rahmen der aktuellen technischen Möglichkeiten) überzeugend gemacht fand. Auch schauspielerisch wird einiges geboten, natürlich aber stark eingeschränkt durch die große Unruhe des Drehbuchs.
Sehr schade eigentlich, dass »Der Goldene Kompass« so verhunzt wurde, wo das Buch doch so viele Möglichkeiten bot...
Wie es bei so vielen Buchverfilmungen der Fall ist, sind die Bücher meist um Längen besser.
So auch hier. Da ich dieses Buch verschlungen habe und mich noch sehr gut an jede Einzelheit erinnern kann, hat mich dieser Film enttäuscht. Vor allem das Ende ist extrem daneben. Der Junge [wegen Spoilergefahr kein Name] hat gefälligst tot zu sein!
Aber ich kann mir auch gleichzeitig gut vorstellen, dass dieser Film bei dem Publikum, das das Buch nicht gelesen hat gut ankommen könnte, weil einfach gute Unterhaltung geboten wird. Und wenn man diesen Film unter dem Aspekt betrachtet, ist dieses offene Ende auch nicht so unangebracht. Aber dann hätten auch die Folgebänder verfilmt werden müssen.
Mal wieder ein Film aus der Kategorie: Kann man gucken, muss man aber nicht.
Als netter Samstagabendfilm aus der DVD Konserve war er durchaus gelungen. Prima Schauspieler, tolle Kulissen, ein fantasievolles Set, ordentliches CGI.
Aber schade, dass der Regisseur so durch die Story hetzt und noch ärgerlicher ist das abrupte Ende.
An vielen Stellen fühlten wir uns sehr an den Herrn der Ringe erinnert und das obwohl die Geschichten wenig bis gar nichts miteinander zu tun haben.
Wie kann man nur so eine wundervolle Vorlage derart verhunzen?! Ich kann nicht glauben, dass ich das schreibe aber ich fordere ein Reboot! Ich will eine großartige Verfilmung >.<
Ich könnte hier noch lange irgendetwas zu dem Film sagen, aber mich interessiert nur eine Frage: Wann kommt endlich die Fortsetzung? Meiner meinung nach, hat das offene Ende den ganzen Film versaut. Schade, war unnötig...
Wie es aussieht, wird es von dem zweiten und dritten Teil der 'His Dark Materials'-Triologie keine Filmadaption geben. Wahrscheinlich, weil "Der Goldene Kompass" nicht das eingespielt hat, was die Macher sich von ihm versprochen hatten.
Befürchtet hatte ich das auch, aber womöglich bekommen sie es ja irgendwann hin, die eigentlich interessannte Story so unterzubringen, dass es bessere Erträge einspielt und sich lohnt.
Ich kann mir gut vorstellen, dass die Buchvorlage ein spannendes Stück Literatur ist. Das Potential, das in dem Grundkonflikt rund um den Staub liegt, ist auch im Film erkennbar. Genutzt wurde es nicht.
Der Goldene Kompass hätte sicherlich ein guter Film werden können. Leider wird in einem Affenzahn durch die Szenen gehetzt als würde es einen Preis für die komprimierteste Handlung geben. Von einer Charaktervorstellung in die nächste, soweit, dass man vollkommen den Überblick verliert, wer hier eigentlich wie heißt und was macht, nur um vermutlich alle Charaktere des Romans mit ins Boot zu holen.
Die kleine Hauptdarstellerin springt von naives Kind zu vollkrasskonkreter Dauercheckerin wie keine zweite: Erweist sie in einigen Szenen ihr absolut Unbekannten das tiefste Vertrauen, wie zunächst Frau Kidman, und wird dann verraten, lernt sie nichts aus ihren Fehlern, sondern plaudert vor den nächsten Dahergelaufenen wieder ihre Geheimnisse aus.
Naives Kind, möchte man schreien, braucht man aber nicht, da es dieses Mal die Guten sind. Wie praktisch.
Heißt es dann an Board eines der vielen Schiffe, dass niemand mehr weiß, wie man den Kompass liest und es ultra kompliziert ist, das zu lernen, zeigt die 12-jährige, dass sie's drauf hat und wegen spontaner Eingebung für sie easy going ist. Auch weiteren in Dialogen macht es sich bemerkbar, dass man schnell die Handlung vorantreiben will. Diese laufen dann nach dem Muster "Oho, großes kompliziertes Problem" - "Ach, das ist doch so und so" - "Genau Kind, also auf zum nächsten Ort" ab. Nervig.
Den Effekten und der Kulisse muss man Respekt zollen. Diese sehen fabelhaft aus und lassen einen in die Welt eintauchen - zumindest solange niemand den Mund aufmacht.
Ich habe das Buch geliebt...der Film war eine der schlechtesten Verfilmungen, die ich gesehen habe...
Ich weiß noch, dass ich mich im Kino sehr aufgeregt habe. Ehrlich gesagt bin ich froh, dass dieses Projekt nicht weiter verfolgt wurde.
Einzig ein paar nette Lanschaftsaufnahmen und Set-Gestaltungen lassen dem Film diese 3 Punkte.
Das Buch habe ich (noch) nicht gelesen, aber der Film hat mir durchaus gefallen. Sicher kann ich nicht sagen, wie viel (interessantes) Material aus der Vorlage im Film nicht umgesetzt wurde oder an welchen Enden man bei der Handlung gespart hat, aber der Film hat bis zum Ende eine eigene spannungsreiche Farbe, von der man sich eingenommen fühlt. Das Buch steht bereits auf meiner Wunschliste.
Das Buch habe ich erst nach dem Filmgenuss gelesen und sicher trifft es auch hier zu, dass die Vorlage um einiges besser ist. Dennoch finde ich die Verfilmung vom 'Goldenen Kompass' durchaus gelungen, was vor allem an der großartigen Besetzung liegt, denn die hätte meiner Meinung nach nicht besser gewählt werden können. Die Geschichte unterhält, selbst wenn sie teilweise etwas überstürzt abgehandelt wird. Nur das Ende enttäuscht den Buchkenner, wobei das Original-Ende wohl einen noch größeren Cliffhanger hinterlassen hätte. Ich finde es sehr schade, dass Teil Zwei und Drei wohl nie den Weg auf die große Leinwand finden werden, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt: "Die sollen nur versuchen uns aufzuhalten!" (O-Ton Lyra)
Der Film kann leider nicht mit dem Buch mithalten und versagt in mehereren Punkten.
Außerdem wurde die Abfolge der Handlungsschritte abgeändert, was mich ein bisschen geärgert hat, aber man kann auch nicht sagen, dass dieser Film wirklich schlecht ist, solange man das Buch nicht gelesen hat, kann man ihn ruhig mal angucken.
Mir persönlich hat die Verfilmung des ersten Teils so schlecht gefallen, dass ich keine Lust mehr hatte, "Das Magische Messer" und "Das Bernstein-Teleskop" zu lesen..
Vielleicht hätte ich erst die ganze Trilogie lesen sollen, bevor ich mir den Film angetan habe...mal sehen, ich kann es ja immer noch nachholen, falls ich irgendwie bekehrt werden sollte..
Fand die Geschichte eigentlich super und besser als narnia!
Leider angefangen und nicht zu Ende gebracht.
Anders als bei narnia. Die schafften den 3. Teil . Und wer weis… teil4
Der Goldene Kompass - Kritik
US 2007 Laufzeit 113 Minuten, FSK 12, Fantasyfilm, Drama, Abenteuerfilm, Kinostart 06.12.2007
Kritiken (10) — Film: Der Goldene Kompass
Stefan_R.: Mann beisst Film
Kommentar löschenDas vorhandene Potential fand leider nur unzureichend Verwendung, da die kritischen Untertöne der Buchvorlage gar gänzlich unter den Tisch gekehrt wurden. So bleibt ein austauschbarer Fantasy-Streifen von der Stange, der Buchunkundigen zu allem Überfluss dank Szenenvertauschung auch noch ein halbgares Happy-End vorgaukelt, das es so in dieser Form eigentlich gar nicht geben dürfte.
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Flibbo: wieistderfilm.de
Kommentar löschen[...] Nach einem vielversprechenden Anfang stellt sich heraus, dass sich in „Der Goldene Kompass“ zu viele unausgegorene Komponenten versammeln, um eine stimmige Geschichte zu erzählen, sodass die grandiosen, oscarprämierten Effekte letztendlich das einzige wirklich sehenswerte an dem Film sind. Die damals erst 13jährige Dakota Richards erweist sich in ihrer Hauptrolle als großartige Debütantin und kann es durchaus mit ihrer noch bekannteren Namensfetterin aufnehmen. [...]
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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenFest steht, daß der Film von New Line unter Erfolgsdruck als neuer “Lord of the Rings” konzipiert, einen gewissen Biss vermissen lässt, den die Vorlage durchaus hat. Was nicht heißt, daß er für sich genommen ganz schick anzusehen ist und mit Frau Kidmann, Herrn Craig und vor allem der frech-forschen Dakota Blue Richards eine wirklich attraktive Besetzung aufweist, die auch über die Stellen hinweghilft, in denen dramaturgisch allzusehr gehudelt wird. Vieles überstürzt sich, viele episoden wirken, auch wenn man die Bücher nicht kennt, sehr eingedampft und insgesamt schleicht sich immer wieder eine etwas gehetzte Grundstimmung ein, der ein Mangel an Erklärung und emotionaler Tiefe gegenübersteht.
Andererseits überrascht der Film auch immer wieder positiv, durch einen Mut zur Härte, der in einem “Kinderfilm” als den das Ganze ja verkauft wird, ungewöhnlich erscheint. Der Bodyount ist nicht grade gering, der Kampf der Eisbären durchaus brutal und auch die Schlußschlacht weit entfernt vom zahmen Schwertgefuchtel aus Narnia. Schwierig bleibt jedoch, das recht Abstrakte Konzept des Staubs, des Dust das versucht wird mit einigen Einschüben und vielen Animationen zu erklären. Was sich im Buch langsam entfaltet, muß im Film sofort verstanden werden und da sich letztlich alles um den Staub dreht, is es essenziell, daß die Zuschauer verstehen warum überhaupt soviel Gewese darum gemacht wird. Zusammen mit der stark religiös geprägten Einstellung der Bösewichte, hat es der Film oft schwer die tatsächliche Tragweite des “Staubs” zu vermitteln und warum er so wichtig ist. Nicht zu seinem Nachteil bleibt am Ende ein Gefühl nur halb gesättigt zu sein und eigentlich nur ein Fragment einer vielschichtigeren Story bekommen zu haben, vor allem wenn man weiß, das es keinesfalls sicher ist ob die Fortsetzungen das Licht der Leinwand erblicken.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
ChristiansFoyer 2009/08/01 15:06:43
Antwort löschenUm eine Fortsetzung sieht's ja tatsächlich eher düster aus, wodurch dieses Gefühl der Unfertigkeit, was die Tragweite des Stoffes angeht, am Ende schon etwas bitter zu schlucken war. Davon abgesehen war mir das ganze Geschehen einfach "zu weit weg", als betrachte man den Film durch ein verkehrtrum gehaltenes Fernglas, dabei hätte es wohl eher ein Mikroskop gebraucht, um die Vorlage nachvollziehbarer und mitreißender zu erzählen. Ob 'ne Fortsetzung das überhaupt noch hätte gerade biegen können...?
fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschenBei dieser Anhäufung von Stars ist es nicht weiter verwunderlich, dass die einzelnen Figuren in diesem knapp zweistündigen Epos nicht viel Raum auf der Leinwand erhalten, zumal die Figur des Mädchens im Zentrum steht. Die Jungschauspielerin Dakota Blue Richards ist ihrer Aufgabe als Identifikationsfigur zum Glück mehr als gewachsen.
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sushi25: movie-fan.de
Kommentar löschenDer Film ist leider eine bittere Enttäuschung. Der kommerzielle Erfolg resultierte nur aus der damaligen gigantischen Marketingkampagne. Die Schauspieler wirken unterfordert. Die Story wirkt lustlos runtergespult. Ein Eintauchen in diese Fantasywelt funktioniert nicht.
Da wo LotR den Zuschauer mit auf eine wahnsinnige Reise genommen hat, läßt der goldene Kompass den Zuschauer unberührt zurück.
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Xander8112: at the movies
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“Der Goldene Kompass” schafft es, aus einem Buch, das für Kinder meines Erachtens nach nur bedingt geeignet ist, einen relativ kindertauglichen Fantasy-Film zu machen, der die Grundstory behält, visuell atemberaubend aufarbeitet und die in der Vorlage vorhandenen “Grausamkeiten” dezent entschärft. Kenner des Buches fühlen sich sofort zu Hause und wissen ja eh, worums geht. Zuschauer, die das Buch nicht kennen, dürfen gerne einen Punkt abziehen - sie werden vielleicht einige Schwierigkeiten haben, das ein oder andere zu verstehen.
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TheCorey: MovieMaze
Kommentar löschenDas Fantasygenre wurde für große Epen geboren. Hier kann man sich austoben, hier lassen sich neue Welten erschaffen. Eigene Strukturen, eigene Richtlinien und doch meist sehr viel Vertrautes. Durch die Kraft der Phantasie ermöglichen sich Abenteuer ungeahnten Ausmaßes. Michael Ende schickte Bastian Balthasar Bux und mit ihm die Leser auf eine unendliche Geschichte ins sprichwörtliche Fantasien. Ungeachtet der Tatsache, dass Ende ein Buch verfasste, welches in einer Kinotrilogie mündete, verfügen einige verfasste Epen über eine Trilogie. Die bekannteste und beliebteste unter ihnen ist sicherlich J.R.R. Tolkiens The Lord of the Rings. In seiner Trilogie – die ironischerweise nie als solche verfasst wurde – erschuf Tolkien nicht nur mit Mittelerde einen ganzen imaginären Kontinent, sondern auch individuelle Kulturen mit eigenen Sprachen. Wenige Jahre vor Tolkien hatte dessen Freund C.S. Lewis mit den Chronicles of Narnia bereits eine siebenteilige Saga verfasst – einer Saga von Parallelwelten und prophezeiten Konflikten. Erst in den letzten Jahren hatte J.K. Rowling mit ihren sieben Harry Potter-Bänden für einen neuerlichen Boom im Fantasygenre gesorgt, der in Arbeiten von Christopher Paolini (Eragorn) und Eoin Colfer (Artemis Fowl) seinen Ausdruck fand. Doch bereits vor Rowling hatte 1995 der britische Autor Philip Pullman mit seinem Roman Northern Lights seine His Dark Materials-Trilogie eingeleitet, die im letzten Jahr ihre erste Verfilmung fand. New Line Cinema unter ihrem Vorsitzenden Toby Emmerich sicherten sich die Rechte, nachdem ihre von Peter Jackson umgesetzte Lord of the Rings-Trilogie zu einem der erfolgreichsten Franchises aller Zeiten aufstieg. Mit His Dark Materials gelang es Pullman sich ebenso einen Namen zu machen, wie zuvor den Kollegen Lewis, Tolkien und Rowling.
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Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...
Kommentar löschenNew Lines Post-LOTR-Versuch ist eine ziemlich wüste Zusammensetzung aus altbekannten Fantasyzutaten. Größtes Problem des möchtegern-epischen Märchens ist seine Erklärungswut, mit der er die fremde Welt zugänglich machen will. Anstatt Magie und Lust zu versprühen, in das Reich und dessen Geschichte eintauchen zu wollen, macht sich eher Langeweile breit. Der Film kommt kaum voran, ist erschreckend ideenarm und austauschbar, gönnt seinen Stars fast nur Miniauftritte und rückt stattdessen ein nervtötendes rothaariges Mädchen in den Mittelpunkt, das nicht nur unsympathisch und hässlich ist, sondern auch noch eingebildet und dumm. Die ganze Geschichte ist letztlich weitaus überschaubarer als sie tut – es geht um Kinder, die Kinder retten – und ist zwar nicht mit christlicher Ideologie aufgeladen (wie etwa die Walden Media-Debakel), wartet dafür jedoch mit seltsamen russischen Pelzmützenmännern auf, die Kinder ans Ende der Welt entführen. Bekloppt.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenFreiheitlich bis ins Mark und zum Platzen spannend erzählt, gefällt "Der Goldene Kompass" auch filmisch: Er ist voller Anspielungen auf die Film- und die Politische Geschichte [...] Das Ergebnis ist eine aufregende Reise in fremde Welten, mit überzeugenden Darstellern.
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Rochus Wolff: freier Journalist
Kommentar löschenSagen wir es kurz und knapp: The Golden Compass ist ein kleines, ach was: großes Meisterwerk des Fantasykinos. Locker so gut wie "Der Herr der Ringe", aber nicht ganz so monumental und pathetisch veranlagt, und mit den definitiv besseren Frauenrollen. Und natürlich sowieso um Längen besser als "Eragon" oder die "Chroniken von Narnia".
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Kommentare (105) — Film: Der Goldene Kompass
Kommentar schreibenAnniXa 2012/01/23 05:22:20
Kommentar löschenLest lieber das buch, das gibt ein richtig geiles Kopfkino, gegen das der film hier aussieht wie nen schlechter SuperRTL trickfilm.
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Canis Majoris 2012/01/18 05:53:02
Kommentar löschenSelbst für einen Kinderfilm noch unerträglich mies.
Also ich würde meine Kinder würgen, schlagen, ohne Abendessen auf's Zimmer schicken und enterben, wenn sie sich diesen Mist mit Begeisterung anschauen sollten...
Kidman und Craig sind für mich sowieso das Pestbeulen-Duo schlechthin.
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countcount 2012/01/19 13:47:16
Antwort löschenGestern der stalin und hitler kommentar und nun das. So ein Kommentar geht gar nicht. Selbst wenn es nicht ernst gemeint sein soll, was ich für dich hoffe ist das widerlich.
Canis Majoris 2012/01/19 14:52:17
Antwort löschenUm es mit Han Solo zu sagen: "Wer ist hier widerlich?"
Der Diktatoren-Kommentar war ja missverständlich.
Dieser hier ist es nicht.
Natürlich ist der hier ernst gemeint. Was denn auch sonst?
Ich bin so absolut mega-fies... und befinde mich auf unterstem Unterniveau und schlage Kinder.
So, und nun gehe ich weiter mit Begeisterung "Ich bin ein Star - hol' mich hier raus" gucken.
In diesem Sinne...
Amadis 2011/11/28 20:56:23
Kommentar löschen"Der goldene Kompass" ist ein Paradebeispiel dafür wie man es besser nicht machen sollte und auch wie Hollywood immer mehr von der Fantasy-Fabrik zur Geld-Fabrik wird.
Die Geschichte wurde kastriert und verharmlost und da die Geldgeilheit gewisser Hollywood-Produzenten keine Grenzen kennt, hat man kurzerhand den Buchschluss der Geschichte weggelassen, damit man die Leute gewissermassen in den zweiten Teil reinzwingen kann - dumm nur, dass der Film an den Kinokassen derart floppte, dass man gerade mal die Hälfte, der Ausgaben wieder reinholen konnte und ergo nie ein zweiter Teil abgedreht wurde. So sitzt der Zuschauer also da mit offenem Schluss und darf sich selber vorstellen wie es wohl ausgegangen wäre - oder er kauft sich das Buch und liest es nach ;-)
Nach all dem Gemecker will ich aber auch die positiven Seiten (ja, die gibt es) nicht unterschlagen: Die Tricktechnik ist wirklich beeindruckend gelungen. Die animation der Dämonen, Städte etc. ist technisch nahezu perfekt gemacht. Dakota Blue Richards spielt hervorragend und lässt daneben sogar Nicole Kidman etwas blass erscheinen.
Auch die Geschichte hat mir an sich gut gefallen - eben bis auf den fehlenden Schluss...
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nerii 2011/11/16 13:48:23
Kommentar löschenSchlecht! Eher ein Kinderfilm. Die 3 Punkte gibt es für die Bären.... die waren toll.
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Sigrun 2011/10/16 11:56:19
Kommentar löschenHIS DARK MATERIALS ist eine überaus gelungene Romantrilogie zum Thema 'Staub'. Der lyrische Über-Titel entstammt John Miltons Poem "Paradise Lost" und die drei Bände "Der goldene Kompass", "Das magische Messer" und "Das Bernstein-Teleskop" (so die deutschen Buchtitel) sind das beste Stück Fantasy, das ich seit "Herr der Ringe" gelesen habe. Die Story ist natürlich komplett anders als Tolkiens Saga, aber auch hier wurde eine ganz eigene Welt erschaffen, die sowohl Jugendliche als auch Erwachsene anspricht.
Die Verfilmung des ersten Buchs weiß vom enormen Potenzial der Geschichte allerdings herzlich wenig. Die Bilder sind ordentlich in Szene gesetzt, aber ansonsten fehlt eigentlich alles. Wie man jeden(!) Subtext aus dem Plot gänzlich raushalten konnte, ist mir bis heute ein Rätsel.
Fazit: Ich bin froh, dass man davon Abstand genommen hat, auch noch die beiden anderen Bände zu adaptieren.
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Stefan_R. 2011/10/16 13:00:38
Antwort löschenGanz richtig. Der Film hat das Potential der gelungenen Vorlage in keinster Weise aufgefangen.
RoosterCogburn 2011/10/16 08:29:34
Kommentar löschen"Der Goldene Kompass" ist die Verfilmung des gleichnamigen ersten Teils der 'His Dark Materials'-Triologie von Philip Pullman. Auch wenn die Handlung etwas knapp geraten ist und die Tiefe der Vorlage nicht erreicht, so ist ein bildgewaltiger, toll inszenierter, märchenhafter, spannender Film entstanden. Ich kann über Storykürzungen hinweg sehen. Der Film will es jeden recht machen und familienfreundlich sein. Ausserdem soll die Story für nicht Pullman-Kenner zugänglich sein. Mir gefällt er gut und ich würde mich über eine Verfilmung der beiden Fortsetzungen freuen. Doch wie es aussieht, wird diese Fortsetzung (The Subtle Knife) aber nicht gedreht werden. Wahrscheinlich, weil der erste Teil nicht das eingespielt hat, was die Macher sich von ihm versprochen hatten. Schade. Hätte man doch noch einiges aus potentialreichen Vorlage herausholen können.
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Andre Jonas 2011/10/04 22:11:08
Kommentar löschenWeil ich gerade erst mit »Northern Lights« durch (und sehr begeistert) bin und Band 2 noch auf dem Postweg unterwegs ist, konnte ich es nicht lassen, mir die Verfilmung des ersten Teils anzuschauen, obwohl ich genau wusste, was auf mich zu kommt. Meine Erwartungen waren daher auch eher niedrig...
Ich kann dem Grundtenor der bisherigen Kritiken nichts wirklich Neues mehr hinzufügen. Mein Hauptproblem ist die zusammengeschnipselte Handlung des Films, die wirkt, als hätte man das Buch genommen, die wichtigsten Plot-Punkte herausgerissen und alles mit Mühe und Not in einen Zwei-Stunden-Film gequetscht. Die Folge: Der Film kommt so gut wie nie zur Ruhe. Sicherlich ist auch das Buch ein oftmals wildes Abenteuer, aber Pullman nimmt sich dabei immer Zeit für die Charaktere und für geschickte Beschreibungen bzw. Erklärungen der Welt. Die Verfilmung besteht dagegen nur aus einer dünnen (wenn auch oft stimmungsvoll aufgemachten) Oberfläche, aus ein paar hingeworfenen Orten und davor ihre Handlung herunterspulenden Charakteren – und kaum hat man sich an eine Plot-Abschnitt gewöhnt springt der Film schon wieder zu nächsten Station. Gerade der so wichtige Aspekt der Dæmons bzw. ihrer Beziehung zu ihren »Besitzern« kann so nichteinmal annähernd den Grad der Emotionalität, wie das Buch es tut, entwickeln, alles wirkt lediglich gezwungen, weil schnell abgehandelt und alles andere wird kurz erklärt und zwar auf oftmals sehr ungeschickte Art und Weise. Dass die interessante Welt, in der »Der Goldene Kompass« spielt, natürlich ebenfalls nur angedeutet wird, sollte klar sein. Insgesamt bleibt das Gefühl des Gezwungenen – nichts im Film kann richtig atmen, nichts wirkt natürlich, alles wird nur dargestellt und lieblos erklärt. Da war der Stoff für einen Film definitiv zu komplex, bzw. zu vielschichtig...
Ich kann mir gut vorstellen, dass der Film Jemandem, der das Buch nicht kennt, sehr wirr und künstlich vorkommen muss – dann aber bleibt einem wenigstens der Ärger über einige ungestüme Änderungen am Handlungsverlauf und der einfach abgeschnittene Schluss des Ganzen erspart. Die unglaublich typische Hollywood-Machart samt komplett austauschbarer Kitsch-Musik aus der Dose dürften aber auch in dem Fall nerven.
Mir bleibt nur zu sagen, dass ich zumindest die »Schauwerte« des Films halbwegs genießen konnte, denn rein technisch bzw. optisch ist »Der Goldene Kompass« wirklich gut gelungen und auch wenn man den Dæmons sofort ihre CGI-Herkunft ansieht, sind sie dennoch nett anzusehen und wirken keinesfalls »billig«. Positiv überrascht hat mich auch die Darstellung von Iorek Byrnison, die ich wirklich (im Rahmen der aktuellen technischen Möglichkeiten) überzeugend gemacht fand. Auch schauspielerisch wird einiges geboten, natürlich aber stark eingeschränkt durch die große Unruhe des Drehbuchs.
Sehr schade eigentlich, dass »Der Goldene Kompass« so verhunzt wurde, wo das Buch doch so viele Möglichkeiten bot...
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Kreaexo 2011/08/26 17:45:47
Kommentar löschenWie es bei so vielen Buchverfilmungen der Fall ist, sind die Bücher meist um Längen besser.
So auch hier. Da ich dieses Buch verschlungen habe und mich noch sehr gut an jede Einzelheit erinnern kann, hat mich dieser Film enttäuscht. Vor allem das Ende ist extrem daneben. Der Junge [wegen Spoilergefahr kein Name] hat gefälligst tot zu sein!
Aber ich kann mir auch gleichzeitig gut vorstellen, dass dieser Film bei dem Publikum, das das Buch nicht gelesen hat gut ankommen könnte, weil einfach gute Unterhaltung geboten wird. Und wenn man diesen Film unter dem Aspekt betrachtet, ist dieses offene Ende auch nicht so unangebracht. Aber dann hätten auch die Folgebänder verfilmt werden müssen.
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slangbanger! 2011/08/27 16:56:53
Antwort löschenIch habe das Buch leider nie gelesen. Den Film fand ich trotzdem einfach nur schlecht.
Gaston 2011/07/24 01:25:47
Kommentar löschenMal wieder ein Film aus der Kategorie: Kann man gucken, muss man aber nicht.
Als netter Samstagabendfilm aus der DVD Konserve war er durchaus gelungen. Prima Schauspieler, tolle Kulissen, ein fantasievolles Set, ordentliches CGI.
Aber schade, dass der Regisseur so durch die Story hetzt und noch ärgerlicher ist das abrupte Ende.
An vielen Stellen fühlten wir uns sehr an den Herrn der Ringe erinnert und das obwohl die Geschichten wenig bis gar nichts miteinander zu tun haben.
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teakeeper 2011/06/21 10:49:03
Kommentar löschenDer Film hätte großartig werden können...
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CapitanKnaecke 2011/10/06 18:41:06
Antwort löschenNeil Gaiman....der Film MUSS großartig sein :/
teakeeper 2011/10/06 19:29:51
Antwort löschenWie kann man nur so eine wundervolle Vorlage derart verhunzen?! Ich kann nicht glauben, dass ich das schreibe aber ich fordere ein Reboot! Ich will eine großartige Verfilmung >.<
Thorey 2011/06/08 23:10:20
Kommentar löschenNa ja...
kann mich nur der Community anschließen. Großes Potential, horrable Umsetzung. Viel zu viel Information für 113 Minuten.
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Stracke 2011/05/09 21:42:41
Kommentar löschenIch könnte hier noch lange irgendetwas zu dem Film sagen, aber mich interessiert nur eine Frage: Wann kommt endlich die Fortsetzung? Meiner meinung nach, hat das offene Ende den ganzen Film versaut. Schade, war unnötig...
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RoosterCogburn 2011/10/16 08:37:47
Antwort löschenWie es aussieht, wird es von dem zweiten und dritten Teil der 'His Dark Materials'-Triologie keine Filmadaption geben. Wahrscheinlich, weil "Der Goldene Kompass" nicht das eingespielt hat, was die Macher sich von ihm versprochen hatten.
Stracke 2011/10/16 15:49:18
Antwort löschenBefürchtet hatte ich das auch, aber womöglich bekommen sie es ja irgendwann hin, die eigentlich interessannte Story so unterzubringen, dass es bessere Erträge einspielt und sich lohnt.
MrTrombone 2011/04/09 14:20:44
Kommentar löschenIch kann mir gut vorstellen, dass die Buchvorlage ein spannendes Stück Literatur ist. Das Potential, das in dem Grundkonflikt rund um den Staub liegt, ist auch im Film erkennbar. Genutzt wurde es nicht.
Der Goldene Kompass hätte sicherlich ein guter Film werden können. Leider wird in einem Affenzahn durch die Szenen gehetzt als würde es einen Preis für die komprimierteste Handlung geben. Von einer Charaktervorstellung in die nächste, soweit, dass man vollkommen den Überblick verliert, wer hier eigentlich wie heißt und was macht, nur um vermutlich alle Charaktere des Romans mit ins Boot zu holen.
Die kleine Hauptdarstellerin springt von naives Kind zu vollkrasskonkreter Dauercheckerin wie keine zweite: Erweist sie in einigen Szenen ihr absolut Unbekannten das tiefste Vertrauen, wie zunächst Frau Kidman, und wird dann verraten, lernt sie nichts aus ihren Fehlern, sondern plaudert vor den nächsten Dahergelaufenen wieder ihre Geheimnisse aus.
Naives Kind, möchte man schreien, braucht man aber nicht, da es dieses Mal die Guten sind. Wie praktisch.
Heißt es dann an Board eines der vielen Schiffe, dass niemand mehr weiß, wie man den Kompass liest und es ultra kompliziert ist, das zu lernen, zeigt die 12-jährige, dass sie's drauf hat und wegen spontaner Eingebung für sie easy going ist. Auch weiteren in Dialogen macht es sich bemerkbar, dass man schnell die Handlung vorantreiben will. Diese laufen dann nach dem Muster "Oho, großes kompliziertes Problem" - "Ach, das ist doch so und so" - "Genau Kind, also auf zum nächsten Ort" ab. Nervig.
Den Effekten und der Kulisse muss man Respekt zollen. Diese sehen fabelhaft aus und lassen einen in die Welt eintauchen - zumindest solange niemand den Mund aufmacht.
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Miss Kaya 2011/03/17 21:13:12
Kommentar löschenIch habe das Buch geliebt...der Film war eine der schlechtesten Verfilmungen, die ich gesehen habe...
Ich weiß noch, dass ich mich im Kino sehr aufgeregt habe. Ehrlich gesagt bin ich froh, dass dieses Projekt nicht weiter verfolgt wurde.
Einzig ein paar nette Lanschaftsaufnahmen und Set-Gestaltungen lassen dem Film diese 3 Punkte.
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Thomas Günter 2011/03/13 15:45:27
Kommentar löschenDer Film hat nicht das Potenzial des Buches ausgeshöpft ich hoffe trotzdem auf eine Fortsetzung
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HelloItsMe 2011/03/08 18:36:43
Kommentar löschenDas Buch habe ich (noch) nicht gelesen, aber der Film hat mir durchaus gefallen. Sicher kann ich nicht sagen, wie viel (interessantes) Material aus der Vorlage im Film nicht umgesetzt wurde oder an welchen Enden man bei der Handlung gespart hat, aber der Film hat bis zum Ende eine eigene spannungsreiche Farbe, von der man sich eingenommen fühlt. Das Buch steht bereits auf meiner Wunschliste.
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kinogaengerin 2011/02/18 11:58:29
Kommentar löschenDas Buch habe ich erst nach dem Filmgenuss gelesen und sicher trifft es auch hier zu, dass die Vorlage um einiges besser ist. Dennoch finde ich die Verfilmung vom 'Goldenen Kompass' durchaus gelungen, was vor allem an der großartigen Besetzung liegt, denn die hätte meiner Meinung nach nicht besser gewählt werden können. Die Geschichte unterhält, selbst wenn sie teilweise etwas überstürzt abgehandelt wird. Nur das Ende enttäuscht den Buchkenner, wobei das Original-Ende wohl einen noch größeren Cliffhanger hinterlassen hätte. Ich finde es sehr schade, dass Teil Zwei und Drei wohl nie den Weg auf die große Leinwand finden werden, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt: "Die sollen nur versuchen uns aufzuhalten!" (O-Ton Lyra)
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Matzeq94 2011/02/15 22:25:34
Kommentar löschenDer Film kann leider nicht mit dem Buch mithalten und versagt in mehereren Punkten.
Außerdem wurde die Abfolge der Handlungsschritte abgeändert, was mich ein bisschen geärgert hat, aber man kann auch nicht sagen, dass dieser Film wirklich schlecht ist, solange man das Buch nicht gelesen hat, kann man ihn ruhig mal angucken.
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DeDavid 2010/12/23 19:15:45
Kommentar löschenMir persönlich hat die Verfilmung des ersten Teils so schlecht gefallen, dass ich keine Lust mehr hatte, "Das Magische Messer" und "Das Bernstein-Teleskop" zu lesen..
Vielleicht hätte ich erst die ganze Trilogie lesen sollen, bevor ich mir den Film angetan habe...mal sehen, ich kann es ja immer noch nachholen, falls ich irgendwie bekehrt werden sollte..
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Lutz Schrön 2010/12/12 20:30:59
Kommentar löschenFand die Geschichte eigentlich super und besser als narnia!
Leider angefangen und nicht zu Ende gebracht.
Anders als bei narnia. Die schafften den 3. Teil . Und wer weis… teil4
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