Der Goldene Kompass - Kritik

US 2007 Laufzeit 113 Minuten, FSK 12, Abenteuerfilm, Drama, Fantasyfilm, Kinostart 06.12.2007

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Kritiken (11) — Film: Der Goldene Kompass

kobbi88: Die Drei Muscheln

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3.0Schwach

Eine Geschichte, die schon ziemlich blöd wirkt. Ich weiß nicht, wie gut die Buchvorlage von Philip Pullman mit diesem Film umgesetzt wurde. Aber wahrscheinlich muss man die lesen, um im Film besser durchzusteigen.

Zu viele komische Namen, sodass ich ständig wieder neu fragen muss, wer das nun wieder ist und was der mit dem zu tun hat. Dann der Schwachsinn mit dem Staub, mit den Dämonen und viele andere doofe Dinge. Außerdem klar zu sehr auf „Familie“ getrimmt, ein bisschen mehr Düsternis hätte dem Film gut getan. Dazu ein Soundtrack, der mich den ganzen Film über genervt hat. Und Tieranimationen (Eisbären), die absolut grauenhaft aussehen. Also, wirklich beschissen. Da hatte „Jumanji“ schon über zehn Jahre vorher Besseres zu bieten. Auch die Kulissen sehen so extrem künstlich aus, dass ich hier keinerlei Gefallen daran finden konnte.

Merkwürdig ist, dass immerhin die Schauspieler gut waren. Daniel Craig, der zwar nicht lange vorkommt, Nicole Kidman, die schön (und) böse ist und besonders Dakota Blue Richards, die mit ner gesunden Portion Naivität und Leichtigkeit durch den schwerfälligen Film schreitet. Und auch ihr Freund mit Mäusegesicht und Rattenzähnen ist ein lieber Kerl. Eva Green, Christopher Lee und Sam Elliott runden den Cast ab. Achja, als Sprecher der hässlichen(!) Animationstiere sind Freddie Highmore, Kathy Bates, Kristin Scott Thomas und die beiden Ians McShane und McKellen zu hören. Gegen Ende zeigt der Film dann auch mal kurz abseits der Schauspieler, dass hier sogar ein paar interessante Ideen schlummern (Experimente mit Kindern!). Aber die blieben leider in der Tiefschlafphase.

Für die Cinema die „beste Kino-Fantasy seit ‚Der Herr der Ringe‘!“ Für mich (und ich glaube auch für viele andere) mal wieder ein Beispiel für schlechten Geschmack und Langeweile.

-----------------------
Zum Abschluss (für Andy Dufresne --> Dichter)

"Sachen, die mein Gehirn sich ausdenkt, während ich einen Film schaue." (kobbiright by Alex.de.Large) #3:

„Wär Knut am Leben, Flocke hier,
und sähen diesen Müll.
Dann wärn sie sauer und erregt
Und zeigtens mit Gebrüll.
Danach schmiedeten sie nen Plan
dann würden sie sich wehren.
Sie machten ne „Geschlechts“-OP
Und wärn jetzt Grizzlybären.“

28 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 22 Antworten

pischti

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Die Knoff-Hoff Musik hat so "Der Clou" Niveau, einfach geil :D


Andy Dufresne

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Absolut :D


Stefan_R.: Mann beisst Film

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5.0Geht so

Das vorhandene Potential fand leider nur unzureichend Verwendung, da die kritischen Untertöne der Buchvorlage gar gänzlich unter den Tisch gekehrt wurden. So bleibt ein austauschbarer Fantasy-Streifen von der Stange, der Buchunkundigen zu allem Überfluss dank Szenenvertauschung auch noch ein halbgares Happy-End vorgaukelt, das es so in dieser Form eigentlich gar nicht geben dürfte.

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Flibbo: Wie ist der Film?

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6.0Ganz gut

[...] Nach einem vielversprechenden Anfang stellt sich heraus, dass sich in „Der Goldene Kompass“ zu viele unausgegorene Komponenten versammeln, um eine stimmige Geschichte zu erzählen, sodass die grandiosen, oscarprämierten Effekte letztendlich das einzige wirklich sehenswerte an dem Film sind. Die damals erst 13jährige Dakota Richards erweist sich in ihrer Hauptrolle als großartige Debütantin und kann es durchaus mit ihrer noch bekannteren Namensfetterin aufnehmen. [...]

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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6.5Ganz gut

Fest steht, daß der Film von New Line unter Erfolgsdruck als neuer “Lord of the Rings” konzipiert, einen gewissen Biss vermissen lässt, den die Vorlage durchaus hat. Was nicht heißt, daß er für sich genommen ganz schick anzusehen ist und mit Frau Kidmann, Herrn Craig und vor allem der frech-forschen Dakota Blue Richards eine wirklich attraktive Besetzung aufweist, die auch über die Stellen hinweghilft, in denen dramaturgisch allzusehr gehudelt wird. Vieles überstürzt sich, viele episoden wirken, auch wenn man die Bücher nicht kennt, sehr eingedampft und insgesamt schleicht sich immer wieder eine etwas gehetzte Grundstimmung ein, der ein Mangel an Erklärung und emotionaler Tiefe gegenübersteht.

Andererseits überrascht der Film auch immer wieder positiv, durch einen Mut zur Härte, der in einem “Kinderfilm” als den das Ganze ja verkauft wird, ungewöhnlich erscheint. Der Bodyount ist nicht grade gering, der Kampf der Eisbären durchaus brutal und auch die Schlußschlacht weit entfernt vom zahmen Schwertgefuchtel aus Narnia. Schwierig bleibt jedoch, das recht Abstrakte Konzept des Staubs, des Dust das versucht wird mit einigen Einschüben und vielen Animationen zu erklären. Was sich im Buch langsam entfaltet, muß im Film sofort verstanden werden und da sich letztlich alles um den Staub dreht, is es essenziell, daß die Zuschauer verstehen warum überhaupt soviel Gewese darum gemacht wird. Zusammen mit der stark religiös geprägten Einstellung der Bösewichte, hat es der Film oft schwer die tatsächliche Tragweite des “Staubs” zu vermitteln und warum er so wichtig ist. Nicht zu seinem Nachteil bleibt am Ende ein Gefühl nur halb gesättigt zu sein und eigentlich nur ein Fragment einer vielschichtigeren Story bekommen zu haben, vor allem wenn man weiß, das es keinesfalls sicher ist ob die Fortsetzungen das Licht der Leinwand erblicken.

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ChristiansFoyer

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Um eine Fortsetzung sieht's ja tatsächlich eher düster aus, wodurch dieses Gefühl der Unfertigkeit, was die Tragweite des Stoffes angeht, am Ende schon etwas bitter zu schlucken war. Davon abgesehen war mir das ganze Geschehen einfach "zu weit weg", als betrachte man den Film durch ein verkehrtrum gehaltenes Fernglas, dabei hätte es wohl eher ein Mikroskop gebraucht, um die Vorlage nachvollziehbarer und mitreißender zu erzählen. Ob 'ne Fortsetzung das überhaupt noch hätte gerade biegen können...?


fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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7.0Sehenswert

Bei dieser Anhäufung von Stars ist es nicht weiter verwunderlich, dass die einzelnen Figuren in diesem knapp zweistündigen Epos nicht viel Raum auf der Leinwand erhalten, zumal die Figur des Mädchens im Zentrum steht. Die Jungschauspielerin Dakota Blue Richards ist ihrer Aufgabe als Identifikationsfigur zum Glück mehr als gewachsen.

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sushi25: movie-fan.de

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3.0Schwach

Der Film ist leider eine bittere Enttäuschung. Der kommerzielle Erfolg resultierte nur aus der damaligen gigantischen Marketingkampagne. Die Schauspieler wirken unterfordert. Die Story wirkt lustlos runtergespult. Ein Eintauchen in diese Fantasywelt funktioniert nicht.

Da wo LotR den Zuschauer mit auf eine wahnsinnige Reise genommen hat, läßt der goldene Kompass den Zuschauer unberührt zurück.

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Xander8112: Xanders Blog

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8.0Ausgezeichnet

[...]

“Der Goldene Kompass” schafft es, aus einem Buch, das für Kinder meines Erachtens nach nur bedingt geeignet ist, einen relativ kindertauglichen Fantasy-Film zu machen, der die Grundstory behält, visuell atemberaubend aufarbeitet und die in der Vorlage vorhandenen “Grausamkeiten” dezent entschärft. Kenner des Buches fühlen sich sofort zu Hause und wissen ja eh, worums geht. Zuschauer, die das Buch nicht kennen, dürfen gerne einen Punkt abziehen - sie werden vielleicht einige Schwierigkeiten haben, das ein oder andere zu verstehen.

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TheCorey: MovieMaze

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3.5Schwach

Das Fantasygenre wurde für große Epen geboren. Hier kann man sich austoben, hier lassen sich neue Welten erschaffen. Eigene Strukturen, eigene Richtlinien und doch meist sehr viel Vertrautes. Durch die Kraft der Phantasie ermöglichen sich Abenteuer ungeahnten Ausmaßes. Michael Ende schickte Bastian Balthasar Bux und mit ihm die Leser auf eine unendliche Geschichte ins sprichwörtliche Fantasien. Ungeachtet der Tatsache, dass Ende ein Buch verfasste, welches in einer Kinotrilogie mündete, verfügen einige verfasste Epen über eine Trilogie. Die bekannteste und beliebteste unter ihnen ist sicherlich J.R.R. Tolkiens The Lord of the Rings. In seiner Trilogie – die ironischerweise nie als solche verfasst wurde – erschuf Tolkien nicht nur mit Mittelerde einen ganzen imaginären Kontinent, sondern auch individuelle Kulturen mit eigenen Sprachen. Wenige Jahre vor Tolkien hatte dessen Freund C.S. Lewis mit den Chronicles of Narnia bereits eine siebenteilige Saga verfasst – einer Saga von Parallelwelten und prophezeiten Konflikten. Erst in den letzten Jahren hatte J.K. Rowling mit ihren sieben Harry Potter-Bänden für einen neuerlichen Boom im Fantasygenre gesorgt, der in Arbeiten von Christopher Paolini (Eragorn) und Eoin Colfer (Artemis Fowl) seinen Ausdruck fand. Doch bereits vor Rowling hatte 1995 der britische Autor Philip Pullman mit seinem Roman Northern Lights seine His Dark Materials-Trilogie eingeleitet, die im letzten Jahr ihre erste Verfilmung fand. New Line Cinema unter ihrem Vorsitzenden Toby Emmerich sicherten sich die Rechte, nachdem ihre von Peter Jackson umgesetzte Lord of the Rings-Trilogie zu einem der erfolgreichsten Franchises aller Zeiten aufstieg. Mit His Dark Materials gelang es Pullman sich ebenso einen Namen zu machen, wie zuvor den Kollegen Lewis, Tolkien und Rowling.

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Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

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3.0Schwach

New Lines Post-LOTR-Versuch ist eine ziemlich wüste Zusammensetzung aus altbekannten Fantasyzutaten. Größtes Problem des möchtegern-epischen Märchens ist seine Erklärungswut, mit der er die fremde Welt zugänglich machen will. Anstatt Magie und Lust zu versprühen, in das Reich und dessen Geschichte eintauchen zu wollen, macht sich eher Langeweile breit. Der Film kommt kaum voran, ist erschreckend ideenarm und austauschbar, gönnt seinen Stars fast nur Miniauftritte und rückt stattdessen ein nervtötendes rothaariges Mädchen in den Mittelpunkt, das nicht nur unsympathisch und hässlich ist, sondern auch noch eingebildet und dumm. Die ganze Geschichte ist letztlich weitaus überschaubarer als sie tut – es geht um Kinder, die Kinder retten – und ist zwar nicht mit christlicher Ideologie aufgeladen (wie etwa die Walden Media-Debakel), wartet dafür jedoch mit seltsamen russischen Pelzmützenmännern auf, die Kinder ans Ende der Welt entführen. Bekloppt.

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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8.5Ausgezeichnet

Freiheitlich bis ins Mark und zum Platzen spannend erzählt, gefällt "Der Goldene Kompass" auch filmisch: Er ist voller Anspielungen auf die Film- und die Politische Geschichte [...] Das Ergebnis ist eine aufregende Reise in fremde Welten, mit überzeugenden Darstellern.

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Rochus Wolff: freier Journalist

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9.0Herausragend

Sagen wir es kurz und knapp: The Golden Compass ist ein kleines, ach was: großes Meisterwerk des Fantasykinos. Locker so gut wie "Der Herr der Ringe", aber nicht ganz so monumental und pathetisch veranlagt, und mit den definitiv besseren Frauenrollen. Und natürlich sowieso um Längen besser als "Eragon" oder die "Chroniken von Narnia".

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claudia.weidauer.5

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also ich muss dir da widersprechen, herr der ringe und der goldene kompass sind völlig unterschiedlich und der goldene kompass reicht nicht einmal ansatzweise an herr der ringe heran.
sorry aber ist meine persönliche meinung



Kommentare (129) — Film: Der Goldene Kompass


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MovieGremlin

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Bewertung3.0Schwach

Hallo, ich bin’s mal wieder…

Kinder- und Jugendfantasyromanverfilmungen waren noch nie so beliebt wie in den letzten Jahren. Sei es die Verfilmung von kleinen Zauberern, magischen Welten Jenseits eines alten Kleiderschrankes, Kindern von griechischen Göttern oder lustige Metzeleien von Jugendlichen zur Unterhaltung der Bevölkerung (und leider auch Romane über emotionslose Glitzerelfen, die darauf bestanden, Vampire genannt zu werden, aber dafür gibt’s schon eine andere Bewertung).
Die meisten dieser Verfilmungen hatten genug Erfolg, um fortgesetzt zu werden, andere wollten auch was vom Trend haben, sind jedoch so gescheitert, dass nur der erste Teil der Reihen verfilmt wurde (Percy Jackson hatte noch mal Glück gehabt) und sie schnell in Vergessenheit geraten sind. Man denke an die Spiderwicks, Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse (ok, da wurden drei Bücher in einen Film gequetscht, was aber die Sache nicht wirklich besser macht) oder, dem besten Beispiel dafür, der Goldene Kompass.

Ich will hier betonen, dass ich nie die Buchreihe gelesen habe und daher nur den Film beurteilen kann, da ich nicht die Unterschiede zwischen beiden Erzählweisen kenne.
Wenn ich den Film in einen Wort zusammenfassen kann, wäre dies eindeutig: Langweilig.

Ich weiß nicht wieso, aber als ich den Film gesehen habe war er größtenteils einfach nur langweilig. Vielleicht war die Geschichte selbst zu verworren, dass man aufgibt, die Handlung zu verstehen. Vielleicht waren die Charaktere nicht so gespielt, dass man eine emotionale Bindung mit ihnen aufbauen kann und daher es einem egal war, was mit ihnen passiert. Vielleicht war ich auch von Narnia, Herr der Ringe & Co zu sehr verwöhnt gewesen, dass mich die Geschichte nicht wirklich faszinierte. Ich kann nicht beurteilen was genau, aber es fehlte halt was, was mich das Interesse hätte wecken können.

Was auf jeden Fall für mich störte war die Vorhersehbarkeit der Geschichte. Erinnert ihr euch an die Szene aus Avatar – Aufbruch nach Pandora, wo die Einwohner sagten, dass das Flugvieh bisher nur von fünf der großen Anführer gebändigt werden konnte und man schon lange wusste, wer später Nr. 6 sein wird? Dieses Gefühl war die ganze Zeit in diesen Film. Vielleicht wäre es anders gewesen, wenn man ihn als Kind sich ansieht, dass noch nie oder wenige ähnliche Filme gesehen hat. Die einzig wirkliche Überraschung war das Ende des Eisbärenkampfes, das für Kinderbuchverhältnisse äußerst heftig endete.

Schade, schade, hätte vielleicht was werden können, schließlich sieht er von der Gestaltung her recht passabel aus. Aber, wie man so schön sagt: Hätt der Eisbär nicht geschissen hätt er einen Schneehasen gefangen. So ist der Film einfach nur langweilig.
Daher gibt’s nur 3,0 von 10 Eisbären-Unterkiefer.

Nun entschuldigt mich… Zzzzzz….

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Filmfan30

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Langweilig. Ja! Das ist das richtige Wort. Eine der schlechtesten Buchverfilmungen, die ich je gesehen habe. Die Regisseure haben sich wohl gedacht: Wie kann ich am besten alles Potential was die Vorlage hat verschenken? Genau, ich nehme einfach die Charaktere und mache angepasste Mainstream-Kacke daraus!

Der Eisbär wurde im Buch als ungehobelt und schmutzig beschrieben. Im Film war er schon fast ein Kuscheltier. Lord Asriel ist ein dunkler Charakter, der zu Jähzorn neigt und in seiner Gier nach Macht sogar dazu fähig ist, unschuldigen Kindern zu schaden. Das vor allem wurde im Film total schlecht umgesetzt. Man hat einen Abenteurer, ja, fast einen Helden aus ihm gemacht.

Der Goldene Kompass ist eigentlich nicht wirklich ein Kinderbuch. Es ist eher so was wie ein Allrounder für alle Altersklassen. Das merkt man vor allem an der scharfen Religionskritik, die in Band 2 und 3 noch zunimmt. Das war auch einer der Gründe, weshalb keine weiteren Teile mehr verfilmt wurden. Man wollte sich dann lieber doch nicht mit der katholischen Kirche anlegen.


Ailton32

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Bewertung5.5Geht so

Kinder-Filme als Erwachsener zu bewerten fällt mir immer schwer. Hätte ich den Film vor mehr als 10 Jahren gesehen würde ich ihm sicherlich 2 Punkte mehr geben. So bleibt ein Film mit einer gelungenen Mischung aus erfahrenen Haudegen und Nachwuchstalenten. Der Funke springt nicht wirklich rüber,was Schade ist,da der Film stellenweise sogar wirklich nicht schlecht ist. Das Produktionsbudget war wahrscheinlich einfach zu optimistisch angesetzt,was dazu führte dass es wohl trotz offenen Endes keine Nachfolger geben wird.

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GeburtstagsTorte

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Bewertung5.0Geht so

Es is zwar schon einige Zeit her, dass ich Den Goldenen Kompass gesehen habe , aber ich habe noch gut in Erinnerung wie sehr ich mich auf diesen Film gefreut habe und wie bitter entäuscht ich am Ende war. Das mag vielleicht daran liegen, dass ich die Bücher verschlungen habe und nicht genug der verschiedenen, kuriosen Parallelwelten bekommen konnte, aber nachdem dieser Streifen auf der Leinwand vor mir vorbeigerauscht ist war ich wirklich bitter entäuscht und ernüchtert. Ich kann jedem nur raten diesen Film zu vergessen und sich in die wundervollen Bücher zu stürzen!! Nun gut ... auch wenn Der Goldene Kompass nicht ganz zu gehetzt wie "Eragon" vergeht fehlen mir doch viele, aus dem Buch bekannte Einzelheiten und Hinweise die das schlechte Drehbuch des Films vernachlässigt, oder ganz weglassen. Leider kann ich kein Beispiel nennen, aber dieser Film ist nichts für Leute, die das Buch gelesen haben .

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Brenda von Tarth

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

So schade, dass es keine Fortsetzung geben wird! Mir gefällt das Genre, die Schauspieler machen ihre Sache sehr gut und für die Umsetzung der sprechenden Tiere gibt es einen extra Punkt!
Die Optik ist umwerfend - mir schleierhaft, warum der Film gefloppt ist... es gibt wesentlich Schlechteres, was mehr Geld in die Kasse gespült hat...

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hno-16

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Was erst ziemlich nerftötend anfing steigerte sich immer weiter positiv rein. Ich fand die Story an der Logik von Fantasy etwas...na ja...abgehackt,aber im guten und ganzen ein recht guter Film und Nicole Kidman hat mich als Schauspielerin in dem ersten Film den ich von ihr gesehen habe überzeugt!

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fuerchtegott

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Lies die Bücher, v.a. Teile 2 und 3. Ganz stark!


LowRidah

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Bewertung4.5Uninteressant

Sehr gute Animationen, halbwegs gute Schauspieler (für Kinder wirken diese sehr überzeugend :D) und ne nette Idee, die bissl besser hätte umgesetzt werden können.

Trotzdem für "damals" (schon sechs Jahre her) sehr gute Animationen ;)

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Copacabanasun

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Bewertung4.0Uninteressant

Bei dem schlechten Drehbuch hilft auch der goldene Kompass nicht. Was den Film vorm totalen Absturz rettet, sind die Darsteller, auch wenn man selbst Nicole Nidman schon mal besser gesehen hat. Schade das man der großartigen Vorlage nicht gerecht werden konnte.

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fuerchtegott

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Die Bücher fand ich unterhaltsam, insbesondere wie die christliche Religion auf's Korn genommen wird.


Copacabanasun

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Das stimmt Teddy. :) LG


Luke_92

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Bewertung5.5Geht so

Wie ich hörte, soll dies die Verfilmung eines Fantasy-Romans sein, der als einer der besten seines Genre gilt. An einigen Stellen ist dies auch zu spüren. Da wäre beispielsweise die innovative Story, welche keine Analogie kennt und herausragendes Potenzial in sich birgt. Ebenfalls überzeugt der Film optisch, gespickt mit Oscar prämierten Spezialeffekten. Doch viel mehr Gutes gibt es nicht zu sagen. Der Film ist zu kurz, die Handlung wirkt zeitweise verworren und die schauspielerische Leistung ist durch die Bank sehr dürftig.
Fazit: Der Film ist ganz nett, aber schafft es nicht mich zu fesseln.

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MarkWinter

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich habe das Buch nicht gelesen, aber mir hat der Film gut gefallen, vor allem die schauspielerische Leistung von Dakota Richards. BTW: Mir gefällt D. Craig in jeder Rolle nur nicht als James Bond. Und Kidman, man kann sie mögen oder nicht, aber sie hat hier wieder mal eine gute Falle gemacht. Sam Elliott gefiel mir auch sehr gut. Insgesammt sehr gutes Cast. Ich finde aber, dass man nun nicht jeden Fantasy Film mit Herr der Ringe und den Öden Harry Potter XXXX vergleichen muss. Mir hängt Letzerer sowieso zum Hals heraus. "Oh" Zauberei, es fliegen Dinge herum *oh, ah* aber das ist meine Meinung.

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sebastian.gonera.5

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ich verastehe nicht ganz wieso sich die Leute aufregen ich weiß nur das mir der Film damals sehr gut gefallen hat und ich mir immer noch eine fortsetzug gewünscht habe. Was zum Thema das buch war besser bla bla bla ich meine wenn ein Medium als eigenständiges Werk stehen lässt und dieses aber nicht kann hat es versagt ich weiß nur das dieser Film genau das Positive ist als Fantasyfilm interessant es spricht meinen geschmack was Fantasy betrift sehr gut an

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fuerchtegott

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Mir gefiel der Film ebenfalls. Habe daraufhin Teil zwei und drei gelesen. Hat sich gelohnt!


Masseltoff

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Bewertung6.5Ganz gut

Nicole Kidman bekommt grundsätzlich immer mindestens 6 Punkte von mir egal wie scheiße der Film war :)
Kleine Ergänzung: Bis auf Harry Potter kann ich Fantasy nicht ausstehen :)

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Vertugo

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Bewertung6.0Ganz gut

Leider nicht ganz nach dem Buch. Vor allem der Schluss ist nicht fer Schluss. Der zweite und dritte teil kann nie gefreht werden, so lange das irdische Nagisterium an der Macht ist. (Das magische Messer

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reem

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich mag den Film - vor allem aber die Grundidee der Geschichte. Die Bücher habe ich nicht gelesen. Daher ist für mich das größte Manko des Films, dass es einfach nie eine Fortsetzung gegeben hat....

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claudia.weidauer.5

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

der film ist okay aber leider irgendwie zuviel zukukunftsorientierte kram drin,
was den film nicht mehr wirklich im bereich "fantasy" stehen lässt.
gibt nur wenige filme, die wirklich an die bücher heran kommen und dieser hat es leider nicht ganz geschafft aber man kann ihn schauen.

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Raphz

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Hast du absolut recht. Mir fehlte da auch das gewisse etwas!


TinaCocaine

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Bewertung5.0Geht so

Fantasy ist sowieso nicht mein Genre, aber dieser Film gehört eindeutig zu den schlechteren, die ich mir überhaupt anschaue. Zweifelsohne 1A geschauspielert und auch die Effekte sind super, alles andere ist aber eher schwach. Ausgelutscht, langatmig und nicht wirklich mit einem Zauber bedeckt.

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Bluerain

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Bewertung1.0Ärgerlich

Ein Ärgernis...

Ich sah mir diesen Film auf DVD an, als er bereit mehr als ein Jahr auf dem Markt war. Auch hatte Ich durchgehend positive Rezensionen von dem Film bekommen, doch was sich mir darbot war Nichts.

Fantasytypisch ist die Welt in teilweise quietschenden Farben gehalten! Nicht wirklich bunt jedoch hätte man diese Welt deutlich dunkler gestalten müssen.
Nun muss ich dazu sagen, dass Ich die Bücher gelesen habe, alle drei um genau zu sein, und ich dachte "Jetzt musst du dem Film auch mal eine Chance geben"
Gesagt getan schon rotierte die DVD im Laufwerk meines Players.
Im Nachhinein muss ich sagen " Hätte ich es lieber einmal gelassen"
Natürlich unterscheiden sich Filme stark von Büchern und es ist unmöglich die ganze Handlung eines Buches in einen 2- Stunden Film zu packen, doch was hier verbrochen wurde kann ich nicht nachvollziehen. Bei "Harry Potter" oder "Herr der Ringe" hat es doch auch geklappt. Warum also nicht hier?

Die Charaktere entsprechen in keinster Art und Weise den Vorlagen des Buches.
Nicole Kidman als Mrs. Coulter ist die Fehlbesetzung des Jahrzehnts.
Diese Frau hat blonde Haare und im Buch wird eindeutig gesagt, dass Mrs. Coulter schwarzhaarig ist. Schön und gut, möchte Manch einer jetzt sagen. Das ist nicht wirklich schlimm, oder?
Und ich muss wiedersprechen und sagen "Doch! Das ist schlimm!" Ein Autor verfolgt, wenn er eine Figur erschafft das Ziel Etwas dreidimensionales und authentisches zu schaffen und da haben auch schwarze Haare ihre Berechtigung, oder um es mit Harry Potter zu vergleichen: Was wäre, wenn Lord Voldemort plötzlich blonde Haare auf dem Kopf und eine lange Nase im Gesicht tragen würde?

Über die Welt habe Ich bereits gesprochen! im Buch tut sich uns eine dunkle und mysteriöse Fantasiewelt auf, während die Welt im Film aus einem Tim Burton Film zu kommen scheint. Nicht, dass ihr mich falsch versteht... Ich mag Tim Burton. Er ist auf seine Art und Weise unverkennbar, doch im "Goldenen Kompass" passt diese Ausrichtung einfach nicht.

Das größte Stirnrunzeln hat mir jedoch der Storyplot bereitet. So viele wichtige Momente des Buches wurden verhackstückt oder ganz weggelassen, sodass die Geschichte nur noch ein Schatten ihrer Selbst war.
Und das ist schade.
Phillip Pullman ist einer der bedeutendsten Fantasy-Autoren, den wir momentan auf dieser Erde haben, doch dieser Film macht aus seinem Meisterwerk eine Komödie.

Im Buch konnte man mit den Charakteren mitfiebern, im Film ist man froh, wenn die Sache endlich vorbei ist...

Netter Versuch aber leider total missglückt.

1 von 10 tanzenden Schneeflocken

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Kingpin77

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Welche Ironie! Hatte Pullman doch später gesagt, dass er Nicole Kidman so ideal fand für die Rolle, dass es ihm Leid tat, Mrs. Coulter im Buch nicht als blond beschrieben zu haben.


mme.lehmann

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Bewertung5.5Geht so

Fantasy im Schnelldurchlauf. Es wurde ja schon angedeutet, dass man hier einfach auf den Harry-Potter-und-Herr-der-Ringe-Hype aufspringen wollte und den Eindruck hatte ich auch. Ich habe die Bücher nicht gelesen, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass man dort auch so dermaßen durch die Storyline hetzt. Vergleiche mit "Herr der Ringe" würde ich nicht unbedingt anstrengen, weil "Der goldene Kompass" ganz klar auf ein jüngeres Publikum abzielt. Zwar gibt es ganz klare Parallelen, aber ich glaube nicht, dass sich die Macher vom goldenen Kompass wirklich an LotR messen wollen.
Die Story verpasst irgendwie diesen Punkt, wo man als Zuschauer das Gefühl kriegt: "So, jetzt geht's los". Alles dümpelt vor sich hin und ist auch ganz nett anzuschauen, aber Spannung ist was anderes. Dazu kommt noch die sagenhaft schlechte Synchro von Lyra und ihrem Dämonen Pan. Hört sich an, als würde man ein TKKG-Hörbuch hören (was ja an sich nichts schlimmes ist, aber die Betonungen etc. passen einfach nicht zum Medium Film).
Als Kind hätte ich den Film bestimmt ganz ok gefunden und ich war nicht so gelangweilt, dass ich ausgeschaltet habe. Deswegen: 4 Punkte + 1 Punkt für Nicole Kidman, die super in die Rolle der bösen Mama passt. Außerdem einen halben Gnadenpunkt für die coolen Luftschiffe!

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vollgeheim

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Bewertung4.0Uninteressant

Habe vorher die Bücher gelesen und war dann ziemlich entäuscht von diesem Film.
Irgendwie war das alles sehr "lau", es kam wenig von der Atmosphäre rüber,
außerdem haben sie das Ende des Buchs stark gekürzt und so eine wichtige Stelle einfach gestrichen.
Da fragt man sich doch gleich ob sowieso nur ein Buch verfilmt werden sollte.

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Basilikum

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Bewertung1.0Ärgerlich

Hier dachten die Macher wohl, dass mit Buchverfilmungen wie Harry Potter und Herr der Ringe, Millionen gescheffelt wurden und wollten offensichtlich ein Stück vom Kuchen abhaben: Was ist dabei herausgekommen? Ein Film der so schnell zuende ist, wie er anfängt. Das schon mal vorweg. Auch so ist er paniert mit langweiligen Figuren und einer lahmen Handlung. Offensichtlich war's wohl ein Flopp, da ich bis heute noch nichts von Teil 2 gehört habe.

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ProsperDune

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Bewertung0.0Hassfilm

Wenn es einen Film gibt, den ich wirklich hasse, dann trifft das auf "Der Goldene Kompass" zu. Dabei hängt dieser Hass paradoxer Weise mit Liebe zusammen... Ich werde das mal erklären.

"Der Goldene Kompass" basiert auf dem ersten Teil der "His Dark Materials"-Trilogie des britischen Autors Philip Pullman, bestehend aus "Der Goldene Kompass" (ursprgl. "Northern Lights"), "Das magische Messer" und "Das Bernsteinteleskop". Drei Fantasy-Romane, ohne die ich, und das meine ich ehrlich, diesen Text hier vielleicht nie geschrieben, mich nie auf Moviepilot angemeldet und wohl auch nie einen solchen unzerbrechlichen Hang zu Filmen entwickelt hätte. Kurz: die Romane sind Meilensteine meines Lebens. Wie das zusammenhängt, ist eine lange und sehr persönliche Geschichte und die werde ich mir hier daher auch sparen. Wichtig ist Folgendes:

Warum drehte Peter Jackson "Der Herr der Ringe? Und warum sind daraus Meisterwerke entstanden? Weil er "Der Herr der Ringe" verfilmen wollte. Unbedingt. Er war ein Fan von Tolkiens Trilogie. Er wollte seine eigene Interpretation auf die Leinwand bringen und dazu bekam er die Mittel. Er hatte eine Vision.

Und warum drehte Chris Weitz (in seiner Filmografie befindet sich zum Beispiel der zweite "Twilight"-Film) "Der Goldene Kompass"? Wegen "Der Herr der Ringe" würde ich sagen. Weil irgendwelche Geldsäcke ein zweites "Der Herr der Ringe" in den Kinos haben wollten. Nicht nur das, es sollte ein "Der Herr der Ringe" sein, das sich auch 6-jährige im Kino ansehen dürfen. Das ist ja gar nicht so verkehrt, immerhin ist die Hauptfigur ein 12-jähriges Mädchen! Und so hatte Chris Weitz eine neue Aufgabe: dem Kommerz dienlich sein, in demselben Sinne wie alle paar Jahre ein neuer "The Fast & The Furious" in die Kinos kommen "muss".

So kam es, dass 1.) die Verfilmung auf 6-jährige zugeschnitten wurde, daher gekürzt um den sehr anspruchsvollen Umgang mit Religion in den Romanen, 2.) das Ende des Films zeitlich ein bisschen vor das wahre Ende gesetzt wurde, weil sonst Kinder von dem verstörenden Schluss so verschreckt sein könnten, dass sie sich nicht mehr in den zweiten Teil trauen (dabei war gerade das mein Antrieb weiterzulesen), 3.) auf die Schnelle für die Verfilmung eine Figur zum bösen Bösewicht umgeschrieben und eine neue Oberbösewichtfigur (gespielt von Christopher Lee in einer winzigen Rolle) mal eben erfunden wurde, obwohl sich die Romane fast vollständig einer üblichen Gut-Böse-Einteilung verschließen und 4.) der Film nicht den Eindruck macht, als ob er sich darum kümmere, dass er den Auftakt einer sehr komplexen Trilogie darstellt. Und die Fortsetzungen wären daher umso mehr gescheitert, angesichts dessen, dass sie sich wesentlich vom ersten Teil unterscheiden, zumal erst im zweiten Teil die zweite Hauptfigur auftaucht!

Zugegeben: Vielleicht ist es einfach eine viel zu große Herausforderung, die Trilogie filmisch ädequat umzusetzen? Aber hat man das nicht auch schon von "Der Herr der Ringe" gesagt? Ja, der war aber leider schon als Buch ziemlich bekannt.
Auch zugegeben: Die Besetzung ist von den Jungdarstellern mal abgesehen gar nicht schlimm. Wer hätte Sam Elliotts Rolle besser spielen können als er?

Doch feststeht: "Der Goldene Kompass" ist ohne irgendein künstlerisches Interesse entstanden. Wenn ich mir vorstelle, dass die anderen beiden Teile auch verfilmt worden wären, denke ich einerseits aus heutiger Sicht, wie wunderbar das trotz allem für mich gewesen wäre, aber andererseits auch, wie man den Schlussmoment von "Das Magische Messer", dem zweiten Teil, verhunzt hätte. Ohne Liebe zur Vorlage wäre aus dem schönsten (Teil-)Satz, den ich je gelesen habe, bloß eine nichtssagende Filmszene geworden - wenn sie denn nicht rausgeschnitten worden wäre weil zu schön um wahr zu sein für das empfindliche Publikum.

Ich hege eigentlich keinen Groll gegen gepflegte Unterhaltung, "Terminator 2" ist immerhin einer meiner Lieblinge, aber selbst James Cameron spreche in seinem Filmeschaffen künstlerisches Interesse zu. Es gibt nun einmal zwei Arten von Unterhaltung: die "The Fast & the Furious"-Art und die Christopher-Nolan-Art. Und "Der Goldene Kompass" zählt ganz sicher nicht zu letzterer Kategorie.

Was mir bleibt, ist die Hoffnung, dass irgendwann mal in meinem Leben ein Regisseur aufsteigt, der die "His Dark Materials"-Trilogie genauso sehr liebt wie ich, auch Pläne dafür hat und nicht auf die Meinung der Produktinsstudio hört, besser hören muss. :)

"[...] , und er hörte nicht ein Wort von dem, was sie sagten."

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ProsperDune

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Danke für die Links!
Der Arme. Da habe ich ihn wirklich zu unrecht gescholten.
(Obwohl ich mir schwer vorstellen kann, dass ihm die Verfilmung von NEW MOON genauso sehr am Herzen lag wie die von THE GOLDEN COMPASS.)
Ein DC wäre wünschenswert, wird aber zweiffellos nie erscheinen.

Ja, THE SUBTLE KNIFE ist auch mein Lieblingsteil. Er hat am allerwenigsten mit einer gewöhnlichen Fantasy-Geschichte zu tun. Und wie im Kommentar schon geschrieben: Ich liebe den Schlussatz. Lustigerweise könnte man den Satz im übertragenen Sinne auch auf Weitz beziehen.
Auch der dritte Teil ist natürlich großartig. Da interessiert mich ungemein, wie sie die Mulefa umgesetzt hätten.

Im Übrigen möchte ich erwähnen, dass Pullman meiner Meinung nach die Kirche, also die Institution, kritisiert und nicht den Glauben an sich.


Kingpin77

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Beim "Bernsteinteleskop" bin ich mir da nicht so sicher. Ich finde, Pullman hat sich da etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt. Ist in den ersten Büchern noch die Katholische Kirche (der anderen Welt!) der Hauptfeind, kommt hier plötzlich ein Hochstapler im Himmel ins Spiel. Meiner Meinung nach hätte er Gott aus der Gleichung besser heraus gelassen.

Was mir an Weitz' Drehbuchumsetzung übrigens gefällt, ist das darin thematisierte Aufbegehren gegen Autorität: "disobedience". Dies wird besonders im Kontrast zwischen der ersten und der letzten Szene deutlich, die es beide nicht in den Endschnitt geschafft haben.

Was den DC angeht - bislang gebe ich die Hoffnung noch nicht auf.



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