Der grüne Planet - Besuch aus dem All
La Belle Verte (1996), FR Laufzeit 99 Minuten, Komödie
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mit James Thiérrée und Samuel Tasinaje
Weit weg von der Erde und 4000 Reisejahre weit entfernt existiert der grüne Planet, auf dem Verwandte der Menschen leben. Sie sind soweit entwickelt, dass sie sämtliche Objekte eliminiert haben und ihre volle Konzentration, ihr Wissen, ihre Stärke und Energie auf den Fortschritt ihrer Körper und Gedanken richten. Einmal im Jahr treffen sich die passionierten Naturmenschen in einem ausgestorbenen Vulkan, um über die Ernteverteilung und Auslandsreisen zu berichten. Gewöhnlich will jeder Planetenbewohner gerne einen Ausflug auf die Erde unternehmen, nur dieses Jahr ist alles anders. Keine Seele will einen Fuß auf einen Planeten setzen, der so voller Gefahren und Primitivität steckt und auf dem die Bewohner die Arroganz gepachtet haben. Schließlich soll mit Mila eine Frau die Reise antreten, deren Vater bisher als letztes den Trip auf die Erde unternahm, und mit ihr selbst als Baby zurückkehrte. Also möchte Mila ihre Heimat erkunden. Sie lässt ihre vier Kinder auf dem grünen Planeten zurück und landet auf einer Pariser Hauptstraße. Der Kulturschock stellt sich sogleich ein, als Mila den Asphaltdschungel sieht und mit Umweltverschmutzungen aller Art konfrontiert wird. Auf ihrer Odyssee durch die Großstadt lernt sie Menschen kennen, deren Schicksal sie zum Positiven wendet.
Cast & Crew
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James Thiérrée
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Samuel Tasinaje
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Marion Cotillard
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Claire Keim
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Denis Podalydès
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Schauspieler
- Genre
- Komödie
Filmdetails Der grüne Planet - Besuch aus dem All
Trailer zum Film Der grüne Planet - Besuch aus dem All
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Kommentar — Film: Der grüne Planet - Besuch aus dem All
Kommentar schreibenstrangelet 2009/02/27 21:47:03
Kommentar löschenEin kleines bisschen lustig und ein noch ein kleines bisschen mehr lächerlich, aber immerhin eine charmante Idee. Und Marion Cotillards hübsches Gesicht trägt einen Film schließlich auch durch den gröbsten Käse.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 11 Antworten
Brentano 2010/08/04 23:48:31
Antwort löschenExtrem unmotivierte und von Unverständnis strotzende, naive und abwertende Sicht eines Films, der wichtige und menscheitlich relevante Themen anspricht und in lustiger Weise eine alternative Lebensform beschreibt. Hier geht es nicht um "schöne Gesichter" sondern um Charaktäre, hier geht es um Inhalte, (und nicht um Käse) Manche Zeitgenossen scheinen das in einer vom sinnlosen Konsum beherrschten Welt nicht mehr wahrnehmen zu können oder zu wollen. So weit ist es schon gekommen, um so notwendiger sind seltene Filme wie dieser.
strangelet 2010/10/15 21:40:13
Antwort löschenWenn man eine Botschaft hat, muss man seinen Zuschauern ein bisschen entgegenkommen. Andernfalls riskiert man, dass man nur den Bekehrten predigt. Das dürfte hier der Fall sein. Ich gehöre ja eigentlich selbst zu den Bekehrten, aber objektiv macht das den Film halt leider nicht besser.
Brentano 2010/10/15 23:57:20
Antwort löschenWas macht dieser Film denn anderes als auf behutsame und einfühlsame Art die Zuschauer in eine andere und erstaunliche, latent vorhandene Sicht unserer Welt und der darin herrschenden Verhältnisse einzuführen?
Eine Sicht, die subtil und inspirierend auf viele Probleme und Zusammenhänge darin verweist, die durchaus zu modifizieren und zu verbesseren wären. Also ein Film mit einer grundsätzlich rebellischen Grundhaltung, als eine Komödie getarnt. Was wollen sie davon nicht an sich heranlassen? Sie sind komplett d'accord mit den aktuellen Lebensverhältnissen und sehen keinen Sinn in und für Veränderungen? Wenn sie so belieben zu leben, ist das Ihre Haltung und Lebensansatz, zeigt aber in ihrem sehr allgemein gehaltenen Kommentar nur, wie beschränkt ihre grundsätzliche Weltsicht zu sein scheint, oder dürfen kleine Filme wie dieser daran nicht rühren? Nun ja.
strangelet 2010/10/16 00:09:32
Antwort löschenNun ja, Brentano, Sie interpretieren mir ein bisschen viel in meine paar Sätze hinein. Ich sage doch, die Idee ist charmant, und ich sympathisiere durchaus mit der Weltsicht, die der Film transportieren will. Aber die Umsetzung ist so geraten, dass der Durchschnittsbürger ohne großen Sinn für poetische Kritik an den bestehenden Verhältnissen nichts darin sehen wird als eine lächerliche Hippiefantasie mit Marion Cotillard. Daher kann er auch nichts bewirken, denn die, die den Film mögen, brauchen seine Botschaft nicht mehr, und wer ihn nicht mag, wird die Botschaft wohl kaum verinnerlichen. Ich kann ihm also seine guten Absichten nicht positiv anrechnen. Dazu würde schon mehr gehören.
Brentano 2010/10/16 17:14:09
Antwort löschenHallo strangelove, Sie sind ein Schwätzer, erzählen Sie mir doch mal von Filmen, die Sie "überzeugt" haben, "Independence Day" etwa?
Ihre Kritik ist nicht völlig unbegründet, doch der Film spielt auf einem relativ un-intellektuellen Level und ist dadurchh ebenso die Massen verständlich in seiner Poesie und einfachen Sprache! Das ist ja gerade einer der Stärken von Autorinnen wie Coline Serreau, die übrigens weiterhin u.a. ähnliche Filme dreht.
Der Film hat den Vorteil, Alltags-Situationen humoristisch auflockernd, beispielhaft anzusprechen, Vegetarismus, Geld, Medien, gesundes Leben, einfaches Da-sein und Geisteskraft. Was soll daran so schwer verständlich sein, ich schätze Ihre Kritik als wohlwollend, aber in ihrer Interpretation dessen ist sie mir zu kompliziert.
Dieser Film ist einer der besten seiner Art, ich denke nur Ihre Jugend hat Sie in einen "Großmut" versetzt, der dieses Werk weder akzeptieren kann noch einzuschätzen vermag. "Radikaler" sind in der Tat Filme wie "Themroc", oder "Phase 4" von Saul Bass, ...aber sind diese dadurch "verständlicher", ..?
strangelet 2010/10/16 17:27:40
Antwort löschenMein Gott, was ist daran so wichtig, dass sie mich öffentlich beleidigen müssen?
Sie halten "Der Grüne Planet" für einen der besten Filme aller Zeiten, weil er irgendwie mit Ihrer Gedankenwelt resoniert. Mich lässt er kalt, daher bin ich der Ansicht, dass er nett gemeint, aber bestenfalls durchschnittlich gemacht ist. Das ist völlig normal. Keine dieser beiden Wahrnehmungen macht einen besseren Menschen aus einem von uns... oder sehen Sie das wirklich anders?
Brentano 2010/10/16 23:01:09
Antwort löschenHi Strangelet, äussern sie sich doch mal konkreter und beleidigen wollte ich Sie nicht wirklich, sorry, ...
Sie haben diesen Film als "gröbsten Käse" bezeichnet und das sollte man differenzierter betrachten, und es geht nicht um "bessere Menschen", sondern um "bewusstere", .und wer liest das hier schon, ehrlich gesagt, ausser uns? Was sind denn die Filme, deren Aussagen Sie bevorzugen? Muss ich dafür in ihr "Profil" schauen? Gruß, B..
strangelet 2010/10/17 03:40:59
Antwort löschenNa, so eine kleine Beleidigung halte ich schon aus, keine Sorge. Und das mit dem "gröbsten Käse" war eigentlich nicht so richtig auf den Film bezogen, sondern eher als Lob für Marion Cotillard gemeint, im Sinne von: Mit ihrem Gesicht drin hätte ich mir auch einen schlimmeren Film angesehen. "Der grüne Planet" bekommt ja sowieso sieben Punkte von mir, das ist nach meinem Maßstäben eine recht gute Bewertung.
Wenn ich die Filme, die ich richtig gut finde, mal durchgehe, fällt mir jetzt natürlich keiner auf, der eine vergleichbare Botschaft transportieren will, aber Beispiele für gut transportierte Botschaften wären zum Beispiel "Wag the Dog" oder ein Antikriegsfilm wie "Letters from Iwo Jima". Beide kann man einfach als spannende oder unterhaltende Geschichten sehen, und man weiß hinterher trotzdem, dass Politik unehrlich und Krieg grauenhaft ist. Oder, wenn es konkreter sein soll, zum Beispiel "Wüstenblume", wo es um Genitalverstümmelung geht. Das ist auch in eine optimistische, leicht verdauliche Geschichte verpackt, wenn auch nicht gerade in eine besonders originelle. Das kann jeder Hans und Franz anschauen, ohne sich je mit dem Thema auseinandergesetzt zu haben, und trotzdem kommt die Aussage an.
Und das sehe ich halt beim Grünen Planeten nicht. Da habe ich den Verdacht, dass jemand, der nicht bereits ein Kritiker der modernen Gesellschaft ist, einfach wegzappt, weil er ihn nicht versteht und auch nicht unbedingt lustig findet. Möglicherweise liege ich da auch falsch, aber wenn ich mal überlege, mit wem aus meinem Bekanntenkreis ich diesen Film anschauen könnte ohne mich zum Gespött zu machen, dann glaube ich das eher nicht... Während ich die drei gerade genannten ohne Probleme praktisch jedem vorsetzen könnte.
Brentano 2010/10/18 18:43:40
Antwort löschenHallo Strangelet, was kommen Sie mir immer wieder mit dieser "Cotillard", hat die Ihnen Tantiemen versprochen, wenn sie deren Namen hier immerfort erwähnen, das ist doch nur eine gefügige Schauspielerin, eigentlich Human-Deko für eine Film in dem es um ganz andere, wichtige Themen geht.
Sicher haben Sie ein wenig "Recht" wenn Sie behaupten, das man frü manchen Filme vorher "gebrieft" sein muss, etwas vom Thema verstehen sollte, etwas darüber wissen müsste! Aber um was geht es denn in diesem Film, um ausserirdische Formeln, mysteriöse esoterische Rätsel, unbekannte Chiffren und Mysterien, fremde Lebensformen? Nein: es geht um Lieben, das Leben, Lebendigkeit, Gemeinschaft und gemeinsames Leben in ursprünglicher Art und Weise. Ein Leben wonach sich Millionen von Urlaubern sehnen, wenn sie in fremde Länder fleigen und die Herzlichkeit und Ursprünglichkeit der dortigen Bevölkerungen noch betonen und verehren. Urspünglichkeit, Einfachheit, Mitmenschlichkeit, Genügsamkeit und gemeinsame Freude in Frieden erleben, das spricht der Film an.
Ja sind denn Sie und mache Deutschen schon so abgespaced, das sie das nicht mehr sehen (wollen) nicht nach-empfinden können, sind sie zu Robotern geworden, zu funktionalen Einheiten , zu polierten Zahnrädchen ohne herz und Verstand, nur zum Funktionieren abgerichtet?
Oder ist es noch so wie Hölderlin in seinem Buch "Hyperion" 1797 behauptet hat, im Text "über die Deutschen":
"Ich kann kein Volk mir denken, das zerrißner wäre, wie die Deutschen. Handwerker siehst du, aber keine Menschen, Denker, aber keine Menschen, Priester, aber keine Menschen, Herrn und Knechte, Jungen und gesezte Leute, aber keine Menschen - ist das nicht, wie ein Schlachtfeld, wo Hände und Arme und alle Glieder zerstükelt untereinander liegen, indessen das vergoßne Lebensblut im Sande zerrinnt? "
"Ich sage dir: es ist nichts Heiliges, was nicht entheiligt, nicht zum ärmlichen Behelf herabgewürdigt ist bei diesem Volk, und was selbst unter Wilden göttlichrein sich meist erhält, das treiben diese allberechneden Barbaren, wie man so ein Handwerk treibt, und können es nicht anders, denn wo einmal ein menschlich Wesen abgerichtet ist, da dient es seinem Zwek, da sucht es seinen Nuzen, es schwärmt nicht mehr, bewahre Gott!"
.."wenn von der Sonne warmem Strale berauscht, der Sclave seine Ketten froh vergißt und von der gottbeseelten Luft besänftiget, die Menschenfeinde friedlich, wie die Kinder, sind - wenn selbst die Raupe sich beflügelt und die Biene schwärmt, so bleibt der Deutsche doch in seinem Fach' und kümmert sich nicht viel ums Wetter!"
"Es ist auf Erden alles unvollkommen, ist das alte Lied der Deutschen. Wenn doch einmal diesen Gottverlaßnen einer sagte, daß bei ihnen nur so unvollkommen alles ist, weil sie nichts Reines unverdorben, nichts Heiliges unbetastet lassen mit den plumpen Händen, daß bei ihnen nichts gedeiht, weil sie die Wurzel des Gedeihns, die göttliche Natur nicht achten, daß bei ihnen eigentlich das Leben schaal und sorgenschwer und übervoll von kalter stummer Zwietracht ist, weil sie den Genius verschmähn, der Kraft und Adel in ein menschlich Thun, und Heiterkeit ins Leiden und Lieb' und Brüderschaft den Städten und den Häußern bringt. "
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thx4711 2011/12/15 02:16:56
Antwort löschen"und wer liest das hier schon, ehrlich gesagt, ausser uns?"
Also, ähem, ich.
Und es ist schon recht amüsant. Besonders die inhaltliche Entwicklung bis zum Ende.
Brentano 2011/12/15 11:27:50
Antwort löschenWas ist gegen alte deutsche Prosa zu sagen, (Hyperion, Hölderlin) die das historische Leit-Thema des Films aus "deutscher Sicht" betrachtet aufgreift, ..?