Die Stille der Unschuld - Der Künstler Gottfried Helnwein

Die Stille der Unschuld - Der Künstler Gottfried Helnwein (2009), DE
Laufzeit 116 Minuten, FSK 12, Dokumentarfilm, Kinostart 17.06.2010

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von Claudia Schmid, mit Gottfried Helnwein

Gottfried Helnwein ist ein Künstler klarer Aussagen, ungezügelt und eigenwillig. Mit seinen hyperrealistischen Darstellungen gequälter Mädchen aus den 70er Jahren bis hin zu den Malereien und Fotografien von heute konfrontiert er uns mit den dunklen Seiten menschlicher Natur. Still aber schonungslos führt er die Leidensfähigkeit des Menschen am Schicksal des unschuldigen Kindes vor Augen und macht den Betrachter zum Mitwissenden und Mittäter bei Verletzung und Misshandlung. Nicht umsonst ist Helnwein einer der weltweit bekanntesten und zugleich umstrittensten deutschsprachigen Künstler der Nachkriegszeit. Helnwein ist ein politisch denkender Künstler, der das gegenwärtige und historische Weltgeschehen analysiert und auch dort die Strukturen von Macht und Gewalt offenlegt. Zeitlebens hat er sich mit den perfiden Mechanismen der NS-Zeit auseinandergesetzt. Seine Bilder sind ein andauernder Appell gegen das kollektive Verdrängen und Vergessen.


Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Die Stille der Unschuld - Der Künstler Gottfried Helnwein

alexandra seitz: Berliner Zeitung, tip, ray ... alexandra seitz: Berliner Zeitung, tip, ray ...

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8.0Ausgezeichnet

Die Initialzündung für Schmid – selbst Künstlerin und Regisseurin vieler Dokumentationen über Bildende Kunst und Porträts –, einen Film über Helnwein zu drehen, war 1988 dessen Installation "The Ninth November Night": Eine zwischen dem Museum Ludwig und dem Kölner Dom aufgestellte 100 Meter lange Bilderwand mit Kindergesichtern, die anlässlich des Gedenkens an die Pogrome 1938 den Begriff "Selektion" illustrierte. Bereits nach wenigen Tagen wurde sie von Unbekannten beschädigt, die die Bilder auf Höhe der Hälse aufschlitzten. Für ihren Film begleitete Schmid Helnwein zwei Jahre lang: Sie beobachtet ihn bei der Arbeit auf seinem Schloss in Irland und in seinem Atelier in Los Angeles, sie fängt Momente des Familienlebens ein und eine ziemlich komische Begegnung mit Helnwein-Freund und Kalifornien-Gouverneur Arnold Schwarzenegger. Auf seine Beziehungen zu Scientology geht Schmid jedoch nicht ein. Sie zeigt uns einen Künstler, der sich seiner sicher ist und der sich zu verteidigen weiß, der wilde Geschichten in geruhsam wienerischem Pathos erzählt, zu denen Aufnahmen endlosen Minimalgepinsels, unterbrochen vom denkerischen Schluck aus dem Kaffeebecher, gestellt werden. Ein Film mit Sogwirkung oder Abstoßungseffekt. Wie die Bilder.

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Eneb

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kein Interesse

Komisch, wieso ist da Rei aus Neon Genesis Evangelion auf dem Cover? Soll das junge Anime-Zuschauer anlocken? Soll das einen tieferen Sinn haben der sich nur Zuschauern der Serie erschließt?

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