Der letzte Mohikaner - Kritik

US 1992 Laufzeit 122 Minuten, FSK 16, Abenteuerfilm, Drama, Actionfilm, Kinostart 14.01.1993

  • 10
    Steppe76 22.06.2015, 20:30 Geändert 22.06.2015, 20:36

    Eine herrliche Liebesgeschichte, eingebettet in großartig inszeniertes historisches Schlachtenepos, untermalt von einer wundervollen Filmmusik.
    Grandios.
    Einer der Filme, die ruhig drei, vier Stunden dauern dürften.

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    • 7

      Ohne Daniel Day- Lewis und den überragenden Soundtrack maximal Mittelmäßiger Streifen.

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      • 6 .5

        Packende Musik, die Sets mit viel Liebe in Szene gesetzt, aber leider wurde dafür arg an der Story und an derCharakterentwicklung gespart.

        • 8 .5

          DER LETZTE MOHIKANER

          Da ist sie wieder. SIE, genau SIE. Die Rede ist von meiner Schwäche für Historienfilme, unabhängig davon ob sie aus historischer Sicht nun zu 100% korrekt dargestellt worden, oder sich Kleinigkeiten genauso zurechtlegen wie sie es brauchen um ihre Geschichte zu erzählen. DER LETZTE MOHIKANER ist ein Streifen, der trotz seiner filmischen Klasse in gewisser Weise immer noch viiiel zu unbekannt ist, leider. Dabei ist dieser wunderbar stimmig inszenierte Abenteuerfilm von Michael Mann, der jedem durch dessen Überfilm HEAT bekannt sein sollte, einer der besten Historienfilme überhaupt, und ist nebenbei in vielen Belangen nah an der Perfektion, weshalb er, soviel kann man jetzt schon sagen, von jedem eine faire Chance verdient hat.
          Michael Mann nahm sich hier einen der bekanntesten historischen Romane überhaupt zum Vorbild, und erschuf letztendlich ein Werk, welches einige dramaturgische Elemente und filmische Grundgenre in einem kompakten ganzen vereint. DER LETZTE MOHIKANER ist sowohl eine geschichtliche Lehrstunde ( wenn auch mit diversen, aber nie schwer ins Gewicht fallenden Änderungen), ein fantastisch inszenierter Abenteuerfilm der die Herzen der Fans dieses Genres höher schlagen lässt, als auch eine authentisch und greifbar wirkende Liebesgeschichte, umspannt vom Streben großer Kolonialmächte nach Macht, Reichtum und Land und einer erneuten Erkenntnis, das die WAHREN Leidtragenden, beginnend mit der Entdeckung der neuen Welt, einzig die Ureinwohner, sprich die Indianer sind.
          Die Geschichte des Romans brachte Michael Mann eindrucksvoll auf die große Leinwand! Diese wirkt zu keiner Zeit langatmig, öde oder blass, im Gegenteil. Die Story von DER LETZTE MOHIKANER ist vor allem eines, UNVERBRAUCHT! Gerade dadurch, das man hier eben nicht den x'ten Sandalenfilm rund um römische Kriege gegen diverse barbarische Stämme, sondern einen Streifen sieht, dessen Thematik (bisher) noch nicht in Mengen den Weg ins Kino gefunden hat, macht den Film meiner Meinung nach so stark! Die Geschichte um den weißen adoptierten Hawkeye, der sich mit seinem Vater und Bruder im Kolonialkrieg zwischen den Briten und den Franzosen wiederfindet, ist spannend, fantastisch gefilmt, handwerklich allererste Sahne und musikalisch gesehen ein Fest für die Ohren. Tatsächlich, Trevor Jones und Randal Edelman steuern hier eine der stimmigsten, passendsten, schlichtweg BESTEN Filmmusiken aller Zeiten bei, für die man wirklich nur applaudieren kann! SO geht Filmmusik! Genauso Dante Spinottis Kameraarbeit, grandios! Was dieser Mann für unglaubliche Landschaftsaufnahmen einfängt, die das ungezähmte Grenzland der neuen Welt wunderbar widerspiegeln, ist schier gigantisch. Großes Lob! Auch die Schauspieler, bei denen ich jedoch zugeben muss das ich bis auf Daniel Day Lewis keinen kannte, spielen auf einem hohen Niveau und schlüpfen glaubhaft in die Rollen ihres jeweiligen Charakters. Natürlich ist es erneut Daniel Day Lewis, der hier wieder eine ganz starke Leistung zeigt. Zwar bei weitem nicht seine beste ( man denke nur an GANGS OF NEW YORK oder THERE WILL BE BLOOD...), aber dennoch mehr als ansehnlich.

          DER LETZTE MOHIKANER ist wie gesagt (leider) immer noch eine Art Geheimtipp, zu unrecht. Michael Mann ist hier ein äußerst edel und verdammt professionell gefilmter Abenteurerstreifen gelungen, in dem wahrlich ganz viel drin steckt. DER LETZTE MOHIKANER findet dabei stets die richtige Mischung aus Spannung, Action ( die Kämpfe, hier noch ganz ohne CGI etc., wirken wunderbar handgemacht), Drama, Liebe und Epik, weshalb man für dieses Werk, auch nicht zuletzt wegen dem Soundtrack <3 und der Kamera, eine Glasklare Empfehlung aussprechen kann! Schon jetzt eine Art Klassiker.

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          • 9
            moviesforlife 15.02.2015, 19:07 Geändert 15.02.2015, 19:12

            "Der letzte Mohikaner" ist ein Film, dem ich zuerst aus dem Weg gegangen bin. Ich dachte irgendwie immer an so einen langatmigen und sichtbar veralteten Streifen der klassischen Lektüre von James F. Cooper.
            Umso positiver war ich dann überrascht, als ich den Film sah. Und auf Grund der Zweitsichtung am heutigen Tag, will ich doch mal einen Kommentar (und gleichzeitig eine klare Empfehlung) dalassen!

            "Der letzte Mohikaner" ist ein unglaublicher Epos, der diesem Namen auch gerecht wird. Der Film erzählt die Geschichte von Chingachgook und seinem Sohn Uncas-die Letzten vom Stamm der Mohikaner-die zwischen die Engländer und die Franzosen geraten, die sich um den Platz in der Neuen Welt bekriegen. Dabei helfen sie den Töchtern des britischen Offiziers Munro, die von einem feindseligen und rachsüchtigen Indianer verfolgt werden...

            Das Erste, was man bei diesem Film positiv erwähnen sollte, ist der Soundtrack! Der ist nämlich einfach hammermäßig und untermalt den Film so brilliant, wie ich es vorher nur selten in einem Film gesehen habe (höchstens in "Herr der Ringe"!). Wer also ein Argument sucht, den Film zu gucken, hier ist es:

            https://www.youtube.com/watch?v=HWGRnHOhGiE

            Zu dem Hammer-Soundtrack gibt es auch noch wunderschöne Bilder: riesige Wälder, gigantische Wasserfälle, die von Klippen in die Tiefe stürzen...OPTISCH EINE WUCHT!!!
            Und auch die Atmosphäre stimmt und wirkt so authentisch, dass man sich direkt in die Kolonien versetzt fühlt!

            Schauspielerisch kann der Film auch überzeugen, vor allem durch einen brillianten Daniel Day-Lewis.
            Die Hauptpersonen werden toll dargestellt und noch dazu gibt es mit dem grimmigen und bösartigen Magua auch noch einen starken Antagonisten!

            Auch für Action sorgt der Film: die Kriegsszenen sind super dargestellt und auch die Schlachten sehen wunderbar aus und liefern einige epische Kampfsszenen!
            Und auch das Finale ist einfach nur geil! Ein krasser Showdown und ein toller letzter Kampf, der in Erinnerung bleibt!

            Außerdem ist der Film auch noch sehr traurig und dramatisch, vor allem gegen Ende.

            Mit etwas über 2 Stunden zieht sich der Film leider auch ein klein wenig, bei der Erstsichtung dürfte das aber kein Problem sein.

            "Der letzte Mohikaner" ist also nichts geringeres, als ein bildgewaltiges, actionreiches, episches Meisterwerk, das mit einem göttlichen Soundtrack untermalt wird!
            Wer diesen Film also-genau wie ich-lange nicht auf dem Radar hatte, MUSS ihn sich unbeding mal angucken. Allein schon der Soundtrack ist Grund genug. Und dann kommen noch epische Kampfszenen und ein tolles Finale!
            Wer also epische Filme, wie "Herr der Ringe" mag und sich auch noch für diese Indianer-und Kolonisations-Thematik begeistert, der MUSS diesen Film gesehen haben!!!
            Gigantisch. Episch. Toll.
            Hau, ich habe gesprochen!

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            • 8

              Ein sehr gute actionreiche Verfilmung des klassischen Stoffes von
              James Fenimore Cooper!!
              Absoluter Pluspunkt: Der geniale opulente Soundtrack!!

              • 5

                "Der letzte Mohikaner" ist ohne Frage ein schön gefilmter und mit klasse Musik unterlegter Historienstreifen.
                Leider hat mich die Geschichte nicht gepackt. Alle Figuren haben mich völlig kalt gelassen und selbst die Leistung von Daniel Day-Lewis fand ich nur durchschnittlich.

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                • 9
                  NewSTARs 04.01.2015, 00:00 Geändert 04.01.2015, 00:05

                  Michael Mann's bildgewaltiges Leinwandepos "Der letzte Mohikaner" ist ein Schatz im Bereich der Historienfilme. Seine Bilder sind für die ganz große Leinwand gemacht und die gnadenlose Action wurde mit großen Bildern in die spannende Story eingebracht. Emotionsvoll und mitreißend wird die Geschichte vom aussterbenden Volk der Mohikaner erzählt, in dem der einzigartige Daniel Day-Lewis sein großes Können unter Beweis stellt und sowohl in den actiongeladenen, als auch in den ruhigen Szenen durchweg überzeugt. Des weiteren stechen Madeleine Stowe und Steven Waddington sehr für mich heraus, die ihren Charakteren viel Tiefe und Glaubwürdigkeit geben. Natürlich ist auch der äußerst emotionale und eindrucksvolle Soundtrack sehr stark zu loben.

                  Großes, actionreiches, emotionales und sehr mitreißendes Kino! Unbedingt anschauen!

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                  • 9
                    brucelee76 28.12.2014, 13:43 Geändert 28.12.2014, 13:48

                    Hi Leute,

                    es gibt Filme die sind einfach Klasse! So wie dieser hier von Michael Mann.
                    Warum?! Der Cast, Set, Bild, Story und der wahrscheinlich atemberaubendste und wunderschönste Soundtrack, machen diesen Dreiecks-Konflikt zwischen Indianer, Engländer und Franzosen zu einem Kino-Highlight.
                    Zudem die Liebesgeschichte zwischen den beiden indianischen Halbbrüder und den Britischen Schwestern, einfach todtraurig. Und der überragende Daniel-Day Lewis. Ich kenne keine Filme von ihm wo er schlecht spielt. Er ist der Pendant zu Merryl Streep auch sie hat noch nie schlecht gespielt. Voll-Profis eben!
                    Ich frage mich wieso er das Herz nicht hat?! Muss den mir mal wieder ansehen! Vielleicht bekommt er ihn dann :-).

                    Mein Fazit: Die neue Welt wird unter zwei Kolonial-Mächten aufgeteilt. Leidtragende sind alle Indianer. Vor allem die letzten Mohikaner. Die nicht nur gegen die Invasoren antreten müssen, sondern auch gegen ein opportunistisches Huronen-Stamm.

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                    • 10

                      Ein absoluter Klassiker, der in jedes Regal gehört http://cinemeg.blog.de/2014/08/11/klassiker-regal-letzte-mohikaner-19106235/

                      • 9
                        vladvanhelsing 07.09.2014, 21:33 Geändert 22.01.2015, 23:18

                        Habe Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt um an den Original-Motionpicture-Soundtrack zu gelangen. Toller Film!

                        • 9 .5

                          Edel.
                          Sehr edel.
                          Aber nicht nur.
                          Auch, vor allem, visuell stark, sehr sogar.

                          Michael Mann gelingt es ein großes Thema (Liebe/Zukunft der eigenen Leute/Krieg und Frieden) zu bündeln, stark zu konzentrieren.

                          Die Musik ist ein Traum!
                          Ja klar, pathetisch, ja vielleicht auch im Verdacht zu opulent zu wirken.
                          Für mich aber nicht.
                          Mich erreicht der Sound, mich erreicht diese Musik, sie "zieht mich rein", sie passt perfekt.

                          Dazu schlicht herausragende Kameraarbeit
                          Ein ungemein intuitives Gefühl, für die richtige, die wahre, die genaue, präzise Aufnahme.

                          "Tod und Ehre mögen für dasselbe gehalten werden.
                          Aber Heute hab ich gelernt, dass sie es manchmal nicht sind."

                          Viel Pathos, viel Visuelles.
                          Aber auch Emotion, aber auch eben Gefühl, wirkt hier in mir.

                          Da ist nicht nur Bild und Ton.

                          Da ist auch gelungene, glaubhafte Liebesgeschichte.

                          "Ich werde dich finden!
                          Egal wo du auch bist!
                          Ich werde dich finden!"

                          Wahrhaft großes Kino, echte Gefühle, sozusagen.

                          Und wahrhaft echter Druck, echte Stringenz.

                          (Wer gespoilert werden will, oder es eh kennt:
                          http://www.youtube.com/watch?v=7tiKM4fxY1U)

                          Soll erst mal Einer nachmachen.
                          In der Intension, in dieser Bildersprache, dieser Melancholie, in dieser filmischen, wie erzählerischen (keine Worte, rein die Bilder erklären ALLES) Gewalt.

                          Ein Kinofilm alter Schule, mit ganz starken, zum Teil herausragenden Schauspielern.

                          So geht Epos.
                          So geht Erlebnisabenteuerkino.
                          So geht Opulenz.

                          So geht Film, den man immer und immer wieder schauen kann, vor allem immer und immer wieder schauen will.

                          Also:
                          So geht Film.

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                          • 6

                            James Fenimore Coopers Roman „Der letzte Mohikaner“ zählt schon immer zu meinen Lieblingsbüchern. Desto skeptischer war ich der Verfilmung gegenüber eingestellt. Doch aus Zufall fand ich den grandiosen Soundtrack des Films (Stichwort: Promentory --> unbedingt YouTuben) und sah mir auch die letzte Szene dieses Films, welche wenn man das Buch mehrere Male gelesen hat kaum „neues“ bietet und war von der Inszenierung begeistert. Immerhin hat ja auch Michael Mann auf dem Regiestuhl platzgenommen. Diese letzte Szene ist so gewaltig, dass alleine sie wirklich 10 Punkte verdient hätte.

                            Der Film an sich fängt sehr stimmig an. Man kann sich in die Lage hineinversetzen und Michael Mann gelingt es alle Charaktere glaubhaft in Szene zu setzen, jedoch nicht die eigentlichen Motive des Romans außer acht zu lassen. Die sich entwickelnde Liebesgeschichte zwischen Nathaniel Poe, dem von Indianern großgezogenen Waldläufer, und Cora Munroe wird wirklich grandios in Szene gesetzt und steht im krassen Kontrast zu den gewalttätigen Schlachtsequenzen. Schauspielerisch ist der Film sowieso einfach perfekt besetzt Daniel Day-Lewis ist wie immer grandios, doch besonders überzeugt hat mich Wes Studi als diabolischer Indianerkrieger, der nach Rache sinnt und das Wort Badass definiert.

                            Michael Mann ist hier eine viel zu unbekannte Perle des modernen Abenteuerkinos gelungen. Er entführt uns auf eine spannende Reise durch die atemberaubende Schönheit der nordamerikanischen Wälder, packt gekonnt Zivilisationskritischeaspekte mit ihn das ganze und sträut zum genießen einen wirklich PERFEKTEN Soundtrack mit drauf.

                            9
                            • 9

                              Toller Film. Kaum jemand kennt ihn, viel zu unrecht. Für mich einer der Filme der viel zu unterbewertet und unbekannt ist . Für alle die ihn noch nicht kennen schaut ihn euch an, enttäuscht werdet ihr nicht!
                              Die Schauspieler spielen überragend, besonderes die Hauptfigur, gespielt von Daniel Day- Lewis ist einfach nur toll.
                              Die Landschaften und der Soundtrack sind der Hammer. Wunderschöne Bilder und ein Meisterwerk von Soundtrack.
                              Der Film wird nie langweilig und entspannt mich über seine 2 Stunden Spielzeit vollkommen.
                              Ein viel zu unbekannter Film, der voller Emotionen steckt und den Zuschauer fesselt.
                              Geheimtipp !

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                              • 7 .5

                                Guter Film mit einen wie immer exzellenten Daniel Day Lewis, allerdings bleibt er ein wenig hinter meinen Erwartungen zurück, vor allem, weil der Plot sehr schlicht ist und keine Überraschungen bietet.

                                Die Bilder sind wiederum super, daher kann man sich den letzten Mohikaner definitiv angucken.

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                                • 9

                                  Schon als Kind hat mich die Musik in diesem Film total fasziniert. Der Score gehört für mich zum besten in der Filmgeschichte (An erster Stelle immer noch "Sunshine"). Grossartige Landschaft, tolle Schauspieler und dann wie gesagt, diese Musik...

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                                  • 7 .5

                                    bestimmt 15 jahre hab ich den immer mal sehen wollen und heute war es soweit...
                                    war mir ein bissel viel gequatsche aber egal der film ROCKT!!!

                                    • 8

                                      Great Spirit, Maker of All Life. A warrior goes to you swift and straight as an arrow shot into the sun. Welcome him and let him take his place at the council fire of my people. He is Uncas, my son. Tell them to be patient and ask death for speed; for they are all there but one - I, Chingachgook - Last of the Mohicans.

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                                      • 8

                                        Ein überwältigendes, uramerikanisches Epos der Loyalität und Identitätssuche im Angesicht der Kolonialkriege - England gegen Frankreich auf amerikanischen Boden, beide im Kampf um die neue Heimat, zudem jeweils im Clinch mit den Statuten ihrer Länder und beide verbunden mit den Ureinwohnern Amerikas. Auf die Seite Englands schlagen sich die Mohikaner, auf die Seite Frankreichs die Huronen.

                                        Im Mittelpunkt beider Parteien stehen Adoptivsöhne - Hawkeye/Nathaniel Poe (Daniel Day-Lewis), der sich mit den Engländern zusammenschließt und für immer in die Tochter des Colonels Munro, Cora (Madeline Stowe), verliebt und auf der französischen Seite Magua (Wes Studi), der nach blutiger Rache für seinen von den Engländern geschlachteten Stamm sinnt. Zwischen ihnen entscheidet sich im metaphorischen Sinne die Zukunft/Vergebung der neu formierten Nation und die unvermeidliche, opferreiche Adaption an diese. Frieden und Vernichtung stehen sich gegenüber.

                                        Michael Mann schenkt dieser recht romantisierten, aber auch kompromisslosen Verfilmung des gleichnamigen Romans von James Fenimore Cooper nicht nur seine absolute, behutsame Hingabe in Sachen Bild- und Tongestaltung, sondern auch emotionaler Nachvollziehbarkeit sowie naturalistischer Härte. Ehre und Nobilität werden da natürlich zu den erhebenden Hauptcharakteristika des Gesamteindrucks, zusammen mit dem durchgehenden Titelthema des Scores.

                                        Doch so wie uns dieses Thema begleitet, wie die Charaktere auf ihrer Odyssee, so finden auch wir uns zum Schluss unausweislich in der letzten, großen Entscheidung und erleben in ihrer vollen Konzentration die Bitterkeit der gesamten Reise nochmals in uns - besiegen diese mit einer derartig aufstrebenden Befreiung, dass auch der letzte von uns Zuschauern mit dem letzten Mohikaner und Hawkeye geeint ist. Identität: gefunden.

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                                          Der wohl beste Film mit Daniel Day Lewis überhaupt.
                                          Absolut sehenswert.

                                          • 8

                                            Atemberaubende Schauplätze und ein fantastischer Daniel Day-Lewis. Der Original-Score von Randy Edelman rundet diesen gelungenen Film sehr gut ab.

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                                            • 8

                                              Recht gute Adaption des Romanklassikers, welche die Romanvorlage auf interessante Art und Weise ausbaut. Darüber ob eine Literaturverfilmungverfilmung sich strickt an die Buchvorlage halten soll, darüber kann man sich natürlich streiten. Die Story, wie gesagt auf gute und interessante Weise ausgebaut, zwar nicht überragende, aber auf jeden Fall solide schauspielerrische Leistung, ab und an recht spannend und schöne Landschatsaufnahmen. Könnte eventuell nach einer weiteren Sichtung noch 8 Punkte bekommen.

                                              • 4

                                                The Last of the Mohicans

                                                Ich hatte eigentlich etwas anderes erwartet, etwas von historischer Relevanz und Korrektheit, aber bekommen habe ich das bei Mann übliche Gemetzel (hier ausnahmsweise ohne Maschinengewehre) in tollen Kulissen. Miami Vice sozusagen, nur im 18. Jahrhundert statt den 80er Jahren. Und Neuengland statt Miami natürlich^^

                                                Wirkliche Tiefe besitzt der Film dabei nicht, dem Drehbuch und den Dialogen schmeichelt man mit dem Wort "ausbaufähig". Ich denke auch nicht, dass Manns Interesse an der Thematik herausragend groß gewesen sein kann...
                                                "Michael Mann gab zu, dass er vor oder während der Dreharbeiten niemals das Originalbuch von James Fenimore Cooper gelesen hatte."
                                                (http://de.wikipedia.org/wiki/Der_letzte_Mohikaner_(1992))

                                                Nach solidem Beginn wechseln sich einigermaßen unterhaltsame Szenen mit stark ermüdenden ab, sodass man spätestens am Ende des Films merkt, wie anstrengend und wiederholend Actionszenen, Landschaftsaufnahmen und insbesondere der zunächst angenehme Score wirklich sind. Ich bin nur noch froh gewesen, als es endlich vorüber war. Die Liebesgeschichte war tatsächlich noch das Stärkste, was The Last of the Mohicans bietet. Die Story ist simpel und unspektakulär, die Darstellerleistungen ebenso. Mehr als Manns Talent Einzelszenen gut zu verfilmen, sowie sein Interesse an Landschaftsaufnahmen und Gemetzel, vermag ich hier nicht zu entdecken. Schlechter als alles, was er danach ab Heat gedreht hat, und extremer noch als Miami Vice Einzelszenenactionstückwerk, dessen Sinnhaftigkeit sich mir nicht erschließen will, und das als reines Actionentertainment ebenso nicht funktionieren will.

                                                4.0 - Inszenierung nur in Ansätzen sehenswert, auf Dauer ermüdend (speziell der Score), dazu ein sehr durchwachsenes Script

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                                                  Daniel Dey-Lewis ist nicht wirklich mein Fall als Schauspieler, aber ich muss zugeben, dass er Hawkeye, den Blutsbruder (!) und NICHT den Adoptivsohn von Chingachgook überzeugend mit Leben zu füllen versteht. Neben ihm verblasst Uncas geradezu, was ich sehr schade finde.
                                                  Weiterhin ärgern mich Verdrehungen der Handlung des Romans (was ich noch verschmerzen kann) wie auch der Hauptfiguren (was für mich ein Kardinalsfehler ist, der absolut unverzeihlich ist). Ich erwarte nicht von Michael Mann, dass er als Regisseur die Romane allesamt gelesen hat. Aber wenn er schon sagt, dass er nichts darüber gelesen hat, noch nicht einmal merkt, dass er die Hauptfiguren verdreht hat, ärgert mich das doch.
                                                  So sind die blonde Alice und Mayor Duncan Heyward ein Liebes(!) paar und nicht wie hier dargestellt! Alice begeht NICHT Selbstmord!!! Wie auch, wenn sie den Mayor heiratet und mit ihm ein Kind bekommt, das im Folgeroman von James Fenimore Cooper noch eine wichtige Rolle spielen wird. Sehr ärgerlich und wie ich finde absolut überflüssig.
                                                  Die dunkelhaarie Cora (Madeleine Stowe) ist die Geliebte von Uncas, NICHT von Hawkeye!!! (Bzw. die zarte Annäherung der beiden wird im Roman beschrieben.) Sie und Uncas sterben beide zum Ende des Romans!!!
                                                  Wenn schon Daniel Dey-Lewis den strahlenden Liebhaber darstellen soll, hätte man ihn weitaus passender Uncas darstellen lassen sollen, dem er eh optisch angeglichen worden ist. Oder das Augenmerk eher auf Alice und Mayor Duncan Heyward legen, denn deren Liebesgeschichte ist auch sehr schön!
                                                  Die Typisierungen der Indianer schmerzen zusätzlich, entstammen aber leider dem Roman, auf dem der Film beruht (Der 2. Roman der Lederstrumpf Reihe, aus der Feder von James Fenimore Cooper).
                                                  Die Schlachten sind brutal und beinahe schon episch zu nennen, alten Schlachtgemälden ähnlich. Für meinen Geschmack wird die Gewalt zu ausführlich gezeigt. So ausführlich und blutig, dass der Film um 17 Min. gekürzt werden musste, damit er in die Prime Time passte.
                                                  Die wunderbare Landschaft wird in großartigen, atemberaubenden Bildern eingefangen und die Musik ist wirklich einfach nur schön zu nennen.
                                                  Wären nicht die Verdrehungen von Personen und Handlung, dieser Film würde bei mir in der Bewertung wesentlich besser abschneiden. Aber ich möchte meine Verärgerung zum Ausdruck bringen, da ich diese Verfälschungen von Personen und ihren Handlungen nicht nachvollziehen kann.

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                                                    So verdammt kitschig. Und so verdammt geil.
                                                    Kriegskitschepos. :)

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