Hitchcocks erfolgreichster englischer Film war zugleich die Vorlage für sein einziges Remake. Ich weiß nicht genau woran es liegt, vielleicht daran, dass ich die Stewart-Version zuerst gesehen habe, aber ich finde das Original deutlich schwächer. Die Unterschiede sind teilweise gravierend, besonders was die Länge angeht. Hier wird alles schneller erzählt, wobei ich öfter das Gefühl hatte etwas nicht mitbekommen zu haben, zumal nun einige brilliante Suspense-Szenen fehlen oder zu kurz sind, z.B. die Albert Hall. Ich mag die überschwengliche Größe des Remakes. Ich mag Stewart und Day und ich mag auch "Que Sera Sera". Im Original gibt es zum Schluss diese Schießerei, die nicht halb so packend ist wie das Finale im Remake. Allein die Entführerin bleibt im Original eiskalt. Im Remake ist sie ergreifend. Ich könnte diese Liste endlos weiterführen. Gäbe es nur das Original, dann hätte der Film eine bessere Bewertung bekommen, schon allein wegen Peter Lorre, aber da es nun mal die US-Version gibt, bleibt nichts anderes übrig, den Film als ein Werk eines "talentierten Dilletanten" zu bezeichnen.
„The Man Who Knew Too Much“, ein Klassiker, dem man die Jahre ansieht.
Alfred Hitchcock erschuf schon im Jahre 1934 diesen Thriller und verfilmte ihn 1956 sogar noch einmal.
Ich sah das Original und man merkte dem Film bereits an, dass er schon viele Jahre auf dem Buckel hatte.
So enthielt „The Man Who Knew Too Much“ an manchen Stellen sehr eigenartige Schnitte, die dem Zuseher fast wie Sprünge vorkamen.
Vielleicht war das aber auch so gewollt, doch dadurch war der Handlungsverlauf ein wenig schwierig zu verstehen.
Hitchcock schafft es leider erst zum Schluss raus, richtig Spannung zu erzeugen. Bei der Szene in der Roy Albert Hall hält der Zuschauer beinahe den Atem an und zerreißt schier innerlich vor Spannung.
So zog sich der Streifen doch etwas dahin und kann nicht ganz mit den anderen Werken mithalten.
„The Man Who Knew Too Much“, klassisch und doch ein wenig lasch.
Hitchcock sagte selbst über seine "The Man Who Knew Too Much"-Verfilmung von 1934, sie sei "the work of a talented amateur", während seine Hollywood-Produktion von 1956 "made by a professional" sei. Beide haben ihre Vorzüge und Mängel.
Diese hier hat Peter Lorre in seiner ersten englischsprachigen Rolle, eine gehörige Portion Humor und ist um einiges flotter als der Nachfolger. Das entführte Kind ist ein eigenwilliges junges Mädchen und kein kleiner nerviger Junge - und singt nicht "Que Sera, Sera".
Allerdings merkt man den Unterschied im Budget deutlich und der Showdown in der Royal Albert Hall ist in der Tat im Remake noch ein wenig besser inszeniert.
Der Mann, der zuviel wußte - Kritik
GB 1934 Laufzeit 75 Minuten, FSK 16, Thriller
Kommentare (5) — Film: Der Mann, der zuviel wußte
Kommentar schreibenKubrick_obscura 2011/09/19 12:06:25
Kommentar löschenHitchcocks erfolgreichster englischer Film war zugleich die Vorlage für sein einziges Remake. Ich weiß nicht genau woran es liegt, vielleicht daran, dass ich die Stewart-Version zuerst gesehen habe, aber ich finde das Original deutlich schwächer. Die Unterschiede sind teilweise gravierend, besonders was die Länge angeht. Hier wird alles schneller erzählt, wobei ich öfter das Gefühl hatte etwas nicht mitbekommen zu haben, zumal nun einige brilliante Suspense-Szenen fehlen oder zu kurz sind, z.B. die Albert Hall. Ich mag die überschwengliche Größe des Remakes. Ich mag Stewart und Day und ich mag auch "Que Sera Sera". Im Original gibt es zum Schluss diese Schießerei, die nicht halb so packend ist wie das Finale im Remake. Allein die Entführerin bleibt im Original eiskalt. Im Remake ist sie ergreifend. Ich könnte diese Liste endlos weiterführen. Gäbe es nur das Original, dann hätte der Film eine bessere Bewertung bekommen, schon allein wegen Peter Lorre, aber da es nun mal die US-Version gibt, bleibt nichts anderes übrig, den Film als ein Werk eines "talentierten Dilletanten" zu bezeichnen.
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*frenzy_punk<3 2011/08/05 19:04:21
Kommentar löschen„The Man Who Knew Too Much“, ein Klassiker, dem man die Jahre ansieht.
Alfred Hitchcock erschuf schon im Jahre 1934 diesen Thriller und verfilmte ihn 1956 sogar noch einmal.
Ich sah das Original und man merkte dem Film bereits an, dass er schon viele Jahre auf dem Buckel hatte.
So enthielt „The Man Who Knew Too Much“ an manchen Stellen sehr eigenartige Schnitte, die dem Zuseher fast wie Sprünge vorkamen.
Vielleicht war das aber auch so gewollt, doch dadurch war der Handlungsverlauf ein wenig schwierig zu verstehen.
Hitchcock schafft es leider erst zum Schluss raus, richtig Spannung zu erzeugen. Bei der Szene in der Roy Albert Hall hält der Zuschauer beinahe den Atem an und zerreißt schier innerlich vor Spannung.
So zog sich der Streifen doch etwas dahin und kann nicht ganz mit den anderen Werken mithalten.
„The Man Who Knew Too Much“, klassisch und doch ein wenig lasch.
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Sonse 2010/09/14 19:54:04
Kommentar löschenHitchcock sagte selbst über seine "The Man Who Knew Too Much"-Verfilmung von 1934, sie sei "the work of a talented amateur", während seine Hollywood-Produktion von 1956 "made by a professional" sei. Beide haben ihre Vorzüge und Mängel.
Diese hier hat Peter Lorre in seiner ersten englischsprachigen Rolle, eine gehörige Portion Humor und ist um einiges flotter als der Nachfolger. Das entführte Kind ist ein eigenwilliges junges Mädchen und kein kleiner nerviger Junge - und singt nicht "Que Sera, Sera".
Allerdings merkt man den Unterschied im Budget deutlich und der Showdown in der Royal Albert Hall ist in der Tat im Remake noch ein wenig besser inszeniert.
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doctorgonzo 2009/07/08 17:26:14
Kommentar löschenDas originale Original hat neben einem identischen Plot vor allem einen Vorteil gegenüber dem Remake: Es ist ohne Doris Day.
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willy50 2011/02/19 07:06:45
Antwort löschenQué sera, sera...
namow 2008/10/02 16:20:48
Kommentar löschenEin spannender Klassiker den man mal gesehen haben sollte. Hitchcock ist ja eh ein Garant für Spannung.
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