Der Nachtportier
Il Portiere di notte (1974), IT Laufzeit 119 Minuten, FSK 18, Drama, Kriminalfilm, Kinostart 14.02.1975
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von Liliana Cavani, mit Philippe Leroy und Gabriele Ferzetti
Ende der 50er Jahre arbeitet der ehemalige SS-Offizier Maximilian Theo Aldorfer in einem eleganten Wiener Hotel als Nachtportier. Seine ganze Leidenschaft gilt der Erfüllung der Wünsche seiner Gäste. Zu diesen gehört auch die Gräfin Stein, der Maximilian junge Männer als Sexualpartner zuführt. Viele der anderen Gäste sind ehemalige Kriegsverbrecher, die in dem Hotel regelmäßig geheime Treffen abhalten, um sich auf bevorstehende Prozesse vorzubereiten. Die Gruppe recherchiert nach belastenden Archivbeweisen und Zeugen, die sie zu vernichten sucht. Auch Maximilian bereitet sich auf seinen Prozess vor. In dieser von Nazi-Nostalgie geprägten Atmosphäre trifft Lucia in dem Hotel ein. Sie war als junges Mädchen in einem Wiener Konzentrationslager inhaftiert und ist die einzige Überlebende, die gegen Maximilian aussagen kann. Der hatte sie im Lager wiederholt sexuell missbraucht und kann sich auch jetzt dem Sog der quälerischen Beziehung nicht entziehen. Beide fühlen sich unkontrollierbar zueinander hingezogen. Zwei ehemalige Kameraden von Maximilian – noch immer fanatische und blutdürstige Nazis – werden sich der Gefahr bewusst, die Lucia für sie darstellt. Doch Maximilian weigert sich, Lucia aufzugeben. So enden beide in einem kleinen Hotelzimmer, verkleidet in der Aufmachung, in der sie sich kennen lernten, Maximilian in einer SS-Uniform, Lucia in der Kleidung eines jungen Mädchens.
Cast & Crew
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Liliana Cavani
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Philippe Leroy
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Gabriele Ferzetti
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Giuseppe Addobbati
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Isa Miranda
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Gräfin Stein
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Nino Bignamini
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Amedeo Amodio
Regie
Schauspieler
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Piero Vida
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Tagportier
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Geoffrey Copleston
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Liliana Cavani
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Italo Moscati
- Genre
- Romanze, Kriminalfilm, Drama
Drehbuch
Filmdetails Der Nachtportier
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Kommentare (7) — Film: Der Nachtportier
Kommentar schreibenpramble 2012/04/22 13:39:48
Kommentar löschenHow does one deal with one's own evil ? Ignoring it ? Denying that it is evil ? One sees both posibilities. Is morality always clear ?
It is obvious why this film upsets some people and is loved by others. Aside from Bogarde and Rampling, the acting is not that good and the Italian post-production sound makes it seem worse.
It is not easy to find this film with the original soundtrack in Germany and Bogarde sounds especially wrong if he is dubbed.
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Filmkenner77 2010/09/30 19:55:04
Kommentar löschenVerstörender und kontroverser Film, der sicherlich nicht jedermanns Geschmack treffen wird.
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Schlegel 2010/05/20 01:29:10
Kommentar löschenBizarrer Abstieg (nicht nur) in Österreichs finstere Seele, traumhaft inszeniert nach Visconti-Art, aber ohne den ganzen Pomp und eben ohne Visconti. Dirk Bogarde & Charlotte Rampling sind ebenso mit dabei wie die üblichen Homo-Nazis (vgl. "Die Verdammten"), ausserdem werden Erinnerungen an Amstetten-Fritzl wach. Manchmal gibt´s Tage, da will ich sowas einfach sehen. Weil: Irgendwo stimmt´s ja.
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Aufgabe 2009/11/01 22:01:59
Kommentar löschensadiconazista-filme kann ich nicht ab. "salò" ist genauso ein quatsch. da wird versucht, sexuelle machtphantasien in einen politischen kontext zu setzen. das resultat ist, dass der politische kontext entwertet wird, bzw. auf eine form von sexueller lust revidiert wird. "der nachtportier" zeigt das stärker als "salò" und wie "spieglein" schon geschrieben hat, gibt es damit dann auch keine kritik am dritten reich; was ja auch keineswegs sein muss.
nur frage ich mich dann, warum dieser kontext dann aufgemacht wird, und zwar gerade dieser kontext, der ja wie kein anderer dermaßen gesellschaftlich stigmatisiert ist?!
ich befürchte einfach, dass die nazistische umgebung mit ihren uniformen, masken, und autoritätsketten nur für eine ästhetische grundstimmung herhalten muss. und wenn das so ist, ist auch dies fraglich.
alles in allem ist es mir zu wenig, was mir dieser film bietet.
aber dieses jahr ist eh ein hartes jahr vor charlotte rampling gewesen (siehe zardoz).
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spanky 2009/05/07 08:35:31
Kommentar löschenEine Perle der Filmkunst! Mir leider bislang aus unbekannten Gründen unentdeckt geblieben, möglicherweise wegen der prüden Fernsehprogrammchefs. Die Cavani hat ein Auge für das Besondere und findet oft grandiose Einstellungen. Nach ihrem legendären Auftritt als singende KZ-Insassin, die leicht bekleidet mit SS-Mütze die Aufseher bezirzt, macht Charlotte Rampling mit diesem Film zurecht einen Karrieresprung. Aber auch Dirk Bogarde, Philippe Leroy und der Tänzer Amedeo Amodio hinterlassen Spuren im Gedächtnis.
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Vincent_Vega 2009/07/23 14:37:56
Antwort löschenSoviel ich weiß, kam der Film vor einiger Zeit auf Arte. Und Arte wiederholt ja gerne mal seine Filme! ;-)
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spanky 2009/07/23 17:11:35
Antwort löschenmag sein, aber hier in Konstanz gibt es eine super Videothek ;-)
stalker 2009/08/12 16:34:52
Antwort löschenEine Perle? Und die hab ich heute in der Bibliothek zurück ins Regal gestellt? Verdammt und vorgemerkt.
Bradbury 2009/05/03 19:18:44
Kommentar löschenÜber Sinn und Zweck des Films kann man sicher streiten, gut gespielt ist er zumindest. Mir persönlich aber im Großen und Ganzen viel zu deprimierend, als dass ich ihn noch einmal sehen möchte.
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spieglein 2008/04/05 20:54:12
Kommentar löschenBeeindruckende Lovestory, keinesfalls einseitig. Was im KZ als Missbrauch erschien, war auch Schutz durch Max und wird zu einer Obzession. Eine Liebe auf zwei Zeitebenen - KZ im Dritten Reich und Hotel/Wohnung im Wien der 50er Jahre. Der Film will keine Kritik am Dritten Reich sein, auch keine Beschreinung einer sado-masochistischen Beziehung, sondern einer Lovestory in jeweils feindlicher und für beide lebensgefährlicher Umgebung. Optimal gespielt von Dirk Bogarde und Charlotte Rampling, die v.a. durch ihre Blicke agieren und beeindrucken. Sie degradieren die anderen Darsteller zu Statisten.
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