Der Name der Rose - Kritik

Der Name der Rose

DE/FR/IT · 1986 · Laufzeit 130 Minuten · FSK 16 · Kriminalfilm, Drama, Historienfilm, Thriller · Kinostart
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    https://www.youtube.com/watch?v=WxOhYkiIYtw

    Fürchte deine Götter denn ihre Lüge wird dein Tod sein

    Architektur im schwarz gefärbten Mantel streicht die einsamen Nächte in der Abtei.
    Brüchige Struktur im Glanz der Kerzenlichter, langsam senkt sich der kalte Hauch auf alte Geschichte.
    In den Gärten webt eine bedrückende Stille die Melancholie.
    Religiöse Kultur und alte Traditionen ergötzen sich am Kelch zur Unsterblichkeit.
    Sorgsam werden die Böden gepflegt,der Wein fließt in gierige Münder.
    Dieser Ort ist heilig aber todgeweiht.
    Durch die Ritzen des Zerfalls flüstert unnachgiebig die Kälte.
    Das wärmende Feuer vom Kamin spendet Geborgenheit.
    Der jüngste Mönch gräbt tief in der Bibliothek, er will die Lehre verinnerlichen.
    All das Leben schöpfen und Geheimnisse ent­de­cken.
    Aus der Vergangenheit senkt sich Schatten,manchmal flüstert Blut in die Nacht.
    Das Gewölbe verzerrt zu einer hässlichen Fratze die ewig lacht.
    Im Sturm der Dunkelheit alle Narben werden offenbart.
    Der junge Mönch widerwillig dem Tod ins Auge sah.
    Ein stummer Sprung, sein Körper in der Agonie des Schreckens aufbrach.

    Die schwarze Schönheit,ihr Haar die reine Dunkelheit.
    Mein Saft strömte über die Wellen der Fleischlichkeit.
    Ohne Worte trieben wir in Leidenschaft,in den Gemäuern der alten Zeit.
    Verborgen wuchs ich auf.
    Letzlich aber die Macht der Versuchung nahm mich auf.

    Meine Sünde ist Stolz
    Glücklich lebe ich die Tage
    Eines Nachts der Scheiterhaufen ruft
    Meine Frau als Hexe ge­brand­markt
    Ihr Zeichen in meine Stirn gebrannt

    "Der Name der Rose"

    Akribisch verpackte Sehnsucht nach alter Zeit.
    Erdrückend endlose Stille perfekt gefilmt und unheimlich fesselnd.

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    • 8

      Auf das Kriminalistische reduzierte Kinobearbeitung des vielschichtigen Romans von Umberto Eco: fesselnd und mit Helmut Qualtinger als Bruder Remigio in seiner letzten Rolle. Er verstarb am 29. 9. '86.

      • 9
        cycloo77 24.03.2016, 01:02 Geändert 24.03.2016, 02:19

        Bildgewaltiges epochales Kloster-Krimidrama aus einer Zeit in der die Inquisition ihr unwesen trieb. Ein "Gottesfürchtiges" Kloster als Schauplatz eines Mordes, das ist schon auf suptile Art beängstigend.

        Düstere und sehr pessimistische Bilderflut die einen manchmal schon etwas erdrückt. Die Filmusik ist fein nuanciert und James Horner like.

        Großartige Besetzung bis in die kleinste Nebenrolle perfekt ausbalanciert und stimmig. Sean Connery spielt als sei er als Mönch zur Welt gekommen ;-)
        Die Story ist auf surreale Art sehr fesselnd.

        Umberto Eco´s Weltroman wurde von Jean Jaques Annaud gebührend auf Zelluloid gebannt.

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          brucelee76 20.03.2016, 16:20 Geändert 20.03.2016, 16:44

          Hi Leute,

          ich erinnere mich, dieser Kloster-Krimi war Gesprächsthema in der Schul-Pause. Und zwar wurde mächtig diskutiert, über Glaube als Macht-Missbrauch und den ziemlich freizügigen Sex-Szenen zwischen Adson von Melik und der (dirty) Zigeunerin ...

          Mir persönlich hat er sehr gut gefallen. Warum?!
          -"Als ich hörte, dass Ihr (Willam von Baskerville/Sean Connery) in unser Abtei kommt, schien es mir als seien meine Gebete erhört worden. Hier, sagte ich mir, ist ein Mann der eine große Kenntnis von der menschlichen Seele besitzt... und ebenso von der List des Bösen."
          Bingo! Das ist es. Die perfiden Glaubensbrüder werden mit ihren eigenen Waffen bloß gestellt.

          Zur Story: Eine griechische Überlieferung des alten Testamentes soll übersetzt werden. Sehr zum Unwohl der fanatischen Psycho-Bischöfe (F. Murray Abraham als Teufels-Austreiber!). Die ihre eigene Interpretation vom alten Testament haben. Und zwar ist Lachen und Sex mit Frauen, verboten!

          -"Ja, es ist wahr! Der heilige Franziskus war dem Lachen sehr wohlgesonnen." - "Das Lachen ist ein teuflischer Wind, der die Gesichtszüge aufs... äh... unnatürlichste verzerrt und die Menschen wie wilde Affen aussehen lässt!"
          -"Was ist so beunruhigend daran, wenn Menschen lachen?" - "Lachen tötet die Furcht. Und ohne Furcht kann es keinen Glauben mehr geben. Wer keine Furcht vor dem Teufel hat, der braucht keinen Gott mehr."

          Mein Fazit: 1327! Damals war die Erde eine Scheibe und Teufels-Verbrennungen (Ron Perlman als Kloster-Trottel Salvatore. Herrlich!) standen zur der Zeit, an der Tages-Ordnung.

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          • 8 .5

            Interessante Einblicke ins Leben während des Mittelalters. Ja ja, ich weiss man sollte noch mehr schreiben, aber weiter unten steht doch schon Alles ....

            • 7

              Zwei Jedi-Ritter machen sich auf den Weg ein abgelegenes Kloster zu erforschen, um ein Mysterium aufzudecken.
              Sean Connery, der solide und weise Jedi-Meister.
              Der blutjunge Christain Slater, sein Jedi-Schüler.
              Das Kloster wird dreckig und düster dargestellt, so wie es eben zu dieser Zeit auch war.
              Die Mönche werden jedoch sehr überzogen und schon fast dämonisch dargestellt, vielleicht um auf die geheimen, schändlichen Taten hinzudeuten.
              Für mich war das etwas zu abstrakt.
              Ron Perlman, mit dem Buckel und der Schweinenase, spielt großartig, auch sein Kauderwelsch war sehr amüsant und bleibt mir sicher noch lange Zeit im Kopf.
              Die Geschichte wird sehr spannend erzählt und bis zum Schluß will man endlich wissen, was in diesem suspekten Kloster vor sich geht.
              Für mich ist "der Name der Rose" ein guter, düsterer Thriller, der in seiner Machart irgendwie einzigartig bleibt.
              Nur das mit dem Titel bleibt für mich das wahre Mysterium.
              Zwar sehr schön, schon fast poetisch gewählt, ergibt es nur wenig Sinn.
              Vielleicht ist es ja auf die namenlose Schöne bezogen, doch was hat es mit dem Film zu tun??

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              • 7 .5
                Co-Pilot 07.03.2016, 01:02 Geändert 07.03.2016, 01:06

                Peinlich zuzugeben - wir, die Co-Piloten; kannten Der Name der Rose bisher noch nicht. Den Titel natürlich schon. Aber ich zumindest dachte immer, es würde sich um ein Frauendrama handeln :)
                Nun kam also ein geschätzter Nachbar vorbei und überließ uns mal wieder Teile seiner DVD-Sammlung mit u.a. Sean Conerys Kultfilm. Erstaunt über unsere Bildungslücke legten wir ihn also sogleich in den Player...
                Und wir sagen: Das war richtig gut(!) Oha. Bei dem Jungen dachte ich mir "der schaut ja aus wie Christian Slater in Klein"... Ich Depp, der Film ist ja über 25 Jahre alt!! Slater war ja auch mal klein ;)
                Und Connery; großartig wie nicht anders von ihm gekannt. Einer der allergrößten, ganz klar. Hier nun noch weiteres zu einem Film zu posten was wohl sowieso schon jeder weiß bzw zuvor geschrieben hat wäre sinnfrei, und daher belassen wir es mit einer 7,5 für unseren 700.Film hier bei Moviepilot - Der Name Der Rose.*

                *Sehenswert - Ja! / Empfehlenswert - Ja!*

                #700

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                • 8
                  RoboMaus 01.03.2016, 08:18 Geändert 03.03.2016, 08:46

                  Nach dreissig Jahren darf man 'Der Name der Rose' schon als Klassiker bezeichnen, was umso bemerkenswerter ist, da es sich um eine hauptsächlich deutsch-französische Produktion unter Beteiligung des ZDF handelt.

                  Dennoch wirkt dieser Kloster-Psycho-Thriller nie wie ein Fernsehfilm, sondern entwickelt allein schon durch die düstere, beklemmende Mittelalter-Atmo eine ungeahnte Grösse. Das ist auch wortwörtlich zu verstehen: Die Schauspieler sind immer wieder in der Totalen aufgenommen, in der sie winzig erscheinen gegenüber den hohen, ehrfurchteinflössenden Klostermauern, noch verstärkt durch das nächtliche Mondlicht. Sehr beeindruckend.

                  Bei der Story konnte man kaum etwas falsch machen, denn sie beruht auf der eindringlichen Romanvorlage von Umberto Eco (1980), und mit Sean Connery gewann man den idealen Schauspieler für den gewievten Franziskanermönch William, der frei von Aberglauben auf Sinn und Verstand setzt. Der Plot ist alles andere als hektisch - es wirkt wie eine Wohltat, dass nicht alle 5-10 Sekunden ein Schnitt kommt.

                  Hier werden interessante Gedanken entwickelt, Ängste geschürt und Geheimnisse gelüftet. Dennoch wird nie zuviel preisgegeben. Beeindruckend ist die Erkenntnis, für wie wenig der Mensch bereit ist zu töten oder das Risiko zu sterben eingeht - (SPOILER) auf die ausgetrockneten Sinne eines in Klostermauern gefangenen Geistes wirkt es wie ein Tropfen Wasser, gleich einem Lebenselixier, ein verbotenes Buch über die Komödie, das Lachen zu lesen (SPOILER ENDE).

                  Nicht einmal der Schrecken der Inquisition zum Ende hin kann das Grauen des Mittelalters drastischer darstellen.

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                  • 9

                    ich finde den film einfach großartig. zwar fehlen ihm die mittelalterlich theologischen und philosophischen betrachtungen des romans, dies macht den film aber zu einem atmosphärisch dichten und spannenden kriminalfilm vor historischer kulisse. nicht mehr, aber auch nicht weniger. klasse.

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                    • 10
                      Hope42 27.02.2016, 05:11 Geändert 27.02.2016, 05:12

                      Ich bewerte den Film nun mal im Zusammenhang mit der Atmosphäre in der ich ihn geschaut habe. Ist sicherlich schon 5 Jahre her.

                      Januar: 24 Uhr -15 Grad. Meine Frau und ich auf den Stufen des Amphitheaters
                      einer kleinen verfallenen Burg hier in der Gegend sitzend.
                      Gab keine Stühle nur die Stufen. Isomatten... Kissen, dick eingepackt und unter einer Riesigen Flauschdecke sitzend am Glühwein nippen.
                      Dazu auf der anderen Seite die Leinwand im über Kinoformat und eine sehr gute Anlage für den Sound.

                      Was soll ich sagen. Ich konnte mir den Film seither nicht wieder ansehen denn dieses Erlebnis war einfach zu genial.
                      Natürlich ist die Story ein klein wenig zu einfach gehalten. Connery ein wenig zu souverän und das ganze ist nicht 100% Authentisch was die echte Geschichte der Kirche angeht. ( Auch wenn es schon stellenweise nah rankommt ).

                      Doch wer diesen Film unter diesen Umständen gesehen hat wird ihm wie ich eine 10 geben müssen. Denn das ist wie die Rocky Horror Picture SHow im Provinz Kino in dem alle verkleidet sind und Popkorn rumfliegt. :D

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                      • ..Hallo.Wer kann weiterhelfen?Welches Gebaeude sieht man zum Schluss des Filmes?Wenn der Novice das Maedchen im steinigen Schluchtweg zum letzten Male begegnet?Ist es der fuer den Set gebaute Turm oder die Original Burg?

                        Ist fuer mich wichtig da zu erfahren.Bedanke mich.

                        • 10

                          ein Meisterwerk!

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                            LePaien 19.09.2015, 09:57 Geändert 19.09.2015, 16:26

                            Christian Slater; der kleine Lustmolch; der Juengling; das Rotbaeckchen von Gottes Gnaden tifft hier auf seinen Mentor - Sean Connery - der protestantisch angehauchte Gandalf mit dem eisernen und langen Verstand.
                            In fetzigen bis kratzigen Kuttendecken kriechen sie durch die tiefen Schatten einer monopolen Klosteranlage des feudalen Mittelalters. Sie finden Dinge auf die sie nicht stoßen sollten: Alte, kranke, dicke Moenche und Verschwoerung und Mord.
                            Wer der Kirche misstraut, fuehlt sich hier bestaetigt - wer der Kirche glaubt, wird anfangen zu Schwitzen und er wird versuchen sich den Schames-Schweiz mit der Bibel von der hohen Stirne zu tupfen.
                            Der Kloster-Thriller ist in jeder Hinsicht sehr gut umgesetzt - vor allem das Buehnenbild ueberzeugt durch eine authentische und emotionale Atmosphaehre, von der das Spiel lebt - dabei wurde der Streifen in 3 oder 4 verschieden Festungs und Klosteranlagen zwischen Schottland und Italien zusammengeschneidert. Dafuer ein großes Lob an den Filmarchitekten und seine vor him herkrichenden Buehenbildner.

                            Back in the days, when I was a little Boy, I loved this stuff!
                            No Explosion, no magic - just hypocrisy.

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                            • 10

                              Für mich auch heute noch ein absoluter Klassiker den ich mir immer wieder gerne reinziehe. Zu einem eine tolle Story, und eine Schauspielerische Leistung die ebenfalls sehr stark ist. Und man bekommt einen Recht guten eindruck (Athmosphäre) wie das Leben dieser Menschen damals war.

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                              • 4

                                Was für ein karger, kleiner Kloster-Krimi.

                                "Der Name der Rose" schafft eine ungewöhnlich vollkommene Mixtur aus Dingen, die mich nicht die Bohne interessieren: Mittelalter, Mönche, Bibelverse, griechische Bücher. Von Krimis bin ich zwar ganz und gar nicht abgeneigt, aber dieser Fall ist konsequent unspannend und ebenso erzählt. Wenn man dann zum Schluss erfährt, warum diese armen Menschen ihr Leben lassen mussten und dass deswegen schon die Apokalypse ausgerufen wurde, ist das ganze Spektakel einfach nicht mehr tragbar - wobei ich mir aus historischer Sicht vorstellen kann, dass es möglich gewesen wäre. Die Tristesse des Mittelalter hat wahrscheinlich viele Menschen dazu bewegt, die Drama-Queen in sich herauszulassen.

                                Das Duo aus William (Sean Connery) und Adso (Christian Slater) hat mir dagegen gut gefallen, nur vielleicht nicht gerade in diesem Film. Die Zwei waren recht niedlich im Zusammenspiel, ihre Figuren haben aber nur sehr wenig hergegeben. Allem fehlte irgendwie der Pfeffer. Das Drama war in der Thematik reichlich vorhanden, im Spiel jedoch kaum fühlbar. Die Geschichte über Vernunft und Moral in einer völlig irrationalen Welt ist doch ehr eine kurzsichtige Schnitzeljagd in düsterer Mittelalter-Kulisse. Meeeh!

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                                • 7 .5
                                  smartbo 28.07.2015, 12:28 Geändert 28.07.2015, 12:29

                                  Das Bemerkenswerte an dem Film ist die Hammer-Atmosphäre, die düster und "mittelalterlich" exzellent rüberkommt. Ebenfalls sehr gut sind die Schauspieler, es gibt kaum einen schwachen Darsteller.

                                  Für alle Filmfans, die düstere Filme aus dem Mittelalter mit einer guten Story mögen, ein Muss.

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                                  • 8 .5
                                    Angel Twist 24.06.2015, 19:32 Geändert 27.06.2015, 14:56

                                    War früher einer meiner Lieblingsfilme.
                                    Spannend und dicht ins Bild gesetzt. Und es geht auch um was. Um etwas, das mich was angeht. Um Lachen dürfen zum Beispiel ;-)

                                    Abzug für Christian Slater, den ich in Der Name der Rose zwar ok fand. Aber.

                                    Irgendwie scheint diese verlogene Mischmasch aus zerbrechlich naiv und brutal machohaft, das er so perfekt darstellen kann, sogar schon in der Rolle dieses Novizen durch.

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                                    • 4 .5

                                      Ich kann mich immer noch nicht dafür entscheiden. Liegt es daran, dass ich als Germanistikstudent eher die Buchvorlage begrüße oder an der Tatsache, dass sich die Produzenten krasse Freiheiten rausnahmen bei der Verfilmung des Buches.
                                      Klar ist auf alle Fälle, dass, wie im Judentum, die Kirche nicht so ohne weiteres ein Urteil treffen und gleich darauf das Ganze auch noch vollstrecken konnte. Die weltliche Gerichtsbarkeit musste trotzdem eingeschalten werden.

                                      Genau da hackt es... Wenn man eine wirklich spannende Geschichte haben will, sollte man sich der 650 Seiten annehmen und nicht diese allzufreie Verfilmung sehen.

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                                      • 9

                                        Ein schön düsterer Historienthriller mit vielen Stars gespickt, der eine unglaubliche Atmosphäre aufbaut und vom ersten Moment an fesselt.
                                        In seinem Genre ist der Film wol bis heute unerreicht.

                                        • 8 .5

                                          Von vorne bis hinten großartig inszeniert und gespielt. Sehr spannender, düsterer Thriller. Eine Ode an die Aufklärung und den Humor, gegen blinde, stupide Gottesfürchtigkeit und Keuschheit. Super duper.

                                          • 9 .5
                                            doctorgonzo 28.01.2015, 17:36 Geändert 24.06.2015, 21:44

                                            "My dear Watson..."

                                            Holmes im 14. Jahrhundert und auch noch als Franziskanermönch.

                                            Eine Geschichte, die quasi der Zeit entrückt ist, in der sie spielen soll und trotzdem sehr rund wirkt.
                                            Theologische Dispute, Mönche, die untereinander intrigieren und eine vollkommen bissige Ironie mit düsterer Moral von der Geschicht´.
                                            Das gibt es in Umberto Ecos Buch.

                                            Im Film gehen die Intrigen, die Dispute, die Nebenfiguren und auch viel von der Ironie und der Düsternis verloren. Unter den Tisch gekehrt in einer gestrafften, kinokonformen Inszenierung.

                                            Dass der Film trotzdem ein rundum sehenswertes Werk ist, ist somit direkt ein kleines Wunder,

                                            Es liegt an vielen Einzelheiten. An den Akteuren, die aus ihren teilweise sehr dünnen Rollen noch das Maximum herausholen. An der spannenden Kriminalgeschichte, die die Beschneidung des Buches recht schadlos überstanden hat. An der gut getimten und hervorragend gewählten Musik. Und vor allem an den nahezu perfekt in Szene gesetzten Schauplätzen.
                                            Bis auf das Labyrinth ist hier die Vorlage ideal umgesetzt und das, lange vor CGI, tatsächlich nur über die Auswahl der Drehorte. Und selbst das Labyrinth ist reizvoll, nicht so herrlich durchdacht wie im Buch, aber trotzdem gelungen verwirrend.

                                            Ein ganzer Schwung deutschsprachiger Schauspieler (Prechtl, Habeck, Pistor, Althaus, Qualtinger) kreiselt um das Ermittlerduo Connery/Slater. Dazu ein ehemaliger Bondbösewicht, der Mann der Mozart auf dem Gewissen hat, einige verdiente Theaterschauspieler und auch der erste ernstzunehmende Kinoauftritt des mittlerweile legendären Ron Perlman.

                                            Gut gespielt. Authentisch dunkel ausgeleuchtet. Gut arrangiert. Auf gelungene Weise spannend. Am meisten Spaß macht es aber, quasi jede Ecke dieser Abtei gemeinsam mit den Protagonisten zu durchstöbern.

                                            Wie auch im Buch kann man sich herrlich in die Atmosphäre einfühlen.
                                            Da kann man beinahe die verloren gegangene Ironie aus der Vorlage unter den Tisch fallen lassen.

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                                              Ein alter Mönch, der Bücher mehr liebt als das Leben, pilgert mit seinem Novizen in ein Kloster, in welchem unter den Gelahrten ein Disput stattfinden soll, ob die Kirche Besitz haben darf oder nicht. Es ist die Zeit von Reformatoren wie Jan Hus, die diese Frage strikt verneinen. Besagter Mönch ist wach und pragmatisch. Er weiß sofort, wo im Kloster das Scheißhaus ist und, dass ein junger Illustrator Selbstmord begangen hat und nicht von der bevorstehenden Apokalypse heimgesucht worden war. Das Kloster wird vorwiegend von schwachsinnigen Freaks bewohnt. Es gibt eine geheime Bibliothek verbotener Bücher, die manchem Kuttenträger zum Verhängnis wird. Es ist ein langer und trotzdem kurzweiliger Mittelalterkrimi mit ein wenig Harry-Potter-Flair und einem infernalischen Showdown. Gut, dass es keine Filmgerüche für den Zuschauer gibt.

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                                                Man mag es kaum glauben, dass ich heute zum ersten Mal in meinem Leben "Der Name der Rose" gesehen habe. Warum ich bisher einen Bogen darum gemacht habe? Vielleicht der Länge wegen? Ich weiss es nicht. Fakt ist, dass ich froh bin, nun endlich auch diese Lücke geschlossen zu haben, denn der Film ist einfach genial. Zum einen gefällt mir die Zeit, in der er spielt - dann ist die Location sowohl beeindruckend als auch teils bedrohlich. Ein Kloster in den Bergen, abgeschieden von der Aussenwelt, durchzogen mit Geheimgängen und Fallen. Eine Mordserie, in die der Teufel persönlich involviert sein soll.
                                                Und dann ein "Ermittler", der seine Arbeit teilweise schon damals besser erledigt hat, als so mach ein Profiler heute.
                                                Schauspielerisch top sowie auch von der Story her. Da würde es sich wirklich lohnen das Buch nachträglich auch noch zu lesen. Derzeit bin ich an einem ganz ähnlichen Werk dran - "Das Evangelium nach Satan". Die Parallelen sind nicht von der Hand zu weisen.

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                                                • 8 .5

                                                  Der Tod besucht eine mächtige Abtei und schleicht sich dabei giftig in die Herzen und Hirne der Diener und Großkupferten. Aus einer fantastischen Vorlage wird ein beachtenswerter Film, welcher gerade dann auch gut ist, wenn er leise wird, eindringlich und höchst persönlich. Ein Mönch und sein Novize dürfen sich der üblen Pest widmen und finden dabei zu sich selbst. Ron Perlman spielt die Rolle seines Lebens, nicht mehr dazu, denn man muss es erleben!

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                                                  • 7

                                                    Ein Film den ich mir immer wieder angucken kann. Danke Bernd.