Der Obrist und die Tänzerin

The Dancer Upstairs (2002), ES/US
Laufzeit 124 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 16.01.2003

6.5 Kritiker
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6.9 Community
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Der Obrist und die Tänzerin - Bild 15660
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von John Malkovich, mit Alexandra Lencastre und Laura Morante

Ein südamerikanisches Land in den achtziger Jahren: Agustin Rejas versieht seinen Dienst in der Hauptstadt. Einst ein vielversprechender Anwalt, hat er seine Karriere an den Nagel gehängt, weil er glaubte, mit dem kleinen Job eines Polizisten sei es leichter, dem Ideal der Gerechtigkeit zu dienen ohne korrumpiert zu werden. Erst vereinzelt, zunehmend geballt tauchen Nachrichten von einem Guerilla-Aufstand neuer Art auf: brutale Attentate, skrupellose Sabotageakte, ritualisierte Hinrichtungen. Das einzig offensichtliche Ziel der Untergrundgruppe: die umfassende Destabilisierung des Regimes. Führer dieses unsichtbaren und lautlosen Aufstandes ist ein geheimnisvoller Mann, den niemand kennt und niemand gesehen hat. Nur sein Deckname kursiert unter vorgehaltener Hand: Ezequiel. Rejas soll diesen Ezequiel verhaften. Der Druck, möglichst bald einen Fahndungserfolg zu liefern, ist groß, dennoch legen ihm seine korrupten Vorgesetzten immer neue Steine in den Weg. Irgendwann übernimmt das Militär das gesamte Kommando. Nicht minder brutal wie Ezequiel selbst schlagen die Truppen jetzt zurück!

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Kritiken (2) — Film: Der Obrist und die Tänzerin

Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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6.5Ganz gut

Es gehört zu den besonderen Stärken des Films, wie er diese allmähliche Machtergreifung des Terrors, sein Funktionieren fast einfühlsam beschreibt, und dabei zugleich zeigt, dass auch der Staat nicht unschuldig bleibt. Denn im Kampf gegen die Terroristen wird das fiktive Land, in dem der Film spielt zunehmend ein unfreier Ort, gleichen sich die Mittel beider Seiten zunehmend an. So ist DER OBRIST UND DIE TÄNZERIN auch ein gelungenes Portrait lateinamerikanischer Verhältnisse. Zugleich sind manche aktuellen Parallelen unübersehbar.

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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost

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7.0Sehenswert

Malkovichs Erstling besticht vor allem durch seine reduzierten Mittel und die unaufdringliche Inszenierung. Statt auf vordergründigen Suspense setzt der Regisseur fast dokumentarisch auf die sozialen Aspekte des Stoffs. Walzt selbst die Romanze Rejas' mit der Tanzlehrerin (Laura Morante) seiner Tochter nicht aus, obwohl gerade sie ihn in einen Gewissenskonflikt stürzt. Vor allem aber verzichtet Malkovich auf Stars seiner Größenordnung, ja auf amerikanische Schauspieler überhaupt.

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Kommentare (2) — Film: Der Obrist und die Tänzerin

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MoviePunk

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Bewertung6.0Ganz gut

ordentlicher Thriller, der allerdings auch über ein zu ruhiges Tempo verfügt. Auf Dauer ein wenig ermüdend. Gut gemacht und gespielt ist er auf jeden Fall. Ein Blick lohnt sich.

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Kubrick_obscura

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

John Malkovich ist hinter der Kamera genauso begabt wie davor.
Javier Bardem blüht förmlich auf in der Rolle des selbstlosen und heillos verliebten Polizisten. Wirkliche Fehler wurden bei diesem großartigen Thriller nicht gemacht, außer vielleicht, dass ich mir einen stärkeren Fokus auf die Liebesbeziehung gewünscht habe. Gerade gegen Ende passiert vieles überstürzt, doch der clevere Spannungsaufbau, wie sich die Terroranschläge von erhängten Hunden bis Massenmorden ausweiten, fesselt und hat einen ungemein realistischen Flair.
Unbedingt sehenswert!!!!

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