Der Räuber
Der Räuber (2010), AT/DE Laufzeit 98 Minuten, FSK 0, Thriller, Kinostart 04.03.2010
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Keine
von Benjamin Heisenberg und Benjamin Heisenberg, mit Andreas Lust und Andreas Lust
“Der Räuber” erzählt die Geschichte eines vielseitig begabten Mannes: Johann Rettenberger, erfolgreicher Marathonläufer und Serienbankräuber. Nüchtern und präzise misst er Herzfrequenz, Belastung, Ausdauer und Effektivität – bei Trainingsläufen ebenso wie bei den Banküberfällen, von denen er, aberwitzig maskiert und mit einer Pumpgun bewaffnet vor der Polizei flüchtet. Er lebt unentdeckt mit seiner Freundin Erika in Wien, zieht immer wieder aus, leidenschaftlich und gierig nach dem Trip, der Bewegung und der Schönheit des Raubzugs, bis zu drei Mal an einem Tag. Als er entdeckt wird, tragen ihn seine Beine vor einem gewaltigen Polizeiaufmarsch davon. Einer wie er kann kein Ziel haben: Weiter, immer weiter führt ihn seine Flucht. Ende der 80er Jahre endete die Flucht eines Mannes, dem die Medien den Namen Pumpgun-Ronnie gegeben hatten. Auf diesem spektakulären Fall der österreichischen Kriminalgeschichte beruht das Buch Der Räuber von Martin Prinz, das Benjamin Heisenberg, nach seinem preisgekrönten Erstling “Schläfer”, nun verfilmt hat: Er portraitiert den Räuber als Hochleistungssportler seines Fachs, als Endorphin-Junkie, als Liebenden und Freiheitssucher, als eine Art Naturphänomen, getrieben von einer inneren Energie. Ein Thriller mit philosophischen Zwischentönen über einen rätselhaften Außenseiter, dessen Weg wir gebannt verfolgen.
Handlung
Rettenberger ist ein Mann auf Bewährung. Nach Jahren im Gefängnis wird er in die Freiheit entlassen. Er steht unter Beobachtung, aber das, was er vorhat, erscheint zuerst einmal harmlos. Rettenberger läuft. Schon in der Haft hat er intensiv trainiert, nun hat er endlich Auslauf, er kann endlos durch die Landschaft laufen, manchmal nimmt er auch an einem Wettbewerb teil. Zum großen Erstaunen wird er bester Österreicher im Wien-Marathon –
ein Mann, mit dem niemand gerechnet hat, von dem niemand Genaueres weiß, vielleicht nicht einmal…
“Der Räuber” erzählt die Geschichte eines vielseitig begabten Mannes: Johann Rettenberger, erfolgreicher Marathonläufer und Serienbankräuber. Nüchtern und präzise misst er Herzfrequenz, Belastung, Ausdauer und Effektivität – bei Trainingsläufen ebenso wie bei den Banküberfällen, von denen er, aberwitzig maskiert und mit einer Pumpgun bewaffnet vor der Polizei flüchtet. Er lebt unentdeckt mit seiner Freundin Erika in Wien, zieht immer wieder aus, leidenschaftlich und gierig nach dem Trip, der Bewegung und der Schönheit des Raubzugs, bis zu drei Mal an einem Tag. Als er entdeckt wird, tragen ihn seine Beine vor einem gewaltigen Polizeiaufmarsch davon. Einer wie er kann kein Ziel haben: Weiter, immer weiter führt ihn seine Flucht. Ende der 80er Jahre endete die Flucht eines Mannes, dem die Medien den Namen Pumpgun-Ronnie gegeben hatten. Auf diesem spektakulären Fall der österreichischen Kriminalgeschichte beruht das Buch Der Räuber von Martin Prinz, das Benjamin Heisenberg, nach seinem preisgekrönten Erstling “Schläfer”, nun verfilmt hat: Er portraitiert den Räuber als Hochleistungssportler seines Fachs, als Endorphin-Junkie, als Liebenden und Freiheitssucher, als eine Art Naturphänomen, getrieben von einer inneren Energie. Ein Thriller mit philosophischen Zwischentönen über einen rätselhaften Außenseiter, dessen Weg wir gebannt verfolgen.
Handlung
Rettenberger ist ein Mann auf Bewährung. Nach Jahren im Gefängnis wird er in die Freiheit entlassen. Er steht unter Beobachtung, aber das, was er vorhat, erscheint zuerst einmal harmlos. Rettenberger läuft. Schon in der Haft hat er intensiv trainiert, nun hat er endlich Auslauf, er kann endlos durch die Landschaft laufen, manchmal nimmt er auch an einem Wettbewerb teil. Zum großen Erstaunen wird er bester Österreicher im Wien-Marathon –
ein Mann, mit dem niemand gerechnet hat, von dem niemand Genaueres weiß, vielleicht nicht einmal er selbst.
Wenn er sich den Pulsmesser umschnürt, bevor er jeden Tag irgendwohin losläuft, dann wirkt das auch ein wenig, als würde er sich die Identität messen. Ein Dasein, das aus Fitnesswerten besteht, und aus den nicht messbaren Veränderungen, die in seinem Körper vorgehen, wenn die Endorphine ausgeschüttet werden.
Rettenberger ist abhängig von diesem Hochgefühl, das ihm ganz allein gehört. Wenn er nicht unterwegs ist, wenn er mit jemandem spricht, wenn er einen Behördengang zu erledigen hat, dann wirkt er teilnahmslos, ganz so, als würde er sich selbst nicht viel angehen.
Das dunkle Geheimnis, das Rettenberger nicht zuletzt vor seinem Bewährungshelfer verbirgt, hat mit dem Laufen zu tun: Er überfällt Banken, einmal gleich drei an einem Tag, und flüchtet in der Regel zu Fuß. Niemand ist schnell genug, um ihn zu stellen. Die Beute verstaut er, ohne sich weiter darum zu kümmern. Das Verbrechen
ist für den Räuber nur ein Spiel, eine Herausforderung, die er sucht, und bei der er wie beim Laufen seine Leistung ständig steigern muss.
Aber auch ein Einzelgänger wie Rettenberger ist noch nicht ganz vor dem Leben davongelaufen. Auf dem Arbeitsamt, wo er sich pflichtgemäß melden muss, trifft er eine frühere Bekannte wieder. Erika lebt allein in einer großen Wohnung. Sie scheint ohne große Erwartungen zu sein, als sie Rettenberger ein Zimmer überlässt. Und nur deswegen lässt er sich darauf ein – er taucht bei ihr unter. Die Bewährung hat er nicht bestanden. Er hat sich nicht eingegliedert, sondern hat nur eine Tarnung für seine unangepasste Existenz gesucht.
Irgendwann zählt auch die Polizei die Indizien richtig zusammen, und von diesem Moment an ist Rettenberger der meistgesuchte Mann in Österreich. Zu Fuß und mit gestohlenen Fluchtautos schlägt er sich durch, die freie Wildbahn ist sein Ziel, aber genau genommen kann einer wie er kein Ziel haben. Denn das Prinzip seines Lebens geht über den Marathon noch hinaus: Reine, beständige Bewegung ist der Extremzustand, auf den der Räuber zuläuft. Niemals innehalten, sicher nicht im Gewahrsam der Polizei, aber auch nicht in den Armen von Erika. Weiter, immer weiter führt ihn seine Flucht, an ein Ankommen ist nicht zu denken.
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Cast & Crew
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Benjamin Heisenberg
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Benjamin Heisenberg
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Andreas Lust
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Johann Rettenberger
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Andreas Lust
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Johann Rettenberger
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Franziska Weisz
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Johann Bednar
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Kommissar Lukac
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Florian Wotruba
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Markus Kreczi
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Gerda Drabek
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Bankangestellte
Regie
Schauspieler
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Johann Bednar
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Kommissar Lukas
-
Max Edelbacher
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Kommissar Seidl
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Walter Huber
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Markus Schleinzer
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Bewährungsbeamter
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Peter Vilnai
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Alter Mann
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Max Edelbacher
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Kommissar Seidl
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Florian Wotruba
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Markus Kreczi
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Martin Prinz
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Benjamin Heisenberg
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Martin Prinz
- Genre
- Thriller
- Handlung
- Bank, Bankräuber, Banküberfall, Flucht, Freundin, Laufen, Mann-Frau-Beziehung, Marathon, Polizei, Raub, Raubüberfall, Räuber, Sportler
- Stimmung
- Aufregend, Berührend, Spannend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Der Räuber
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- Der Räuber auf film-zeit.de
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Kritiken (10) — Film: Der Räuber
CINEMAN.ch
Kommentar löschenSchon in sein Debüt «Schläfer» hatte der deutsche Regisseur Benjamin Heisenberg Elemente des Genrekinos einfließen lassen. In «Der Räuber» geht er einen ganzen Schritt weiter. Obwohl weiterhin den klassischen Merkmalen der Berliner Schule verhaftet (spröde Erzählhaltung, reduzierten Bilder), macht er aus seiner Romanadaption einen Thriller, der auch Platz für dynamische Actionsequenzen hat
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LuGr: MovieMaze / NEGATIV u.a.
Kommentar löschenDoch trotz einer gewissen Sperrigkeit, die den Zugang zu den Figuren entsprechend des größtmöglichen Realismusversprechens verweigert, vermag DER RÄUBER mit Hochspannung zu fesseln, ist dynamisches, realistisches, gefangen nehmendes Kino.
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Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...
Kommentar löschenDie "wahre Geschichte" eines österreichischen Bankräubers und Mörders, der in den 80er-Jahren als "Pumpgun-Ronnie" für Schlagzeilen sorgte und bereits Kinofilme wie Kathryn Bigelows Heist-Romanze "Point Break" inspirierte. "Der Räuber" ist die trostlose, karge und mitunter auch schwerfällige Dramatisierung des Stoffes nach dem Roman von Martin Prinz. Rund 100 Minuten mit dem kaltschnäuzigen Protagonisten verbringen zu müssen, ist dabei angesichts der subjektiven Erzählhaltung eine reizvolle Herausforderung, zumal der Film, trotzdem er von Bewegung und Dynamik lebt, zu großen Teilen eher still steht. Dieser Widerspruch, wenn man ihn als solchen bezeichnen möchte, mag sich daraus ergeben, dass Benjamin Heisenbergs Film zwar Merkmale des Biopics und auch klassischer Caper-Movies trägt, durch die ausgeprägten Manierismen der "Berliner Schule" – in Anführungszeichen, weil es ja doch nur ein diffuser Begriff zur Einordnung ist – aber auch kaum als reines Genrekino verstanden werden kann. In den extravaganten Fluchtszenen brilliert "Der Räuber" mit beeindruckend gefilmten Verfolgungsjagden, die in der Inszenierung von Tempo und Kinetik an die beiden "Bourne"-Sequels von Paul Greengrass erinnern, durch ihren vergleichsweise reduzierten, makellosen Schnitt jedoch eine eigenständige Faszination entwickeln. Insgesamt ein etwas unentschlossener, aber einfach bemerkenswert inszenierter Film.
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Le Samourai 2012/04/27 18:50:20
Antwort löschenNein.
Ciprian David: NEGATIV
Kommentar löschen...Der Räuber gehört zu den Filmen, deren Kategorisierung nach Genre-Maßstäben nur ungerecht sein kann. Eben dieser Abschied von dem Großteil einer potenziellen Welt, der dem Film seine Schlichtheit verschafft, verleiht ihm die Eigenschaft, eine Betrachter-Position einzunehmen und die Gesellschaft von einer kritischen Ferne auf ihr Substantielles zu reduzieren. Der Trieb von Johannes Rettenberger und seine Raubüberfälle erzählen zum Beispiel mindestens ebensoviel über die Bankenwelt wie das in Unter Dir die Stadt entfaltete Arsenal an Kadrierungen, Spiegelungen, Handlungssträngen und Figuren. Nicht weniger synthetisierend sind die Implikationen dieses Films auf die Exotik der Körperkultur heutzutage, auf ihren Ausschluss durch zunehmende Virtualisierung, alles ausgehend von dem Konzept, Johannes Rettenberger als Medium zwischen Urinstinkt und dem Geist der heutigen Zeit darzustellen....
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the gaffer: the-gaffer.de
Kommentar löschenJede Einstellung, jede Geste ist bis ins Detail durchdacht. Vom stellenweise treibenden Soundtrack zur ebenso vereinzelt eingesetzten Radiomusik, der Kameraführung Reinhold Vorschneiders und den wenigen Dialogen – Heisenbergs Film zeugt von einer ungeheuren Souveränität in der Herstellung.
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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschen„Der Räuber“, Benjamin Heisenbergs zweiter Spielfilm nach „Schläfer“ (fd 37 588), fußt auf einer „wahren Geschichte“, die in den 1980er-Jahren in Österreich Schlagzeilen machte; aber das spielt für den Film, der eine grundsätzlich dokumentierende, realistische Erzählweise hat und doch ganz und gar Spielfilm ist, keine Rolle. Es ist hervorragendes, spannendes und kluges, emotional mitreißendes. perfektes Kino.
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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...
Kommentar löschenEs ist eine dieser unglaublichen Geschichten, die man erfinden müsste, wenn sie sich nicht in Wirklichkeit so oder so ähnlich zugetragen hätten: Ein Mann trainiert im Gefängnis, und als er auf Bewährung frei kommt, lässt er bei einem Marathon alle anderen Läufer weit hinter sich, macht Staunen mit seiner Ausdauer und einem rasanten Tempo, das er bis zum Endspurt durchhält. Doch mit einer solchen Sensation gibt sich der frisch Entlassene nicht zufrieden. Erst ein erneuter Banküberfall gibt ihm den ersehnten Kick. Ein bemerkenswert rastlos-hektischer Film ist „Der Räuber“ von Benjamin Heisenberg [...].
Der Serienräuber und Marathonsieger Johann Kastenberger alias „Pumpgun Ronnie“, der 1987 die größte Polizeiaktion Österreichs auslöste, war das Vorbild für den Titelhelden, im Film heißt er Johann Rettenberger. Eine Identifikationsfigur ist er nicht, dieser unbelehrbare Kerl, der, kaum auf freien Füßen, gleich wieder kriminelle Energien entfaltet, nichts von sich preisgibt, alles abblockt, was ihm helfen oder dem Zuschauer begreifbar machen könnte, warum er nur diesen und keinen anderen Weg für sich finden kann, zumal ihn die reiche Beute sowieso nicht interessiert.
Man erfasst nur, wie dieser Besessene tickt, der kein Risiko scheut, einmal sogar dreist drei Banken an einem Tag ausraubt, auf spektakuläre Weise gar noch einmal davonkommt, wenn eigentlich gar kein Davonkommen mehr denkbar ist. „Der Räuber“ ist der atemloseste Film seit „Lola rennt“, fast erschreckend in seiner stilistischen Präzision, ein starkes Stück Kino.
(Rhein Neckar-Zeitung)
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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs
Kommentar löschenBis auf ein paar Szenen zum Ende hin ist „Der Räuber“ nicht auf Spannung inszeniert, gibt den Kick Rettenbergers nicht weiter an das Publikum, sondern lässt beobachten.“Das was ich mache, hat nichts mit dem zu tun, was du Leben nennst“, sagt der Läufer und Räuber Erika, die ihn liebt und verrät. Er ist kein Held, kein Clyde ohne Bonnie, sondern eine tragische Figur. „Der Räuber“ ist ein anständiger, interessanter Film. Aber in jeder Hinsicht bescheiden, im
Vergleich zu emotinalen Einschlägen wie der japanische „Caterpillar“, der ebenfalls gestern im Wettbewerb lief.
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Thorsten Funke: critic.de
Kommentar löschenDer Räuber trägt die Merkmale der Berliner Schule. Er ist so kühl wie seine Hauptfigur, betont kontrolliert und effektlos inszeniert, die Dialoge sind sparsam (den Figuren in diesen Filmen, so scheint es, sind Gesprächspausen niemals peinlich). Die Dialoge sind sogar so sparsam, dass die Geschichte über weite Strecken als Stummfilm funktionieren würde, mit vielleicht zwei oder drei Zwischentiteln.
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Roman Schreiber: ray Roman Schreiber: ray
Kommentar löschenDie Kamera bleibt oft nahe bei ihm, so wie sie in einem Dokumentarfilm über einen Wolf oft nahe bei dem Wolf bliebe. Eine eigentümliche Schönheit entsteht aus dieser nüchternen Beobachtung und der pulsierend rhythmischen Montage energetischer Bewegungsabläufe. Fast hat man das Gefühl, der Film atmet selbst den rasenden Stillstand dieses Mannes, der die Freiheit in seiner Existenz nicht finden kann.
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Kommentare (18) — Film: Der Räuber
Kommentar schreibenLe Samourai 2012/04/27 18:48:22
Kommentar löschenNach dem enttäuschenden "Im Schatten" der nächste und vorerst wohl auch letzte Versuch, im relativ toten deutschen Genrekino einen Lichtblick zu entdecken.
Genauso behäbig, uninspiriert und weitestgehend (vor allem in der sich ewig ziehenden letzten halben Stunde) langweilig, irgendwo auf den Pfaden von Melville sich bewegend, letzten Endes aber gnadenlos scheiternd. Zu schwach die Darsteller, zu schwach (bis gar nicht vorhanden) der innere Konflikt. Lediglich Kamera und Schnitt sind halbwegs brauchbar, wenngleich auch wenig innovativ.
Und wieder einmal 90 belanglose, vergeudete Minuten, die ich definitiv besser mit einem der mir noch fehlenden Melvilles verbracht hätte.
Ich geb's auf.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 27 Antworten
Mr Vincent Vega 2012/04/27 18:52:49
Antwort löschenhttp://www.zeit.de/2012/18/Deutscher-Filmpreis/seite-1
Le Samourai 2012/04/27 18:55:21
Antwort löschenUnd weiter?
Mr Vincent Vega 2012/04/27 18:57:40
Antwort löschenStell Dich nicht so an.
Max von Mayerling 2012/04/27 19:02:01
Antwort löschenSuper Link! Danke, Vincent :)
filmschauer 2012/04/27 19:07:44
Antwort löschenIch geb nicht auf, vielleicht auch, weil ich eben "Im Schatten" mochte. :P
Le Samourai 2012/04/27 19:10:07
Antwort löschenKrass, hab's gerade gelesen. Nee ich kann damit so gar nichts anfangen. Diese Art zu inszenieren/ Geschichten zu erzählen passt einfach nicht zu uns. Bin gestorben vor Langeweile. Zwei mal. :)
lieber_tee 2012/04/27 19:14:01
Antwort löschenHast eigentlich Hell, Rammbock oder Urban Explorer gesehen. Eher Versuche weniger intellektuell deutsches Genre-kino zu schaffen.
Le Samourai 2012/04/27 19:15:39
Antwort löschenUrban Explorer liegt hier tatsächlich rum, glaube auch der könnte mir eher abgehen. Von den anderen noch nie was gehört :)
lieber_tee 2012/04/27 19:20:02
Antwort löschenIn deutscher Genre-Lanschaft schreien die ganz schön laut...;)
filmschauer 2012/04/27 19:32:12
Antwort löschen"Rammbock" kann ich empfehlen. Ist auch keine Berliner Schule, Le Samourai. ;)
lieber_tee 2012/04/27 19:34:44
Antwort löschen...eher ein Berliner Altbau-Zombie-Rock´n`Roll mit einem bärigen Österreicher...
Le Samourai 2012/04/27 19:48:32
Antwort löschenAch der ZOmbiefilm. Jo, den hatte ich sogar schon vorgemerkt ;)
Roco De Long 2012/04/27 21:11:45
Antwort löschenNa gut, ich glaube man kann konstatieren, dass diese Art der Inszenierung nichts für dich ist :)
Auch ich hatte meine Schwierigkeiten damit, aber es liegt viel an der Sehgewohnheit. Belanglos finde ich ihn sicherlich nicht. Und man muss natürlich auch sagen, dass "Räuber" und Co sehr wenig mit "Le Samourai" zu tun haben, der ja bis ins Extrem stilisiert ist, während die Berliner Schule trotz Unterkühlung auf Authentizität setzt.
Wie auch immer: solltest du noch einen Versuch starten, dann bitte gleich mit Petzold: keine Genrefilm, sondern einfach subtil erzähltes deutsches Erzählkino, das sich in Europa (und somit der Welt) vor keinem verstecken muss.
Roco De Long 2012/04/27 21:13:26
Antwort löschen"Erzähltes Erzählkino", ganz groß.
Roco De Long 2012/04/27 21:36:50
Antwort löschen@ Vega: Danke, interessanter Artikel! Und gegen Ende wusste ich dann auch, warum er speziell dir gefällt :)
Mr Vincent Vega 2012/04/27 22:47:51
Antwort löschenNein, nicht deshalb. Habe ja keinen "Cinephilen-Blog" und finde, dass Graf gerade auf Seite drei ein bisschen am Thema vorbeigeht. Zu den drei erwähnten Filmen: Hell ist eine Katastrophe, gerade in dem Versuch, eben möglichst nicht-deutsches Genrekino zu delivern. Urban Explorer ist einer der unfassbarsten Filme, die ich letztes Jahr gesehen habe (aber gut ist was anderes). Rammbock mochte ich inständig.
lieber_tee 2012/04/27 22:59:05
Antwort löschenJa so ist das mit dem deutschen Genre-Kino: intellektuell, unter-kühlt, authentisch, unfassbar und inständig...
Oder böse formuliert: entweder bleibt es in seinem deutschem Muff stecken oder schielt zu sehr auf das amerikanische Kino. Rammbock ist da eine löbliche Ausnahme...
Max von Mayerling 2012/04/27 23:13:12
Antwort löschenWenn Graf scheinbar am Thema vorbeigeht, ist er am besten. Insofern mag ich die dritte Seite seines Textes besonders gerne, vor allem paßt mir sein Hinweis auf das »Reich des Verbotenen, das einst auch noch in Grünwalder Fernsehserien hausen durfte« gerade sehr in den Kram. :) PS: Forumskommentare sind bei der »Zeit« ja genauso erschütternd wie überall. (Außer hier natürlich.)
Mr Vincent Vega 2012/04/27 23:15:10
Antwort löschenMax! <3
Le Samourai 2012/04/28 05:51:35
Antwort löschenRoco: Nee danke, für die nächsten fünf Jahre reichts mir schon wieder. Ich kann damit einfach nix anfangen. Alles schrecklich billig. Petzold mag brauchbar sein, aber wenn mich seine Themen einfach nicht die Bohne interessieren, juckt mich das wenig. :)
Und definitiv kann man die beiden Filme mit dem Samourai oder auch Un Flic vergleichen. Nur passt dieses gezwungene unterkühlte, nichts erklärende, lonely warrior-Ding einfach nullkommanull in das Deutschland (Berlin) der heutigen Zeit. Bääh. Was hat der Räuber denn bitte zu erzählen? Gar nichts! Bankraub, Marathon, Bankraub, Marathon, vögeln, Bankraub, Marathon, wahlloser Mord, ellenlange, stinklangweilige Flucht. Ich war nach ner Stunde kurz davor, vorzuspulen!
Roco De Long 2012/04/28 08:19:38
Antwort löschenJa klar, aber genau das ist ja eben das Ding bei diesen Filmen. "Erzählt" wird vordergründig nichts, im Sinne von nicht eindeutig erklärt. Die Vergangenheit des Räubers kennt man nicht, kann sie nur erahnen. Klar ist wohl, dass es ihm nicht um die Kohle geht, sondern um den Kick, das Entfliehen aus der Wirklichkeit. Man muss sich viel dazudenken und das ist immer eine Gratwanderung, die - wie ich ja auch finde - nicht oft gelingt.
Aber Petzoleds "Themen"? Die sind doch genauso universell, groß oder auch klein wie die von xy von irgendwoher. Kaum einer prägt das zeitgenössische intelligente deutsche Kino so wie er. Und ich finde, wenn man sich dafür interessiert, kommt man an Petzold nicht vorbei.
Telebaum 2012/04/28 10:14:05
Antwort löschenDass an dieser Stelle die neue Berliner Schule, insbesondere Petzold, verteidigt wird, finde ich gut. Vielleicht ist es gar nicht so abwägig, Vergleiche mit Melville anzustellen, doch seien wir mal ehrlich, jeder! Film, der heute gedreht wird, muss in diesem Vergleich scheitern, insbesondere ein Film wie "Le Samourai" ist nun einmal ein Singulärereignis, das nur alle Jahrzehnte auftritt. Dennoch, die neue Berliner Schule hat weit mehr zu sagen, als etwa die kitschtriefenden französischen oder die gefühlsduseligen italienischen Filme, auch mehr als die Zaunpfahlwerfer von der Insel, es geht nämlich - und da sind wir wieder bei Melville - um das Unaussprechliche und Unergründbare hinter dem Handeln der Figuren, um das Undurchdringliche des Daseins, und dabei sind die Themen gar nicht mal so sonderlich wichtig, (weshalb etwa Petzolds Themen ja auch vielfältig sind): Es ist doch bei Melville auch so, dass der vordergründige Plot, Heist, Killer, Kriminalität im Grunde nur dazu dient, über viel tieferen Fragen des Daseins zu sinnieren.
Roco De Long 2012/04/28 14:34:46
Antwort löschenWeise gesprochen, Telebaum.
Windom Earle 2012/04/29 12:53:19
Antwort löschenBitte einen Versuch noch, Herr Samourai: Dresen und Halt auf freier Strecke. HFF rules, braaaack.
Roco De Long 2012/04/30 11:03:20
Antwort löschenGenau! Rommel ftw!! Wo unterrichtet der nochmal... :)
Alle 27 Antworten zeigen
Windom Earle 2012/04/30 11:23:52
Antwort löschenTagteam-Wrestling-Match: Dresen und Wnendt vs. Rommel und Petzold
Telebaum 2012/05/08 13:46:43
Antwort löschenEine kleine Streitschrift: Der deutsche Autorenfilm ist derzeit mit das beste, was es in Europa zu sehen gibt (naja, ausgenommen vll. noch die Österreicher, Haneke, Seidl usw. ), nur einige Beispiele:
Petzold: ausnahmslos alle seine Filme
Graf, Arslan, Heisenberg, Hochhäusler
Glasner: Der Freie Wille
Steinbichler: Winterreise
Winckler: Klassenfahrt
Ade: Alle anderen
Krebitz: Das Herz ist ein dunkler Wald
Krohmer: Sommer '04
Von Dresen hat mich noch kein Film wirklich überzeugen können, aber sein Konzept ist aller Ehren wert.
andyewest88 2012/04/27 18:42:48
Kommentar löschen1 punkt für den namen des regisseurs (walter white lässt grüssen) und 2 für bildästhetik und kamera. mehr geht beim besten willen nicht...so, jetzt erstma ne mate zum wach werden :)
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Le Samourai 2012/04/27 18:52:27
Antwort löschenAuf zum Späti, ich brauch ne Mate.
Roco De Long 2012/04/27 21:39:37
Antwort löschenIch hatte heute auch schon ne Mate! Klar. Und viel Spaß beim Busfahrer. Ich muss ihn jetzt zuhause hören... morgen HFF niederfeiern. Von wegen Berliner Schule und so.
Hagen Hagen 2011/12/15 00:10:38
Kommentar löschenWahre Geschichte, Realismus, bla bla. Einzelne Szenen werden einfach aneinander gereiht. Nie kommt der Film in Fluss. Die Nebendarsteller sind hölzern (lieber wäre mir Hölzel, wo wir schon in Wien sind, haha).
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george.taylor 2011/06/07 09:30:22
Kommentar löschenEin angenehm authentischer Film mit einer guten Mischung aus ruhigen und spannenden Szenen. Geschauspielert wird eigentlich nur von Andreas Lust. Der Rest ist mehr schmückendes Beiwerk. Die Kamera, der Schnitt, die ganze Regie waren superb. An manchen Stellen war der Akzent für mich kaum verständlich. War aber nicht weiter hinderlich bei der packenden, knackigen Erzählweise. Die treibende Musik treibt den Film darüber hinaus gut voran.
Interessant die Analogien zwischen dem Einzelgänger Rettenberg und Jesus: das Gestütztwerden von seinen Jüngern nach dem Bergmarathon, er auf dem Berg mit dem Kreuz, die "Auferstehung" aus der Höhle usw.
Empfehle ich gern weiter!
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miandres 2011/08/25 00:28:18
Antwort löschenInteressante Analogie, die auch durch die "Seitenwunde" zu ergänzen wäre.
flaep 2011/06/01 19:25:59
Kommentar löschenauf jeden Fall spannend
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Kill_Diether 2011/03/13 21:24:19
Kommentar löschenHandfester Geradeaus-Realo-Krimi. Andreas Lust reicht in der Hauptrolle völlig aus, um den speziellen, extrem selbstkontrollierten Typen für den Zuschauer auszuleuchten. Die Dramaturgie könnte von einem guten Autor stammen. Der wahre Hintergrund setzt der sowieso schon vorhandenen Spannung noch eins drauf. Norddeutsche werden mit dem Wiener Dialekt arge Verständnissprobleme haben. Der Räuber ist aber kein Freund vieler Worte, weswegen eh wenig geredet wird.
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lens flare 2011/02/23 16:29:36
Kommentar löschendann raubt der johann rettenberger eben banken aus, weil ihm alles andere zu deppert ist... müssen österreichische filme wirklich immer so arthouse sein, dass sie schon wieder urfad sind? offensichtlich...
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Schlegel 2011/02/25 14:36:34
Antwort löschenSo schlimm? Schade. Muss ihn endlich mal sehen.
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lens flare 2011/02/25 15:22:02
Antwort löschenich hab nur die ersten 20 minuten gepackt und bin dann zu ridley scott gewechselt. ohne reue. dvd liegt bei mir rum.
Schlegel 2011/02/25 15:50:20
Antwort löschenSo I´ll come and get it! Aber nach 20 Minuten ausmachen ist gemein.
spanky 2011/01/10 16:48:03
Kommentar löschenEindrucksvoller Beweis dafür, dass ein ruhiges Kammerspiel-Psychogramm, das gänzlich ohne Spezialeffekte auskommt, mehr Spannung erzeugen kann, als der einfallslose Action-Quatsch Marke Hollywood.
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tom777 2010/11/21 05:25:19
Kommentar löschenEiner der besseren Österreichischen Filme der letzten Zeit,kommt qualitativ aber nicht ganz an Revanche heran in dem ja ebenfalls Andreas Lust eine hervorragende Leistung abliefert wie auch in diesem Film der auf wahren Begebenheiten beruht denen der Film neben der Leistung des Hauptdarstellers maßgeblich seine überdurchschnittlichkeit verdankt.
Die Kameraarbeit überzeugt ebenso wie die Regie von Benjamin Heisenberg dessen mangelnde Qualitäten als Drehbuchautor aber dafür sorgen das dieses Krimi Drama nicht völlig überzeugend ist.
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Discostu 2010/07/05 19:37:59
Kommentar löschenDer Film fasziniert vor allem durch seine dynamischen Aufnahmen des Läufers Johann Rettenberger, egal, ob er gerade einen Marathon oder von der Polizei davon läuft. Portraitiert wird ein Mann, dessen einziger Sinn im Leben es ist, an seine körperlichen Grenzen zu kommen, den Adrenalinrausch zu spüren – weshalb es auch lediglich aus den Komponenten Banküberfälle, Sport und Sex besteht. Eine Identifikationsfigur ist Rettenberger freilich nicht, weshalb die letzten Szenen seines Lebens auch kaum rühren können und vielleicht auch nicht wollen. Was aber vor allem den Genuss stört, sind kleinere und größere Logikfehler des Drehbuchs. Eine Suche im Wald ohne Hubschrauber, übertrieben dumme Polizisten, eine offensichtlich nicht existierende Autobahnpolizei, eine Fesselung an einen Stuhl bei der mit den Füßen begonnen wird, damit das Opfer die Arme frei hat um den Räuber anzustechen usw. wirken wie unbeholfene Versuche, die Handlung in die gewünschte Richtung zu bekommen.
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maxgoesche 2010/03/14 08:56:56
Kommentar löschenWie sein Held strebt dieser Film mit ungheurer Stringenz einem unausweichlichen und dann doch etwas überraschenden Ende entgegen. Angenehm, dass der Regisseur auf billige Morallektionen verzichtet, von denen es im deutschen Kino wimmelt. In diesem Sinne ist "Der Räuber" auch ein typisch österreichischer Film: kühl, beobachtend und zwingend in seiner Treffsicherkeit.
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FutureInstitute 2010/02/28 13:50:49
Kommentar löschenblack-white world of 'running' outsiders, sometimes 'in'
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AylaView 2010/02/27 00:52:07
Kommentar löschenNervenaufreiben und spannend, dennoch ruhig inszeniert. An einigen Stellen wünscht man sich als Nichtösterreicher Untertitel.
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Kubrick_obscura 2010/02/25 15:58:24
Kommentar löschenDas soll ja auch "Berliner Schule" sein, ist aber wirklich geil.
Das Porträt eines laufsüchtigen Bankräubers für den das eine ebenso wichtig ist wie das andere. Ja, beides gehört zusammen ist untrennbar miteinander verbunden. Wer stiehlt, muss rennen um nicht gefasst zu werden.
Kino ist dem Namen nach nichts anderes als "Bewegung". Der Räuber im Film geht auch einmal ins Kino mit seiner Mitbewohnerin. Sie lacht und jauchzt, lässt sich komplett aufsaugen von diesem statischen hellleuchtenden Rahmen umgeben von Dunkelheit. Doch er bleibt ruhig, sieht zu ihr und amüsiert sich. Der Film im Kino aber lässt ihn eher kalt. Die vorgetäuschte Bewegung von 24 Einzelbildern in der Sekunde kümmert ihn nicht. Ein Kommentar zum 3D-Kino?
"Der Räuber" ist Psychogramm und Bewegungsstudie, selbstreflexiv, aber nie hohl. Dazu kommt eine beeindruckende Kameraarbeit und fließende Montage. Gleichwohl bietet dieser Film auch Erfahrungskino, macht Adrenalin sichtbar, und unterscheidet sich deshalb von anderen Vertretern der "Berliner Schule", die hauptsächlich Schauprozesse darstellen.
Hier ist man aber mittendrin, statt nur dabei.
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chriskaps 2010/02/24 09:51:25
Kommentar löschenTatsächlich läuft und läuft der Mann, aber man kann sich der Faszination nicht entziehen ihn dabei zu beobachten. Großen Respekt für die Steadicam Arbeit!
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alter.native 2010/02/22 18:13:54
Kommentar löschenDie filmisch etwas abgewandelte wahre Begebenheit wird in erster Linie durch die distanziert beobachtende Kamera und den Hauptdarsteller Andreas Lust gut. Sein Gesichtsausdruck ist auch ohne Maske maskenhaft, kühl und ohne jede emphatische Regung. Es ist der Versuch einer Annäherung an einen manischen Gangster (der echte Kastenberger alias Rettenberger überfiel an einem Tag drei Banken hintereinander) und getriebenen Marathon-Läufer.
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Chev Chelios 2010/02/18 15:05:05
Kommentar löschenSehr sehr gut gemacht, hat mich persönlich sehr begeistert
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davidpm 2010/02/16 22:53:25
Kommentar löschenHier stimmt alles! Spannende Geschichte, zurückhaltende, den Charakter nur beobachtende und nicht interpretierende Erzählweise, atemberaubende Fluchtszenen. Keine Sekunde Langeweile. Ansehen!
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