Der Rote Punkt

Der Rote Punkt (2008), JP/DE
Laufzeit 82 Minuten, FSK 0, Drama, Kinostart 04.06.2009

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6.0 Kritiker
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von Marie Miyayama, mit Yuki Inomata und Hans Kremer

Die in Tokio lebende Studentin Aki Onodera (22) hat in sehr jungen Jahren ihre Eltern bei einem Unfall in Deutschland verloren. 18 Jahre nach diesem Ereignis folgt sie den Spuren ihrer Eltern zum damaligen Unfallort und lernt die dort ansässige Familie Weber kennen. Elias Weber (18) fühlt sich spontan von der geheimnisvollen Reisenden angezogen, während sein Vater, Johannes Weber (52), vor ihr zurückschreckt, da er mit Entsetzen die verborgene schicksalhafte Verbindung zwischen Aki und seiner Familie erkennt.

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Kritiken (3) — Film: Der Rote Punkt

José Garcia: Textezumfilm

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6.0Ganz gut

Über die Bildsprache hinaus überzeugt „Der rote Punkt“ insbesondere in der Inszenierung der nonverbalen Kommunikation, handelt der Film doch letztlich von den Schwierigkeiten, auch in der Familie miteinander zu kommunizieren. Dazu führt die junge Regisseurin aus: „Der rote Faden dieser Geschichte ist das Schweigen, die Unfähigkeit, miteinander zu reden. Die Hauptprotagonistin Aki redet nur abgehacktes Deutsch. Jedoch gerade beim Aufeinandertreffen unterschiedlicher Kulturen besteht die Möglichkeit zu einer tieferen menschlichen Kommunikation.“

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alexandra seitz: Berliner Zeitung, tip, ray ... alexandra seitz: Berliner Zeitung, tip, ray ...

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8.0Ausgezeichnet

"Der rote Punkt" bietet für das Problem von schuldhafter Verstrickung und möglicher Vergebung eine Lösung, die konträr zu den gängigen Erwartungen liegt und die alle Klischees lautstarker Dramatik und heulender Hysterie souverän vermeidet. Und nur zum Teil ist diese Lösung der Tatsache geschuldet, dass die Hauptfigur sie in einem Land findet, dessen Sprache sie kaum spricht. Denn die rituellen Handlungen, die hier den Ausweg aus dem Dilemma bieten, wurzeln im Vertrauen auf eine Spiritualität, die kulturelle wie sprachliche Gräben überwindet: Frieden findet, wer Frieden gestisch herstellt. Es ist ein Vertrauen, das verloren zu gehen droht - dass Miyayama es einfordert, verleiht ihrem Film seine Kraft.

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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

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7.5Sehenswert

Die Waise Aki (Yuki Inomata) lebt in Tokio und ist Anfang 20 als eine alte Kiste im Haus ihrer Pflegeeltern samt einer, mit einem roten Punkt markierten Straßenkarte von Deutschland ihre Neugierde weckt. Sie reist in das Allgäu, um den roten Punkt, die Stelle, an der ihre Eltern einst tödlich verunglückten, zu finden. Dort wird sie von Familie Weber aufgenommen, deren Leben die junge Japanerin fortan kräftig durcheinander wirbelt. Wo sich Doris Dörrie mit ihrem Film „Hanami“ von Deutschland auf nach Japan machte, um dort ihre Hauptfigur mit dem Tod einer nahen Angehörigen hadern zu lassen, bewegt sich Regisseurin Marie Miyayama in „Der rote Punkt“ in die entgegen gesetzte Richtung. Aber nicht nur vom Thema, auch von der verträumten, fast schwebenden Grundstimmung her ähneln sich beide Filme. Im Gegensatz zu Dörries rauen, dokumentarischen Stil erschafft Miyayama jedoch dazu noch traumhaft schöne Bilderpanoramen. Diese in Kombination mit ihrem das allzu Offensichtliche meidenden Inszenierungsstil sind es, die über die nicht eben raffinierte Geschichte triumphieren und den Film sehenswert machen.

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Kommentare (5) — Film: Der Rote Punkt

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Lars1979

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kein Interesse

Nach dreißig Minuten habe ich's aufgegeben. Einfach nur langweilig.

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cruzha

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Bewertung6.0Ganz gut

Yuki Inomata spielt fantastisch und den Rest des Ensembles gnadenlos an die Wand. Dazu kommt die fantastische Fotografie, die maßgeblich zur Athmosphäre beiträgt. Dass es trotzdem nicht der ganz große Wurf geworden ist, liegt in erster Linie am allzu schnarchigen Erzähltempo und dem reichlich drömeligen Klaviersoundtrack, der sogar an manchen Stellen komplett deplaziert wirkt.
Ein interessantes Debüt, das man sich mal ansehen sollte. Eine straffere Inszenierung hätte allerdings gutgetan, so tun sich doch, wie schon erwähnt, zu viele (vermeintliche) Längen auf.

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lens flare

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Bewertung6.5Ganz gut

feiner kleiner debutfilm! der japan-teil ist faszinierend gelungen. die nebenhandlung mit love interest bayernbubi und die steife darstellung des vaters tun dem film zwar nichts gutes - sehenswert bleibt er trotzdem.

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Der Franzose

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Bewertung9.0Herausragend

Es gibt noch viele unendeckte Perlen des Films, auf diesen Film "Der Rote Punkt" bin ich zum Glück gestossen.

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Kris

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Was für ein gelungener Film für eine so bescheidene Produktion! Die Hauptdarstellerin (die übrigens kein Deutsch spricht und die meiste Zeit beim Filmen keine Ahnung hatte, was genau sie sagt), ist absolut bezaubernd und spielt die etwas hölzern wirkenden deutschen Darsteller locker an die Wand. Die Geschichte ist auf angenehm unaufdringliche Weise berührend. Das Ende hat mir mal wieder viele Kino-Tränen entlockt.

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